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nul di« au? dem heutigen Anzeigenteil erricfittirf-e Bekaonlinochung des hiesigen Zweigverei»? vom RotenKre», auknerksa», gemacht. Tie Bank i n r Handel » n d I n d » st r 11 , 'Jliebeclaifiiua sieben, die Aczirksivarkaiie und die Mttteldcntiche Kreditbank, Filiale sieben, haben sich, vielseitigen Wnnlche» «»tiprcchenb, bereit erklärt, ncbe der Keschästsslell« de? Roten Kreuzes al? Sonnnelslellen snr Bnr- spenden z» dienen. Da? Note Kreuz benötigt, nni leine Ausgabe voll und ganz ersiillen z» können, weiterer großer Mittel, und ftber sollte den guten Zweck, soweit es in seinen Krästen steht, unter stützen.
** Gebt Blum tu an di e Lazarette. Der Verband der Handelsgärtner TeulsäKandS in Berlin Neukölln richtet eine Aui sorderung an seine Mitglieder. Schnittblnmcn nicht verblühen zu lassen, sondern iic in den Crtcn, wo Lazarette eingerichtet iind — und das wird in vielen Städten und Gemeinden der Fall sein —, dorthin zu senden, um unseren tapseren verwundeten Soldaten damit eine irrende zu bereiten. Bcrwundetc wie Pflegerinnen werden hiersür gleich dankbar sein!
** Reise des Eisend« hndircktionc-Präsiden t e n von Frankfurt. Am Vdcmtag vormittag kam mittelst Sonderzugs der Präsident Rmtll-caur von der Eisen bahndircktion Frankfurt a. M. mit melireren höheren Beamten Ijicr an. um nach Betzdorf iveilerznirhreu. Wie wir hören, geschah diese Reise, u», in Betzdors Dispositionen zu treffen für die in den nächsten Lage» verstärkt ein- irefsenden Verwundeten- nnd zKesangenmi-Transvorte.
** Kriegsmerkblatt für Gewerbe, Handel und Industrie Der Hansa-Bund hat ein.Kriegs merkblattfür Gewerbe.Ha ndelundZndu st rie herausgegeben. Dieses beschäftigt sich mit dem Perhalten in KriegSjeilen im allgemeinen, mit den schwebende» Rechtsverhältnissen während des Krieges und ferner mir den winschast- lichen und finanziellen Füriorgebestimmungen. Das Merkblatt gibt über alle einschlägigen Fragen in sachverständiger Leise kurze Auskunft und steht bei der hiesigen Kcichäiis- stelle Lonnslraßc 7 kostenlos in beliebiger Anzahl auch für RichNiiilgliedcr zur Verfügung.
*• Warnung. Dem Garn is o n-Kvm nm n d v in Mar- ^ l>urg ist mitgeteilt worden, daß Händler unter der ialsckieii Angabe, sie seien von der Heeresverivaltung hierzu beauftragt, Vieh ausgckauf t haben Das Anlaufen von Bieb unter der untoahren Angabe, dass solches für die ^ Heeresverwaltung gesclzehe, ist strafbar.
LanükreiS Gienen.
»Trals-vorlokl, 23. A»g. Tie Grube .Friedrich', di« de» Betrieb bei Eintritt der illiobilmachuiig eiiistellle, ist »u» wieder t» Tätigkeit.
Ctarkenburg und Rhriuvessen.
rm. T a r m sl a d 1.24. Aug. Tie Großbrrzogin besuchte beule nachmittag mit Gefolge die aus den, diesigen Haupl bahnhose eingerichtete Ersri'chungs und BerpslegungSstation für Lernmndete und iprock» sich in jeder Weise anerkennend über die getroffenen Anordnungen aus.
