Ausgabe 
11.7.1914
 
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Nr. J60

Drittes Blatt

164. Jahrgang

Erjcheinl täglich mit Ausnahme des Sonntags.

DieEichener Zamilienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Krmblatt für den Kreis Stehen" zweunal wöchentlich. Tie ..Landwirtschaftlichen Zeit- fragea" erscheinen monatiich zweunal.

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Cberhessen

Zamstag. ll.Zuli 1014

Rotationsdruck und Verlag der Drühl'schea Universitäts - B^,ch- und Steindruckerei.

R. Lange, G.efren.

Redaktion, Expedition uild Druckerei: Schul« srrave 1 - Expedition und Verlag: 51.

Redaktion:112. Tel.-Adr.:AnzeigerGieven«

Oesterreich und Serbien.

Wien, 10, Juli, Es wird gemeldet, das Ergebnis der Untersuchung des Attentate solle jojort nach dem Abschluß der Oesfentlichkcit übergeben werden. Ein Teil des Beweis- Materials solle zur Kenntnis der serbischen Regierung ge­bracht werden mit dem Ersuchen, die Untersuchung zur Er Mittelung und Bcstrasung der Schuldigen cinzulciten und dasür Sorfjc zu trage», dass künftig die großicrbische Be­wegung in Bosnien nicht durch Agitationen aus Serbien genährt werde Tic nötigen Schritte des österrcichisch-unga rischen Gesandten in Belgrad erfolge» »och in dieser Woche, und es sei zu cnvarten, daß, wenn Serbien offiziell jede Gemeinsamkeit mit der hochverräterischen Agitation in Bos­nien ablehne, auch denjenigen Serben ein Licht ausgehen werde, die sich bis jetzt durch die Zweideutigkeit der ser­bischen Politik irresühren ließen, Ob sich die österreichisch- ungarische Regierung mit der Turchsührung der Beschlüsse zufricdengeben könne, ob das Ucbercinkommcn, das die ge- gemcinjame Ministcrkonsercnz getroffen, auch alle Maß­nahmen erschöpfe, die durch das Verbrechen nötig gemacht seien, dürfte von der Antwort abhängen, die die Monarchie aus Belgrad erhält,

Das europäische Gewissen.

Wien, 10, Juli, TieNeue Freie Presse" betont in ihrem Leitartikel- Ter Mord von Serajewo weckte nicht bloß bei den Völkern, sondern auch bei den Regierungen das nur allzu lange zum Schweigen gebrachte und vermißte europäische Gewissen, Es könne wohl ohne Ucbcrtreibung gesagt werden, daß die Kulturrnächle in diesem Augenblicke zur Monarchie ständen und daß austerhalb Serbiens überall das schärsste Urteil der Zivilisation über die Verherrlichung des Mordes und die Beschönigung der Beweggründe aus­gesprochen werde, Tie moralische Vereinsamung des Groß- serbenttims werde oiscnlnndig. Das ganze deutsche Volk siche aus seiten Lesterrcich llngarns, Tas Großserbentum werde im Deutschen Reiche als ein.Schödling des europäischen Friedens gebrandmarkt. Noch in jeder Krise strecke sich dgr Monarchie die Bruderhand entgegen und so zeige sich wieder das Bewußtsein von Gegenseitigkeit und josortigen Zu­sammenschlusses, Das Blatt hat auch ernste Gründe zu glau den, daß das verbündete Italien oie Gesinnung des T-eut- schen Reiches teilet Teshalb werde Italien, verxint mit dem Deutschen Reiche, das Acusterste versuchen, Serbien zu be­wegen, daß es sich von dem Großserbentum losrciße und endlich dem Nachbar, der das Land während des Balkan- kricges schonte, die Treue ltzilte, England werde mit Recht seine» ganzen Einsluß benutzen, um «erbten zur Besinnung u bringen und die europäische Versehmung des Groß- erbentums zu bewirken.

Eine Erklärung Gyorghsvics.

