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>H iuu ^euiiuuuu uu|(ut 'ot r t e 11> i y an gsn> Il- tel Mannt. Bor einem Jahre schon mußte man alle diese Mangel oingestehen, nl» man vom Budgetausschuß einen außerordentliche» »redii verlangte. Schon bemüht man sich, die furchtbare» Enthüllungen gegen die Demokratie und gegen die Republik auszubeuten, diese Enthüllungen, durch welche die militärischen und chauvinistischen Zlückschrittler lür immer diskreditiert werden sollten. Nicht die Millionen haben geiehlt, sondern die Ideen und die Kopse. Man l«t in Paris die albernen Zapfenstreiche einge- iuhrt und auscls lene plumpen Vorurteile entfesselt, denen das Drerjahrgesetz seinen Ursprung verdankt. Und ltente wird man aus Frankreich zwei weitere Milliarden herauspresjeu. um es für die begangenen Dummheiten zu bestrafen Aber ine Stunde der Rechnungslegung wird bald schlagen." Elemeneean schreibt imHamme libre":Wie kommt es, daß ein einfacher Parlamentarier uns diese unheilvolle Lage enthüllt hat, anstatt die Kriegs- minister, die auseinander folgten? Wie unsagbar traurig ist es,' daß der gegenwärtige Kriegsminister genötigt ist, in kläglicher Weise nach Entschuldigungen für unverzeihliche Nachlässigkeiten zu suchen?"

Aus Albanien.

Wien, 15. Juli. Tie Albanische Korrespondenz meldet aus Monastir: Die Eviroten haben Biglischta beseht und die Einwohner entwaffnet. _

Janina, 15. Juli lAgenee Havas.) Tie Stadt Teveleni ist von den epirotischen Bataillonen beseht wachen, die einem An­griff der albanischen Ausständigen aus die Stadt zuvorkommen wollten.

Aus StaSt «nv Land,

(Siegen. 16. Juli 1914.

"Tageskalender lür Donnerstag, 16. Juli: Steins äs a r t e » : Abends 8)4 Uhr: 5. Sl b o n n e m e n t i S o n j e r t der Negimenlskapelle. ,

** Die Veranlagung des Wehrbeitrags in Hessen kann in der Hauptsache als beendet angesehen werden. Das Ergebnis stellt sich nach amtlicher Bekannt- ttiachung insgesamt auf rund 16 000 000 Mk. und verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Veranlagunqs-sFinanzamts-) Bezirke: Alsfeld 140949 Mk., Büdingen 233908 Mk.. Buß- bach 138072 Mk., Friedberg 795 201 Mk. 0) i e tz e n 916 878 Mark, Grünberg 56697 Mk. Homberg 42876 Ml., Hungen 358806 Mk., Lauterbach 109 365 Mk, Nidda 102 972 Mk , Schotten 32061 Mk., Beerfelden 49 917 Mk, Tarmstadt I 35534lXl Mk., Darmstadt II 187 725 Mk, Dieburg 113 601 Mark, Fürth 128 049 Mk, Groß-Gerau 149 205 Mk., Heppen­heim 68256 Mk, Höchst 50 909 Mk., Langen 14,188 Mk, Michelstadt 226959 Mk Offenbach I 1 728 783 Mk., Offen- dach II 97 488 Mk, Reinheini 86139 Mk, Seligenstadt 38 925 Mk.. Zwingenberg 476 235 Mk., Alzey 207108 Mk., Bingen 357 210 Mk. Mainz I 2372 529 Mk. Mainz II 217 617 Mk, Mainz III 453 700 Mk, Ober-Jngeiheim 134373 Mark, Oppenheim 202 068 Ml, Osthofen 159855 Mk, Wörr­stadt 68589 Mk., Worms I 1686 738 Mk, Worms II 163 455 Mark.

* Aus dein Schuldienste. Uebertragen ivurde der Schulamisaspirantm Eva Busch ouS Ober-Mörlen, Kreis Friedberg, eine Lehrerinstelle an der VolkSschnle daselbst.

