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Die Kriegslage der Oesterreicher.

Wien, 15. Scpt. (WTB.) Der frühere Kriegsminister Urhr. Schönaich schreibt in derReuen Freien Presse" zu der gegenwärtigen Kriegslage t nt Osten:

Wir stehen in Galizien im Kampf mit einer nahezu dop­pelten numerischen U cb er l c g e n h e i t. Wir sind in den Hanen Kämpfen nicht geschlagen worden, sondern haben uns trotz der Ungunst der Lage noch immer nach freiem Entschluß vom Feinde nnbclästigt, auf sehr kurze Strecken zurückgezogne inimcr von neuem den Kampf aüfnehmend. Innerhalb eines Monats hat die Armee, wovon fast keiner je rinnt ernsten Krieg erlebte, diesen Mangel an Kricgserfahrung behoben und mit einem Heldenmut und einer Zähigkeit erkämpft, wie sic schlachtgnvohntc Truppen nicht glänzender beweisen können. Die mimcrischc Ueberlcgcnhrit können wir kaum ausgleichen, aber der Kampfesmut unserer Truppen hat ihre Leistungen bedeutend erhöht und den Mut unseres Gegners, ohne dessen Tüchtigkeit in Zweifel zu ziehen, bedeutend gemindert. Das ist der Ausgleich in den Chancen des Krieges, den wir Nichtkämpser mit Genugtuung begrüßen können. Diese Anerkennung muß sich durch unerschütterliches Ver­trauen in die Zukunft aussprcchen, durch rin Vertrauen, das jeden Zweifel entschieden zurück,vcist. In diesem Sinne zu denken, zu reden und zu handeln, ist jedes Patrioten Pflicht. Die Stimmung der braven Verwundeten, die die Tage zählen, wann sie wieder zur Front gelangen können, muß der Grundton der all­gemeinen Stimmung sein und bleiben.

Wien, 15. Scpt. lWTB. Nichtamtlich.) Der Kriegs­berichterstatter derZeit" meldet:

Der Abmarsch unserer Truppen in die neuen Stellungen ist in vollständiger Ruhe und ohne Belästigung seitens des stark erschöpften Gegners erfolgt. Tie Truppen sind mit dem Bewußt­sein abgezogen, einen Erfolg errungen zu haben, da sie 80 dem Feinde abgenommene Geschütze und über 10 000 Gefangene mitführen. Die neue Stellung ist bereits bezogen worden. Der Geist der Truppen ist trotz des schlechten Wetters vorzüglich. Die Armeen Tank! und Auffenbcrg haben sich mit der Hauptarmee vereinigt.

Ein österreichischer Spitalzug von den Russen beschossen.

Wien, 15. Sept. (Nichtamtlich.) Am Nachmittag ist am Wiener Nordbahnhof ein Spitalzug aus der Gegend von Rawaruska eingetrofsen, der am 12. Scpt. gegen 4 Uhr nach­mittags von einer aus 6 Geschützen bcstebenden russischen Batterie, die in einer Entfernung von 1020 Metern auf­gestellt war, beschossen worden war. Die letzten Wagen zeig­ten deutlich die Spuren der Beschießung. Eine Granate hatte einen Wagen durchschlagen. Außerdem war der Zug von einer Menge von Füllkugeln getroffen. Unter den Verwundeten be­fanden sich auch Russen.

Tie verzweifelte Lage der Serben.

Wien, 15. Sept. lWTB. Nichtamtlich.) DieReichs­post" meldet aus S o s i cd: Berichten aus Nisch zufolge ist die innere Lage in Serbien verzweifelt. Die Serben geben ihre bisherigen Verluste auf 25 000 Manu an. Schrecklich ist der .Hunger, welcher im Land herrscht. Die serbische Re­gierung hat sich mit in Bulgarien ansässigen griechischen Lebensmittelhändlern wegen Lieferungen in Verbindung ge­setzt. Trotz des Eingreifens der russischen Regierung hat Bul­garien die Ausfuhr der Ladungen nicht zugelassen, da sie das auf der Neutralität beruhende Ausfuhrverbot berührten. Alle größeren Orte sind mit Verwundeten überfüllt. Krank­heiten richten Verheerungen in der Armee und der Bevölke­rung an.

