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Nr. 220

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Erster Blatt

W. Jahrgang

Samstag. l9. September

General-Anzeiger für Oberhessen

Bezu gsv rct»:

monatlich 75 Ps^ viertel­jährlich Mk. 2.20: durch 'Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.: durch die Post Mt.2. viert el- jährl. ausschl. Beiiellq. Zeilenprers: lokal15PH auswärts 20 Psemriq. Chefredakteur: 21 Goetz. Verantwortlich für den »otit. Teil: Aug. Koeh; für .Feuilleton", .Ver­mischtes" und.Berichts- snal": Karl Neurach: lür .Stadt und Land": Kurt Bendt; für de»

R<rtaflon$*n«f mid Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- ,nd Steiadruckerei 8. Lange. «edaMaa, «xpedMon und Vrnckerel: §ch«lstratze 7. A^g--' tz? Be<

Lin Sieg k$ rechten deutschen Flügels über die Franzosen.

(WTB.) Großes Saup/quartier, 18. SeplemL. vorm. lAmtl.) In Ergänzung der Meldung von gestern abend. Das französische 13. und 4. Armeekorps und Teile einer weiteren Division sind gestern südlich No non entscheidend geschlagen worden und haben mehrere Batterien verloren. Feindliche An­griffe gegen verschiedene Stellungen der Tchlachtsront sind blutig z u s a m m e» g e b r o ch e n. Ebenso ist ein Vor­gehen französischer Alpenjäger am Vogesen- kamm im Breuschtal zurückgcwiesen worden. Bei der Erstürmung des Chateau-B rimo nk bei Reims sind 2500 Gefangene gemacht worden. Auch sonst wurden in osfencr Fcldschlacht Gefangene und Geschütze erbeutet, deren Zahl noch nicht zu übersehen ist.

Unser Ost Heer setzt seine Operationen im Gouverne­ment Suwalki fort. Teile gehen auf dir Festung Osowirz vor.

Der rechte Flügel des deutschen Heeres in Frankreich, der bekanntlich am 1t). September zwischen Meaux und Montmirail vor französischer Uebcrmacht hatte zurück­genommen werden müssen, hat den Franzosen nach der vor­stehenden Meldung eine große Enttäuschung bereitet. Zwar waren diese deutschen Truppen, wie auch vom Feinde an­erkannt wurde, in mustergültiger Ordnung zurückgegangen, allein da die Gefahr vorlag, umzingelt und umgangen zu weiden. >var bei dem Rückzug die größte Eile geboten. Heute wissen wir mtn, wie weit ungefähr der rechte Flügel sich zurückgezogen hatte, nämlich 60 bis 70 Kilometer nord­wärts bis Noyon, ein Städtchen, das uiuoeit des rechten Ufers der Oase liegt. Hier, etwas weiter südwärts, war es, wo nach der heute vorliegenden Meldung am Donnerstag zwei französische Armeekorps und Teile einer weiteren Di­vision entscheidend geschlagen worden sind. Es hat sich wieder gezeigt, daß unsere Truppen nicht tmr tapfer sind, sondern auch eine itberlegene Führung voraus haben. Ju dem Ge­biet von Meanx und Montmirail war man in das Gehege eines französischen Schießplatzes gekommen, was der Feind natürlich hatte ausnutzen können. Wenn aber die Franzos», geglaubt hatten, unsere Truppen zur Flucht drängen zu können, so sahen sie sich bitter aetänsckst. Die gesamte deutsche Schlachtfront steht fest: feindliche Angriffe sind Mutig zu- sammegebrochen. Stolz klingt wieder die deutsche Sprache in diesen kurzen Nachrichten, rmd wir sehen unsere Zuversicht vollaus bestättgi. Alle Tapferkeit und aller Mut der Ver­zweiflung wird die Franzosen nicht vor ihrer Niederlage bewahren. Auch am Vogesen kämm haben die Unseren tteue Wacht gehalten und französische Alpenjäger zurück- gejagt. In der Nähe von Reims wird noch gekämpft: indessen unsere Truppen dringen, wie wir wissen, langsam, aber sicher vorwärts. Ebenso ist unser vortreffliches .Heer im Osten unablässig im Vorrücken begriffen.

