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Ter Sietzeuer Anzeiger erschein! täglich, anher Sonntags. — Beilagen: viermal wöckenllich Sic^enerZamIlienblaNer: zweimal wöchenll.Nreis- dlattsürden Kreis Kletzen <TiciisraqundFreiiaqi: zweimal inonntl. Lanö. wirtfchastlich« seilfrage» Ferniprcch - Anichlüfie: kür die Redallion 112, Verlag ti. (frvföition 51 Adresse inr Tepelchen: Anzeiger Kietzen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr.
Erster Blatt
m. Jahrgang
11
Dienstag. 25. August I9tf
General-Anzeiger für Oberhessen
llotakionröntck «nd Verlag der vrnhl'schen kllliv.-Vuch und Steindrnckerei R. Lange.
AczngsvrciS:
monatlich 75 Ps-, vierteljährlich Ml. 2.2»: durch Abhole- in Zweigstellen inonallich 65 Ps.: durch die Polt Alk.2.— oiertel- jähri. auojchl. Bestellg, Zeilenpreis: lokal 15 ausivärls 20 Psemiig, Chefredakteur: A. Goetz. Beraiitw örtlich für de» volit. Teil: A»g. Goeg; für .Feuilleton', ,Ber- niischlcs' lNiS.Aellchts» fcicck": Karl Neurath; für .Stadt und Land":
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schukffrahe 7. Anzeigenteck:' h/B-L
Eine heVsrstehende Cnsicheidüng im deutschen Osten.
Berl in. 24. Aug. Während auf dem westlichen Kriegs schauplatze die Lage See- vculichen Heeres durch rtcttr* ($nabt eine uuerwartel günstige isr. hak auf dem östliche» Kriegsschauplatz der Feind deutsches <*>rbirt betreten. Starke russische Kräike sind in der Richtung Angerburg nördlich der Eisenbahn Srallnpünen—Insterburg vorgedrnngrn. Das 1. Armeekorps hatte den Feind bei Dir ballen in siegreichen Gefechten ausgchalten. wurde aber zu rückgenommeii auf beide rückwärts stehende Truppen. Die hier versammelten Kräfte haben den auf Gumbinnen und südlich vorgevcnden «sirgner angegriffen. Das I. Armeekorps warf den gegenübrrfichendc» Fe.nd siegreich zurück, machte SOOO befangene und eroberte mehrere Batterien Eine zu ihm ge hörende diaralleriedivision warf zwei russische Kavallericdivi fionen und brachlc r>Ol» Gefangene. Dir weiter südlich kämo senden Truppen stießen teils auf starke Befestigungen, die ohne Vorbereitungen nicht genommen werden konnten, teils befanden sie sich in siegreichem Fortschrei'.en. da ging die Nachricht rin vom Vormarsch wriirrrr feindlicher Kräfte aus der Richtung von Ra rew s gegen die Gege,ll> südwestlich »er m a f u r > s ch e n 2 1 1 n.
Das Oberkommando glaubte hiergegen Matznahmen 'raffen yi müssen und zog seine Truppen zurück. Die Atz- iösung vom Feinde erfolgke ohne jede Schwierigkeit. Der Feind folgte nicht.
Tie Ovennionen auf dem östlichen Kriegsschauplatz «msieii zunächst dnrchgcfühn und in solche Bahnen geleitet werden, datz eine neu? CSiif^diciöuun gesucht werden kann. Diese steht unmittelbar bevor.
Der Feind hat die Nachricht verbreitet, datz er vier deutsch, «rnirekorps geschlagen habe. Diese Nachricht ist un- wahr: kein deutsches Armeekorps ist geschlagen. Unsere Triippeu hatte» das Bewußtsein des Sieges und der Uederlegenheit mit sich genommen.
Der Feind ist über die andere Grenze nur mit Kavallerie gefolgt. links der Eisenbahn soll er Insterburg erreicht habro. Der beklagenswerte Teil der Provinz, der dem feindlichen Einbrüche ausaesetzi ist. dringt diese Onf-r im Jnler- esse unseres Vaterlandes. Daran soll sich dasselbe nach erfolgter Entscheidung dankbar erinnern.
