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solle» für seine Ausführungen über angeblich mangelndes Ent­gegenkommen der Stadtverwaltung gegenüber dem Militär. Es ist hier nicht der Ort, über die Leistungen der Stadt für die Garnrson zu spreckzen Der Stadt genügen die anerkennenden Stimmen höchste > militärischer Stellen und zwar auch solcher aus allerletzter Zeit. Wie »ichcgrüiwet im einzelnen die Beanstandungen des .Herrn Änsenders sind, ergibt sich gerade aus seinen völlig un­richtigen Darlegungen betreffend die Oktroirückvergütungen Die tatsächlichen Verhältnisse sind ihm offenbar teilmeise, die recht­lichen völlig unbekannt. Die Garnisonstädte Elsaß-LothnngcnS, welche Oktroi erheben, zahlten an das Militär aut Grund alter französischer Gesetze Oktroirückvergütnngcn oder Kasernierungs- bciträgc Die Kaserne des Infanterie-Regiments Nr. 67 stand ur- ivrünglich aut der Gemarkung Hos. Diese Gemeinde erhebt kein Oktroi. Ms dann das Kasernengruiibstück in Saarburg erngemeindet werden sollte, schlossen Stadt- und Militärverwaltung im Jahre 1895 einen Vertrag, wonach die Stadt das von chr erhobene Oktroi zu einem bestimmten Teil zurückvergüten sollte. Infolge des Zoll­tarifs- und des Reichsbestcuerungsgcsetzes sind die Tritppen, wie überhaupt das Reich seit dem 1. April l9l0 resp. 1911 von Ottrov zahlung an die Gemeinden befreit. Der innere Grund für eines Rückvergütung war somit völlig weggefollen. Ueber das Auf hören der Rückvergütung erfolgte demgemäß eine gütliche Einigung mit der Militärverwaltung.

Die Darstellung, als ob die Gemeinde eine Lücke des geschrie­benen Rechts benützt hätte, um sich einseitig von einer moralischeir Verpflichtung loszulösen, ist eine grobe Unrichttgkcit, der ich hiermit in aller Form entgegentreten muß. Die Behauptung, die Stadt habe bei Erscheinen des bürgerlichen Gesetzbuches eine darin enthaltene Lücke benutzt, um die Oktroirückvergütung zu kündigen, erledigt sich schon durch den Hinweis, daß das bürgerliche Gesetz­buch bereits am 1. Januar 1806 in Kraft getreten ist und mit vorliegender Angelegenheit, die,aul dem Gebiet des öffentlichen Rechts liegt, überhaupt nichts zu.tun hat.

Daß ferner die Oktroirückvergütung nicht deswegen eingestellt nmrde, um mir die Gunst derlothringischen Bevölkerung" zu enoerben, oderdie Soldaten um die geringen, ihnen bei besonderen Gelegenheiten gewährten Zuschüsse" zu bringen, ergibt sich daraus, daß diese Einstellung ,von allen okttoierhebenden Garnisoirstädten des Landes gemeinsam erfolgte.

Der Bürgermeister : W i z i n g e r.

IIMIWllllMHHIIIINIIHHHHIHNHIIIIlHHHIIIIinnillllll!IIINHNHIIINWi!liiiHIINIIIHIIHIHÜHHM !

MnktdichmMlejijkll!

lllllllllllllliUimnilllll!llllllillHIIIII!!lll!!llllllllll!l!lll!llll!ll!!lll!lllllll!llllll[lllllllllllllll!llllllllll

Au» Stadt und Land»

Gießen, 18. September 1914.

Auf dem Felde der Ehre gefallen.

(Aus Hessen und den Nachbargebieten .)

