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>on der (iittt getrennte Pillenstadt Eingerahmt von dem Gebirge. tai das deutsche Schutzgebiet nach Norden abgrenzl, von dem 609 >is 1100 Meter hohen Lauschan, lagert sich Tsingtau au> d a, lachen Küstenland, das diese Bergzüge im Südwesten und im Westen :n den in flachem Bogen vorspringenden Buchten, der Tsingtau md der Auguste Viktoria-Bucht, sreilassen. Alle Straßen ötadt sind gnt gepflastert, elektrisch beleuchtet, haben Kanalisation

,nd Wasserleitung.

In beherrschender Lage, auf dem Gouvernementsbügel. hinter »em sich der 100 Mtr. hohe Signalberg mit seinem vräcknigen Lanorama über das ganze Stadt und Hafengebiei erhebt, lieg! ms Gouvernementsgebäude, das der Stadkwitz nach seiner vier ckigen Gestatt ,,Tas große Tintenfaß" getarnt hat Da» von dichtem Krün umgebene Gouvernementstazarett liegt nicht weit davon, und tuch das große Schutdaus ragt hier emvor, in dem fick ein so cges geistiges Leben entfallet Noch wichtiger ireittckt iur die Kultur liautlchau» ist die deutsch-chinet'iiche Hochschule geworden, tu der ,ie deutsche zusammen mit der chinesischen Regierung eine Hoch mra der Bildung errichtet hat Ein ähnliches Bollwerk der Kultur, naiitv und trotzig wie eine Burg dreinschauend, ist das Gebäude >er katholischen Mission, neben dem das geräumige Seemannsbans iegt Unter diesem höher gelegenen Kranz der öiientlichen Bauten .seht sich am Strand entlang das Kaiser-Wilhelm-Uier. an dem ,ie besten Hotel», die deutich-aiiattsche Bank, die Geichättshänier -er großen Handelsgesellichaiten und Weltiirmen sich dehnen Aus -ieter Welt der Arbeit und des Verkehr« ist ntgn rasch in idnllin che» Frieden und gesellige Heiterkeit versetzt, wenn man an dem nalerischen Bild des chinesischen Tempels der Hsmmelsgöttin vor- tei, um den das letzte Stück des alten Tiingtan liegt, nach der reundltchen Villenstadl kommt, wo schon von weitem der Bade- trand grüßt. Hier enisaltet sich im Sommer das lustigste Bade­ten, zumal das überaus günstige Kuma nur selten tropische Hitze »ringt. Auch geiundheutich gehört ja Kiautt'chau zu den besten We» »seien unserer Kolonien, und wenn man aus dem Villenviertel teraus an den hübschen Strandhotels vorbei durch Gärten und Zarkanlagen bis bis zu dem stillen Euroväersrtedhos wandert, so indet man nur verhältnismäßig wenige, die hier in der Ferne rus deutschem Boden die letzte Rüde gesunden.

vermischte».

*Fräulein Mobile" In Linden au bei Heldburg n Thüringen hat die am ersten Mobilmachungslag geborene Tochter de» ins Feld gezogenen Untervitijiers der Reserve und bret». Straßenwärter» Apms aut Wunsch de» Vater« und mit be- tördlicher Erlaubnis den Vornamen Mobile erbalten,

NationalzeitungF

* Englischer Kriegskarneval, Sehr charakieristiiche Bilder von der Sttmmting der Londoner Bevöllerung heim.Krteg»- illsbrnch entwirft der Londoner Berichterstatter eines Mailänder glattes, dessen Bericht erst ,etzt eingetroisen ist To lange die K rtegs- rklärung gegen Deutschland noch nicht eriolai war, herrickpe bei »er Men^e keine andere Stimmung, als degreiitiche Erregung Das mderie sich aber mit einem Schlage, als die Erklärung des Krieges nt Deutschland endgültig erfolgt und bekannt gegeben war^ Ter 4rieg ist doch immerhin eine recht ernftbaste Sache, aber süL die Ulten Londoner schien er nur der Gegenstand einer Unterhaltung itt sein, und die Wirkung der Kriegserklärung war die, daß iie die 'lkaüen aut den Straßen in die vergnügteste Stimmung, schließlich ogar in eine Art Taumel versetzte, Ta« Herz der Stadt war von hnen vollkommen überilutet, Traialgar Sauare war ein Menschen­neer, Wbitehall und die Mail waren gleichermaßen von n»gebend­en Meirichen mengen erfüllt, und die Slimmung, die diese Tau­ende und Abertausende tetzt kundgalmn. glich, wie der ilalientiche Serichterstatter setzt ausivricht, aufs Haar einer Karnevalsstim nung Ein zerlumpter Bummler riet dem Verfasser zu:Das stdochnochseineralsdieKrSnung!" Und einen Augen