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Unruhen in Indien?

Kopenhagen, 15. Sept. Auf die Mitteilung des hiesigen deutsckfen Gesandten, wonach laut Bericht des deut­schen Botschafters in Peking ein Ausstand in Indien herrsche, zu dessen Niederwerfung England japa­nische Hilfe unter Zusage erheblicher Vorteile erbat, während indische Truppen zur Beruhigung Aegyptens entsandt wurden, erwidert der hiesige englische Gesandte, daß die indischen Truppen wohlbehalten in Aegypten an- gckonrmen und die Gerüchte von einer Revolution in In­dien unbcgrünvet scieit. (Auf die japanischen Truppentrans­porte nach Indien geht der englische Gesandte nicht ein, auch versucht er keine aufklärende Begründung des Transports indischer Truppen nach Aegypten.)

Tie angeblische indische Hecressolge.

Rom, 15. Scpt. Es haben sich fast 7 00 Fürsten dem englischen Vizekönig zur Verfügung ge- stellt. Aus zwölf Staaten sind Truppenangebote gekom­men ; auch stellte Fürst von Bicancer ein Kamelreiter­korps zur Verfügung. Die meisten Truppen sind bereits eingeschisft worden, niehrere indische Staaten haben ein hospitalschifs eingerichtet, dem man den Namen ^Loyalty" gab. Der Maharadscha von Mnsoce hat fünf Millionen Rupien für die Kosten des indischen Expeditionskorps ge­sandt. Der Fürst von Gwalior bietet große Summen und 1000 Pferde an. Der Maharadscha von Rewa stellte Truppen und Edelsteine zur Verfügung. Der Maharadscha von holkar will sämtliche Pferde seines Heeres ycrgeben. (Je mehr, desto schlimmer nachher für England.)

Aegypten.

Genf, 15. Sept. (WTB.) DieB. Z" meldet: Das ständige Koniitee der Jungä^ypter in Cnropa, das seinen sitz in Genf Hai, hat an dem heutigen Gedenktage des Einzuges der englischen Okkupationstrup­pen in Kairo, die nach tnrzer Zeit znrückzuziehcn die Königin Viktoria und Glädstone versprochen hatten, ein P r o t e st t e I e g r a m m an den englischen Premierminister gesandt. Sie heben darin hervor, daß die englische Regie­rung, die über die Verletzung der Neutralität Belgiens so entrüstet sei, diejenige Aegyptens mit Füßen trete, das Land in den Krieg hineinzieht und zu seinem Ruin beiträgt. Sie erinnern an das wiederholt abgegebene twch unerfüllte Ver­sprechen Englands, den Aegyptern ihre Freiheit wiederzu- gebcn.

Die Angst Englands für seine Flotte.

London, 15. Scpt. (WB. Nichtamtlich.) DieTi­mes" schreibt in einem Leitartikel vom 12. September: Admiral I e l l i c o e leistet dem britischen Reich einen un vergleichlichen Dienst, indem er die deutsche Flotte von der Hochsee fernhält. Eine große Seeschlacht zwischen der englischen und der deutschen Flotte könnte genau die Lage herbeifnhren, welche die Einlrittmg des deutschen Flottengesetzes vom Jahre 1900 skizzierte. Wir würden siegen, aber der Preis könnte so hoch sein, daß wir lange Zeit aufhören würden, die größte Seemacht zu sein."

Eine Rede Churchills.

London, 15. Sept. (WDB.) Mchtamtlich.) In der Rede, die der Marineminister Chnrchikl am 11. September in einer großen Bersammluitq im Londoner Opernhaus hielt, hat er die Einigkeit der englischen Parteien betont. Eng- land müsse als Ende des gegenwärtigen Krieges große und

gesunde Prinzipien für das politische System Europas er­streben. Das erste dieser Prinzipien sei die Achtung der Na­tionalität. Bei der Rekonstruktion Europas, die auf den Krieg folgen müsse, sollten die unterworfenen Völker befreit und die nationalen Wunsche der unterdrückten Bevölkerun­gen berücksichtigt werden.

