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«uibvui, bab «n|*l IM'ktt- den Wunsch gehabt habe, in »-«cUdkrg nn lalAe« Stft *u feiern. «in ftatf einieRenber Segen »nterbra* für nm«e Minuten die Festlichkeiten Alsdann schil beete Ne>chs,ags.rbge»rdneter Dr O e r t e l-Berlin die ,chen- lchiveeen «;,e>.ii»s e der leglen Zn, unb erwähnte besondc-rS die vor er Wochen ertolgte ©ntordung de« üsterreich.jcknn Thronfolgers Ar<wz FerbinMib und seiner Gen,M, in Serenen». Dann sprach Dr- Oer,et über bei, Konsul, jw,scheu Oesterreich unb Serbien unf Ifuerte L)orcr cur zur ^reuc für Kaiser und Reich.

e überreichte dem Redner einen Blnmenstrausi von ^'s^,''Flumen nnb brachte ein dreifaches doch aus ibn au«. A^,^?ere .insprache dielt Bürgermeister M e t I e n b e i n, er - Eichel,ach,en. Verschiedene hessische Volkslieder, die die Spinnstube 'ln^® utrn 3 e 11 beabsichtigte, mutzten wegen des wieder ÄT'Z" ^^enr unterbleiben. Weiter kamen verschiedene sein^Ende^ Borsuhrung. Gegen 7 Uhr erreichte bas.Fest

«,. 5- ® r .ebenBain , 27. Juli. Gestern und heute wurde die K > r chw e l y gefeiert. Die schöne alte Sitte, die ersten Tänze lunter der alten Linde. Unweit der Kirche, auszufiihren, wnrde auch in diesem Jalire wieder treu gewahrt. Da in zwei Gasthäusern ^oir.minit statrnndet, und ,ebc der beiden Parteien diesem alten httrauche huldigt, so beriechen sie noch Vereinbarung kurz mrs- etnondersolgend diesen Platz.

Kreis Schotten.

z. Herchenhain, 27. Juli. Gastwirt deinrich Alt von st'er verkaulte heute sein bisheriges Wohnhaus mit der darin be- !leidlichen Wirtschast an den Kellner deinrich Klein lBurkarts) in Hohe von 8500 Mark. Alt wird nun wieder seine ganze Tätia- lert der Laiibwirtschait widmen itnd lein srüheres Wohnhmts, worin zurzeit die Firma deinrich Kronrm jun., Schotten, eine Maschinen- striaerei errichtet hat, beziehen.

Dcsscn-Nassau.

XHanau, 28. Juli. In Fechenheim ist der Ge - mc rndeseikretär Hock, weil er im Verdacht steht, sich der Unterschlagung von Mündelgeldern schuldig gemocht fru halben, in Untersuchungshaft genommen worden

Sport.

X Offtr»ierS-La.wnten!nis-Turnier in Bad

Üionkdurg. Der zweite Tag des Turnier« ist ebeirsalls voll­ständig verregnet. Rur am Nachmittag konnten einige Spiele aus- getragen iverden. Die wichtigsten Ergebnisse vom Dienstag find: Herren-Einzelspiel um den Kaiserpreis: l. Runde Hauptmann Seebohm (301 vom Jns.-Reg 167 gegen Lt Brrnk vom Fld-Art-Rgt. 32 mit 62 61, i!t. Hopp vom In,- Reg 79 gegen Lt. Brunnen vom Baner. Jns.-Reg. II mit 63 62, Lt. Bartels vom Ulanen-Reg. 6 gegen Lt. H. Bering vom Füsil.-Reg. 80 mal i36 61 61, Lt. v. Schienstedt vom Garde-Kürass.-Reg. gegen Lt. Boiler vom 2. Bad. Ari-Reg 30 mit 16 64 64, Lt. W. v. daugk vom Ulanen-Reg. 17 gegen Lt. Ludwig vom Lothr. Jns.-Reg. 144 o. Spiel, Oberlt. v Lveper vom Ins. Reg. 54 gegen Li. v. Münstermann vom Eisenbcrhn- Reg. 3 mit 64 63. In die 2. Runde kamen Oberlt. v. Loepen gegen Lt. Prätorius vom Fußart.-Reg. 9 mit 64 63 und Lt. daessner vom Bad. Inf.-Regt. 143 gegen Lt. F. v. Daugk vmn Garde-Reiter-Regt. mit 63, 64. Herren-Doppel» spiel : 1. Runde dvtm. Seebohm-Lt. daessner gegen Lt. Schnei­der <Jirf.-Regt. 153)-Oblt. Vollrath (Jnf.-Regt. 55) 61, 60, Lt. d. Bering-Lt. Luiunig gegen Lt. Dieterle iFutzart. 3)»Lt. Gentz (Jnf.-Regt. 117) 64, 86.

