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als sie bcn^Sdmij Sorte, in das Zimmer undicrnd rhim Mann mit einem Schüsse in. dir Schläfe schon entseelt vor. Der Browning lag daneben. Man sucht den Unfall dadurch tu erklären, kan Sch. dir, Gewohnheit gehabt l alle, wegen der Kriegsverbältrr abends einen Revolver unter sein Kov'kisien tu legen

rm. Ta.rmskadt, 2t>. Aug, lieber zweüauiend sranröniche Getangene wurden heute früh in zwei Sondertugen von rem hiesigen Truppenübungsplatz Griesheim wegen Fehlens auSreiche.i der Beschäftigung nach dem banerische» Iruvpenübungsplätz Grafen währ gebracht. Auch mehrere Ossiziere befande t sich darunter, frrsftn-Naifau. k> Bad Dom bürg o. d, D , 2fr Aug Tie »l a if c r in traf heute abend ?,,'/> Uhr hier ein. Zum Empiang halte sich Landrat Ritter v, M a r r eingesunden Tie Kaiserin rühr im offenen Kraftwagen durch die reiclrqesürmitckte Luisenstratze nach dem Schloß,

Eine Tatsache alb Wink.

Dir erhalten folgende Zu'chrift:

lfi70 71 wurde ende ouli d e .»riegsschule zu Engers das Schloß und das tcbmiöe, Tireklorwobnung und Bidlioihek als Kriegslazarrit eingerichtet, Ter dirigierende Oberstabsarzt, TeutidpAmeritauer, der den ganzen Sezessionskrieg ickwn als solcher mttqemacht late, lieh alle Fenn er au »beben und aui den Söller stellen. >'o daß die Fenßerluken stets oisen webet muhten, Tie im Par! neu errichteten frolzdaracke» erdielten statt der Fenner nur 3Mclcr breite und I Meter hohe oiiene Luken >n Mannshöl»',

Es wurden in dem Lazarett von Ende Juli 1870 bis Ende Februai 1871 im ganzen ca 1050 2 ch w c r venvunbetc nur kür solche war das Lazarett benimmt behände!, «einerlei anti septische ii Mittel wurden verwendet, Ire Per« wundetcn aber wurden täglich aut dem Belte von Kopi zu Fuß mit kühlem Datier abgewaichen

Die Resultate waren vorzüglich. Es Narben von den 1050 nur 4 '/vier , alle anderen genasen «ein anderes deutsches La zareit baue ein >o günstiges Resultat auszuweisen,

Ta ick bis Ende August noch in Engcrs als Konimandeur einer Ersatzbatteric anwesend war, konnte ich Einrichtungen und Art der Behandlung, genau beobachten.

Es roch in allen Räumen stets nur »ach frischer Luit Tiefe und Reinlichkeit waren die frauv I - saktoren der Behandlung,

Gießen, 26, August 1914, S vo hr, Oberst a, T,

Line Autofahrt von Lupen nach Lüttich.

Bon einem Feldwebelleuinmit aus Essen erhält die R, W Z " folgende Schilderung:

Unser kleines, selbständige« Kommando scheint vergessen zu sein. Dir liegen nun «> Tage in Euven und warten au! weitere Beseble, die Pa kommen sollen, Telegramme, an alle möglichen Kommando- slellen nulten nichi». So entschloß sich unser Führer, Leutnant & , nach Lüttich zu kabren und sich versönlich zu melden und ich bai, ihn begleiten zu türiei Wir dielten also ein Automabil an und säten, uns nach Lüttich müzuncbmen, Ein alüiklichcr Zufall wollte, baß es ein Aliegeroitizier war, der von Köln kam, um in Lüttich Erkundigungen einzuziehen, und der wieder zurückwollie. so daß wir in Innern Auto den ganzen Weg zurücklegen konnten. Gegen I Ubr souste» tut mit geladenen Karabinern »nd emsichenen Brow nings der Grenze zu- die wir nach 10 Minuten passierten In , merkte man die erilen Spuren des Krieges Ausgebrannte Gehöite, adgchrlztc BaumbestäNke, Mit 90 Klm, Geschwindigkeit rasten wir durch vir Straße» mit den geschlossenen Läden und weihen Fckbn- chen. an den Fenstern vorüber, vorüber an den Einwohnern, die bald neugierig, halb ,ängstlich mit erhobenen frönten aus uns starr­ten Die herrliche Landschaft blieb säst unbeachtet und für die präch­tigen Schlößchen ni>i den gepileglen Parks batte man kein Auge, Brei mehr interessiere» die lagernden Truppen, Kavallerie. Artillerie, endlose Trainkolonne», die abkochen oder sich in de,» last trockenen Fluhbeit derBesdre" wasch«,» Ta^ö ia-ta! Borüber an Wachen und Posten der Eisenbahnkunnels und Brücken, Alle Offiziere iahren mit dem kaiserlichen Treiklangiianal :eber Oiiizier ist hier ein kleiner Kaiser! Berviers bot dasselbe Bild wie Tolene: schmu-ige Strahen, verriegelte Fenster mit weißen gähnen, manchmal Einwohner die in Korbsesseln vor de» Türen 'itzen und höitichir grüßen In.Vervierr ist nichts zerstört, auch find die kleinen schmierigen Kneipen mit den dochklinaenden Namen essen Einen erschütternde,i Eindruck machte» die stilliegenden unge­heuren Leinensabriken und Wollspinnereien, Mir siel der frosmami»« talside Ausdruck:Toiendait verdorrte Städte" ei». Mit