" Kaisermanöver. Der König von Italien wird der Einladung deS Kaiser- zu den Käiscrmonövern Folge I'iftcn. Der König mit Gefolge wird kurz vor Beginn der ik iiserwanöver in Bad Homburg einireffen und in dem Hom- rnrgrr Schlosse als Gast des Kaisers Wohnung nehmen.

»* Eine größere militärische Hebung findet in diesen Tagen in dem Gelände zwischen Großen-Linden, Wetzlar und Butzbach statt. Es uebwen daran Teile der 21. Kavallerie^Brigade, die llnteroffizierschule Wetzlar, die Butzbacher und Gießener Garnison teil. In der Nähe von Klein-Linden findet großes Biwak statt. Ein Metzger aus Klein-Linden ist mit der Lieferung zweier lebender Schlacht­schweine beauftragt worden.

" Gewerbe-Ausstellung. In den letzten Tagen wurde die Ausstellung fleißig von Landwirten und Schulen besucht; so war in großer Zahl der Landwirtschaftliche Verein des Regierungsbezirks Wiesbaden gestern vertreten. Um die segensreiche Tätigkeit des roten Kreuzes zu fördern, vor allein »m dem hiesigen Verein Mittel zu beschossen, die im Falle einer Mobilmachung sofort Verwendung finden können, hat der AuSstellimgSvorstand, einer Anregung folgend, Samstag, den 25. Juli, einen Roten-Krenz-Tag eingeschaltet, dessen Ertrag dem hiesigen Roten-Kreuz-Verein zufließcn soll. Es ist beschlossen, vormittags, nachiiiittags und abends Konzerte abznhalten, aber von basarähnlichen Deranstaltwige,, abzusehcn. Als Eintrittspreise werden auf alle Dauer- und Beikarten je 20 Pfg. »»d aus Arbeiterkarten je 10 Psg. er­hoben. Mitglieder von auswärtigen Kriegervereinen und ihre Angehörigen zahlen bei vorheriger Anmeldung 50 Pfg. Für andere Besucher gelten die üblichen Tagespreise 70 Pfg. für die Person.

"Die Aillageiimusik findet infolge Verhinderung der Regimentskapelle am Sonntag, den 19. Juli bei gutem Wetter morgen Freilag abend um 7 Uhr statt. Ter Spiel- plan ist folgender: 1. Hesse Darmstädter sain mir! 2. Luvcr- türe^ur Operette:Die Irrfahrt ums Glück", Fr. v. Suppe.

3.So recht von Herzen gern", Mazurka-Eapri.ee, P. Eim.

4. Auf zum Nordpol! Marsch, Fr. Meister.

»»Wissenschaft licheHoöb-fahrtdesVereins für Luftfahrt in Gießen. Tie im vorigen Jahre von den Herren Privatdozent Tr. A. Peppler-Gießen uud- Dr. K. S t u ch t e h-Marburg .begonnenen Hochsahrten, bei denen, wie den Lesern des Gießener Anzeigers noch erinner­lich, Höhen von 8000 Metern erreicht wurden, werden in den nächsten Tage» bei günstiger Witterung fortgesetzt. Der Verein für Lustfahrt in Gießen hat durchseinen Vorsitzenden, Herrn Pros. Dr. W. König, das Protektorat über die Fahrten übernommen. Durch die Bemühungen des Herrn Geheimen Regierungsrats Prof. Dr. R. A ß m a n n - Gießen ist es gelungen, den neuen 2200 Kubikmeter fassenden Ballon ,,Heinrich Hertz", dessen Eigentümer Baron Krupp von Bohlen-Halb ach ist, für die Hochsahrten kostenlos zu erhalten. Ta im Interesse der wissenschaftlichen Messungen Höhen über 8000 Meter erreicht werden müssen, war es leider nicht möglich, mit dem BallonGießen", der nur 1680 äubik- rneter faßt, zu fahren. Zurzeit existieren in Deutschland nur 9 Ballone von 2200 Kubikmeter Inhalt, von denen 7 ein Alter über 5 Jahre haben, also für Hochfahrt nicht mehr dicht genug find. In Frage kamen nur noch die Ballone Metzeler" undHeinrich Hertz". Der berühmte Höhen- Weltrekord von Süring und Bouson bis 10 800 Meter wurde mit einem 5400-Kubikmcter-Ballon ausgestellt, kann also bet den heutigen Ballongrößen ntcht annähernd erreicht werde».