Wir Iwbcn also allen Anlaß, diese Tage zu segnen, die uns aus dem wogenden Gesilde der Waffen die siegreiche Germania gezeigt haben. Stolz klingt die Sprache aus dem Hauptquartier: um so unwilliger sind die dreisten Pfuscher zurückzuweisen, die uns aufgeblasene und falsche Botschaft zlktraqen möchten. Waren doch gestern wieder öffentliche An­schläge in der Stadt zu lesen, daß 80000 Gefangene gemacht worden seien. Wenn es gelänge, den Urheber zu ermitteln, müßte er stteng besttast werden, doppelt streng, wemi es sich um einen Beamten handeln sollte. Hütte man doch sogar, es sei angeord-net worden, zwei Tage lang zu flaggen! Für- wahr, eine schlechte, u n d c u t s ch e Vaterlandsliebe, die ver­gißt, was deutschen Wesens Ruhm ausmacht: getreu und wahr zu sein.

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Der französische Ministerrat.

Bordeaux, 18. Scpt. (WDB. Nichtamtlich.) Der Mi­nisterrat unter dem Vorsitz des Präsidenten Poincarö beschäfttgtc sich ausschließlich mit der diplomatischen und der militärischen Lage. Di« Minister Dou- m erg ne und Thomson waren abwesend: Doumergue iveilt im Marne-Gebiet, Tl)omson führt im Nord-Departe­ment und Pas-de-Calais die Untersuchung über die Bedürf­nisse der Bevölkerung.

Ein deutsches Flugschiff von einem belgischen Zweidecker verfolgt.

Am sie r dam, 18. Sept.Nieuws van den Tag' meldet aus Antwerpen vom 17. September: Heute früh flog eine deutscheTaube" aus westlicher Richtung kommend über die Stadt. Sie wurde durch einen belgische« Zweidecker vertrieben, der sie eine Sttccke südlich verfolgte. In der Umgebung von Dcndermonde wurde heute zwischen Deutschen und Belgiern gekämpft.

Englands neueHeerscharen".

Kitchencr kündigt, wie dieFranks. Ztg." aus London weidet, au, daß neue Heere von 500 000 Mannfast fettig" seien. Im Oberhaus erklärte er, daß 6 englische Jnfanterie- und 2 Reiterdivisionen auf dem Festland stünden. Kanada sende 40000 Mann, wovon 15 000 als Reserve: Cetzlon sende ein Hilsskorps, das wahrscheinlich nach Acgppten gehe. R e d m o n d schlug die Bildung einer irischen Brigade vor. Churchill ließ in Chatham verkünden, der Friede dürfe erst geschlossen werden, wenn derpreußische Militattsmus" vernichtet sei.

Das englische Parlament.

Kopenhagen, 18. Scpt. (WDB. Nichtamtlich.) ,,Ber- lingskc Tidende" meldet aus London: Das Parlament v e r- l a g t s i ch morgen bis zum 18. Oktober. Die Homerülc-Bill

und die Bill zur Entstaatlichung der Kirche in Wales wer­den Gesetz. Vre ttetrn jedoch auf Grund des Aufschubgesatzcs erst nach dem Kttege in Kraft.

Ein englisches Schulschiff gesunken.

London, 18. Sept. (W. Nichtamtlich.) Die Ad­miralität gibt bekannt, daß das SchulschiffF i s g a r d 2 " im Kanal im Sturm gesunken ist. Bon der Besatzung von 64 Mann sind 21 ertrunken. DaS SchulschiffFis- gard 2" ist ein als .Hulk für Maschinenpersonal benutztes altes Panzerschiff, es hieß, früherJnvinsible".

Aus der Stadt Löwen.