höchster Geschwindigkeit näherte» wir uns Lüttich, Bon Forts oder ähnlichen Beiesligungeii war nichts z» sehen Die müsse» alle zur iranzösischen Sinke hinliegen So konnte ich es endlich verstehen, wie man Lüttich in Bcütz haben konnte, lind dann noch tagelang um die Forts kämpne, Ich Lüttich, w» die «>t",'aii >' 'nimandoste len liegen war natürlich ein ung» dvrrk? hieben. Alle Läden und frotels siird Visen, Int Justizpalast liegen die militärischen Geschäitszimmcr, frunderte von Autos 'iaueii sie au, ven Platzen, frazwischen Aniichtspostk.trteiiverkä»fe- rinnen, die vor fr öst ich keil auf dem Bauch kriechen, Tie Einwohner zeigen die rnckelnbc Eleganz des Frairzoien auch in dieser Jett und die rai'iigcn Mädels mit den iniereisante» Augen suchen die Eroberer "i erobern Nach Erledigung der militärischen Auf­

träge undeinem klemm Ichibih beschlossen «vir, über frervs, frerbes- tbal zurückzuiahren. Mit sabetdaster Eleganz steuerte der Fli.gtr- o,silier das Auto durch die Dagen arnd Kolonnen durch, die sich in den enam Surften stauten. Schnell arbeitete Nch unser kr äs liger Wagen die steile Landstraße Pinauk und wir jagt ,: rein unheimlichsten Einbruch entgegen, den ich biiba g habt habe Es war bür in den legten Tagen nach ai.t Autos geschnie«, weswegen wir mit Revolver inr Anschlag fuhren. In Bois de Bteur waren breite Leinenstreiien voii frans zu fraus gezogen, aut denen deutsch stand: Wir verehren die deutsch'-ar' Bon der Angst diktiert! Benne. Flevou waren icilweiie ausgebrannt rno ganz oertaisen. Ab und zu ein Man», der in, Schutt wühlte frände doch' und mit dem Revotrer zielend vorüber, Ban Micher auf. frervö, Battiee stehen launi die Grundmauern Ton Pferde li -gen steil umher, und belgische Propen, Die Däuser sind jeltsumerircle von der Lütticher Seile der zerschossen Tie Fons ha«» wahr icheiistich die Töricr bonibardten, als drc Teutkchen dar>n waren. In Obstgärie» lange sriich auigcioortrne frügel. notdürftig mit Trabi unuaunt, ein Kreuz daraus , ,. und daneben schlafen

Soldaten, wnden Knhe und Schale Mitten in Battiee lag ein Planwagen, fraeinrich Paas, Essen Ruhr Es in grauenvoll, Kilo meier durch solche Zerstörung zu fahren, die still und tot da liegt, Inder befällt mich, wen» ich daran denke, welches Toien und Brüllen, ivelches Krachen und Knattern hier die Lust geistlll und argen die Schreie der Berzweiilmig und Dual muh man das fron iikbeniach versiegeln Wie uti dieses schreibe, verlinstert sich die Sonne, Die Alten gtaubten an Zeichen! Jetzt sitz? ich wieder ui Lupen und warte mit den Beleb!, der mich in die vorderen Reihen ruil ___

vermischte».

