Einzelbild herunterladen

ftac- weithin berühmte Pstcgestätic besah. So umfaßte das Wirken des Dahingegangenen ein wciies Gebiet und sichert der langen Regierung des Her.wgs Georg TI von Sachsen-Meiningen ein bleibendes Andenken iveit über die Grenzen des Hcrzogtunis Meiningen.

DasMeininger Tageblatt" meldet amtlich: Der Tod erfolgte insolgr von Arterienverkalkung. In den letzten Tagen hatte der Herzog an schweren asthmatischen Anfällen gelitten. Die Leiche wird Donnerstag abend in Meiningen Eintreffen. Die Beisetzung findet am Sonntag vormittag gegen l l Uhr von dem herzoglichen Rcsidcnzjchlosse aus statt. Als letztmillige Verfügung hat der Herzog an den Magistrat erlassen, daß jeder »osten verur­sachende Aufwand der Stadt bei der Traucrscierlich- keit unterbleiben solle. ES wird aller Voraussicht nach die Beisetzung im Sinne des Herzogs entsprechend still er­folgen. Der jetzige Herzog Bernhard ist am Donnerstag morgen mit dem Staatsminister nach Bad Wildlingen ab- zcreist.

lieber di: vorläufige Beilegung des pofiaurftandcs in Paris

erklärte der HandelSminister Thomson einein Bericht­erstatter, er halte die Lage für besser als er zu hoffen gewagt habe. Jeder Zwist zwischen der Regierung und den Post­beamten scheine ihm beseitigt und er glaube, daß der Waffen­stillstand das Vorspiel zu einem baldigen Frieden bilde. Tic Postbeamten hätten begriffen, daß er trotz aller Svmpathie, die er für sie empfinde, unmöglich erlauben könne, daß ein öffentlicher, hochwichtiger Dienst straflos zu Grunde gerichtet werde. Es heißt, daß der sozialistische Abgeordnete Eochin die von dem Abgeordneten und ehemaligen Minister Thierrn angemcldcle Besprechung über den Postausstcnd dazu benutzen wolle, um zu verlangen, daß gleichzeitig auch die von ihm im Namen der sozialistischen Gruppe cingebrachtc An frage über die Forderungen der Beamtenschaft erörtert werden.

Von den gemäßigten und konservativen Blättern wird die Haltung des Ministeriums gegenüber den ausständigen Postbeamten scharf gerügt.

Jauräs schreibt in der ,-Humanitö", daß der ganze Zwist dadurch entstanden sei, datz der Senat von den 12 Mil­lionen, die für Gehaltsvermehrungcn beantragt worden toaren, 50 000 Francs gestrichen bat. Er meint, daß gerade diese? kleinliche Vorgehen und diese Herausforderung den Zornesausbruch der Postbeamten begreiflich erscheinen lasse.

Die Verhandlungen mit den albanischen Aufständischen

Durazzo, 24. Juni. lAgcncia Stesani.) Abends 11 Uhr begab sich ein Unterhändler zu den A u f st ä n - dischen und setzte sür die Verhandlung die Mittagsstunde sest. Tatsächlich fand um diese Zeit eine Unterredung statt, die jedoch ergebnislos verlief. Es läßt sich nicht voraussehen, ob die Verhandlungen wieder ausgenommen werden. Oberst Philipps ist in Durazzo eingetroffcn. Er berichtete über die Lage in S k u t a r i. Die Bevölkerung fährt fort, an den Besestigungswerkcn zu arbeiten.

