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neue an und schaben ihre Kräfte aus den Raum nordöstlich Lemberg argen Süden Tags darauf zeigten sich diese Angriffe in größt« Heftigkeit. Insbesondere von Przemyslany und Firlejow her vernwchte der Feind immer neue Kftäste eiirzusetzen, denen gegenüber unsere Truppen nach vergeblichen Versuchen, sie durch die IDffenfitre neuer im Raume westlich Rohatyn versammelte Armeeteile zu entlasten, gegen Lemberg nnd Mrkolajow weichen mußten. Ju allen diesen Kämpfen erlitten unsere braven Truppen, hauptsächlich durch chic an Zahl weit überlegene und auch aus modernen feindlichen Geschützen feuernde feindliche Ar­tillerie große Verluste. Indessen kaim gesagt werden, daß wir bis jetzt gegen etwa 40 russische Infanterie- und 11 Ka- vallerietruppendivisionen kämpften und zum mindesten die Hälfte dieser feindlichen Kräfte unter großen Verlusten znrückgeworfen haben

Auf dem Balkankriegsschau Platze herrscht im all­gemeinen Ruhe, und von den Höhen nordöstlich Bilek wurden dre Montenegriner abermals geworfen. Am 1. September «rfdjten das Gros der französischen M'ittelmeer- flotte, bestehend aus 16 großen Einheiten, vor der Einfahrt des Boeche di Cattaro und beschoß ans säMerstein Kaliber Punto d'Ostro. Die Wirkung war kläglich. Drei Festungsartilleristen wurden Ieuf>t verwundet Ein Haus in der Nähe des Forts wurde zerstört. Nach der Kanonade dampften die feindlichen Schiffe wieder ab, 1

Der Stellvertreter des Generalstabschefs: von H ö f e r, Generalmajor,

Die deutsche Skutariabtcilung in Wien.

(WTB.) Wien, 4. Sept. Der Kommandant des Sku- tari-Tetachements Major Schneider äußerte eineni Re­dakteur derZeit" gegenüber über die Audienz der deutschen Offiziere beim Kaiser FranzJosef, die Offiziere seien von der Persönlichkeit des Kaisers geradezu begeistert ge­wesen. Der Kaiser habe sich besonders für die Kämpfe gegen die Serben interessiert. Die Offiziere hätten die außer­ordentliche körperliche und geistige Frische des Kaisers nicht genug bewundern können. Er sah aus wie ein Sechzig- jähriger, seine Stimme war klar und seine Augen hell und lebhaft. Der Kaiser habe den Offizieren Grüße an Kaiser Wilhelm anfgetragcn.

Die Neutralität in den Häfen Italiens.

(WTB.) Fiunie, 3.Sept. (Nichtamtlich.) Dem hiesi­gen Hafenamte wurde von italienischer Seite mitgeteilt, daß Kriegsschiffe in die Häfen Spezzia, Maddalena, Taranto, Brindisi und Venedig nur bei Tage und mit vorheriger Be­willigung, die sie mit Hilfe von drahtlosen Telegraphen von dem betreffenden Hasenkominando erwirken, cinfahren können. Ein Kriegsschiff, dem die Einfahrt gestattet ist, hat nach der Signalstatio» zu fahren und dort mindestens drei Meilen entfernt vom Ufer stehen zu bleiben und seine Flagge zu hissen. Die Signalstation verständigt von der Ankunft des Schiffe? den Hasenkommandantcn, welcher einen Marine­offizier auf das fremde Kriegsschiff entsendet.

Die Abreise des Prinzen zu Wied.