Rotterdam, 15. Sept. (WTB. Mchtamtlich.) Zu den Erklärungen Churchills, daß bei der Rekonstruktion Europas, die auf den Krieg folgen solle, die unterworfenen Völker be­freit werden sollten, fragt derNieUwe R otterd aut­sch e Cour an t", was Rußland zur Befreiung Po­lens und Finlands tind England zur Befreiung Aegyptens sagen würde.

Tie gerettete Besatzung des kleinen KreuzersHcla".

Berlin, 15. Sept. DieB. Z." meldet: Von den 191 Mann der Besatzung des kleinen Kreuzershela" wurden 172 gerettet und zwar von deutschen Schissen. Von dem englischen KreuzerPathfinder" gingen 270 Mann verloren.

Ein schwedischer Dampfer von einem englischen Kreuzer überrannt.

-G v t e n b u r g, 15. Sept. (W. B. Stichtamtlich.) Der hier beheimatete DampferT u a" ist am letzten Mitt­woch früh in der Nordsee von einem englischen Kreu­zer überrannt worden und gesunken. Nach dem Zusammenstoß konnte ein Teil der Besatzung an Bord des Kreuzers springen. Fünf Leute fielen ins Wasser, von denen drei, darunter der Kapitän, gerettet wurden, während ein Maschinist und ein Passagier ertranken.

Kämpfe in den Kolonien.

Berlin, 15. Sept. (WB. Nichtamtlich.) Nach einer unbestätigten Reutermeldung aus Livingstonia vom 14. September ist eine Abteilung der deutsch-oft afri­kanischen Schutz truppe am 5. September in Nord- Rhodesia eingefallen uitd hat die Niederlassung Abercorn angegriffen. Der Angriff wurde zurückgeschla­gen. Am 6. September wurde wieder geschossen, ohne daß ein regelrechter Angriff erfolgte. Am 9. September eröff- neten die Deutschen ein Feuer mit leichten Feld­geschützen, die durch Maschinengeschütze zum Schweigen ge­bracht wurden. Die Deutschen verließen ihre Stellung. Sie befanden sich in der Nacht 15 Meilen östlich von Aber- corn. Leutnant Mac Carthy machte mit 90 Mann und einem Maschinengeschütz einen nächtlichen Eilmarsch und verfolgte den Feind bis an die Grenze.

Eine weitere Reutermcldung aus Nairobi vom 12. Sep­tember berichtet über Kämpfe an der Grenze von Deutsch- Ostafrika und Njassaland. Eine deutsche Mteilung überschritt die Grenze bei Mohorn, besetzte Karungü und rückt gegen Kisiki vor. Eine andere deutsche Abteilung, die nach Teavo zu Fuß vorgerückt war, hatte mit Truppen aus B u r a uud M t o t o - A n d ei ein Gefecht. Einzelheiten sind noch nicht bekannt. In Nairobi eingetroffene verwun­dete englische Soldaten berichten, daß die Engländer im hef­tigsten Feuer deutscher Maschinengewehre gestanden und einen Bajonettangriff gemacht hätten, um die Maschinen­gewehre zu nehmen. Der Angriff sei jedoch mißglückt.

Blantyre (Njassa-Land), 14. Sept. (WB. Nicht­amtlich.) Meldung des Renterschcn Bureaus: Der Regie­rungsdampferGwendo len" beschoß am 8. Septdr. Langenburg und landete dort eine Mteilung. Der Ort wurde überrascht; es wurde kein Widerstand geleistet.

Aus Dänemark.

Kopenhagen, 14. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Fm National Tidende" schreibt einer der angesehensten däni­schen politischen Journalisten Dr. Bast h o nt zu der gestri­gen Mitteilung des deutschen Reichskanzlers:

Wir in Dänemark haben nur den Wunsch, die N e u t r a l i t ä t und die Integrität unseres Landes zu bewahren. Wir sind dem Reichskanzler aufrichtig dankbar für die Bestimmtheit, mit der er erklärt, daß cs Deutschland nicht einfalle, an der Neutralität der skandinavischen Länder zu rühren.

