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Mülhansen i. E., 12. Cent. <W. B. Nichtamtlich) Beim arjch Vcr Franzose» Milte August hielten eS manche Lenle igebracht, den Franzosen grundlos eine Reihe von Bern zur Verhastuug zu empiedleu, so dag über diese 3ln- :i sogar der irauzosische Sprzialkouimissar seinen Unwistc» rach^ Einer dieser A n g e b c r, auf dessen Verdächtigungen vei Schutzleute von Franzosen abgesührl wurden, der Arbeiler , l aus Darnach, ist vor einige» Tagen com Feldgericht r « i Jahren Zuchthaus verurteilt ivordeu.
An mein England!
Ein in Gießen lebender Engländer sendet unS solgcn- iedicht, das uns beweisen mag, daß Ausländer, die unser schland gründlich kennen, sich von der Grcy'schen stk entschieden abwenden:
Gold und Land!
Gelaust mit Lchandst , ' Eine Opserslut
Bon Völkerblut!
Mein England! Einst ein edles Geschlecht,
Ein ehrlicher Ritter für Freiheit und Recht;
Und nun ein verächtlicher Mammon-r-knecht
Mein England ruft an die gelben Scharen,
Den Terwisch der Wüste und Asrik's Barbaren;
Und steht bei den Mördern, dem ehrlosen Zaren!
Denn Geschäft ist Geschäft! im blutigen Feld Wir verlieren die Achtung der sittlichen Wett;
Um welchen Gewinn? Um schnödestes Geld!
Mene, Tckel, Uvlmrsin — der Stift
Des BerhängniiseS schreibt die furchtbare Schrift;
Der Borsehung Zorn, mein England, dich trifft.
Die Schande wollen wir nimmer ertragen.
Aut, Brüder! die Landesverräter zu schlagen —
Aus Trümmern soll neu Englands Ehre ragen.
Arch. R. Sueben, Gießen.
ffung einer Zentralstelle für die Erteilung von fünften über Deutsche im feindlichen Ausland.
)n den Ländern, mit denen wir uns im Kriegszustand beit (Frankreich, Großbritannien, Rußland, Japan. 'Zelgicn, icn und Montenegro), leben eine große Anzahl von Reijtv-I cheu, über deren Ergehen die hiesigen Angehörigen Auskunft halten wünschen. Liese Angehörigen haben sich bisher reget g an das Auswärtige Amt gewendet, Vas die Auskünfte durch littelung der mit dem Schutze der deutsche» Interessen in kindlichen Ländern betrauten amerikanischen Vertreter — in teuegro des italienischen Vertreters — einzuzicl>eii sucht.
Lei der zunehmenden "Anzahl solcher Anträge erschien es eicht, eine Zentralstelle zu schaffen, die in enger Fühlung mit dem Auswärtigen Amte für eine tunlichst baldige und sacv- ißc Erledigung der Anträge zu sorgen hat. Als solche Stelle e Zentral-Auskunftsstclle für Auswanderer Berlin W. 35, Am sind 9/10, eingerichtet worden, deren eigentliche Ausgaben iwärtig in den .Hintergrund treten Für die neue Tätigkeit lential-Auskunftsstelle ist folgender Geschäftsgang vorgesehen; diejenigen Personen, die über ihre Angehörigen im feind Ausland Auskunft zu erhallen wünschen, haben sich mündlich schriftlich an die Zentral -Ausiunstsftctle zu wenden und dabei icbst genaue Angaben über die Person und die letzte Adresse besuchten zu machen. Die Antragsteller erhalten, soweit die legenden nicht unmittelbar erledigt werden kann, einen Bvr- id, in dem sic wegen Behandlung ihrer Anträge benachrietstigt m. Die Anträge werden nach Prüfung und Sichtung dem rärtigcn Amte übersandt. Dieses zieht durch Bermittclung der dem Schutze unserer Interessen betrauten fremden Bertre- n die gewünschten Auskünfte ein und übermittelt lie der al Auskuiiftsstellc, die daraufhin die Antragsteller bcscherdet. Außer den Auskünften über den Verbleib und das Ergehen lieichsdculschen im feindlichen Ausland erteilt hie Zentral- unftsstcllc auch Ratsckstägc wegen der Möglichkeit, mit ihnen 'ibindung zu treten oder ihre Rückkehr herbeizusülwcn; ferner it sic Gesuche um Ucherweisrmg von Geld zur Unterstützung r Personen entgegen. Die zu überweisenden Geldsummen, die mäßig den Betrag von 500 Mark nicht übersclneiten sollen, m bei der Depositenkassc 0 der Derstschen Bank, Berlin W. 9, öamer Straße 134a, auf das zu diesem Zweck besonders ciii- itetc Konto der Lcgationskasse des Auslvärtigcn Amtes zahlen und die Quitttmgen mit den entsprechenden Gesuchen icntral-Auskiinstsstrlle vorzulegen sein. Die Gesuche gelangen ln gleichfalls an das Auswärtige Amt, wo das Weitere ver- zt wird.