(WTB.) Berlin, 18. Sept. EinDie Lage in Löwen" betttelter Artikel derNordd. Mg. Ztg." bringt den Bettcht eines dienstlich nach Löwen entsandten Beamten des Kaiserliche n Generalgouvernements in Brüs­sel, in dem festgestellt wird, daß nur ein Fünftel bis ein Secihtel Löwens in Trümmern liegt. Die meisten öffent­lichen Gebäude sind erhalten geblieben, vor allem das herrliche Rathaus. Die Peterskirche ist nur so beschädigt, daß ihre Wiederherstellung leicht wieder möglich ist. Auch konnten alle wertvolleren Gegenstände durch unsere Sol­daten aus der Kirche gerettet werden. Die Erhaltung der Kunst schätze ist vor allem auf das umsichtige Eingreifen des Etappenkommandeurs, des Majors v. Manteuffel, und des Obersten Bock von den Eisenbahntruppen zurückzufichren, die alles taten, um eine Ausdehnung des Brandes zu ver­hüten: insbesondere setzte sich Major v. Manteuffel sür die Rettung des Rathauses und die Erhaltung der Bene- diktinerabtci Montcesar ein. Die Rechtspflege komtte wieder aufgenommen werden; die Gerichte unterstützten die Mili­tärbehörde wirksam durch ihr Borgehen gegen das Gesindel. Da der Ortskommandant ständig den ansässigen Elementen die Rückkehr gestattet, macht sich bereits eine Wiederzu-, nähme der Bevölkerung bemerkbar. Eine Reihe von Ver­kaufsladen ist wieder geöffnet und die Kleinbahn Löwen- Drüssel nimmt den Verkehr in gewissem Umfange wieder aus, so daß den blühenden Bierbrauereien Löwens, die all­gemein wieder im Gange sind, die Möglichkeit der Ver­frachtung wiedergegeben ist. Ferner können durch die Klein­bahn die für Löwen notwendigen Lebensmittel herangeschafft iverden. Auch die öffentlichen Dienste fi-nfo nach Möglich­keit wieder in Gang gesetzt.

Der belgische Ausschuß beim Prüfidente» Wilson.

Rotterdam, 18. Sept. Präsident Wilson empfing gestern im Weißen Hause den belgischen Ausschuß, der zur Vorlegung gegen die bekannten Proteste gegen die Ncu- tralitätsverletzung durch Deutschland nach den Vereinigten Staaten gereist ist. (Berl. Lokalanz.)

Die Behandlung der deutschen Gefangenen in England.

London, 18. Sept. (W.B. Nichtamtlich.) Ueber die Behandlung der deutschen Gefangenen in Eng­land berichtet dieEvening News": Die Gefangenen dürfen Billard und Karten spielen, Zeitungen lesen und in die nächste Stadt gehen, um Einkäufe zu machen. Sie erhalten alle während der Zeit der Gefangenschaft eine bestimmte Summe, .hie ihrem Range enffpricht. Für etwaige Ar­beiten erhalten sie Bezahlung, die sie für ihre Einkäufe ver­wenden können. Die Gefangenen erhalten die gleichen Ra­tionen wie die britischen Soldaten. Ihre Freunde können ihnen portofrei Karten senden. Sie selbst können Bttefe nnd Pakete gleichfalls unfrankiert absenoen. Sie dürfen Besuche enipfangen und den Gottesdiensten beiwohnen. Ster­ben sie im Lager, so werden sie mit militärischen Ehren, wie die britischen Soldaten, begraben.

Eine Einheitsversammlung in Berlin.

Berlin, 18. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Um in der gegenwärtigen Zeit, in der sich das deutsche Volk einmütig um seinen Kaiser schart, dem Gefühl der Zusammengehörig­keit auch der verschiedenen Erwerbsstände öffentlich Ausdruck zu geben, laden der DeutscheHandelstag, der L a n d- wirtschastsrat, der Kriegsausschuß der deut­schen Industrie und der Handwerks- und Ge­werbekammertag gemeinsam zu einer Versammlung ein, die am 28. September vormittags in der Berliner Phil­harmonie stattfinden und die unerschütterliche Zuversicht auf den endgültigen Sieg sowie die feste Entschlossenheit, bis zum Ende durchzuhalten, bekunden soll.

Vom sächsischen Heer.

