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Bekanntmaiyirng.

Zarte, die sich treuwillig zum Hahn schütz oder ähn­lichen Wachdiensten melden woiken und nicht mit der Schußwaffe umzugehen nnisen,können durch Len Schützen- Verein Gietzen im Lkharnchietzen crusgebildet werden. TunattiDit (sv lange Vorrat > utrt) Waffen r«rden geftelSt. Man «ende sich an den Platzmeister des vchützenoereins Heinrich Noll, Mäusburg 7.

Großh. BezirkSkonrnrandv.

Achtung! Abänderung!

D-t-r.: Kriegserfatzgeschäst.

Bekauntmachung.

An den Oberbürgermeister zn Gießen und an die Äroßherzoglichen Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Das Kriegsersatzgeschäfl im streife Gießen sindet wie folgt statt:

I. In Gießen in der Turnhalle (am LswatSsgarrrn».

Am 10. ModllmachungSiag, also ani Dienstag, den 11. August 1914, vormittags 7>/ 4 Uhr, für die Militärpflichtigen aus den Gemeinden AUendorf Lahn», Allendorf (Lumda , Alten-Buieck, Am,erod. Bersrod, Winne, rod, Beuerii, Burkhardsfelden und Daubringen

Ain II. MobilmackjungStag. also am M > l t w o ch , den IS. August 1914, vormittags 7>/. Uhr, für die Dillitarpflichtigen aus der Stadl Gießen.

Am 12. Mobilmachungstag. also am Donnerstag, denl 3. Augu st 1914,vormittag - 7»/, Uhr, für die Militärpflichtigen aus den Gemeinden Großen-Buseck, Großen-Sindeii, .zeatrenrod, Heuchelheim, Klein-Linden, Lang- Göns und Leihgestern.

Am 13. Mobilmachungstag, also am g-r ei tag, den

14. A u st 1914, vormittags 7>/ 4 Uhr, für die Mili- tärpflichtigen aus den Gemeinden Lollar. Mainzlar, Lpoen- rod, Reiskirchen, Rödgen, Ruttershausen mit .'kirchberg, Staufenberg mii Friedelhausen, Treis a. Lumda, Trohe und Wieseck.

II. In Lich in der Turnhalle (Gietzrner Straße).

Am l4. Mobilmachungstag, also am Samstag, den

15. August 1914, vormittags 8'/, Uhr, für die Militärpflichtigen aus den Gcmemden Sllbach, Bellersheim. BektenKausen, Birklar, Dorf-Gill, Ebersladt mit Arnsburg, Ettingshausen, Gardenteich, Grüningen, Hausen, Holzheini, Hungen, Inheiden, Langd. Langsdorf, Lich mit Hof Albach, Köln hausen und Mühlsachsen, Münster, Muschenheim mit dof-Gill, Nieder-Bessingen, Nonnenroth, Obbornhofen, Ob.» Bessingen, Ober-Hörgern, Rabertshausen mit Ringclshausen, Rodheim mit Hof-Graß, Röthges, steiubach, Steinheim, Trais-Horloff, Urphe, Billingen und Watzenborn-Tteinberg.

HI. In Gründer« im Gasthaus ,,Zum Hirsch".

Am u>. Mobilmachungstag, also am Sonnt««, den

16. August 1914, vormittags 8*/ 4 Uhr, die Militär- vflütchgcu aus den Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach,

j] LesseLbach. Lauter, Lindenstruih, Londorf, Lumda, Oden- Hansen mit Appenborn, Oüieckborn, Reinhardshain, Rüd- dingshaujen, Sachen mit Bvlkibach, Veitsberg und Wir- berg, Stangenrod, Stockhauseu, Weickartshain und Weiters- Hain.

Zur Stammrolle anzmnelden und in den obrnbezeich ueteu Terminen zu stellen haben sich:

1. alle Mililärpstlcktigen, die sick, überhaupt noch uicht gestellt haben, oder durch die Ersatz und Oberersotz- Kommission in diesem Jahre zurückgestellt worden sich»,

2. alle zum einjährig-srcümlligen Dienst Berechtigten, die blS zum 1. Oktober 1914. 1915, 1916 und 1917 von der Aushebung zurückgestellt worden sind,

3. die aus Grund bürgerlicher Verhältnisse oder wegen eingetrekcner Dienstunbrauchbar'eit von den Trup- ven-(Marme-)Tctlen zur Verfügung der Ersatzbehör- den entlassenen Mannschaften.

4. die bis zum Aushebungsgeschäft 1915 vorläufig be- urlaubien Rekruten,

5. die von den Truppenteilen als untauglich abgewiese- nen Einjährig-Freiwilligen

Unterlassene Meldungen und Gestellungen haben die in den Reichsmilitärgesetzen ausgesprochenen Strafen zur Folge.