Lt. Paul Aug Freih. von Schüler, Jns.-Rgt. 118, in Worms. Reservist Theodor Roscnberg, Jns.-Rgt. 168, aus Ossenbach-Bürgel. Unteross. d. R. Georg R e x r o t h , Jns.- Rgt. 81, aus Jrankfurt-Oberrad. Vizefeldw. d. Res. Lehramts­assessor Phil. Guntrum aas Msfeld. Res. Karl Koch aus Alsseld. Musk. Phil. Römer, Jns.-Rgt. 118, aus Allen» darf a. d. Lda. hauptm. u. Komp.-Ches Otto Cronenberg in Wiesbaden. Ossiz.-Stellv. u. Regierungsbaumeister Hans hoepsner in Wiesbaden. Lt. Ernst Hümmerich, Jns.- Rgt. 116, aus Erbenheim. Lt. d Rss. Willh R ei nach in Main». Lt. d Res. u. Regierungsassessor Walther Falken­hagen, Jns.-Rgt. 115, auS Dannstadt. Unteross. u. Boll- ziehungsbeamter Otto Kuhs«, Landw.-Bat. 116, in Wetzlar. Gefreiter d. Res. heinr. vvn Mohr, Jns.-Rgt. 81, Steindors bei Wetzlar. Gardist Willy Wendland, Jns.-Rgt. 115, aus Rumpenheim. Gesr. d Res. .Heinrich Göbel in herborn. Dragoner Karl Harrens, Drag.-Rgt. 23, aus Ober-Hilbers- heim. LmLtvchrmann heinr. Kreutzer aus Gensingen. Joseph Elsen heim er, Jns.-Rgt. 88. aus Mainz. Land- tvehrmann Karl Häuser, Jns.-Rgt. 116, aus Nieder-Weisel. Lt. d. Res. und Kreisbaumeister Fritz Stelzer, Pionier-Bat. 17. aus Darinstadt. Lt. d. Res. u. Gerichts-Assessor Dr. Gustav Fehrer, Jns.-Rgt. 115, aus Dannstadt. Major u. Bat.- Kom. Friedrich Bits gen, Jns.-Rgt. 115, aus Darmstadt.

*

** Dank der Großherzogin. Aus ein von den Verwundeten, Pflegerinnen und Aerzten tu dem Lazarett irt Steins Garten hier an die Großherzogin anläßlich ihres Geburtstages gerichtetes Glückwunsch-Telegramm ging folgendes Antwort-Telegramm ein:

Den Verwundeten, Pslegerinnen und Aerzten herz­lichen Dank sür die guten Wünsche, über die ich mich sehr gefreut, in der Hoffnung auf baldige Wiedergencsung der Kranken, Eleonore.

** Warnung. Bon Großh. Polizeiamt wird uns fol­gendes mitgeteilt: Einige Schüler, darunter auch solche von auswärts, in der Uniform der Jugendwehr, haben schon seit einiger Zeit den Namen des Roten Kreuzes miß­braucht. indem sic in hiesigen Geschäften sich als Beauftragte des Roten Kreuzes ausgaben und erklärten, sic sollten Liebes­gaben für das Rote Kreuz einsammeln. Trotzdem sie keine Legitimation besaßen, wurde ihnen in vielen Geschäften Kaffee, Tee, Schokolade und dergleichen verabfolgt. Die aus­geschwindelten Waren boten die Burschen in anderen Geschäf­ten zum Verkauf an mit dem Vorgeben, das Rote Kreuz brauche Geld zur Anschaffung von Betten und müsse des­halb andere Liebesgaben verkaufen. Auch dieser Schwindel gelang ihnen, das für die Waren erhaltene Geld haben die Jungen unter sich geteilt und vernascht. Die Leitung des Roten Kreuzes teilt mit, daß sie Liebesgabenin Natu - r n I i e n durch Beauftragte nicht habe einsammeln, ebenso­wenig eingegangene Liebesgaben habe verkaufen lassen. EZ wird deshalb davor genzarnt, an angeblich Beauftragte des Roten .Kreuzes, die sich nicht durch einen vom Vorsitzenden unterschriebenen und mit dem Stempel des Zweigvereins versehenen Ausweis legitimieren können, irgendwelche Gaben, in Naturaffen oder Geld zu gebeu.

** Steuerfreiheit von Zigarren für Liebes­gaben. Nachdem bereits vor einiger Zeit die als Liebesgaben von den Fabriken gespendeten Zigaretten durch Beschluß des Bundesrats von der Bandervlesteuer befreit wurden, hat letzt, wie dieSüddeutsche Tabakzeitung" berichtet, der Bundesrat be­schlossen, daß für Zigarren, die als Liebesgaben sür die Heeres­und Mannevenvalttncg, das Rote Kreuz oder den Ritterorden, sür die freiwillige Krankenpflege gespendet werden, die daraus! ruhende Tabak-, Gewichts- und Wertzuschiagssteuer zurückver­gütet werden soll.