Dresden, 18. Sept. (WM). Nichtamtl.) Der König hat dem Kronprinzen Georg und dem Prinzen Fried­rich Christian von Sachsen das Ritterkreuz 2. Klasse des Albrechts-Ordens verüehen. Der Kaiser hat dem Kronpttnzen Georg und dem Prinzen Friedrich Ehttstian das Eiserne Kreuz 2. Klasse vettiehen und dem König gestern hiervon Mitteilung gemacht.

DieSächsische Staatszeitung" (früherDresdener Journal") schreibt: Generaloberst Freiherr v. Hausen hat, wie wtt schon meldeten, das Kommando über die dritte Armee, die unter seiner bewährten Führung frischen Lorbeer cm ihre Fahnen heftete, aus Geftrrckchertsrückfichten nieder- legen müssen. Er ist an der Ruhr erkrankt und be­findet sich zurzeit zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in Wiesbaden. Der Kaiser hat den hochverdienten Heerführer für die Dauer der Krankheit vorübergehend von dem Kom­mando enthoben und ihm ein sehr gnädiges allerhöchstes Handschreiben unter wiederholter Anerkennung der hervor­ragenden Letstungen der sächsischen Korps Angehen lassen.

General der Kavallerie v. Einem.

Der an Stelle des erkrankten Generalobersten Frhrn. v. Hausen, des trüberen sächsischen Kttegsnriniftcrs, zum Armeesührer ernannte General der Kavallerie v. Einem gen. v. Rochmaler ist weithin im dentichen Volk bekannt als der Vorgänger des gleichfalls eine Armee führenden vorletzten preußischen Kriegsministers General­obersten v. Hecttngen General v. Einem wurde am 1. Januar 1853 zu Herzberg im damaligen Königreich Hannover als Sohn des Premierlcuiiiants v. Einem geboren, der als Rittmeister an der Spitze der 4. Eskadron der Combttdge-Dragoner am 27. Juni 1866 bei Langensalza beim siegreichen üliifturm auf eine preußische Bat- tette den Heldentod starb. Am 3. August 1870 vom Kadettenkorps als Portepeesähnrich dem Ulanen-Regiment Nr. 14 überwiesen, machte er die Bclagemng von Metz und die Schlachten bei Amiens nnd St. Quentin mit. Noch im Krieg zum Offizier besördett, wurde er 1877 Premietteutnant und 1880 zur Dienstleistung beim Großen Generalstab kommandiert. 1882 wurde er als Hanptmann zum Generalstab des XV. 2lrmeekorps, zwei Jahre später als Ritt­meister und Eskadronchef in das Dragoner-Regiment Nr. 14 ver­setzt und 1887 als Hauptmann zur Dienstleistung beim Generalstab des XV. Armeekorps kommandiett. 1888 Major geworden, kam er 1890 zum Großen Generalstab und wurde 1893 mit der Führung des Kürassier-Regiments Nr. 4 unter Stellung ä la suite des Regiments beauftragt, seit dem 27. Januar 1894 Obeffilentnant und Kommandeur des Regiments. Ein Jahr später wurde er in den Generalstab der Armee zurückversetzt und Chef des General­stabs des VII. Armeekorps. 1897 zum Obefften befördert, wurde er 1898 zur Dienstleistung beim Kttegsminvtettum kommandiett und im selben Jahre als Abteilungsches in das Kttegsministerium versetzt. Das Jahr 1900 brachte ihm seine Ernennung zum General­major und Direktor des Allgemeinen Kriegsdcpartements. Am 18. April 1903 zum Generalleutnant besörderi, wurde er im Mai desselben Jahres mit der Berttetung des Kriegsministeriums beauf­tragt und erhielt einige Monate daraus das Pottescuüle des Kriegs- ministettums, das er nahezu sechs Jahre in mustergültiger Weise führte und im Parlament mit Nachdruck und Gewandtheit vertrat. Am 11. August 1909 von diesem Amt enthoben, wurde er am Neu- jahrstag 1910 kommandierender General des VII. Armeekorps in Münster.

Russische Lügen.