Schwimmsport. Wie uns mitgeteilt wird, errang cand. med. vet. G. Hösels auf dem A k a d e m. OI y Ni p i a in d e i- delberg am 18. unb 19. Juli 1914 folgende Preise: rm Springen 1. Preis, im Brustschwimmen, 100 Meter, 1. Preis, im Rückenschwimmen, 100 Meter, 2. Preis, im Handüberbandschwiin- men, 100 Meter, 1. Preis unb die Kaiser-Wilhelm-Plakette. Aus dem Schwimmsest in deilbronn am 26. Juli 1914 startete derr Hösels sür den Schwimm- und Wassersport-Verein und errang im Großen Heilbrunner dauptspringen den 2. Preis.

** Ortsgruppe Darmstabt des Schießvereins Deutscher Jäger. Bei dem in Blanlenbury-Harz abgehal­tenen Preisschietzen mit der Büchse erhrell die vom Reichsaus­schutz sür Me Olmnpiaden, Berlin 1916, gcsttstete Kaiservlakettr Reg.-Rat Freiherr von Diemar-Rieneck, Darmstadt. Eine zweite Kaiserplakette vom Reichsausschutz gewann beim kom- binienen Berusss ägerschießen mit der Büchse und mit der Flinte Grotzh. Forslwart Sommerlad zu Wiejeitthal bei Mörfelden.

vereinsuachrichtm.

Dem Verein ehemaliger 116er Kai ser-Wil- Helm-Regiment feierte am vergangenen Lonntag sein dies­jähriges 2 o m m e r f e st aul der Liebigshöhe. Trotz des ungün­stigen Wetters halten sich die Kameraden mit ihren Familien recht zahlreich erngesunden, so datz die beiden Säle der Liebigshöhe bis aut den letzten Platz besetzt waren. In Derhinberung des l. Bvr- fitzenben hielt ber 2. Vorsitzende, Kamerad R eitz, die Begrütznngs- ansprache, zu deren Schluß er auch aul die neuesten ernsten Er­eignisse zwischen Oesterreich und Serbien hinwces In das von ihm ausgebrachte doch aus den Regimentschel und auf den Landes- herrn stimmten die Kameraden unter Absingen des Liebes ,Luil dir im Siegerkranz" begeistert ein. Die Kameraden brachten den Ausführungen ihres 2. Vorsitzenden lebhaften Beifall Nachdem sich bas Wetter gebessert batte, konnten gegen 5 Uhr die vorge­sehenen Kinderspiele beginnen. Dieran beteiligten sich etwa 200 Kinder. Für die Jugend bildete das Esel- und Ponnvreiten den douotauziehnngspuntt. Im Anschlutz an die Kinderpreisspiele sanb Wnrstschnappe», Brezelverteilung und Kinderpolonaise stall. Unterdes berrschte aus dem Schietzstanb reges Treiben und es wurden hier recht gute Leistungen erzielt. Nach Tanz, Preisver- teilung beim Schießen unb Lampwnpolonaiie rüstete man sich gegen l l Uhr zum deimmarsch, der mit Musik geschlossen bis zur Wolssttatze sührte. Kamerad R ei tz benutzte bei der Preisverteilung die Gelegenheit, allen Kameraden, die sich um das gute Getingen des Sommersestes bemüht haben, den Dank des Vorstandes aus- znsprechen.

