Einzelbild herunterladen

Nr° *70

Zweites Blatt

Erscheint täglich mit Aufnahme des Sonntag?.

Tie ., «letzen» ZamilienbläNer" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich b-igclegt, da? ..Kreisblatt für den Kreis Siehe»" zweimal

wöchentlich. Tiekandwirtschastlichen Sett-

fragen" erscheine» monatlich zweimal.

tö4. Jahrgang

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger sür Gberhejsen

Donnerstag. 23. Juli (9^

Rotationsdrilck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steitidnickerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktion:^-^112. Tel.-Adr.: AnzelgerGießen.

praktische Mohnungsfürsorge im Gemeindlverband.

Die Regierungen, alle Kreis- nnd Temeindeperivaltungcn, Arbeitgeber und Sozialpoliliker, die sich l,eute mit der DZoh» »»nzSsürsorgc beschäftigen müssen. haben längst erkaniit, das, die bisherigen Wege der WohnungSsnrsorge viele Mängel aiisweisen. sehr bailfig sogar schon zu einem Stillstand der gemeinnützigen Bautätigkeit geführt haben. Auf der anderen Seite aber wird anerkannt, dag die WohiniNgSsrage immer brennender wird und da? gesetzgeberische Eingreise» in vielen Staaten zur unbedingten Notwendigkeit macht/

Auch darüber sind wir uns klar, daß eine Wohnungs­not nicht nur in de» Städten, sondern in iveit erschreckeiide- rem Maße in ländlicheil Bezirken besteht, wie es die Unter- siichuugen beriisener Stelle» längst »achgewiesen haben. Es erübrigt sich, hier Beispiele zur Illustrierung des WohniiNgS- elendS anzusühren, bie augenfällig genug sein würden. Graf PosadvivSky lind in ft ihm die Blehrzahl unserer Parlamen­tarier und Sozialpolitiker sind sich darüber einig, dag eine gute Siedlungspolitik und eine grogzügige Wohnungssürsorge einen ausichlaggebenden Einfluß auch auf unsere politische Zukunft versprechen, ivie es ähnlich auch im Deutschen Reichs­tage Staatssekretär Delbrück zum Ausdruck brachte.

Die bisherigen Wege der Wohnungsbeschafsung, ihre Vorzüge und Mängel sind ziun Teil bekannt, und weil sie nur allziihäusig versagt haben, sind schon lange hervorragende Leute mit sozialem Empfinden und Verständnis an der Älr- beit, neue Wege zn erjchl,essen.

Bekanntlich wirkt die .Gesellschaft sür Heimkultur" e. V. (Sitz Wiesbaden) bereits seit Iabren mit Erfolg nach dieser Richtung hin durch ihre Publikationen und die stille Arbeit ihrer Mitglieder, und aus ihren Kreisen heraus dringt jetzt auch die Kunde, daß ein nenec Weg zur Beseitigung der Wohnungsnot in ländlichen und städtischen Bezirken erschlossen ist. der seine praktische Erprobung hinter sich hat und zivei- sellos geeignet erscheint, die beste Handhabe sür die heutigen Wohnungsiürsorgebestrebungen zu bilden.

Es ist das besondere Verdienst des Großh. Kreisrats des Kreises Worms, Herrn Geheimen Negierungsrats Dc. Kayser, der bekanntlich auf dem weiten Felde der Wohlsahrls» bestrebungen des öfteren durch vorbildliche Maßnahmen die Aufmerksamkeit weiter Kreise aus sich lenkte, diese neuen Wege für alte Ziele zu erschließen und den ersten Zweckverband in der Wohnungsfürsorge ins Leben zu rufe», der unter der Lei­tung des Großh. Baurats Heyec und Kreisrechnungsrevisors GeiSler seit dem 1. Januar 1913 eine recht erfolgreiche Tä­tigkeit verzeichnen konnte und den Beweis dafür führt, daß hier die geeigneten Mittel gegeben sind, die gemeinnützige Wohnungsbeschafsung in richtige Bahnen zu lenken.

