Ausgabe 
20.7.1914
 
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Nr. 16? Zweit« Blatt 164. Jahrgang

Erscheint täglich mit Aufnahme des Sonntags.

Die ..Giehener ZamilienbläUer" werden dem »Anzeiger* viei-mal wöchentlich beigelegt, das ..Ureirdlatt für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. TieLandwirtschaftlichen Zeit-

fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Montag. 2V.)«6 1914

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchen Unwerfttäts - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druekerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e=s§*51. Redaktion:«-^ 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.

..Zriede".

London, 18. Juli. Auf dem Diner, das gestern der Lordmayor von London den Bairkicrs und Kerufteuten der Elly gab, hicll Lchatzkanzier Lloyd George eine Red«, in der er u. a. Folgendem sagte.Eines ist für uns von allergrößter Bedeutung, nämlich der Friede, Friede nach außen und Friede daheim. Bor einem Jahre befanden wir uns mitten in einem großen Kriege im Orients es >var eine Zeit der Unruhen und Besorgnisse, und wir stellen uns heute kaum vor, wie beängstigend die Lage damals war. Wir Engländer baden Grund, stolz darauf zu sein, wie in all dieser Per-' unrrung, die eines der größten Unglücke hätte hrrbcifuhrer. können, die je die europäische Zivilisation betroffen haben, England unter der geschickten Leitung Tir Edward Greys bei der Wiederherstellung des europäischen Friedens dar Führung überiiahin. Am internationalen Himmel gibt cs stets Wolken, einen völlig blauen Himmel gibt'» in der aus­wärtigen Politik nienials. Auch heute sind Wolken vorhan­den, aber nachdem mir im vorigen Jahre soviel größeren Schnncrigkeiten entronnen sind, haben wir die Zuoersicht, daß der gesunde Menschenverstand, die Geduld, der gute Wille und die Toleranz, die im vorigen Jahre größere und schwierigere Probleme lösen halsen, uns in den Stand setzen werden, auch die gegenwärtigen Schwierigkeiten zu überwinden.

Paris, 18. Juli Anläßlich der Reise des Präsiden­ten Poincare nach Rußland wird in einzelnen hiesigen Blät­tern in bemerkenswerter Weise aus die militärischen Krajt- anstrengungen hingewicsen, welche Rußland in der letzten Zeit unterndnimen l>at. Mit besonderem Nachdruck tut dies heute derMatin" in einer Petersburger Tepesckie seines Sonderberichterstatters, der ichreibt:Tie Reise des Präsi deuten Poineare erfolgt in einem Augenblick, da das außer­ordentliche Erwachen Rußlands glänzend zu Tage tritt. Auf allen Gebieten der menschlichen Tätigkeit lind in kurzer Zeit ungeheure Fortschritte verwirklicht worden. Die Russen aller .«lassen und Berufe sind siel, ihrer ganzen Macht im Lande bewußt geworden und sie ivollen, daß diese Macht auch siir das Ausland und den Gegner sichtbar wird. Auf die Bcr- mehrung der deunchen Armee hat Frankreich mit seinem TreijaltrcSgesey und Rußland mit einer großen Berniehrung seines Maniisrlxrftsbcstandes geantwortet, welche ihni i» den ersten 'Monaten des Jahres 1916 eine niedecschmottcrndc Ucberlcgcnheit iibcr alle europäischen Heere verleihen ivird. Rußland ganz allein wird eine Friedensstärke besitzen, loclchc die Jahl der vereinigten Heere des Dreibundes übertrifft. Dank der raschen Herstellung strategischer Bahnlinien wird Rußland auch ebenso schnell, wie die anderen Militärmächte, mobrlrsiere» können. Tiefe Krcrftanstrengungeii äußern sich auch in der Marine, deren Budget augenblicklich das Eng lands übertrijst. Rußland, das im Jahre 1905 militärisch diskreditiert und gering geschätzt loar, ist im Begriff, die stärkste Mititärinachl zu werden, welche die Welt je gesehen hat. Rußland will keinen Krieg, ebensowenig wie Frankreich, .»aiser Nikolaus sagte vor einiger Zeit zu einem französijchen Diplomaten:Wir wollen stark genug sein, um den Frie­den erzwingen zu Gnnen." Mer Rußland wird verschie­dene Handlungen Deutschlands, wie die Entseiidirng der Mis­sion Lima,, von Sanders' noch Konftanftnopcl, die Berhaf- mng ehrenwerter russischer Persönlichkeiten unter den,Ver­dacht" der »pionage, oder die häßliche Sprache der Berireier Berliner Blätter nicht mehr zulassen. Seit einigen Monaten bereits spricht die russische Diplomat,c in einem neuen Ton mit der deutschen Diplomatie Früljer war dieser Ton träger, jetzt ist er fest. Bis jetzt hat sich -Deutschland einige Freiheiten mit Rußland erlauben fönnett; jetzt durfte dies Rußland tun. ES gibt in Petersburg noch einige wenige Politiker, die eine jraiizösisch-russisch-dcutsche Entente wün­schen. Tiefe Entente wird immer unmöglicher. Frankreich und Deutschland sind durch die Zukunft grtrenni, und diese Zukunft: das ist ein furchtbarer, deutsch-russischer Kampf auf wirtschaftlichem Gebiete."