Durazzo, 24. Juni, 10 Uhr abends. Die vergangene Nacht sowie der heutige Tag verliefen ohne Zwischenfall. Heute wurden die Befestigungsarbeiten von der städtischen Bevölkerung fortgesetzt. Sämtliche Geschäfte in der Stadt sind geschlossen. Die Arbeiten werden morgen, spä­testens üvermorgen, vollendet; sie sind jedoch setzt schon soweit gediehen, daß auch bei einer etwa versuchten Ueber- raschung durch den Feind mit Erfolg Widerstand geleistet werden könnte. Gleichzeitig errichtetcdcrFeind stark befestigte Positionen, die am Rasbul gut beob­achtet werden können. Heute früh ist beim Minister des Innern von den Rebellen ein Schreiben eingelausen, in welchem zwecks Einleitung von Verhandlungen um Entsendung einer Abordnung nach Schiak gebeten wird. Die Abordnung, welche aus vier Mohammedanern, einem Ortho­doxen und Monsignore Kaciori bestand, fand dort mehrere Vertreter der am Aufstand beteiligten Ortschaften vor, mit denen jedoch nur unverbindliche Besprechungen stattsinden konnten, weil angeblich die Vertreter von Malta und Elb- assan noch nicht eingetrosfcn waren. Auch die Delegierten von Durazzo sind eingeladcn worden, bis zu deren Ankunft in Schiak zu warten. Sie zogen es jedoch vor, nach Durazzo zurückzukehren, um sich morgen neuerlich nach Schiak zu begeben. !»

Der Komma,.dant des russischen KreuzersTerez" mel­det aus Valona, daß die Stadt ruhig ist. Man er­warte den Vormarsch der Rebellen von Fieri nach Va­lona. Es bestätigt sich, daß B c r a t in den Händen der Auf­ständischen ist.

Ans fielen.

L. Friedberg, 25. Juni. Am Dienstag fand aus Veran­lassung des Kreisrates Freist v. Schenk eine Belvrcchung in An­gelegenheit der Bahn Fricdbcrg Ranstadt statt. Vertreter aller beteiligten Gemeinden waren dazu erschienen. Man einigte sich dabin, von einigen bekannten Firnicn, welche sich mit dem Eiscnbabnbau beschäftigen, einen K o st e n v o r a n s ch l a g nebst Rentabilitätsberechnung machen zu lassen. Nur das öofgut Wick- stadt hat bis jetzt keine Zusage gegeben.

vcntjche« Aeicv.

Der Ausschuß des vre u ß i scheu Abgeord­netenhauses beriet den fortschrittlichen Antrag auf Be­reitstellung von 25 Millionen Mark zur Förderung der Zwecke des W o h n u n g s g e s c tz e s , ferner eine Entschlie­ßung des Zentrums, welche 100 Millionen für den gleichen Zlveck verlangt. Insbesondere soll durch die beiden Anträge die Beschaffung zweiter .Hypotheken erleichtert werden. Die Anträge wurden von konservativer, freikonser- vativcr und nationallibcraler Seite bekämpft, da die gcfor-, dertcn Mittel nicht im entferntesten zur Erreichung der ge­steckten Ziele ausrcichten. Ueberdies seien das Ausgaben der Städte und nicht des Staates. Von der Regierung wurde der gleiche Standpunkt eingenommen. Die darauf folgende Even- tualentfchließnng des Zentrums wurde fast einstimmig an­genommen, die Regierung nämlich zu ersuchen, im Sinne der praktischen Durchführung des Wohnungsgesetzes zur Förderung des Kleinwohnungswcsens für die minderbcmit- teltc Bevölkerung geeignete Maßnahmen zu ergreifen und entsprechende Mittel zur Verfügung zu stellen. Der fort­schrittliche Antrag wurde abgelehnt.

riu»lav.