WTB. R o m, 4. Sept.Kleber die Abreise des Prinzen zu Died meldet die Agenzia Stefani aus Durazzo: Gestern morgen bei Tagesanbruch war die Stadt wegen der zahlreichen ?lbreisenden sehr belebt. Um 5 Uhr landeten italienische Döatrosen beim Königspalais. Um 6 Uhr 50 Min. verlieh der Prinz, beflecket von Turkhan Pascha und Akhif Pascha, dem diplomatischen Kärps und anderen, den Palast. Im Garten hatte sich der Kontrollausschuß versammelt und begrüßte den Prinzen, der sich einige Zeit mit seinen Mit­gliedern unterhielt und sich dann zum Quai begab. Eine Kompagnie Gendarmen erwies die Ehrenbezeugungen. Der Garten des Palais war von den italienischen Matrosen und den rumänischen Freilvilligen vollkommen geräumt worden, die unverzüglich die Fahne auf dem Königspalast nieder­holten. Um 7.50 Uhr hißte das italienische KriegsschiffMi- surata" die italienische Flagge und am Fockrnast die alba- nesische Flagge. Darmes ging es unter dem Salut derLibm" in der Richtung nach Venedig in See längs der italienischen Küste. Der Prinz hat seine Machtbefugnisse dem Kontroll- ausschuh übertragen, was dem Volke bekannt gegeben wurde. (Nichtamtlich)

(WTB.) W i e n , 4 . Sept. (Nichtamtlich.) Die Politische Korre- svondenz meldet: Wie von maßgebender Seite mitgetritt wird, er­hält die Negierung unbeschadet des gegenwärtigen Krieges alle auf Albanien bezüglichen Bestimmungen der Londoner Botschafter- reunion aufrecht. Die Regierung ist insbesondere gesonnen, an der Neutralität Albaniens festzuhaltcn. Etivaige widerrecht- lichc Eingriffe der benachbarten Balkanstaaten in das durch die Beschlüsse Europas Albanien zugewiesene Territorium könnten da­her unter keinen Umständen eine dauernde Besitzergreifung dar­stellen. Die Regierung beftndet sich auch in dieser Beziehung er­freulicherweise in vollster Uebereinstimmung mit den Absichten der italienischen Regierung.

Gricchenlaud und die Türkei.

Konstantinopel, 4. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Das griechische Generalkonsulat ließ eine 'Kund­machung anschlagen, wodurch zehn Klassen Marinereservisten zu Manövern einberufen werden.

Petersburg existiert nicht mehr!

Wer das ist nickst etwa Schuld der bösen Deutschen, die Rußlands Hauptstadt bombardiert hätten. Tie Russen selbst haben das Werk voftbrackst durch einen Federstrich Die offiziöse russische Telegraphenagentur meldet:

Petersburg, 1. Sept. Aus kaiserlichen Befehl wird Petersburg künftig Petrograd genaimt werden.

Das ist kein Scherz, sondern ein Ausfluß des Pan- slawisinuS, der das Moskolvitertum in diesem Kriege leitet. UnS Deutschen soll diese russischeTaufe" ein .Ansporn sein, unsererseits nicht nachzülassen in der Wstreiftmg alles über­flüssigen Ausländertums, die jetzt so erfreulich eingesetzt lprt. Immer wollen vstr uns bewußt sein, daß wir Deutsckze sind, in all unserm Tun und Lassen, und wir können es heute mehr denn je mit berechtigtem großem Stolz. Unsere Feinde ittern vor den Deutschen, wie sollten wir da nicht gern ,md reudig unser Deutschtum auch überall bekennen und zeigen. Vor allem soll darum fiir unsPetrograd" nach wie vor Petersburg" bleiben. Was schert uns der Ukas des Zaren!

Die ÄriegSsührung der Japaner.

London, 4. Sept. (WTB.)Daily Telegraph" zu­folge bereiten sich die Japaner aus eine längereKriegs- dauer in Kiautschau vor. Sie wollen langsam und methodisch Vorgehen und Menschenmaterial möglichst sparen. Das Parlament werde die Kredite bewilligen, um die Heere bis zum nächsten Jahre in Schantung zu halte».

Japanische Blätter bringen Alarmnachrichten aus .China. Im Jangtsetal stehe die Revolution bevor, die mit den Bestrebungen auf Wiedereinsetzung der Mandschn- Dynastie zusammenhänge. ,

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Eine amtliche deutsche Darstellung über das Strafgericht von Löwen.