IZeitcrgchende Anträge, insbesondere auf Ucbermittelung von m an Reichsdeutsche im feindlichen Ausland, auf Deimschasfung, erteilung von Sclmtz, aus Erwirkung von Schadenersatz, werden bließlicb vom ?luswärttgen Amte erledigt Ebenso scheidet Auskunfterteilnng über die in Kriegsgefangenschaft geratenen 'hörigen unseres Heeres und unserer M.crrine aus, da diese ünste von den militärischen Stellen durch Vermittelung des oärtigcn Amtes beschafft werden.
!3as die von Miseren Truppen bereits besetzten .feindlichen .'te betrifft, so werden stn diesen Auskünfte der jn Rede iden Art von den deutschen Militär- und Zivilbehörden erteilt en. Die Zentral?lnskunstsstesl« wird sich daher entweder mit i Behörden unmittelbar ins Beitehmen setzen oder di« Gcftich- r an sie verweisen.
Anträae m,s Beschaffung von Auskünften über Tcutt'che im alcn Ausland werden zweckmäßig weder an das Auswärtige noch nn die neue Zentralstelle, sondern unmittelbar an das ndige Kaiserlich Deutt'cbe Konsulat geruhtet: die Schreiben sind Wischer Sprache abznfassen und unverschlossen abzusenden.
vermisste».
* W i c bemißt man Kontributionen? Lüttich hat die Provinz 50 und Brüssel und Lille ie 200 Millionen
ken Kriegsschatzung zu bezahlen — von Rechtswegen — man kann annehmen, daß mich noch viele andere Städte und tnzen gleichfalls tüchttg herangezogen werden sollen, denn , hat die vorsorgliche deutsche Heeresleitung Finanzmänner sachverständige herangezogen. Wie schätzt man nun die finan- Lcistunqssähigkeit der in Betracht kommenden Gegenden Orte ab? Diese Frage wurde 1870 in Commercv an Louis eidcr, der bekanntlich König Wilhelm begleitete, von einem ebenen Einwohner gerichtet, der auf Befehl des Praiekten Kataster, Steuerlisten usw. weggeschasst hatte und doch einmußte, daß die deutschen Sieamten über Vermögen und erkraft der Bevölkerung gut unterrichtet waren. Schneider, der ?lntwort wußte, fragte nun selbst den Feldpolizeidircktoi Dr. >er und erhielt folgende Aufklärung; „Für so dumm balteu keinen Feind, daß er die Perwalttingsbücher der Stadt, des rtements, der Provinz nicht vor unserer Ankunft beiseite en sollte. Das versteht sich von selbst, und wir tragen gar danach, weil wir die Antwort schon ftn voraus kennen. Aber ine Lebensversichcrungsonstalt oder eine Sparkasse im Orte a sehen wir die Bücher nach, welche die Leutchen für ganz un- gilich halten, die sie daher gar nicht auf die Seite schaffen, ms läßt sich der Wohlstand einer Stadt, die Bermögcnsver- rsft der wohlhabenden wie der unteren Schichten der Ein- lerschaft nach ersahrungsmäßigen Prozenten wenigstens an- ciw erkennen, und nur selten trügt diese Prozedur."