Ter Genrralguartiermrister. v. Stein.
Mit Volker Ruhe können tnt abwarten, wie unsere Heere in Frankreich siegreichen Einzug hallen werden. Heute sind keine weiteren Einzclheilen verösfcntlichl worden, die Heeresleitung bat offenbar jetzt keine Zeit, länge Schilderungen auszugcben. da die deutschen Truppen an der ausgedehnte» Kantpfeslinie sich wahrsckzeinlich in sehr verschiedener Lage befinden und das Bild stündlich wechseln mag. Uebereiiistimmend stellen einige Berichterstatter, die im Hauptquartier sich aufhalten düi?fcn. fest, datz die bis herigcn Meldungen von unseren Siegen eher zn wenig als zn viel besagten, datz z. B die Armee des deutschen Kronprinzen bei der Flucht der Franzosen vietsach aus ivcg- geworscne Ausrüstungsgegeiistände, Käppis und Bekleidungsstücke gestotze» sei, die auf der Stratze herumlagen. Das spricht deullich genug. Jedenfalls hat unser Generab- stab die deutsche Lefteiitlictzkeit von unseren lveiltragenden Siegen völlig überzeugt, während in Paris amtlich nur eine ganz unwahre und gewundene Erklärung abgegeben wurde, die selbst den optimistischsten Franzosen nid« viel Trost sagt. In den iiachstcl>enden Meldungen isr diese aint- liche Berichterstattung Frankreichs in den Einzelheiten wic- dergegeben.
Klar, deutlich und voll sicherer Dcstiimntbeit sind auch die Darlegniige», die gestern der «^feneralgnarliermeister v. Stein über unsere Lage auf dem .Kriegsschauplatz im Osten obgab Auch über die dortigen Ereigniffe verbreitet der Feind dreiste Lügen. Tatz in de» nächsten Tagen die Russen in Ostpreußen deutsches Gebiet vorübergehend de- treten dürfen, während von einer anderen Stelle unsere schneidigen Truppen dein Feiich einen entscheidenden Schlag zu versetzen suche», kann uns Wohl in Bedauern darüber versetzen, das; unsere oslprentzischen Landsleute schlimme Röte anSstchen müssen, aber wir haben dennoch keinen Grund, nun den Kopf hängen zu lassen. Wir erinnern ungerade hierbei der Taktik Friedrichs des Großen, der eben- falls bei seinen zahlreickzen Gegnern immer darauf bedacht ivar, den einen init voller Ducht niederzuwerfen, »m nachher mit dein andern abznrechnen. Es ist ja auch mit Sicherheit daraus zu rechnen, datz die eindringenden Russen nicht unangreifbar bleiben, sondern durch deutschen Nachschub in däs bedrohte Gebiet bald erfahren tvcrdcn, daß die Uebcrzahl keineswegs entscheidend ist. Kostproben von dieser Wahrheit haben unsere braven ostprcußiscben Truppen dem Feinde ja schon in den bisherigen Kämpfen zur Genüge auSgeleilt.
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Bruch des Völkerrechts in Marokko.
Berlin, 24. Aug. Laut einer aus Palermo eintreffenden Drährmeldnng des Laiserl. Geschäftsträgers aus Tanger hat diesem die marokkanische Regierung an, 19. 'flugust seine Pässe zngcstcllt und ihn mit dem gesamten Personal der Gesandtschaft überraschend gewaltsam an Bord des französischen Kreuzers Lanrard geschafft, um sie nach Palermo zn transportieren. Dieser brutale Uebcrfall in der internationalen Hauptstadt Marokkos, in der die diplomatischen Vertreter der Signatar-
möchte der Akgecirasakic noch heute die Kontrolle der Regierung m,Süden, bedeutet seitens Marokk»s und Frankreichs einen derartig unerhörten Bruch dcS Völkerrechts, wie er in der Geschichte ärger kaum vorge- koimne» sein dürfte. Tatz dieser Gewaltstreich nur mit Zustimnlung Englands möglich wag versteht sich bei der Lage Gibraltars von selbst, desselben England», das seine Kriegserklärung gegen unS mit dem Eintreten sür die Unverletztheit internationaler Lerlräge beschönigt hat.