Nagybecskerek, 10, Juli, In einer allgemeinen Versammlung des Komitats Toronto!, in dem die werben in relativer Mehrheit sind, erklärte der Führer der Serben, Ghorgvevics, er fühle sich verpflichtet, namens der Serben die tiefste Entrüstung über das Attentat in Sara- fewo auszudrücken und zu erklären, daß sie in Treue und Anhänglichkeit dem Vaterland und dem Herrscherhause er­geben seien und hierin keinem anderen Volke nachständen. Die Serben toicsen mit Entrüstung den Gedanken zurück, daß sie sich sehnten, einem srcmden Staate anzugchören. Eine entsprechende Entschließung wurde einstimmig angenommen mit dem Hinzufügen, daß die Regierung ersucht werden solle, nur in Ungarn erzogene patriotische Geistliche und Lehrer cinzustellcn und die Preßkontrolle mit größter Sorgfalt aus­zuüben, Auch in anderen von Serben bewohnten Städten und Komitatcn ergriffen die Serben den Anlaß, ihren Ge­fühlen des Patriotismus und der Anhänglichkeit an die nastie und zugleich ihrer Entrüstung, über das von zweien ihrer Slammcsgenosscn verübte Attentat sichtbaren Aus­druck zu verleihen,

Sarajewo, 12, Juli, Der Landtag ist auf Grund einer kaiserlichen Verfügung geschlossen worden.

Au; Albanien.

Duicazzo, 10, Juli, (Meldung der Agenzia Stesani.) Dte Epiroten nebst griechischen Truppen haben alle Gebiete, welche auf Grund der Londoner Abmachungen geräumt toaren, bis aus vier Dörfer wieder besetzt und atich diese werden die albanischen Streitkräfte wegen der Aussichts­losigkeit der Verteidigung räumen. Tie Bevölkerung flüchtet nordwärts.

Heimkehr des Fürsten von Albanien? h, Frankfurt a, M,, 10, Juli, Wie aus Ncuwred berichtet wird, sind dort bereits wieder große Ai öbeltransporte der sürstlichen Familie aus Turazzo eingetrossen. Zugleich tvcrdcn die bisher von dem Fürstcnpaar bewohnten Räume erneut und wohnlich hcrgerichtet, _

Die Reichstagsersatzwahl in Koburg.

Stichwahl zwischen Fortschritt und Sozialdemokraten,

Koburg, 11, Juli, (Vorläufiges amtliches Wahlergeb­nis.) Bei der heutigen Reichstagsersatztvahl im Wahlkreise Koburg-Gotha wurden bis 11,15 Uhr nachts im ganzen 14105 gültige Stimmen gezählt, Tavo» erhielten Stolle, Ko­burg (Natl.) 3372 Stimmen, Fabrikant Arnold, Neustadt bei Kvburg (Fortschr. Vpt.) 5472 und Rechtsanwalt H o s s - mann, Hof in Bayern (Soz.) 5651 Stimmen, Das Wahl­ergebnis von 12 kleinen Wahlbezhirken steht noch aus, Es ist engere Wahl zwischen Arnold und Hoffmann erforder­lich. Tie Ersatzwahl war durch die Erticnnung des bisherigen nationalliberalen Vertreters, des Regierungsrates Quarck zum Ehef der koburgischen Ministerialabteilung notwendig geworden. Bei den allgemeinen Wahlen 1012 erhielt der So­zialdemokrat 6100, der Nationalliberale 4740 und der Fort- Ichrittler 3540 Stimmen, In der Stichwahl siegte der Na­tionalliberale durch fortschrittliche Unterstützung mit 7060 Stimmen gegen 6088 Stimmen, die auf den Sozialisten ent­fielen, Die bei der jetzigen Ersatzwahl erzielten Ziffern lassen erkennen, daß der Zuwachs der fortschrittlichen Stimmen ein erheblicher ist. Der Sieg des Forlschrittskandidaten ist so gut wie sicher. Koburg war ursprünglich alter fortschritt­licher Besitz, 1881 bis 1003 tvurde es von dem Freisinnigen Beckh (Koburg) vertreten.

