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S« t\: ttnb das ©faStoerf von <5<f>ott unb Genossen den zurückgelassenen Familien der Kriegspflichtigen und den Gescdäftsangehörigen deutscher und österreichischer Staats- -vngehörigkeit folgende Unter st Übungen gewähren: Für >die Ehefrau */i« des pensionsfähigen Lohnes bezw. Ge­baltes, für jedes Kind */i« mehr Die Unterstützung der Kinder reicht bis zur Vollendung des 15. Jahres. Die Zeit der Einberufung zum Kriegsdienst nnrd von der pensionssähigen Dienstzeit nicht in Abzug gebraäst, so daß inbezug aus die Pension keinerlei Nachteile für Krieas- pflichtige entstehen. Auch die Vorteile der Krankenkassen soUen den zurückgebliebenen Familienangehörigen gesichert bleiben.

Aufschrift der Feldpostscndungen.

Der Staatssekretär des Reichs Postamts vervttentlicht folgende Bekanntmachung:

Die nach dem Feldheere gerichteten Postsendungen können, da die Marschguartierc der einzelnen Truppenteile fortwährend wech­sln, nicht, wie im gewöhnlichen Verkehr, auf einen vom Absender aneugcbenocn bestimmten Lrt geleüct, sondern müsse» zunächü der Feldpostanslalt »ugeiübrt werden, die für de» Truvventril den Post- dienst wabrzunchmen hat.

Für jedes Armee-Oberkommando. jedes Armeekorps, jede Di­vision Infanterie-, Kavallerie- oder Reservedcviiivn ist je eine mobile Feldpostanslalt in Tätigkeit. Bis zu dieser Fcldpost- «nstaii, die bei dem Stabe mitmarschiert, werden die an den Truo pen gerichteten Sendungen befördert; von dort werden sie durch Kommandierte der einzelnen TruvpenabteUungen oder Telache- Menis abgeholt.

hiernach können die Sendungen nur in dem Fall- pünktlich an den Empfänger gelangen, wenn die Aufschriften der Briese usw. richtig uich deutlich ergeben: welchem Armeekorps, wel­cher Division, welchem Regiment, welchem Ba­taillon. welcher Kompagnie oder welchem sonsti­gen Truppenteile der Empfänger angchört sowie welchen Dienstgrad und welche Dienststellung er bekleidet.

Dasselbe gilt sinngemäß für die Angehörigen der mobUcn Rarine

Sind diese Angaben aus den Brieien usw. an die mobilen Truppen richtig und vollständig emhalten, dann können die Sen­dungen mit Sicherheit der zurr eisenden Feldpostanslalt zugesührt werden Eine Angabe des Bestimmungsorts in der Auf­schrift ist nicht erforderlich, kann vielmehr leicht zu Verzögerungen bei Uebermittlung der Sendungen führen. Es ist daher zweckmäßiger, aus den Briefen usw. einen Bestimmungsort gar nicht zu ver­merken. sofern der Empfänger »u den Truppen ge­hört, die infolge von Marschbewegungcn den Standort wechseln. Wenn dagegen der Empfänger zu den Truppen einer FcstungSbesatzung gehört, bei einem Ersatztruppcn- teilc steht oder überhaupt ein lest cs Stand« uartier hat, j» ist dies aus den Briefen usw. deutlich zu vermerken, außerdem ist in diesen Fällen der Bestimmungsort anzugeben.

Die Aufschriften der Briese usw. müssen recht klar und übersichtlich sein. Besonders empfiehlt es sich, die Angaben über Armeekorps, Tivisü>n.^Rcgiment usw. oder Kriegsschijs immer an einer bestimmten Stelle, am besten unten rechts nieder; »schreiben.

Tic Zittern und die Nummern der Divisionen, Regimenter ut'w.

> und der Name des EmvsängerS mühen recht deutlich, scharf und , genügend groß geschrieben werden. Blasse Tinte und seine Schrist nnd möglichst zu vermeiden. Nachlässige Zissern und schriilzüge, oder auch solche, die zwar dem an seine Schrist ge- uzöhnlen Absender recht deutlich Vorkommen mögen, es aber in der I Tat nicht sind, zumal wo es sich unter Hundertlausenden von Aus- schristen um sosortig« Entziiserung im Augenblick bandelt, werden leicht die Ursache der Verzögerung oder Unanbringlichkeit der Feld- Postsendungen.