Griechenland und die Türkei. Offiziösen Athener Zeitungen zufolge wird die griechische Ant­wort auf die türkische Note wahrscheinlich am Freitag an den griechischen Gesandten in Konstantinopcl, Panas, ge­schickt. Sic ist in freundschaftlichem Tone gehalten, wie die türkische Note. In der Antwort wird die Befriedi­gung der griechischen Regierung über die von der ottomani- schcn Regierung nach den jüngsten Verfolgungen ergriffenen

Maßregel» ansgedrückt, doch besteht die Note darauf, daß die Informationen, welche die türkische Regierung über die Lage derMusclnianen in Mazedonien erhäten babe, unrich­tig seien. Die griechische Regierung suchte mit allen Mitteln die Auswanderung der Muselmanen zu verhindern oder wenigstens einzuschränten, ohne dabei an Gewaltmaßregeln zu denken. Tie Regierung erklärt, mit dem Austausch zwischen den Flüchtlingen einverstanden zu sein unter der Bedingung, daß den Auswanderern die freie Wahl gelassen ivird. Die Note drückt schließlich die Hoffnung aus, daß die kaiserliche Regierung ihre Versprechungen halten wird, so daß nichts in Zukunft die Beziehungen zwischen den beiden Ländern trüben kann.

Die Schlacht bei Zacatecas lMexiko), welche mit der Einnahme der Stadt durch die Rebellen endigte, war die b I u - t, g st e Schlacht der R cv o l u t i v n s kam p s e. Sic bauerte vier Tage. Es wird hierzu gemeldet, die Bunüestruppcn hätten vor ihrem Abzüge viele Gebäude durch Dynamit zerstört. General Dille gibt die Verluste der Bundestrnpven auf 4000 Tote und 2000 Verwundete an, die eigenen Verluste aus 500 Tvle und 800 Verwundete. Außerdem will er 5000 Gefangene geniach! haben.

Aus §rade »rrSan$.

Gießen, 20 , Juni 1311.

Ans der Sitzung der Stadtverordneten.

Tic gestrige Sitzung der Stadtverordneten hatte keine besonders wichtige Tagesordnung zu erledigen, und so gingen denn die meisten Beratungen rasch und schmerzlos vorüber. Wenn sich der Redestrom ins Uferlose ergießen wollte, wußte Oberbürgermeister Keller ihn rasch und geschickt im Damm zu halten und so wurde dann die Tages­ordnung kurz und sachlich erledigt. Das wichtigste Ereignis war die Diensteinführnng und Verpflichtung des besoldeten Beigeordneten Günther Kren- zien, der auch der Mehrzahl der Stadtverordneten ja ein neuer Mann war. In kurzer Rede weihte ihn Oberbürgermeister Keller in sein neues Amt ein und mit einigen herzlichen Worten, die ihm rasch die Shmpathicn der Stadtverordneten erwarben, dankte er sür seine Wahl, die ihn beglücke und ehre. Eine lebhafte! Teil­nahme ergab sich, als^ Oberbürgermeister Keller mitteilte, daß der unbekannte Spender sür ein Denknial des Land­grafen Ludwig V. die Einstellung seiner Zuwendungen angelündigt habe, wenn das Denkmal nicht vor der Uni­versität aufgeswllt werde. Man war natürlich einhellig der Ansicht, daß man diesem Wunsche Rechnung tragen mühte und bedauerte nur, daß sich der Stifter noch immer nicht genannt habe. In der weiteren Folge wurden dann nur für die Allgemeinheit unwichtige Angelegenheiten erörtert. Er­wähnenswert ist, daß eine Denkschrift über die Ueberlandanlage angekündigt wurde, und daß der Oberbürgermeister das Ticsbauamt beauftragt hat, einen Plan für Lagerplätze mit Gleisanschluß her­zustellen. Schließlich wurde noch mitgeteilt, daß die Rauch- belästigung durch das Elektrizitätswerk bis September so weit als überhaupt inöglich behoben sei.

** Tageskalender sür Freitag, de» 26, Juni: Gewerbe- Ansstellnng: Abends vo» 710 Uhr Konzert der hiesigen Regimentskapelle. (Solist: Herr Weschke. Kgl. Kammermusiker.)

A n I a g e v>» s i k nachm. 8 Uhr l,»ir bei gutem Wetter).