Der gute Namerad.

DieOcsterreichischc Bolkszeitung" schreibt unter dem TitelTer gute Kamerad": Seit der Bluttat in Serajewo halte man Gelegenheit,die erprobte Bundesfreu­digkeit der reich s deutschen Presse und die hohe Stufe ihrer Gesittung und politischen Reife" fesistcllen zu können. Die Zeitungen aller Partci- schatnerungen im Deutschen Reiche wetteifern in der Ver­sicherung, daß Deutschland in schweigender Wehr hinter seinem ängesallenen Bundesgenossen stehe ES ist nicht zu verkennen, daß man in Tcutschlaud ein entschlossenes Vor- ehen der Wiener Diplomatie wünscht, weil man einen nergischen Ton in den Bcrhandlungen für die erfolgreiche iTurchftihrung einer diplomatisck>ei, Auseinandersetzung in Serbien als nvtwcndig erachtet. Der Wert der Unterstützung, welche die deutsche Press« schon jetzt der diplomatischen Alton in Oesterreich Ungarn zuteil werde» läßt, kann gar nicht hockt genug angeschlagen iverden. Die Haltung der deutsch eii Presse ist von größter Bedeutung und ver­hindert, daß, gewisse Großmächte und sonstige Faktoren durch Lluss zu wirken suchen, und sie bestärkt die österreichisch- ungarische Polftit eine Lage zu kläre», die sür das ge­samte WirtschastSieben her Monarchie uner­träglich geworden ist. Tic Gegner Oesterreich-Ungarns wissen schon heute, doß Deutschland bereit ist, alle Folgen aus einer Situation zu ziehen, die Oesberreich-llngari, aus einer Widerborstigkeit Serbiens erwachsen würde. Aus dem Munde der deutschen Prcsse.spricht ein guter Kamerad, dessen Worte überall die nötige Beachtung sindcn, weil es ein starker Kamerad ist.

Ver freireligiöse Sittenuilterricht in Bayern.

Die Bayerische Siaatszeitung veröffentlicht einen Erlaß des Kultusministeriums über den freireligiösen Tittenunterricht, der an die Regierungen von Ober­bayern, der Pfalz. Mittelftanken, Unterfranten und Schwa­ben gerichtet ist. Darin werden die Anstalten für den srei- religiösni SiNenunterricht ausgehoben und die Genehmn gung zu ihrem Betrreb außer Wirksamkeit gesetzt. In der

<1

Verordnung wird daraus hingewiesen, daß die erfolgte Ge- tehmigung zur Erteilung des fterrelögiöfen Sittcnunter- ftchts umfangreiche Erörterungen im Landtage hervorgc- curcn und daß der Kultusminister eine Nachprüfung der zanzen Frage des freireligiösen Sirtenunterrichlsaut Grund iachmä unsicher Gutachten in Aussicht gestellt habe, sobald xr von dritter Seite angekündigte Proteste gegen die Ge nehnftgung des konfessionslosen 'Moralunterrichts in Lud wigshasen a. Rh. beim Kultusministerium eingegangen sei

i Ruder-Regatta in Sichen.