Im übrigen empfiehlt es sich, auf allen Bricssendungen nach »em Feldheer oder der mobilen Marine den Absender anzugeben. Eine Verpflichtung hierzu besteht jedoch nicht.

Da» Publikum wirb ersucht, im eigenen Interesse auf die obigen Punkte Rücksicht zu nehmen.

An unsere Leser!

Die Mobilisierung und die damit der undene Einstellung Angestellter, Arbeiter ind Hilfsarbeiter aus unserem Betrieb zwin- ,eu uns zur vorläufige», Einschränkung des ZeitnngsnmfangeS. Die (Sictzener Familicn- lätter erscheinen deshalb zunächst nicht egelmäftig, sondern je nach den gegebenen Zerhältniffcn.

Unsere Leser aus dem Lande, sowie unsere jwcigstelleninhabcr machen wir daraus auf >t sierksam, das» der Mobilmachungsfahrplan

vährend der nächsten Tage

ie regelmäßige Zustellung der Zeitnngs akete durch die Bahn wahrscheinlich nicht »läßt. 2obald es die Zugverbindnngen ^-statten, erfolgt die pr"»nktlichc Zustellung fort wieder. Unsere Zweigstellen Inhaber ollen deshalb bis ans weiteres möglichst i alle« Zügen nach den Zeitnngspaketcn mschau halten. Im übrigen find auch die roßherzogl. Bürgermeistereien des Kreises testen angewiesen, für die möglichst schnelle erbrcitnng des (Hiestencr Anzeigers 2orgc tragen. (2iehe Bekanntmachung des Gr reisamts Gießen in der hentigcn Nummer s Gießener Anzeigers.)

♦erlnfl des Gießener Anzeigers.

An» Stadt und Land.

Dießen, 3. August 191».

TaS Rektorat der LandcSuniverfität zum Ausbruch des Äricaj».

Gleich nach dem Bekanntwerden de: Mobilmachung fand ender Tepejchenwechftl statt:

An Seine Königliche Hoheit den Großherzog

Dannstadt.

Eurer Königlichen Hoheit, unserem geliebten Rektor Magnistccntijsimns, bitten wir in schwerer, aber großer Stnnde herzlichste Grüße übersenden zu dürfen. Gott ichütze unseren Landesherrn, unseren Kaiser, unser herrliches Vaterland, unsere stolze Wehr. Der Rektor: Eck.

Seine Königliche Hoheit erwiderten:

Rektor Tr. Eck. Gießen.

Von Herzen Dank für Ihre schönen treuen Warte. Galt segne unsere Waffen und schütze unser geliebtes Vaterland.

Ernst Ludwig.

Oberst Schi,»»,clpennig, hier.

Die Gedanken der Ludoviciana sind bei dem Kaiser- Regiment. Dem Führer, dem OsstzierkorpS, allen Mannen herzlichste Grüße. In Treue stark!

Der Rektor: Eck.

Der Herr Oberst erwiderte:

Dem Rektor der Universität, Eck, Gießen.

Eurer Magnisizeiiz, dem Lehrkörper und den Kommilitonen

sagt daS Regiment Kaiser Wilhelm allerherzlichsten Dank für die übersandten Wünsche. Das Regiment Kaiser Wilhelm wird, eingedenk der Taten der Väter, vor dem Feinde stets seine Pficht tun. Schicken Sie recht viele Koui- mililonen zu uns. Sch in, m clpennig.

»

** Zur Abwehr etwaiger verbrecherischer Anschläge hat die Militärbehörde umfassende Maßnah­men getroffen Um tsiese zu unterstützen, ist es dringend notwentag-, bafo das Publikum Ruhe bewahrt und vor allen TLi.jxn die Kinder soweit als möglich von der Straße hält, damit unangenehme ZwischensäNe vermie­den werden. Bor allen Dingen ist daraus hinzuweisen, daß jedermann den Anweisungen der int Dienst befindlichen Militürpersonrn unbedingt Folge zu leiste n ha t.

Wasser abkochen. Eine Bekanntmachung deS Ober­bürgermeisters weist daraus hi», daß vorsichtShcllber nur abgekochtes Wasser verwendet werden soll, weil der Verdacht vorlicgi, daß das Waller injiziert worden sei.