Hrssen-Rassau. xBraunselS, 24, August. Tie Lungenheilanstalt „Waldhos" bei Elgershausen ist in eine Gesellschaft mit be ichränkier HasUtNg uingewandelt worden und soll gleich nach Beendigung des Krieges erheblich vergrößert und zu einer I Heilstätlc größeren Stiles umgcwandelt werden. Die Ausarbeitung der Pläne hierzu sind dem Architekten Hans Mevcr-Gießen übertragen worden. An dem Unternehmen ist als Genosse die Fürstlich Solms-Braunfelsische Vcrivallung beteiligt, finanziell ivird das Rcichsversicheriingsamt das Uniernehmen unterstützen, welches sich verpilichtet hat. 100 Betten mit Kranken zu belegen. Ebenso bleibt der Begründer und seitherige Leiter der Anstalt Direktor der Anstalt, der Anstalt.
h. Bad-Homburg v. d. H., 24. Aug. Der Besitzer ! des Grand-Hotels „Viktoria" Stadtrat Jean Bae bl cntlie I ietne deutschen Köckie und stellte dafür französische ein. Dieses Vcrl-alten empörte die Einwohner derart, daß fr | im Gamslag in dichten Scharen vor das Hotel zogen nnd die Entlassung der Franzosen vrrlanglen. Oberbürgerineistcr Lübke suchte die Menge zu beruhigen nnd versprach, fiir die Entlassung der Leute am Sonntag morgen Sorge zu |:ragen. Als die Versprechung des Oberbürgermeisters am Sonntag abend aber noch nicht eingelüst ivar, kannte die Änt der Leute keine Grenzen. Man zerschlug die Fenster l de» Hotels. Polizei nnd Feuerwehr waren machtlos. Die I sodann alarmierte Militänvache setmitt auch nicht gegen die Volksmenge ei», sondern entfernte unter den stürmischen 'kundgedungen der Eiiiwolmei-sckmtt die sranzösisäwn Köche und brachte sie in militärisches Geivahrsam Äe Menge ^ zog darauf »ach dein Kriegerdenkmal und veranstaltete hier eine patriotische >dn»dgel'»nq
h Fr o i, k fn r t a M ., 24. Ang. Die letzte Nummer der „F a ck e l" wurde wegen grober Beleidigungen des ameri- > säuischen Volkes ans Anordnung des Generalkommandos bc ichlagnalnnt.
Kircbc nnd Schule.
Beurlaubung von Lehrern während des Krieges.
Der aus Anlaß des Krieges eingetretenc Mangel an Lehrkräften und Ersparnisrlicksichtcn lassen es angezeigt rscheinen, die Beurlaubungen der Lehrer und Lehrerinnen möglichst zu beschränken. Das Großh Ministerium für schulaiigelegenheiien hat daher den KreiSschulkominissiv- >en einpsvhlen. bis auf tveiteres Urlanl'Sgesuckie an die oberste Schulbehörde nur weiter zu geben, wenn sie nach sorgfältiger Prüfung sich überzeugt haben, daß der Rach- suchende außer Stande ist — wenn auch in geringerem Umgang — Dienst zu tun Die vor dein Ausbruch des Krieges genehmigten Urlaubsgesuche sind entsprechend nachzuprüfen Die gleichen Grundsätze sind bei Gesuchen um Versetzung in den Ruhestand anzuwendcn.
vermischt«».
* Das Lebensalter der Päpste. Auch an Pius X. hat sich die alte, früher jedeni ncngewählten 'Papste ugerusenc Propkrezefniig bewährt: „Non videbis anno? Petri.“ Tu wirst die Jahre Petri nicht erleben.) Petrus soll '» Jahre an der Sviue der Römischen Gemeinde gestanden suchen Seine beiden Vorgänger waren glücklicher, Leo XIII. :rug ein Bierteljahrhundert und Pius IX. gar 32 Jahre die dreifache Krone. 'Aber auch aus 80 Ledensjabre bat er es nicht gebracht. Seit der Rückkehr aus 2lvignon haben überhaupt
nur 16 Päpste das 80. Jahr überschritten Ter jüngste steser Greise war Gregor XVI., der 1846 im Alter von
?>> Jahren 6 Monaten starb, dann kommen Gregor XII., Ealirtus II, und Benedikt XIII., die Hl Jahre alt ivurden. Alexander VIII. und Pius VI. starben nach vo'.leiidetem 82. Jahre. Bier ivurden 83 Jahre alt, Gregor XIII., Jnno- cenz X.. Benedikt XIV. und Prus VII. Mit 84 Jahren starb Paul III., mit 8ö Clemens X. nnd Ebemcns XII., mit 86 Pius IX. Giemen* XI. wurde 92 Jam: alt und Paul IV. :ur uni einige Monate älter: er ivar aber auch erst im 89. Pavst gcivvrden. Papst Leo XIII. überschritt das 93. Jahr, während Pius X. es mir aus 79 Jahre gebracht hat.
vüchcrtisch.
