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ÄJNfl II. btf Regierung des Herzogtums Er rückte in der scheu Armee jum General der Jnsaiilcrie aus und den grossen Krieg um Deutschlands Einigung mitgc- macht. indent er daS 95. und 32. Regiment, deren Ehes ec ür rn allen Kumps er, di- zu», 7. Dezember 1870 degleitetc.

^zn seiner Regierung des Herzogtums erwies sich ^eorg N als ein eisrigcr Förderer von Kultur und Kunst. Er hak sich um kne Erweiterung der Residenz Meiningen, den Lnsdau ihres abgebrannten Zentrums verdient gemacht, er förderte den Abschluß mehrerer Eisenbahnvertrage und kehr bekannt ist seine Schöpfung eines in bezug auf Zu- jammenspiel und streng historische Ausstattung in und außer Deupchtand als mustergültig anerkannten Theaters.

Herzog Georg vermahlte sich dreimal: 1850 mit Prin­zessin Charlotte igeft. 1835), der Tochter des Prinzen Al- brechr von Preußen: 1858 mit Prinzessin Feodvra von Hohenlohe Langenburg (gest. 1872, und 1873 morganatisch mit Helene Freifrau von Heldburg geborene Franz.

Seine vier Kinder, zwei aus erster und zwei aus zweiter Ehe, sind der Erbprinz Bernhard, Prinzessin Marie und die Prinzen Ernst und Friedrich.

Der Erbvrinz, der jetzige Herzog, ist geboren am I April 1851: er ist vermählt (1878) mit Charlotte. Prin­zessin von Preußen und aus seiner Ehe ist eine Tochter, me 1870 geborene Prinzessin Fcodora, hervorgegangen, die ich 1898 mit dem Prinzen Heinrich XXX. von Rcuß j. L. icrmählt hat.

Verschlechterung der Aussichten in Albanien.

Du r a z z o, 23. Juni, 10 Uhr abends. Heute nachmittag raf von Prcnk Bib Doda die Nachricht ein, daß er .>ei Jjchmi de» Feind von den Höhen vertrieb und uns .Kilometer vorrückte, so daß er gegenwärtig 2,5 Kilo­meter nördlich von Durazzo stehe.

Wichtigere Meldungen bestätigen aber die Einnahme ElbasianS durch Aus ständische. Außer den Rcgierungs- 'ruppen sollen auch die beiden dort befindlichen holländ. Offi- jiere Major zuMoclsen und Hauptmann Reincrs gc - fa n g e n sein. Die von Süden vorrückciidcn Rcgierungs- truppen unter Nureddin Bch wurden abermals von Auf­ständischen geschlagen und nach Berat zurückgeworscn. Zwei vorher von den Truppen unbrauchbar gemachte Ge- chiutze sollen in die Hände der Aufständischen gefallen sein. Nachmittags wollten zwei Parlamentäre der Rebellen in yi£ Stadt gelangen, wurden jedoch, um ihnen keinen Ein­blick in die Befestigungsarbeiten zu geben, aufgefordert, morgen zu kommen. Ter Versuch einer abermaligen Un­terhandlung ivirk, als das Ergebnis eines von dem ge- fangenen Scheich Hamdj Rubiska an seine Leute gerichteten Schreibens aiigesehen.

Prwk Bibdoda.

Rom, 24. Fund Agenzia Stefani.) Hier ist die Nach­richt eingctrosfen, daß Prcnk Bibdoda von den Aus- ständischen geschlagen und gefairgpn genommen worden sei, dann aber auf Ehrenwort wieder frcigelassen wurde.

Neue Verhandlungen mit den Anfftnndischen.

Durazzo, 24. Juni Heute mittag läuft der den Aus- stäudtscnen von der albanischen Regierung gewährte Waf­fe n st tllsta n d ab. Sämtliche Minister begeben sich zu der Brücke bei Schrak, um mit den Führern der Aus- stäudijthLn zu verhandeln.

Dir Albanische Korrespondenz meldet aus Valonpi: Die Aufständischen hoben Berat eingenommen.

Auslanv.

