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Der «tefimr Knjflgtr erschein! »Vflltcti, außer konutagS. - Beilagen: viermal wöebcmtich Sietzener.^amilienblättcr; -,v«m m l ivöchent l.Urcir- dlattsürdenKrei! Liehen (Dienstag und Freitags; zweimal monail. Land» wirlschasllich« Scilfrage» Fmnsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag ». Expedition öl Adresse sür Depeschen: «uzcigcr Gießen. Annahme von Anzeigen sür die Tagesnuinincr bis vormittags 9 Uhr.

Erster Blatt

M. Jahrgang

Montag, O. August 19M

General-Anzeiger sür Oberhessen

Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen llniv.-vuch- und SteindruÄerei R. Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schulstratze 7.

Bezugspreis:

moi>atlich7öM., viertel­jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 05 Ps.: durch diePoft Mk.2.viertel« jährl. ausschl. AesteUq. Zeilenvreis: lokallöPft ausivärts 20 Pseimiq. Lhesredakteur: 21. Goetz. Verantwortlich für den polil. Teil: 21ug. Goetz; sür .Feuilleton", ,Der- mischles" unü.Werichts» saal": Karl Neurath; sür .Stadl und Land": Kurt Bendt; lür üen Anzeigenteil: H. Beck.

Der Einzug in Belgien.

Ein Kampf vor der Themse-Mündung.

Am gestrigen Sonntag kamen neue Botschaften, die uns das Hers; höher schlagen ließen und die wir durch Aushang bereits bestrrmtgemacht haben. Ein kleiner deutscher Dampser hat sich bis vor die Themsemündung vorgewagt, dort Minen ausgelegt und einen Kamps bestanden, in dem er sein todesmutiges Vorgehen allerdings mit dem Untergang besiegelte. Englische Torpedoboote brachten unsere wackere Königin Luise" zum Sinken, aber zugleich ist auch ein kleiner englischer Kreuzer namensAmphion" ins nasse Grab gegangen, als er beim Vorgehen gegen das deutsche Schiff auf eine von diesem Mts gelegte *ne geriet. Das ist ein Gegenstück zu dem deutschen Handstreich auf Lüttich, und wir haben nun wieder den Beiveis, daß der Eleist bei unseren Seelenten ebenso tapfer und wagemutig ist wie der unserer Reiterei und Fußtruppen. Zielbewußtheit auf allen Seiten und der feste Wille zum Siege zcigeit sich auf deutscher Seite überall. So sind im Osten und im Westen die Feinde von den deutschen Truppen zurückgeschlagen wor­den; von den Russen sind 8 Kanonen und mehrere Mnni- lionsmagcn erbeutet worden!

Sck)ncll und tapfer sind aitch die begleitenden diploma- tischen Schritte getan worden. Wir erhalten heute in den nachstehenden Mitteilungen genaue Kenntnis über die Noten, die an Belgien gerichtet worden sind: Im Falle eines freundschaftlichen Verhaltens volle Entschädigung und Er­satz entstandener Kosten, im anderen Falle Behandlung als Feind mit allen daraus später erwachsen­den Folgen. Belgien hat es vorgezogcn, sich

uns feindlich gegenüberzustellen, und nicht nur

dies, sondern seine Bewohner haben sogar hinterrücks auf un­sere Soldaten geschossen. Mit vollem Rechte wird in einer amtlichen Kundgebung dargetan, daß die Belgier und die lif: Franzosen, die das gleiche völkerrechtswidrige Verhalten an den Tag gelegt haben, damit die Verantwortung übernehmen für die Unerbittlichkeit und wachsende Leidenschaftlichkeit, mit der dieser Krieg geführt werden wird. Die deutschen Truppenführcr werden es den heimtückischen Mordgesellen bald anstreiben, ihr sckändlichcs Verfahren fortzusetzcn.

Wir erhalten folgende Meldungen:

Ein Kamps beim Lege» von Minen vor der Themsemündung.