— Tie i l n a » z i e l l e M o d i t >» a rii it n a. Vorträge von Vroieöor Tr. M. B> eruier. A»? dem blachlgsie herausgegele» von Pro'esior Liebuann. 55 Te te», Preis Mt. 1,50. (Verlag Emil it o t li, Gießen.! - Tie gegenwärtige politische Lag« „imutt da» allaemeioe Fnleresse >ür den Fndall die'er Io aktiielleu Äulklärungen und interessanten Peweisiübruuge» über tie finannellen Er'order- uisse de? eldiuorkte? »n Fnlle einer Mobilma innig voll in An- ioruch. W>« a»? einem Schreile» de? li'elj. Zivitkadinelt« liervor- iedl. bat selbst Ge. M. der Teuksckie Kaiser von de» d>escr Broschnre zugrunde lieoenden Vorträgen mit lebkg'ieu, Interesse Kcnnlni? enomine». 'Al? ein Ver'ienlt de? Prozessor? Liekmann ist er a» »»erkennen, da? i»> Naevlatz vorgkiundene Material über dieses Tbema in «rwciterier Form gemeinverständlich rnqänglirb qeinacku zu habe», »in >ede„ 'Politiker, Finanzier, Groninvunriellen, Otn „er ic. über die'c io wi >>„ge Frage einge.end »n imierriiiten. Te» Inhalt dieser Brolchiire ,n kennen, besteht snr weite Kreis» gerade jent ctne Notwendiikeit. Durch den An? ruch de? Kriege? geiviinii diele Broschüre noch in» so größere? Interesse, ivcil e? staunenswert in, ivie so v ele?, ivar Viernier i»> alle eine? Kriege? gegen Tcntlchland in feiner Broschüre vorau-Zsagt, sich voll bcwa.rbeilel.
Briefkasten der Be^aktion.
(Aurniiinc sinirggen bleivr» i,nbcr»e!nch,jgt.l
E. w., Kietzen. Durch die Mobilmmlning wird Ihr Mietverhält- nis nicht berührt, der Vermieter darf Sie in Ihren durch de» Miet- venrag siiugeräumteii und durch iabrelange Uebung anerkannten Rechten in keiner Weise stören, beschränken oder sonstivie beeinträchtigen Sie können Beseitigung ied»r Störung oder Beeinträchtigung verlangen, und I>ei iveiicrer Zuwidcrdandlung aus Unterlassung Nagen Mietstreitigkeiten sind Frriensgchen, d. h. es iinde» in solchen Prozessen auch jetzt während der Gcrichtsscricil Termüic statt.
ö. 6. Eine Aufbesserung der Dienstbezüge, Pensionen iisw. bei AUvensionären hat in legier Zeit nur in Hessen stattgcsun- den. Bei Reichsveamten ist dies nicht der Fall. E? ist nur am 29. Juli 1913 ein Gesetz ergangen, durch welches das Besoldungsgesetz vom 15. Juli 1909 al>.!eändert worden ist. Hierdurch sind a!>er nur 3 Klassen Beanrte ausaebessert worden: l. llnterbcamtc der Echgisiierklaise der Post- und Dclegravhenverwaltung. 2. Unterbeamte beim Postmuseum. Obcrpostdirektionen usw.. 3. Burcau- lvamte 2. lasse. Lagerverwalter, Ober Post und Telegravhen- lvwie Post- und Telegravl:rii-Assistenten und Postverwalter. Dieses Gesetz ist mit den« l. Oktober 1913 in Kraft getreten.
Märkke.
