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Nr. 200

Erster Blatt

m. Jahrgang

Ter ffifefemr Anzeiger

erscheint tätlich, ausser Sonntags. Beilagen: viermal ,uöelenllich SietzenerZamilienbliiller!

xiuciuidl uiocIicml.Kteis; dlattsürden Urei? Sichen

(Tientztag imbJVrtimn); zweimal inonnll. hand- wirlschastliche öcitfrcaen

Ferniprech ?(iifdiliifie: fjir üic vkevatiion 112,

Bering n. liricbrliDii 51 Slbitftc ffiv Tci'oidicn:

Rnzeiger Wiri.vn.

Hnnabme von Anzeigen i i innrtmimmct

lns vorinitiags y Uhr. «otflfion$oru<! und Verlag der vruhl schen lllno.-vuch- und Slcindruckerci R. Lange.

' Donnerstag. 27. August

General-Anzeiger für Oberheffen

Ncöailion, erpcöition und Drucfcrci: Schulstratze 1.

Bcz» asvrcti:

monatlicki75Ps., viertel­jährlich Alk. 2.20: durch Adhole- n. Zweigstellen monatlich Pi.: durch dicBost Pik.2. viertel- jnlu'l. anrjchl. Bcstellq. Zeilcnpreis: lpkallSPi, ansniari:- 20 Picnniq. 6 heireöalicur: 21. Goetz. Pcraiinvortlich filv den rollt. Teil: Sinn. Goeo,; tue .Fenillejo»', ,Bcr- iiiijcincs »ud.lAexchts- lonl- Karl Neurath; iürStitbt und LiUiü-: Kurt Bendi: tur den Anzeigenteil: H. BeL

weitere Erfolge in Belgien und an der weftgrenze.

Berlin, 26. Aug Pei Namur lind sämtliche Forts gefallen, Ebenso ist L o » g w n nach t a v f e r c r E> e g e n m e l> r genommen, 8 c g e n den linken Ftü gel der Armee des deutschen .Kronprinzen g.ngen non Pcrdun und östlich starke »raste vor, die zurückgeschagen sin), Vas £ b r r r H a H >n bis auf un bedeutende Abteilungen westlich Eolmar von den Fran zosen geräumt. W.T-B.)

Da» der Generalguarliermeister vorausgesagt hat, ist eingeireten: sämtliche Forts von Namur sind nunmehr in unseren Händen Bo ist also nun die schön gelegene, stark umpanzerte Festung am Einslus: der Sambre in die Maas, über deren strategische Bedeutung wir unsere Leser schon vor einige» Tagen nnlerrichtet haben, unser, und von der BergcshZhe der Zitadelle wehe» deutsche Kähnen Ebenio ist die französische Grcnzfestuiig Longwn, um die bekanntlich die Kronzprinzliche Armee so ersolgretch ge- fochten hat, endgültig in unserem Besitz Tie Franzoseir scheinen nun zu wissen, das: die Hailptentsä-eikung in Nord- srankrrich solle» ivird, und sie unternähme» daher nicht nur nochmals mit starken .straften von Berdun her einen ver­gebliche» Borstoß, sondern es heißt auch, der Lverkomm in- dierendc, General Zoifre, habe Beseht erteilt, das Lder- Itfafe zu räume», damit alle versügtaren Truppen int Rar den Mitwirken könnten. Nun, vorläusig hat unser deutscher Kronprinz wieder die Oberhand behalten lieber st >pen kage» wird genieldel, daß der englische Ministerpräsident Asguith im llnierdaiise bereils über die Lage der englischen Trirpven inNordsrankrcich Auskunst gegeben hatte, Tie englischen Perl usk c in den letzten Schlachten >>obe er auf 2rtO<» Mann berechnet, Zm übrigen habe der Minister den Rückzug des iranzösischeu Heeres zugegeben,