.** Verwundetcn-TranS Porte. Man schreibt uns: Wer Zeuge der in der Nacht vom, 15. aus >6. dt M. am hi«- sigen Bahnhof angekomtuenci, deutschen und französischen Verwun­delentransporte war, konnte sich von den, Gegenteil der iviederholl in französischen Blättern gebrachten böswilligen Nachrichten, als würden die französischen Verwundeten in Deutschland schlecht be- handelt, überzeugen, denn die französischen verwundeten Soldaten waren weit besser in den verschiedenen Eisenbahnwagen untergebracht als unsere braven tapferen Soldaten. Erstere lagen zum größten Teil eingehüllt in wanne, wollene Decken aus Krankentragen, letztere mußten sich mtt dem aus dem Boden des Wagens ausgebreiteten Stroh begnügen. Sollte umgekehrt die Behandlung unserer braven venvuicheten Soldaten in Feindesland die gleiche sein, dann wollen wir zufrieden sein und uns gern der Humanität feindlicher Verwun­deter preiSgeben." Die Richtigkeit obiger Zellen zu bezweifeln haben

wir keinen Anlaß, wir wollen aber damit nicht Schlüsse aus das Verfahren im allgemeinen ziehen. Es ist sehr wohl möglich, daß die verwundeten Franzosen einen weiteren Weg zurückzulegen hat­ten als die Deutschen, vielleicht auch an einem Orte verladen wur­den, an dein noch Tragen undDeckcn vorhanden waren. Wenn dies an anderen Stationen nicht mehr möglich war, so mußte man sich mit einfachen Mitteln begnügen, die Franzosen deswegen etwa um­zubetten, ging doch nicht an

** Paket verkehr nach dem Ausland. Bon jetzt ab werdet: Postpakete nach der Türkei (türkische Post­anstalten) sowie nach Spanien und Portugal wieder an­genommen. Ferner sind Postpakete auch nach den Bereinigten Staaten von Amerika zu den bisherigen Bedingungen sür die Besörderung über Bremen oder Hamburg zugelassen. Diesen Paketen sind jedoch 3 Zollinhaltserklärungen beizu­geben. Außerdem können jetzt Postpakete nach den Bereinig­ten Staaten von Amerika aus dem Wäge über die Schweiz und Italien befördert werden. Auch nach einzelnen anderen! überseeischen Ländern ist der Postpaketverkehr wieder er­öffnet worden. Nähere Auskunft erteilen die Postanstalten. Erneut wird darauf hingewicsen, daß die Ausfuhrverbote genau zu beachten sind, da Postpakete mit Gegenständen, deren Ausfuhr verboten ist, nicht an das Ausland ausgelie- fert werden. Auch würde der Absender sich unter Umständen eine Bestrafung durch die Zollbehörde zuziehen.

** Absender auf allen Postsendungen ver­merken! In letzter Zeit kommen zahlreiche Sendungen vom Feldheer zurück, die wegen ungenügender oder unrich­tiger Aufschrift nicht haben zugestellt werden können. Auf vielen dieser Sendungen fehlt die Angabe des Absenders, so >d«ß die Rückgabe an diesen unmöglich ist. Auch in den Briefen, die durch einen bei der Ober-Postdircktion bestehen­den Ausschuß geöffnet werden, ist der Absender vielfach übco- haupt nicht oder so unvollständig angegeben, daß die Aus­händigung der Sendungen an ihn nicht erfolgen kann. Außer­dem werden noch in großer Zahl verschlossene Bricst- senditngen nach dem Auslande, nach Elsaß-Lothringen, dem Fürstentum Birkenfeld und den seinerzeit bekannt gegebenen Orten im Regierungsbezirk Trier und Großherzogtum Baden auf geliefert, auf denen ebenfalls die Angabe des Absenders fehlt. Alle diese Sendungen, die den Auflieferern nicht zurück­gegeben werden können, werden einige Zeit ausbewahrt und> demnächst verbrannt. Es liegt daher im Interesse der Ab­sender, auf allen Postsendungen ihre genaue Adresse anzu-- geben.