Dog el sberger Sängervereinigun g" In

Usenborn fand dos 9. Bwidcssest derBogelsberger Sängrr- verrinigung" statt, verbunden mit der Fahnenweihe des Gesang. VereinsLiederkranz", Usenborn. Das Fest wurde am Samstag durch Fackelzua, Konzert und turnerische Aussührrmgen aus dem Festpüatze eröffnet Es erschienen <rm Sonntag 12 Bundes- nndt 8 Gastvereine, die vom Bürgermeister Müller empfangen wur­den. Nach der Probe der Massencstarr bewegte sich u»n 2 Uhr ein Festzug durch das Dorf uaclr dem Fesustatze, wo der Gesangverein Liederkranz" den Begrüßungschor anstrmncke. Der Leiter des Ver­eins, Lehrer Meininger, hielt die Begrüßtmyseche. Der erste Bundcsvräsideick, Lehrer M v h r - Ober-Lais, hieß NN Namen des Bundes alle Sänger und Scrngesfteunde willkommen. Besonders begrüßte er den lanchährigen Ehrenvorsitzenden AnttsgerichtSra- Dr. Pusch- Ortenberg, den früheren l. Bturdespräsidenren, Lehrer S ch a a d - .Hungen nnb den Begründer des VereinsLiederkranz", Lehrer Wagner-Münzenberg. Darauf weihte Herr Mohr die Falme und schloß mit einem Hoch aus Kaiser und Großherzvg. Frl. Wilhelmine Schmidt übergab die Fahne dem Fahnenttäger Iah. Löffler. Frl. Emma Neun heftete die von Frauen und, Jungsrauen geftiftete Fahnenschleije an. Im Anschluß an den Weih­akt sand der Vortrag ber beiden Bnndeschöch unter Leitung des Brcndespräs identen statt. ,

L Geilshausen, 27. Juli. Slus Anlatz des 25jährigen Bestehens wurde gestern dem hiesigen Kriegerverein die Fahncnschleiie des Großherzogs überreicht. Nach Begrüßung durch den Vereinsmäschenten hielt Kreisamtmann Dr. Hemmeide eine Ansprache und heftete die Fahnenschleise an die Kriegersahne. Der Vorsitzende des Bezirks Grünberg, Herr R a n si, überbrachte die Glückwünsche des dauptvvrstandes. Der VcreinsvräsidentW a g- ner hielt zum Schluß die Dankrede aus den Spender. Lieder des Gesangvereins erösfneten und schlossen die einfache, aber eindrucks­volle Feier.

A Dorf-Gill, 27. Juli. Der Hassiabezirk Bntz- bach-Bad-Nauheim hielt gestern hier im Gasthaus zum Löwen" seinen Bezirkstag ab. Bezirksvorfteher Dr. Bogt- Butzbach und G ö b e l - Pohlgöns erstatteten Bericht über den dassiatag zu Butzbach und die Jubelfeier des Verbandes und seines ersten Schristsührers. Die Bonrjikatvrnen der Providentia wurden den Vereinen ausbezablt und die Kalenderbestellnngen entgegen- genommen. Der alte Vorstand wurde wiedergewählt.

88 Ober-Ohmen, 27. Juli. Die heutige und gestrige bvsäbrige Stiftungsfeier des Gesangvereins litt unter den Unbilden deS Wetters. Trotzdem war das Fest recht gut besucht und nahm einen schönen Verlaus. Im Fesizng schritten zwei Musik­kapellen mit 23 Vereinen. Aul dem Festplatz begrüßte der Fest- präsident deinrich Krebs III. Sangesbrüder und Festgäste. Lehrer G o r r hielt die Festrede. Er gedachte des Gründers des Vereins, des verstorbenen Lehrers Oßwald, der vor 50 Jahren den Verein mit 57 Mitgliedern ins Leben gerufen hat, von denen mir noch eins heute lebt. Er schloß mit einem doch auf dos deutsche Lied. Fräulein Marie Stritter übcrreickite eine von Frauen und Jungsrauen Ober-Obmens gestiftete Fahnenschleise Der Dirigent des Gesangvereins, Herr Appel aus Illrichstein, brachte ein Hoch aul die Festsungirauen ans. Nun folgten die Gesänge der Vereine und gemischten Chöre.

wakf-ern und Reisen. Söder.

Norderneh, 27, Juli. Eine wichtige Neuerung im deutichen Seebadewetzm ist in diesem Jahre aus Nordernen ernge- führt worden. Dir Ba.ievermaltung hat die bisher wie überall liumlick, getrennt liegenden Herren-, Damen- und Familien- Gadestrande vereinigt, so daß sie jetzt einen sortlausenden Bade­strand von über 1V* Kilometer Ausdehnung bilden. Inmitten liegt das Fomilienbad, tvestlich der Damenbädestrand, ösllich der Herrenbadestiand. Es ist den einzeln badenden Damen wie dörren freigestellt, während der Badezett sich auch im Famriienbad mil­zuhalten. Die Neuerung hot allgemeinen Beifall gefunden, das Bade treiben ist lebhafter unb anmutiger gestaltet worben Im Familienbabe wurde auch ein großer Restmrratronspavillon er­richtet, zu dessen Wrrtschastsrätziullchketten h»rekte Zugänge vom Wasser führen.

