Nr. 155
Zweiter Blatt
Erschein! täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Tie „«ietzener Zamiliendlätler" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich bsigelegt, das „Xreüdlatt für den Kreis Siehe»" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen 5«it-
fragen" erscheinen monatlich zweimal.
164. Jahrgang
General-Anzeiger für Vberhejsen
zreitag. ö.Zuli >Al
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UnwersitätS - Buch- und 'ZteindrucLrrei.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^a§*51. Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießcn.
Suffragetten und kein Ende.
Noch täglül, hört man non dem „Abschaum der Menschn r heit, von verbrecherischem Gesindel, von weiblichen Apachen" die in England sich an Menschen und an den größten Kulturivcrlen vergehen, und wenn sie so mit den einom«-s erwähnten Worten angcredct werden, so ernten sie »ach . allgemeiner Ansicht nur, was sie gesäet haben lim so größere Beachtung beanspruchen die Ausführungen eines deutschen Rechtsgelehrten von anerkanntem Ruf der seine » Äbeinung auf eigenste langjährige Anschauung in England J selbst stutzt. Im neuesten Heft der Deutschen StrasrechtS. Zeitung (Verlag Otto Liebmann, Berlin \V. 57) veröffent- l'cht der bekannte Würzburger Professor Tr Mendelssohn- Bartholdy eine ausführliche Abhandlung, in der er die Ursachen der Untaten der Suffragetten aus einen Grund zurück führt, den man gerade hier am wenigsten vermutet hätte ■ I auf ihr Rechtsempfinden. Mendelssohn Banholdn, der von W der Rede des Ministers Me Kenua ausgeht, mit der dieser 1 kürzlich im Unterhaus trotz seines konservativen Standpunktes einen ungewöhnlichen Erfolg erzielt hat, schreibt unter anderem:
„Aus dem Grund der Stimmrechtspropaganda liegt, sogar bei ihren letzten Ausivüchsen, immer noch ein Gefühl > von unterdrücktem Recht. Das ist schwer mit einem kurzen Satz zu sagen. Aber vielleicht komme ich dem Verständnis 1 des Lesers, der mchts von dem Kampf der letzten zehn Jahre
' kn England gesthen hat, am nächsten, lvcun ich so sage:
die militanten Stimmrcchtskämpscrinnen wollen gar nicht ein neues Recht erraffen und den Männern die Gewährung gleichen Wahlrechts erst für die Zukunft abtrotzen: sic be- s haupten vielmehr, daß die politisckw Gleichberechtigung der Frauen aus dem englischen Begriff der politischen Rechte schon folge und nur die Ausübung dieses gegebenen Rechtes den Frauen durcki Gewalt versagt sei. Sic sagen weiter, daß als Folge dieses Unrechts eine Fülle von Elend und Schande auf dem Volk laste, daß die ärgsten Hungerlöhne der ar j beitenden Frauen und Mädchen, die schlimmste Ausnützung der Kinder, daß, Trunksucht und Prostitution aus der Entrechtung der Frauen erwachsen sei und nicht schwinden j werde, che nicht das Recht zum Durchbruch komme. Sic sagen endlich, daß das Volk und besonders die herrschenden Klassen, die Parlanientarier und die Minister, keine Feste feiern, sich nicht an schönen Bildern und lustigen
I Theaterstücken ergötzen, und keinen Golf, kein Derby, auch keine höfischen cirecnsis haben dürfe, solange jenes Elend und jene Schande und jenes Unrecht besteht. Daß aber auch im bösartigsten, gemeingefährlichsten Suffragetten- delikt noch dieser innerste Kern von Rechtsfanatismus steckt, das macht die Bekämpfung fiir die Justiz so schwer, und läßt auch die schärfsten Gegner des Frauenstimmrechts und die Politiker nicht zu leichtherziger Anlvendung der Gewaltkuren schreiten, die ihnen jeder empfiehlt."
Diese eingehend begründeten Ausführungen werden manchen veranlassen, seine bisherige Ansicht über die englischen Vorgänge nachzuprüsen. Wenn der Verfasser auch die öffentliche Meinung über die Untaten der Suffragetten — die strafbar und verwerflich bleiben, gleichgültig^ welchen Motiven sie entstammen — njcht umstimmen wird, so läßt seine Abhandlung doch die Ereignisse in England durch Klarlegung ihrer Ursachen immerhin in einem günstigeren Lichte erscheinen.