Berlin, 8. Aug. Ziemlich sicheren Gerüchten zu­folge, die das amtliche Wolsf-Bureau weiter verbreitet, ist der von der Kais. Marine übernommene Bäderdamp­ferKönigin Luise" beim Legen von Minen vor dem Kriegshafen an der Themse Mündung von einer Torpedobootsflottille unter Führung des kleinen KreuzersAmphion" angegriffen und zum Sinken gebracht worden.A m P h i o n" ist auf eine von der Königin Luise" geworfene Mine gelaufen und gesunken. Von der englischen Besatzung sind dem Vernehmen nach 130 Mann ertrunken und 150 Mann gerettet. Von der 6 Offiziere und 144 Mann zählenden Besatzung derKöni­gin Luise" ist ebenfalls ein Teil gerettet.

Antphion" war ein geschützter Kreuzer von 3500 t De­placement mit 290 Mann Besatzung, der am 14. März 1911 vom Stapel gelaufen ist. Seine Länge betrug 117.3 m, seine Breite 12.6 rn. Er hatte zehn Geschütze von 10.2 cm und vier von 4.7 om Kaliber.

Einzug der Engländer in Togo.

Berlin, 9. August. Wie wir hören, ist vor der Hauptstadt von Togo, Lome, eine starke englische Truppcnexpedition von der benachbarten englischen Goldküste erschienen. In Abwesenheit der kleinen Polizeitruppc und sämtlicher wehrfähiger Weißer, die sich mit dem stellvertretenden Gouverneur zum Schutze wichtiger Stationen in das Hinterland begeben hat­ten, nahmen die Engländer von der Hauptstadt Besitz unter feierlicher Zusage, die Ordnung ausrecht zu erhalten und das Eigentum zu schützen.

Ei» englischer Aufruf gegen die Kricgsbeteiligung.

DemBcrl. Tgbl." ist ein englisches Flugblatt jugegangen, das in Tausenden von Exemplaren in den Straßen Londons verbreitet wurde und wie folgt lautet:

Engländer tut Eure Pflicht und haltetEuerLandsern von cinem s chm ähl i ch en und u n sinni g en Krieg. Eine kleine, aber mächtige Kligue will Euch in diesen Krieg treiben. Ihr müsst diese Verschwörung vernichten, oder es wird zu svät sein. Fragt Euch selbst: warum sollen wir in den Krieg ziehen? Tie Kliquenpartci sagt: wir müssen bas Gleichgewicht der Kräfte ausrecht erhalten; wenn Deutschland Holland oder Belgien an­nektiert, wird es so mächtig sein, daß cs auch uns bedroht. Aber diese Kliquenpartei s a g t E u ch n i ch t d i e W a h r h e i t. Es ist vielmehr Tatsache, daß, wenn wir an der Seite Frankreichs und Rußlands kämpfen, das Gleichgewicht der Mächte geltört werden würde wie nie zuvor. Wir würden Rußland zu der ge­waltigsten militärischen Macht auf, dem Kontinent machen, und Ihr wißt, was sür eine Macht Rußland ist. Es ist Eure Pflicht, das Land vor dem Verderben zu retten. Handelt, bevor es zu spät ist."

Der Aufruf ist im Namen der N e u t r a 1 1 18 e a fl lt c erlassen und von einer Reihe bekannter Engländer und Engländerinnen unterzeichnet.

Fm englischen Unterhause

erbat am Samstag Premierminister A s q u i t h im Namen des Kriegsministers Lord Kitchencr Vollmacht, die Armee um eine halbe Million zu verinehren. (Beifall.)

Das ist eiire große Gebärde, die aber nicht in eine spürbare Tat gegen Deutschland umgesetzt werden kann.

Kriegszustand über Aegypten.

Kairo, 8. Aug. lieber Acgypten ist der Kriegs­zustand verhängt 'worden.

Pressestimnien zu dem Heldenstück der Königin Luise.