Da nnserc Wasserleitung schon seit mehreren Tagm streng bewacht wird und autzerdem der Zugang zu 'öem Reservoire nur i.ftt mehreren Schlüsseln möglich ist, handelt es sich um eine Vorsichtsmaßregel, die keine» Grand zu be­sonderer Beunruhigung des Publikums bilden darf. Soweit das Wasser bis jetzt untersuckst ist, hat sich der Verdacht der Infizierung nicht b c st ä t i g t: es sind keine Bazille» gesunden worden. Äußerten, sind die in Gießen vorrätigen Wazlsleii, io unlergebracht, daß *7ie für unberufene v'atibc nicht erreichbar sind. Um aber dennoch allen Möglichkeiten gerecht zu werden, nur' das Wasser unter Fündiger Kon­trolle gehaltem

Soeben, vor Redaktionsschluß, geht ans noch folgende Meldung zu:

Die um V»12 Uhr abgeschlossene Voruntersuchung ergab keinerlei Verdacht für die Infizierung des Wassers.

" RotesKrcuz Tie örtliche Organisation des Roten Kreuzes hat unter dem Vorsitz des Landgerichtsrats, Haupt- nianns a. D. Wi euer unter Mitwirlung des Alice-Frauen Vereins seine Tätigkeit bereits begonnen. Das Geschäfts­zimmer befindet sich zunächst in der Bürgernieisterei Zim­mer 12 und nach Räuinung der (tzewerbemisswllnnz in der asten Klinik und steht unter der Leitung des Militär-Inten dantur-Sekrctärs Setzer. Durch einen Ausruf fordert das Rote Kreuz die Bewohner Gießens auf. sich dem Dienst für das bedrohte Vaterland zu nudmen, soweit sic nicht im Heere selbst mitzuwirken berufen sind. Bor Allem ist dringimd Geld ersorderlich; Spenden aller Art werden auf dom Ge- schästsrimmer entgegenlgenomincn. Das Rote Kreuz nnrd un­verzüglich Listen mit ixr Aufforderung um Zahlung von Geldbeiträgen in der Stadt in Umlauf setzen und es yt zu hossen, daß die stets opfern»illige Bürgerschaft Gießens in dieser ernsten Stunde recht zahlreich»: spenden zum Wohle unserer braven Soldaten zu verabfolgen bereit ist. Um das das Werk der Nächstenliebe auch mit Erfolg durchführen zu können, ist cs erforderlich, daß Frauen und Jungfrauen, 'Männer und Jünglinge sich für den Transport und die Pflege Verwundeter u. Kranken zur Verfügung stellen, auch zu anderen Zwecken der vielseitigen Tätigkeit hes Roten ü'reuzes sind Meldungen erivünscht. Für Mäimer und Jüng­linge, nicht unter 17 Jahren, beginnt am Dienstag. 4. Ang. nachm. 5 Uhr im allen städt. Spital im SelterSiveg durch den Kolonneuführer Balser ein AusbiliiwigSkursus für Kran­kenträger und wollen hierfür geeignete Herren sich dort ein- finldcn. Die Ausbiürung der Frauen und Jungfrauen wird in den hiesigen Kliniken erfolgen und wird nähere Mittei­lung in kürzester Frist ersolgen.

Eine größere Anzahl Kriegsfreiwilliger hat sich bereits gemeldet, darunter Herren von 64, 62, 42 Jahren. Auch der im Dienstgrad Höchststehende der hiesigen Stadt, Generalleutnant z. D. Klingelhöffer, hat um Verwendung bei vorderer Linie gebeten. Möge das gute Beispiel viel Nacheiferung finden! In dem schweren Kampf, der un» bevorsteht, wird Deutschland wie 1813, wie 1870 einmütig zu den Waffen greifen. Gilt es doch die Verteidigung von Haus und Familie, von unseren heiligsten Gütern, handelt es sich doch um Deutschlands Zukunft, um sein Sein oder Nichtsein! Da wird gewiß niemand aus der Stadt, niemand aus der Provinz an Aufopferuligssähigkeit und Opfcrwilligkcit Zurückbleiben wollen! Man denke an die Schrecken, die Verluste, die Arbeltslosigkeit, die 1806 über Deutschland kamen. Dies gilt cs zu verhindern. Siegen wir, so werden die Opfer weider zum großen Teil ausgeglichen.