»lick später begann er, um seinem überschaumenden Glücksgefühle >och irgendwie Lust zu machen, einen Gig zu tanzen. Die Leut« etzten sich Paviermüpen in Form von Helmen aus, schwenkten bahnen und allerlei patriotische Abzeichen, Jedes Monument wurde u einer Rednertribüne, jede Trevpe zu einer Kanzel und überall landen Redner, welche aus die Menge einsprachem »nd sie immer >on neuem »n Hurraruien out Flotte und Heer, Minister und Äililärs veranlaßten. Dieser .Kriegskarneval war die Stimmung, nit der das Londoner Volk in den Weltkrieg hineingrng, der Tau­enden und Abertansenden von braven Männern das Leben und der (Milliarden an wiNschastlichcn Werten kosten wird.....

Hansel.

Paris, 21 9(ug. Tie Ban kvon Frankreich bat den Diskont aus 5 Prozent und den Lombardzinssuß ans 6 Prozent r m ä ß i g t.

Berlin. 21. Aug Wie wir hören, nehmen die Zeichnungen ms Aktien der K r i e g s k red i t ba n k iür Groß-"Berlin inen erfreulichen Fortgang. Obwohl in der Zeichnnngsauisorde- '»ng, welche die Handelskammer Berlin, die Korporation der Ael- esten der Kausmannschaft Berlins und die Potsdamer Handels- armner, Sitz Berlin, gemeinschafttich erließen, für Zeichnungen »er Termin bis zum 22, August entreckt war, erreicküen die Zeich- umgen bereits am 20. August eine Höhe von über 10 Millionen Rark Die Namen der Zeickmer und die gezeichnete» Beträge wer­ten demnächst, nach Branckien geordnet, veröffentlicht werden, und 's wird daraus ersichtlich sein, daß alle Zweige des Handels und »er Industrie, von schönem Wemeütiinn belebt, sich an der Errich- ung dieses, zur Stützung des mittleren und kleineren Gewerbe- tandes dringend notwendigen Kreditinstituts willig beteiligt haben.

Märkte.

«leiten, 22. Aua Marktbericht. 21 »l de», heutigen Pochenmorkie koKete: Butter das Pl»»d 1,101,20 2Dlf.; piikner- l«r 1 Stück Id Plg., 2 Stück 00 Pkg.: Onteneiee I St. 10 Cfg !t. 00 Mg: Gänseeier 1 St 0-0 Plg.. 2 St. 00 Plg.: «Sie aS Stück 10 12 Plg, Käsentatte 2 Slück 56 Pkg.: Tauben dar paar >,-»1,40 Mk Hühner dar Stück 1,503,00 Mk Hahnen gS Stück 1,50 - 8,00 Mk , Ente» daS Slück 3,00-4,00 Mt.. Gänse das bld.0000Plg.: 'Welsche45Mk- Ochlenileiich darPid. 86-96 P'g, Kmdfleisch daS Pirnid W94 Pfg., Kuhfleisch 80 Psg., Schweine- leisch dnS Plund 70-8696 Plg, Kalbfletich daSPid. 84-88 Plg, öammelfleisch 1 Pld, 7096 Plg.- Kartofseln 100 Kg. 9 Mk, einzelne tzld. 56 Plg.: Wkißkrani d. Stück 2035 Plg.: Ziviebeln der Ztr. >2,00-15,00 K'lk.: Milch beti Liier 22 Plg.: 2I»v'et der Zentner 1020 Mk.: Birnen das Plimd 1020 Pig., Nüsse 100 Stück >0 Plg., Gurken 100 Stück 2.00 3.00 Mk, Bohnen 1 Pfund 14 bis 4 Plg. Marklzeit von 7 bis 4 Ilhr.

te Wiesbaden, 21. Sing. Hiehmarft. ?lul dem heutigen Alhmarkt ninven nulgettieben 81 Rinder (Odilen 8, jBiillen 20, lühe 53), Kälber 109, Schate 83, Schweine 151.

