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Montag, 3. August X9X4

SezngSvrct»:

monatlich 75®., viertel­jährlich i'tf. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6s Ps.; durch die Post Mk.2.viertel- jährl. ausschl. Bestellq. Zeilenpreis; lokallöPs^ ausivärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich sür den xolit. Teil: Aug. Goetz: sür .Feuilleto»', .Ver­mischtes' und.Gcrichls- saal": Kart Neurath; Iür .Stadt und Land':

Rotctionsörntf «nd Verlag der vrühl'stztll Uaiv.-Vuch- und Lteindruckerri 8. Lange. Redaktion. Lrpedition und Vrnckerei: Schnkstrahe 7. A^,gem-a? H^B-L

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Var Volk steht auf, der bturm bricht los!

Volk und Heer find bereit, sehen den kommenden Ereig­nissen mit höchster Spannung zwar, aber auch mil größter Kaltblütigkeit und Zuversicht entgegen. Wie in der Reicho- bcnkvtfiadt da? gesamte Volk beim Bekairnl'werden der Ent' scheidimg eine geradezu herrliche Haltung an den Tag gelegt hat, so ist auch in allen anderen Gauen und Städten Deutschlands derselbe Geist erwacht, der unsere Vorfahren im Befreiungskriege beseelte. Wir stehen in großen Zeiten, und darum schtveigen alle peinlichen Sorgen deS Tages: Würdig zu sein unserer Väter, den Namen Deutsche mit lebendigem Stolze und Begeisterung zu führen, das ist jrfct unser aller einziges Trachten. Auch unser kleines Gießen süklt die Größe der Stunde und die Forderung der Zeit, und in der gestrigen Stadtverordnetensitzung hat es sich ebenfalls gezeigt, wie sehr der Kaiser allen Deutschen aus dem Herzen gesprochen hat, als er sie daran erinnerte, daß es jetzt keine Parteien mehr gäbe, sondern nur einige Bolksbrüder Wir freuen uns über die Stellung der Sozial­demokratie, die angesichts der großen Lage des Vaterlandes ihre Theorien über Bord geworfen hat.

Die Vorbereitungen unckeln sich mit größter Sicherheit und Pünktlichkeit ab. Wir sind überzeugt, daß der Llpparat der Mobilmachung in tadelloser Weise funktionieren wird, und nicht nur dies beflügelt unsere Hoffnungen, sondern auch die schnelle Entschlossenheit und Tatkraft der gesamten Volkskreise. Jeder will mithelfen. Glaube und Konfession spielen keine Rolle mehr in der deutschen Politik. Auch der Verband der Juden, der Zentralverein deutscher Staats­bürger jüdischen Glaubens veröffentlichen einen bochgemufen Ausruf, in den, zur'Pflichterfüllung, zur Hergabe von Gut und Geld für das Vaterland ausgöfordert wird. Schüler.und Studenten werben die Erntearbeiten verrichten, und fleder- mami im Volke wird ein waches Auge haben für die un­glaubliche Tatsache, daß im Lande sich herumtreibende Rus­sen unsere Bahnanlagen gefährden. Ja, solche Elemente scheuen tauch vor den größten Verbrechen nicht zurück, und in Gießen ist eine weithin warnende Gefahr entdeckt Warden Die au? einer Bekairntmaclnrng des Oberbürgermei- sters hervorgeht, soll von russischer Hand das Wasser dcrLahn und Wicseck vergiftet sein, wenigstens liegt ein dringender Verdacht hierfür vor.