Gießen, 20. Juli.

Begünstigt von einem angenehmen Ruderwetter began­nen am Samstag nachmittag die Borrenncn zu der 17. *u< deriRegatta in Gießen, die zugleich die 8. Regatta des Lahn- RegaNaverbandes war. Bereits am Samstag hatte sich eine große Anzahl von Zuschauern zit den Rennen eingcsunden, die zum größten Teil außerordentlich gut beschickt waren, so daß auch am Soiiiitag vormittag einige Borläuic ab- gehaltc» werden mußten. Im ganzen hatten 15 Vereine öl Boote mit 260 Ruderern gemeldet, von denen nur ei» Berein feine Meldung zuruckgezogen hotte. Sehr erfreulich war es, daß der Berliner Akad. Turnverein Arminia, der sich im vergangenen Jahr den llnioersitätspreis geholt hat, auch diesmal wieder am Start erschien, während mehrere andere Vereine ihre im vcrgaugencii Jahre eroberten Preise nicht verteidigen konnten.

Die einzelnen Leistungen ivoren zum Teil sehr aner­kennenswert und zeigten, daß auch selbst in den lleincn Ver einen gute und saubere Arbeit geleistet wird. Die meisten Erfolge errang die G i e ße n c r Ru d e r - Ge s c ll scha f t, die über ein paar recht gut disziplinierte Mannschaften ver­fügt und in I o e d t einen sehr tüchtigen Skuller lmt. So gelang cs ihr, unter dem stiirmischen Jubel der Zuschauer 6 Preise a» sich zu bringen, und cs war sehr anerkennens­wert, daß sic trotz vielfacher Anstrengungen sich der Essener Mannschaft zur Verfügung stellte, damit diese nicht allein über die Bahn zu gehen brauchte.

Einen sehr guten Eindruck machte die Wormser Mann­schaft, die zweisellos eine Zutunst haben dürste. Auch der Turn- und Feckftklub sii Essen hat eine tadellose Zusammen­arbeit und einen guten Stil.

Die einzelnen Rennen hatten folgendes Ergebnis:

1. Vierer. Herausforderungsprcis, gestsitct von der Fa­milie Kirch. Osten sür die deni Lahn Regatta-Verband ange- hörcndcn Vereine. Sieger von 1910 Weilburger Ruder-Verein, >912 Limburger Rudervercin 1895. Am Start 3 Vereine.

1. Gießencr Rudergcsellscbast 1877 Kurl Petri, Paul Dvßenrodt, Ad. Fischer, Karl Jöbt, Steuer: Willy Rolofs) in 6.45.

2. Limburger Rudcrverein 1895 6.47. Schönes, geschlossenes Rennen über die ganze Bahn.

2. Junior-Achter. Ehrenpreis, gestiftet vom Regatta- ausschuß. Bestritten von 5 Vereinen. 1. Rudergesellschajt Worms lFriß Wilhelm, Karl Stauscr, Kurt Sieber, Ernst Illert, Aug. Tiehl, Friedr. Ehrmann, Eugen Altcnkirch, Walter Friß, Steuer: Franz Reuter: 6.03. 2. Offcnbacher Rudervereüi 1874 6.08. Von Worms in glänzendem Stile knapp gewonnen.

3. Einer, L a h n p o k a l, gestiftet vom Teutschen Ruder- Verband. Sieger von 1910 Mainzer Rudcrgescllschait, 1912 Ha­nauer Ruderklub .Hassia. ^Am Start 3 Vereine. 1. Rud er­liege des Essener Turn- und Fechtklubs (Heim. Kniepkamp> 7.48. 2. Ruderklub Witten, auigegeben

4. Vierer. Wanderpreis des Prinzen Eitel Friedrich für die Regatten des Lahnoerbandes. Sieger von I9ll Ruderklub Germania Homburg v. b. Höhe. 1912 Mainzer Rudcrverein 1. Ruberriege des Essener Turn - und FechtklubS (Karl PeterS, Karl Schmcdding, Wilh. Tranvel, Georg Rclsing, Steuer: Wilh. Roscnkölter.i geht in 6 59 allein über die Bahn.