LingcinnSt.

Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Lletikei übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantworrung.)

Bürgerwehr!

Dem Einsender von gestern möchte man znruien:Nur nicht nervös werden!" Solange liniere Heeresverwaltung unierr Schutzleute noch nicht braucht, wird sie in so kleinen Städten mie Gießen schon ierng werben und eine Bürgermehr von hundert Mann würden nicht verhüten können, daß eine alleinstehende Somtnetwvhnnng ausgeräumt würde.

Tie zweite Angelegenheit betr. die W a n d e r e r - V a g a - bunden um ttm dem Einsender zu sprechen 'Auch hier nur nichtnervös" werden: denn es wird in diesen Tagen io mancher aut die Landstraße gnoort'en. der dieselbe in fernem ganzen Leven noch nicht gekannt bat: und es würde tischt ausbleiben, daß die Bürgerwehr tickt mit solchen Leuten beschäftigen müßte

Man frage nur bei den Gewerkschaften an. die werden er- dem Einsender bestätigen. Bei meiner Jw'ormakioii mußte ich erfahren, daß das Krejsamt bezw. die Ptovinzialdirekiivn die Verpflegung gegen 'Arbeitsleistung, wenn nicht ganz autgelwben, doch sehr eingeschränkt hat, so daß es ordenUichen. vorhin er­wähnten Leuten schwer gemacht wird, durchzukvmmen Nachts draußen liegen, und was wirb die Fotze iein,Diebstahl, Bettel

uiro.", anstatt in dieser wirtschaftlich schweren Zeit die Fürsorge -u erweitern, schränkt nian dieselbe ein oder ladet iie aut die 'AUgemeinl'Nt. Tie Folgen treiben nicht ansbleiben t denn Hunger tut weh und Not kenni kein (Kebot. Eine dnrte Frage betr. Ein b r i ii g u ii g der Ernte. Man trage bei allen Arbeitsnach­weisstellen an, wie schwer es ist, bezahlte, tüchtige, vollwertige Arbeiter aut dem Lande »nterzubringen: denn die Leute haben zum Teil Schüler und ireiwiUige Arbeiter

Ei» hiesiger Familienvater, der dadurch, datz seine Vierde im Krieg sind, arbenslos geworden, hat aus den verschiedene» Tönern die ven'chiedensten Antworten erhalte». Man bot ihm 80 Pia. und die Kost

Wovon soll die Familie leben'? Grundsatz müsste iern, wo eine bezahlte Kraft stehen kann, darf keine unbezahlte stehe». Man lönnie das Gute wollen und das Böte vollbringen: also auch hier nicht nervös werden, die Ernte kommt herein,

Tie Landwirte bekommen solche Preise für die Produkte, datz sie auch anständige Löhne bezahle» können,d

StanScsiiintsnachrichten.

Gießen

Aufgebote: August 14 Paul Franz. Maurer in Runz» kaut'en. mit Elrsabetha Sckicov in Weidenkausen. 17. Heinrich Jullmann. Eiienbadn-AuSbilssschasiner m Gieren, mit Elite Sh»- red i» Billertshausen 19 Fa lob Zirn, Musiker, mit Anna Henriette Kompernaß, beide in Dortmund

Eheschließungen: August 18. Johannes Reichel. Schrei- net, mit Dorothea Fischer, beide in Gieße» 19, Phtliov Hch, Rahn, Hochbauansseher, mit Henriette Labude, beide in ('Kiesten 20. Henoch Bast, Kaunnan». mit Biene Kallus, beide in Gießen Geburten: August 8. Dein Wirt Fodann Steiners e,n Lohn, Karl Wilhelm 9 Dem Metalldreher Wilhelm Karl August Melchior eine Tochter. Ebarlotte Eliiabethe Marie Emma, 10, Dem Kutscher August Kreß ein Lohn, August Hermann 12, Dem Kaufmann Leopold Stern ein Loh». Dem «mit mann Ctto Wagner eine Tochter. Elfriede Friederike Elie, Dem Ltaatsanwalt Adolf Trümpert eine Tochter, 13, Dem Eisenbahnschaltiter Wilhelm Lchäier ein Lob». Wilhelm Wenier.