* Der Papst von Wertingen. Die guten Wertinger 'chwabenländle haben einen ganz besonderen Pavst sür sich amen. Die Aertinger Zeitung hat ihnen die große Neuigkeit lS Ertrablaltes initgeteilt:
Wcrttnqer Zeitung. Telegramm. <derold-B.>
Wertinqen, 3. Sept., nachm. 2 Uhr.
P a v st w a h l.
Rom, 3, Sept. (Wolff-Meld.) Der Kardinal David Emil
Ludwig Ludwig Anton Cäsar Heinrich Isidor Emil Siegfried Anton wurde zum Papst gewählt. Er steht ftn 60. Lebensjahre »nd war Erzbischof von Bologna.
Die guten Wertinger iverden sich nicht wenig über die vielen nnd mitunter sür einen Kardinal etwas lremdartig klingenden Vornamen ihres neuen Papstes gewundert haben. Und unser lieber Wertinger Kollege hat offenbar zum ersten Male in seiner Praxis das Telephon zur Abnahme einer Meldung in Bewegung gesetzt und deshalb auch noch nie etwas davon gehört, daß man sich am Fernsprecher der Vornamen zur Buchstabierung schwer verständlicher Worte zu bedienen pflegt.
Märtte.
tb. Gießen, 14. Sept. Ter Heumarkt aus Oswalds Garten
erfreut sich seit längerer Zeit nur sehr vereinzelter Zuluhren von Futter. Bezahlt wird der Zentner gutes Heu zurzeit mit Mk. 2,9 < bis 3,00 Mark.
tb. Die Vlchprets«, die unsere Metzger setzt anlegen müssen,
stellen sich wie folgt: Ochsen Mk. 92—94, Rinder Alk. 84—66, Kühe I. Oualität Alk. 76— 78, 2. Oual. Alk. 70—72, Wurstkühe
Alk. 65-67, Kälber Alk. 65—70, Schweine Mt. 60-62 der Zentner Schlachtgewicht.
Meteorologische Beobachtunge n de r Station Giches.
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Höchste Temperatur am 12.—13. September 1911 = st- 15,6 C. Niedrigste . . I2.-13. . 1314 = +■ 10,4“ .
Niederschlag: 0,7 mm._
Verantlvoctlrch für den gesamten redaktionellen Teil: Aug. @oti
staudssaintsnachricbten.
Gießen.
Aufgebote: Sept. 4. Fritz Johann Christian Hahn, Hilss- heizcr in Gießen, mit Elisabeth Grimm in Groß-Umstadt.
Eheschließungen: Sept. 5. Gottfried Schmittdiel, Vizc- seldtvebel in Worms, mit Kathoiina Hausrath in Gießen. — 10. Heinrich Jullmann, Eiscnbahn-Aushilfsschafsner in Gießen, mit Elise Korell in Billertshausen, Kreis Alsfeld.
Geborene; Aug. 28. Dem Lackierer Friedrich Wilhelm Heinrich Rculing ein Sohn, Karl Ludwig. — 29. Dem komnris- iarischen Clsiubahii-llnterailistenlcn Jakob Emil Friedrich Karl Otter eine Tochter, Marie Margarete. — 31. Dem Kutscher Adolf Heinrich Peter Georg Johann Karl Wagner ein Sohn, Karl Wilhelm Heinrich. — Sept. 2. Dem Erdarbeiter Heinrich Dippel eine Tochter, Katharina. — 3. Dem Kaufmann Eharles LouiS Datz ein Sohn, Ernst Ludlvig. — Dem Oekonomen Johann Heinrich Preiß ein Sohn, Karl Helmut. — 4. Dem Bäckermeister Wilhelm .Heinrich Dippel eine Tochter, Katharina Margareta Barbara Gertrud. — 7. Dem Eisenbahngchilsen Johannes Fleischhauer ein Sohn, Hans. — Dem Feldwebel Valentin Joseph Wenzel ein Sohn, Hermann Georg.