Luflschiffahrt.

Paris, 28. Juli. Einem Kabeltelegramm aus New Bork zufolge wurde das von Burties erbaute transattantische Flugzeug Amerika" bei einem Probeflug, den Leutnant Porte unternahm, vo llstän dig zerstört. °

Gictzcncr Strafkammer.

Gießen, 28. Juli, Sechs Monate Gefängnis abzüglich eines Monats Umersuchungöhaft erhielt der Arbeiter St, ans Treibgirven wegen tätlicher Beleidigung eines Aenst- mädchens in Friebberg. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oefsentlichkcit statt,

Freigesprochen wurde der Leibsäger St, zu Lich von der Anklage der Sachbe­schädigung. Er sollte in der Nähe der Butzbach-Licher Sttaße eine Katze geschossen hoben. Das .Grotzh. Schöftengericht Lich hatte chn zu 8 Nlk. Geldstrafe verurteilt. Das Benifungsgericht hielt den Nachweis der Jdentttät der Katze, wegen der Straf­antrag gestellt ist, mit der von St. geschossenen nicht für erbracht.

Füufze-Hn Mark Geldstrafe erhielt der Landwirt R. zu Illnhausen wegen Vergehens gegen das Biehseuchengesetz. Derselbe hatte ein Schwein Ende November 1912 von Lichenroth noch Illnhausen gebracht und dort nicht, wie vorgeschrieben war, bei der Bückgermeisterri zur Quarantäne angemeldet.

Dreitaus-eud Mark Geldstrafe und vier Wochen

Gefängnis

erhielt der Mächlenbesrher K. in Afsenherm. ^'Derselbe hatte bei der ftn Jahre 1911 herrschenden Futternot der Kleie sogen. Futterkalk, d. h. kohlensanrrn Kalk und Reisschalen zugesecht, ohne arrzugeben, datz die Kleie keine reine Ware sei.

ßtrMftMaaL

Gietzen, 28. Juli. lSchöffengerichckJ Wegen Sach­beschädigung erhielten drei in dem ersten Semestm stehende Germanen", die Studenten Hans Kr., Hermann Fr. und Otto Br. je eure Geldstrafe von 20 Mark. Sie hatten an Aden in der Neu­stadt angebrachte Rellameschilder abgerissen und einen Brieskasten beschädigt Der hiesige Gastwirt und Metzger Earl B. erhielt wegen Duldung von Glückspielen in seiner Wirtschaft eine Geldstrafe von 30 Mark. Wegen Benutzung der gemeinsamen Waschküche geriet der Invalide Adolf Kr. von hier mit einer im gleichen Hause wohnenden Familie in Streü, er bftchimpste hierbei seine Gegner in gemeiner Weise und bedrohte sie mit Tv t stechen. Den Lärm setzte er tioch stundenlang fort und konnte erst durch herbeigeruscne Schutzleute beruhigt werden. Er erhielt wegen Beleidigung in 2 Fällen, Bedrohung und Ruhestö­rung Geldstrafen von zweimal 5 Mark. 3 Mark und 3 Mark. Sechs Einwohner von Allendorf iLahn) hatten im April d. I. auf dem Bahnhof zu Dntenhosen von einem Schweinetzändler junge Ferkel, die nicht »VN einem hessischen Markte stammten, gekauft, und die Tiere direkt in ihre Stallungen nntergebracht, anstatt sie der zur Verhütung der Schweineseuche vvrgeschrreberien siebentägigen iPest-IQuarautäne zu unterziehen. Durch Straf- besehl war jeder in eine Geldstrafe von 10 Mark genommen worden, nwgegen sie Emspruch erhoben hatten. Vor EinttiN in die heutige dauptverhanblung nahmen die Bestraften ihre Ein- i{midie wieder zurück. Der Student B von E. stahl seinen Logisleuten in deren ^Abwesenheit 70 Mark aus einer Schublade. Er ist reumütig geständig und will in Not ge­handelt haben. Er erhiell eine osefängnisstrafe von 3 Wochen, worauf 11 Tage Untersuchungsbast angerechnet wurden.