ver Ausruhr in Ulster.

s1 , e 1 / a ft' 10. Juli. .Die erste von C a r s o n einberufcne Veriammlung der proviioriichcn Ulsterlegierung ist heute zuiam mcngctrclcn, Tie Verhandlungen, die geheim geiührt iveiden werden tu der Ulsterhalle abgehaltcn. die von 400 bewaffneten preiwilltgcn bewacht wird. In der Versammlung beiindcn fid -er verzog von Abercron der Moronis von Lon- dondray und unionistitche Parlamentsmitglieder Ulsters r,re Ankuntt Carsons gab Gelegenheit zu einem allgemeinen » e ic rtag Die Angestellten der Schiisswcril verließen heute Trüb pic Arbeit, In den Straßen bildeten Tausende von Menschen Sva Icer und bereiteten Canon einen begeisterte» Emviang, Eslorlicrt von vierhundert vollständig bewaisncten Freiwilligen »nd einer Radtahrerabtcilung von 50 Mainz, begaben sich Earson und die übrigen Unionisteniührer in die Versammlung des Univnistenratcs London, IO. Juli, Tie Versammlung der provisorischen Regierung von Ulster hat eine Entschließung angenommen, in der »c ihre Vereitwilligkcit ausspricht, alle Vorschläge, die gemacht werde, um Ulsters Rechte unter dem Reichsparlamcnl zu wal>- rcn, in Erwägung zu ziehen. Das Mißtrauen gegen die bona fidcs der Regierung zwinge sic aber, mit ihren Vorbereitungen zum Widerstand gegen die Auferlegung eines HomcrulcparlamentS aut Ultler fortzusahrcn.

Pcutfcbc» Ncich.

Der Kaiser begab sich am Freitag vormittag nach einem kurzen Spaziergang an L>and an Bord desRostock" und nahm die Mittagstafel mtl mehreren Herren der Um­gebung beim deutschen Konsul Mohr, Gegen Mittag traf der Postkurier vom Mittwoch abend ein. Es herrscht warmer Sonnenschein, An Bord ist alles wohl,

Rudolf v, Bennigsen, Gestern, am 10, Juli, waren 00 Jahre verflossen, seit Rudolf v, Bennigsen geboren wurde. Die nationallibcrale Partei hat ihres langjährigen Führers an diesem Tage dantbar gedacht, Abg, Bassermann wid mcte demgroßen Führer, dem es Jahrzehnte vergönnt war, dem Baumeister des Reiches, dem Fürsten Bismarck, ein treuer Helfer zu sein," in der Nationalliberalen Korrespon­denz einen längeren Artikel, an Hessen Sckfluß es heißt: Sein Leben ist eine Mahnung an seine Partei. Bennigsen sah die großen Zeiten der Partei vergehen, der Wirtschaft lichc Streit zerriß ihr Gefüge, und die sozialen Probleme warfen immer neue Streitfragen ans. Dieser Tagcskamps mit seinen tausend kaleidoskopartig sich verschiebenden Ein zelhciten, mit seinen materiellen Interessen und der immer gehässiger werdenden Tonart behagte dem in dem Kampfe nm Deutschlands Einheit groß gewordenen Politiker wenig, Slber den Glauben an die Zukunst der nationalliberalen Partei hat er bewahrt bis an sein Lebensende, Des Vater­landes wegen betrieb er nationale und liberale Politik, und wie er ein glühender Patriot war, .so erfüllte ihn anderer­seits der Gedanke, daß eine starke liberale Partei eine Not­wendigkeit ist, wenn nicht dte Grundseften des Staates er­schüttert werden sollen,"

