Preußen. Leer 1 mb Flaue werden liefe ichlaqen. toie sich ine Deut- fcksen immer geschlagen haben Wir sind tm Reibt. wie wir cs 1870 waren. Jetzt handelt es sich darum, den Platz in der Welk zu behalten. auf den das deutsche Volk nach seiner GeiitNing und Be abunq. nach seiner Arbeitskraft und nach seinen Leistungen für ie Menschheit Anspruch hat. den Platz, den man uns mAt gönnen und bestreiten will. Je mrhr Feind« uns umgeben. i« widerwärtiger Ungerechtigkeit, Laß und var allem Neid empor- züngkln mögen, um so fester sei unser Mur Denken wir an die erhabene Gestalt unseres alten Kaisers, blicken wir auf Bismarck, wie er, die Land um den Griv des Zchwerres gelegt, über dem Limburger basen steht Denken wir an das alles, das wir erreichen müssen: einen Frieden, wert der ungeheuren Ovftr, die das Vaterland in dieser § runde fordere. Ten Blick aus dieses .siel gerichtet, lassen wir uns weder durch Erfolge, die Gott geben möge, in T ich er Heft wiegen, noch dürft' Mißeefolqe, die Gott ver- bük»n möge, entmutigen Noch nie ist das deutsche Holk unterlegen, wo e « einigwar. Leute sind wir einig. Tank auch dem Last unserer Feinde, die uns noch fester zniammcn- hämmerten Wir cmvftnden setzt, wft gering die Unterschiede der Parteien sind, gemessen an dem. was uns gemeinsam ist Tie Laltung des deutschen Volkes in dem Augenblick. wo plötzlich und unvermutet schwere Gewitter über uns mederz-ben. ist über iedes Lob erbaben. Tas anzaerkennen sei auch die Pstickit dersenigertz denen deutsche Eigenküml-chr-,ten. dft uns in der Vergangenheit Schaden brachten, Sorg« für die Zukunft ein'löstten Leut« musi'rn sich alle nei;en vor dem prosten deutschen Volk „Und wenn dir. Welt voll Teufel wär', unter Volk wird seinen Platz an der Sonne verteidigen und behaupten."
Zunehmendes vertrauen in Elsaß-Lothringen.
Metz. 7. Aug Als Beweis für das zunehmende Brr- trauen in die Sicherheit der Sparkassengelder und daS Vertrauen aus die Schlagfertigkeft unseres Heere» gibt der Bürgermeister bekannt, daß die Sparkasseneinlagen bedeutend zugenommen und in den letzten beiden Tagen 110000 Ml. betragen haben Tie „Metzer Zeitung" bebt die vorbildliche Art hervor, wie in diesen schweren stunden die alteinheimische lothringische Bevölkerung ihrer Wehrpflicht uachgekommen ist. So »var die Dämmung der säst ausschließlich aus Einheimischen zu- sammengesetzten Reserve- und Landwedrsormalion die denkbar beste ohne jede mißmutige Miene. Ferner wird dem Platt von verschiedenen seilen mitgeteilt. daß dft einqe- togenen Lothringer auf jedem Posten ihre Pslicht und Schuldigkeit tun.
Sine dringende Mahnung der Heeresverwaltung an die Bevölkerung
wird vom Wolfs-Bursa n verbreitet.
ES wird noch einmal dringend daraus hingewiesen, daß da- in» Unvernünstige ausartende Aufhalten der Kraftwagen aus den Landstraßen unbedingt auf« hören muß. Unsere Grenzen sind jetzt abgesperrt und eS ist nicht anzunehmen, daß noch fremde Kraftwagen herein oder herauSlommcn. Die Maßnahmen. die die Ortspolizei und a„ vielen Stellen auch die Beoöllarung zum Aushaliei, und Dingsestmachen fremder Spione getroffen haben, sind geiviß aut gemeint, aber sie dürfen nicht über da» Ziel lftnauSschießen und dazu führen, daß selbst Offiziere und Kvriere ausgehalten werden, »oelche Nachrichten oder Beseble befördern, von deren rechtzeitiger Ankunft viel für das große Ganze abhangt. Bor ollem müssen die von den Militärbehörden gestempelten AiiSirerse beachtet und ihre Ich Hab er ungehindert durchgclassen werden.
Tie Rückkehr de» Fürsten LichnowSkh.
Amsterdam. 7 August. Ter deutsche Botschafter LichnowSkh ist an Bord des Dampfer» „Petersburg" der Harivichlinic in Hoek van Holland eingetroffrn. Er passierte obend» in Begleitung mehrerer deutscher Konsuln in Großbritannien mit ihren Damen den Zenlraibahn- dof in Amsterdam auf der Weitersohrt nach Deutschland.
