Angabe der Beweggründe geschlossen. Durch diese Maßnahme sind sämtliche Mitglieder der Truppe brotlos geworden.
" Limburg. 17. Juli. Gestern abend gegen 8>/.IIHr fiel auf der Strecke Obernhos und Laurcnburg ei» Wolkenbruch. Durch das Wasser und abgcspülte Erd. Massen waren beide Gleise gesperrt. D-Zug 125 erhielt 50 Minuten Verspätung, desgleichen erhielten di- Personcn- und Güterzüge größere Verspätung. Gegen 12 Uhr war das eine Gleis wieder fahrbar, das andere im Lause der Nacht. Das Wetter soll stellenweise starken Schaden anae- richtet haben.
Vereinsnachrichten.
** Der Männer-Tur» verein hatte bei dein Gautnrn. teste in Kirchhatn »achitehende Ersolge zu ve>zcichueu. es er- hielten beim Eiuzelwelturneu in der CbtrFtufc den 3. Breis mit 133 Punkten iöans Thöt; in der Unlerstu'c den 5. Preis mit 140 Punkten L. Selben, den 9. mit 137 Punkten Rnd. Leisler, den 21. mir 130 Punkten Frih Gerhard. den 22. mit >29'/, Punkten Frih Röder, 39. mit 121 Punkten Karl Leisler. 31. mit 120 Pniiken Gg. Dreher, 58. mit 111', Punkten bau« Feit. Tie aktive Mutiert,eqe turnte am Dopvelharren und kanr mit ö>,5 Punkte» und der Note .Sehr aut" an 5. Stelle, die ZögliuqSmufterriege turnte ain Seitpierd n»d konnte init 50 5 P„nk- teu und der Note .Sehr gut" die er sie Stelle unter den ZöalnigS- nulstcirieqen erringen.
" Tie Stenogr. Gescllickiait Gab elsberger (Gießen) nlnterninnut an, Samstag, 18. Juli kille» Ansslug „ach iilc,„- -,i, den. Ter Abmarsch ist um 9 Uhr von der kothol. Kirche ab.
ver Besuch der deutschen Universitäten im Sommer 1014.
Die seit Jahren im Besuch der deutschen Universitäten beob- achtete Iletige Steigerung hat auch im lausenden Sommerhalchahr angehaltcn. Die Gesamtzahl der Studierenden beträgt 6094.3 gegen 60 346 im Boriahr und 57 230 vor drei Jahren. Die Jahres, zirnahmc beläuft sick, auf 597 gegen 786 im Sommer 1913 und 2330 vor zwei Jalwrn; sie beruht ausschliesslich aus einem stärkeren weiblichen Zufluß infolge der jüngsien Envrilerung der Berechttgung der Abiturientinnen der preußischen Lberlhcecn Bon der heutigen (desrunrzahl sind 56 826 mannlicinm und 4117 werblichen Geschlechts gegen 59 910 und 3436 im Bonahr und rcichs. angehörig sind z. Zt. etwa 55 000. Mi, 4086 Hörern, nämlich 3112 Männern und 974 Frauen, ergibt sich in diesem Sommer eilte BeteUigung von 65 029 Personen am deutschen llnivcriiläts- unlerrichl.
Was den Zugang zu den einzelnen Fakultäten bezw. Studicn- sächern berrsfst, so geigt sich hierin neuntens eine Wandlung, die der jüngsten Entwicklung der Anstellung--' und Versorgt, „gs- verhälmiise einiger Beruse entspricht, nämlich ein beträchtlicher Rückgang der Kandidaten des höheren Lehramts vhilolv>,i,chcr und realimscher Richtung, eine weitere Abnahmr der Julisten und andererseits eine Steigerung der cvangelisckren Theologen, die im lebten Jahrzehnt ungenügenden Zugang hatten, und der t Zahnärzte, die nach Erhöh,mg der Anforderungen an ihre Bor- I bildung (1909> stark zuriickgegangen waren; die Mediziner gingen I ebenfalls weiter in die Höbe und auch die Kameralisten und I Lanvwme und die katholischen Theologen erhöhten ihre Zister, s Im einzelnen ergeben sick, solgende Bestandzistern, denen wir die vorjährigen brisügen: Philosophie. Philologie oder Geschichte stu- ! bicren 14 321 gegen 15 471 im Vorjahr, Medizin 15 920 gegen I 14 750, Rechtswissenschaft 9824 gegen 10 396, Mathematik und 1 Naturwissensckmsten 8086 gegen 8346, evangelisckpi Theologie 4345 gegen 3882, katholische Theologie 2058 gegen 1965, Kameralia und Landlosrt!ck,ast 3876 gegen 3405, Pharmazie 1098 gegen 1073, Zahicheilkunde 980 gegen 655, Forstwissenschaft (in Münäien, Tübingen und Gießen' 211 gegen 190 und Tierheilkunde (nur in Gießen! 203 gegen 213.