Der Atademische Wartburgduud zOrisgrupve Gictzeni veranstaltete am Dienstag abend eine Versammlung. in der Professor Dr. Srbian einen Vortrag hielt über:Die gegenwärtige Kirche »auskrittsbewegung und die Gebildete n". Kirchenaustrttte von einer christlichen Ge- meinlchast in die andere, so führte er, aus. hat es zu allen Zeiten gegebcii. erst seit Mitte de? 19. Jahrhunderts auch zur Konscinons- losigkeu. Die Jahre um die Jahrhundertwende bis 1912 zeigen ein Hin- und Hertluten der Austritts,iffer 'Dock kann von einer wirkliiben Bewegung erst im Jahre 1913 die Rede sein, denn sie wargemacht" Allein in Berlin kehrten etwa 20000 der Kirche den Rücken. Auch die tatholüche Kirche nicht ganz unbeteiligt. Der Gesamtverlust der evangel. Kirche von 19061913 beträgt /ungefähr 110 000 Seelen bei einer Bevölkerungsfchichi von 40 Millionen evangelischer Christen Deutschlands. Bedenken wir, daß die 40 Millionen Evangelischer vom 14. Lebensiahre ohne weite­res dos Recht haben, aus ihrer Kirche auszuireten, io ist die Zahl der Austritte doch klein zu nennen. Noch günstiger stellen sich die Verhältnisse, wenn man bedenkt, daß den Austritten auch Eintritte in die Kirche gegcnüberstehen. So allein im Jahre 1911 bei 17 000 Austritten 10 300 Einttitte. Nicht alle Austritte sind immer solche zur KonsessionSlosigleit. ein großer Teil ist aus die Werbearbeit der Sekten und der katholischen Kirche zu setzen. Die meisten Eintrerenden kommen aus der katholischen Kirche. Die Austritte im Jahre 1913 sind fast durchweg solche zur Kon­fessionslosigkeit. Ganz in der Stille bereitet das Komitee Koni- seiiionslos den Angriif auf die Kirche vor. Eine Anzahl Austritts- etklätungen wurden zunächst gesammelt, um dann durch Massen­etklärung Stimmung zum Austritt zu. machen. Ter Eriolg. zu­mal bei den Gebildeten, kann als gänzlich Mißlungen bezeichnet! werden. Nun wandte man sich an dieMassen" und paktierte mil der Sorialdemokratie. in erster Linie mit Liebknecht und Peus. Ter Vorstand nabm ossiziell von einer Begünsttgung der Bewegung Abstand, da Ibm durch dar Erfurter Programm, das die Religion zur Drivaisache macht, geboten war, sich zurückzu- halten. Durch Massenagnation luchte man zu wirken. Am meislen versvrach man sich von Kirchenaustrittsversammlun- ae n, wie sie am 20. November gleich an 12 verschiedenen Stellen Berlins veranstaltet wurden. Auch am Kirchewonntag und am 13. Januar landen wieder 12 Versammlungen statt Wohl Hot man mitWiüenschist" reichlich um ilch geworfen, aber sie mußte naturnolwendigerwen'e ohne Eindruck aus die Gebildeten bleiben. Die denkbar niedrigsten Mittel, deren man sich bediente, veriehlten andererseits aut die Radaumassen ihren beabsichtigten Eindruck nickt. Tie Gründe zu jener Kirchenflucht sind ver­schiedener Art. Zunackit die Steuermüdigkeit. Vielleicht empfand man auch gewisse Einrichtungen der Kirche als unsozial, io das Vermieten von Kirchenstühlen, vielleicht cntbcbrten auch manche Amtshandlungen der Pfarrer des nötigen Takts. Ein nicht zu untcrschäsender Faktor ist der Haß gegen den Staat. Man honte mit dem Austtitt aus der mit dem Staate verbundenen Landes- lircke diesen selbst zu treffen. Weiterhin maßgebend dürste die Gleichgültigkeit gegen die Religion gewesen sein. Von all diese» Gründen durste für die Gebildeten nur der letzte zugkräitig sein. Doch im Gegensatz dazu findet sich icho» heute unter ibiien mehr Verständnis und Interesse für Kirche^ und Theo­logie. Selbst bis in die Kreise der revisionistischen Sozialdemv- kräiie hinein ist das spürbar, wo man sich nicht scheut, der Lebensireudigkeit und dem Slerbenstrost des Christentums das Wort zu reden Mit einem Avpell an die Gebildeten in der Be­urteilung der christlichen Religion richtig zu leben und richtig zu iinden. schloß Proiessor O. Dr. Sckian seine mit Beiiall ous- genommene Darlegung. Eine Aussprache schloß sich an, an der sich u. a. Proiessor Tr. Bogt beteiligte. K. R.