Das deutsche Konsulat in Rotterdam hat demNieuwe Rotterdamsche Courant" solgendes Telegramm des Ministe­riums der auswärtigen Angelegenheiten §u Berlin vom 30. August mitgeteilt:

Tie Obrigkeit hatte die Stadt Löwen übergebcir. Montag, den 24. August, begann in Löwen das Einquartiereii der Truppen, und der Verkehr mit den Einwohnern wurde sreundschastlich. Dienstag, den 25. August, nachmittags, rückten aus den Bericht von einem zu erwartenden Ausfall die Truppen gegen Antwerpen aus. Der kommandierende General begab sich in einem Auto nach der Front. Bloß Abteilungen des Landwehrbatrillons Neuß für die Eisenbahnbewachung blieben zurück. Als der zweite Teil dcS GeneralkoininandoS dem kommandierenden General zu Pferd folgen ivollte und auf dem Markt antrat, armrde ans den rundum stehenden Häusern geschossen.

Alle Pferde wurden getötet und fünf Offiziere verwundet, einer davon schwer. Zu gleicher Zeit wurde in ungefähr 10 anderen Stadtteilen geschossen, ebenso auf Soldat-n die gerade an, Bahn­hof angekommen waren, und auf ci icn mrkommcnden Militärzug. An einem vorher verabredeten Zusammengehen mir dem Ausfall aus Antwerpen ist nicht zu zwei sc ln. Zwei Priester waren bei der Verteilung von Patronen zugegen. Der Straßenkampf dauerte bis Mittwoch, den 26. August, nachmittags, too es der inzwischen angekommenen Verstärkung gelang, Herr der Situaftou zu werden. Die Stadt und die nördliche Vorstadt staicheu an verschiedenen Orten in !Brand und sind jetzt wahr­scheinlich abgebrannt.

Von der belgischen Regierung war dieser allgemeine Volks­aufstand gegen den anrückenden Feind schon lange vorbereitet; Wasfendepots waren eingerichtet, in denen >edes Gewehr mit dem Namen des Bürgers versehen war, der damit bewaffnet werden sollte.

Ein spontaner Volksaufstand ist auf das Verlangen einig« kleiner Staaten auf der Haager Konferenz als völkerrechtlich an­genommen tvorden, wenn die Waffen sichtbar getragen und die Kriegsgesetze befolgt werden, doch bloß, wenn gilt, einem heran­ziehenden Feind eittgegenzurückcu. In diesem Fall hatte die Stadt sich aber bereitet übergeben und die Bevölkerung dadurch also von weiterem Widerstand abgesehen: die Stadt war durch unsere Truppen bereits besetzt. Trotzdem siel die Bevölkerung die Be­satzung und die ankommeriden Truppen, welche durch eine an­scheinend freundliche Haltung irrcgeführt, in Zügen und Autos ankamen, von allen Seiten m> und cs wurde ern mörde­risches Feuer aus sie eröffnet. Das war also keine erlaubte Kriegs­list, sondern eine verräterische Ueberrumpelung durch die bürg« liebe Bevölkerung, ein umso verwerflich« Ueberfall, als dieser früh« schon vereinbart war uich gleichzeitig mit dem Alussall aus Antwerpen statthaben sollte.

Tie Waffen wurden nicht sichtbar getragen, Frauen und junge Mädchen nahnicn an dem Gefecht teil und stachen den Verwundeten die Augen aus.

DaS barbari>ck?e Auftreten d« belgisckwn Bevölkerung in fast allen von uns besetzten Teilen des Landes hat uns nicht allein das Recht zu strengen Maßregeln gegeben, sondern uns im Inter­esse der Sclbste-Haltung dam gezwungen. Der intenilveWider­stand der Bcvölk«ung geht auch daraus hervor, daß in Löwen mehr als 24 Stunden zur Unterdrückimg des Aufstaiches Nötrg waren.