Der von dem technischen Leiter des Verbandes Großh. Baurat Heger erstattete Bericht über die Tätigkeit des Ver- bandes hat sonach für die Allgemeinheit größtes Interesse da er zum ersten Male über diese neuen Wege der Oeffent- lichkcit Kiinde gibt und in zahlreichen wunderhübschen Ab­bildungen nnd HauSplänen zeigt, was hier geleistet ivorden ist. Der Bericht ist von der Gesellschaft für Heimkultur in Wiesbaden zu beziehen.

Recht interessant ist es, zu hören, daß mit den niedrigen Baukosten, wie sie in der Regel Wettbewerbsentwürse zeigten, auch hier, wie überall in der Praxis nicht gerechnet iverde» konnte, daß eS aber dennoch möglich war, selbst bei relativ hohen Grundstückspreisen ganz solid gebaute, unterkellerte, eingesriedigte Einfamilienhäuser mit einem Stallgebäude schlüsselfertig, einschließlich Bauplatz und alle Sporteln sür Vermessung, Straße, Notar »sw. für 4893 Mark zu liefern. Dabei ist allen technischen und hygienischen Ansocderiingen weitgehend Rechnung getragen und man hat schmucke Häus­chen errichtet, bei denen auch in allen Fällen der Voranschlag genau eingehalten werden konnte.

Wir zweifeln nicht, daß man bei de» Beratungen über die aktuellen Fragen des Wohnungswesens die hier vor­liegenden Ergebnisse überall in Rechnung stellen niuß, und daß man a>is dem hier gezeigten Wege seitens der Staats­und Gemeindeverwaltungen aiich j» befriedigenden Ergeb­nissen gelangen muß.

Die Gesellschaft für Heimkultur hat sich bereit erklärt, die Leiter des Verbandes darin zu unterstützen, in einem ausführlichen Handbuche sür alle Gemeinden und Jnteressen- verbände Anleitung zur Gründung und Organisation solcher Verbände z» veröffentlichen, daniit diese neue Form der ge­meinnützigen Wohnungsbeschafsung möglichst bald in größerem Umsange zur Anwendung gelangen kann.

vcr prozeh gegen Zrau Caillaur.

P a ris, 22. Juli. Als Labori den Gerichtssaal betrat, wurde ihm, offenbar wegen seiner gestrigen energischen Haltung, von den fungen Advokaten eine lebhafte Lvmpathiekundgebung be­reitet. Nach Erössnung der Sitzung erhob sich der Generalstaats- anwalt Herbaux und sagte, er sei zu der Erllärung ermächtigt, daß das sogenanntegrüne Schriftstück" nicht existiere und nicht existiert habe, und daß demzufolge die Ehrenhaftigkeit und der Pa­triotismus Caillaux' in keiner Weise angetastet erscheine. (Leb- haste Bewegung). Präsident Albanel erllärte, daß der Zwischen- sall damit als erledigt anzusehen sei. Der Vertreter der Privat- beteiligten Ehenu sagte: Ter Zwischenfall ist zur Befriedigung des Herrn Caillaur erledigt, aber nicht zu der weinigen. Herr Caillaux, so fuhr Ehenu ironisch fort, hat seinen Zweck erreicht: Er verläßt diesen Saal mit dem Zßugnis des nationale«! Loyalismus. Cail­laux protestierte in heftigen Worten gegen diese Auffassung. Auch Labori erhob Einspruch. (Heftiger Lärm im Auditorium. Präsi­dent Albanel ruft das Publikum zur Ordnung. Ehenu ruft: Rufen Sie lieber die Zeugen zur Ordnung! Lärm). Der Vorsitzende des Berwaltungsrats desFigaro" Prestat verlas sodann eine Er­klärung, die im wesentlichen die heute imFigaro" erschienenen Zurückweisungen der von Caillaux erhobenen Beschuldigungen (An­gelegenheit dick Dresdener Bank. AMre Krupp, Afsäre Livscher ach angebliche Subvention desFigaro" durch die ungarische Re­

gierung) wiedergcht. Caillaux hielt seine Angriffe ausrecht und vcr- las zur Erhärtung seiner Behauptungen mehrere Schriftstücke.

