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ufJfcfirentH-n 8<nrbto-irt eti in Ostpreußen zu über- eisen. Die übrigen 2200 Mf. Vereinsverniögen sollen zur eichmmg aus die Kriegsanleihe verwandt werden. Außer- !M soll der.Hauptverein ersucht werden, die übrigen 15 Be­cksvereine zu derselben Maßnahme r» veranlasse,,.

Letzte Nachrichten.

DreibundfrinLlichc Machenschaften in Italien.

WTB. Mailand, 15. Sept. Im Zusammenhang mit den eibundseindlichen Kundgebungen in R o m ist beachtenswert, daß x bekanntlich frankostnsreimdlicheLecvlo" im Leitartikel die ildung eines starken nationalen Ministeriums ich dem Vorbilde der französischen Kabinettsbildung verlangt, elchem Salandra vorstehcn könnte. Tie Tendenz des Artikels chtet sich unvcrhüllt gegen die jetzige Regierung und ihren Willen, e Neutralität Italiens ausrecht zu erhalten.

Die Lage in Aegypten, i. Köln, 15. Sept. Die K. Ztg. meldet von der holländischen renze: Aus Rom wird gemeldet, daß nach demMessa- ero" der Zustand in Aegypten bedenklich sei. us Madrid kommt die Nachricht, daß die spanische Regierung it der Presse vereinbart habe, es sollten nur mehr solche Berichte in e Zeitungen gelangen, deren Inhalt der neutralen Haltung Spa- :ens entspreche.

Die Russen geben ihren Rückzug zu.

Berlin, 15. Sept. Nach einer Meldung desBerl. okalanz." gibt eine amtliche Meldung der Russen den Rück- rg der Russen in Ostpreußen zu. Sie besagt:

Am 10. September wurde eine überwältigende Bewegung der utschen Truppen gegen den linken Flügel der Armee dcS Genc- ils Rennenkampf bekannt. Diese Bewegung veranlaßte e Russen, sich zurückzuziehcn. Im ersten Augimblick unlernah- en die Russen zur Beseitigung der deutschen Offensive aktive oerationen, aber dann stellte sich heraus, daß sie sich einem über- ächtigen Gegner gegenüber befanden; an jener Front dauert r Kampf an.

Eine Zeitlang ging alles gut. Das deutsche Artillerieseuer

leerte nur wenige Sättel. Schon schienen die deutschen Geschütze zu schrcigen und wir nicken in die Nähe des Feindes. Plötzlich kommt die Tragödie. Direkt in das Antlitz der heran­stürmenden brüischeil Kavallerie eröffnen die Deutschen ein mörderisches Feuer. Wenigstens 20 Maschinen­gewehre waren verborgen gewesen. Es regnete den Tod au, unsere Rester auf eine Entfernung von ctlva 150 Metern. Niemand hatte eine Ahnung von diesen Maschinengewehren ge­habt. Das Ergebnis war vernichtend.

Eine amtliche deutsche Acußcrung über die Schlacht bei Lemberg.

(WTB.) Berlin, 15. Sept. (Nichtamtlich.) DieNord­deutsche Allgemeine Zeitung" schreibt:

Die eingehenden Mitteilungen des Kriegsberichterstatters des Morgen" über die Schlacht bei Lemberg bekräftigen den Eindruck, dm der amrliche Bericht des österreichisch-ungarischen Generalstabcs hinterließ. Lediglich strategische Rücksicht veranlaßte den Befehl, die Truvven in eine Stellung zurückzunchmen, in der die Vorbereitungen sür die weiteren Operationen getrosten werden können. Dieser Anordnung war kein Mißerfolg vorange­gangen. Sie wurde im Gegenteil angeordnet, nachdem ein wich­tiger Teilerfolg errungen war. Die große Uebcrmacht des Feindes in Verbindung mit der Uebermüdung der seit Wochen im Kampfe stehenden österreichisch-ungarischen Soldaten machte es unmöglich, am der ganzen iveitausgcdehnten Schlacht­linie dic^ einzelnen Armeen vor der Gefahr von bedcnk- stchen Alankenstüßen zu sichern, die ein gleichmäßiges

Forlschreiten der Operationen gewährleisten. Nach berühmtem Muster dürften die Russen mit bekannter Wahrheitsliebe die Kunde von einem gewaltigen Siege in die Welt hinausgesandt haben.^ Das ändert an der uiuimsiös,licken Tatsackie nicht das geringste, daß das österreichisch-ungarische Heer aus über­mäßig schwierigen Kämpfen ungeschlagen her- vorgcgangcn und sich zu neuen Unternehmungen bereit hält. Der heldenmütige Kriegsgeist, den es seit Begrün der Aus­einandersetzungen mit dem Feinde so vielfach und in so erhebender Weise bewährt hat, ist ungebrochen. Aus den bisherigen glänzen­den Leistungen könne die Erwartung geschöpft werden, daß die österreichisch ungarischen Heerscharen mit frischer Kraft den Kampf wieder aufnehmcn und unter der hervorragenden Heeresleitung zum endgültigen Siege führen werden.

Ein Duell in den Lüften.