5. Achte r. Osten für die dem Lahn-Rcgatta-Berband an- gehörigen Vereine. Ehrenpreis des Geh. .Kom.-Rat Tr h c. W. Gail. I. Gießencr R uderg esell scha ft 1877 (Karl Petri, Kvnrad Rocdig, Herm. Rink, Rud. Doctsch, Waller Weber, Paul Totzenrodi, Ad. Fischer, Karl Jödt, Steuer: Willy Rolofs) in 6.09. 2 Limburger Ruderverein 6.13. Bon Gießen in schöner Form überlegen genomnien.

6. Zweiter Vierer. Ehrenpreis, osten sür Ruderer, die nicht in den Rennen 4 und 12 starten. Am Start 4 Vereine. 1. Frankiurter R u d e r - Ge s e l l s ch-a 11 Ger ma n i a iEmil Vogt, Friß Tchlitt, 'Adam Loeb ir., Mar Müller, Steuer: Eugen Wagner) in 6.48. Rudervcrein Kassel gibt wegen Riemen bruchs bas Rennen auf.

7. Jungmannviercr. Ehrenpreis. Am Start 5 Ver eine. 1. Ruder g e selks ch aft Worms (Kurt Sieber, Georg Wilhelm, August Tiehl. Ernst Illert, Steuer: Franz Reuter) in 6.37. 2. Ruderriege des Estener Turn- und Fechtklubs 6.44' Das Rennen wird nach anfänglich sehr zähem Ringen schließlich überlegen gewonnen.

8. Akademischer Vierer. Heraussorderungspreis, ge­stiftet von der Universität, zweimal, auch ohne Reihenfolge, zu gewinnen. Offen für immatrikulierte oder vor dem Staats- eramcn ftebende Studierende deustcher Hochschulen. Sieger 1910 RudergeirNschait Heidelberg 1898. 1912 RR. des Akad Turn Vereins Arminia Berlin. 1. Gießencr Rudergejell-

1 chast 1877 (Herm. Rink, Konrad Rvedig, Walter Weber, Rud. Toetich, Steuer: Ad. Reinlein: in 6.43*1. 2 Ruderriege des Akademischen TurnvereinsArminia" Berlin 6 432 / 5 . DieGießener Mannschaft geht stetig davon und läßt Arminia so ivcft zurück, daß sie nicht mehr in Betracht kommt.

9. ZwcierobneStcuermann. ,herausforderungsvreis, zweimal, auch ohne Reihenfolge zu gewinnen. Sieger 1910 Gießencr Rudergesellichaft. 1912 Hanauer Rudergescllschait. >. Gießencr Rudergesellichaft. Der Preis wird der Gießencr Rudergesellschatt, die allein ani Start crichicnen ist, zugesorochc», ohne daß sie die Bahn dnrchrudern braucht.

ll>. Jungma n n e N-E i n er. Ehrenor. d. Herrn Apothöken- befitzers Th. Tchwicder 4 Vereine am Start 1. Gießencr Rudergescllschast lKarl Jödt) 7.28. Richcrllub Witten gibt etwa i» der Hallte der Bahn ans, nachdem er sich bei drei­maligem Start niehrkach versteuert halle.

11. Jungmannen-Dierer. Ehrenpreis Gestiftet von Herrn Prot. Dr. Leutert in Gießen. Offen für die dem Lahn- Regatta Verband anqehörigen Vereine Am Start 3 Vereine 1. Gießencr Rudergesellichaft (Ad. Geiste jr., Konrad Roedig, Herm. Rink, Rud. Toetsch. Steuer: Ad. Reinleini in 6.ö7> Limburger Ruderverein gibt aui.

12. Vierer. Wandervreis der Stadt Gießen. Sieger 1910 Hanauer Rudergesellichaft. 1912 Mainzer Rudcrverein. Am Start

2 Vereine, l. Rnderriege des Essener Turn- und Fechtklubs (Karl Pelers, Kor! Schmcdding, Wilhelm Traupel, Gg. Reliing, Steuer: Ernst Spill er- in 6.37^z. 2. Gießencr Rubergejcllschai: 6.üö*/z, Die Gießencr Mannschaft, die schon

mehrere Rennen gestritten bat, iäbrt nur, damit Essen nicht abermals allein über die Bahn zu geben braucht.