. A uf eine Frage des Rechtsanwalts Chen» antivorteud. ver- iicherte Caillaux m,s Ehre, daß er am Tage deo Dramas seiner F-rau nichts von feinem Schritte bei Poinearö gesagt habe. Da­mit war die Vernehmung Caillaux' beendet

Tann wurde die Vernehmung der vom Staatsanwalt geladenen Zeugen songefetzl. Ein Angestellter des Waffenhändlers erklärte die Handhabung des Brownings, den Frau Caillaur benutzte, iund sagte, die schnelle Verbrennung des Gases konnte einen leichten Truck auf die Hand ausüben und die Entladung erleichtern. Frau Caillaur erllärte, sie habe vor Eintritt in das Zimmer Calmettes den Browning cntsick-ert. Labeyrie, der damalige »tabinettche, Cail­laux', und Telbos, der Chefredakteur desRadiral", bezeugten, daß Frau Caillaux am Tage der Tat außerordentlich niedergedrückt gewesen sei. Die Zeugenaussagen wurden in Ruhe fortgesetzt.

Tie Verhandlung bot. abgesehen von den lebhaften Zwischen­fällen zu Beginn der Sitzung keine allzu bemerkenswerten Mo- mente und verlief im allgemzinen ziemlich ruhig. Tie Aussagen der vernommene» Zeugen waren fast durchweg durch die seinerzeit über die Untersuchung erfolgten Veröffentlichungen bekannt und bezogen sich zumeist aus die Frage, ob Calmette die intrmen Briefe besessen und deren Publikation beabsichtigt habe. Bemerkenswert war die Aussage des Teputierte» Professors Painlevö. welcher erllärte, daß ihm der Bauffer Gaston Drcpsus, einer der Haupt aktwnäre desFigaro", einige Tage vor dem Attentat gesagt habe, daß Calmette in der Kampagne gegen Caillaux auffrhen- erregende Tinge veröffentlichen werde. Aut die Frage, ob es sich um das Protokoll des ffüheren Oberstaatsanwalts 'Fahre über die Rochette-Affärc handle, habe Treyfus geanyvortct: Das Doku­ment Fabres, aber auch noch etwas anderes. Painlevs erllärte, er habe den Eindruck gehabt, daß es sich um die intimen Briefe handle. Zum Schluß der Verhandlung, ivelche »m > -6 Ikhr ab­gebrochen wurde, wurde der Direktor des Finanzministeriums, Privat Deschanel, vernommen.

vcreinLnachrlchten.

Kl ein-L ind en, 22. Juli. Der Gesangverein Arion hielt am Sonntag seine Hauptversammlung bei Gastwirt Hinterlang ab. Die Vorstandswahl ergab die Wiederwahl der bisherigen Vorstandsmitglieder und zwar l. Vors. Job. Ger­mer I.: 2. Vors W. Deibel; Rechner L Jung; Schriftführer L. Weinandt: sicllvertr. Rechner dezw. Schriftführer Öch. Weber, Fritz Weigel neugewählt: Beisitzer Ludwig Volk. L. Weller, ueu- gewählt W. Harnisch. Das diesjährige Tffftungsfest soll bei Gast­wirt Hinterlang gefeiert werden. Einen Rückblick auf die ver­gangenen 24 Vereinsjahre warf hieraus Schriftführer Weinandt, wobei auch der verstorbenen Mitglieder ehrend gedacht wurde. Im kommenden Jahre blickt der Verein auf ein 25jähriges Bestehen zurück, es gehören ihm jetzt noch folgende Gründer an: Adolph. Kaspar: Adolph. Ludwig; Bernhardt, Heinrich: Teibel, Philipp: Tormehl, Heinrich: Honig, W.; Jung, Philipp XVI.: Langs­dorf, Wilhelm; Reuschling. Kaspar: Reuschling, Wilhelm: Volk, Ludwig: Weller, Wilhelm I.: Weigel, Wilhelm in Wieseck