Tie versorg»,,g der Städte mit Lebensmitteln.
Berlin, 6. Aug Bom 7. MobilmachungStage. dem R August, einschließlich, ab stehen zur Versorgung großer Städte mit Lebensmitteln fick täglich zu gleicher Zeit wiederholende Züge im Militärsahrvla» zur Verfügung Die Zug verb,nd u n ge n werden durch die Linienkomman- dauturen in der Presse vcrössentlicht und an den Bahn- dösen angeschlagen Jntcressenlen haben sich um Auskunst wegen Bereitstellung von Wagcnmalerial an die Handel»- und Landwinschastskammern zu wenden.
Eiue Bekanntmachung de» preußischen KriegSmiutfterium«.
B er l i n , 6 August. Da» KriegSministerium erließ Be- kanniurachungen über dieUntersuchungaufMilitär- tauglichkcit vor Ablegung einer Notprüsung, ser- ner über die Errichtung eine» Zentral Nachweis- b u re au» für da» Heer, wrlches wahrend da» Kriege« über alle Berwundeien. Gefallenen. Bermißien und der im Laza- retl behandelten Personen der eigenen Armee AuSkunsl erteilt .
Maßnahmen der Berliner Stadtverwaltung.
Berlin, 6. Aug. In der heurigen Sitzung der Berliner Stadtverordnetenversammlung wurde einstimmig eine Vorlage angenommen betreffend die Bewll- ilguug eine» Kredit» in der Höbe von 6 M i i l i o n e n Mark,urBcschassungvon Med l. Brotgetreide undanderen Nahrung» Mitteln Ferner wurde eine Vorlage über dft Au»sübruna de» Gesetze» vom 28 Februar 1888 betressend die Unterstützung von Familien von in den Dienst eingetreienen Mannschaften bei Mobilmachungen angenommen, mit der Abänderung, daß auch d»e unehelichen Kinder, wenn hierfür die Voraussetzungen vorliegen, in gleicher Weise wie die ehelichen Kinder unterstützt werden sollen.
Tie deutsche Ernährung ist gesichert.
München. 7. Aug Tie bayerische „StaalSzeittrng" schreibt, die deutsche Ernährung ist geiiweri. T-.e bisherige Ernte übcrsrrrgl die vorjährige ui reichlichem Maße An Getreide verbleiben noch nach der Aussaat 2.4 Doppelzentner pro Kopf der Bevölkerung. Tee .'larlvifelernte w,rd mit >4 Millionen Tonnen nmti die de» Vorzahre» übersteigen. Ebenso 1 >al>en wir eine reiche Heuerute sonne 'eine solch« >on andere» Futtermitteln z-u erwarten.
Kaiserliche Stiftung sür da» Rote Kreuz.
Berlin, 7. August Ter Kaiser stellt« für die Zwecke »eS Roten »kreuze» 100000 Mark und für d,e Fürsorge ür die Familien der zu den Fahnen Einberufenen gleich, all» 100000 Mk. au» seiner Schatulle zur Per- ügung.
Ter deutsche Kriegsschatz.
Außer dem Krregsschatz im Juliusturm von 120 Mik- tonen Mark Gold sollte bekanntlich laul vorjadnzem F,- csetz eine KriegSreierve von wcfteren 120 Millionen üwiü geschasjeu werden. Bon ihr waren vor dem
Ausbruch des Krieges aber erst 85 Millionen Mark ange- sammelt. Nun harre die Reichsüank gleich aus ihren eigenen Beständen die fehlenden 35 Millionen Mark absondern können. Um jedoch eine Verminderung des eigenen Goldbestandes zu vermeiden, unterblieb dies. Infolgedessen c:rt- hält die Kriegsreserve einmal aus dem Juliusrurm dessen 120 Millionen, alsdann jene weiteren 85 Millionen Gold und 35 Millionen Mark rn Reichskasiemcheinen, Die gesamte Lumme ist in die Kassen der Reichsbank geflossen, so daß der Merallbestand des Institutes bei der Beröiient- lichung deS nächsten Ausweises eine wesemliche Erhöhung zeigen wird. Gleichzeitig wird freilich auch der Wechsel- bestand und der Norenumlaus den jetzigen Berhälrnrsfen enrfprechen, eine neue, sehr wesentliche Steigerung erkennen lassen. Immerhin ist sestzustcllen, daß in den letzten Tagen die Ansprüche an die Reichsbank euvas abgenommen haben.