Dem Hausmeister Tantel Kraft eine Tochter, Elie. 14, Dem (Installateur Hermann Foieph Merichrolh ein Lohn, Hermann Joseph Dem Fubrknecht Friedrich Wilhelm Köster ein Lohn, Friedrich Wilhelm, 15. Dem Kaufmann August Klingelhöiser eine Tochter. Gertraud Marie Luise Lovbie. Dem Maurer Karl Weimer eine Tochter, Marie Elise. 16 Dem Ausläufer Hein­rich Wagner ein Lohn, Karl,

L t e r b e s ä l l e: August 11 Katharine Lchneider, geborene Schneider, 55 Jahre alt, Löwengasse 22, 12, Marie Kahn, geh, Hildebranb, 71 Fahre alt, Erednerstraste 33. 13. Fohann Bai thasar Steller. Ober-Posttetretär i, R, 67 Fahre alt, Lteinstr, 63, 14. Auguste Lietz, geh, Weiber, 55 Jahre alt, Bleichstraße 31.

Büdingen.

Geborene: August 9. Dem Handarbeiter Witbelm Meth- sessel II. eine Tochter, Anna. 16. Dem Kulturlechniker <Keorg Schütz in Lauterbach ein totgeborener Lohn.

Sterbefälle: August 19. Johanna Karotine Cämmerer Witwe, 84 Jahre alt.

Frirdberg.

Sterbefälle:' August 16. Willi Ignaz Linkmann, dret Monate alt, Johrnr» 'Adam .Heck, Arresthaus-Berwalter i, P, 83 Jahre alt. 18. Sophie Weckerting, geb. Harbordt, 67 I alt Grohen-Linde».

Eheschliestnngen: August 2. .Karl Henrich, Taglöhner, mil Anna Müller, beide in Großen Linden. Kart August Otto Gastmann, Bergmann in Großen-Linden, mit Bettchen Bruder in Lützellinden.

Geborene: Juli 28. Dem Malergehilien Christian Albert Hanoi eine Tochter. Ett>>. August 2. Dem Güterbodenarbeiter Georg Schorae ein Sobn, Karl. 5. Dem.Rangierer Philipp Amenü ein Lohn, Erwin Karl. 8. Dem Schreiner Wilhelm Martin Steine! ein Lohn, Wilhelm Emil Ewald. 16. Dem Postboten Rudott Klotz eine Tochter. Emilie Anna

Sterbesälle: August 6. Anion Obln, Agent, 82Jahre alt. 8. Katharine Marie Faber, 2 Jahre alt. ,

Hungkll.

Geboren et August 7. Dem .Bergmann Carl Münch ein Lohn, Ernst, 14. Dem Bäcker Hermann Frutig eine Tochter, Sterbesälle: August 19 Karl Schmidt, Metzger,

Lich.

Geborene: Dem Feldarbeiter Joseph Schweb eine Tochter, Josepha, Dem Schlossermeister Friedrich Heinrich Schmidt eine Tochter. Anna Elisabeth. Dem Zimmermeister Heinrich Schmidt VII, eine Tochter, Dem Gärtner Johann Heinrich Schmidt II, ein Sohn, Ludwig,

Sterbesälle: Frau Kammerrat Kratz, 74 Jahre alt, Elise Eise, 3 Monate alt.

Meteorologische Beobachtungen der S tati on Sieb en.

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1911 = ^ 10.6' ,

Niederschlag 6,5 m'v.

Airchliche Nachrichten.

katholische Gemeinde.

®ottesbicnft.

(Samstag, den 22. August:

Nachmittags um 6 Ilhr imo eilends um 6 llhr: Gelegenheit zur veil. Beichte.

Sonntag, de» 23. Aug., 12. Sonntag »ach Psing st ent Vormittags vo» 6' . Uhr an: Gelegenheit zur HU Beichte.

, u», 7 Ilhr: Tie erste hl. Messe.

, »m 6 Uhr: An-teil»ng der hl. Kommunion.

, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

, m» 11 Uhr: Hl. Meise »nt Predigt.

Nachmittags »nt 2 Uhr: Andacht

Sonntag, Montag, Tienstog, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag abend um 7X Uhr ist Kriegs-Bittandacht.

Montag und Tonnerstag um 7 Uhr ist hl. Messe mit Segen.

V'iaspora-Soltesdienst.

In «rünbcrg »in 8 Uhr.

In Hungen »m 10 Uh>.

Letzte Nachrichten.