o. Alsfeld, 20. Juli. In dem nahen Luffkurorte Alten- bürg fand am Samstag, Sonntag und heute das 24. B u n - desfest des Schwalmtal-Sängerbulndes statt. Das Fest wurde am Samstag abend durch Konzert auf dem Fest­platze und am Sonntag früh durch Weckruf erngeleitet. Am Nach­mittag zog sich der Festzug durch die geschmückten und be­flaggten Straßen des Dorfes unter den Klängen der Friedberger Militär-Musikschule. Der Festakt begann, nachdem ein heftiger Geivitterregen eine unerwünschte Störung lrervorgerusen hatte, mit dem Willkemmengruß des Dirigenten des festgebenden Vereins, des Lehrers Weber. Pfarrer Eicheuauer (Branerschwend) feierte den echten deutsch)«» Voltsgesang. Darauf erschollen aus der Sängerhalle die drei BundesliederHeil Deutscher Kaiser, Dich grüßt unser Sang"Die Herzen aus"Trau nicht den Frühlingstagen" unter Leitung des stellvertretenden Bundesdirr dirigcnteu. des Lehrers Falk (Ziegenhaini. Alsdann folgten die einzelnen Gesangsvorträge der Bundes- und sonst erschie- uenen auswärtigen Brudervereinc. IA.M Abend wurde der aus- geschlagene Tanzboden fleißig benutzt. Heute morgen fand Früh­schoppen und Konzert statt, dem heute nachmittag Jugendspiele und Volksbelustigungen folgten.

£ Nieder-Seemen, 20. Juli. Gestern und heute fand das Fahnenweihfest des Kriegervereins statt. Am Samstag abend wurde es durch eine Vorfeier am Festvlatze einge­leitet. Im Lause des gestrigen Bormittags hatten sich viele Vereine von nahe und fern dazu einqefunden. Rach gemeinsamem Festessen bewegte sich gegen 1 Uhr ein stattlicher Fcstzuq durch die festlich geschmückten Straßen des Dorfes. Aut dem Fcstvlatz angekommezr, hielt der Vorsitzende des Vereins, Bürgermeister Naumann, die Begrüßungsansprache. Tie Festrede hielt der Geistliche von Ditzkirchen. Eine weitere Ansprache wurde von Kreisrat Dr. Merck, Schotten, gehalten. Die Festjungfrau Fräulein Naumann über­reichte die Fahne.

Sport.

m. Neustadt, 22. Juli.'Bei dem Stiftungsfeste des Rad- fahrervereinsFrei Weg" in Seigcrtshausen, Kreis Ziegenhain, erzielte der hiesige Radfahrcrvercinlieber Berg und Täl" große Erfolge. In dem Tt r a ß enr e n II c II der 28 Kilometer langen Rennbahn von Seigcrtshausen bis Treysa lind zurück errang Paul Görgc hier den ersten Preis bei einer Fahrzeit Vau 48,2 Minuten, den 2. Pr. erhielt Wilhelm Mann hier bei einer Fahrzeit von 55;15 Min., den 3. Pr. errang Ludwig Rinnert hier bei einer Fahrzeit von 58,19 Minuten. Bei dem Preiskorsosahren, erhielt der hiesige Verein unter elf konkurrierenden Radiahrer- vereinen den ersten Preis und im Prcislangsamsahren den 5. Preis.

vermischter.