** Hoftrauer Der Großherzog hat wegen des Ab­lebens des Herzogs Georg II. von Sachsen-Meiningen eine Hoftrauer vom 25. Juni bis einschließlich 2. Juli angeordnet.

** Empfänge. Der Großherzog hat den Königlich Italienischen außerordentlichen Gesandten uird bevollmäch­tigten Minister Riccardo Bollati und nach diesem den Königlich Sächsischen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister v. Stieglitz zur Entgegen­nahme ihrer Beglaubigungsschreiben in besonderer Audienz empfangen.

** Auszeichnung. Der Großherzog hat das Ritter­kreuz l. Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß­mütigen dein .Hanptmann Emil Rausch in der Schutz­truppe sür Kamerun, kommandiert zur Dienstleistung beim Gouverneur von Ka«icriin, verliehen.

** Schulangelegenheiten. Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Volksschule zu Langen.

** In der nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordneten wurde eine Angelegenheit erledigt, die bereits seit Jahren schwebte, aber unter dem Regime des srüheren 'Oberbürgermeisters noch nicht zum Abschluß kom­men konnte. Es wurde der Gemeinnützigen Bau­genossenschaft Gelände oberhalb der Landmannstraße zu billigem Preise überlassen, zu Anlage von kleinen Wohn­häusern. Die Baudcputation sowie der Rechts- und der Fi­nanzausschuß sind ermächtigt, die an den Verkauf geknüpf­ten Bedingungen zu formulieren.

** Gewerbeausstellung. Der Ausstellungsvor­stand hat gestern ungefähr 90 Herren gebeten, als Preis­richter in das Preisgericht einzutreten. Die erste Sitzung, von der die Aussteller in Kenntnis gesetzt werden, soll bereits in den nächsten Tagen stattfinden. Die Tätigkeit der Preisrichter und Sachverständigen ist ehrenamtlich; sür entstandene Kosten wird aber Ersatz gewährt.

**2 icGießcnerFreilichtbühn.c wird, wie schon wiederholt mitgeteilt, morgen nachmittag mit einer Auf­führung der versuiikenen Glocke eröffnet. Der Eröffnung geht eine kleine Feier voraus, bei der Herr Oberbürger­meister Keller die Anlage im Namen der Stadt an die Leitung der Gicßener Freilichtbühne geben lvird.

Hau8

deS

Direktors

lim die Lage des Naturtheaters zu zeigen, fügen wir hier einen Lageplan bei, aus dem die ganze Anlage zu er- sclien ist. Man sieht daraus, daß der Zugang zum Zu- schauerraum von dem zweiten Wohnhaus der Heil- und Pslegeanstalt scharf links in den Wald führt, wo in an- nähernd kreisförmiger Anlage der Bübnenraum und die Sitzplätze sür die Zuschauer angeordnct sind.

** 3« btt Ceylon-Ausstellung im Botanischen Garten gelangten ncii zur Ausstellung zwei für das hiesige Bölkermuseuili erivorbcne echte Frauen-Kostüme, von denen das eine die Tracht einer Singhalesen Frau zeigt, ivic sic von den portugiesischen Missionaren iin 10. Jahrhundert cingcsührt ward ilnd sich bis heute unverändert erhalten hat. Das andere stellt die malerische Gewandung einer Hindiifran aus dem Volke dar. Ferner kamen neu hinzu das Kostüm: eines Geisterbeschwörers mit reicher Handstickerei, eine große Trommel aus Palmenholz, verschiedene Tongefäße und Sibmucksachen. In Blüte stchc,, zurzeit außer Kakao niid Bananen noch Bauiuwolle, Erdnuß und Melonenbäume. Die Ausstellung wurde in den ersten l t Tagen seit ihrer Er- ösfnilng am 12. d. M. von rund 1800 zahlenden Personen besucht, ein für eine belehrende Veranstaltung und sür hiesige Verhältnisse recht erfreuliches Ergebnis.