Len heutigen Besuchszahlen der einzelnen Universitäten stellen 1 wir, um die hinsichtlich der Reihensvlge der .Hochschulen nach k der Besuckzerzatzl eingettrtencn Verschiebungen darzuürllen, ebrn- r falls die entsprechenden Zahlen des vorsährigen Sommerhalb- k ja Ins gegenüber. Wie auch in den Winterhalbjahren steht die [ reich-hanöislädtische Universität an der Svitzc mit 8538 Stu- ( dierenden (gegen 8383 im Borsahr', dann folgen Ptünchen 6626 »(6655,, Leipzig 5359 (51711, Bonn 4524 (4460', Freiburg 3178 l (31631, Halle 2855 (2765), Göltingcn 2834 (2853), Breslau 2813 E (2790), Heidelberg 2668 (2617), Marbiirg 2522 <2406,>, Siel 2330 (2266), Tübingen 2219 (2234), Münster 2169 (2209', Straßbnrg 1959 (2037), Jena 2007| (2038), Königsberg 1543 (1646), Würzburg 1605 (1456), Gießen 1432 (1436), Greifswald 1451 (1443), Erlangen 1302 (1291 , Rostock 1009 (1005). Gegenüber dem Vorjahr sind von den norddimtjchen Universitäten Güttingen, Königsberg und Münster zurückgrgangen, von den mitteldeutschen Jena
und Gießen und von den süddeutschen München, Straßburg und Tübingen, und zwar abgesehen von Straßburg, alle geringfügig; verhÄtnismäßig am meisten zugenommen h>„ Würzbnrg,
In Preußen sind 31 579 Studierende eingeschrieben in Bayern 9533, in Baden 5846, und im übrigen Drutscküand 13 985 In der Rerhemolge der llnioersitäien noch der Besucherzahl gegeir- über dem leinen Sommerhalbwhr wurde OioiNngen um zwei Stufen zurückgedrängl und von Halle überholl, das oon der 8, aus die 6, stelle stieg und Königsberg nruiüe auf der 16, Smle Würzburg weichen, R.
LanSwirtschaft.
— C b ft ii n b A e in fi f e v e r iu e r I ii n fl S t u r f e. Ter Land- ivirtschastskaininer-AuSschiiff wird gemeiuschaitlich mit dem Dber- hessischen Dbllbauverciii und dem Kreisobndanverem Gieffen in der nächsten Zeit durch Hei-rn Tr. Hofs mann in ^riedberg nachstehende Cb|t* nud Gemüseverivertungskurse obwalten: In Leih- 0 «ft ec ii vom 11.—13. 'Jlnquft und in 8 t a u i e n b e r q vom IS. bis 2.'. August. Neste I einer allqemeineu Belehrung über die Zusammen etzung. die Ernte und Aufbewahrung, sowie den Versand des Sbsles sott in erster Linie die Verwertung desselben im Haus- Halle gelehrt und durch Aoisührung der verschiedenartigsten Kon- scrvierunflsmetstoden (Fruchtsaft-, Gelee-, D,'armelade'. Mus- und Latwerge-Bereitung» erlernt werden. Weiterhin wird in praktischen Hebungen das Einmachen von Cbft nach den verschiedensten Verfahren. sowie das Dörren von Cbft und Gemüse und die Verwer- lnng der Geniüsearleu gezeigt iverden. Für den Kursus steht eine komvlette Einrichtung zur Versüginia. Ta die Zahl der Teilneh- merinnen an den Kursen eine beschränkte ist, ließt es in deren Intel esse. ihre Anmeldungen baldigst bei der stelr. Bürgermeisterei oder dem Landwirlschastskammer-Aiisschusr in Giesten zu beivirken.
b B i e d e n f o p i, 15. Juli. Zur B ezir ks li e rs ch a u am Montag waren ans dem hiesigen Kreise zur Prämiierung aufge- triesten: 160 Rinder, 81 Ziegen, 5 Schweine und 45 Kaninchen.