** Liebesgaben für bic 116cr. Die Zigarrenfabrik . B. Noll stiftete (sür die Maschinengewehr-Kompagnie) 4 Pakete lgarrcn: Schornsteinfegermeisler W. Keil 50 Paar Strohsohlen.

** Liebesgaben für die Dragoner, Akachdem die Etappenbehörocn in Tätigkeit getreten sind, werden von jetzt ab freiwillige Gaben für die im Felde stehenden Angehörigen des Garde-Dragoner-Regiments Nr. 23 dank­bar cntgegengcnommen bei der Ersatz-Eskadron des Garde- DragonerÄlcgimentS Nr. 23. Tie Abnahmestelle auf Stube Nr. 69 der Gardc-Dragoner-Kascrne in Darmstadt, Marion- Platz Nr. 1, ist täglich zwischen 1l und 12 Uhr geöffnet. Bon außerhalb werden die Liebesgaben als Postpaket er­beten. Erwünscht sind lvarme Unterkleider; besonders Jacken und Westen, Strümpfe, Zigarren, Tabak nn-d solck-e Lebens­mittel, die dem Verderb nicht cmsgesetzt sind. Bei der oben­genannteil ÄWnahmestclle küimeir auch Pakete fiir Angehörige des Regiments unter genauer Angabe der Adresse zur Weiterbeförderung in das Feld abgeliefert bezw übersandt werden.

** Aus dem Briefe eines in Spanien wei­le wden Gießeners. In einem uns zur Verfügung ge­stellten Briefe eines Gießeners an seine Eltern teilt diese« ans Madrid folgendes mit:

Wir konnten nicht aus Spanien wegsahreu, da am selben Tage, wo wir in Barzelona zur Abfahrt bereit waren, ein französisches Kriegsschiff vor dem Hafen erschien: aus diese Weise kam kein militärpflichtiger Deutscher heraus. Das Konsulat hat uns allen bestätigt, daß wir uns gestellt hatten. Inzwischen sind wir wieder nach Madrid, da in Barzelona die Verhältnisse zu teuer waren. i Hoffentlich schlagen wir Frankreich gänzlich und wir können noch heraus und mitmachen --- . Auch große Begei­

sterung herrscht hier über die Siege, dieSpanier sindteil- weise für Deutschland, teilweise gegen, erstere Strömung ist stärker. Spanische Zeitungen, von französi­schem Gelbe bestochen, bringen oft falsche Nachrichten, können aber jetzt die Siege nicht mehr verschweigen.---

Landkreis Gießen.

l. Marnzlar, 17. Sept. Die Firma Scheidhiauer u. Gie hi n g stellte dem Roten Kreuz hervorragend zweck­mäßig ausgestattete Räume mit 80 Betten zur Verfügung. Die Räume weisen Abteilungen zu fe zwei Betten auf, und sinid mit Dampfheizung, elektrischem Licht Und Bädern crus- gestattet. Für ansteckende Kvankheiten sind Sonderräume vorhanden.

<jH) Saasen, 17. Sept. Für die Verwundeten in ver­schiedenen Lazaretten Gießens stifteten die Frauen Saasens 74Zwetsch«nkuchen.

Kreis Lauterbach.

tz. ® r e b e rt f) a i n, 15. Sept. Forstmeister Krug, welcher 11 Jahre hier die Stelle eines Oberförsters lnnc hatte und von dem Großherzog nach Tiidelsheim verseht wurde, ist von Greben- baln weggezogen. Forstmeister Krug galt bei seinen Unlerbeamten als beliebter Vorgesetzter. Da nun sein Nachfolger, der von Orten- derq nach hier versetzte Jorstasststent Sch wird er, auch ins Feld ausgerückt ist, werden die Geschähe durch einen Stellvertreter aus Alsseld erledigt,

Hessen-Nassau.

st Marburg, 17. Sept. Großes Aussehen erregte gestern der Transport einer fremden Familie vom Haupt- bahnhos nach der Polizeiwache. Der Mann, angeblich ei» Frank­tireur oder Spion, iollte alle möglichen Untaten begangen haben und sogar Bomben bei sich führen. Tatsächlich handelt« es sich um eine Famitte aus Metz, die sich in Kassel ankgehalten hatte »nd wieder nach Hause wollte. Der Mann war unterwegs mit de» anderen Pastagieren dadurch in Etteit geraten, daß er mit feiner Schwiegermutter sich lranzöfisch unterhielt. In seiner Auf­regung hatte er schließlich an der Notleine gezogen.