Zit dem ersten deutsch-englischen Zusammenstoß zur See schreibt dieD rutsche Tageszeitung"':

Daß unsere Flotte in allen ihren Teilen, und überall wo deutsche Kriegsschiffe find,, aktiv und schneidig Vorgehen wird, davon ist wohl jeder Deutsche von vorne herein überzeugt gewesen. Der Untergang desAmphion" gibt einen glänzenden Tatbcweis über den Ernst in der Nordsee. Die Helden, welche sich dem gewal­tigen Unternehmen unterzogen haben, sind nicht umsonst gestorben. Ehre ihrem Andenken!

DieTägliche Rundschau" schreibt:

Die Engländer werden an diesem 2lujtakt des Kampfes zur See erkennen müssen, daß wirklich nicht die Zahl und Größe der Schisse allein das Entscheidende ist. Wir hoffen und vertrauen und sic mögen gewärtigen, daß der Geist der rücksichtslosen Selbstauf- opfcrnng, der allein das kühne Unternehmen derKönigin Luise" möglich gemacht hat, jedein Fahrzeug unserer Flotte ein Leben, eine Gewalt und eine moralische Kraft gibt, die nicht in den toten Angaben der Flotlentabellen zum Ausdruck kommt. Es wird aus die Engländer gewiß nicht ohne starken Einfluß bleiben, daß ein so harmloses Schiffchen wie dieKönigin Luise" in diesen Tagen sich in den allereigcnsten .Herrschbereich der englischen Armada wagt und mit solchem Erfolg sich hinsinwagt. Außer dem Verlust eines wertvollen Kriegsschiffes hat ihnen dieser gewiß unerwartete Be­such an ihrer Themsemündung auch noch die Sorge eröffnet, daß diese so überaus wichtige Mceresgegeird nun mit Minen verseucht ist und ihnen mit weiterem lli.süi droht.

England vergrößert seine Flotte.

Konstantinopel, 8. ?lngust. Die Regierung gibt amtlich bekannt, daß England die dort im Bau be­findlichen der TürkeigehörigenGroßliniens chiffö 2 ul tan Osma n" und ^.R e s cha d i e h", sowie zwei für Chile im Bau begriffene, von der Türkei angekaufte Zerstörer von 1850 Tonnen in die englische Flotte ein gereiht hat. Die neuen Rainen der Linienschiffe sind Azincourt" undErin". Die Handlungsweise Englands erregt in der Türkei lebhaftes Erstaunen und Proteste von allen Seiten.

Die Einnahme von Lüttich.

Berlin, 9. Aug. Lüttich ist fest in unserer Hand. Die Verluste des Feindes sind groß. Unsere Verluste werden sofort mitgeteilt, sobald sie zuverlässig be­kannt sind. Der Abtransport von 3000 bis 4000 Kriegsgefangenen aus Belgien hat bereits be­gonnen. Nach vorliegenden Nachrichten hatten wir in Lüttich ein Viertel der gesamten belgischen Armee gegen uns.

Mit dem Einsetzen der Kriegshandlung wird natürlich, so schreibt das Wolfs-Bureau in amtlichem Auftrag, in dem ganzen Volke der Wunsch laut, stets schleunige Kennt­nis von unseren Verlusten zu erhalten. Dieser Wunsch ist durchaus begreiflich, es^wird ihm in offenster, weitestgehender Weise Rechnung getragen werden. Jeder, der mit den militärischen Verhältnissen vertraut ist, wird aber auch verstehen, daß es einer gewissen Zeit bedarf, bis Man nach dem Gefecht die Zahl der Verluste übersehen kann. Es ist sogar sür die am Kampfe beteiligten Regimenter un­möglich, bevor die von der Truppe Abgckommenen sich wieder eingeftinden haben, ein einigermaßen zuverlässiges Bild zu geben. Es ist Vorsorge dahin getroffen worden, daß die Trup­pen durch die Militärbehörden in der Heimat die Angehöri­gen so schnell wie möglich benachrichkigcu. Außerdem werden regimenterweise zusammenge st eilte Verlust- l i st e n veröffentlicht werden. Die Heeresleitung rechnet auch hier auf das Vertrauen des tapferen und zu jedem Opfer be­reiten Volkes, in dem sie die festeste Stütze findet bei dem uns ausgezwungenen Kampf.