Sonst ist das Eingreifen der Feinde noch nicht im minde­sten beunruhigend gewesen. Einige Franzosen haben vergeb­lich in der Nähe von Nürnberg versucht, aus Flugzeugen Bomben heriinierznwersen, ein Russe hat in Friedrichshofen die Luflschisshalle in die Lusl sprengen wollen, ist jedoch dabei bclrossen und erschossen worden. Die kleinen Grcnz- Überfälle der Russen, die heute durch unten verzeich- nete Meldungen weiter bestätigt werden, haben nichts Schlim­mes angerichtet: bald werden unsere Strategen dort plan­mäßige ganze Arbeit machen und die Angreifer lehren, was deutsche fl riegsarbeit ist. Eine sehr erfreuliche Nachricht kommt vom Baltischen Meere: Dort bat unser kleiner Kreuzer ,.A u g s b u r g" am gestrigen Sonntag abend um st Uhr den Kriegshafen von Libau bombar­biert und ihn in Brand gesetzt. Der Kreuzer hatte auch ein Gefecht mit einem feindlichen Kreuzer, über den Aus­gang ist aber zur Stunde noch nichts weiter gemeldet: hof­fentlich haben unsere wackeren Seeleute gesiegt! Tie Stadt Libau hat 6', MO Einwohner, und der Kriegshafen, der erst 1890 ausqebaut wurde, hat starke Befestigungen erhalten. Der alte, seit Jahrhunderten berühmte Hasen ist der Berbiw- dungskanal des Libauischcn Sees mit der Ostsee; er ist durch zwei Moleti geschützt und mit Kaianlagen versehen. Inner­halb der Nordmole dient eine Erweiterung des Hasenkanals als Dinterhasen. itzemäß einem Ukas von 1890 hat man begonnen, den Hasen beträchtlich zu erweitern und zu einem großartigen Kriegehascn umzuwandeln, um der russischen Ostseeslotte eine Operalionsbasis in diesemHasen Kaiser Alexanders III." zu schoflen. Da Libnn fast das ganze Jahr eiSirei und an der deutschen Grenze ist. galt der Hasen als vor üaliche Angrisssstation sür die russische Angrisfsslotte. Die Molcnbamen sind aus Stein und Beton bergcstellt; ihr Ban hat >80Millionen Mark gekostet. Der kleine Kreuzer Augsburg" gehört zu den kleinenKreuzern" derKöln"-- Klgsse, er ist 1909 gebaut, hat 4350 Tonnen Wasserverdrän­gung. eine Geschwindigkeit von 27,2 Seemeilen, 27400 Pferdestärken, eine Lärrqc von 130,5 Metern, eine Breite von 14 Metern und einett Tiefgang von 5 Metern. TieAugs­burg" ist mit zwölf 10,5 Zentimetergeschützen, vier 5.2Zenli- meterqcschützcn und vier Maschinengewehren bewaffnet.

Eine vorlänflg für uns nachteilige Meldung kommt aus Endtkuhneu, der deutschen Grenzstadt im Regierungsbezirk Gumbinnen. Dorr soll eine russische Patrouille eingeritten sein. In Bilderwei ijchcn soll das Postamt zerstört worden fein. Aber das sind ziemlich bedeutungslose Dinge: Die Hauptsache ist, daß die Russen sich dort nickt werden be­haupten können.

Aus dem Westen, von Frankreich, kommen nur spärliche PMeldungen Am Sonntag ist in Berlin die Antwort Frankreichs eingelausen: sie ist unbefriedigend, und dab»r tvird die Kriegserklärung wohl bald folgen. In­zwischen haben «ruck die Franzosen bereits den Frieden ge­brochen und das Völkerrecht verletzt, indem kleine Abtei­lungen die Grenze, allerdings erfolglos, überschritten haben.

Zum Schluß möchten wir davor warnen, all die bermn- jchwirrenden, zum größten Teil unglaubwürdigen Gerüchte,

zu ernst zu nehmen. So war die Falschmeldung in Umlauf gesetzt ivorden, der deutsche Kroirprinz sei einem Attentat zum Opfer gefallen. Die Bevölkerung sollte sich hüten, zmnötigcS Geschlvätz und Beunruhigung zu säxtffen. Auch lärmende Kundgebungen sind jetzt unangebracht, und ivcnn auch alle Volksgenossen wachsam sein sollen, so ist es doch absolut unnötig, daß sich große Aufläufe bilden, wenn hier und da einmal ein verdächtiger Russe narf> seinen AusweiSpapieren gefragt wird. Uebrigcns hat puch der Kaiser seine Berliner durch den Oberbürgermeister wissen lassen, daß Kundgebungen, über deren patriotijclten Zug er hocherfreut gewe>en wäre, jetzt nicht mehr wünschensivert seien, da die angestrengte Tätigkeit und die inhalisschtveren Entschließungen nicht von der Straße her gestört werden dürften.