Tie obenbezeichneten Militärpilichtigen daben sich so- fvN bei den Großh. Bürgermeistereien anzumeldcn.

Tie Großh. Bürgermeistcreieu werden beauftragt. Obiges fofon in ortsüblicher Weise bekannt zu geben. Zu diesem Zwecke gehen Ihne» noch einige Abdrucke dieser Be­kanntmachung zu. die an Plakattaseln. Ortsaushängckastcn oder dergleichen auszuhängen find. In Zugang gekommene Militärpflichtige sind mir sofort durch ListrnauSzüge de- kannt zu geben.

Die Pflichtigen find von Ihnen zu den obengenannten Terminer rechtzeitig zu laden. Tie Großb. Bürgermeister in deren Verhinderung die Großh. Beigeordneten haben während des Geschästs anwesend zu sein.

Gießen, den 7. August 1914.

Der Ziviloorsitzende der Ersaykommission des Kreises Gießen.

Dr. ll sing er.

Bekanntmachung.

Betr. Vermittelung der Ernteorbeiler und -Arbeiterin»«.

An die Großh. Bürgcrincisterkirn der Laiidgrmrinden drs Kreises.

Sie >ooUen umgehend bunt, Anschlag öfientlich bekannt inacken. daß mr Emvcniedmen mit der Laudwirrschaitsfammer Gesuche von Landwirten um Vermittelung von Arbeitskräften für die ErMe bei dem zunächst gelegenen Arbeitsnachweis ent- gegen genommen iverden.

Bei den Gesuchen ist anzugeben:

1. Art, Beginn und Dauer der Bcichäftigung

2. Zahl der Arbestskräste, ob männlich oder iveiblich,

3. Bcrqurung für die Arbeitsleistung pro Tag, außer zu gewährender Narirralverpflegung.

4. Besondere Wünsch^.

Bei den icpigen Berkehrsbcschränkmlgcn sind möglichst die ArüciisNachweise der engeren Hcunat in Ansoruch zu nehmen. Als solche kommen für den Kreis die Arbeitsnachweise

in Butzbach, Gießen. Grünberg, Hungen, sowie die Herberge zur Heimat in Gießen in Betracht.

Gießen, dar 6. August 1914.

Großhcrzogliches Kreisamt Gießen.

Or. U si n g e r.

Betr.: Mobümachung: hier Bewachung der Straßenzüge.

An die Kraflwastcniabrcr.

Wir cmvsedlen Ihnen, deni Anruf der auf den Straßen aus- gesralren, dimüi Armbinden oder Sctnuuvaffen gekennzeichuekar Personen alrbald >H>lge ,u leisten und sich irntau zu legstimierm. Im Zwei fe l ssa l l e wird die betr. tzlroßherzogl. Bürger- meinerci bei uns telephonisch Ertundigung cinzrel-en, deren Er­gebnis obzuwarren ist.

Das Befahren von Feldwegen nnlrde mir pir Aufregung der Devölkerrmg und zu Weiterungen nihrrn.

Gießen, den 6. August 1914.

Großherzogliches ÄreiSamt Gießen,

Or. II s i n g c r.

An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Wir empfeblen Ihnen genaue Beachtung. Die Sicherheit-!- monnichailcn sind zu rubigcnr Auitreten zu ermahnen. Gießen, den 6. August 1914.

Grobherzogliches Krrisamt Gießen.

Or. ll s i n g c r.

Bekanntmachung un6 Hinweis.

Tie Bevölkerung wird in ihrem eigeiren Interesse, sowlc ln demienigen der Lolksernährung üt>erhauvl. nachdrücklich darauf hingeioiesen, daß zum Gemüsebau geeignetes Gelände jetzt noch mir Gemüsearten für den Bedarf im Winter mit Erfolg angebaut wer­den kann. Tabin gehören fast sämtliche Wurzelgcinüje. iusdesondere weiße Riwen und Karotten, ferner Spinal und ^>alat. Die Kraßh. Nürgermeistereien wollen eingehend prüfen, ob sich zu vorerwädnlcn Zwecken nicht geeignetes Gemeindegclände zur Ber­ingung stellen läßt und cvenl. voll Geinciirde wegen angcbant wer­den kann.

Gießen, den 8. August 1914.

Großherzvglichrs Krcisamt Gießen,

Or. U s i n g e r.

Bekanntmachung

Betr.: Wahlen zarm XXXVI. Landtag.

An den Oberbürgeriiieister der Stiidk Gießen nnd an dir Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Die nachstehende Verfügung Grofchenzogl, Slaotsminifteriums teilen imr Ihnen zur Knintnisnahinr und Beachtung mit. Gießen, da, 7. August 1914.