Französische nnd belgische Franktireurs.

Die von den Kämpfen um Lüttich vorliegenden Mel­dungen lassen erkennen, so schreibt das Wolfs-Bureau, daß die Landesbewohner sich an dem Kampfe be­teiligt haben. Truppen sind aus dem Hinter­halt, Aerzte bei der Ausübung ihrer Tätigkeit be­schossen worden. Gegen Verwundete wurden Grau­samkeiten von der Bevölkerung verübt. Ebenso liegen Meldungen vor, daß die französische Grenzbevöl­kerung gegenüber Metz aus dem Hinterhalte deutsche Patrouillen abgeschossen hat. Es kann sein, daß die Vorfälle durch die Zusammensetzung der Bevölkerung jenes Jndustricbezirks hervorgerufen worden sind, es kann aber auch sein, daß ein Frankti­reurkrieg in Frankreich nnd Belgien vorbereitet worden ist und gegen unsere Truppen augewendct werden soll. Sollte letzteres zutreffend und durch eine Wiederholung solcher Vorfälle erwiesen werden, so haben unsere Gegner es sich selbst zuzuschreiben, wenn der Krieg mit un­

erbittlicher Strenge auch gegen die schul­dige Bevölkerung geführt wird. Man wird es den deutschen Truppen, welche gewöhnt sind, Disziplin zu .halten und den Krieg nur gegen die bewaffnete Macht des feindlichen Staates zu führen, nicht verdenken können, wenn sie in gerechter Selbstverteidigung keinen Pardon geben. Die Hoffnung, durch Entfesselung der Leidenschaften des Volkes aus den Krieg einzuwirken, wird an der unerschütter­lichen Energie unserer Führer und Truppen zu schänden werden. Vor dem neutralen Ausland sei aber schon zu Be­ginn des Krieges festgestellt, daß nicht die deutschen Trup­pen es waren, die eine solche Form des Krieges hervor­riefen.

Unsere Stellung zu Belgien.

Zur Widerlegung der in London und Paris über die Haltung der deutschen Regierung in der belgischen Frage ver­breiteten Unwahrheiten veröffentlicht das Wolfs-Bureau den Wortlaut der telegraphischen Anweisung an den deutschen Gesandten in Brüssel vom 2. August 1914:

Der Kaiserlichen Regierung liegen zuverlässige Nachrichten über einen beabsichtigten Aufmarsch französischer Streitkräste an der Maasstrecke GivetNaniur vor. Sie lassen keinen Zweifel über die Absicht Frankreichs, durch belgisches Gebiet gegen Deutsch­land vorzngehen. Die Kaiserliche Regierung kann sich der Be­sorgnis nicht erwehren, daß Belgien trotz besten Willens nicht im­stande sein wird, ohne Hilfe den französischen Vormarsch mit so großer Aussicht auf Erfolg abzuwehren, daß darin eine ausreichend« Sickierbeit gegen die Bedrohung Deutschlands gesunden werden kann. Es ist ein Gebot der Seäbsterhal'tung für Deutschland, dem feindlichen Angriff znvvrznkoimncn. Mit größtem Bedauern würde es daher die deutsche Regierung erfüllen, wenn Belgien einen ?lkt der Feindseligkeit gegen sich darin erblicken würde, daß die Maßnahmen seiner dlcgner 'Deutschland zwingen, zur Gegenwehr auch seinerseits belgisches Gebiet zu betreten." Um jede Miß­deutung auszuschließen, erklärt die Kaiserliche Regierung folgen­des: 1. Deutschland beabsichtigt keinerlei Feindseligkeiten gegen Belgien. Ist Belgien gewillt, in dem bevorstehenden Kriege Deutsch­land gegenüber wohlwollende Neutralität einznnehinen, so ver- pilichtct sich die deutsche Regierung, beim Fricdcnsschluß den Besitzstand rmd die Unabhängigkeit des Königreichs in vollcin Umfang zu garantieren. 2. Deutschland vcrpstichtet sich unter obiger Voraussetzung, das Gebiet des Königreichs

wieder zu räumen, sobald der Friede geschlossen ist.