" Preisabschlag von Schweinefleisch :e. Die hiesigen Schiveinemetzger iverden von morgen ab gu folgenden Preise» verkaufen: Schweinefleisch, Katelcttstückc, Kammslücki und BralcnNäcke (bisher 86 Pfg.) j>i 8) Psq. das Pfund, Banchstücke (bisher 70 Pfg,) zu 60 Pig., Echweinckotelette (biShec 96 Pfg.) z» 90 Pig., Dörrfleisch (bisher 1 Mk.) z» 90 Pfg., Speck (bisher 90 Pig,) z» 80 Pfg., Schmalz (bis­her 80 Pfg.) zu 70 Pig., Schweineielt (bisher 70 Pfg.) zn 60 Pfg. das Ptiind; Wuriticlt da? Pfund zu 50 Pfg., bei Abnahme von 5 Psd. 40 Pfg. das Pfund.

** D e r Verband der Dctailli st en Vereine im Großherzogtum Hessen hält am sonntag, den 12. Juli, in Darmstadt seinen 6. Verbandstag ab.

** E i n G i e ß c n e r als R e k o r d s l t e g e r. Der erfolgreiche Flieger Werner L a n d m a n n, »on dessen listündlger Fahrt wir gestern berichteten, ist ein geborener Gießener. Er ist ein Sohn d's srüheren Direktors her höheren Töchterschule.

** E i ii Druckfehler ist bei dem Erhebungs­zettel für die Kanalgcbühr unterlaufen. Es wird verlangt, das 2. Ziel dieser Steuer im Juni zu bezahlen. Es beruht dies auf einem Irrtum, denn das 2. Ziel braucht, erst im Juli bezahlt zu werden.

** D i e Linde blüht! Früher als sonst hat sich die Lindenblüte entfaltet. Sic ist einer der letzten der bei uns blühenden Bäume. Von den beiden heimischen Arten macht sich gegenwärtig die breiblätterige Sommerlinde durch den Wohlgcruch angenehm bemerkbar. Kurze Zeit später folgt dann die klcinblätterige Winterlinde.

** Postblat t. Anfang Juli erscheint eine neue 3Imn» mer des Postblatts, das eine Beilage zuni Rcichsanzciger bildet, aber auch sür sich'bezogen werden kann. Im Postblatt, das im Reichs-Postamt zujammengcsteltt wird, sind die wichtigsten Verscndungsbedingungen und Tarife sür Post­sendungen aller Art sowie sür Telegramme enthalten. Aus die seit dem Erscheinen der vorangegangenen Minimer (An­fang April) eingetretenen Aenderungen wird in der neuen Nummer durch besonderen Druck (Schrägschrift) hingewiescn. Das Postblatt kann auch neben anderen, umfangreicheren Hilfsmitteln sür den Verkehr mit der Post und Telegraphie (Postbücher, Post- und Telegraphcnnachrichten sür das Pu­blikum usw.) mit Vorteil benutzt werden, weil es diese bis aus die neueste Zeit ergänzt. Der Bezugspreis des Postblatts beträgt für das ganze Jahr 40 Pfg., für die einzelne Nummer 10 Pfg. Bestellungen werden von den Postanstalten entgegengenommen.

** © ü t c r r e d) t 3 r e a t ft c r Tie Eheleute Fuhrmann Karl Matern und Kathinka Mater» geh. Altvatter in Bubbach haben durch Vertrag vom 9. Juni 1914 Gütertrennung vereinbart.

** Konkurse in Hesse». In dein Konkursverfahren über das Vermöge» des Hotelbesitzers Ji»>-pl> Habet! in Bad-Nanheim ist lnlolae eines vo» dem Gemeinavulduer gemachten Vorschlags zu einem Zivangsverglciche Vergleichstermin auf Dienstag, 7. Juli 1914, vormittags )ü'/ t Uhr, vor dem Graph. AintSgertcht ln Bad- Nanheim anberaumt.