,Höchstn ahrschrinlich loerde» die Belagerungsiruppen von Namur ihre Arbeit vor Antwerpen soriscyen, Tori soll bei der helgrsche» Bevölkerung eine ganz miserable Stimmung herrsche», stein Wnftdcr! Ihre Negierung hat die Znterdiseii des Landes und Volkes schlecht zu vertrete:, gewußr, trän rönriiches Telegramm derFraiikj Ztg," aus, Antwerpen berichtet, daß -in der Nacht gum Mittirwch eih Zcvpelin- Luftschiff über der Stadt zu toaste geivesen sei, d-pp es acht Boniben herniebergeworsen und dabei nach dem Pulver lager gezielt >:äbe, ES seien zwei Häuser zerstört roorbtn 1 , und es Irabf 7 Tote und ^ Venvundete gegeben, Tie Mel düng bat alle Wahrschciiilichkeil sür srcki, denn welches Mit­tel wäre besser gerngnek, die Lage der Stad! und der darin biiigeschlosseiien auszukuiidschaitcii als der Flug eines un serer Zeppelincl' Bei Löwen soll schon eine- dreitägige Lchlacht gewütet Huben: allein es sind bisher, nur hollän­dische Berichte, die uns darüber ein weniges zu sagen wissen: danach sind die Belgier, ans deren Seite auch Franzosen und Engländer gekämpsi haben sollen, durch die deutschen Maschinengrivebre buchstäbliäi niedergemäht worden,

Nu» nocli die Liege der Oesterreicher über die Nüssen! Tie Lchlachl bei Krasnik hat drei Tage gedauert, und wie wir in einrin Teil unserer Auslage gestern schon meldeten, habe» die Lesterreicher, nach einer amtlichen Meldung aus dem st ncgspresieauarlier, .'5 000 Gefangene gemacht und -i Fahne». '2 0 Geschütze und 7 bespannte Ma­schinengewehre erbeutet. Am Abend erhielten wir noch solgende Meldung:

D. T, B. W i r» , 26. Aug Tas striegsguariicr meldet: De dreitägige Lchlocht bei st r a s» i k endete gelter» mit dem völligen Liege unserer Truppen, Tie Nassen wurden ans der ganze», r nu 7 6 stilometer breiten Krönt zu r ü >k g e w o r f r n un) haben s l u ch t a r t i g d e n N ü ck; u g gegen L n b l i n n n g e t r r t e n.

Tas geschlagene russische Heer, das sich nach L u b l i» geflüchtet I»at, ivird in der nächsten Zeit den vordringeiide» Lcsterreichern nicht mehr sehr große Lchunerigkeilen inachcn können, Nadvni und Lubli» sind nun die Ziele der Oester- reicher: Radom hat 2S000, Lublin r»o000 Einwohner, Immerhin haben die deutsch österreichischen Verbündeten, d-te aus ihrcni Wege gegen Norden auch noch Waricksan neh­me» müssen, etlva 200 stiloincter zurückzulegcn. bis sic an der Lüdgrenze Ostpreußens angclaugt sind, Ta indessen auch von Norde» her deiltschc Truppen helfend einarcisen werden, so wird es wohl nicht allzulange dauern, bis die Lage der Russen in Nnisisch-Polen sowohl wie in Ostpreußen unhaltbar ivird.

lleber das für die Lesterreicher siegreiche (»Vicrht bei strasnik wird »och aus dem österreichischen Hauptauarticr gemeldet: Tas gestrige siegreiche Gejecht bei strasnik brachte den österreichiich ungarischen Truppen .»000 We sangene ein , darunter zahlreiche russische Offiziere, die den japanischen Krieg milgemacht Italien Tiefe erzählten, daß die Angrisic der österreichisch-ungarischen Truppen viel hei­liger gewesen seien, als seinerzeit die der Japaner. Tie russi­schen Gefmigenen berichten ferner, daß grosze ltnzufrir- d c n h c i t unter den russischen Truppen herrscht. Biele küßten den österreichischen Lisizioren die Hände, da ihnen die gute Bebandlung ganz ungewvhnl war, Lic ichienen sich über ihre Geiaulrcnnahme ganz glüMich zu iühien. Eines unserer L u s t s ch i f i e unteriiabin einen Klug aus russisches Gebiet der 12 L künden diueric Tas b'uirschif hielt sich durchsctkiiittlach ui einer Hobe von 2-»«> Meier, Zn der Nähe von Zwängvrod geriet das Liiitlch ii über ieind liche Liellungen, die cs mit einem Hagel von .'irtillerie und Gcwehrgcichaisen überschütteten Auch südöstlich von Lub liu wurde der Lujtkrcuzcr in beiden Flanken von Inian-