Falsche Gerüchte.
Berlin. 7. Aug. In Berlin sind Gerüchte im Umlauf, daß die deutschen Truppen an der Ostgrenze schwere Verluste erlitten hätten. Diese Gerüchte sind unwahr.
Tie RcichSzentrale sür Arbeit»„ach«ei».
Berlin. 7. Lug. In der heutigen Sitzung der Reickis- zentral« sür Arbeitsnaclnvers wurde sestgesrellt. daß zurzerl ausreichend« Organisationen für alle einschlägigen Fragen bestehen und die bestehenden sämtlich mit der Reichszenrrale zusammenarbeiten. Tie Bildung weiter-» Organisationen ist daher zu unterlassen, da die Füll« die Organnation zu stören droht. ES ist zunächst erforderlich, einen Uedcrblick über die Lage des landwirtschaftlichen Arbeiter- markte» zu erlangen, der für die Bergung der Ernte besonder» dringend ist. Zu dem Zwecke sind die untere»» Verwaltungsbehörden telegraphisch angewiesen worden, die Nachfrage und den Bedarf an landwirtschaftlichen Arbeitern zu ermitteln. Da vorderhand ein Ueberangebot von Arbeitskräften vorliegt. sollen die UnterrichtSverwaltungen ersucht werden, die Lchulbesreiuna älterer Schüler vorerst nicht weiter zu gestalten, auch Pfadfinder und ähnliche freiwillige Helfer können für landwirtschaftliche Arbeit vorerst keine Verwendung finden, solange andere, großenteils besser geeignete volle Arbeitskräfte verfügbar sind.
Schriftsteller al» Freiwillige.
Berlin. 7. Aua. Richard Tehmel, der bereit» mehr al» 50 Jahre zählt, hat sich al» Kriegsfreiwilliger gemeldet. ebenso Sanghoser. der sich auLgebelen hat, gegen Rußland marschieren .zu dürsen.
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Ter erste aus deutschem Boden gefallene Franzose.
Heidelberg,?. Aug. Ueber den ersten aus deutschem Boden gefallenen Franzosen wird dem Heidelberger Tageblatt von einem Reichsbeamten in Markirch mttgeteilt: Am 3 August ist der erste sranzösischeChasseur von deutschen Jägern erschossen worden. Ter aus deutschem Gebiet gefallene Chasseur war inelendesterBersassung.er hatte zerrissene schuhe, die Hosen znmteil mit Ticherheitsna- dein befestigt, trug die Patronen in Packpapier mit Bindfaden verschnürt: bei der Leiche wurden V» Liter Schnaps gesunden — Ueber dft Patrouille, von der der Reichskanzler sprach, erfährt das genannte Blatt, daß sie aus einem Dragoneroisizier und sechs Mann bestand, dft aus einem Eskadronsrilt vordrang.
Schweden» Maßnahmen.
Berlin, 7. Aug. Ta» schwedische Konsulat in Berlin macht bekannt, daß bei sämtlichen Truvoenteilen Schweden» die diesjährigen Regiments- und Repelilionsübungen am 7. August anstatt am 15. August beginnen und daß solche Stellungspslichiigen sich sofort bei ihren Truppenteilen em- zuiinden haben.
Der Bund unserer Feinde.
Petersburg, 7. Aua Nach der Mitteilung von dem Ausbruch de» Kriege» zwischen England und Deutschland nohnl.cn die Botschafter von England undFrank- reich um Mitternacht an einem feierlichen Gottesdienst für die Heere Frankreichs. Rußlands und England» in der französischen Notre-Dame-Kirche teil.
Deutsche Militärpflichtige au» Rumänien.
Klausenburg. 7. Aug. In der vergangenen Nacht traf hier ein Sonderzug mit deutschen Militärpflichtigen aus Rumänien ein. die nach Deutschland reisten. Eine riesige Menschenmenge bereitete ihnen am Babnhose stürmische Ovationen. Bürgermeister Gustav Haller hielt eine Anivrache. Tavaus wurden die Leute von der Stadt bewirtet. Tie Menge brachte ununterbrochen Hoch» aui die deutsche Armee, Kaiser Wilhelm und den Dreibund au», was die Teukschen mit Hochrufen aus die Monarchie und die habSburgische Tnnastie erwiderten. Die Deutschen schenkten der Stadt eine deutsche Fahne: als Erinne- rungSzeichen erhielten sie dafür eine ungarische.
Ein dänischer Tampser von den Engländer« angchalten.