Stcrbefällc: Sept. 4. Katharine Siegelest, geb. Berth, 79 Jahre alt, Bahnhofstraße 51. — Marie Horn, geb. Schomber, 77 Jahre alt, Schiffenberger Weg 2. — 5. Ottilie Mathilde Cäcilie Friedrich, 2 Monate alt, Crednerstraße 36. — Karl Heinrich Schneller, 4 Monate alt, Erlengasse 15. — Auguste Spahr, geb! Balscr, 70 Jahre alt, Licher Straße 106. — 9. Lina Wilhelmine Otterbein, 2 Monate alt, Rodheimer Straße 41. — Ferdinande Heinrichs, geh. Eckel, 80 Jahre alt, SÄnAnlage 5.
Bad-Nautzeim.
Ans gebot«: August 25. Christoph Stall II., Badewärter, mit Auguste Thomas, beide in Bad-Nauherm.
Eheschließungen: August 1. Franz Karl Ohl, Architekt in Hanau, mit Beda Alma Elisabeth Heckscher in Bad-Nauheim. — 3. Dr. Waldemar Kissel, Gcrichtsasfcssor, mit Jennh Helene Klara Kühn, beide in Bad--Nauheim. — Karl Otto Paul Gleim, Kinv- mchographenbesitzer, mit Magdalene Schäfer, beide in Bad-Rauheim. — 4. Friedrich Hvfmann, Postbote in Bad-Nauheim, mit Helene Schmandt in Hcuchelheim. — Karl Wilhelm Horn, Krankenkasse-Kontrolleur, mit Dorotliea.Christine Heß, beide in Bad- Nauhcim. — Christian Fried räch Eisen, Metzger, mit istkarie Margareta Stelz, beide in Äaü-Nanheim. — 11. Karl Anthes, Postbote in Bad-Nauheim, mit Christina Rinner in Schlitz.
Geborene; August 8. Dem Uhrmacher Moritz Steinlzardt eine Tochter, Rose. — 9. Dem Schuhmacher Bernhard Heinrich Will ein Sohn, Erwin Heinrich. - 10. Dem Lageristen Philipp Jakob Albert in Frankfurt a. M. eine Tochter. Lilli Juliane. — 11. Dem Maler Johannes Kchm eine Tochter, Liese Lotte Hedwig.
— 15. Dem Gärtner August Stamm eine Tochter, Ilse Auguste Mathilde Erna. — Dem Kaufmann Isaak Schak ein Sohn, Wolf.
— 18. Dem Friseur Philipp Maul in Göllheini lPfalz) eine Tochter, Else Elisabet. — 21. Dem Kinematographeiibesitzer Karl Otto^Paul Gleim eine Tochter. Lucia Johanna Ernestine.
Sterbefällc: dlugust 2. Susanna Babel, geborene Schier, 64 Jahre alt. — 12 Nikolaus Hildebroudt, Rentner, 66 Jahre alt.
— 21. Adolf Dietrich, Buchbinder, 34 Jahre alt. — Anna Gries, 5 JNzre alt — 30. Aron Löb, Agent, 65 Jahre alt. — Frieda Jehncr, Privatin, 52 Jahre alt. — 31. Karolinc Horn, geborene Eichhorn, Privatin, 75 Jahre alt.
Büdinaen.
Geborene; Sept, 6. Dem Metzger Karl Treut eine Tochter, Katharine Elisabeth.
Fricdberg.
Geborene: September 2. Dem Taglöhner August Umsonst eine Tochter, Marie. — 3. Dem Feldwebel Friedrich Merz eine Tochter, Frieda Katharina Linni. — 5 Dem Uhrmacher Wilhelm Rahn eine Tochter, Anna. — 6. Dem Kaufmann Jospa Jacob ein Sohn, Hans Erwin. — Dem Rottenführer Georg Philipps ein Sohn, Johann Georg Gottlieb.
Sterbefällc: September 4. August Wilhelm Hirsch, Landwirt von Nicder-Florstadt, 50 Jahre alt. — 6. Anni Marg. Geltende Lilli Weber, 1 Jahr alt.
Grünberg.
Aufgebote: September 5. Otto Steuernagel, Lehramts- assessvr, mit Margarethe Karolinc Wagner.
Sterbefällc: September 4. Johann Adam Kreuder, 77 Jahre all. — 5. Elise Christ Witwe, geb. Kreuder, 78 Jahre alt. Hungen.
Geborene: Aug. 30. Dem Taglöhner Hermann Schmidt ein Sohn, Hermann Eduard.