"Die Vieh markte in Gießen finden wegen der herrschenden Senchengcsahr bis aus weiteres nicht mehr statt.

*» D i c Viehmärkte für das Jahr 1915 sind wie folgt festgesetzt worden: an dem Datum mit Kreuz findet gleichzeitig ein Krämermarkt ans Oswalds-Garten statt: Januar 5. und 6., 19. und 20.; Februar 2. und 3., 16. und 17.: März 2. und 3., 23. und 24.4 imn 24. März Ps erdemarkt: ..April 13., 27. und 28.4; Mai 11. Uitd 12.4. 25. und 26.; Juni 8., 22. und 23.4: Juli 6. und 7.4, 20: und 21.: August 3. und 4.4, 17. und 18., 31. und September 1.4, 14. und 15., 28. und 29.f (29. September Pferde markt); Oktober 19. und 20.4; November 2. und 3.4, 16. und 17.4, 30. und T e z c m b e r 1., 14. u. 15.4.

»» Das Gewitter, das gestern nachmittag die ersehnte Abkühlung brachte, ging vorüber, ohne emen ernsten Charakter anzunchmen. Anders im Voriaunuslandc, dos abermals von einem furchtbaren Unwetter mit verheerenden Blitzschläaen und wol- lenbruckartigen Niederschläge» peimgesücht wurde. In Trars- M unzenberg hagelte es sehr stark. Vom Hagelschlag wurden auch die Felder Fricdbcrgs verwüstet.

" Vons Hitzschlag getroffen. Ein Versicherungs­agent ans Gießen, der am Dienstag in Begleitung eines Marburgcr Agenten von Cyriaxweimar nach Niederweimar ging, beklagte fich plötzlich über Unwohlsein und stürzte zn Boden. Ein Hitzschlag halte seinem Leben ein Ende bereitet.

** Ein Doppeldecker überflog heute morgen 9>/, Uhr Gießen in der Richtung nach Marburg.

"Ausbau vornehmer Läden. Der Umbau der Ladenlokalc in moderner Art vollzieht sich am Selierswcg in einem recht erfreulichen Maßslabc. In dem Straßenzug. der den HauptgeschästSverkchr der Stadt vermittelt, kann auch selbst der Geschäftsluann, der am althergebrachten hängt, nicht mehr zurückstehcn gegenüber seiner Nachbarschaft und der Konkurrenz. Daher erklärt es sich, daß der Scliersweg in den letzten Jahre» durch Neubauten mit modernen Läden oder durch Umbauten ein großstädtisches Ansehen erhalten hat. Es scheint auch, als wenn sich der immerhin nicht bedeutende Geldaufwand für die zeitgemäßere Ausmachnng der Läden einigerniaßen bezahlt macht. Zu wünschen wäre cs, daß nun endlich zwischen Kreuz­platz und Maigasse der Seltcrsweg verbreitert wird, um hier ausreichend Platz zu schaffen für den sich von Jahr z» Jahr steigernden Geschäftsverkehr, der an dieser Stelle durch die Straßenbahn lebensgefährlich geworden ist.