Wir verzeichnen nunmehr die heutigen Meldungen:

BuS der Reichshauptstadt.

Berlin, 2.Aug. Die Menschenmenge flutete bis spät in die Nacht hinein nocktvsiter Unter den Linden vom Bran­denburger Tor über die Schloßbrücke bis .zur Kaiser-Wil- helm-tVrücke Ganze Züge mit Fahnen marschier­te» über die Mittelpromcnade. Auch Reserveoffiziere iu Unisornt sah nian unter der Menge. Die Kaffeehäuser und Wirtschaften waren bis auf den letzten Platz gefüllt. In den meisten wurden patriotische Ansprachen gestalten, Lieder gesungen und Hochrufe auf den Kaiser, das Heer und die Marine ausgebracht. worin die tzÄstc stets stürniisch einstiminten. Auch Sammlungen für das Rote Kreuz sind veranstaltet worden, die teilweise recht ansehnliche Beträge ergaben. Gegen ll llhr durchfuhr der Kronprinz mit seinem Adjutanten im Automobil die Linden und die Friedrichstadt. Sein Erscheinen rief über­all begeisterte Kundgebungen hervor, wofür er fortgesetzt freilnstiichst dunkle. Dis gegen I llhr in der Früh erscivollen Klänge vonDeutschland, Deutschland über alles" undDie Wacht am Rhein".

Dis Herzogffaar von Braunschweig ist hier eingctrosfen und i>a1 im Königlichen Schloß Wohnung ge­nommen. Das Kaiserpa r. begleitet von dem Her­zogspaar von Braunschweig, begab sich beute vormittag nach der alten Garirisonkirche, um an dem Gottesdienst teilzuneh- mcn. 2kuf der Hin- und Rückfahrt wurde es von dem Publi­kum herzlich begrüßt.

Berlin, 2. Aug. Das Kaiserpaar machte heute nachmittag von 5 Uhr ab im offenen Automobil eine zwei­stündige Ausfahrt nach dem Grunewald, allenthalben vom Ptlblikrun stürmisch umjubelt. Tie Umgebung voin König liehen Schlosse, in welchem das Allerhöchste Hauptquartier arbeitet, ist abgesperrl.

Die Kaiserliche Marine stellt, wie uns von zuständiger amtlicher Seite mitgeteilt wird, geeignete Zi­vilflieger als Kriegsfreiwillige ein. Bewerber wollen sich an das Rcichs-Marineamt, Sektion für Luft­sahrwesen, wenden.

Berlin, 2. Aug. Am Bismarckdenkmal vor dem Rcichstags- gebäudc wurde heute vormittag ein Fcldgottesdicnst ab- gchallen, zu dessen Beginn die Kapelle des vierten Garde-Regiments das Niederländische Tankgebet spielte. Ellva 30 000Mcnschcn wohn­ten der gewaltigen Feier bei, die sämtliche Terrassen des Reichs- tag-sgebäudes sowie die Plätze und die Promenaden besetzt hielten. Hosprediqer Döring sprach von der schweren Schickung, die Gott über die Völker verhängt habe, von der gerechten Sache Deutschlands und von der Hoffnung aus Sieg. Entblößten Hauptes hörte die Menge die erschütternden und erhebenden Worlc des Geistlichen. Das gemeinsame Gebet des Vaterunser schloß die Feier. Unter patriotischen Liedern löste sich allmählich die Menge auf.

Ein Erlaß des Kaisers an den preußischen Kultusminister.