Zrau Laillam freigesprochen.

Paris, 28. Juli. Die Geschworenen verneinten die Schuld­frage, woraus Frau Calllaur freigesprochen wurde. Bei der Ver­kündigung des Wahrlpruclres brach ein Teil des Shüdiwrrums in lauten Beifall, ein anderer in sllirmrsche Protestruse aus.

La dorr schlotz seine Verteidigungsrede mit den Worten: Sprechen Sie Frau Caillaur frei! Sparen nur unseren Zorn sür zmsere äußeren Feinde ans und verlassen wir alle diesen Saal mit dem Entjchlutz, uns einträchttg gegen die Gefahr zu wenden, welcheiuus bedroht. (Lauter Beisall.1

Lanvrvirtfchnft.

Bonder Kartoffelernte. Die Kartosselselher geben dem Landmanne des oberen Vogelsberges in diesem Jahre wicher ein erfreuliches Bild. Die Sträucher haben seit einigen Tagen ihre Blüten geöffnet. Weniger erfreulich ist das Bild, das uns ein Mitarbeiter von der Kartoffelernte in der W e t - t e r a u entwirft: Seit längeren Jahren tritt gegenwärtig die K a r - toffel krankh eit oder Krautsänlein zahlreichen Gemar­kungen verheerend aus. Die Blätter iverden plötzlich braun- lktzckig und auf der Unterseite weißslaumrg. Später zeigen die Knollen braune Flecke. Die Ursache ist ein Pilz, der sich init großer Schnelligkeit vermehrt uich dadurch den Kartofselkulturen verhängnisvoll wird Einem Landwirt wurden binnen drei Tagen mehr als zwei Hektar Frnhkartosseln völlig vernichtet. Bon den zuständigen Behörden wurden zum Zchutz der Ernte bereits um- sassende SicherheitSmaßregeln eingeleitet.

R. Aus bemKreiseLauterbach. Auf den >m Kreise befindlichen drei Geftütsstativnen Engelrod, Grebenhain und Schlitz sind im Jahre 1913 insgesamt 230 Stuten »VN Pferde,»chtern ans dem Kreise den Landgftiütsbeichälern zur Dek- kung zugefirhrt nwrden, und es wurden im Laufe dieses Jahres hiervon 135 lebende Fohlen geboren. Einige Fohlen sind während oder gleich nach der Geburt eingegangen, so daß man mit einer

Trächtigkeit don 150 Stuten rechnen kann. Bon ber Pferdezucht nimmt das Schlttzerland, das übrigens einen prächttgeu Pferde- fchlag auszuweise» lzat, die erste Stelle im Kreise ein, denn es tvurden der GesiütSitation Schlitz aus den >7 Gemeinden allein

>25 Stuten zugesührt, wovon 68 lebende Fohlen gefallen sind. Unter diesen Gemeinde» steht Psordt mit 27 bedeckten Stuten und 22 lebenden Fohlen an der Spitze im ganzen Kreise. Die im vorigen Jahre neu errichtete Gestütsstalion tökebenbain hat eine Bor- sührung rwn 57 Stuten mit 37 gesallenen Fohlen aufzuweisen. Diese Station, sowie die Station Schlitz iverden auch aus den be­nachbarten preußischen Orten von Pserdezüchtern in Anspruch genommen. In Engelrod kamen aus dem Kresse 48 Stuten zur Bedeckung, von denen 30 lebende Fohlen vorhanden sind. Diese Station ist auch sür eine Anzahl Ortlchasten des Kreises Schotten bestimmt Außerdem befindet sich in Äaar eine Hengsthaltungs- genoisenschast, deren Beichäler, die von der LandgestütSdirekttan gestellt wurden, eine Anzalil Fohlen erzeugte. Die in dieser Ge­markung befindliche Inngviehweide hat zurzeit einen guten Bestand ein- und zweijähriger Fohlen aufzuwersen.

Die Auswanderung.

Die Zentral-Auskunfts stelle für AuSwan- derer in Berlin V 35, Am Karlsbad 10, hat im zwecken Vierteljabr 1914 (1. April bis 30. Juni) in 6053 Fällen Aus- knnst an Auswonderungslusfige erteilt und zwar in 4939 Fällen schriftliche und in 1114 Fällen mündliche.