»» Eine S o l da t e n f a m i l i e. Aus dem Cronbcrg be­nachbarten Krontbal dient augenblicklich der ftcbentc Sohn des BrunncnmeisterS Paul Schneider beim Militär. 1897 trat der älteste Sohn Wilhelm beim 3. Fußarttllerie-Regiment »in, 1900 der zweite Tohn Fritz in das Infanterie-Regiment 166. 1902 der dritte Sohn Karl in das Jntanteric-Regnncnt 177,

1906 der vierte Sohn Eduard in das Jnfanterie-Regüneni 171,

1907 der füm'tc Sohn Adolf in das I » f a n t e r - R c g. 116, 1910 der sechste Sohn?>aul ln das Jnfantcric-RegiinsNt Wnd jetzt trat der jüngste und 'siebent' Sobn Heinrich ebenfalls in dar 88. Jnsantcric-Rearment ein. Der Vater dieser sieben Solbalen bat selbst des Königs Rock getragen unö 187071 den Feldzug gegen Frankreich mitgcmacht.

»» Tic silberne Hochzeit feiern am Freitag Zugführer Heinr. Bender und Frau, Johanna, geb. Lehrmund.

»» 2 5jähriges Tienstjubiläum feierte heute der Polstcrcrmeistcr der Hofmöbeliabrik Th. Brück, Herr P. H k n n i q , und wurde durch die Firma und die Angestellten mit Geschenken be­dacht.

** Arundstücksvcrkchr. Grundstücke zu B c r g h c i m, die aus den Namen des Heinrich H o i II. und seiner Ehefrau Marie Emma ged Jüngling in Bergheim eingetragen waren, sollen Montag, den 28 September 1914, vormittags 9 Uhr, aut dem Ortsgericht Bergheim anteilmäßig, d. b die dem Ehemann ge­hörende Halite. im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert wer den. Ter Berstesgerungsvermcrk ist am 17. Juni 1914 in das Grundbuch eingetragen worden

»» Güterrechtsregister Kauimann Leovold Keller und dessen Ehefrau Clementine gib. Stern in Fried b erg, und

Lolomotiviunrer Heiiiruh voller UIIV reuen Eueuau Lina aep. Holler zu Frlkdbc.g.Fauccbach lmdcn Ecrungenichaslsgemeimchaltt vereinbart.

Landkreis Gießen.

Obbornhofen, 16. Juli. Am l. August wird ins dem Orte Obbornhosen i Kreis Gießern unter Aushebung der' Posihilsstclle eine Postagentur eingerichtet. Tie neue: Postanstalt erhält die Bezeichnung Obbornhofen (®et* terau).