Berlin, 3. Aug. Der Kaiser bat an den preußi­schen Minister der geistlichen und Unterrichtsangelegenhciten folgenden Erlaß gerichtet:

Ich bin gezwungen zur Abwehr eines durch nichts ge­rechtfertigten Angrisscs das Schwert zu ziehen und mit aller Deutschland zu Gebote stehenden Macht den Kamps zur Ver­teidigung unserer nationalen Ehre zu führen. Ich habe mich während meiner Regierung ernstlich bemüht, das deutsche Volk vor Krieg zu bewahren und ihm den Frieden zu erhalten. Auch jetzt ist es mein heißes Bemühen gewesen, wenn möglich, den Ausbruch des Krieges zu verhüten. Aber meine Bemühungen sind vergeblich gewesen. Reinen Gewis­sens über den Ursprung des Krieges, bin ich dergerechtenSachcvorGottgewiß. Schwere Opser an Gut und Blut wird die dem deutschen Volke durch frevent­liche Herausforderung ausgezwungene Verteidigung des Vv- terlandes fordern. Aber ich weiß. daß mein Volk auch in einem Kampfe mit der großen Treue, Einmütigkeit und Opserwilligkeit und Entschlossenheit zu mir steht, wie es in früheren schweren Tagen zu meinem in Gott ruhen­den Großvater gestcrnden hat. Da ich von Fugend auf ge­lernt habe, aus Gott den Herrn meine Zuversüht zu setzen, so empftnde ich in diesen ernsten Tagen das Bedürfnis, vor ihm mich zu beugen und seine Hälfe anzurufen. Ich fordere mein Volk auf, mit mir sich zu vereinigen, imb am f>. Aug. einen außerordentlichen allgemeinen Bettag zu begehen urü» Gott zu bitten, daß er mit uns sei und unsere Waffen segne. Rach dem Gotresdiensve möge dann, wie die Rot der Zeit es erfordert, ein jeder zu seiner Arbeit zurückkehren. Ich erwarte, daß die zuständigen Stellen das zur Ausführung dieses Erlasses Erforderliche unverzüglich anordnen werden.

Ter Reichstag

ist durch eine kaiserliche Verordnung auf den 4. August 1914, also auf Dienstag, cinberufen. Die Militärbehörden sind angewiesen, die zu den Kriegsdiensten verpflich­teten Mitglieder des Reichstages, die siel» als solche ausweisen, für die Dauer der Einberufung des Reiclvs- tags von den Kriegsdiensten nnverznakich zu befreien. Die Mitglieder des Reichstages find berechtigt, zur Falptt »ach Berlin die für MtlitürtranSporte bestininrten Eijcnbahn- züge zu benützen. AIS Ausweis für diese ^Krcchtignng gelten die Eisenbahnfrcikarten der 2lb geordneten.

Die Eröffnungssitzung des Reichstages findet im Wei­ßen Saale am Dienstag um 1 Uhr. die erste Plenarsitzung um 3 Uhr statt. Fraktionssitzungen finden statt. Konser­vative: Montag abend 7 Uhr; Reichspartci Dienstag nach- mittag 2> _> Uhr; Zentrum Dienstag 11 Uhr vormittags; Nationallibcraie 7 Uhr abends; Freisinnige Montag abends 7 Uhr: Sozialdemokraten Aävntag 11 Uhr vormittags.