Beim deutschen Botschafter in London. Der kaiserliche Botschafter Fürst L ich n o w s k i gab am Dienstag albend tu London einen Empfang, zu welchem die Mitglieder des Vereins Berliner Kauslcute und Industrieller sowie die Mitglieder der deutschen Kolonie geladen tvarcn. Auf eiu Huldigungstclcgramm der Londoner Harrdels- kammer und des Vereins Berliner Kauslcute und Indu­strieller ist folgende Antwort Kaiser Wilhelms ein» getroffen:Meinen besten Dank für die gemeinsamen Grüße der Londoner Handelskammer und des Vereins Berliner Smffleute und Industrieller. Ich hoffe, daß die persönlichen Berührungen von Vertretern des Welthandels zur Förde- rwlg des guten Einvernehmens und besserer Beziehungen zwischen den beiden Ländern beitragen."

Der Dank de-X Zaren an die Duma. Ter Zar bat den Minifterxräsioknten beauftragt, der Reichsduma für ihren patriotischen Beschluß, die Mittel für die Vervollkommnung der Kriegsverteidigung des Staates zu bewilligen, seine aufrichtige Befriedigung auszusprechen.

Gegenmaßnahmen gegen dre Wehrstcucr. Tie .Liowcha Wremja" verlangt, falls nicht die in De u t s ch l a n d lebenden Russen von der Zahlung der Wehrstcucr befreit werden würden, die in Rußland tätigen Denffchen und alle sonstigen industriellen Unternehmungen prit einer Ktriegssteuer in gleicher Höh« zu belegen. Der Duma soll schleunigst ein« entsprechende Regierungs­vorlage zugehen.

König Peter von Serbien legt zeitweise die Regierung nieder. Das serbische Amtsblatt ver­öffentlicht in einer Sonderausgabe nachstehende Prokla­mation des Königs: An mein geliebtes Volk! Nach­dem ich durch Krcnrkheit fiir einige Zeit an der Ausübung meiner königlichen Gewalt verhindert bin, ordne ich aus Wrund des Artikels 09 der Verfassung an, daß, so lange weine Kur dauert, der Kronprinz Alexander rn meinem Namen regiere. Ich empfehle auch bei dieser Ge­legenheit mein teures Vaterland dem Schutze des Allmäch- tigen. Gegeben zu Belgrad, am 11. (24.) Juni, mittags. Peter, M. P. Die Proklamation ist von sämtlichen Mr- nfftern gegengezeichnet. Seit dem Regierungsantritt des Königs ist es das erste Mal, daß er wegen eines Kuraufent­haltes in einem inländischen Bade die Königsgcwalt dem Kronprinzen überträgt.

A«» Stadt und Land.

Gießen, 26. Juni 1914. ein neuer hessischer Orden

Der Stern von Brabant.

Die Darmstädter Zeitung veröffentlicht heute solgcnden Erlaß des Großhcrzogs, aus dem wir nachstehend das Bichligstc Wieder­sehen

Um das Band, das Fürst und Volk innig verbindet, mit einem sichtbaren Zeichen zu bekrästigen, das Wir aus besonderer Huld und Gnade Männern und Frauen verleihen wollen, die sich in Unserem Dienste, oder durch Werke der Nächstenliebe, oder andere, dem allgemeinen Besten dienende Bestrebungen, zur Wohltahrt des Landes auszeichnen, sindcn Wir Uns betrogen, einen Orden stiften. Im Angedenken an Unseren Erlauchten Ahnherrn, der Heiligen Eftiabeth Enkel, den ersten Landgrafen von Hessen und Begründer Unseres Fürstlichen Hauses, Heinrich, aus dem Herzogs- flcimne von Brabant benennen Wir den Orden Stern von Brabant und bestimmen den Geburtstag Unseres Erlauchten Vorfahren, den 24. Juni, zum Sftfttmastag,

Wir erteilen dem Orden nachstehend« Statuten

Der OrdenStern von Brabant" sttln Unserem Verdienstorden PbiUpps des Großmütigen gleich. Das Ranqocrhältnrs der ein­zelne» Klaffen beider Orden zueinander nt ui der Rangordnung Unserer Orden und Ehrenzeichen »icücrgelcgt.