London. 7. Aug Ueber Kopendagen.) Wie Lloyd» au» Liverpool gemeldet wird, wurde dort der dänisch« Dampser .^Iens Beng", der gestern au» Stertin. für Manchester bestimmt, in Mersey ein traf, von den Bedörden angehalten. Das Militär ergriss von dem Dampfer Besitz. Das schiss liegt jetzt in Merfey vor Anker.
Sin österreichischer Dampfer im Schwarzen Meer beschlagnahmt.
Pari». 7. Aug. iUeber Kopenhagen Im Schwarzen Meer ist e»n österreichischer Dampfer beschlagnahmt worden
Bertranen zu den österreichischen Sparkassen.
Wien. 7. Aug Tie dieftgen Abendblätter melden: Bei der ersten österreichischen Sparkasse. der Wiener Zen- ttalsparlasse, überschritten gestern die Einlagen di« Rückzahlungen bedeutend. Tas ESkompiegrschäft der Oesrerreichinb-Ungorischen Bank ist in vollständig normale Bahnen zurückgekehrk.
Eine tschechische Acußeruog.
Prag, 7. August. Das kschechisch-radikale Organ „Cseko Slovo" swreibk zur Lage: Wenn i«mal» Zweifel bestanden, namentlich in der slawischen Welt, an der Solidität de S österreichisch-deutschen Bündnisse», besonders von Seiten Teutschlaud», so müßten diese Zweifel heule völlig schwinden. Tas Wort von der Nibe
lungentreue konnte zurzeft des Marokrolonflitres alS bloße Phrase gelten, heute Sber wurde dieses Wort in die Dar um gefetzt. Mit diesem Faktum muß inan in der deuttgen entscheidenden Zeit rechnen. Aus dem europäischen Kriegsschauplatz sind die Geschicke der Monarchie und des Deutschen Reiches untrennbar verbunden durch ein Bündnis aus Leben und Tod.
Ter Minister sür Kroatien in Frankreich seftgchalten.
Wien, 7. August. Tie „Neue Freie Presse" meldet miS Osenpest: Wie verlautet, wurde der Minister sür Kroatien, Gras Mesacievioh, der in Bichn weilte, von den Franzosen an der Heimreise verhindert. Er und seine Familie sind zwar nicht in .Haft, jedoch unter militäri'cher Bewachung und sollen große Entbehrungen erleiden.
Ter Wortlaut der österreichischen Kriegserklärung an Rußland.
Dien. 6. August. Wiener Corr-Bureau ) Eine Estra- auSoabe der Wiener Zeftung meldet: Auf Grund einer allerhöchsten Ermächtigung wurde am 5. August der österreichii'äi- ungarriche Botschafter in Petersburg beauftragt, an den russischen Minister des Aeußeren folgende 2kvte zu überreichen:
Im Aufträge seiner Regierung deedrl sich der unterzeichncie cflerreichiiw-un «arische Bolfchaiier Seiner ErceUen» dem russischen Minister de» Aeutzern solqendes »ur Kennmi» zu bnnien: Im Hinblick aus die drodend« Haituna Rußland» in dem Konilikre zwischen oer osterreichiich-ungarischen Monarchie und Serbien sowic angesichts der Tatsache, daß Rußland infolge dieses Konslikles naä, «nur Mitteilung de» Berliner Kabinette» die Feuidseligkrrlen gegen Teutichlanü eröiinen <u sollen glaubte, und dieses ftck sonnt im Krieg»instand mu der genannten Macht beftnder. siel»! sich Oesterreich-Ungarn ebenfalls als im KriegSzustaird mir Rutzlai:,' beftndiich an.
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Tie englischen Winkelzüge.