kos. g ii 35 Tagen u in die W e l r. Als Jules Verne seine Reise um die Welt in 80 Tagen" schrieb, ahnte er nicht, das; die Wirklichkeit diesen Zuklinststraum schon wenige Jabrzehule später nicht nur erfüllen, sondern iveit überholen würde. Tie Jugendzeit- schriitMußestunden" (Stuttgart) berichtet nämlich, das; cs dem Redakteur der RewyorkerEvening Sun" gelang, in 35 Tagen, 21 Stunden und 35 Minuten rund um die Erde zn fahren, indem er alle Errungenschaften unserer hochentwickelten Technik zu Hilfe nahm. Die Reise wurde am 2. Juli 1913 mn 12 Uhr 45 Minuten nachts vom Gebäude derEvening Sun" in Reivyork aus mit cinem Krastwageu angetreten. Sie führte von hier ans über Lou- do>>, Paris und Berlur nach Petersburg, dannüber Irkutsk, Charbiü, Mukden, Slnuiouosekl uiid Tokio iiach Yokohama, sodann weiter nach Victoria (Britisch Kolumbien) und endlich über Seattle und E sikago nach Rewpork zurück, wo der Weltreisende am 6. August, 10 Uhr 20 Minuten abends, im Gebäude seiner Zeitung cintraf. Die gesamte Reisestrecke umsaßt 33 916 km; int Durchschnitt sind also täglich 945 km und stündlich 40 km ziirückgelegt ivorden. Tie kürzeste Tagesreüe war die von London nach Paris, dienur" 462 km betrug: die längste die des letzte»; Tages, die mit 1538 km von Indiana Harbour nach Newyork führte.

* Unnötiges Versprechen. Minister:Es tut mir außerordentlich leid, meine Herren, aber es ist mir jetzt völlig unmöglich, Sie in Ihrer Stadt zu besuchen . . . Aber ich ver­

spreche Ihnen feierlichst, sobald ich nicht mehr Minister sein werde, will ich kommen!"Aber. Herr Minister, dann wird man Sie gar nicht mehr einladen . .

* Der nachlässige Ehemann.Mein Mann ist doch so särrecklich nachlässig! Immerfort verliert er die Kiröpfe."Ader vielleicht sind sie nicht gut angenäht?"Das ists ja gerade: er näht sie immer so nack-lässig an!"

LiitgcsaitSt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung..

Gießen, 22. Julr.

Notschrei geistig Arbeitender aus der Wilhelm- st ra ße»

Rücksicht auf Mitmenschen ist eine der ersten bürger­lich'n Tugenden. Dein zwisck-en Ebel- und Ludwigsstraße woh­nenden Besitzer eines zu allzu kräftigen Lcbcnsäußerungen geneig­ten vierbeinigen Hauswächters möchte man dies gerne in Erinne­rung bringen. In einer Universitätsstadt dürfte es eigentlich nicht notwendig zu sein, daraus aufmerksam zu machen, daß Hundegebcll bis nahe an Mitternacht von geistig Arbeitenden «und sicher auch von Ruhesuchendcn) als unerträglich empfilnden werden muß. Abhilfe ist dringend envünscht.

Märkte.

eb. Nicder-Fngclhcim, 22. Juli. Obstmarkt. Kirschen 12-20 Alk.. Stachelbeeren 67 Alk., Johannisbeeren 19 Mark, Trühbrrnen 1217 Akk., Frühäpfel 1016 Akk., Pflaumen 17 bis 18 Akk. der Zentner.

Limburg a. d. Lahn» 22. Juli.» Fruchtmark!. Durch­schnittspreis vro Malter. Roter Weizen (Rassauischer) 16,90 Mt., weißer Weizen (aitflebnute Fremdsorten) 16,40 Ulf., Korn 12 93 Mk., Gerste (Futter) 0,00 Akk., Braugerste 00,00 Mk^ Haler 9.000,90 Akk., Erbsen 0,00 Mk^ Kartoffeln 50 Kilo 0,000,00 Mt, Butter das Bi und 1.1^1.2) Mk.. Eier das Stück 78 Psg.

FC. Wiesbaden. V l s h h o 5 -M a r k t b e r i ch t vom 22. Juli. Auftrieb: Rinder 7'» (Lchfen 23, Bullend, Kühe ni,d Färsen 48,, -

Kälber 210, Schaie 32, Schweine 463. Preise für 100 Vid.