Deutsche» Reich.
' Der Kaiser hat am Donnerstag vormittag im Neuen PalaiS den Vortrag des Kricgsministers cntgegcngenommen.
Der Kaiser wird in der zweiten Augustnwchc für kurze Zeit nach Homburg v. d. H kommen. Während der Kaisermanöver wird sich der Kaiser zur großen Truppenschau nach Mainz begeben und der Einweihung der Wakdeck-Talsperre beiwohnen. Durch den Tod des Erzherzogs Franz Ferdinand, der sich zu den Kmsermanövcru als Gast angesagt hatte, treten Aenderungen ein, über die an zuständiger Stelle noch nichts verlautet.
Straferlaß in Sachsen-Meiningen. Herzog Bernhard III. von Sachsen-Meiningen beabsichtigt, wie die „Erfurter Allgemeine Zeitung" mitteilt, aus Anlaß seines Regierungsantrittes einen umfassenden Gnadenerlaß ergehen zu lassen.
Für st bis chof von Breslau Dr. Adolf Bertram wird erst im September dieses Jahres seinen Einzug in der Breslauer Residenz halten. Später begibt der Bischof sich nach Rom, um sich dem Papste vorzustcllcn. Vor seinem Einzug in Breslau wird Dr. Bertram nach Berlin gehen, um vor dem Kaiser den Treueid zu leisten.
> Ausland
Von der Haager Friedenskonferenz. Tie niederländische Regierung hatte den Ländern, die zur zweiten Fricdens- l-msercnz eingcladcn waren, vorgeschlagcn, einen Ausschuß zu bilden, der das endgültige Programm für die dritte Friedenskonferenz ausstcllcn sollte. Gemäß den Vorschlägen der verschiedenen Regierungen ist nunmehr beschlossen worden, den vorbereitenden Ausschuß für den 1. Juli 1915 nach dem Haag cnrzaibcrufen.
Die Wahlreform in Frankreich. Die französische Kammer beriet über folgenden Antrag Charles Benoit: Die Kammer ist entschlossen, die Wahlresorm durch eine Proporlional- vertrctung zu verwirklichen und rechnet darauf, daß der Lüimm-
'.echtsausscbuß sie in den Stand setzt, den Entschluß baldmöglichst durchzusühren. Ter erste Teil des Anlragcs wuroc nach hirzer Aussprache Mü 541 gegen 16 Stimmen angenommen. Zum zweiten Teil steckte Breton einen Zusatzantrag, daß dü Wahlrcform durch die Bereinigung der Mehrheiten der beiden Kammern ge- Nchert werde:, müsse. Dieser ZuiatzaMrag imirde niit 293 gegen 254 Stimmen und der zweite Teil des Äntrages Benoit mü 323 gegen 245 Znmmcn angenommen.
Die Reise Poincarss nach Rußland. Die französische Regierung brachte in der Kammer einen Gesen- entwurs über einen außerordentlichen Kredit von 405 605 Francs zur Deckung der Kosten der Reife des Präsidenten Poineare nach Rußland, Dänemark und Schweden ei». In dem Motivcnbc- richt heißt es u. a.: Die Beweggründe her internationalen Cour- toisic stehen zu sehr im Einklang mit den Interessen der allgemeinen Politik, als daß es notwendig wäre, die Vorteile zu betonen, welche der Besuch des PräsidcMen der Republik bei dem Herrscher des besreundeten und verbündeten Reiches darbiclet. Ganz Frankreich wird sich darüber freuen, daß mit dieser neuen Zusammenkunft der beiden Staatsoberhäupter die Bande des Vertrauens und der Intimität gefestigt werden, welche zwischen Rußland und Frankreich zum großen Nutzen der beiden Länder und des curoväischcii Friedens in so glücklicher Weise bestehen. Der nationale Ausschuß der Räte für den internationale,i Handel in Paris nahm einen Beschlußantrag an, in >i>e!chem der lebhafte Wunsch ausgcivrochc» wird, daß schon setzl anläßlich der Reise des Präsidenten Poincare nach Rußland, Vorbesprechungen angcknüpit werden möge», um genau zu bestimmen, in welcher Form späterhin zwischen de» Bevollmächtigten der beiden verbündeten Länder die Verhandlungen über den französisch-russischen Zolltarif geführt werden sollen.