Beantwortet wurden insgesamt 8530 -Anfragen über die ver­schiedenen Auswandernngschiebiete. Davon bezogen sich 4288 aut die deutschen Kolonien und zwar aus Deutsch-Tüdwestaftika 1520, Deulsch-Ostasrika 984, Kamerun 161, Togo 54, Samoa 74, Kiaut- schon 74, Deutsch-Neuguinea 110, aut die afrikanischen Kolonien im allgemeinen 235 usw.

Unter den fremden Auswanderungs-Gebieten steht Argen­tinien mit 576 Slnsragen an der Spitze: dann folgen Kanada mit 501, die Vereinigten Staaten von Amerika mit 45>9, Süd-Brasilien mit 383, Mittel-Brasilien mit 257, Chile mit 106 , Brasilien im allgemeinen mit 94, die Türkei mit 88, Nlederländisch-Jndien mit 86, China mit 72, Rußland mit 69, Brckislh-Jndien mit 58, der coüdasrikanische Bund mit 48, Paraguay mck 43, England mit 40, Nord-Brasilien mck 35, Stturien mit 34, Bolivien und Oesterreich-Ungarn mit je 30, Neu-Südwoles mit 28, Neu-See- land mit 27, Guatamala, Peru und Frankreich mck je 25, Rumänien mck 24, Bulgarien und Spanien mck ,e 23, Aegypten, Queensland und Serbien mck je 22, Meriko unb Biewrra mit je 21, Japan mit 20, Venezuela mit 18, Ecuador und Albanien mit je 16. Der Rest verteilt sich auf Costarrca, daitt, Kolumbien, Kuba, Eon Salvador, Uruguay, West-Jndieu, Abessinien, Algier, Belgisch-Kongo, Britisch- und Portugiesisch-Ostairika, Brittsch-, Französisch-, Portugiesisch- uub Spanisch-Westafrika, die Ka­narischen Inseln, Liberia, Marokko, Tripolis, Tunis, Hongkong, Persien, Siam, Nord-, Süd- und West-Australien, Tasmanien, die Fidschi-, Freundschasts- und Salomvns-Jnseln, Belgien, Däne­mark, Griechenland, Italien, die Niederlande, Norwegen, Portugal, Schweden, die Schweiz usw.

Von den 3795 Ansragenden, die ihr Alter angaben, waren 472 weniger als 20 Jahre, 2379 zwischen 20 und 30, 733 zwischen 30 und 40, 176 zwischen 40 und 50 und 35 über 50 Jahre alt, und von den .5364 Fragestellern, die Angaben über ihren Personen­stand machten, waren 4241 ledig, 1078 verheiratet und 45 ver­witwet.

Nach dem Berufe waren unter den Ansragenden am stärk­sten die Kausleute, Handwerker und Landwirte vertreten.

Von den Ansragenden hezeichneten sich 198 als mittellos, wäh- rend über 1100 zum Teil über recht erhebliche Summen verfüg­ten: z. B. 63 über 10000 Mk, 20 über 15 000 Mk, 26 über 20000 Mk , 17 über 25 000 Mk., 21 über 30 000 Mk., 13 über 50000 Mk, 7 über 100 000 Mk., 3 über 400000 Mk. usw.

Von den Ansragenden kamen aus Preußen 3389 und zwar aus Brandenburg mit Berlin 1343, aus der Rheinprovinz 415, aus Westfalen 306, aus Schlesien 226, aus Hannover 188, aus Sachsen 175, aus Ostpreußen 169, aus Schleswig-Holstein 156, aus Hessen- Nassau 153, aus Westpreußen 95, aus Pommern 84 ,md aus Posen 72.

Au der Spitze der übrigen Bundesstaaten steht Elsaß-Lothringen mit 488 Anfragen, es folgen das Königreich Bayern mck 468, Sachsen mit 375, Württemberg mck 254, Baden mit 184, Hamburg mit 144, Hessen mit 70, Bremen mit 52, das Herzogtum Braun­schweig mck 37, das Großherzogtuui Sachsen mit 36, Oldenburg mit 27, Mecklenburg-Schwerin mit 26, Sachsen-Mtenburg mit 25 und Anhalt mit 23

Ans den deutschen Kolonien kamen 19 Ansragen, aus dem Auslände 343, davon 169 aus Oesterreich-Ungarn, 46 aus der Schweiz, 23 aus Frankreich, 17 aus Rußland, 15 aus England usw.