13. I u n i o r - V i c r c r Ehrenvrcic-, gestiftet vom Rcgaria- ausfchuß 6 Boote int Wettbewerb 1. Rudcrgci ellschatt Worms >August Tiehl, Ernst Illen, Eugen Altenlirch, Waller Friß. Steuer: Jakob Hedderich :n 6,33. 2. Frankfurter Ruder­gesellichaft Geimania 6.36Hz Sehr spinnendes. tost geichlosienes Rennen, dos mit einer knavpe» Länge i-on den prächtig rudernden Wormiern sicher gewonnen wird.

>5. Ermuntcrungs Vierer Ehienvreis. Ossen für Ruderer, welche bis zum 19 Juli 1914 noch kein oiienes Rennen im Vierer Auslegerrrnnbvot' gewonnen haben Am Wettbewerb 6 Vereine. I Rudergesellschatt Worms lAdoli Obenauer, Friedrich Ebrmann, Ernst Bauer, Ernst Janson, Steuer: Franz Reuters in 6 V2 1 ,, 2 Rnderriege des 'Akad. Tuenvcrcins 'Arminia Berlin 7 06. Von Worms überlegen gewonnen

>6. Großer Achter. Wanderpreis des Großd>-rzog». Sieger von >908 Gießencr Rnderqelell:cha>>, iw» 1910 und .1912 Osten­bacher Rudcrgciellsckioft Undine Im Wettbewerb 3 Vereine. I. Frankiurter Rudcrgescllichait Sachscnhauien Feld Eordcv, 'Aug. Müller, Willo Rußniann, Jean Bork, Aug Sutbrr, Fritz Trauner, 'tzoul Elichnee. Nikol. Kirch, Steuer: Franz Scholl! in 6.06>/s. 2, Lstenbacher Ruderoerein 1874 6 07*.°,. Sehr ichöncs, wannendes Rennen, das sich erst kurz vorm Ziel entscheidei

'Nach den, Rennen nahm Herr Tb S ch tv i e d e r, der Vor­sitzende der Gießencr Rudcrgescllichait, die Preisocrteilung vor.

Sport-,

Leichtat hletiichc Wcltlämpke i» Bad-Nau­heim. 21m 8. und 9. August werden in Bad-Nauheim anl dem staatliche» Golkplnß leichiatbletische 'Wcttkämpic von dem Svort- verein Bad-Nauhein>, unter Mitwirkung der Großberzogl. Bad- und Kurverwaltung vcranslaltel. Es sind viele ivertvolle Ehrenpreile (von der lllroßherzogl, Kurverwaltung, sowie von der Stadt Bad-Nauheim) qeüiktet worden, sodah in >edcr Konkurrenz inehrere Werlvrcstc znr Berftigung stehen. Ter Golkplay ist inlolge seiner überaus günstigen Lage vorzüglich als Svortvlatz geeignet.

Märlte.

I, Fricdbcrg, 18. Juli, Ter heutige Markt war außer­ordentlich tebhakt. Biele Känscr und Berkäiiler waren erschienen. Man, besonders viele Kirschen waren zu Markte gebracht; da« Plund wurde mit 14 und 18 Big, verkauft. Birnen lasteten 20Psg., Hnnbeezen Pkg. das Pknnd, Heidelbceien 32 und 36 Psg. der Liter, Johannisbeeren 18 Pkg , Stachelbeeren 14 Psg. das Plund, Bickter ist lener und kostete 1,40 Mk, das Psnnd; Eier 9 Pkg,, Käse 6 Pkg. das Stück, Käsemotte 20 Pig. das Pkund: neue Weiteraucr Kartoffel» 7 Mk. der Zentner. Alle Arten Geftiüse Ivurden ans den Markt gebracht, so,u>e Blinnenstöcke und Blumen­sträuße. Um 12 Uhr wurde abgeräuiul, mir die ständigen Der- känker hielten bis 9 Uhr abends ihre Stande offen.

ch. Rieder-Ingelheim, 18. Juli. Obst markt. Kirschen

12-2: Mk., Stachelbeeren C8 Mk,, Johannisbeeren 710 Mk., 2lprikoscn 17 Mk,, Pfirsiche 1428 Ptk., Frühbirnen 10 Mk. der Zentner.

ko Franksurt a.M. Biehhok Marktbericht vom 2V Jul,. Sluilriebt Rinder 1348, Ochsen 418, Bullen 73, Kühe und Färsen 88l, Kälber 382, Schale 86, Schweine 2896.