lcrie und Artillerie beschossen, S'> Gewehrkugeln durchschlu­gen den hinteren Teil, eine Anzahl von stugel» prallta an der Gondel ab, Zn weitlrrr Eitlsernung crplvdierteii LchrapncUe Trotzdem iicl ein Lprengstück in die Gondel Ter geringe Lchaden wurde repariert Tie Besazung blieb unverletzt. Am Abend landete der Luitkreuzcr in unserem Hauptquartier.

Longw».

Nab: der luxemburgiichcii und belgischen Grenze, aut dem rechten User des Edicrs. liegt die sranzölvchc Kcst»il>i Longw». Tie Liadl war srührr der Hinviort einer loil rmcilicheii Graiichast, im Frieden von Nnmwegen Z67tz gel iic an Frankreich, Tie etiras über 8<>0o Einwohner zählende Link» birgt eine geiverbs steißige Bcvöllcrunq Bon drm berübniirn Bauba» urivrünglich beirftigl, hat Longwn in brn striege» friihercr Zahrlpinderle nieder- holt eine große Rolle gcipielt.Tie hoäigclcgenen Wert, bestellen n»S zwei Teilen, aus der oberen, Ü7-- Meter üvrr dem Meere he legeiicii, und aus den unteren, ööü Meter hoä> grlegenrn Werken, Zm Feldzüge von 1792 riidmloieu Angedciikens ivurde mit der Belagerung und 'Linnahme der Festung diel

Zeit ver'-rödeil, ivghrend n :>er die prenp., . heüische.t und die österreichischen Armeen bei Trier zurückgehaltei, wurde». Nach der stauonade von 2^1 nin siel sie ivieder in iranzölische Hände, Zm Feldzugr von 181 . r > hielt sich die Bergiestimg bis zum I I, Lev lcmbcr, tzluch im Feltzuge von 1H70 71 machle die Festung lange zu ichaiien, Lie ivurde am f». Lcvtember 1S70 zrrniert. die Ueber- gale noch mehrtägiger Beschießung erfolgte erst am 2t>, Zanuar 1871Bon Longivn aus wurden wieoerholl Urberialle deutiänu Truvven. die ,n der weiteren Umgebung lagen, unlernonimen. Meist wirkten 2Uteil,nigen der Beiatzimg im Einverständnis mit den Be wehneni ter letreiienden Ortschaften zusammen Tic Festung wurde von ki>»> Mann mit 200 l^eschühen verteidigt, Longw» bildet den Lchnitlvunkt der französischen nach der Nord- und Westirvnl gerichteten Beiesligungslinie,

Raulnr als Kunst- und Gcwcrbcstadt.