** Hilfe für die durchreisenden Truppen­transporte. Die Militärbehörde macht darauf auf­merksam, daß den hier durchreisenden Militärtransporten NahrungS- und Genußmittel gereicht werden dürfen, jedoch keine alkoholischen Getränke. Da Mich viele arme Leute bei den Transporten find, so helfe wer nur irgend helfen kann.

** Verhaftete Russen Zwei russische Generale und ein russischer Staatsrat find heute nacht von der Mili­tärbehörde verhaftet worden. Sic werden als Kriegsgefan- ene behandelt. Der Windhvf ist von der Militärbehörde eschlagnahmt worden und loirb in der nächsten Zeit als Aufenthalt der festgenonmrenen Russen venoendet. Im Interesse unteres Vaterlandes ist es dringend notwendig, auf jeden Ausländer ein scharfes Auge zu haben, damit et­waige Anschläge rechtzeitig vereitelt werden können.

* Juristische Notprüfung. Das Großherzog­liche Ministerium gibt folgenden Erlaß bekannt: Aus An­

laß der Mobilmachung haben wir die Abhaltung einer

Notprüfung für das höhere Justiz- und Verwaltrmgs- fach ungeordnet. Tie Prüfung ist im wesentlichen eine schriftliche, findet am Dienstag, dem 4. Auguffi ds. Js., vormittags 9 Uhr, im Prüftmgssaal am Paradcplatz in Tarmstadt statt und beschränkt sich auf die Tauer eines Tages. Wir lassen zur Prüfung alle diejenigen Referendare zu. die dem vorgeschriebenen Vor­bereitungsdienst ganz oder mit Ausnahme des letzten Dier .el-- jahres genügt haben und die zum Dienste im Heere oder in der Marine kommen, in der Reserve oder in der Landwehr verpflichtet sind, oder anderweit für die Zwecke der Landch-vcr- leidigung verwandt tverden. Bezüglich der zuletzt genannten Referendare bleibt es unserer nachträgliciten Entschließung Vorbehalten, ob die Notprüfung als Staatsprüfung zu gelten hat. Eine vorgängige Zahlung der Prüfungsgebühr ist nicht erforderlich.

Kreis Alsfeld.

8 Mücke, 1. Ang. Zu dem Bericht über die 53. Wan- dervcrsammlnng des Oberhessischen Bienriizüchtcrver eins ist ergänzenü noch zu bemerken, daß das inil der Au-- ftellung am Sonntag verbundene Fest sich eines sehr guten Besuches crfteute trosz uitgüustiger Wttternng, trotz eine- Festes in der Nachbarschast? Die Hwngauskelsturg im Baist scheu Saale war sehr scizün und geschmackvoll augcordnet. UeberhLttN hatten hie diesjährigen Veranstalter und llebe:- nchmer keine Arbeit und Mühe geschcitt, die 53. Wmtder Versammlung würdig ihren Porgätigern zu gestalten. De Bericht über die Prämiierung bedarf der Berichtigung. Wenn ser von einer Prämiierimg in der 4. östnppe: Lehr- gegenstände bezw. Lehrnnttel berichtet, so sttmml das keine - lallS; denn diese Estuppe war gar nicht beschickt, mithin konnte auch hierin keine Prämiierung erfolgen.

Starkciiburg und Rheinhessen.

rm. Darmstabt, 2 Ang. Der russische Botschafter Baron van de Bliet ist am SamStag vornriltag unt Gepäck in drei Automobilen nach Frankfurt gefahren von wo er über Kopenhagen naä» Rußland reiste Das Großh. Hoflager wurde mir dcnr heutigen Tage narli dem Residenzschlosse verlegt. Das <tzrvsst>erzog1i<l^ Paar besuchte heute srirh um 8 Uhr den Mllilärgoticüdieust in der Stadtkirckte und dann waren die Herrsttzasten bei d.r Abholung der Standarten der Dragonerregimenter an- ioescnd, tool'ci ihnen lebhafte Huldigungen durch Hurra­rufe gebracht wurden.

Uttiverfitäts-Nctefirichlen.

Der Kgl. sächs. (ßehrime Rat Professor Dr. mcd. et phil. Ewald Hering, Direktor des phnsiologischcn Univerj tätsinstituts in Leipzig, begeht am 5. August seinen 80. Geburtstag.

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vermischte».