Dem Reichstag wird bei seinem Zusammentritt am nächsten Dienstag eine Anzahl Gesetzentwürfe vor- gclegt werden, deren schleunige Vcrabsckuedung durch die kriegerischen Ereignisse geboten ist, betreffend Nackzrichten finanzieller, rechlliclier mrd ivirlscl>afllicher Art. Vor allen Dingen wird der tXeicstskanzler ermächtigt iverden müssen, zur Bestreitung des Kriegsbedarfs nach dem Verbrauch der verfügbaren Summen weiter die erforder­lichen Mittel flüssig zu »iacl>eii. Ferner sollen zn>ecks besserer Befriedigtlng des Krcditbcdürsnisses Darlchnskasscn errichtet werden, wie sie sich bereits im Jahre 1866 und 1870 bewährt haben. Die Vorschriften über die Notenstn und Notendeckung sowie über den Verkehr mit Rcichskasscn- scheinen, Reichs und Privatbanknolen werden Aenderungen erfahren müssen, um den Verkehr init den Zahlimgsmfttelir den außergewöhnlichen wirtschaftlichen Bedürfnissen anzu-I pasieit. Auf rechtlichem Gebiet wird ein OKsetz den Schutz derjenigen Personen zu regeln haben, die infolge des ikneaes in der Wahmchnning ihrer Rechte behindert sind. Dies soll in Anlehnung an die bewährten Vorschriften des cntsprrchett- den Gesetzes vom 21. Juli 1870 gescl>ehen Daneben iverden durch ein besoitderes Gesetz die Fristen des Wechsel- und Schcckrcchtcs zu verlängern sein. Ein weiteres Gesetz soll einzelne Handhaben schaffen, um die weitgcl-enden Ver­änderungen, die der Arbeitsmarkt infolge des Krieges er­leiden muß, »ach Möglichkeit auszugleichcn. Zur Abiven- dung gemeiner dkot ist ferner erforderlich, daß aus Grund eines besonderen Gesetzes der w u ch e r i s ch c n A u s b e n- tung der gegenivärtigen Verhältnisse durch die Händler mit Gegenständen des täglichen Bedarfes, wie Nal)rungs« und Futtermittel», Naturprodukten, Hei,z- und Leucht- stosfen und dergleichen mit sttachdruck entgegciigctreteu wer­den kann. Schließlich sollen die Unterstützungen, die das Gesetz vom 28. Februar 1888 für die Familien der in den Dienst eingetrctenen Mannschaften Vorsicht, in den Grenzen des Möglichen erhöht werden. Sämtliche Gesetz- cnlwürfe haben am ersten August 1914 die Zustimmung des Bundesrals gesunden. Ta sie nur das enthalten, was im Hinblick auf den uns aufgezivunaenen Krieg erforderlich und selbstverständlich ist, kann bei der vaterländischen Gesinnung der ganzen Bevölkerung mit 2icherl)eil erwartet werden, daß der Reichstag sic rasch verabschiedet.

Die Abrechnung mit Rußland.

Libau bombardiert!

Berlin. 2. Aug. Der kleine KreuzerAugs­burg" meldet von 9 llhr abends durch Funkspruch:, B o m - bardiercden Kriegchafcnvon Libau undhabe Gefecht mit einem feindlichen Kreuzer. Ich habe Minen gelegt; der KricgShafc» von Libau brennt.

Grciiznberschrcitungcn der Ruflcu.

Königsberg i.Pr., 2.Aug. In Ehdtkuhnen ist eine russiiche Patrouille eingeritten. Tas Post- am t in Bi l de r w e i t s ch c n ist »ach einer sicheren Mel­dung zerstört worden. Der Frir.d Hai die <8-renze an vielen Stellen ickerschritten, wie zweifelsfrei feügcstcllt worbe» ist.

Johannisburg, 2.Aug. (<>Uhr abds.i Eine Eska­dron des Dragoner-RegimentsNr. 11. die Johan­nisburg besetzt hält, imirdc soeben von Russen an­eg rissen. Tie Bahnverbindung Johannisburg Lvck ist ei Guten unterbrochen; ebenso die Stichbahn nach Diode wen.

Bisherige Verluste: russischerseits etwa 20 Mann; deutscherseits mehrere Leichtver­wundete.

Berlin, 2.Aug. Der russische Botschafter hat die Pässe zugestellt bekommen.

Danzig. 2. Aug. Deutsche Bahnhofsarbeiter bei Jllowo, die von Russen beschossen worden, haben sich zurückgezogen.

Ein vereitelter Anschlag aus die Thorner

Eisenbahnbrückc

B e r l i n, 2. Aug. Auf der T h o r n e r E i s e n b a h n- brücke versuchte ein Mann, aus dem Zuge eine Bombe zu wersen. Er wurde indessen rechtzeitig dingfest gemacht.