Ein österreichische» Kriegsschiff kämpft in Tsingtau mit.
Berlin, 24. Aug. Ter Kaiserlich und Königlich österreichisch -ungarische Botschafter hat heute dein auswärtigen Amt solgcndc Mitteilung gemacht: Im allerhöchsten Äuj- trage ergeht an das Kommando 2r. Majestät Schiss „Kaiserin Elisabeth" in Tsingtau, soivie Mi den Kaiserlich Königlichen Botsckxifter in Kiautschau der telegraphische Befehl, datz die „Kaiserin Elisabeth" in Tsingtau rnitzukämpfen habe.
Tic Neutralität Italien».
Rom, 23. Aug. Tie „Tribnna" schreibt: Ministerpräsident Salandra empfing eine Berlretting der sozialistischen Gruppe des Parlaments, die um die Entscheidung der Regierung bezüglich der Znsammeirberniung des Parlaments ersuchte. Salandra antwortcle, nach Ansicht der Regierung sei bisher keine Tatsache ei »getreten. die die Zu- sammcnbcrusung notwendig mache. Die Regierung sei fest entschlossen, die Politik der Neutralität weiter zu verfolgen, die aus Gründen anqewnn- men worden sei. die aller Welt bekannt seien. Die Be» tretet der Gruppe bestanden auf ihrem Ersuchen, indem sic hervorhobc», die Zusammen den fnng des Parlanients werde den Vorteil haben, gegcnükei ' der öffentlichen Meinung au,klärend zu iv-irkei- und das Bcrhalten der Regierung stck>erer zn machen gegen Strömungen, die eventuell versuchen könnten, sie zu einer Aendcrnng der Politik zu veranlassen. Tie Vertreter spielten dabei auf die Möglichkeit einer Mobilisierung an. Salandra antivortete, nichts berechtige zu einer solchen Annahme, und erklärte alle Gerüchte von einer Mobilisierung als unbegründet.
Ein Telegramm des deutschen Kronprinzen.
Stuttgart. 24. Aua. Bei dem König von Württemberg ist folgendes Telegramm des deutschen Kronprinzen eingctrosfen:
Vollstäneigcr Tier,! Das Württembergische Armeekorps hat sich bewunderungswürdig geschlagen. Ich bin fwlz, derartige Truppen unter meinem Kommando zu haben. Wühelm, Kronprinz.
Das Württembergische Generalkominando gibt im An- schlutz mi das Telegramm des deutschen Kronprinzen bekannt, daß von den württembergischen Truppen Abteilungen im Verbände unter Führung des deutschen Kron- prin.zen an dein errungenen Siege glorreichen Anteil genommen haben.
Eine Ansprache des König» von Württemberg.
Stuttgart, 24. Ang. Bei einer großen Kundgebung des Volkes hat der König von Württemberg ivie der „Schwäb. Merkur" meldet, gestern um 7 llhr abends folgende Ansprache vom Balkon des Schlosses aus gehalten :
Ihnen allen unseren herzlichsten Dank für die patriotische Kundgebung. Ütun haben also auch württembergische Truppen ruhmreichen Anteil genommen an dem mächtigen Ringen und dabei in höchstem Matze ihre Pi licht getan, wie ich das auch niemals anders erwartet habe. Biel Blitt wird in den letzten Tagen geflossen sein und schwer und furchtbar sind die Opfer, die von unserem Botte verlangt werden. Wer, so Gott will, werden sie nicht umsonst gebrack,t sein und die Welt wird scben, datz wir sie freudig und mit Begeisterung bringen. Aber nicht nur freuen wollen wir uns heule, sondern vor allem Gott danken, der unseren Waffen und unserer guten und gerechten Sache den Sieg verlieben hat. Stimmen sie denn olle ein in den Ruf: Unsere braven Soldaten und unser geliebtes Vaterland: Hurra!
Franz Joseph an Kaiser Wilhelm.
Wien, 24. Ang. W. B.) Wie hem „Deutschen Volksblatt" mitgeteilt wird, hat Kaiser Franz Joseph an den deutschen Kaiser anläßlich des großen Sieges bei Metz eine Depesche gerichtet, in welcher er den deutschen Kaiser zu den großen Erfolgen herzlich beglückwünscht.