Japans Ultimatum.

London, 21. Aug. Nach den englischen Blättern lautet das Ultimatum Japans an Deutschland:

Wir erachten es in der gegenwärtigen Lage für höchst wichtig und notwendig, die Ursachen leglicher Friedensstörungen im fernen Osten zu entfernen und die allgemeinen Interessen sicherzustellen, io wie iie in der Bündnisvereinkarung zwilchen Japan und Grost- britannien auigeiaßt werden.

Um einen starken und bauerbatten Frieden in Ostasicn zu ge­währleisten. dessen Begründung e?tablishment, der Zweck bietet Vereinbarung ist, hält die japanische Regierung es auntichtig für

ihre Pflicht, der deutschen Regierung den Rat zu erteilen, zwei ' Vorschlägen zu entsprechen: , j

1. sofort aus den lavanifchen und chinefffchen Gewässern b>e*

deutsche» Kriegsschiffe und bewaffneten Kriegsschiffe teder Art zurück zuziehen, und diejenigen zu entwaffnen, die nicht zurückge­zogen werden können,

2, An einem nicht später als 15. September anznberaumenden Tat,,,n den japanische» Behörden ohne Bedingung oder Gegen- Iciitung das ganze Pachtgebiet vo» Kiaitticha» im Hinblick aus eine spätere (eventual) Rückgabe an China,

Die iapaniiche Regierung kündigt zu gleicher Zeit an, daß iür den Fall, wo sie bis zum 23, August am Mittag kerne Antwort der deutsche» Regieruiig mit unbedingter Annabiiie des obigen Rates erkalten bat, Japan genötigt fei» wird, dieienigen Mast- regeln zn (teilen, die es angesichts der Lage für nötig erachten wird.

Bulgarische Häfen gesperrt.

Sofia, 22 Aug. Aus Anordnung des Kriegsininistenums ist der Hafen pon B u r g a s als für die schisfahrt gesperrt erklärt. In den Haien von Warna dürfen Schiffe nur am Tage zwischen sonnenausgang und Soiineniiniergang einlausen, aber auch nur, wenn sie eine» Lotsen an Bord haben.

Die Papstwahl.

R o I» . 22 Aug Das K a r d III a I s I o l l e g i u m hat gestern seine erste Sitzung abgehalten. 'An dieser nahmen 23 Kardinale teil, die den Eid leisteten.

** '3t e u e Ciseuba h » z ü g c. Bo» Samstag, den 22, d, Mts ab verlebrl »wifckie» Frankinrl.H und HamburgAltona ein Schnellzug in folgendem Fahrplan: Frankturt ab 8,20 norm, Friedberg ad 8,58, Bad R anheim 9,05, Gießen an 9,34, ab 9,36,

Marburg ab 10,09, Kassel an 12,08, ab 12,20, Hannover an 3,06,

Hamburg an Ü.17, Altonr an 6,38 nachm, Altona ab 8,47 vorm,,

Hamburg ab 9,10, Hannover ab 12,28, Kassel an 3,60, ab 4,00,

Marburg ab 6,01, Gießen an 6,27, ab 6,29, Bah Na»beim ab 6,59, Friedberg ab 7,05, Frankfurt H, au 7,40 nachm, Tie Züge hatten außerdem noch i» Göttinge», Kreiensen, Elze, Lehrte. Celle, Uelzen, Lüneburg und .Harburg, I» Kassel ist Aiischlust nach und non Berlin^und zwar Kassel ab 12,50, Berlin Schlesischer Baknkoi an 9.07nd Berlin Schlesischer 2 Vi Intimi ab 7,25, Kassel a» 2,24 Eine Gewähr daiür, daß die Züge ständig verkehren, und eine Gewahr iür die Rück- oder Weiterbesördernng bei Anscktlußversäutn- nis wird nicht geleistet Reisegepäck wird »ur in lfiebrniiktem Maste betörtert. Bei den Zügen ist für den Bezirk der Eisenbahndirektion Frankfurt ter Ortsverlehr zwischen Fraiiksurl und Friedberg, Fried- l erg und Bad-Nauheim, Frankfurt und Bad-Nanheim, Bad-Nan- i.eim »nd Gießen, Gießen und Marburg und Wiegen und Fried- berg^aiisgeschlosse» Bon Gießen nach Koblenz gehl 7 Uhr nachm, ei» Schnellzug: in Gießen trifft um 9,17 vorm, ein Schnellzug ein.