Daß bei Viesen Gefechten ein groß« Teil d« Stadt zerstört worden ist, tut uns selbst leid: solche Folgen lagen selbstredend nicht in unser« Absicht, können ab« bei dem schäiMiäwn gegen uns geführten Franktireur-Krieg nicht vermieden werden. Wer den gutmütigen Charakter uirs«er Truppen kennt, wird nicht iip Ernst belzaupten können, daß sie zu unnötig« od« sogar mut­williger Vernichtung geneigt seien.

Die ganze Verantwortung für da§ Geschehene trägt die b e I g i l ch e B c v ö l ke r u n g , die sich selbst außerhalb von Recht und Gesetz gestellt, und die belgische Negierung, die mit verbrecherischer Leichtfertigkeit die Bevölkerung mit Anwei­sungen dem Völkerrecht zum Trotz verscben und zu Widerstand angetrieben hat und die auch nach unseren «ncuten Warnungen nach dem Fall Lüttichs nichts getan hat, mn sie zu einem fried­licheren Verhalten anzuspornen.

Au» Stadt r?nd Land.

Gießen, 5. September 4944.

**DerGroßhcrzogbcidenTruppen. D« Groß­herzog hat nach Mitteilung d«D. Ztg." den bisherigen Ge­fechten am Kriegsschauplatz bei dem Generalkommando deS Arnree- korp? beigewohnt. Wiederholt hatten die hessischen Truppen dir Freude, ihren Landesherrn zu sehen, der hierbei seine Genug­tuung über das gute Aussehen, den vortrefflichen Geist und die außerordentlichen Leistungen der hessischen Regiment« in Ge­fechten und Märschen zu erkennen gab. Besond«s befriedigt war der Großhcrzog auch von der hohen Anerkennung, die uns«en hessischen Truppen von ihren Dienstvorgesetzten zuteil wurde. So­weit es bei dem raschen Fortschreiten der milftärischen Operationen irgend möglich war, hat der Großherzog hie Verwundeten in den Feldlazaretten besucht und sich davon überzeugt, daß sie gut ver­sorgt werden.

** Dem stell». Generalkommando des 18. Ar­meekorps gehen, wie uns von dort geschrieben wird, in letzt« Zeit derartig viele persönliche Gesuche, Briese in dienstlichen und privaten Angelegenheiten, sowie Zuschriften all« Art über patrio­tische Wünsche und Erfindimgen, unter Uebergehwrg d« vorge- schricbencn und üblichen Zwischenbehörden zu, daß cs trotz «heb- lichcr Vermehrung des bis zum äußersten angespannten Personals nicht mehr imstande ist, diese Eingaben selbst zu beantworten. Derartige a» das Generalkommando gelangeirden Zuschriften wer­den daher fortan ansnahmcklos zunächst d« betr. Zwischen- behörde erster Instanz zur Prüfung, und, falls angängig, zur Entscheidung, andernfalls zum Bericht übersandt werden. Hier­durch entsteht für die betr. Briefschreib« zweifellos ein erheb­licher Zeitverlust, bevor sie einen Bescheid erhalten können. Da es sich aber in d« überwiegenden Mehrzahl der Fälle um solch« Angelegenheiten handelt, welche im Wirkimgskreis d« Zwischen- bchörde liegen und von diesen vollgültig entschieden werden können, so liegt es im eigenen Interesse d« betr. Briesstell«, daß sie ihre Eingaben an diese Behörden und nicht an das General kom- mando richten. Ein Gleiches gilt für das persönliche Anbringen von Gesuchen. Bezüglich der zahlreichen ohne Na.inensnnt«schrift eingehenden Briefe wird deiner kt, daß sie ausnasmislos in den Papierkorb wandern.

" A u s k » s t über die tn <8 iebe » un t e r g e b r a ch t e» Verwundeten. Ter Herr Oberbürgermeister teilt »nS mit, daß ani Beraniasiung des Reservelozarelt-TireklorS Tr. Siegert eine Liste sämtlicher in der Stadt Gießen unter- gebrachter Verwundeter anigelegl wird. Die Lifte liegt im Stadthaus, Gartenstrabe 2, Zimmer Nr. 2, täglich von 7 Ubr vormittags bis 40 llhr abends offen. Daselbst wird auch schriftlich und mündlich Auskunft erteilt.