Gießen, 25. ?I>,g Marktbericht. An' de», benti ien Wochenmarkte kostete: Butter da? Vlund 1,10—7,20 Mk.: Hühnereier 1 Stück 10 16a., 2 Stück 00 Big.: Enteneier I St. 10 Psg.,
2 Ll. 00 P'g : Gänsceler I St. 0-0 P'g., 2 Sl. 00 Plg.: Käie
da? Stück 10 — 12 P(g., Kglemalte 2 Stück 5—6 Vig.: Tauben da? Paar 1 , 60 — 1,40 Mk., Hühner da? Stück 1,50—3,00 Mk„ Hahnen da? Stück 1,50 - 3,00 Alk.. Ente» dg? Stück 3,00 -4,00 Mk„ «änß da? P!d. 00 -00 P'g.: Welsche 4—5Mk.: Ochlenstet'ch dasPid. 6, -g« P g. lllindsteisch da? Pinnd 00 — 04 Psg., Kulisteilch 30 Psg., Schweine- ileisch da« Pinnd 70-36—06 Big. Kalbsteiich da? Md. 34 -»-3 P'g., Hammelfleisch 116»nd 70—9616g - Kartofseln 1'>0 Kg. 0—1 Mk., Weißkraut dg? Stück 20—35 P'g.: Kiviedeln der Zentner
12.00— 1v,00 Mk.: Milch da? Litce 22 Big.: Aev'el der Jenluer 13—20 Mk.: Birnen da? Pinnd 15—20 tilg., Nüsse 100 Glück 60 Plg., Zwetickien der Zentner 12—15 Mk., Knrken 10 ) Stück
2.00— 3.00 Mk., Bohnen I Pinnd 14 di? 13 P'g. — Marklzcit von 7 bis 1 Nhr.
Amtlicher Wcttrrbericht.
O e s s c n t l i ch c W e t l e r d i e n st st e 11 e G i e ft c n. WetterauSsichte» in Hesse» am Mittn'och, de» 26 Ang. io>? Zunahn-.e d-r Ben'Llkuug, vereinzelte Niederschläge, kühler, südwestlich« Winde.
verantwortlich für de» gesamten redaktionellen Teil: Aug. Goctz.
Letzte Nachrichten.
^iinf ^orts und die Ttndt Namnr selbst ^enounnen!
Berlin, 2h. Auq. Von der Festung Rainur sind fünf Forts und die Lmdt in unserem Besitz. Vicr Fons werden noch drschosscn. Ihr Fall stehr aber in kurzem bevor.
Generalgiiartiermcister von Stein.
Liege der tLcstcrrcicher über die Nüssen.
Wien, 25. Aug. Das Kriegspresse-Quarkier meldet: Die Offensive unserer Tnippen dringt z« beiden Seiten der Weichsel unanfhaltsam vor. West lich des Flusses haben unsere Kräfte im Anschluß an dir deutschen Verbündeten unter kleinen Kämpfen den Lnidgork kGebirge» überschritten. Sie erreichten gestern den Abschnitt des Kamionkha-FlusseS zwischrn Tiestc Kietze und Radom. Oestlich der Weichsel nmrfen unsere siegreich vordringenden Krüstc bei Ä r a s n i k auf dem Wege nach Lublin rine starke Truppe zweier russischcr Korps zurück, lieber 1000 Russen, darunter, viclc Ofsizicre. fielen unverwundet in unsere Hände. Auch wurden rine Anzahl Fahnen, Masch, »engewehrr und Geschütze erbeutet. Ein Vor stoß von 2Ü0Ü9 Russen, größtenteils Reiterei, gegen die Grenze der Bukowina, wurde bei Rorwosielitza vollständig zurückgrschlagen. Dem Feind wurde» mehrere Hunden Gefangene abgenommcn. In übcrstürzkcnl
Rückzuge ließen sie auf dem Kampfplatz viele Kriegsgeräte zurück.
Trlcgrauime des Kaisers.
S t u t t g a r t. '25. Aug. Wie der „Schwäbische Merkur" berichtet, hat der K a i s e r an den KönigvonWürtte m - berg folgendes Telegramm gerichtet:
„Mit Gottes gnädiger Hilfe l>at 'AlbreckN mit seiner ^-rrlichrn Armee einen glänzenden Sieg criochten. Du »virst mil mir dem Allmächtigen danken und auf den Zieger stolz sein. Ick : abe Albrechl soeben das Eiserne Kreuz l. und 2. Klasse verliehen. Gott segne weiter unscre Wallen und die gute Sache."
