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Gemetndevkrlretung vrm ©offen beim schloß mit dem Höchster Gaswerk einen auf 30 Jahre währenden Gas - lieserungsvertrag ab.

Landkreis Gießen.

= Heuchelheim, 23. Juli. In einer Sandgrube an der Lahn wurde in einer Tiefe von fünf Metern ein Baumstamm gesunden, der eine Länge von zwölf Metern und einen Durchmesser von zirka l Meier hat. Eigenartig an dem Funde ist, dost er mit Pfählen befestigt und von einem noch teilweise sichtbaren Holz- geslechi umgeben gewesen ist. Tie Freilegung des Stammes ist noch nicht beendet, so dah sich Bestimmtes über seine Form unt> Bestimmung noch nicht sagen lästt.

Kreis Büdingen.

§ Büdingen, 23. Juli Vom 19. bis 21. August findet in Wenings und vom 26. bis 23. desselben Monats in Geiß- Nidda ein O b st - und Gemüseverwertungskursus statt Leiterin der beiden Dernastaltunqcn ist die Lehrerin der Wanderhaushaltungsschule, Fräulein Höhn.

Kreis Fricdberg.

sh) Vilbel, 23. Juli Der Hauslxiltsplcin der Ge- mernde sieht für das neue Rechnungsjahr 282630 Mark Ein­nahmen und Ausgaben vor Das Vermögen der Gemeinde beträgt 1 433816 Mk., die Schulden belaufen sich auf N6 319 Mark, so daft ein Vermögensüberschuß von 1317 297 Mark verbleibt. Da sich die Gemeindeumlagen von 100 030 Mark erhöhen, must eine Steuererhöhung von etwa 28 Proz. eintreten. Während das Gaswerk keinen Zuschutz erheischt, sieht der Voranschlag deS Wasserwerks einen solchen von 2030 Mark vor

Starkenburg und Rfteinhessen.

h. Bingen, 23. Juli. Die Lage des Weinhandels in Bingen und der näheren Umgebung wird in dem Jahresbe­richt der Handelskammer zu Bingen wie solgt beurteilt: Das Jahr 1913 war im allgemeinen ein Jahr mittleren Geschäfts­ganges. Der 1911er erfreute sich nach wie vor grösterer Nach­träge. Für Konsumweme hätte der 1912er Jahrgang in bin« reichender Menge zur Verfügung gestanden, leider ist aber das Mißtrauen gegen diesen Jahrgang ein so großes, dah es vielfach nicht einmal gelang, die gröberen Abnehmm zu einer Verkostung von Weinen dieses Jahrganges zu bewegen, geschweige denn zu deren Kauf. Man beschränkte sich auf das Allernotwendigste, und die meisten Abnehmer haben daher im verflossenen Jahr weit weniger abgenommen, als sie dies seit Jahren gewohnt waren. Trotz des recht geringen Erträgnisses des 191.3er Jahrganges gestaltete sich deshalb die Nachfrage nach dem 1912er durchaus nicht besriedigend und die Preise zeigten statt des zu erwartenden Steigens eher ein Abflauen.

Kreis Wetzlar.

n. Waldgirmes, 23, Juli. Aul Anregung des Turn­vereins wurde zur Beschaffung eines Spielplatzes ei» Ltaatszuschuß gewährt,

Hessen-Nassau.

m. Bonder Edder, 23. Juli. Ein neues Gemeinde­wesen, die Gemeinde Edersee, ist an der Waldeeker Talsperre gegründet worden. Zum Bürgermeister der Gemeinde wurde der kgl. Oberbauwart d o s m e i e r , sowie zu seinem Stellvertreter der kgl. Bausekretär Schröder ernannt. Beide Herren sind dieser Tage in ihr Amt eingeführt worden.

X. Bad Brückenau, 23. Juli. Die in Mainberg bei ihrem Oheim, dem Dauvtlehrer Werner, zu Besuch weilende Lehrerstochter Hedwig Wirsing aus Albersfeld nahm gestern abend in einem Wasseranbau des Maines ein Bad, geriet plötzlich auf schlammigen Boden und sank ein. Ihre Hilferuse veranlahten die am User zuschauende Haushälterin des Hauptlehrers Werner, die in den 50 er Jahren stehende Kunigunda Retz aus Kolihheim, in dos Wasser zu springen, um dem Mädchen herauszuhelsen. Sie : otte auch bereits das Mädchen erfaßt, als plötzlich ein H er z- ' ^ 1 " " <v M -ms "rt-'-i-T nVr iniolge der raschen Abkühlung.

ihrem Leben ein Ende machte Daraus versuchte der 13 jährige Bruder des Mädchens feine Schwester zu retten, was sich ader als unmöglich mwies, weil die lote Haushälterin das Mädchen kratnvs- haft festhielt und mit in die Tiese zog. Obwohl in vmhältnismäßig kurzer Zeit Hilfe zur Stelle war und die Verunglückten an daS Land gebracht wurden, gelang es leidm nicht mehr) sie ins Leben zurückzuruten. Tie oedunglückte Hedwig Wirsing wollie sich dem Lehrerinnenberuf widmen.