** Liebesgaben für die Lazarette. Der wieder­holt geäußerten Bitte um Blumenspenden und Liebes­gaben für die Lazarette ist in dankensiverterweisc ent­sprochen worden. Es wird uns aber mitgetcilt, daß die im Sie­ch e n h a u s untergebrachten Verwundeten etwas st i e f m ü t t c r - li ch behandelt werden Dies wag seinen Grund in der Abgelegen­heit des Siechenhauses und auch darin haben, daß nicht allgemein bekannt ist, daß dort auch Verwundete verpflegt werden. Wir bitten deshalb, auch das Siechenhaus mit Blumen und sonstigen Liebes­gaben zu bedenken. Ein großer Teil d« Berimindetcn im Sicchcn- haus stammt aus Bauern.

** Der Bücherei für Verwundete haben ivciterc Spenden zugewcndel: Prof. Leuterl, Prof. Schlesing«, Frl. Tippet,

die Lehrerbücherei, Stud. Leib, Frau Neumetcr, Landgerichttrar

Wiener, Direktor Stolte, Hauptmann Locher, Prof. Müll«, FÜvr Pros. Kaiser, Frau Sundhcim, Regierungsrat Platz, Frau A. Petri, Frl. A. Horst, Herr C. Steinhause», Gärtner Dictz, Landwirt Dümichen, Frau Äeheimrat KretsäMar, Kaufmann Wörn«, Hotel Großtzwzog, H«r M. Kann, Frau Ch. Fronhäus«, Rewamtmann Löeimar, Buchbind« Nicht«, Lehrer Lindcnstruth, Frll A- Müller, Frau Bergrat Danneberg, Frl. Sand«, H«r Karl Horn, Frau Pros. Messer, Tierarzt Bär, Frau Kraft, Frl. Dittmar, Herr Alfred Bocl, Oberpoimssistent Herget, Frau von Eisenhart, stud. Phil. W. Bock, Frau Ritzel, Herr Schulhof, He« Univ«sitäls^ sekretärc Erle, Prof. Hübner, He« Dosch, Bankdirektor Herzog, Herr Keßler, Prof. Markert, Herr Reich«t, Geh. Hofrat Hansen, sperr Rentner Heil, Buchbindermcist« Richter, He« Prokurist Zander, Herr Heinr. Noll, Rechtsanwalt Elsoff«, Dr. Lelmert. He« Dcbus, Herr B. Blumenthal, Frau Müller, H«r Vcrlags- buchhändler Töpelmann, Prof. Kalbsleisch, Frau Direktor Martin, Herr Herrmann, Buchhändler Haustein, He« Aug. Kilbingrr' Pros. Gunkel, Ob«verwalter Erb (Swckhausen), Frau Möhl, Kom­merzienrat Gcorgi, Frau Meißner, Frl. von Rügen, Frau Stiel, Rcchtskonsickent Sivvel, Frau Obertclegraphmassistent Vogt, Karl Krause, Frl. M. Löber, H«r Horst, Frau Weidhardt, Archftekt Nold, He« Hempel, Frau Zurbuch, Frl. Ch. T«ib«, He« C. Ohler, Herr Cohn, Frau Stern. He« Klifsmüllcr, He« Zurbuch^ Frau Stern, Spengler Dahmcr, OberbahnassisteM B«gmann, Herr Wagner, Frau Regierungsrat Buching«, GesellschaitSverem Herr Waldschmidt, Direktor Dr. Schnell, H«r R. Lauge, Dr. Kracke, Stadt-Bautechniker Allvater, Frl. Hedwig Bähr, Herr Leuning, He« Grünstein, He« R. Lange, He« Herzb«g«, Pros. Engel, L. und El. Groß, Buchhändl« Schneider, He« R. Stuhl, Frau Oberpvstaisistcut Lvtz, Frl. M. Feder, Frau Kißn«, Herr Ritzert, He« Bang, Herr Weberling, Frl. M. Kreut«, Herr Schneider, Frl. Hasfelbaum, Herr Pfecsier, Hc« Bau«, He« Reit, Herr Aug. Greb, Rechtsanwalt Leun, Frl. E. Tha«, F-rrm Stein«, Frau Leyerzaps. Sämtlichen Klimken uaid bis K&t n, Bewacht kommenden Lazaretten sind Irunnrehr größere Rethen vm, Büchern mtb Zeitschriften jugtnnejot wvrdeu.