Großhcrzoglichks Kreisamt Gießen,

Or. U s i n g e r.

D-aS Großl>er»ogl. Siaatsininisterttnn.

Zu Nr. St. M. 6827

An die Grohberzoglichrn KrriSümtrr.

Im Hinblick aut den Ausbruch des Krieges beaustragen wir

Sie, die Bürgermeistereien airzuweiscn, die Vorarbeiten für die Ausstellung der Wählerlisten tvgl, Bersg, v. 2. v. Mts. Nr. St. M. 5884) einzustelleii.

von Ewald,

Krie§ 8 -^rsri 8 cliun§en

für unsere Söhne und Bruder im Feldzuge,

zugleich unübertroffene Nähr- und Kräftigungsmittel, sind gute

Stollwerck- Schokoladen, Pfeffermiinz-Pastillen usw.

Ein schwerer Krieg ist ausgebrochen, von dessen Ausgang das Schicksal von Völkern, aber auch von tausenden Familien abhängt.

Den Kämpfenden werden allerlei Liebesgaben nachgesandt, die den im Felde Stehenden stets willkommen sind.

Unsere in bald 50-jähriger Praxis gesammelten, reichen Erfahrungen, insbesondere während der deutsch-chinesischen Expedition, der Aufstände in Afrika und bei Ver­proviantierungen der Kolonialtruppen, haben gelehrt, daß Schokoladen, Pfeffermünz- Pastillen usw., in Feldpostbriefen nachgesandt, überall die trefflichsten Dienste leisteten. Wir empfehlen deshalb als Feldpostbrief zu 250 Gramm brutto verpackt:

Proviant-Schokolade zum Essen, femer pfeffermünz - Pastillen

in praktischen Rollen,

die ein wahres Labsal bei Ermüdung, Vorst usw. sind.

per Feldpostbrief

(einschließlich 20 Pf. Porto)

Mk. 1..

Die Artikel können infolge ihrer Handlichkeit in allen Kriegsnöten als Nalirungs- und Genußmittel dienen, sie besitzen alle Bestandteile, die zur Kräftigung des Körpers nötig sind, und vergrößern, bei vorübergehendem Proviantmangel im Tornister oder der Reitpacktasche verpackt, die eiserne Ration; so können sie je nach Qualität und Eigenart bei ungünstigen Witterungsverhältnissen und großen Anstrengungen den er­schlafften Kriegern eine kräftige, augenblicklich wirkende Erquickung sein. Dabei sind sie hygienisch einwandfrei hergestellt, verderben nicht und werden stets frisch versandt.

. Eine besondere Abteilung unserer Fabrik, die K-Abteilung, ist organisiert, den im Felde stehenden Truppen die genannten Erfrischungen regelmäßig durch die Kaiserl. Feldpost zugehen zu lassen. Durch die täglich auszugebenden Listen des Generalslabes ist die Post über den Standort der einzelnen Regimenter stets unterrichtet.

Der festbegrimdete Weltruf unserer Firma bürgt für eine gewissenhafte und zu­verlässige Ausführung aller Aufträge.

Genaue Angaben über Zahl der Versendungen (ob täglich oder wöchentlich mehrmalig), welche Artikel und in welcher Reihenfolge, sowie peinliche Adressenbe­zeichnung Vor-u.Zuname, Dienstgrad, Korps, Division, Regiment, Kompagnie, Eskadron, Batterie unter Beifügung des Betrages mit Postanweisung oder Einschreibebrief erbeten.

Gebrüder Stoliwerck a,g.. K-Abteilung

CÖLN - BERLIN - MÜNCHEN - BREMEN.

Jede Verkaufsstelle unserer Fabrikate nimmt Bestellungen entgegen.

9112D

Todes-Anzeige.

Freunden und Verwandten die traurige Mitteilung, daß es Gott gefallen hat, unser treu besorgtes

Lieschen Rabenau

im 28. Lebensjahr in ein besseres Jenseits abzumfen.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Frau Mill Witwe (Pflegemutter^

Gießen (Dammstraße 9), den 8. August 1914.

Die Beerdigung findet Montag, den 10. August nachm. 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 9110

Todes-Anzeige.

Gestern nachmittag 8 Uhr verschied sanft nach längerem Leiden im 81. Lebensjahre unsere liebe, unvergeßliche Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwiegermutter und Tante

Frau Margarete Keller

geb. Hilberg

was wir Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch mltteiien.

Die trauernden Hinterbliebenen.

tVieseck, Hannover, Fulda, den 8. August 1914.

19122

Die Beerdigung findet am Sonntag, den 9. August, nachmittags

2 Chr vom Sterbehaus in Wieseck, Kornblumenstraße 36, aus statt.

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