Der Ausschuß des Preußischen Abgeord- n et en Hauses beendete die erste Lesung des Fidei- kom mißgesetzes. Auf eine Anfrage von Zentrumsseitc erklärte der Justizminister, die Vorarbeiten für die Vorlage betr, die Befestigung des bäuerlichen Besitzes würde mit Be­schleunigung betrieben, es lasse sich aber noch nicht über­sehen, ob die Arbeiten bis zum Herbst abgeschlossen sein könnten. Die zweite Lesung in der Kommission beginnt am 6, Oktober, Ter Ausschuß fiir das F i s ch e r e i g e s e tz be­schloß entgegen dem Gesetzentwurf, der als Stcmpelgcbühr für Fischcrcischcine drei Mark Vorsicht, Stempel frei- h ei t. Eine au die Kreise zu leistende Gebühr wurde ab­gelehnt,

DerRudolstädterLandtag genehmigte den Ver­kauf der Kammergüter Seedorf imd Horndorf in Holstein a» die Gräfin DeftpHalen zu Fürstcnberg sür 4 425 000 Mk. bei einer Million Anzahlung,

Ausland.

Bei den Landstingswahlen in Dänemark wurden 20 Rechtsstehende, 5 Freikonservative, 20 Links­stehende, 5 Radikale und 4 Sozialisten gewählt. Die Rechte verliert 5 Sitze, Bon den 12 vom Könige ernannten Mit­gliedern sind neun Anhänger der Regierungsvorlage be­treffend die Verfassungsänderung, so daß der neue Lands- tiug aus 38 Anhängern und 28 Gegnern der Vorlage besteht. Der ausgelöste Landsting zählte 33 Anhänger und 33 Gegner der Vorlage,

Der französische Senat hat einstimmig bei 288 anwesenden Mitgliedern die Gesetzesvorlage betreffend die Bewilligung des Kredits für die Reisen des Präsi­denten nach Oiußland, Schweden, Norwegen und Däne­mark angenommen.

Der Finanzausschußdes französischen Se­nats traf eine bedeutungsvolle Entscheidung, Mit 13 gegen eine Stimme lehnte er abermals trotz des Einspruchs des Ministers Thomson die für den Wohnungsgeld­zuschuß der unteren Postbeamten erforderlichen Kredite ab. Die erste Milchnung dieser Kredite durch den Ausschuß und den Senat führte zu der jüngsten Arbeits­einstellung bei dem Pariser Hauptpostamt,

Frankreich und der Hansiprozeß, Tic Pariser öffentliche Meinung hatte dem Prozeß gegen den Schrift­steller Hansi mit dem größten Interesse entgegengesehen. Die Blätter bringen heute spaltenlange Artikel über den Verlaus der gestrigen Verhandlung, Auch die fleinsten Ein­zelheiten werden nicht verschwiegen, Kommentare fehlen wegen der Kürze der Zeit noch vollkommen. DerFigaro" bringt an hervorragender Stelle eine Auslassung, (Das Blatt erklärt u, a,: Die schwere Verurteilung Hansis, die in keinem Verhältnis zu seinen reizenden und natürlichen Zeichnungen steht, ruft bei uns eine tiefe Erregung und namenloses Erstaunen hervor. Bei uns hätte man davor zurückgeschreckt, unter ähnlichen Umständen einen Mann wie Hansi ins Gefängnis zu werfen. Das Reichsgericht jedoch hat nicht gezögert, den eisernen Handschuh auf die Wag­schale zu werfen. Der Urteilsspruch der Leipziger Richter ist eine unerhörte Herausforderung Bedauerlich ist das Urteil im Interesse Hansis, aber nicht im Interesse und bezüglich des Ansehens Frankreichs, Welch ein Schlag ist denjenigen versetzt worden, die sich bisher nicht versagt haben, trotz allem Trost und Vergessenheit zu juchen, die

eine Vergangenheit verschleiern wolllcn, die durch Erinne­rung an sie allein jedermann vor Zorn außer sich bringt,

D c r russische Gesandte von H a r t w i ä, in Belgrad, dessen Gemahlin sich gegenwärtig in Kvustan- tinopel befindet, stattete am Freitag abend den, österreichisch- ungarischen Gcsanticn Freiherr» von Gicsl einen Besuch ab. Während der Unterredung grisf von Hartwich plötzlich nach der Herzgegend, senkte den Kopf und siel voni Kanapee aus den Fußboden, Gleich nach Eintresfen des Arztes gab von Hartwich seinen Geist aus