Beraulworllich für den gesamle» redaklioiiellen -teil: Aug. G v etz.

Amtlicher Teil.

B e t r,: Krankenversicherung der unständig Beschäftigten.

An die Großh. Bürgermeistereien der örtlichen Melde- und Zahlstellen der Allgemeinen Orkskrankenkassc und der Land- krankenkasse des Landkreises Gießen.

Die unständig Beschäftigten haben sich selbst behufs Eintragung in das Mitgliederverzeichnis der allgemeine» Ortskrankenkafsc oder, foicrn sie vorwiegend in der Landniirtickxtst beschäftigt sind, in das Mitgliederverzeichnis der Landkrankenkasse anzumelden Die Mel­dungen der unständig Beschädigten haben bei den Meldestelle» der beiden Krankenkassen in den (Gemeinden des Kreises zu geschehe».

Die Grvßher.zvglichen Bürgermeistereien und die Ausgabeltellen für Ouittungskarken haben, worauf wir ausdrüeklick, Hinweise», nach 8 144, Abs. 2, R. V. O. die Psticht. den zuständigen Kranken­kassen jeden Persichernngspslichtige» zu melde», der unständig be- schästigl und nicht schon Mitglied einer Krankenkasse ist.

Gießen, den 20, August 1914 Großherzogliches Kreisaml iVerficherungsamt) Gießen,

I, B.: Welcher,

Bekanntmachung.

Nachstehende Bersügung Großh, M. d. I. bringen wir zur ösientlickien Kenntnis,

Gießen, den 21. August 1914.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

I. B.: .tz e m m e rd e.

Großh, Minister, d, Innern. Tarmstadt, 18. Aug. 1914.

Zu Nr. M. d. I. III 9330.

B e t r.: Das Auftreten des Kohlweißlings.

Das starke Auftreten des Kohlweißlings bedingt eine große Gesahr sür die kohlaitigen Gemüsepflanzen Weißkraut, Rotkraut. Wirsing, Blumenkohl, Rosenkokil, Krautkvhl). Der Schmetterling legi seine Eier in kleinen gelben Häuschen an die Unterseite der Blätter der genannten Pslanzeii. Hieraus schlüpsen in wenigen Tagen die Raupen aus, die in kurzer Zeit die Kohlbtälter bis aul die Rippen kahl freffert und damit die Gemüseerntc gesährden.

Es empsiehli sich deshalb, ungesäumt die oben genannten Ge- müsepslanzen abzusuchen und die Eihänschen zu zerdrücken. Zu dieser Arbeit sind Schulkinder im Alter von 812 Jahren unter Aussicht der Lehrer am besten geeignet.

Wir ermächtigen Sie, die sür die genannte Arbeit notwendigen Lehrer und Schulkinder vom Unterrichte zu befreien oder ertöt* derlichensails den Unterricht auszusetzen.

v, Homberg k.

An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden und Vir Schulvorstände des Kreises.

Vorstehende Bekaniitmackning ist ortsüblich zu verössentlichen Das wegen Vertilgung der Eier und Raupen des Schädlings Er­forderliche wollen Sic alsbald veranlassen.

Gießen, den 21. August 1914.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

I. B.: H e m m e r d e

Bekanntmachung.

Betr.: Den Transport französischer Kriegsgefangener.

In einigen Städten haben sich bei Einlicferung fran- zöfifchrr Kriegsgefangener Vorfälle zugetragen, welche in weitesten Kreisen der Bevöllcrung berechtigte Entrüstung hcrvorriefen. Es erscheint nicht ausgeschlossen, daß auch in Gießen französische Kriegsgefangene cingelieferl werden. Es wird nicht erwartet, daß die Bevölkerung sich hierbei un­würdig vrrhalien wird. Für alle Fälle ist jedoch Vorsorge getroffen, daß diejenigen Versauen, die unbefugter Weise sich mit Hilfeleistungen irgendwelcher Art an die Kriegs»efange- nen hrrandrängeN iollken, mit Namen festgestellk und wegen groben Unfugs und Erregen öffentlichen Aergernist'es an­gezeigt werden. Auch werden die Namen dieser Personen rück­sichtslos veröffentlicht werden

Gießen, den 21. August 1914.

Großherzogliches Potizciamt Gießen.

Hemme rde.