3. Bei einer frenndsckxNtlichen Haltung Belgiens ist Deutschland bereit, im Einvernehmen mit den belgischen Behörden, alle Be- dürfnisse seiner Truppen gegen Barzahlung anzukauscn und jeden Schaden zu ersetzen, der etwa durch deutsche Truppen ver­ursacht werden könnte. Sollte Belgien den deutschen Truppen feindlich entgegentreten, insbesondere ihrem Vorgehen durch Wider­stand an den Maasbcfcstigungcn, oder durch Zerstörungen von Eisenbahnen, Straßen, Tunnels oder sonstigen Kunstbauten, Schwie­rigkeiten bereiten, so wird Deutschland zu seinem Bedauern ge­zwungen sein, das Königreich als Feind zu betrachten. In diesem Falle würde Deutschland dein Königreich gegenüber keine Ver­pflichtungen übernehmen können, sondern müßte eine spätere Regelung dcrFVerhältnisse beider Staaten zu­einander einer Entscheidung durch die Waffen überlassen. Die kaiserliche Regierung gibt sich der bestimm­ten .Hoffnung hin, daß diese Eventualität nicht cintrcten, sondern die belgische Regierung die geeignelcn Maßnahmen zu treffen wissen wird, um zu verhindern, daß Vorkommnisse wie die vor­stehend erwähnten sich ereignen. In diesem Falle würden die freundschaftlichen Bande, die Heide Nachbarstaaten verbinden, eine weitere dauernde Festigung erfahren. Ew. .Hochwohlgeboren wollen heute abend um 8 Uhr der belgischen Regierung hiervon streng vcrlranliche Mitteilung machen und sie um Erteilung einer unzweideutigen Antwort binnen 12 Stunden, also bis morgen früh 8 Uhr ersuchen. Von der Ausnahme, welche Ihre Eröffnungen dort finden werden, und von der definitiven Antwort der belgischen Regierung wollen Ew. Hochwohlgeboren mir um­gehend telegraphische Meldung zugehen lassen, gcz. v. Jagow.

General Emmich ehemaliger 116r!

Der Erstürmer von Lüttich, General Emmich, der im Sturm die belgische Festung Lüttich eingenommen und damit das erste Blatt in 'Deutschlands Ruhmeskranz geflochten hat. i st i n H c s s c n keinUnbckannter. Er gehörte eine längere Reihe von Fahren dem Infanterie-Regiment Nr. 116, K a i s e r W i l h e l m, in Gießen an, wo er die Ofsiziersgrade vom Leutnant bis zum Major durchlief, bis dann mit dem weiteren Aufsteigen seine Ver­setzung in einen nichthessischen Truppenteil erfolgte. Ms General des Posener Ilrmeekorps soll er bei den letzten Kaisermanövcrn durch die Schneidigkeit, Vorsicht nnd Unermüdlichkeit seiner Fühnino die besondere Aufmerksamkeit des Kaisers au> sich gezogen haben.

Erfolgreiche Gefechte an der russischen Grenze.

B e r l i n. 9. Aug. Tic Grenzschutzabteilung in B i a l u, zehn Kilometer östlich von Johannesburg, bat den A n g ri ff einer russischen Kavallerie-Brigade zurück- gewiesen. Acht russische Geschütze und mehrere Munitivns- ivagen sind in unsere Hände gefallen.

Berlin, 9. Aug. Gestern abend wurden drei K o m - p a n i e n L a n d ivc h r in S ch m a l l c n i n g k c n, 3 Meilen östlich von Tilsit, von zwei r u s s i s ch c n I n f a n t e r i c- k o m p a n i c n und einer Maschinciigcwehrkompanie ange­griffen. Die Landwehr zwang die Russen zum Rückzug ans Jurborg.

Ocsterreichischc Erfolge gegen Rußland.

Wien, 9. Au au st. (W.-B.) Tie bis Mjechow etwa 30 Kilometer nördlich von Krakau vorgedrungenen öster­reichischen Truppen setzten pestcrn die Offensive fcet und