Kreis Büdingen

H. B üd in g e n, 14. Juli G e mei n d c ra t s s i tzung. Das Kreisamt hat zum Boranicktag der Gemeinde Büdingen Revr- sionsbemerkungen erhoben, die vom Gemernderot geprüft unp wozu die Abänderungen im Voranschlag beschlossen werden. 9lur der Bemerkung aus Erhöhung der Umlage um 3000 Mk. wird nicht zugestimmt, sondern beschlossen, daß die Umlage in der Hübe von 107 000 Mk.. wie bereits genehmigt illr 1914, bestehen bleiben solle. Der Verttag mit Karussetibesitzer Ernichütz über Vergebung des Platzes zur Ausstellung des Karussells bei den beiden Jahrmärkten ist abgelaufen. Me weitere Vergebung aus drei Jahre sott öffentlich ausgeschrieben werden. Zur Ein­führung der Elektrizität in Büdingen soll aut'dem alten Festungsturm im Hirschgraben beim Rosenkäuzchen eur Transformawr angelegt werden. Der Gemeinderat ist im Interesse des Tenlmalschutzes nicht geneigt, seine Zustimmung zu geben. Es wird empfohlen, ihn auf einem Grundstück in der Nähe des geplanten Platzes zu erbauen. Dieses wird nach Orksbesichtigunz unter Zuziehung eines Ingenieurs beschlossen. Die Erbauung eines vierten Gasofens wird, da der bisher IM Gebrauch grwesem! erneucrl werden muß. beich.losieii und die 'Aussührung der Firma Bereinigte Chamotie-Werke in Marktredwitz übertragen. Die Auf­wendung hierfür beträgt nach Mitteitung des Bürgermeisters 7000 Mk. Nach langen Verhandlungen wird die Erbauung einer Leichenhalle beschlossen. Nack dem vorläufig von der Kreisbaninspektion mitgetcilten Voranschlag beträgt die Bau-' summe etwa 5000 Mk. .

X Orleshausen, 15. Juli. Heute feiert hier Lehrer Wilhelm Strack sein 50jähriges Dienstjubiläum im Kreise seiner Familie, vieler Lehrer und der Vertreter der Schul­behörde. Der Jubilar hat viele Jahre lang in Ratnrad und Glashütten des Kreises Schotten gestanden.

Kreis Alsfeld.

§§ Ruppertenrod, 15. Juli. Dem verstorbenen Reinhold Allendorf aus Gebftädt in Thüringen, der Ruppertenrod ein Armenkapital, einen Fonds für die Kon­firmanden und andere Zuwendungen gestiftet hat, hat die Gemeindevertretung aus Dankbarkeit eine Gedenktafel aus schwedischem Granit gewidmet, die jetzt in der Kirche angebracht wurde. Der verstorbene Stifter hat auf dem hiesigen Friedhof seinen einzigen Sohn liegen, der als Sol­dat aus dem Durchmärsche hier durch den Hufschlag eine? Pferdes tödlich verletzt wurde. Das Scheibenschießen des hiesigen Kriegervereins an den lebten beiden Sonn­tagen brachte als Sieger den 70jährigen Wagnermeister Konrad Rohn, der jetzt in Ober-Ohmen wohnt. Am ersten Sonntag schoß er 36, am letzten 37 Ringe.

Kreis Friedberg.

h. Friedberg, 15. Juli. Tie noch sngendliche Köchin Hermann aus Frankfurt hat fich gestern in ihrer hiesigen

Dienststellung mitLeuchtgas vergiftet.

Starkenburg und Rbeinhessen.

-- Tarmstadt, 15. Juli. Bei dem Bau der Zeppe- li n l u f l s chi s f h a l l e ereignete sich heute ein schwerer Unfall. Ter an dem Eisengeräi beschäftigte Schlosser Au rache sttirzie herab und erhielt so schwere Verletzungen, daß er bald daraus starb.

d Mail, z, 15. Juli. In der heutigen Sitzung der Stad t- oerorbneten wurde Fabrikant T,, ckerhoIs (Nationall.) als Stadtverordueler in sei» Ami eingesührt, nachdem der Berwal- lungsgerlchlsbol die aus den Sozialdemokraten Hirsch bügel in Moiuz-Kaüel geladenen Stimmen kür ungültig erklärt hat. Stabtu. K l i u g e l s ch >r> > 11 brachte Beschwerde gegen das Relnigiuigsamt vor, daß Abbruchsarbeilen in eigener Regie aus- lühre »nd damit de» Gelverbetreibcudeu die Arbei! eutziehe. Die Sozialdemotraten legten sich für die Regiearbeiten ins Zeug, während Sladlv. Gewerberal Ja l t dem energisch wiedersprach. Die Angelegenheit ioll von der Reinigungsdeputation geprüft wer­den. - gilt den Ausbail des rechte» Rheinulers unterhalb der Slrahenbrücke in Mainz-Kostel wurden I1S9Ü0 Mk. bewilligt. Nach Fertigstellung der Arbcil erhält die Stadt vom Staate einen Zll- schuß von 69 500 Mk.