Die Zentral-Auskunftsstelle für Auswanderer erteilt kostenlos schrislliche und mündliche Auskunft.

vaudel.

Die Sparkassen in Knrhessen. Der Nachweisung über den Geichästsbetrieb und die Ergebnisse der Sparkassen im Regierungsbezirk Kassel für das Rechnnugssahr 1913 entnehmen wir folgendes: Zahl der Svarkassen 36, Filial- oder Nebenkassen 3, Sammel- oder Annahmestellen 2, Verkaussstellen von Sparmarken 9, an Sparkassenbüchern wurden im Lause des Jahres ausgegeben 24 469, zurückgenommen 18 201 Stück, am Jahresschluß befanden sich im Umlauf mck Einlagen überhaupt 231612, darunter gesperrte Sparkassenbücher 2309, Betrag ©Klagen am Schlüsse des Rech- nunsvvrjahres 174 485 042,24 Mk., ZutoachS während des Rech­nungsjahres dnrch Zuschreibung von Zinsen 5917 801,24 Mk., durch Neueinlagen 38990 607,59 Mk., Betrag der Rückzahlungen im Rechnungsjahre 39 217 511,46 Mk., Betrag der Einlagen am Schlüsse des abgelausenen Rechnungsjahres 180175939,61 Mk., Betrag des Reservefonds, wie ec am Schlüsse des Rechnungsjahres zu Buche stand, 8 716 119,53 Mk., aus dem Reservesonds bezw. den Ucberschüssen der Rechnungsvvrjahre sind zu öffentlichem Zwecken verwendet seit dem Bestehen der Kassen 6 078 224,65 Mk., im letzten Rechnungsjahr 202 289,50 Mk., Betrag des eigenen Vermögens der Kaisen 18 086,95 Mk., Betrag der Zinseimrahmem 7623215,79 Mk., Zinsausgaben 6314589,34 Mk, Zinsüber­schüsse 1308 626,45 Mk., Betrag der Verwallungskosten der Spar­kassen im Rechnungsjahre 336 581,22 Mk, von dem Vermögen der Sparkassen sind zinsbar angelegt 61381 136,46 Ml, dabei in Schuldverschreibungen lNeimwerl! des deutschm Reiches 2921966 Mk., Preußens 16 123 563 Mk. Betrag des Haren Kassenbestandes m allen ?lbteilungen der Svarkassen am Schlüsse des Rechuungs- sahres 3 225 198,78 Mk. Rechnet man Hann noch die 3. Land­gemeinde-, Pie 17 Kreis- und die Vereins- und Privcck-Svar- kasien binzu, so stellen sich die ©»lagen aul insges. 283 056 503,83 Mk. und der Kassenbestand mif 5 283 418,81 Mk.

= Darmstadt, 28. Juli. In der fünslen Jahressitzung der Grvßh. Handelskammer Tarmstodt nmrde eine An­frage wegen BeschränkungdesDeredelungsverlehrs mit ausländischem Weißblech dahckr beantwortet, es müsse dieser Beredelungsverkehr aus dem Grunde auftecht erhalten werden, daß die ausländische Konkurrenz preisregelnd in Deutsch­land sür Weißbleche wirken könne. ©ne Ergänzung des Entwurss eines neuen Warenzeichengesetzes durch be­sondere Bestimmungen zum Schutze der Wappen, Familiennamen, Eigenbildnisse und Firmen gegen mißbräuchliche Verwendung im Warenzeichen wurde dem Grvßh. Ministerium des Innern gegen­über befürwortet. Die Hessischen Handelskammern haben eine ©ngabe an den Deutschen Handelstag gerichtet, es habe das ge­plante Vorgehen der Reichsbanlleitung bezüglich der Verstär­kung her LZarreserven bei den Banken berechtigtes Aufsehen erregt. Es sei nicht zweckmäßig, die Lipuidatton durch rein schematische Maßregeln verbessern zu toollen, da die Forderung aut Erhöhung der Barbestände letzten Endes zu einer weiteren Be­lastung des Handels und der Jndusttie führe. Es gingen hierdurch Betriebsmittel verloren, wodurch die Zinssätze für Anlagen er­mäßigt würden und das Kapital in verstärktem Maße den Spar­kaffen oder dem Auslande zuftösse. Es sei auch nicht einzusehen, warum dem Barvorräte nicht die Bestände an Staatspapieren, an sofort greifbaren Guthaben und insbesondere an Auslandsdevisen