Landkreis Gießen.

rb. Wieseck, 25. Juni. Selbstmord. ImDörrloch" im Hangclsteiner Wald ionrde gestern nachmittag cm »inger Mann mit einer schivercn Tchußverlestung an der rechten Schläfe tot auigesundcn. Nach den bei ihm vorgeiundcnen Papieren handelt cs sich um den 22 Jahre alten Streckenarbeiter Karl Becker aus Anspach i. T. Als Motiv zur Tat dürste man Krankheit annehnien, da sich bei ihm ein Uebcrweisnngsschein aus der Chirurgischen Klinik in die Klinik sür Haut- und Geschlechtskrank- heitcn Vorland. Bon seiner vorgcschten Behörde in Usingen nnrd dem Verswrbenen das beste Zeugnis ausgestellt. Ter lzciite in Wiejeck anwesende Vater, welcher Invalid ist und sich ebenfalls des besten Rufes erfreut, ordnete die llcberführnng der Leiche in die .Heimat an. Den zur Tat benutzten Revolver kaufte sich der Unglückliche unmittelbar vorher in Gießen.

A 6 e u d) e 1 1) c i »i, 25. Juni. Erhängt hat sich, der in der Mitte der 60er Jahre stehende I. Gorr. Er ist der Vierte von seinen Altersgenossen, der durch Selbstmord endet.

A Lich, 25. Juni. Eine Zugeistgleisu« g ereignete sich auf der Bahnstrecke LichGrimberg dadurch, daß in der Kurve am Ausgang des Lichcr Bahnhofs eine Schivelte brach. Verletzt wurde niemand, nur ei» Wagen erheblich beschädigt. Der Zug nach Grünberg erlitt über eine Stunde Verspätung.

tl. Lollar, 28. Juni. Am Sonntag nachmittag zwi­schen 8 und 9 Uhr brach im Trockenhaus der BuderuSschen Eisenwerke hier ein Brand aus, wobei das Dachgebälk zum Teil verbrannte. Das Feuer wurde bei Ausbruch durch einen i» der Nähe wohnenden Arbeiter des Werkes entdeckt und wurde alsbald durch herbeigeeille Leute gelöscht. Ter Scha­den beträgt einige hundert Mark und ist durch Versicherung gedeckt. Das Feuer soll durch die Trockcnöseu zuin Ausbruch gekommen sein.

kl. Lollar, 25. Juni. In körperlicher und geistiger Rüstigkeit seiern morgen, Freitag, Polizcidiencr Schmidt, der Vater des jetzt amtierende» Bürgermeisters Schmidt, und seine Ehefrau das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Der Jubilar war hier lange Jahre im Amt.

Kreis Lautcrbach.

(h) Schlitz, 25.Juni. Das fünfjährige Kind des Landwirts Schmidt in Queck fuhr mit seinem Groß­vater zum Holzholen in den Wald. Auf deni Wege stürzte es unbcnierkt vom Wagen, wurde überfahren und auf der Stelle getötet. Später fand der eigene Vater, der zu Fuß nach­ging, seinen toten Sohn auf dem Wege liegend vor.

tz. F r e i e n st c i n a u, 24. Juni In der Nacht von Sonntag ans Montag hänselten mehrere junge Burschen einen älteren angetrunkenen Mann, worüber dieser in solche Aufregung geriet, daß er sein Taschenmesser zog und blind­lings um sich einstach. Hierbei wurde der Postkutsck)cr, der die Post FreiensteinauGrebenhain fährt, so schwer ver­letzt, daß der Arzt seine Ucberführiing in das Lauterbaehcr Krankenhaus anordnetc.

Kreis Schotten.

tz. Hartmannshatn, 24. Juni. Der Eisenbahner- Verein Gedern und Umgegend unternahm am vorigen Sonn­tag einen Ausflug nach Hanau. Morgen findet eine «reite Fahrt nach Hanau statt.