Engländer sich zurückzogen, wir sahen »och etwa 100 verlassene Autos, nicht allzu entfernt von der Stelle, wo die französische Artillerie gemeinsam mit der englischen Infanterie eine neue Stel­lung einnahm machte der Beobachtungsostizicr eine Skizze, und wir kehrten inn._ In diesem Augenblick erblicke ich etwa 300 Mtr. Wer mir einen Bristol-Doppeldecker, der uns verfolgte. Wir befanden uns etwa in 1600 Meter Höhe. Da mein Eindecker nur- eine geringere Schnelligkeit besaß als der Bristol, holte er uns bald ein Vergebens machte ich den Versuch, über den Feind zu kommen, was mir aber nicht gelang. Im Gegenteil, der Bristol hielt sich inuncr genau über uns Mein GoU, w a n n wird die Bombe, die wir jeden Augenblick erwarteten, auf itns ein- schlagen! Ter Doppeldecker ließ sich weiter und weiter herab und war kaum noch 150 Meter über uns. Wir hatten das Gesüh!, das ein Vogel haben muß, wenn der Falke übcrihm schwebt. Wir glaubten, daß der Feind Näher herankam. um ein sicheres Ziel sür seine Bombe zu haben. Wir zogen unsere Repener- pistolen und begannen zu schießen. Es war inzwischen glücklicher­weise klar geworden, daß der Engtänoer keine B o m be n be­saß, oder daß er sic nicht vorn aus seinem Aeroplan werfen konnte, da Motor und Propeller vorne angebracht waren. Es war ein entsetzlich aufregender Moment. Der Zwei­decker ivar noch tiefer gesunken, und jetzt begann

das Gefecht auf beiden Seiten. Beobachter und Füh­rer des Doppeldeckers er öffneten ihr Feuer, als wir in gleicher Höhe in etwa .150 Meter Wftand flogen. Osfenbar hatten sie nur Pistolen und ivaytcn nicht näher zu komnien, aus Angst, daß tvir unserseits mit Bomben werfen könnten. Minute mit Minute verlief. Es schienen uns Stunden. Ich halle das Gesühl, daß meine Maschine ermattete und glaubte jeden Augenblick, mein Ende sei gekommen. .Das dauerte eine halbe Stunde. Tann stieß mich mein Beobachter an die Schulter und zeigte mir, etwa 300 Meter höher, einen kleinen fran­zösischen B l e r i o t, der in rasender Fahrt hcransauste, um dem Bristol-Doppeldecker beizustehen. In Kreisen snhr er um uns herum, und die Kugeln vfiffen uns um die Ohren. Mer da hörten wir plötzlich durch das Knattern des Motors Kanonenschüsse. Wir waren über den deutschen Trupven angelangt, die den Bristol und BlörivI beschossen. Werner erklärte, es sei ein Rätsel, was aus all den berühm­ten französischen Fliegern geworden sei. Er selbst habe aus seinen Erkundungsslügen seit Beginn des Krieges nur sechs Feinde in der Luft gesehen, von denen zwei Engländer waren.

Der Kampfegen Deutschlands Handel und Industrie, i. Köln, 15. Sept. DieKöln. Ztg." meldet aus Genf: rankreich bemüht sich aus jede Weise, Deutschlands Wett­ewerb brach zu legen. So haben die in Bordeaux anwesenden .zialistischen Abgeordneten beschlossen, bei der Regierung Schritte i tun, damit diese den diplomatischen und Konsulatsvcrtretern n Auslande, sowie den französischen Handelskammern und Jn- ustriellcn mittcilen, sofort alles ins Werk zu setzen, damit da, w es möglich ist, die deutschen Handels- und Jndustrie-Erzcug- isse durch französische ersetzt werden.

Wie zwei englische Kavallcriebrigaden vernichtet wurden.

Berlin, 15. Sept. In einem die Vernichtung zweier avallcriebrigadc» am 24. August zwischen Mons und Ba- ncicnnes schildernden Bericht derDaily Mail" heißt es:

Im RotterdamerDe Nicuwe Courant" vom 8. September ist folgender Bericht enthalten:

Wir Flieger nehmen beim Kriegstheater die reservierten Plätze ein, wir sehen die Schlachten, wie sie niemand anders, wie sie kein General sehen kann, sagte Unterossizicr Werner, der erste deutsche Flieger, der über Paris erschienen war, und durch dessen Bomben den Parisern der deutsche Vormarsch auf ihre Hauptstadt klar ge­worden war, zu dem Korrespondenten derUnited Preß", Karl von Wiegand, der ifm in dem Zuge zwischen Lüttich und Aachen traf. Ucker einen Kampf in den Lüsten, den er aus-seiner Tour zu überstchen batte, erzählte der Flieger:

Ich hatte den Auftrag bekommen, die Stellungen der englisch- sranzösisckwn Trupven nach der englischen Nickerlage bei Mons sestzustellen. Ein Lisizier ging als Beobachter mit. Wir flogen zuerst in südlicher Richtung die Hauptstraße nach Paris entlang, die durch einen prächtigen Wald führt, in dem etwa 40 000 Ein­wohner aus dieser Gegend Zuflucht gesucht hatten. Nach einem etwa einstündigen Fluge, bei dem wir feststellen konnten, daß die

Amtlicher Teil.

Bekanntmachung.

B e t r.: Stellvertretung.

Nachdem der Rat bei der Prooinzialdirektion und zweite Beamte bei hem Kreisamt Gießen. Großh. Regier ungsrat W c l ck e r zur Dienstleistung im Heer herangezogen worden ist, hat Großh. Ministerium des Innern durch Entschließung vom 11. 1. Mts. den ständigen Hilfsarbeiter im Ministerium deck In­nern, Regierungsrat Hechler, beauftragt, mit Wirkimg vom 14. d. Mts. die Dienstgeschäfte des Großh. Rcgierungsrats Welcker bis aus weiteres zu übernehmen.

Gießen, den 15. September 1914.

Großh. Provinzialdircktion Oberhesscn.

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