* Das Kriegsgericht der Krähen. Eine eigenartige lBeobachnmg machte kürz!irlt der bekannte englische Natiiriers, x iltichardson Witt. Er w-mderte durch drst Wald, als er plöoli . wie im Bulletin der Ornitbvlogischen <R-tcllschast nntgeti-ill u>,n, durch lärmende .Krähenschreie auigeschrcckt nmrbc. Er blickte cm vor und sah in den Aesten einer mächtigen alten Eiche eine gan.; 'Schar Krähen, die einen unlücn Lärm vollführten. Einer der Vögel schien ßlcichsam de» Donift Mi führen: die anderen grup- merten sich im Halbkreis um hissePräsidentin" und Mu tiert eine in ><r Mitte gebende nnglucklicl-e Genollkn intt Schelltaorum zu überhäufen. Die «ine Krähe, die der Gegenstand de- ttornes ihrer Gefährttnncn ioar. bemühte sich, »u antworten. Aber di>: Mehrheit schien dock» reckü zn behalten, denn plötzlich guig er» loic ein Zittern durch den Körver des Vogels, und er senkt- v n Kops, als erflehe er Gnade. Allein die demütige Haltung schien den »lvrn der anderen nicht zn besänftigen: diePrasid.--. " stieß einen schrillen Schrei aus, und sofort stürztm sich mm alle aus dieArrgeklagte" und mißhanhelten sie, daß die Federn mn> so stoben. Dann ließen sie, wie befriedigt über ein vollzogen - > Urteil, von ihrem Lvier ab. Die Krähen ltatten ihr Mrit'r t» rickik abgrhalten. Welchen Vergehens fiel) steilich die Lteriirtcille schuldig gemacht hat, bleibt das Geheimnis der lkrähenrvelt.

* Der richtige Weg.Prächtig," sagte der Rerlitsann>alt schmurizelnd, nachdem er ausmcrksatn der Darstellung deS neuen Klient«» gelauscht hatte.Zhr Fall liegt mehr als gunsng. Mein lieber Herr, ich kann Ihnen sagen: wie Sie es auch aitfl ; v i, Sie müssen gewinnen. Eine sichere Sache. Ich freue mich, sie -,n führen."Danke sehr," sagte der KlieM,danke Ihnen - lich sehr." Uich dabei nahni er seinen Hut und -ring zur . >ir. Wie?" fragte dc-r Anwalt erstaunt,Sir gehen?"Ja, ie 1 ' ^ehe meinem Gegner und werde einen gütlichen veraleich - -t ihm ichtießcn."Aber, lieber Herr, das ivärc wirklich hinaus- geworfcnes Geld, Ich sagte Ihnen doch schon, die Sackr ,st so sicher, daß man garantier«! k«iin." Ter eilige Klient ioar -n bis zur Treppe gekommen:Möglich, möglich!" ries er nocl, zur-,-.'. Ich habe Ihnen nämlich den Fall vom Standpunkt meines Gegners aus vorgetragcn..."

verseht Sure Löhne für aste Zölle mit der stark desinfizierenden providol Leise. Lrh. in Apotheken nnd Drogerien.

Bekanntmachung.

Nach Mittcilllnqen der hiesigen Neichsbanlsteltc sipd die Michsbanknoten gesepliche Zahlungsniittel und es ist Jeder zu ihrer Annahme verpflichtet. Nichtannahine der Noten entbindet den Zahlungswilligen unter Umständen von seiner Zahlungspslicht.

Gießen, den 1. August 1914.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

Dr. U sing er.

Bekanntmachung.

Betreffend: Die zum einjährig-Freiwilligen Dienst Lc- rechligtcn Mediziner,

Die zum einsährig-freiwilligen Dienst berechtigteir Mc di- ziner, welche bereits sieben Semester studiert haben, werden ausgesordert, sich sofort unter Vorlage des Berechtigung- scheines und eines Nachweises der Universität, daß obig. ? .>r- aussetzungen zutressen, im Regierungsgebäude (Zimmer 4) hier zu melden.

Außerdem wird darauf aufmerksam gemacht, daß dicst Studierenden am 4. Dtobilinminingstag, also am ..cu:,, den 5. August, vormittags l0 Uhr, beim Großh. Bezirkskom- mando Gießen sich zu stellen haben.

Gießen, den 2. August 1914.

Der Ziviloorsitzende der Ersatzkommission des Kreises Gießen.

Belcker^