Tendenz: geht zurück, bei Echiveinen bedelitender Ueberstand.

Brei« sür 100 -Pkd. Lebend- Schlachl- _ qeroicftt_

Ochse«,

Bollfteischlge, misqemästete, höchsten Schlacht-

wertes, 47 Jahre alt.......

Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgeniästete............

Mäßig genährte junge und gut genährte ältere Bulle».

Dollsteilchige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw.

Bollfleischige, jüngere..........

Färsen. Kühe.

Dollsteilchige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw.

Pollfleischige auSgemästete Kühe höchsten Schlach-

wertes bis zu 7 Jahren........

wenig gut entwickelte Färsen.......

ältere auSgemästete Kühe........3338

Mäßig genährte Kühe und Färsen....

Gering genährte Kühe und Färse».....1824

Kälber.

Feinste Mastkälber ......

Mittlere Mast- und beste SaugkAber. .

Geringere Mast- und gute Saugkälber . .

Geringere Saugkälber.........4044

Schal e.

Etallmastscha'e:

Mastlännner tmb jüngere Mafthrmme!

Schweine.

Dollsteilchlge Schweine von80100 e

Lebendgewicht........44.0147,0)

Bollfleischige Schwelge unter 89 -

Lebendgewicht....... 44 0346.00

Bollsteischtge Sch weine oon 100120 4;

Lebendgewicht........ 14.0047,0)

Bollfteijchige Schweine von l 20180 r:

Lebendgewicht........ 42.0044.00

Mk.

Mk.

<16-52

84

-85

41-55

76

-80

3540

64-

-74

43 -45

70

-75

3841

65

-70

4248

7686

39-44

73

-80

35-40

67-

-77

3338

61-

-70

28-32

56

-64

1824

4155

52-56

86

-93

50 -54

85 -

-92

45 50

78

-85

40-44

68

-75

42 00

92

-00

59.00 60 )0 55 90- 59 » 55.00 57 ,) 520055.0)

fo. Franksurt a. M-, 20. Juli (Orig.-Telegr. desGieß. An.,.") blniiliche Notternngen der heutige', Frnchtmarktprelle. Weizen khiestger) Mk. 00.0000.00, Knrheinscher Mk. 00.00 00.00, Wetteraner Mk. 00.00 00.00. Roggen (hiesiger) Mk. 00.00 00.00, Gerste lWetterauer) Mk. 00.90 00.00, Gerste. Franken, Plälzer, Ried Mk. ' 0.00-00.00. tzaier Mk. 18.50-19.50, Mais Mk. 15.60-16.00. Weizenmehl 0 Mk. 00,0000.00. Weizenmehl I Mk. 00.00-00.00. Weizenmehl III Mk. 00 00 - 00.00, Roggenmehl 0 Alk. 00.0000.00, Roagemnehl 01 Mk. 00.0000.00, Roggenmehl I Mk. 00.0000.00, Weizenklew Mk. 0,000,00, Weizenschälen 'Mk. 0,000,00, Roggen- tleie Mk. 00.00-00.00, Malzkeims Mk. 00.0000.00, Biertreber 00.00 00.00, Futtergerste Mk. 00.00 00.00. Alles ver 100 kg ab hier.

fc. Frauksnrt a. M,, 20. Juli. lOrig.-Telegr. des »Gießencr Anzeigers".) Kartoiselmarki. Man notierte: Kartoffeln, neue, Ni Wag ons Mk. 7.50 - 8.00, im Kleinhandel Mk. 8.009,00 sür

je 100 kg.

Müllerschk Bavkgüftnlt.

52 nfierro firme der Lahn am 20. Jul: 16' K.

Verantwortlich für den politischen Teil i. V.: R. Lange.

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Erwachsene und Kinder, besonders bei emvündlichcr, reizbarer

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