^ Ter russische Minister des Acußcrn hat Turkhan Pasche gestern nachmittag empsangen. Die Unterredung dauerte länger als eine Stunde, Turkhan Pascha stattete dann dem französischen und dem englischen Botschafter Besuche ab. An zuständiger Stelle wird ver­sichert, Turkhan Pascha habe aus alle ihn interessierenden Fragen endgültigen Bescheid erhalten. Der albanische Mi­nisterpräsident begibt sich am Samsiag nach Petersburg und reist abends nach B c r l i n ab.

Vereinsnachrichten.

^ Der Eoann. A r e i t e r v e r e» n Gießen feiert am

Sonntag aui der LiebigShöbe sein diesjähriges Gartenfest. Anßer Konzert und Gesangsvorlrägen des Gemischten und Francn- (5l)ors des Vereins sind Aufführungen des ca 100 Linder zählenden ttiuderchors, sonne Preisklcitern und WeU!a»f geplant. Nach Gin- trlttder Dunkelheit ist eine Lampionpolonaise in Aussicht genommen.

wandern und Reisen, väder und Sommerfrischen.

Bad - Nauhelm, 10. Juli. Bi» jum 9. Juli 1914 imb 19470 51 n vq ä ft e nngeloinmeii. Väder wurden bis zuni 9. Juli 225 694 abgegeben.

-^Münster, 9. Juli, In diesem Jahre sind wie alljährlich eine Anzahl Sommersrischler in dem ichön gelegenen Därichcn Münster cingclchrt, um im nahen Hahnberg und in den vielen anderen Martwäldern, die Münster umgeben, Erholung zu suchen,

Köppern cm Taunus bei Bad Homburg v, d, H, hat sich durch seine idyllisckze Lage, herrlichen Berge und Wälder sehr schnell zu einem gern bciuchten Luftkurort entwickelt, Biel Tarnende bon Ausilüglern passieren jährlich die Gegend, Köppern ist Aus­gangspunkt vieler Taunustonren tTasel in der Teichmllhle) und für Erholungsfuchciide ein äußerst anziehender Ort, Man kann daselbst Sol-, Fichtennadel- und Schwimmbäder haben. Durch die Nähe von Bad Homburg v, d, H, I,. Stunde per Bahn, 1>/'« Stunde zu Fuß aus wunderbar schönen Waldwegen, sind bei Promenaden tonzert den Sommersrischlern Trinkkuren, sowie Mineralbäder geboten, ebenso die Teilnahme an den vielfachen großartigen Ver­anstaltungen der Kurverwaltung, Das wildromantische Kövverner Tal mit seiner weltberühmten Saalburg, die der deutsche Kaiser so gern aussucht, sowie die vielen schönen Waldspaziergänge bieten den Kursremden große Abwechselung und sind große Anziehungs­punkte, ft» daß sich der Fremdenverkehr in dieser Gegend jedes Jahr ganz bedeutend gehoben hat. Im Köpperner Tal ist die Teich mühle, ein hübsches, sauberes Pensionshaus mit Restauration ersten Ranges Besitzer C, Thoermer reizend, idyllisch, nahe an ausgedehntestem herrlichstem Walde und Wiesen, unweit vom Bahn- lw> gelegen. Sie ist durchaus modern eingerichtet und wird von Touristen und Kursremden viel besucht,