Die spanische Kammer hat gestern endgültig dem Gesetzentwurf zugestimint, der den Einfuhrzoll aus aushändi- schcn Zucker von 80 auf 60 Pesetas hcrabsctzt.
£jccr nnS Flotte.
Berlin, 2. Juli Tie preußische HccrcsverwalMng beabsichtigt sür die gesamte Armee einen neuen einheitlichen Grundstoff für Hosen der Offiziere und Mannschaften einzusühren. Der sowohl sür die Kriegs- sowie für die Fricdcns- beklcidung beßinimte Swss wird einen grauen Farbentoll haben, der von der bisherigen Kriegsklcidung abwricht. Das feldgraue Rocktuch erhält einen etwas anderen Ton. Das Kricgsministerium erstrebt bei dieser Gelegenheit die Beseitigung der den bisherige» Stoffen anhaftenden Mängel. Die Farbenprobci, der neuen Tuche sind in etwa 4 Wochen bei dem Bctlcibungsamt des Gardckorps zu haben.
Paris, 3. Juli. Ter Kriegsminister führte dem Arinee- ausschuß der Kammer neue Uniformen vor. Danach sollen die roten Hosen durch blaue ersetzt werden. Der Ausschuß hat .noch keine Entscheidung getroffen.
Die Deutschen in Mexiko.
Veracruz, 2. Juli. Deutsche, die aus Mexiko City hier cingetroffen sind, sagen aus, der deutsche Gesandte habe seinen Landsleuten geraten, für acht Tage Nahrungsmitteleinzukaufeu, diese in einem weit vom Zentrum der Stadt entfernten Hause aufzustapeln und sich zur Verteidigung vor zu bereiten.
LanSunrtschaft.
Die Kreistirrschau in Wehlar.
Wetzlar, 3. Juli.
Nach dreijähriger Pause findet in diesem Jahre wiederum aus dem Finsterloh bei Wetzlar das Kr eis t i e r s cha II f c st der Lokalabteilung Wetzlar des landw. Vereins sür Rhcinprcußen, oder wie es im Volksmund hlißt, das O ch s e n s e st statt. Der wirtschastlich- wissenschastliche Teil saud heute — was Tiere anbelangt — sein Ende. Außer diesen iimsaßt die Ausstellung auch noch eine Abteilung landwirtschastlichcr Maschinen. Durch Zuleitung von elektrischem Stroni war es den Ausstellern ermöglicht, den Landwirten einen Teil ihrer Maschinen in Tätigkeit vorznführen. Die verschiedensten Ernte-, Futterzubereüimgs- und Säeinaschinen und eine große Reihe von Sevaratorensystemcn waren vorhanden.
Unter dem Laubdach des schattigen Buchenwaldes hatten die Tiere ihre Aufstellung gefunden. — An Rindvieh waren nur Bogelsbcrgcr ausgestellt, und zlvar: 19 Jungbullcn bis ly» Jahre, 18 Bullen von U/s bis 2y ; Jahren, und 15 ältere Bullen, worunter bei anderen älteren Klassen einige recht gute Tiere vorhanden waren. Ter Austrieb an Kühen betrug 70: an Rindern 50. In beiden Gruppen ragten einige recht preiswürdigc Tiere besonders hervor. — Nur etwa 30 Schweine waren ausgetrieben, doch durchweg recht gutes Material, Edelschwoine, wie veredelte Land- schweine. — Ziegen waren etwa 40 der mittleren Qualität, in wenigen Ausnahmen etwas besser. Ebensoviel Schafe gleicher Güte.
Bis 3 Uhr etwa bauerte die Prämiierung und Vorfülwung der Tiere. Daraus folgte das Volkssest, der Teil des Festes, durch den es im weitesten Umkreis so berühmt ist. In großen Säiaren strömten die Menschen aus allen Gegenden zusammen. Ein Haupt- anziehiingsvunkt des Festes waren die gut geleiteten und gelungenen Jugendwettspiclc.