Lelerich über 8000 Meter hoch.
Leipzig, 16. Juli. Nach den Ermittelungen des physikalischen Instituts der hiesigen Universität erreichte der Flieger Oelerich auf seinem Höhenflüge eine Höhe von über 8000 Metern.
W Schwerin, 16. Juli. Ter Fluglehrer Geigant, der am Tienstag ans dem GoerrieS durch den Zusaminenstoff seines Apparates mit dem des Leutnants von der Lnehe einen Unglückssatt erlitt und in eine Privatklinik übergeiührt wurde, ist boit gestern astend infolge der erlittenen Gehirnerschütterung gestorben. Er hatte seit dein Unsall das Bewußtsein nicht wiedererlangt.
Univerkrtäts-Nachrichten.
— Ans den Lehrstuhl für deutsche Literatur, Aesthctik und Redeüstungcn an der Stuttgarter Technischen Hochschule ist als Nachfolger des perstorstenen Professors Harnack der Direktor des Gymnasiums zu Ulm. Dr. Theodor Meyer berufen worden.
vermischtes.
- Rad in in geflohlen. In der ersten medizinischen Klinik der Königlichen Charits zu Berlin ist Radium !NI Werte von 20 000 Mark abhanden gekommen.
• Expl osion durch spielende Kinder. An dem Mililärexerzierplatz bei Tri stach (Tirol) fanden Kinder in einen, Gebüsch die geöffnete Hülse eines Artilleriegeschoffes, Sie schütteten da? Pulver heraus und zündeten es an. Es erfolgte eine furchtbare Explosion, durch die zwei Kinder sofort getötet wurden.
* Paris sinkt noch tiefer. Au? Paris 16. Juli wird gemeldet: Eine neue Bodensenkung ereignete sich heute früh an der Ecke der Boulevards MaleShcrbes und Haußmann über dem großen Hauptkanal von AsniLreS nahe den Schiencnkrcnzungen der Untergrundbahn. Nach dem Passieren eines Mietautos zeigte sich ein 75 Zentimeter breites Loch. Der Verkehr wurde sofort eingestellt. E? werden noch zwei andere Fälle von Stcaßensenkimgen ge. weidet. Wahrscheinlich ist der heftige Gewitterregen der letzten Pacht die Ursache.
ks, EingutesGeschäst, Bor beinahe einem halben Jahr hundert (1867) Übernahmen die Vereinigten Staaten Alaska von dem damaligen Besitor, einer amerikanisckz-rmsiicklen tzandclsgesell - schasl, gegen eine Entschädigung von 30 Millionen Mark, und Präsident Johnson, »er den Handel abschloß, mußte nicht wenig Spott einstecken, weil er einen solchen „Eisbärenvark" und eine
solche „EiSwüste" mit Millionen guten Geldes bezahlte Heute denkt man darüber anders; Alasla iit den» doch etwas ,nette trcrt
als 30 Millionen Mark, Man schätzt allein die Bodenschätze — 5 , davon Koble — aus 75 Milliarden Mark Im vergangenen Jahre hat Alaska sür über 70 Mlllionen Morl Gold, sür 20 Millionen Mark Kupier, sür 71 Millionen Mark Fische und sür 5 MU- lionrn lvkark Felle hervorgebracht, uich im vergangenen Jahre bc- irug die Ausfuhr um 60 Millionen Mark mehr, als die Einfuhr, In einem einzigen Jahre als» bringt das Land durch seine Schätze den dopvelten Kauivreis aus. Ist das nicht eine gute Verzinsung?