Wien, 18. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) MeZeit'" meldet vus Bukarest: Das russische Hauptquartier fähtt fort, die rumänische Presse mit Lügen Meldungen zw überschwemmen. Am Montag telegraphierte angeblich Groß­fürst NikolaiNikolajewitsch nach Bukarest, die ruffi­schen Kosaken wären vor Kronstadt, das geräumt ivor- deu sei, angekommen. Das BlattDimineata" veröffent­lichte diese Nachricht in einer Extraausgabe. Aus Kronstadt und dem .benachbarten Sinaia, tvo der rumänische Hof sich aufhält, wurde nach Bukarest telegraphiert, daß man es mit einer russisck>en Lüge zu tun habe.Timtncata" erklärte am nächsten Tage, sie sei das Opfer einer peins lichen Mpsttfikation, und nicht zum erstenmal, da es wieder­holt geschehen sei, daß die russische Gesandtschaft lügen­hafte Siegesnachrichten in die Welt gesetzt habe.

Wien, 18. Sept. (WDB. Nichtamtlich. Wiener Korr- Bur.) Die Meldung der Presse des feindlichen Auslandes, daß Oesterreich-Ungarn wegen angeblicher Einleitung von Friedeusverhandlungen das Terrain sondie­ren lasse, ist durchaus tendenziös erfunden.

Krankenanstalten von den Russen ausgeplündert.

Berlin, 18. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Durch das vorübergehende Eindringen der Russen in Ostpreußen war eine große Anzahl von Lazaretten und Kranken- anstalten völlig ausgeplündert worden. Da nach einem hierher gelangten Bericht der Ersatz von Sanitäts-, maiettal und Bcrbandmitteln noch nicht allenthalben durch­geführt zu sein scheint, enffendet das Kricgsministerium einen Kommissar dorthin, dem nrit Verbandmitteln, ärztlichem Ge­rät und Lebensmitteln gefüllte Autos beigegeben sind, unr- dort an Ort und Stelle sofort alles Fehlende für den ersten Bedarf zu ergänzen. Die Versorgung der Truppen mit warmem Unterzeug für die kalte Jahreszeit gehört mit vielen andern Maßnahmen zu den Mobilmachungsvorarbeiten der Heeresverwaltung. Warmes Unterzeug ist ebenso, wie Waffen, Bekleidung, Verbandpäckchen usw. sür jeden einzelnen Mann in Heeresstärke sichergestcllt und gelangt demnächst zur Aus­gabe an die Truppen. Dazu gehören wollene Unterjacken, Unterhosen, Strümpfe, Pulswärmer und Kopffchützer. Wenn private Sammlungen nebenher den gleichen Zweck verfolgen, kann das selbstverständlich nur willkommen geheißen werden und die Anregung des Kronprinzen in dieser Hinsicht ist höchst dankenswert. Besonders Strümpfe und Pulswärmer sind ja rasch verschlissen und können nicht genug vorhanden sein.

Serbische Täuschungsvcrsuche.

Wien, 18. Sept. (W. B. Nichtamtlich) Amtlich wird mitgeteilt: Serbien versucht durch Nachrichten über Nie­derlagen der österreichisch-ungarischen Truppen im Aus- lande Stimmung zu machen. Demgegenüber braucht nur auf die amtlichen Presse-Eommuntqu.es verwiesen zu werven. Hiernach überschritten wir die Drina und haben alle Ver­suche des Feindes, in Syrmien und Banat Fuß zu fassen, vollständig nnd erfolgreich abgewiescn.

Der Stellvertreter des Chefs des Gcneralstabes. v. H ö f e r, Generalmajor.

Bulgarien und Griechenland.

Sofia, 18. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) (Agence Bul­gare.) Me griechische Presse führt seit einiger Zeit eine heftige Perlenmdungskampagnc gegen den bulgarischen G e n c r a l k o n s n l in Saloniki, dem sic böswillige Aeußcrungen zuschreibk, die einzig und allein zu dem Zweck erfunden sind, um den Vertreter Bulgariens brshznstelleir. Dieser Feldzug, der den Erklärungen der