Gericht»?««!.
h. Frankfurt a. M., 2. Juli. Wegen umfangreicher Betrügereien verurteilte heute die Strafkammer den 26jährigen Krast- wagcnsührer Karl D a l l m e r t aus Gießen zu drei Jahren Gc- sängnis. Ballmcrt hatte erst vor kurzem eine l8monatliche Gc- sängnisstrasc verbüßt und betrieb seitdem am hiesigen Bahnhof die sogenannte Bauernfängerei, indem er stellensuchenden Burschen, die von auswärts zureisten, die Barschaften abschwuideltc und dann die Leute mittellos sitzen ließ.
vermischte».
*DicBerlinerFilmsabrikantcn haben cm den Minister des Innern eine Eingabe gerichtet, in der sie darum bitten, die Höhe der Zensur gebühren des Berliner Polizeipräsidiums auf ein erträgliches Maß zurückzuführen und
bis zur Entscheidung über diese Bitte die Gebühvcnordnuug zu suspendieren. Die Berliner Handelskammer und die Aelte- sten der Kausmannsschaft haben zugesagt, au den maßgebenden Stellen im Interesse der Filmsabrilanken vorstellig zu werden.
* Hitze und Unwetter. In Berlin stieg die Hitze heute nachmittag auf 28V, Grad im Schatten. Bisher wurden drei Personen vom Hitzschlag g> troffen, zwei davon verstärken. — In Münster im i an ton Bern schlug der Blitz in eine elektrische Leitung ui d zersplitterte eine LcituugSstange. Der lk> jährige Sohn eines Bahnwärters lourde von dem herabfallendcn Draht berührt und sofort getötet. Ter Vater, der seinen Sohn losmachen wollte, wurde ebenfalls getötet — In München sind gestern schwere Gewitter nicdcrgcgmigeu, die verschiedene Brände verursacht haben. U. a. brannte im Jsar- bahuhof die große Betriebswerkstätle nieder. — Ein heftiges Unwetter, begleitet von Hagelschlägeu, richtete in Davon shire, Yorks hire, Wales und anderen Olegcn- deu großen Schaden an und verursachte mehrere Todesfälle. — lieber Bristol ging gestern nachmittag ein zvklouarligcr Wirbelwind nieder. Zahlreickse Straßen wurden unter Wasser gesetzt, Häuser und Räume vom Blitz zerstört Und Menschen vom Blitz getötet, — In Birmingham und anderen Städten ereigneten sich auch Todesfälle durch Blitzschlag. — Ueber verschiedene Gegenden Frankreichs sind gestern Unwetter niedergegangen. Auf dcni Polygon in Bourges traf ein Blitzschlag ein Zelt, unter dem eine Anzahl von Soldaten Unterkunft gesucht hatten. Einer von diesen wurde getötet, 11 andere verletzt. Sturm und Hagelschlag haben in der Umgegend von St. Msnshouldan in Feldern und Gärten großen Ernte- schadeu angcrichtct Auch das Wein baugebiet von Reiß hat beträchtlichen Schaden erlitte». — Die in Anatolien gesallenen Wolkenbrüchc haben Ueberschtvem- mungen verursacht. In Balikesri wird der angerichtete Schaden auf 20 Millionen Franken geschätzt.
* Häuscrsenkungen in Lüneburg. Aus Lüneburg wird uns gcsckiriebcn: Sehr anstallende Senkungen von Däusern machten sich dieser Tage in Lüneburg, das ja auch durch sein« großen Salinenanlagen bekannt ist, bemerkbar. Zwei herrschaftliche Dicken in der Frmnmestraße wurden von den Senkungen betrofseii, und die sechs Familien, die in den beiden Häusern wohnten, mußten schleunigst ihre Wohnungen räumen. Die Mauern erhielten Risse, Fensterscheiben zersprangen und sonstige Beschädigungen traten ein, sodaß da. Gebäude vollkommen unbewohnbar wurden. Nachdem der Magistrat der Stadt Lüneburg durch das Stadtbauamt Untersuchungen batte anstellen lassen, wandte er sich sofort an Pros. Bchschlag <Berlin>, den wissenschastkichen Direktor der königl. geologischen Landesanttalt, um ein Gutachten an Ort und Stelle. Anstelle des verhinderten Professors Bcuichlag tras Geh. Bergrat Prof. Keilhack von dem genannten Institut in Berlin in Lüneburg ein. Dessen Untersuchungen sind dahin zusammenznfasscn: Gehcimrat Kcilhack hat sich nach dem! jetzigen Abschluß seiner sorgfältigen Untersuchungen mü Entschiedenheit dahin ausgesprochen, daß cs sich bei den Beschädigungen der Häuser in der Frommcstraße um einen ErdiaU handelt, der durchaus lokaler Natur und aut natürliche Vorgänge im Erdinncrn zurückzuführen sei, die durch das Abströmcn von Grundwasser nach tieferliegenden Wasserläufen (die Elbe, dar Meer! und durA das Auslaugcn des Salzlagers veranlaßt toürdcn. DcrarNge Erdsällc seien in verschieden langen Zeiträumen seit 1000 Jaktren in Lüneburg vorgekommen und würden sich in denjenigen Gegenden der Stadt Lüneburg, deren Erdoberfläche nur in geringer Höhe über dem Steinsalz und dem Gips liegt, unter Umständen wiederholen können. Es sei ein unglücklicher Zufall, daß bebaute Grundstücke im vorliegenden Falle getroffen seien. Es liege nicht die geringste Ursache vor, für den Bestand der benachbarten Däuser irgendwclckse Befürchtungen zu hegen. Ueber den Umsang des Hohlraumes, der durch den Erdfall ün Erd- inuern entstanden ist, soll eine Bohrung, die erst nach Abtrag der beschädigten Bauteile möglich ist, Aufschluß geben.