'-Die Reis ein den Kleiderschrank, Aus Merseburg wird uns erzählt: In einem Dörfchen der Umgebung war ein Mann in -Sckuckden geraten, und ein Gläubiger Ijattc einen Vollslreckungsbesrbl gegen ihn in der Tasck-e, Der Schnldnir, der noch niemals em>as mit dem Gerichtsvoldirher zu tun gehabt Hane, glaubie, er würde der Pfändung entgehen, wenn ihn ton geiiirchtete Mann mit der Mütze nicht zu Hause träfe. Als sich nun der Gerichtsvollzieher eines Tages seinem Hause näherte, vrriieckke er sich rasch in einen, Kleiderschrank und gab ieman Söhnchen den Auftrag, iveiui der Gerichtsvoll lieber nach ihni frage, zu sagen, er sei nickü zu Steirie. Der Gerichtsvollzieher kommt, piehl kick' in der llLohnnng nach allen Seiten um, streicht dem Kinde über den Kops und fragt sckstirßl'ch; „Ra. mein Sohn, wo ist dein, der Vater?" — „Der Vat, r ist nicht zu Hause," „Ter Vaier ist ni»ht zu Hanse? Soso? Wann wird er dein, nnrdertämmen?" Ans diese Frage ist der Junge nicht gefaßt. Er sieht sicki erst rallos inn, eilt bann an den Schrank, klovft an die Türe und ruft hinein: „Du, Vater, wann kommste denn wieder Twente?" Der Anger des Vaters soll sich, als er wieder aus dem Kleidenünanl hrrauskam, weniger gegen den lachenden Gerichtsvollzieher als gegen seinen llugen Holm gerichtet haben.
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Märkte.
k BtttzbliÄ, 16. Juli. Ter heutiye Schweinemarkt war gut bcsastren. Es waren aufqetrieben 800 Ferkel, 100 Lauser, 40 Einleger. Preis pro Stück: a) für Ferkel, bis 6 Wochen alt, 10-12 Btt. 6-8 Wochen 14-17 Mk., 8-13 Wochen 19-23 Mk. ; b) für Läufer 25—30 Mk.; c) Einleger 30—35 Mark. Tendenz: rnäbig. — Zugleich wurde von 10 Uhr ad in der städtischen Markthatte eine Z u ch t v i e h- ^)l u k t i o n von deni LandtvirtschaflS- kanimer-2lusschuß für Osterhesseu veranstaltet. Zur ^luktion waren zugelassen 45 Simmentaler Bullen, 1 Sinnnmentaler Kuh, 22 Edelschweinester. ES wurden versteigert 15 Butten und 5 Eber.
i; Echzell, 16. Juli. Der vorn Zieg enzuchtverein des Kreises veranstaltete Markt war von Käufern nur schwach besucht. Ausgctriesten waren gegen 70 Tiere. Landtagsabgeordneter Breist en stach-Dorsteiin legte in einer Ansprache den Wert derartiger Märkte im Interesse der Ziegenzucht dar. Am besten seien derartige Märkte mit Schweine- und Rindviehinärkten zu verbinden. Aus dem Markte konzertierte der hiesige Musikverein.
ch. Rieder-Ingelheim, 16. Juli. Ob st markt. Kirschen 12—23 Mk., Johannisbeeren 11—13 Mk., Stachelbeeren 6—8 Mk., Aprikosen 15—25 Alk., Pstrstche 12—25 Mk^ Frühbirnen 8—12 Alk., Frühäpfel 8 — 12 Mk. der Zentner.
fa. Franksitrt a. 17.Juli. Heu- und St robm arkt. Ange^ahren waren 4 Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für ven 3.50—3, <0 Mk., Stroh (Kornlcmgstroh) 0.00—^.00 Atk., Wtrr- stroh 0,00—0,00 Mark. Alles je 50 Kilo. Geschäft lebhaft. — Tie Zufuhren waren aus dem Oberlaunuskreise und dem Kreise Dieburg.
ke. Wiesbaden» 16. Juli. Heu- und Stroh mar kt.
Angeiahren waren: £1 Wagen Heu, 13 Wagen mit Stroh. Man
notierte: Heu höchster Preis 3,60 Mk., niedrigster Preis 3,00 Alk., Durchschnittspreis 3,21 Mk.; neues Heu höchster Preis 2,90 Mk., niedrigster 2,00 A!k., Durchschnittspreis 2.33 Mk. Stroh (Nichtstroh) höchster Preis 2,20 Dtk., niedrigster 1,80 Mk.; Durchschnittspreis 1,97 Mk. Krummstroh höchster Preis 0,00 Mk., niedrigster 0,00 Mk.: Durchschnittspreis 0.00 Mk. — Frucht markt. Haler höchster Preis 9,80 Dis., niedrigster 9,75 Mk.,' Durchschnittspreis 9,80 Akk. Attes für 50 Kilo.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdien st, Gießen.
Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 18. Juli 1914: Meist wolkig, vereinzelte Regensälle, keine Temperaturänderungk westliche Winde.
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Gießen (Großer Steinweg 18), 17. Juli 1914.
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