h. Frankfurt a. M , 23. Juli. In Gegenwart einer nach bunderien zahlenden Trauergemeinde wurde henie trüb der Prä­sident der Handwerkskammer Wiesbaden, Metzgermetster Adolt Jung, zur letzten Ruhe bestattet. Pfarrer P e t c r m o n n hielt die Trauerrede An den Beisetzungsfeterltchkerteu nahmen u. a. RegierungsvrSschent Dr. von M e i ste r (Wiesbaden), Oberbürger­meister Voigt und Stadtverordnetenvvrsteher Geheimrat Tr. Friedleben aus Frankfurt teil. Ferner waren etwa 50 hiesige und auswärtige Körperschaften vettreien.

h. Bad Homburg v. d. H., 23. Juli. Nachdem erst am Dienstag in einer Kurpension ein Brillantendiebstabl ausgesühri wurde, wurde gestern in einem hiesigen Hotel einem Kur­gast ein Ring im Wette von 400 Mk. gestohlen. Am gleichen Tage sielen im nahen Köppern einem Einbrecher in einer Villa zahlreiche Wertsachen »nd ein größerer Geldbttrag in die Hände Aut die Ermittelung des Diebes, der am Dienstag für 10 000 Mark Schmucksachen stahl, nmrdc von der Beswblenen, der Gattin des Frankfurter Antiguaritätenhändlers Rosen bäum, eine Be­lohnung von 2000 Mark ausgesetzt.

h. Schlüchtern, 23. Juli. In Altengronau ist dieMarmorschletserei von BcrcherLGerhäuscr in Konkurs geraten. Da das Werk bereits den Betrieb einstellte, wurden sämtliche Angestellten und Arbeiter brotlos.

--- f^u ld a, 23. Juli. Ein schwerer Dolkenbruch ging s heute über die Orte Tann, Geisa, Vacha, Kranluken, Schleids usw. im Ulstertal nieder. Ter Eisenbahnbetrieb TannGeisa ist gestört. Der Schaden ist beträchtlich.

verellisnachrichlen.

L, L-ngenbergheim, 23. Juli. Der Verband oberhessischer Posaunenchöre beging hier sein Jahres fest, an welchem säst 200 Bläser teilnahmen. Festpredtger waren Missionar G s e l l - Franksurl und Piarrer M a t h ä u s - Offeu- bach. Als Vertreter dar obersten K iräzenbehörde lzal.e sich Su­perintendent P e l e r s e n - Darmstadt eingesunden. Tie Mas'en- chöre der Posaunenbläser leitet« Pfarrer Kalbheun - Ober- Mockstadt.

Sport.

X Tenn is-Turnier für Offiziere im Bereiche des 18. Armeekorps in Bad-Na uheim. Die Konkur- rttiz für aktive Offiziere der 25. Division 6)rvsjbertog!ich>Hefli- schtttt, die bisher im Rahmen des allgemeinen Turniers ausge- iragttl wurde und immer starke Beteiligung iand, ist nun salb»! ständig gemacht und zu einem besonderen Turnier für den ganzen! Bereich des 18. Armeekorps erweitert worden. Gleichzeitig wurde auch die Grenze der Teilnehmerberechtigung wei er gesteckt und umfaßt jetzt alle aktive, inaktiven und Reserveossiziere im Be­reiche des 18. Armeekorps. Der Termin des Toarniers ist der ! 14. bis 18. August. Die erste Konkurrenz, Einzelspiel für aktive Ossiziere des 18. Armeekorps, ist mit einem Ehrenpreis des . Grobherzogs von Hessen ausgestattet.

2Sniocrfitäts»nacbricfrten.

T. Marburg, 23. Juli. Der seit dem Wintersemester 1912 an der diesigen Universität wirkende Privatdozent der neueren Ge-« schichte, Dr. phil. Willi Andreas, nahm einen Ruf als außervrdent- \ ficher Professor an die Technische Hochschule in seiner Heimatstadt Karlsruhe an.

vermischte».