Wie Frankreich amtlich unterrichtet wird!
Paris, 24. Ang. Ein Kommunique vom 23. Ang., 11 Uhr abends, besagt:
In den Vogesen hat unS die allgemeine Lage bestimmt, die Triwven vom Donon und von dem Hügel bei Saales zurückzunchmen, obwohl die Punkte nid« angegriffen worden sind. Bei N a m u r machen die Deutschen grotzc Anstrengungen gegen die Fort», die energischen Widerstand leisten. Die Forts von Lüttich leisten cbeniatls noch Widentand. Tic belgische Armee ist vollständig im befestigten Lager von Anttoerpen konzentriert. Ein größerer Kamp! spielt sich auf der ganzen Linie von Mons bis zur lurembcirgi'chen Grenze ab. Um'ere Truvven drängen überall zur Offensive und gehen überall gemeinschaftlich mit der englischen Armer vor. Angesichts der Ausdehnung der Front und der Stärke der beteiligten Truppen ist es u n m ö q l i ch, täglich die Lage der Armeen zu schildern. Bis zur Beendigung der Operationen in diesen Gegenden werden i n s e i n - -eine gehende Berichte nicht veröffentlicht.
Rotterdam, 21. Aua. Eine amtliche Depesche an-? Paris nieldct laut Bert. Lvk.-Anz.: Die mntlictzcn Berichte iiber die an: '.0 '.'Eu.utft von den Franzosen erlittene Säsiapve sind lächerlich übertrieben. Der Erfolg der Dent- scpc» in Lothringen ist nicht größer als derjenige der Frmi- zosen im Elsaß. Die ^ahl der Toten, Verwundeten und Vermißte» ist zusammen kaum 10 000. Jene Sckstappc, die die Folge einer energischen Vorwärtsbewegung der Franzosen ist, ist nur eine Episode im Kampfe, der notwendig Erscheinnngen wie Ebbe und Flut zeige» wird.
Tie Llimmuiig in England.
Konstantinopel, 24. Aug. Der Transporldanti'ser „Resch id Pascha" ist während seiner Uebersahrk dreimal von der englischen und der französischen Flotte angchattenj worden. Mit dem Dampfer „Rcschid Pascha" sind vier mehrere otlomanilche llnteriancn und Studenten aiigrkommen, die England hätten verlassen müssen. Sie schildern die innere L^a g e Englands als schlecht. Da die üsscnlliche Meinung gegen den Krieg sei, wachse die Opposition täglich au und die Gefahr einer Arbeilerrcvolte drohe unmittelbar.
Ein deutscher Kreuzer im Gefecht mit scindlichc» Schiffen.
-Hamburg, 24. Aug. Unter den heute hier eingetrof- scncn Sendungen ans New Pvrk befinbet sich (wie die Franks. Ztg. inittcilt', auch die „Evcnina Post" aus New ?>ork vom 10. August. Es wird darin »iitgcteilt, daß ein deutscher Kreuzer mit vier englischen und französischen Kreuzern bei den Bahania Inseln in ein Gefecht geraten sei. Ein feindlicher Kreuzer soll zum Sinken gebracht worden sein. Der deutsche Kreuzer habe dann im Hasen San Juan de Porlorico Kohlen cingenomn»en.
Au» Briiffcl.
Der Korrespondent der „Tinies" in Brüssel meldek, das; der deutsche Gcneral v Arnim mit den, Bürgermeister Max folgendes vereinbarte: Freien Durchzim der deutschen Truppen. 3000 PLann deutsche Besatzung bleiben in Brüssel. Die Reauifttioneu werden bar bezahlt, privates und öffentliches Eigenttlm geschont. Die «tzemeiudeverwat- tung bleibt ohne deutsche Kmitrollkc. Der Birvgermeistrr behält die Oberleitung der Brüsseler Polizei.