Schon manchem Eroberer hat der alle Bischsissitz nach tavie rem Widerstand und langer Belagerung die Tore össne.i müsse», aber das vergangene ZahrhnnEert hat ihm eine länge Friedrns- ceit gewivr-t, wählend deren Äu»ü nnd Handel hier ciiu reiche Blüte Tim alten Ivnnien Tas gtchitelwnnche Hauvtdenlmal von, Namur ist die Kathedrale, dem lil Albinus ge.oeibt, ei« »atz::her Bau nrit stolzer' Kuppel und einem vo» Prächtigen kvrinkhistlien Täulen getragenen Porigl, eiii Werk der beginnendeti Wiedergeburt des Altertums, in dem antike und Renaiiiance Elemente zu einem skierliävii Akkord zuiainmenklingei,. Der Bau, der 1750 von, Pizzoni errichtet und 1772 eiilgcwciht ivurde, birgt einige sarbe» prangende Bilder aus der Ruhenssämle, schöne Ltatuen des srmi zösischcn Plastikers Delvaur und als historisches Monument das Gradmal des To» Zuan dAujtria, des Liegers von Lcpanlv, Zm reichsten Jesuitcnstil, gesämuickl mit blendendem Marmor und über laden mit goldigen Ornamenten, erhebt sich die Lt. Luvus-st iräic, das viiintvolle Zeugnis sür die .KultuNtättc, die sich die Geselliämil Zein in Nanmr errichtet. Noch heute besteht hier das berühmte Jesuitenkolleg von tzlolre»Dame de In Paix, und ihm gesellt sich das Kloster der Schwestern von Notre Tome, dessen Lämv reich ist an den kostbanlen alten Goldschmiedearbeite», Neben dem religiösen Element tritt das militärische hervor, Tie starke Festung, das Meisteriverk des beiübmlen Brialmont, bildet den Lih der Königliche» »adetteiv anstatt, aus der die Lüiziere der belgisch-n Armee hervorgehen. Großen Einiluß a»l das wissenschistliche Leben der Ttadt Ixu die angejedene Arrk-aologlsche Geiellichail von Namur ausgeüdt, die eine stattlicheAnzahl gelehrter Werke neröstentlicht Hit und der die Gründung des an prähistorische» und römiiäwn Fuitden reichen MusenmS von Nanmr zu danken ist, -Eine reiche Quelle geschicht­licher Tokiimeiite erichlies.l das Llaatsarchiv von Namur, deiic» Urkuiidei, bis weit ins Msttelaltcr zurückreichen. Auf dni weiten Pl «tzen, den schönen Boulevards und den blühenden Promenaden, von denen manche Tenkinälcr grüßen, io die Llatue des Königs Leopold I und des großen Lohnes der Liadt. des Geologen Oma.ins. geh n nun unere wräccn Loldalei Ivrzicr.n, und !ie werden fid erfreuen nit der Woklhadenh.nl, tne in Namur hrrrichi Tie 'Liadt ist benüttmt inrrä' tne 21 rbeüen idrerMnierichmieoe: aber auch zahlreiche andere ltzeiverbe sind vier heimisch, io Eisen- und »unergießereien, Leiiensiedereien, iSe^bereieii, Nagelschnttede und Leiler treibe» l:cr im großen tzAaßstab ihre Arbeit: es gibt Papier und Tabakfahriken, in der Nähe Kyhlen- und Bleigruben, und aui den Flüise» eiuiallet üch der lebhaileste Handelsverkchr, der die Erzeugnisse des fleißigen 2>amnr in die weite Welt hinaus­trägt,

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lieber den Einzug »»serer Truppen in Nainnr

schreibt der Kriegsberichterstatter derstrenzztg," Bongaro: Ta, wo die Gelegenheit günstig iäninl, läßt sich die b e l g i i-rti c Zivilbevölkerung noch immer zu lnnierlistigen lieber- iallen aui einzelne Laldatrn und Patrouillen Hinreise,!, Ta wo dies geichehen, lernte ich die vergeltenden Greuel tv:- Krieges in ihrer iürchterlichen Gestalt kennen. Aber da, wo iich die Bewohner neutral verhalten hatten, saßen tNänner und Frauen oft gemrin iam mit uälieren Soldaten vor den Türen,

Der Berichterstatter desBert, Tagebl schreibt r Dir Stimmung der b e l q > > ch e^n B e o ö l k e r u n g, ist nicht mehr io erbitten, teil die deulichen Soldaten im Lande sind, Lil sitzen Landwchrmänner mit belgischen Familie» zusammen vot den Türen der Hauser, als ob dier der Frieden wohnte.