Die Thronrede der Königin wilhelmina.

Haag, 15. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Bei der Eröff­nung der Generalstaaten hat die Königin folgende Thronrede gehalten:

Ich bin unter sehr außergewöhnlichen Umständen in Ihre Mitle wiedergekehrt. Wir alle sind erfüllt von dem Gedanken an den schrecklichen Krieg, der in einem großen Teste der Kulturwelt wütet. Jüsolgedessen besindet sich unser Land in einer Lage, die noch mehr als sonst ununterbrochene Wachsamkeit fordert. Ich kann jedoch dankbar feststellen, daß mtsere freundschaftlichen Verhältnisse zu allen Mächten sortdaucrn. Tie ab­solute Neutralität, die Holland beobachtet und mit allen Kräften handhaben wird, ist bis jetzt in keiner Weise verletzt worden.

Tie Königin sprach sodann ihre Befriedigung über die rasche und tadellose Mobilmachung des Heeres und der Marine aus und zollte der Weise, in der beide ihre Ausgabe erfüllen, ihre ^An­erkennung. Sie fuhr fort: Ich bemitleide innigst das Schicksal der Völker, die in diesen Krieg verwickelt sin». Holland trägt opferbereit die außergewöhnlichen ihm ausgebürdeten Lasten und empfängt mit offenen Armen alle Unglücklichen, die iimerhalb seiner Landesgrenzen Zustucht suchen. Obgleich das Wirtschafts­leben in allen Ziveigen den Druck der Verhältnisse empfindet, so findet sich doch bereits einige Besserung. Mehrere Er­zeugnisse der Landwirtschaft und der Nahrnngsmitteltndusttie finden erneut Absatz. Sowohl England wie Deutschland und Belgien schließen regelmäßig lausende Geschäfte mit den Kolonien ab, die jedoch stark beeinträchtigt werden durch die Desorganisation des Post-, Telegraphen- und Seeverkehrs. In allen Kolonien sind Maßnahmett getroffen zur Wahrung der poli- llschen Neutralität. Ich apvelliere vertrauensvoll an alle, auch im Handel und der Industrie, veinlichst alles zu vermeiden, was unsere Neutralität und nationale Existenz gefährden könnte. Jeder Kaufmann muß sich dessen bewußt sein, daß selbst der Schein vermieden werden mttß, daß in der oder durch die holländische Kaufmannschaft eine günstigere Gesinnung zu- gttnstcn des einen oder des anderen Kriegführenden vorherrscht. Ich bin glücklich, daß mein Volk in treuer Pstichtersüllnng, eins mst mir, dem Vaterlande zu dienen trachtet. Ich erwarte, daß die im Lande sich geofsenbarte Einmütigkeit aufrecht erhalten wird bis zum Ende. Ich stehe Gott an, uns Kraft zu geben. Ich er­kläre die Session der Generalstaaten für eröffnet.

Der König von Bulgarien erkrankt.

Wien, 15. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) DieSüd­slawische Korrespondenz" meldet aus Sofia: Einer Mel­dung aus Nisch zufolge ist der Kön ig neuerlich erkrankt. Er ist bettlägerig, leidet an schmerzhaften Gichtanfüllen und Schwellungen an den Beinen.

Aus dem Reiche.

Berlin, 15. Scpt. Eine lußerordentliche Sitzung des > Brandenbnrgischen Provinziallandtages hat ein­stimmig ohne Anssprache beschlossen, 100 000 Mark zur Linderung des Notstandes in der Provinz Ostpreußen zu bewilligen und sich mit 25 Millionen Mark an der Zeichnung der Kriegsanleihe zu beteiligen.

Die Rassenentartung der Franzosen.