**Die Deutsche Zentrale fiir KriegsErefe- rungen von Tabakfabrikaten «Sitz Minden (Wests.) teilt uns aus Anfrage solgendes zur Kenntnisnahme der Interessenten mit: Die Deutsche Zentrale für Kriegsliefe­rungen von Tabakfabrikaten mnsaßt in ihren drei Abtei, langen die deutsche Zigarrenindustrie, die deutsche Rancho, Kau- und Schinipftabakfabrikafton und die deuffche Zrgaret. tenindustrie. Sic ist begründet worden zu dem Zwecke, eine inöglichst gleichniäßige Beschäfftgung der Arbeiter durch die Verteilung der Aufträge an die Fabrikanten zu gewährl^oh und stellt somit den nationalwirtschaftlichcn und sozialen Ge-, danken der Arbeitersürsorge in den Vordergrund. Dabei sog gleicherzeit erreicht werden, daß unserem Heere und nrrserai Marine ein gutes preiswertes Fabrikat geliefert wird. Bei dieser Organisation hat es sich als nicht möglich heraus» gestellt, den Zwischenhandel miteinzubeziehen. Es fehlt dafür! sowohl an einem Maßstab für die Beteiligung, als auch würde dabei der grundlegende Gedanke der Arbeitsvertei^ lung im Interesse der Arbeiter beeinträchftgt, wenn nicht durchbrochen werden, und es würde schließlich auch eine un­nötige Verteuerung der Fabrikate eintreten. Aus diesen Oöründen ließ sich die Einbeziehung des Handels in unserr Organisation nicht erinöglichen. Durch die Einkäufe des Publikunts ivährend des Krieges an Liebeszigarren usw. und für Feldpostsendungen wird der Händel an der Versorgung unserer Krieger mit Tabakfabrikaten sicherlich wesentlich mi§ beteiligt bleiben.

** Vereins-Spende. Der Reichs v erbawb deut­scher Lokomotivführer stellte dem Roten Kreuz sein Er­holungsheim und 5000 Mk. aus der Vereinskasse zur Ber« sügung. Eine von dem Vorstand des Reichsvecbandes ang«egte Sammlung ergab in twr Ortsgruppe Gießen die Summe von 632 Mark.

** Kriegs-Kindergarten. Es wird uns mitgeteill,! daß die im Kindergarten im Physikalischen Institut in der Stcphanstraße untergebrachten Kinder cher Führung von mrd nach ihrer Wolmung entbehren, so daß sie der Gefahr eines Unfalles oder des Veri«cns auSgesetzt sind. Hi« könnten ältere Schulkind« helfen, indem sie nachmittags um 5 Uhr die Kleinen abholen und nach Hause bringen.

** Bürgervcrein, Wiederholt ist aus Mitgliederfteisen an den Vorstand des Bürgervercins das Ersuckien g«>tet worden, in der jetzigen unrulngen Zeit wöchentlich ein- oder zweimal Gelcczenheit zu geben jj» zwangloser Aussprache über die wichtigsten Tagesereignisse, insbesond«e auch üb« die wirffchaftlichcn Verhältnisse. Der Vorstand glaubt, diesem An­sinnen entsprechen zu sollen, da tatsächlich jetzt mehr als zu and«en Zeiten sich das Bedürfnis nach eng«em Zusammenschluß fühlbar macht. Demgemäß werden von jetzt ab regelmäßig im Anzeigenteil dieses Blattes in zwangloser Reilzensolge Gasthäus« von Vereinsmitgliedcrn in verschiedenen Stadtteilen sür den ge­dachten Zweck bckanirtgegeben. (Siehe den Anzeigerileii d. Bl.)