'KönigAlbert vonBelgirns schlechtes Gedächr- ii i s König Alben von Belgien la, plötzlich feinfranzösisches frerz" entdeckt, wie es aus,einem frilifruf an Frankreich u. seinem Aufruf an dastariere belgische BGk" hervorgegäugen, Für die Geschichte des- frauses seiner Mutter lat er ein recht schlechtes Gedächtnis, er hätte mal die h h mz llernick c Famuienck ronik aursch agen sollcn, war dcch leine edle und ieiniinnige, stets deutsch südlende M-ulter Marie eine Tochter des Fürsten Karl Aino» von frwdenzollern, eine» der treuesten Freunde Kaisers Wilbelms I Eine Schwester iencr Mutter, war die Prinzessin Stephanie, um deren L>oiid sich Na­poleon III, beworben, der jedoch einen Korb erhielt, Tie innge und schöne Fürnentochter vermählte lick, im Frühling 1K9K mit dem König Tom Pedro V, von Portugal, aber sic bewahrte mich in der Fremde ihre eckit deutichen Geiinniingen So schrieb sie 18f)9, als über Preußen Kricgswolken auizvqcn, ihrem mehrere Ialrre jün­geren Bruder Karl, dem heutigen König von Rumänien:Preußen als Großmacht muh jehl endlich inil Entschiedenheit austrelen, um der Willkür des französischen Kaisers einmal ein Ende zu machen. Es ist empörend, daß. das Wort eines Mannes ganz Europa Krieg oder Frieden diktieren soll!" Tann betonte sie des ferneren, wie glücklich ihre Brüder seien, einem so edlen Volke wie dem deutschen anzugehöre». Und der Nesse dieser Briesschreiberin ist König Alben

" Geiseln gegen Franklireurvcr wüst nutzen. Als im Deutsch Französischen Kriege >870 die Franktireurs ihr Umvese» triebe» und durch Ausreißen der Schienen die deutschen Eiscnbat.niransporte in Frankreich nicht selten gefährdeten, halten sich die Deutichen bei Transporten von Verwundeten, Samarttern. Nahrungsmitteln usw, durch ein sehr gutes Mittel, Aut >edem Zug, und zwar aut der Lokomaiire, muhte stets ein französischer Notabler mitsahren, Sebastian frensel, der Sohn der berühmten Fanny frensel, der mitten in, Winter 1870 einen Transport von Liebes gaben nach dem Kriegsichaurlahe brachte, erzählt, daß auch sie sich solcher Noiahttn als Frankiiieur - Geiseln bedienten,Diese wür­digen frerren," io berichtet er.wurden von ihren unlröstkichen Gattinnen an den Zug geleitet, und mit hochgeklappiem Rock­kragen, noch einen dicken Schal um die Ohren gebunden, kletterten sie aui ihre» windinen und kalten Ehrenplatz mit sehr mihver- cnügken Gesick lern, Ei» Kord mii Ehwaren wurde ihnen noch von den weinenden Ehehälften h naufgereicht, und fort gings in die winterliche Landichait Aber wir lonnten mir Kaiser Ferdinand, als ihm sein Adjutanl Grat Bubna geraten batte, das Maul zu 'umachen, weil's ihm dineinregnele, ftigcn- Bubna, es hil geholten! Ein Zug niil dieser kostbarcii Gefiel aut der Lokomotive ist nie zu Schaden qekvmmen. Jedenfalls konnken wir uns damit trösten, daß diese Notabel» cs noch unangenehmer hatten als wir in unserem Packwagen,"

* Tie Ohren abgeschnillcn, weil sic ihn untauglich machten, dal sich nach derAllgemeinen Zeitung der Lüneburger frcide" ein Landarbeiter ans Polkien bei Einbeck, Das genannte Blatt lerichtet darüber: Ein hiesiger 19 Jahre alter Melker, von gesunder großer Statur, wollte gern in den Krieg, weil seine vier Brüter auch schon ins Feld gezogen waren Er wurde aber nir^

? cnds angenommen, weil er zu große Ohren halte. Aus Berzweis ung darüber schnitt er sich beide Ohren mit dem Messer bis zur Ohnvurzel ab, Ter Unglückliche wurde in das Krankenhaus nach Einbeck gebracht,

11 -

Jauchze, mein Volk!

Tie Blüte des Polkes zog jauchzend zur Schlacht,

Wir haben in Sorgen bei Tag und bei Nacht Nach Abend gelauscht und gestarrt.

Nun siel er, der große, der schreckliche Schlag,

Aut den wir so manchen unendlichcn Tag Mit swckenden Pulsen geharrt:

Ter Feind aus der Flucht nach gewaltigem Komps,

Und hinter ihm donnert Schwadronengkslamps!

Jaucbzc, mein Volk!

Sie bade» geschürt und haben gehetzt.

Sie baden unzählige Wasten gewetzt.

Umklammert uns rings mit Geiahr. sie Kaden wie edles Wild uns umstellt, freißbnngrig uns geifernd »nd beulend umbellt Die gieriger Wolle Schar,

Nun sprangen sie an. nun taumeln iie gleich,

Beläub io» dem ersten, gewaltigen Streich!