Sr manche Erscheinungen, die jetzt im Bolkscharakter des Franzosen besonders hervortreien, offenbaren uns mit greller Deutlichkeit das Bild einer im Niedergang befindlichen Na­tion, der die starke Gesundheit und die ruhige Kraft des deutschen Volkes abgeht. Auf diese Rassencntartung der Fran­zosen haben gelehrte Anthropologen schon seit einiger Zeit immer wieder hingewiesen, und es sind gerade Franzosen selbst, wie Lapouge und Baudin, die reiches Material ftir den biologischen Niedergang des Franzvsentums zusammen­trugen. In seinem Werk überdie Germanen in Frankreich" gibt der bekannte deutsche Anthropologe Ludwig Woltmann eine treffende Darstellung von der französischen Rassever- , schlechterung, die für den Ansgang der ungeheuren Kämpfe wahrscheinlich von ausschlaggebender Bedeutung sein wird. Zunächst betont er die allmähliche Verdrängung der lang- köpfigen germanischen Rasse durch die kurzköpfige, die in Frankreich in den letzten drei Jahrhunderten immer größere Fortschritte gemacht hat. Das Erlöschen dieser blonden, lang- köpsigen Geschlechter ist in erster Linie ans ihre kriegerischen Eigenschaften zurückzuführen, denn diese germanischen Er­oberer, die in Frankreich die herrschende Schicht bildeten, haben sich das ganze Mittelalter hindurch in gegenseitigen i Kämpfen, in den Kreuzzügcn und in Religionskriegen anf- gericben, bis dann die, Revolution und die^ Eroberungskriege Napoleons ihre Reihen noch immer mehr lichteten. So fielen z. B. in der Schlacht bei Crecy 1600 Barone und 4000 Edel- ' knappen, bei Maupcrtuis 2400 Edle; während der Albigenser Kriege wurden viele adlige Geschlechter in Südfrankreich ganz ausgerottet, und die Vertreibung der Hugenotten führte eben- : falls viele Tausende der langköpfigcn Rasse ins Ausland. ! Sodann haben die Revolution mit ihren Greultaten und die Kriege Napoleons mit ihren ungeheuren Menschenopfern den Adel und das höhere Bürgertum erschöpft. So kam es zu einem fast völligen Aussterben der germanischen Rasse, und l daneben trat im 19. Jahrhundert stärker und stärker die bio-. j logische Verschlechterung der Rasse in der Abnahme der Be- . völkerung, der größeren Sterblichkeit usws hervor. Im Jahre 1854 überschritt die Zahl der Toten die der Geborenen um 69 318; dies Defizit ist dann durch die ständige Abnahme ; der Geburtenziffer nur noch schlimmer geworden. Dazu kam der Niedergang der physischen Konstitution, die sich nach Baudin in der Abnahme der Körpergröße und der Militär- tauglichkeit zeigt. Diese Dinge wirkten auch auf den Volks- charakter ein; das früher so kriegerische französische Volk wurde in seinen Hauptclementen friedliebend und ruhig, seß­haft, sparsam und geduldig.

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A«r Stadt und Land.

Gießen, 16. September 1914.

Stuf dem Felde der Ehre gefallen.

(Aus Hessen und den Nachbargebieten.)

Gefreiter d. Res. Adam Lang, Jnf.-Rcgt. 115 aus Offen­bach a. M. til. d. Res. und Diploiw-Jng. Eonst M eher, Monier-Bat. Nr. 10 in Offcnbach a. M. Reservist Heinrich Wagner, Jni.-Regt. 116 aus Gießen. Reservist Heinrich Frank aus Kestrich (Oberhessen). Res. Heinrich Binde- wald, Jnf.-Rcgt. 116 aus Großselda. Hanptm. d. Res. und Oberförster Wilh. Engelhardr, Jnf.-Rcgt. 87 in Hersseld.