Klein-Linden.
Eheschließungen: Aug. 14. Wilhelm Schnickmarm, Schlosser, mit Maria Wilhelmine Weigel, beide in Klein-Linden.
Geborene: Aug. 26. Dem Eiscnbahnschaffner Paul Albert Frick eine Tochter. Erna Marie Emma. — 31. Dem Großherzogl. Bürgermeister Phllipv Jung ein Sohn, Ernst. — Dem Schlosser Johann Funke eine Tochter, Marta Else.
Langsdorf.
Sterbefälle: Sept. Maria Weber, geb. Nier, 55 Jahre
alt.
Lich.
, Geburten: Dem Briefträger Johann Heinrich Schäfer IV. ern Sohn, Friedrich. — Dem Landwirt Ludwig Wolf ein Sohn^ Ludwig. — Dem Taglöhner Heinrich Schwing eine Tochter. Londorf.
Geborene: Juli 31. Dem Schuhmacher Johann Georg Schneider ein Sohn» Ludwig. — August 7. Dem Steenhawer Hern.
rich Rohrbach IV. eine Tochter, Katharine. — 18. Dem Tag. löhmer Heinrich Hillgärtner ein Sohn, Heinrich. — Dem Stern- hmrer Georg Kraft ein Sohn, Karl. — 30. Dem Bierverleger August Göbcl eine Tochter, Katharine Ottilie. ■— September 1. Dem Mühlenbauer Johannes Sckzombcr eine Tochter, Helene Elisabcthe. — 8. Dem Kaufmann “Adolf Joseph ein Sohn.
Sterbefälle: ?lugust 15. Elisabethe Lich, geb. Clberttn, 64 Jahre alt. — 17. Peter Faulstich, Taglöhner, 60 Jahre.alt.
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung.
betreffend Warnung vor dem Zuzug von Arbeitern nach Lüttich.
Jn Lütttch ist infolge starker Arbeitslosigkeit und Stillstands der Betriebe die Beschästtgung von Arbeitern gänzlich ausgeschlossen. Arbeiter werden deshalb vor dem Zuzugc nach dieser Stadt gcivarnt.
Darmstadt, den 6. September 1914.
Großherzogliches Ministerium des Innern.
v. Hombergk. Krämer.
Aufruf!
Zur Formierung des Landsturm-Ersatzbataillons Gießen werden folgende JahreSllassen der Infanterie (nur gediente Leute) herangezogen:
1. Jahresllassen 1895, 1894. 1393, 1892, 1891:
2. Von den Jahresklassen 1897 imd 1896 diejenigen Leute, welche das 39. Lebensjahr vollendet haben.
Die Lnrte haben sich am Dienstag, den 15. September, nachmittags 2 Uhr, auf dem .Hofe der Zeughauskaserne zu stellen.
Wollene Unterkleider und ctiva int Besitz befindliche kriegs- brmichbare Fußbclleidung ist mitzubringen.
Nicht rechtzeitige Gestellung gilt als Fahnenflucht und wird nach den Kriegsgesctzcn auf das Sttengste bestraft.
Gießen, den 11. September 1914.
Groß!) Bezirkskominando.
Naumann, Oberstleutnant und Bezirkskommandenr.
Bekanntmachung.
Betr.: Beröficutlichiiug der amtlichen Derllistlisten.
Die amtlichen Verlustlisten liegen fortgesetzt auf:
1. Jn Gießen aus dein Amtszimmer Nr. 2 des Herrn Ober- bürgermeisters, ans der Polizeiwackitstubc in der Weidengasse, und aus der Polizeiwache am Selterstor.
2. Auf den Großherzogl. Bürgermeistereien der Gemeinden Ebcrstadt, Großen-Duseck, Grimberg, Hungen, Lang-Göns, Lich, Lollar, Londorf, Lumda, Ober-Bessingen, Villingen und Wieseck.
Gießen, den 11. September 1914.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
. Ür. U s i n g e r.
Bekallntmachung.
Betr.: Verösfrnttichung der amtlichen Verlustlisten.
An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Unsere Bekanntmachung von heute in obigem Betreffe wollen Sie wiederholt in ortsüblicher Weise veröfsentllchen lassen.