Berlin. 24. Aug. Telegramm au die Krouprin- zcssin Cecilie Berlin:
Innigsten Tank, mein liebes Kind. Freue mich mit Dir über Wilhelms erste» Sieg. Wie I>errlül> dal Gott ihm zur Seite ge» ianden. Ihm sei Tank und Ehre Ich habe ihm das Eiserne Kreuz 2. und l. Klasse verliehen. O tat soll sich auch brillant mit seinen Grenadieren geschlagen txrben. Er lxtt das Eiserne Kreuz 2. Klasse bekommen. Sitge da? Ina Marie, Gott sätütze und delsc den Jungens auch weiter und sei auch mit Dir und den Frauen allen. Papa Wilhestn.
Die Hilfelrijtung der .„Kaiserin Elisabeth" in Tsingtau.
Berlin, 25. Aug. Tie „Nvrdd. Mgein. Ztg." schreibt zu der gemeinsameil Vtftion des deutschen lKoschn>aders vor Tsii'.gtaii mit dem österreichisGungarisck^ni ztzriegsschiff ..Kaiserin Elisabctlr":
Die Entswließnng de? Kaiser-? und Köni-ts Franz Josef, die Wassendrüdcrscltait zivischcn de» beiden Kaiserinärlsten auch im lerne,i Osten durch dw Tat zur Geltung koimnon zu lassen, ist in Deutschland allenlhalbeii mit warmherziger Befriedigung l«grüszt worde». Sie bekunde! abermals, ivie fest die Biindesgenos s c it > ch a s t Tcntsitiland mit Ocslerr>-icl, Ungarn zusammeng.-kit - tet. Unserer W»-I,rmgcht in den ostasiatischen tKeiväsiern wird es eine stolze Freude sei», Seite an Seite urit der Trägcriu der öster- reichisch-uugarischen Kriegsslagge zu sechten, die von allersher mit Nudni gcsührt ivurde und ihn ährend der kurzen Wochon dieses Krieges von neuem bekräftigt bat.
Kloch ein Völkrrrechlsbruch der marokkanrschrn Rrgierung.
Wien, .5 Ailg. Die n, a r o k k a n i s ch e R e g i e r n n g hat dem diplvlilatlschenAgenten O c st e rreich-U ngarn s in Tanger seine Passe zugestellt und ihn zur soforti-ten Abreise auf dem französische» .Kieuzer „Cassard" genötigt, d»'r ihn nach Sizilien gebracht lxit Es braucht nicht hr'rvor- gehoben zu werden, daß dieses offenbar ans französisckx's Wcrk zurückzuführende Vorgehen einen eklatanten Völkerrechtsbruch bedeutet, da Tanger und die es nmgebeird»' 'sonc nicht deni französischen Protektorat, sonder» auf Grünt» eines Uebereiukommcns aller Signatar-Mächte bei '.Tlftc- eirasaktc einem internationalen Regiine imterstehlt.
Der deiltsckie Konsul in Abo vrrhastrt.
Stork Holm, 24. Ana. Nach hier vorliegenden zuverlässigen Meldungen »mirde der deutsche Koirsikl in Abo Finnlmid) mit seiner Familie verltzvjtct und nach Petersburg geschasst. Die Meldungen, daß der Konsul hingerickz- tet lvorden sei. sind falsch.
Der König voll Runmnirn erkrankt.
Bukarest, 25. Ang. Die da? „Bert. Tagebl" hört, ist König Karol von Rumänieil erkrankt und muß seit einige» Tage,, das Bett hüten. Alle Audienzen sind bis aus weiteres abgesagt worden.
Fran.zosenregimrnt in Saarburg.
Köln, 85. Aug Die „Kölnische Zeitung" erhielt eine Zu- schriit, an-? w lcher hervorgeht, wie hie F-raiizolen ru Saarburg hausten, die aber auch eiiien Beweis liefert von der uiedertrgchtiaen Gesinnung der deutsch-lothringisctx-n FrauwSlntge, die sich in den Grenzorten umhcrtriebcn. Als hie Franzosen in Saarlmrg ein rückten, wrrrdcn sie von der einhcinriscküm lothringischen Bevölkerung als die Deireier imd als die Retter begrüßt und griei>-rt Der Redakteur der Sagrburger Zeitung hat den sühreitden Ossizier der sranzösiichen Trurwe» mit einer Tlwaier Rede begrüßt: alsdann wurden die Lssiziere und Soldaten in einzelnen Ableilunge» von ganz bestimmte» lothringischen Benwlmern durch die ganze Stadt geführt, zu d,-n Wohnuugen sämtlicher bnitfcfxT, Beamten und Ossizierc. 2!lle diese Wohnungen und nicht eine einzige andere wurden planmäßig zerstört und gevlündett. Die eisernen Oleld- schränle der Rcichsbankstelle sind erbrach»-» und dann zerstört ivor den. Den Wein und alles Genießbare hat man zusaminengetragen und dann in den Wohnräumcn de? Vorstandes der Baut ei» tKelagc veraitstallei. Tie Wäsche und Kleider wurden zerrissen und zerschnitten.