Die Deutschen stellten den Dienst der Straßenbahch der Post lind des Telephons wiÄer lzer. ebenso den Eiseu- bahndienst mit Lüttich und die telegraphische Berbindiings mit Deutschland. Sie ließen die bc(gisci>en Fahnen ruhig! am Rathaus imd den Privatbanken. Das Erscheinen der Zeitungen wurde eingestellt. Die Kaffeehäuser worden um 9 Uhr geschlossen.
^zahlreiche Deutsche fragen hier au. ob sie nach Brüssel zurückkehren können, nwvon aber anlässlich der stattftnden- deii Kriegsoperationeil vorläufig abzuraten ist.
Die Jagd der Engländer aus „Wochen" und „Breslau" Der Eorriere della Sera veröffentlicht nach einer Meldung des Dailp Telegrapl) aus Malta voin l7. August Einzelheiten von der Jagd der englischen Mittelineerflott« auf unfern Panzerkreuzer Goeben und den lleineu .ikreuM'» Breslau. Er schreibt: M
Als Goeben und Breslau längs der italienischen Küste entlang fuhren, sollte ein französisches ArmeekorvS nach Frankreich über- gesctzt werden. Ten Schiffen der englischen Mittclmcerslotie war der Schutz diese» Trnprentransportcs anvertraut ivorden. Tie deui- fdicit Kreuzer konnten daraus rechnen, datz sie in dieser .geil unbehelligt blieben: trotzdem gelang cs dem ztzrcuzer Glouccster eines Tages, die Breslau zu stellen. Er hätte sie gewiß auch angegriffen. Ivenu nicht der Goeben herbeigeeilt wäre und sie befreit hätte. Als dann der iranzösil'chc Truppentransvort glücklich beendet ivar. konnte ein Teil der englisckzen Flotte seine Aiifmcrksamkeil den deittschcn Schiffen zuwendcn. Man hatte Wind bckonimen, daß Goeben und BreÄau in ShraknS ipärcn. Aber inzwischen waren die deutschen Schiffe zwischen die Cikladen und Tvo- raden gefahren. Die englischen Schiffe machten sich wohl aus die Jagd nach ihnen, indes war das ungefähr so, als wollte man eine AtauS tu einem Heuschober finden. Trotzdem, auf einer Art von Flock« der den sichen Schiffe gelang er dem Glouccster und einigen Torpedobootzerstörern, mit den deutsckzcn Kreuzern in Ver- lnndunq zn kommen. Aber „Goeben" und ..Breslau" rühren iit eckiger Fahrt in die Dardanellen, da sie fürchteten, die ganze englsiche Flotte vor sich zu haben, während es in WirNich-keii nur ein paar kleine und schwache Schiffe waren, da- sie teick'! hätte angreisen und vernichten köimen. Der „Goeben" hätte, bevor er in die Tardanellen sich rettete, sich gut ein"n»der großen englischen Schiffe zu starkem und ritterlichem Kampfe stellen können. Aber er nabm den Kampf nicht an.
Soweit das englische Blatt nach der italienischen Meldung. Wir lesen aus den englischen Ausführungen — die das Bombardement der algerischen Küste verschweigen — die Wut heraus, daß amjere sckzönen Küeuzer ihnen enb- nnscht sind. ES ist gewiß nur eine lächerliche Behauptungj gleich den vielen andern, die von England aus in die Welt gesetzt werden, datz Goeben und BreÄau nur von ein paar alten und schwachen englischen Schiffen sollen verfolgt worden sein.
Tie fteanzöfische Flotte in der Adria.
Das amtliche Wiener Tclegraphen-Korrespondciiz- Bureau teilt mit, wie wir den Darlegungen eines militärt- ichen Fachmannes der Wiener Freien Presse entnehmen, Die von ausländiicken Blättern gebrachte Nachricht vom Untergänge des Schlachtschilies „Zrinnt" und dreier anderer Schiffe ist vollkommen aus der Lust gegriffen Es könnte sich mt um dem kleinen Kreuzer „.Hcnta" hau- dein, der von ichr überlegenen Streitkrästeu migearissen und ab- gedrängt wurde und von oem seither Nachrichten iehlen. Dagegen wiro lestgestelli, oatz ein Torpedobootzerstörer, wiewohl er von 16 s r a n z ö fischen Schlacht schissen und großen Kreuzern