Jauchze, mein Volk!

frerzinnigster Tau! dem Lenker der Welt,

Ter gnädig die Zukunft uns wieder erhellt,

Tie grausig i» Nacht uns versank!

Tein Kaiser, dem kerrtichen Fükrer im Sireil,

Zum Frieden ron Herzen, znm Kamps auch bereit,

Jdm dvnnere beseligler Tank!

Tem freere io tapfrr, so Iren und so stark,

Tas neulich gedalieii die Wacht an der Mark,

Jauchze, mein Voll!

Noch gilt es, zu werben >>» lteiliqcn Krieg Im blutigen Felde um Sieg nach Sieg,

Zu breche» manch ieindliche» Wall,

Noch lauern die ieindlickuii Flotten voll Oiier Uni vorzudrechen ime wildes Gelier,

Verborgen, gedeckt überall.

Getrost^ Wie schändlich sie uns umstellt

Tic .Kriegsmacht zerschellt, die Feste sällt!

Jauchze, mein Volk!

Ettlingen, 24 August 1911 Albert Kleinschmidt.

Märkte.

ke. Franlsurt a. W,, 27. ?>>,a. Vieh markt. Slu! dem heutigen Vielnnarkl waren «»Wtvic.e» löi Rinder (darinitee 4S Ochsen, O Viillen, 37 Kiiliei, 627 Kälber, Schate, 1107 Schiveiiie. Gelchält bei Kälbern gedrückt, bei Tchiveiuen fester Handel; kein Uebersland.

Amtlicher Wcttrrbericht.

Lessenlliche Wetterdienststelle Gießen, WctteraliSsichlen fressen a», Freitag, den 26. Aug. 1914; Keine wefenlUche Aendernng der bestehende» Ditternng,

Letzte Nachrichten.

Ter Sica vo» KraSnik.

i Köln, 27. Wim. TieKölnische Zeitung" meldet aus Wien: Ter Sieg von Krasnik erweist sich als ein Erfolg von gewaltiger Bedeutung. Es handelt sich nicht um ein Vorgefecht, sondern um eine 2 ch l a ch l, die drei Tagc dauerte und woran m i n d e st e n s vier r u s s>i s ch e Armeekorps beteiligt waren. Die Russen wurden voll­ständig geschlagen. Die Bevölkerung nahm bic Siegesmel­dung mit Begeisterung auf,

Tie Pavstwastl,

Rom, 27, Aug. Das Kardiiialkollegiuin defchloß ge­stern, die K r ö n tt» g s f e i e r d e s n c u z u w ä h f e n d e n Papstes bis nach dem Friedensschliiß zu veftchieben, da ein Freudenfest bei den jepige» Zeitvcrhaltnissen nicht ge­eignet erscheint. Somit köniic» die auswärtigen Kardinale nach dem 2el)lust des Konklave sofort abrcise», '

Ter König von Baner»,

München, 28. Aug, Ter König hat sich heute früh ach dem westlichen Kriegsschauplatz begeben,

Erbprinz Luitpold von Bayern f.

München, 27, Aug, Erbprinz L u i l p o l d von

Bayern ist heule in Berchtesgaden verschieden. Er

war an einer frialzentzündiing erkrant, Erbprinz Luitpold

ist der älteste Sohn des Kronprinzen Rn pp recht, der in

Lothringen siegreich gewesen und das Eiserne Kreuz l, und

2, Klasse erballen hat, Prinz Luilpold ist geboren am 8, Mai

1901, ist also 13 Jahre all geworden, Kronprinz Rupprecht

hat außerdem noch einen Sohn Albrecht, der am 3. Mai 190ö

geboren ist. Sein jüngster Sohn Rudolf, der ant 30. Mai

IgOst geboren ist, starb schon am 26. Juni 1912.)

, .. . ..

Auch in Zeile» »naewübnlichstcr Greianissc, Slusreaunqen

und Uiliilben bars, wenn Kraii »nd Wobl »»seres Volkes sür die Zukunft neivabrt werden soll, rin Faktor »tck» anher acht aolanen werden, nniiiticki die Füriorae sür untere Kleinen und Kleinürn, Ihnen über blc Schwicriakeiten der beihe» Ällonate, die insol,te der schon beginnenden und ivabrlcheinlich noch zunebnienüeii Milch- kalomilni dicsmnl noch gröber sind als sonst, binivcazuhellen, ist unbedinate» Erlordernis, Ein zuverlässiaes, erprobte« und beauenie« Dliiielhierzu bleiei sich alle» Nlllliern in dem allbeeannien und be wäbrienlllestle lchenKindermebl, das beste bäurische?! ivenmilch enibäl i, iNOOss]

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