* Ausschüttung der Masse. Der Kunde will beim Schuster seine reparierten Stiesel abholen, allein der Laden ist zu. Er Uopst ingrimmig: endlich erscheint am Schiebefenster des Hochparterres der Kops des Meisters: „Es ist zwecklos, daß Sic tlovsen, ich habe beim Gericht meinen Bankerott angenietdct." „Abei geben sic mir doch meine Stiesel wieder." Der Kops verschwindet nach einer Weile fliegt aus dem Hochparterre ein einzelner Stieso aus die Straße hinab. Und dazu ertönt des ehrlichen Meister- Stimme: „Mehr darf ich Ihnen nicht geben, cs gibt 50°fo.'
Fingerzeige fiir Herstellung vo» Milchflammerls im Sommer.
Während die meisten Hauifrauen darüber übrrelnstlmmen, daß der beste Flammeri mit Milch und Mondamin heigcstellt wird, begeben einige den Fehikr, ihn zu fest zu machen, und andere rühren und kochen nicht genügend daö Mondamin, wodurch dle Milchsreile da« liebliche Aroma und den köstlichen Geschmack verliert. Aeußerst voiteilhast ist es, die „achsolgenden einsaiben Fingerzeige zu beachlkn: Gebrauchen Sie nur frische Milch, ohne Wasseizusatz, und Mondamin. Nehmen Sie zu I Liter Milch 70 gr. Mondamin, nicht mehr, wenn Sle auch gewöhnt sind, von anderen BerdickungSmitteln mehr zu nehmen. Beriübre das Mondamin mit ein wenig Milch und bringe den Nest der Milch zum kochen: dann das ongerührtc Mondamin mit einem Teelöffel voll Butter und einer Prise Salz allmählich dazu fügen und da« Gänze 10 Minuten lang gut dnrchkechen lassen. Dieses Durchtoche» ist sehr wichtig, es macht die Speise sahnig und gibt ihr hauptsächlich da« köstliche Aroma.
Schneiden Sie dieses Rezevt aus und versuchen Sie eS bei erster Gelegenheit, Sie werden sehr erfreut sein. Mllchspelsen mit Obst sind tchneller beieilet als Fruchtpisteten und Törtchen, und bedeutend angenehmer in heißen Tage». Natürlich nur Mondamin vcr- wenden.
ist
Cefabu-Kalfee
die verwendbaren Bestandteile der Kaffeebohne in Pulverform. In kaltem u. heissem Wasser momentan klar löslich — ohne Satz.
Garantiert rein — Kein Surrogat — Sofort trinkfertig.
Zu haben bei: Heinrich I>rie»cb. Selterswes: 70: Emil Elschbach, Selterswep 24:
Frankfurter Strasse; Otto Schaaf, Selterswesr 39; Carl Sch-.vaab, Hoflieferant,
Germanfta-Drogrerle,
Seltersweg 23;
Frankfurter Strasse 39; Jakob Maternns, Alois Staadt, Neuen Bäue 17.
Ecke Klinik- und 7008ss