Generaloberst von Hindenburg.

Ter General von Hindenburg,

Der bläut die Russen gründlich durch.

Er schreibt nicht viel.

Knapp ist sein Sül:

Hab' Dreißigtausend abgesaßt, Geschütze crne ganze Last,

Ten Feind verfolgen unsre Reiter,

Und morgen siege ich dann weiter!"

Am andern Tage der Bericht Zffgt ein noch fröhlicher Gesicht:

Es hat sich gar

Bermehtt die Schar

Der Feinde, die ich festgesetzt.

Denn Sechzigtausend sind es jetzt Hab' noch nicht alle zählen können.

Weil sie so ganz verteufelt rennen!"

Und wiederum ein Extrablatt Wird ausgcrusen in der Stadt,:

Es sind noch mehr!

Ein ganzes Heer

Von Neunzig tausend, knapp gesckmtzt.

Hab' iw dem Russen abgehetzt

Und außerdem sei noch berichtet.

Der Gegner ist total vernichtet!"

O Hindenburg, o Hindenburg,

Bläu weiter ,o die Russen durch!

Und ist's auch mal 'ne runde Zahl

Gesang'ner, Hunderttausend voll«

Das weiter uns nicht stören soll!

Du hast uns so gewöhnt ans Siegen,

Wir können nicht genug mehr kriegen!

Hermann Steingoetter.

vermischte».

* In Sarrh-sur-Marne sind mehrere Wagen eines sanitären Straßenbahnzuges auf eine durch Spren­gung der Brücke unterbrochene Strecke geleitet worden. Die Wage» fielen in den Fluß. Die Mehrzahl der im Zuge befindlichen Verletzten wurde gerettet. Einzelheiten fehlen.

* Uusr 6 n<>ral,ung 6 u 6 ral! Eine hübsche Episode, die die Kenntnisse der Franzosen über unsere Heeresverhäklniffe de. leuchten, erzählte ein durch die Ctatio» Zweibrücken gekommen« verwundeter bayerischer Spielm.ann. Beim ClellnngSwechsel war der Tambourmajor feines Bataillons, besten Achseln die bekannten Schwalbennester mit Goldiransen schniückten, in ieindliche Gelangen» schait geraten. Tic Franzose», die ihn überwältigt hatten, brachten ihn im Triumph zu ihren Kameraden, denen ne jubelnd znrtefen: llu gönöral, nv g-Gniral! Auch bei einer größeren Trnppenableilnng, bet der der Gelangenc abgelielert wurde, sah man ihn noch längere Zeit als deutschen General an und be» handelle ihn auch dementsvrechend. Bei einem bald daraus «in- setzenden deutschen Vorstoß gelang es ihm, wieder zu seiner Truppe zu gelangen, die hocherfreut war, ihren .General" wieder zu besitzen.

^Bouillon-Würfel für das Rote Kreuz. Ae Finna C. H. Knorr A. G., Heilbrown a, Neckar, welche schon dem Roten Kreuz ihres engeren heimatlichen Kreises reichliche Unterstützungen zuteil werden ließ,, liat der Zentral-Berwaktmia des Roten Kreuzes in Berlin eine Million Knorr-Boiiillonwikfst unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Märkte." «

fc. Frankfurt a. M. V i e h b o' IN a r k t b e r i ch t vom 17. Sept Austrieb: Rinder 167, Ochsen 20, Bullen 4, Kühe und Färsen HZ, Kälber 934, Schaie ISS, Schweine 1716.

Tendenz: gedrückt, bei Schweinen bleibt Ueberstand.

i Breis fiir 100 M

* Lebend- Schlacht­

gewicht

Kalbe 7.

Alk.

Alk.

Feinlls Mastkälbsr ..........