Rundreisekartcn Württemberg, Schwarzwald, Schwäbische Alb, Bodcnsee, Schweiz zu ermäßig, t e n P r e i s e n. Aus Anlaß der nach StuttgartUlmFriedrichs - Haien verkehrenden Fericnsonderzügc machen wir auf die 18 Serien fester württ.-schweizer, Rundreisekarten aufmerksam, die wie ge wohnliche Karlen während des ganzen Jahres in Stuttgart Hbf., Ulm und einigen tveitercn württ. Stationen ausgegeben werden sdurch die Pos, bezogen gegen 40 Pfg, Einschrcibporto), Tie Rund reisekarten gelten meistens 60 Tage (2 Serien nur 45 Tage) in Schnellzügen mit beliebiger Fahrtunterbrechung, Ihre Inhaber genießen aus verschiedenen Bergbahnen der Schioeiz Ermäßigung, Die Rundreisekarten bestehen nach den verschiedensten Teilen der Schweiz und berühren die beiuchenSwertestcn Gegenden der -Schwä­bischen Alb, des württ, Neckarlandes, des Bodensees, des Schwarz­waldes lwürtt, und bad,). Ein Verzeichnis ist kostenlos durch das Internationale öiientliche Verkehrsbureau, Abt, Württemberg, Ber­lin W, 8, Unter den Linden 14, gegen Portocrsatz erhältlich,

N o r d s c e b a d V ü s I, m: Einen lebendenTümmler" in einem Aguarium zu sehen, ist in Deutschland zuerst in unserem Sccaouarium möglich gewesen. Leider lebte auch er- nur einige Tage, Er war für das Äcrliner Aauarium bestimmt, Ter aus Berlin zur Abnahme telegraphisch herbcigeruicne Jnsvcktor Geils trat alle Vorkehrungen für den Transport des Tieres, Leider verendete es vorher. Es war 1,15 Meter groß,

Tie neue 8, Auslage des Ostizrellcn Taunus- sührcrs, hcrausgcgeben vom Taunusllub, Preis Mk, 2 50 nd der illustrierte L a b n b ö 6 e n w e g - F ü h r er Hr-iS Mark 1,20, cbenälls rvm ITaunusklub' nid weben ih Lu w, Raven ftems Verlag, Frantiuri a, M, ertastene», Ter Taum,Stuhrei einer gründlichen Revision unterzogen, Tic seit Erscheinen der trü- lercn Auslage vor fünf Jahren nötig gewordenen Zusätze und Verbesserungen besonders im touristischen Teil, haben viele Acn- dcrungcn nötig gemacht, Ter Umfang des Werkes ist aut 313 Seile» gestiegen. Zahlreiche Karten und mehrere Pläne erhöhen die Braucktbarkeit dieses taurisrischen Hilfsmittels, jedoch sind einige Fehler unterlaufen, die unbedingt verbessert werden müssen, wenn sie auch nebensächlicher Natur sind. So ist bei G i e ß e II z, B, ange­geben vier ev, Kirchen, was ostcnbar eine Vcrwcckistuiig mit den vier cv, Gemeinden ist: auch haben wir hier leine Lud­wigs- sondern eine Licbigshöhe, Aehnlich liegt es in vielen anderen Fällen und Friedberg hat sich sogar zu einem entrüsteten Protest acksgcschwungen, der in seiner Krümmel-Suchcrcr allerdings weit übers Ziel hinausschießt, Tie wegen ihrer eigenartigen Schön­heit immer mehr in Uustiahme komnicnden Wanderungen im Lahn­gebiet haben den TaunusUub veranlaßt, auch dieses Gebiet in sein Ärbcitsvro-rramm auf-unehmen. In Wetzlar antängend hat der Taunusklub denLahnböhenweg" markiert, der bald abseits des Flusses, bald an öder ölcht über ihm d.rhinziehend über Braun- fels, Weilburg, Villmar, Limburg, Ticz, ^ihaumburg, Arnstein, Nassau und Ems bis nach Oberlahnstein jührt. Ms Wegweiser sür diese Wanderungen ist der mit 26 Bildern und zwei Karten reich illustrierte Lahnhöltz-nweg-Führer erschienen, Tic tertliche Bearbcibing stammt von dem Lehrer W, Schütz (Westerseldt, Beide Werke werden dem Wanderer in Taunus und Lahn willkommene Berater sein, Tie Führer sind in allen Buchhandlungen und beim Verlag Ludwig Ravenstein zu haben.

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