Den in der Bekanntmachung geummten Biirgermeistcrcien gehen jetzt fortgesetzt die amtlichen Verlustlisten zu. Sie sind in Ihrem Amtszimmer zu jedermanns Einsicht osten zu legen. Den Auskunsstuchcnden haben Sie in jeder Weise behilftich zu sein. Gießen, den 11. September 1914.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
Or. U sing er.
Betr.: Gefechtsmäßiges Schießen.
An die Großh. Bürgermeistereien Annerod. Alten-Buseck. Beuern. Climbach. Daubringcn. Großcn-Buseck. Lollar. Mainzlar. Oppenrod. Reiskirchen. Treis a. Lda., Trolrc. Die Garnison Gießen hält Mittwoch, den 16. September, Donnerstag, den 17. September und Freitag, den 18. September 1914, täglich von 9—2 Uhr nachmittags in dem Gelände etwa 1 Kilometer nördlich von Großcn-Buseck mit der allgemeinen Schußrichttmg nach Norden Gefechtsschießen ab.
Die Absperrung des Geländes findet täglich von 7 Uhr vormittags an bis zur Beendigung des Schießens statt.
Den Anweisungen der Posten, die die Absperrung ausführen, muß^Folge geleistet werden.
Sie wollen dies alsbald ortsüblich bekannt machen lassen. Gießen, den 11. September 1914.
Großhcrzoqlichcs Krcisaml Gießen.
Or. 11 s i n g e r.
Betr.: Frühzcittge Mitteilung der Fahrplanwünsche.
An den Oberbürgermeister der Stadt Gießen und an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Wir erinnern an unser Amtsblatt Nr. 6 vom 7. Jimi 1906. wonach Sommersabrplanwünsche uns so zeittg mitzuteilen sind, daß sie bis zum 15. November an Großlzerzogliches Ministerium der Finanzen, Abteilung für Finanzwirtschaft und Eisenbahnwesen, weitergegcben werden können.
Gießen, den 11. September 1914.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
Ör. U s i n g e r.
Bekanntmachung.
Betr.: Feldbercinignng Kesselbach, Kreis Gießen.
Jn der Zeit vom 9. bis einschl. 24. September k. Js. liegen werktags auf dein Rathaus zu Kesselbach die Arbeiten des III. Abschnitts (Zuteiluugsvlan einschl. Grenzregulierung mit Allertshausens zur Einsicht der Beteiligten offen.
Es sind dies:
a) sür die Gemarkung Kesselbach.
11 Hauptkarten. aus welchen auch die Bewertung der Zuschnitte aus Nachbargemarkungen und Bonitätserhöhungen zu ersehen sind;
2 Bände Gütergcschosse:
1 Band Zusammenstellung der Gütergeschosse:
1 Band Gütergeschosse mit Zutellungsplan;
1 Band Zuteilungsverzeichnis: das Obstbaumverzeichnis:, die Obstbaumgeschosse:
das Verzeichnis der infolge Zuteilung eingettetenen Aenderungen des Wegnetzes.
d) Für die Gem arkun gs gren zreg ulicrung mit Älllertshausen.
1 .hauvtkarte;
1 Band Witergeschosse;
1 Band Gütergeschosse mit Zuteilungsplan:
1 Band Besitzstandsverzeichnissei 1 Band Zuteilungsverzeichnis.
Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet daselbst statt:
Freitag, den 25. September 1914, vormittags 8—9 Uhr.
Ich lade hierzu die beteiligten Grundeigenttlmer unter der Androhung ein, daß die Nichtm'cheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind.
Die Androhung bezieht sich nicht auf diejenigen Grundeigentümer, welche zum Kriegsdienste eingezogen sind und keine Vollmachten ausgestellt haben.
Die Einwendungen sind schriftlich und mit Gründen verleben einzureichen. Die Vorzeigung der neuen Grundstücke findet statt: Freitag, den 18. September l. ^s. Zusammenkunft hierzu vormittags 8 Uhr beim Rathaus zn Kesselbach.
Friedberg, den 4. September 1914.
Der Großherzogliche Fcldbcreuiigungskommissär.
> Schnittspahn, Areisamtmamr.