48 -52

80-86

Mittlere Malt- und beste Sanfkäli»-. . . .

44-48

75-81

Geringere Mast- »nd gut; Saugkälder . . .

40-43

68-73

Geringere Saugkälber.........

34-38

58-64

Sch a r e.

Slallinastschal«:

Maslläimner uns ninger- Mast Hammel

4041

88-90

Aclter« Masthainniel, nnt genährte junge Schass

und geringere Mastlämmer......

30-34

75-80

Sch wer n!.

Vollsieischigr Schweine von30100

Lebendgewicht........45.0148.0) 58.00601»

Vollfleischige Schweine unter 84 k<g Lebendgewtcht ..... . . . 45.0047.00 56.00-58.«

Dollste, schtge Sch wein« von 100124 kj

Lebendgewicht........ 46.0048.01 58.0060.04

Dollfletjchige Schweine von 120150 c 5

Lebendgewicht ........ 46.0048.00 58.0060.00

-r. Butzbach, 17. Sept. Der heutige Markt war gut be-

sahren. Ansgetrieben wurden: 440 Ferkel, 2 Läufer, Preis pro Stück: Ferkel bis 6 Wochen alt 89 Mk., 6 bis 8 Wochen alte 1012 Mk 8 bis 13 Wochen 1315 Mk.; Länler 18 Mk, Tendenz mäßig.

Meteorologische Beobachtungen der Station Siebe»

Sept.

0914

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17.

9''*

737,4

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38,7

12 5

8,3

76

w

6

7

Sonnenscheln

Höchste Temperatur am 16.17. September 49U = -4- 16.6' C. Niedrigste » , 16 -17. . 19il --- z. 10,2* ,

Niederschlag: 4,3 mm. _

Verantwortlich für den gesamten redaktionellen Teil : Aug. Goesl

Amtlicher Teil.

Bc t r.: Feldpostfendamgen.

Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß bon der Feldpost Pakete von mehr als 250 Gramm itzewicht an di« Angchöngen des Feldheeres zurzeit nicht befördert werden dürfen und daher von den örtlichen Postanstalten auch nicht angenommen werden.

Wer beabsichtigt, Angehörigen des Feldheeres Pakete zu senden, hat das Paket, das möglichst nicht über 5 tzg schwer sein soll, an den sür den Feldtnippentcil zuständigen Ersatztruppenteil zu richten. Die 'Adresse würde zum Beispiel für eine der 6. Kompagnie In­fanterie-Regiments Nr. 81 angehorenden Person wie folgt zu lauten haben:

An das Ersatzbataillon Infanterie-Regiments Nr. 81

in F r a n f f u r t a. M.

zur Weiterbeförderung an:

XVIII. Armeekorps.

21. Jnianteric-Division,

42. Infanterie-Brigade. Infanterie-Regiment Nr. 87, fl. Bataillon. 6 Kompagnie,

Gefreiter d. Reserve.....S . , . , .

Ausdrücklich wird bemerkt, daß dieses Veriahren nur auf dce- ienigen Personen des Feldheeres Anwendung finden kmm, weM sich bei Truppenteilen befinden, die zum Verband des XVIll Ar­meekorps oder XVIII. ReservekorpS gehören oder bei Truppenteilen stehen, die ihrer Nummern- usw. Bezeichnung nach als vom XVIII. Armeekorps hervorgeganqen betrachlet werden können. Diese Angaben müssen aus der vom Absender aul das Genaueste anzu­gebenden Adresse hervorgehen.

Deni Verderben ausgesetztc Eßwaren sind unter keinen Um­ständen abzusenden, da längere Zeit verstreichen kann, bis das Paket in den Besitz des Empfängers gelangen wird ES wird daher auch ersucht, Pakete nur dann abzusenden, ivenn der Empfänger die llcbersendung gewisser Gegenstände selbst gewünscht hat.

Die Anordnungen anderer Armeekorps sind hier nicht bekwuu. es kann daher bezüglich derselben lher auch leine Auskunft gegeben werden.

Ter Standort der Erlatztnipven kann bei der örtlichen Pust' anstatt erfragt werden.

F r a n k s u r I a M . den 10. September 1914.

Stellvertretendes General-Kommando XVIll. Armeekortzä-