Reservist Heinrich Hock, Jnf.-Regt. 116 in Darmstadt. Oberst!, und >Bat.-Kommandeur Ernst Moritz von Arndt, Jnf.-Regt. 110 ans Weinheim. Untcroff. d. Res. und Hilfs­lehrer Reinh. Messer in Wiesbaden. Gesr. b. Res. Hans Piepers in Wiesbaden. Oberl. und Regimentsadj. Erich von Küchle r. Ins.-Regt. 115 aus Darmstadt. Oberst!. Horst Freiherr Trcnsch v. Buttlar-Brandeufels, Landlvehr- Bataillons-Kommandeur in Tarmstadt. Vizeseldw. d. Res. Paul G u n t c r m a n n, Ins.-Regt. 104 aus Darmstadt. Musk. Georg Phil. Stühlinger, Jnf.-Regt. 118 aus Reinhrim i. O. Fähnrich zur See Erwin von H c r f s aus Darmstadt. Üntervff. d. Res. Wilh. L a t h o m u s, Jnf.-Regt. 118 ans Worms.

Res. Johann Becker aus Wald-Uelvershrim. Gebrüder Vizcfeldwebel Anton Dietz. Füs.-Regt. 80 und Gesr. Wilh. T i e tz, Jnf.-Regt. 168 aus Weitcrshain. Gest. Otto August Kämmer, Jns.-Regt. 115 aus Ruppertenrod. Einj.-Unteroff. und Lehrer Georg Schnatz, Jnf.-Regt. 87 aus Mainz. Kanonier Wilh. Schäfer, Feld-Art.-Regt. 27 aus Wendelshrim.

Kanonier d. Res. Mfons Müller, Feld-Art.-Regt 25 ans Gustavsburg. Feldwebel Ernst Frank, Jnf.-Regt. 117 aus Traisa. Einj.-Unteroff. Jakob Bord, Jns.-Regt. 117 io Mainz. Untcroff. Wilh. Kurth, Jnf.-Regt 164 ans Brann- fels. Julius Langsdorf, Sallv B ä r, Karl Friedrich S i m- merock, Georg Karl Hcinr. Pfeffer aus Bad-Nauheim. Major und Bat.-Kommandeur Leopold Krumm in Mainz.

** Die hessischen Verluste. Eine Zuschrift aus Hessen an das Preußische Kriegsministerium beklagt sich dar­über, daß die hessischen Verluste nicht verösfentlickst würden. Die Zuschrift beruht auf einem Irrtum. Das hessische Kontingent ist ein Teil der preußischen Armee und seine Verluste werden unmittelbar nach Eingang der Verlust­listen veröffentlicht, ebenso wiie dies bei anderen preußischen Truppenteilen der Fall ist. Wenn bisher in den Verlustlisten nur wenige Truppenteile des hessischen Kontingents aus­geführt waren, so hat das seinen Grund darin, daß die Trup­pen ihre Verlustlisten noch nicht fertiggcstellt haben oder daß die Verbindung zwischen den Truppen und der Heimat unter«. brochen war.

" Aufstellung der erbeuteten Geschütze.^ Auf die in verschiedenen Blättern (auch im Gießen er Sin je er) geäußerten Wünsche, beweisend die Ausstellung der eroberten Ge­schütze in den einzelnen Garnison-orien, wird der Hess. Landcsztg. von maßgebender Stelle initgeteilt, daß während der Kriegszcit außer in D a r m st a d t noch in einer westdentlchcn, sowie in einer ostdeutschen Stadt sog. Kriegsbcutestellen bestehe», nach welchen alle vom Feinde eroberte, resv. zurückgelassene Geschütze, sonstige SÖnffen, Munitionsvorräte und Kriegsgeräte vorlänfig gebracht »nd ankbewahrt werden. Alle aber persönlich im Sturm erbeuteten Geschütze, Massen nsw., die dem Feinde direkt abgerwigen wurden, werden zunächst in Potsdant aesammell. Wünsche nach Anistellu»» solcher Beuten werden nach Beendigung des Krieges ans Antrag der Garnisonett hin erinllt.

** Der Postanweisnngs- und Nachnahme­dienst mit Oesterreich (iticht auch mit Ungarn und Bosnien-Herzegotoina) wird am 15. September wieder aus­genommen.

Kreis Fricdbcrg.

FC. Ans Ober Hessen, 15. Sept. Zwölf russische Arbeiter, die an! dem Hosgnt D o r h e i IN beschäiligt sind, spendeten uw ausgesordert ihr Scherflein für daS Rote Kreuz.

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