Erbeutete fran,vsische Geschütze.
S t r a ß b u r g . 25. Bug. Vor dem Kaiser-Palast sind nunmehr insgesamt 9 erbeutete sranzösischc Ge- s ch ü tz e ausgeslellt, nachdem die zuerst cingebrachten bei Mül Hausen dem Feind abgenommcnen 4 Feld>vichütze seit gestern um .5 weitere au? den Kämpfen im Weilertal herrührenden fran.zSsi - scheu Kanonen verinchrt worden sind. Tie Bauern hoben in der vergaiigenen Nacht ein französisches Feldzeichen cingcbracht, das zunächst im Gvuvenicmeul mitbeivahrl wert»-» wird.
Karlsruhe, 24. Aug Auf dem Schloß platze wurden heute 12 französische Kanone» mit den dazu.gehörigen Munitiouswagcn und Protzen, welche ivn den badischen Truppen am 21. August erbeutet wurden, ausgestellt.
Gute Bkhstiidlung der Jtolirner.
Rom, 25. August. Tie ?lgc»zia Stesani teilt mit, daß die italienische Botschaft in Berlin von den verschirdemm Koniu- laten Rartirichtnl über die sehr eiitgegeilkumm,mde und l-erzliä»- Behandlung der in ihr Btterlanü znrückkehreiiden italienischen Arbeiter durch die deutschen Zivil- und Militärbehörde!, erhalten ,-abe. Die Botichan ihrerseits stellt sest, daß die italienischen Ar- beiler durch die Berliner Behörden ebenso entgegenkommend und höflich behandelt werden.
Die Lage des Berliner Arbeitsmarktes.
Berlin. 25. Aug. Aus Veranlassung des Verbände? märkischer Arbeitsnachweise traten die Vertreter der Großberliner Ar- beitSnachlveise, der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, der Handelskammer, der Aeltesten der Knusmannschait und der Handwerkskammer, zu einer Beralung über die Lage des Großberliner ArbcilSmarkles zusammen. Auch das Landwittsstiastsmiuislerium sowie das Oberkommando hatten Bertrcier entsandt. In den letzten Tagen sind seitens des ZemralarbeitsnachwejseS 7(XX) Arbeiter nach auswärts gefahren, in den nächsten Tagen werden 2000 weiter« Arbeiter folgen. ES soll eine Zenlralauskunitsstelle eingerichtel werden. Tie Zahl der Arbeitslosen in Berlin wird auf etwa 10 Prozent der Ardeiterbevölkerung geschätzt. Nach einem Beschluß der städtischen Deputation zur Fürsorge tür Arbeitslose sollen loah- rcnd der Tauer des irrieges unterstützt werden: Arbeiter und Angestellte, die ttotz ArbeitSiählgkeit eine Beschäftigung nicht finden lönncii, sowie selbständige kleine Gewerbetreibende und ?lngchörige solcher Berufe, die >oegen der gegenwärtigen Wirtschaftslage außerstande sind, sich und ihre Familie zu ernähren.
(Medizinische Klinik, Klinikstraßel.
Spttchslundc: Jcbcn Mittwoch adcud von 5—*/*7 Uhr.
Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Angehörigen von Lungenkranken. 656V
Ausgabe von Ilticften für 2l»fnahnic in Heilstätten. Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen zur Vermeidung von Ansteckung. >Ht.
Für Militürliescrnna kau'e zu den hSch-icn Prellen
Hafcrilltt u. nnm t^nitc,
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Roggen und Weizen
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Telephon 118 Gießen Franks. Slr. 29
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in vArtucn -jvl i{t,nci<lcn<l<B $o* Niger SiahnvartB bestelle lolon in eiaer.e« Inicftnt unseren lalcg über uustndt ünikcl aller -in. dm w.r «raii» ur.d Iranxo verundtn.
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