Ein Telcgrann» Kaiser Franz Josephs.

Berlin, 26. Aug. Zm Großen Hauplquanier ist fol­gendes Telegramm des: Kaisers F^anz Z o s e p I» an Kaiser Wilhelm vom 21 August eingelrofscn:

Sic ans Sieg! Gott ist mit Euch, er wird auch mit uns sein, Allerinnigst beglückwünictie ich Dich, teurer Freund, den jugendlichen Helden, Deinen lieben Sohn, den Kronprinzen, sowie den üronprinzen Iltupprecht von Bauern und das unvergleichlich laviere deutsche Heer, Worte >ehlen, um anszudnitken, >vas mich und mit mir meine Wehrmacht in diesen weltgeschichtlichen Tagen be­wegt, Herzlichst drückt Tcinc starke Hand Franz Joseph,

Tic deutsch österreichische Wasscnbrüderschast.

Wien, 2.7, Aug, Ter Besebl des pkaisers Franz Joses an de» Panzerkreuzer , ü zsserin Elisabei! ", itt Tsingtau mit* zukämpjcn. I ii hier stolze Freude und Genügtuung herdor- geruse» Tie ,R e i ch S p o st" schreibt:

Tie treue Waiiendrüderschast zwischen Lesterreich-llngarn und dem deutschen Reiche endet nicht an den Grenzen Euzovas, gehe es zum Lieg, gehe cs zum Tode, Tie Wett erlebt ein Schauspiel, der Treue, so leiiäuend, herrlich und gewa lig, wie die tistjchichtc noch keines kennt. An solcher Treue, die eine ganze Well umspännt und einer ganzen Welt voll Arglist und Tücke Trotz bietet, muß der Ansturm ter Triplccnlente zerschellen, Ta:- ..Fremdenblait" sagt: Ter liochherzige. ritterliche Beicht des Kaisers wird überall, >vo Sinn für Treue und Ehre lebt, de > licfitnt nachhaltigen Ein­druck machen,

Ucbcr die Beteiligung eines Luftschiffes am Kampf nm Lüttich.

Bo» amtlicher Seite ivird uns mitgcteilt:

Unrickuige Pressenotizen über die Beteiligung eines LustschisseS an dem Kanips um Lüttich Hahril wie aus zahlreichen Zujchriflen hervorgeht vieliach die irrige 2ln- fichk auskommen lasse», das Luftschisf l:>ive, »Nt ivirksam den Ängrisf zu Unterstufen, bis aus G00 Meter und darun­ter herabgeben müssen. Bei derartig geringen Höhen wiltde das Luftschiss, ganz abgesehen von dem grvßeit Ziel, das es l ierbei dem Gegner böte Gefahr laufen, durch die Sprengwirkung seiner eigenen Geschosse heschädigi zu iver- de». Ein solcher Fehler i|t des ha ? auch selbstredend iticht , gemacht worden. Alle auf dieser irrigen Nächrichl beruhen­den Vorschläge von Ersindern sind daher gegenstandslos,

Kundgebungen vor dem französischen Kriegs- ministeriui».

Stock Holm, 26. 2lug, Nach Privatmrldungen aus Paris kam es in den letzten Tage» vor dem Krirgsmtiliste» rium in der giue Tomiuique zu K u » d g c d u ii g c n g e g e n d e n K r i e g. Man ries: a bas, ivic auchSchickt Z o s s r e n a ch H au s e, '

Ter Heldentod des Prinzen Wilhelm zur Lippe.