Hesstn-Nassau.

(i Marburg. 15. Juli. In der lutberischenPfarrkirche wurde heute das Miisiorissest der Diözese O b c r h e s s c n abgcbalten. Wie immer, so batten sich auch diesmal viele Besucher aus dem hie­sigen und den umliegenden Kreisen cingeiunden. Fcstprediger waren Oberkonsistorialvräiidcnt v. Tr. B c z z e l - München und Pastor R ä d c r -Hermannsburg. *

a Attenkirchen, 15. Juli. Hier hoi sich ein Verein zur Errichtung eines B i S »in rckt u r u> e s gebildet. Die Kosten des Turmes, der eine Höhe von 4b Fuß erhalten soll, sind auf 12000 Mk. veranschlagt. Ein Grundsatz von 8 bis 9000 Mk. ist bereits vorhanden.

i> Biedenkops, 15. Juli. Die diesjährige Bürger­mei sie r v c rsa muilu » g deS Kreises war auS allen Gegenden gut besticht. Es gelangten zur Besprechung: die Rachprüsulig der Polizeiverordmmgen. das neue Wasierrecht, die ütilsdchnung der ElektrizttätSoccsorgimg, die Verbesserung der Verkehrsmittel des Kreises, die Schularzifrage, die Frage der Errichtung einer Krcisabdcckerei und die Frage, ob für den Kreis eine landwirtschaftliche Schule z» errichten sein wird.

«erictztrsaal.

Eine wichtige Entscheidung.

b Cronberg, 15. Juli. Scholl seil lailgem klagen hiesige Erdleerzücbler über erheblicbe Schäbeli, die ihren eingezänntea Kullureu durch die Rehe zugelügi lverdeu. Die Jagdpächler iveigerten sich, für den Schade» aulzukommen, da sie in eingezlkunten Grundstücke» nichs jagen dürlen, icnd lührie» eine gerichtliche Gut- scheldnng herbei. Auch die Ltadl als Veroächteril, Hane ei» In­teresse al> dem Ausgang des Prozesses, weil lür sie die Frage von Wichtigteit ivar. weiche Grundstücke als elngezäunt anzusehen sind. Das Gericht entschied jetzt in letzter Instanz dahin, daß die Pächter für Wildschäden, der den Kulturen tu umhegten Grundstücken ju- oefiigt wird, nicht herangezogen werden können. Tie Eladt als Verpächterin verlor de» Prozeß.

Sport-,

Ruderregatta. Vorschau Me Meldungen zu der Ruderregatta am Sonntag, den 19. Juli, am Bootshaus der Gießener Rudcr-Geicttscboii 1877 aus der Lahn lind sehr zahl­reich. ausgefallen. 15 Vereine haben Boote mit Rudcrcnt gemeldet und da die hiesige Regatta ziemlich den -Beschluß -der diesiährigeu, Ruderzeit bildet, so treffen sich am Sonntag nur bereits erprobte und iieareich geiveienc Mamischistten. um aut der Lahn ihre Kraite zu messen. Gleich das erste Rennen, die seit Jahren von den Labn-BerbondSoereinen heiß umstrittene Trophäe um den Wander­preis des verstorbenen Ehrenvorsitzenden der Gießener Ruder- Gescllichoit 1877, des Herrn Jean Kirch. wird ein icharies Rennen zwilchen der kräftigen Limburger Liercrmannichait, den ovriahrigen Siegern, uns dem bereits in Ems und Essen erfolg-