Geschält: inittel. Lebend- Schlacht-

k7chirn. gewicht

Voklslesschsge. ausqemästete. höchsten Schlacht« Mt. Mk.

wertes im Alter von 47 Jahren .... 4451 8550

Junae. fleischige, lischt auSgemästete nnd ältere

ousqemästetr............ 4750 6489

Mäßig genährte junge und gut ge-

geuährte ältere ...........4216 7583

Bul l e n.

Voll fleischige, ausgew, höchsten Schlachtw. . . 40L4 6575

Vollfleischtge, jüngere.......... 3740 6668

Färsen. K n h e.

Vollfleischiqe auSgemästete Färsen höchsten

Echlachtwertes..... 4650 8490

Voll fleischige auSgemästete Küche höchsten SchlachtwerteS bis zn 7 Jahren . . . . . 3811 6873

Aeltere auSgemästete Kühe und wenig gut ent­wickelte füngere Kühe......... 4043 7680

Mäßig genährte Kühe und Fäcken .... 3336 6266

Gering genährte 51ühe und Färse«.....2932 5860

Kälber.

Feinste Mastkälber....... 6264 103118

Mittlere Mast- und beste Saugkälber. . . . 5457 90-96

Geringere Akast- und gute Saugkälber . . . 5054 83-99

Geringe Saugkälber.......... 4547 76-80

Schaf;.

Weideinastschase:

Mastlämmer und jüngere Masthammel . 44,0045.50 9291

Schweine.

Vollfleischtge Schweine von 80100 k^ Lebend­gewicht.......... . . . 45-17 58-60

Vollfleischige Schweine unter 80 k» Lebendgeivicht 44-15 57-58

Vollsierschige Schweine von 100120 kx Lebend-

geivicht.............. 46 48 58-60

Vollfleischige Schweine von 120150 k§ Lebend«

geivicht..............44-45*/» 56 -57

Fettschweine über 150 k? Lebendgewicht . . 40-13 50 -54

Monatl. Uebersicht ver Todesfälle in der Stadt Sicken.

Monat Juni 1014.

Einwohnerzahl: aiigenoniinen zu 32 900 (inkl. 1600 Maiiii Militär). Cterblichkeitsziffer: 32,0 °/ (V) nach Abzug von 30 Ortsjreilioen.' 15,2 °/ 0l) .

Kinder

Es starben an: Zilsainnteli: Erwachsene: im vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr :

Diphtherie

1

1

Tiiphils

1

1

Tuberkulose

8(5,

6 (4)

2(1)

Luiigeneiilzündung

5 ,2)

J (1)

1

3(1)

Jnjtueiiza

2(2)

2(2)

Öerckraukheiten

5 <2,

4 (1)

Kl)

Schlaatluß -

2 2)

2(2)

Darinkatarrh

2(2)

Ml)

Ml)

Blinddarinentzündung 2

1

1

Okierenleidei;

1U)

1(1)

Bösartigen Neu­bildungen

6(1)

6(4)

Selbstmord

1 U)

I (1)

Uiiglückssall

4 (1)

4(4)

anderen Krankheiten

6 (o)

5 (4,

3 (1)

SiliNina: 48 (30) 31 '24) 5 (2) 9 ( 4 )

.A n m.: Die in Klainmern gesetzteu Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Mullcrsche Badcanftnlt.

W a ' - e r ,v ä r in e der Lahn a in 23. Juli 18' R.

Meteorologische Beobachtungen der Sta ion Sietzen.

Juli

i=-|

£

1 S

I 5

S

II

|1

»

if

ä

ff i

llst

COrfJ

22

2'1

739,0

26,2

140

55

NW

2

9

8

737,3

21 1

14.7

79

WSW

2

10

23.

7-

<36 4

19,7

12,5

73

W

2

6

Wett»

Höchste Temperatur am 21. 22. Juli 1911 = -f- 27,2 Niedrigste . . 21.-22. , 1311 - + 16,4\

Niederschlag 0,0 mm. _

Vergntworllich sür den politischen Teil i. V.: R. Lange.

-