Hannover, Bi, Aug, lieber den theldeiitvd des Prin-' zei, Wilhelm zur Lippe erhält derHanüovörsche Euurter" vom stellvertretende» Generalkommindo Häimover solgenrr

Darstellung von einem Augenzeugen:

Nach erbillertem Nahkample gingen wir amMorcMl des 0,Anglist erfolgreich vor, Tie 2lbteilu»g, z» der ich gehörte und bei der sich eine der Reqimeiilsiobnen und der Reqimeiilskonnnnd- deur Prinz Friedrick) Wilhelm zur Lippe befand, qelaltglc gegen Morgen auf die südöstlichen Wälle vor Lüttich, Hier wurde» st'ir von alle» Seiten voii belgisckieil Truvven umstellt, die uns immer enger rinschloiken und mit einem Hagel von Geschossen übersäteii und l.art bedrängten, Ans Besebl Tr, Tliräilancht bildcsc unseve kleineAbteilung einen Kreis und wir vevteidlgteii lins bis anis Blut, Endlich en'äneii zu unserer Uiilerstützuug von links ter eine starke Abteilung, llm sie besser erkennen zu köunen, erhob sich der - Prinz in Knicstellung und musterte mit dem Feldsieckier die l,era»- »aliendeAbteilung, Er beiahl mir, der >ä> aus Hcuidbxxite von ihm emieriit aus der Fahne lag, mit der Fahne zu winkeu, damit wir von den Uniere» besser crkannl würden. Ich erl ob die Fahne und schwenkte sic im Kreise, was foiort einen yerstäfkh.'q Kugel­regen zur Folge hatte. Mir wurde die Fahne aus der Hand ge- idioifcu und der Prinz in Brust und Hals tätlich gciroiien, sank um. Es war gegen elf Uhr vormittags. Seine tctzlcil Warte wareir: Grüßen Sie!"

Eine -ldrcssc der -lmerikaucr in Münchett an de» Oberbürgermeister.

München. 26, 2lug, Tie hier ivohneiideii tztmerikaucr I oben unter Führung des Professors ü'-eorges^F u l l e r I o n durch eine tzltordnung, hei her sich auch der Sohn de^ ein­stigen Präsidenten der Union Giarssield besand, dem Lbek- bürgermcisler von München eine Adresse überreichen lassen-, tu der sie ihren Dank für den ibueu gewährten Sck>up und sür die ihnen erwiesene Freundschaft.'lusdruck gebest, Zn der Adresse wird der Hofsumig Ansdruck gegeben, daß die Amerikaner recht bald ivieder zu Tausenden herüverkommen könne», Tie.Amerikaner schämten sich, s e n c S p k a ch c zu sprechen, die Sir Edward i^rch spreche.

Italienswachsame Rcntralität".

Rom, 2 7Aug, Tie.'lgeuzia Ttesaui" veröffentlicht solgende Mitteiinng: Einige Blätter benu.ik» die Geleg'n- hcil des Konklave, entweder, um inik diesem Ereignis die 'Absicht der Regierung, neutral zu bleiben, in Zusanimeik- hang zu bringe», oder, um glauben zu inackie», daß die Movilmachung. dieach einem vollkommen phaiilastischen Gerücht nahe bcvorsieheu sollte, eben lv'geu dos Konklaves verzögert wordeii sei Um diese Behauptungen zu wider­legen. genügt cs, zu bedenken, daß die Regieruilg ihre wohlüberlegic feste Entscheidung zugittisten einer wachsa­men Ncuiralilät gctrossen l at, als nichts das nahe Ableben des Papstes vorausschen ließ. Tie Regierung könnte niemals il:re die höchsten Znteresscn der Nation belresien- den Entschlüsse Erwägungen nulerordnen, die gegenüber diesen höchsten Zniercssen zurücktreten, obwohl sie an und sür sich wichtig sind. Tie Wahrheit ist, saß die Regiernno ihre, von der überwiegenden Mehrheit dec Landes gobu- ligl-' Haltung anireckil erhäli, -r>e iiare, slcherc .'luiiaisung der wirklichen Zuterelieii de-: Landes kann und dar, nicht getrübt werben durch irgendwelo Strömungen der oiieiiilichen Meinung, die mehr oder weniger Innstlrch genährt werden.