Aus der nachstehenden Korrespondenz, die jetzt in London verössentlichi wird, geht klar hervor, daß England sich sür alle Fälle vorbelxillen halte, uns in den Rucken zu fallen:
London, 6 August. «Ueber Kopenhagen ) Die Korrespondenz zwischen dem Minister des Auswärtigen Grev und den engliichen Botschaftern in Berlin. Wie», Petersburg. Rom uiw. zeigt die „Anstrengungen" zur Erhaltung de» Friedens Hervorzuhcden ist ein Telegramm Grev» Mi den Botschaslcr in Berlin. Sir Goschen, vom 24. Juli, in welchem mitgeteilt wird, daß Grey an, Naftmriltag den deutschen Botschafter, Fürsten Lichnoivolli, gesprochen und chn daraus ausmerksam gemacht habe. daß. sollte Teulschiand hineingezogen werden, diese» auch nirt Frankreich der Fall
[ ein würde In diesem Falle wünsche Gren nick i, daß > e r Botschafter, durch de» freundschaftlichen Ton der Unterhaltung rrregesührt, denken könnte, daß England abseits stehen werde, lvenn die Entwicklung ernen derartigen Weg nehmen würde, daß die enalische Regierung daran denken müßte, daß. die englismen Interessen eine Intervention sür England notwendig machten England «mißte dann sofoN intervenieren. Ter Brief Grey» an den englischen Botschafter in Paris. Bertis, vom 31 Juli bringt diesem zur Kenntnis, daß der französisch« Botschafter davon verständigt sei, daß die britische Regierung keine bestimmte Verpflichtung, in einem Kriege zu intervenieren, übernehnren kvnne, aber daß d«e Lage noch einmal in Erwägung gezogen würde bei dem Eintritt einer »euen Entwichung. Ein Telegramm Berti» an Gren vom 1. August meldet, der sranzösisck»: Kriegsminister habe dem englischen Militärattach» vorgestellt, der einzige Weg zur Sicherung bc» Frieden» wäre eine militärische Aktion durch Eiiglano.
Ter Prinz von Wale».
London. 7. August. Der Prinz von Wale» ist bei den Grenadieren eingetre ten
Ausschreitungen in Petersburg.
Petersburg, 7 August. Dos Gebäude der deutschen Botschaft «st Gegenstand wüster Ausschrei- tun gen gewesen. Es iyurde äußerlich beschädigt >ind im Innern zum Teil geplündert Die Volksmenge soll durch unwahre Nachrichien über eine liükiichtslose Behcmdlnng der Zarinmutter und des Großsürste» Konstantin auf deutschem Boden ausgereczt worden sein. Die Polizei verhaftete gegen hundert an den Ausschreitungen beteiligte» Personen, dre dem Kriegsgericht zugcführt »uurden.
Ter Oberkommandicrende der Schweiz.
Bern. 6. Aug Tie vereinigte BundeSversommlung wählte zum eidgenössischen General den Lbcrst-Korvskom- mandanien Ulrich Wille, bisher Kommandant de» 3. Armeekorps.
Ter Teutschc »nd der Lefterreichische Alpeuverein
baden, wie au» Wien gemeldet wird, beschlossen, dem Roten Kreuz für Deutschland 16000 Mk und für Oesterreich 10000 Kronen zu überweisen.
Zum Abbruch mit Frankreich.
Berlin. 7. August. Da» Telegramm be» Reichskanzlers an den deutschen Botschafter in Pari» vom 5. August 1 Udr nachnnttag», in dem Freiherr v. Schoen den Austrag erhielt, infolge de« Einbruch» französischer Truppe» aus deutsche» Gebiet der sranzäsiichen Regierung zu erklären, daß sich Deutschland durch die iran- zöi'iick-rn Angriffe in den Kriegszustand versetzt sehe, ging in Paris — vielleicht absftdrliä, verstümmelt ein. so daß e» in vielen Punften unverständlich blieb Gleick»- nwhl gab der Botichaiter in richtiger Erkenntnis der Lage eine Erklärung ab, die >m wesentlichen seiiiem Auftrag«! entspricht Der Auftrag lautete solgendermahen.
„Berlin.August. 1,0.'» Uhr nachm Teutsche Truppen hatten bi» letzt den Beiebl, die fvanzöslkche Grenze strengsten» zu respektieren und daüen diesen überall »tritt befolgt Dagegen ubrrschrftteu trotz der Zusicherung einer :^ehnttlometerzone sranchsische Truppen schon gestern dft deutsche Grenze. Bei Altmunsterol und auf der Gebirgsstraße >n den Vogesen stehen sft noch aui deutschem Gebier. Ein französischer Flieger, der belgisches Gebiet überflogen Iwben muß, ist bei den» Versuch, dft Eii'enbahn bei Wesel zu zerstören, schon gestern herabge- schossen worden. Mehrere andere französisch« Flugzeuge wurden gestern über dem Eiselqebiet zweiielsftei jesigeftellt; auch diese müssen belgisches Gebftl überflogen haben. Gestern warfen sranzöiische Flieger Bomben aui die Bahnen bei Karlsruhe und Nürnberg Frankreich hat uns somit in den Kriegszustand versetzt. Ich bitte Ew. Exzellenz, vorstehendes beule nachmittag 6 Uhr der dortigen :'üeoie- rung mftzuteilen. Ihre Pässe zu sordern und nach lieber- gäbe der Geschäjte an dft amerilanische Botschaft aozu- reisen."