** Postanweisungen nach den deutschen Postanstalten in der Türkei lverden vorläufig nicht mehr angenommen. 1

** Kaufmännisches Einignngsamt Gießen. Wie anS dem Anzeigenteil «sichtlich, hat die Handelskammer ein Einignngsamt mit dem Sitze in Gießen «richtet, dessen Aus­gabe es sein soll, unter Vermeidung der Anrufung des Gerichts dem Ausgleich der Interessen von Gläubig« und Schuld»«, sofem einer derselben seinen Wohnsitz im Handelskammerbezirk hat, in der durch den Krieg 'hervorgerusenen Krisis zu dienen. Das Einignngsamt stellt sich auch den Gewerbetreibenden im Kammerbczirk zur Versügung.

** Union-Theater (Seltttsweg 84). Im Mittelpunkt des heute beginnenden Progranrms steht ein dreiakttges,Das amerikanische Duell" betiteltet Drama, durch das int«ess<utte Szenen aus dem Großstadtlcben geschild«t werden.Der glücklickze Hau­sierer^^ ist eine prächtige Komödie. Auch der übrige Teil des Programms ist sehr unterhaltend.

LanvkreiS Gießen.

n. Ruttershausen, 3. Sept. Uns«e kleine, 457 Seelen zählende Gemeinde will hint« anderen Orten an Opscrwilligkcit nicht zurüchtehen Es sind bis jetzt üb« 1000 Mk. für das Rote Kreuz eingegangen, und die Sammlung ist noch nickt abgeschlossen Leider können die V«eine, wie sie gerne mückten, keine größ«en Spenden bewilligen, da sie ihr Vermögen bei de« Konkurs d« Gewerbebank Lollar verloren haben.

8. Ettingshausen, 4. Sept. D« hiesige Gemeinde« r a t beschloß, für sämtliche aus d« Gemeinde Ettingshausen ein- berufenen Mann« einen Anteilschein von 4 0 M k. beider Hzessischen Kriegsverficherung auf Gegenseittgkeit zu lösen.

Starkenburg und Rycinhrsien.

rm. Darm stad t, 5. Sept. Vom Hoftheater. Eine ganz« Reihe He«en rmd Dainen, darunter der Finanzministcr Tr- Braun, der Rektor der Hockstchule, der Oberbürgnmcist«, 'Gene­ralmajor v. Heyl. d« Oberpostdrrektor, d« Stadtkoinnumdant, eine Anzahl Abgeordnete nw> die Chefiodaktenre der biescgen Zei­tungen haberr an die Bevölkerung einen Anfrus «lassen, in welchem darauf bingewiesen wird, daß rmier dem übnioälttgenden Eindruck d« deusichen und öst«reicknich«:n Siege im Osten und Westen überall die Theater Ivied« eröffnet jo.-rdm, voraitgehend die prmssischen Hostheat«. Auch die Darnrstädter Hosbühne ball nicht zurückbleiben. Das Hostheater habe mit der Wiederaufnahme der Vorstellung«! eine hohe künstlerffche Aufgabe, ab« zu­gleich eine im büchst«i Maße vmannoorttmgsvolle, soziale Pflicht gegenüber d« Eristenz sein« Mitglied« zu «stillen. '-Der Auftui wendet sich an alle Mitbürger um Anmeldung ihrer Abonnements be, der <tzen«aldircktion, soweit dies bis jetzt noch nicht ge­schehen sei.

8 Langen, 1. Sept. Tie Firnca Georg Scherer u. Co., hier, beim Krieg-ministennin, Medizinal-Ahtetlung, für La-j