* Dampseninglück aus der Oder. Ans Stettin, 22. Juli. Wirb gemeldet: Ter DampferBerlin- der Swinemiinder Dampstchitiahtts-Aktiengesellichast ist heute naätmittag um 2 Uhr aus denr Papenwasser in der Nähe des Hafss mit dem Schlepp­dampferOstsee", der einen großen schwedischen Dampfer im Schlepptau hotte, zusammengestoßen. Der TamvserOffice" wurde glatt durchschnitten und sank in kürzester Zeit. Infolge des An­pralls kollidierte dieBerlin" auch mit dem Frachtdampser uilü wurde dabei am Vorderschiff beschädigt, so hast sie zu unten begann. Der Unfall ereignete sich unterhalb der sogenannten Krampe- Mündung. Der zahlreichen Fahrgäste bemächtigte sich sosmt nach dem Zusammenstoß eine große Panik, aber der Dampferoebön", sowie mehrere in der Nähe liegende Baggerprähme und Schlepp­dampfer, dattmter der DampferWerner", nahmen die Fahrgäste ans. Es scheint, daß kein Menschenleben zu beklagen ist, doch lourden mehrere Personen verwundet. Der DampferWerner" brachte einige Verwundete nach Stettin, die ins ikrankenhaus b» förderi würben. Ein Lehrer ans Swinemünde, der gleich vielen anderen Fahrgästen nach Swinemünde gebracht wurde, erlitt meh­rere Rippenbrüche und mußte ins Swiuemünder Kranke,ibous übergeiübri werden. Ein anderer Teil der Fahrgäste wurde nach Stepenitz gebracht. Der DampierBerlin" tauchte zuerst mit dem Vorderschiff unter Wasser, später vttsank auch das Hinter­schiff

* Schweres Unwetter in Budapest, Aus Dnda- Pest, 24. Juli, wird gemeldet: Gestern hauste hier ctn schweres Unwetter. Der Polizeibericht stellt fest, daß dem orkanattigen Sturm viele Menschenleben znm Opfer gefallen sind. Tie Zahl der Berwnndettti ist sehr beträchtlich, aber noch nicht genau sest- gesielll. Vor dem Parlamentsgebäude riß die elektrische Leitung und tötete mehrere Passanten. I» der Lordischen Holzhandluny ftürjte ein Gebäude ein. die lierabstürzenden Trümmer löteten zwei Kinder. Das Dach des Franzstädter TnrnflubS wurde berabgeichleu- dett. wodurch ein Manu getötet wurde. Ein Blitzstrahl schlug in eine Druckerei ei», sieben Arbeiter wurden schwer verletzt. Zahl­reich- Menschen wurden durch herabstürzende Dachtrümmer, Ziegel und dergleichen verwundet. Der Sturm hat außerdem einen sehr großen Materialschaden verursacht.

* Straße ubahnunfall. Telegrammen ans N e w B o r k zusolge sind in Bridge Port fßonnecticut) zwei einander ent­gegenkommende Straßenbahnwagen, von denen der eine zumeist mit Kindern dichtbesetzt war. zusammengestoßen. Füns Kinder sind ihren Verletzungen erlegen, zehn andere wurden schwer verletzt.

Kleine Tageschronik.

Unter dem Gütennagazin des Warschauer Hanpt- bahnhoses wurde ein unterirdisches Magazin entdeckt,

das mit gestohlttieit Gütern vollgepsropst um. Zahlreiche Verhaf­tungen find bereits erjolgt.

Büchertisch.

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Wetteraussichten NI Hessen am Samstag, de» 25 Juli 1914: Wechselnde Bewölkung, Regenschauer, keine wefeniliche Temperatur.

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Mi: Gültigkeit vom 20.Juli 1914 werden die Bestim­mungen für die Frachtbereck- nung sürSendungenvon und noch Grohcn-^mden dahin geändert, das; auch für Eil­gut in Wagenladungen, wie seither schon für Eil- und Frachtstückgut, die Entfer­nungen für GroHen-Linden der Frachtberechnnng zu­grunde gelegt werden.

Kür die Frachigut-Wagen- ladungen verbleibt es bei den seitherigen Bestimmungen, d.h.bei der Frachtberechnung nach den Sätzen für Gienen nebst einem Zuschlag von 1 Mk. 50 Pf. für den Wagen.

Frankfurt (Main), [K681id den 17. Juli 1914. Königl. Etsenbahndirektion.

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Das Umlagekataster der land- und forstwirt­schaftlichen Berufsgenossenschaft für das Grotz- herzoglum Hessen für das Jahr 1913 liegt zwei Wochen lang, nämlich vom 27. Juli bis 8. August d. Js., auf dem Bureau des Großherzoglichen PolizeikommiftariatS zur Elnsichl der Beteiligten offen. Etwaige Widersprüche dagegen, daß ein Betrieb in das Kataster ausgenommen oder nicht ausgenommen, sowie dagegen, wie er veranlag! ist, sind innerhalb eines Monats nach Ablauf der Offenlegnngssrtst bet dem Borstand der land- und sorswirlschasllichen BernsSgcnosscnschaft zu Darm­stadt zu erheben. Später eingehende Widersprüche können keine Berücksichtigung mehr finden.

Kloster Arnsburg, den 23. Juli 1914.

GroßherzoglichcS Polizeikommisiariat Arnsburg,

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Gienen, den 2. Juni 1914. Äronb. OrtSgericht.

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