Das Ordenszeichen besteht in einem Kreuz aus schwarz- grauem Schmelzwerk mit goldener Umrandung und aufgelegtem, achtspltzigcm goldenen Ltrrn, dessen MitteliÄüd aut der RuckieUc ein goldenes lateinisches 11 mit darüber beftiwltcher goldener Krone ohne Bügel trägt. ... . -. -

Bei den Großkreuzen, Grogtomturen mit Türkisen und Groß- komturrm 1. .SVtöffc beHitöci lief) zwilchen den Areuzc^rmen eilt goldener Toppelreis mit je zwei goldenen bczw. aus -türns ge- iectigten Kugeln und eine ebensolche Kugel in der Milte des Sterns. Das Mütclstück der Vorderseite besteht bei diesen Ordcnszeichcn aus Gold und ist vom Rande nach der Mite zu gerieft. u-as Gross. Icmturfrcuj II. Klasse gleicht diesen Ordenszeichcn. doch schlt der zwischen den Kreuzesarmen beftndliche Toppelreis mit den Kugeln. Beim Großkreilz ist der Raird des Mittelstücks von einem schmalen Ring aus türkissarbenein Schmelz eingefaßt.

Bei den Komturkreuzen, Ehrenkrcuzen und Ritterkreuzen besteht das Mittelstück der Vorderseite aus schwarzgraucm, mit Gold crn- geiaßkrm chchmelzwerk, auch sind die Ouerstrahlen des ausltegendcn goldenen Sterns verkürzt.

Das Komturkreuz I. Klasse trägt einen zwischen den Kreuzes- armen sichtbaren goldenen Toppelreis und innerhalb dieses und der Kreuzesarmc zwei goldene Kugeln: das Konfturkreuz II. Klaffe dagegen einctt zwischen den Kreuzcsarmen sichtbaren, einfachen, rn der Mitte gekehlten goldenen Reisen.

Die Ehrenkreuze I. und II Klaffe haben dle Grötzc des Kom- turkreuzes II. Klaffe, die Rückseite ist aus Gold gefertigt. Bei den, Ehrenkreuze I. Klasse befinden sich an den Ecken der .Kreuzes­arme nach Innen gehende goldene Spitzen: bei den Ritterkreuzen I. Klasse desgleichen.

Die Größe des Ordenszeichens nimmt vom Großkreuz bis zum Silbernen Kreuz entsprechend ab.

Das Kreuz der ersten Klasse der Silbernen Kreuze ist dünke! oxodicrt und trägt einen dem Ritterkreuze in der Form gleichen goldenen Stcni. das der zweiten Klasse ist hellfarbig mit eben­solchem silbernen Stern Das Mittelschild aus der Rückseite trägt bei beiden Klassen ein silbernes lateinisches II mit darübcrliegender silberner Krone. Tie gegebenen Falls zur Verleihung kommenden Kronen der Ordcnskreuze entsvrechcn in der Form der Krone aus der Rückseite des Mittelsckirldes und bestehen aus Gold, diejenigen der Silbernen Kreuze aus Silber.

Der zum Großkreuze gehörige Ordensstern hat acht silberne brillantterte, sünstcrttgc Strahlcnbündel mit aufgelegtem goldenen, achtstrabligen Stern, dessen Spitzen zwischen den silbernen Strahlen- bündeln liegen. Ein türkissarbenes Band durchwindet die Gold- strahlcn. Aus diesem Bande befinden sich vier schwarze Buchstaben in großer lateinischer Schrift FVNW (Verdienste um den Fürsten, um das Volk, durch Werke der Nächstenliebe, um die Wohlsahrt des Volks'. Das Mittelstück des Sterns besteht aus schwarzgrauem Sckunclzwerk mit goldener Einsassung und ausgelegtem goldenen lateinischen II und der Krone darüber. Der Lrdensstcrn wird aus der linken Brust getragen

Der Stern der Großkamture mit Türkisen bat die Größe und Form des Großkrcuzcs. doch ist die Rückseite aus Gold. In den Ecken der Kreuzesarme befinden sich goldene, nach innen gehende Spitzen. Ter um das Mittelstück lausende Ring ist aus Gold gk- sertigt. Die Kugeln zwischen den goldenen Reifen, ebenso die Kugel in der Mitte des Sterns bestehen aus Türkisen. Drei stoche, gezackte Silbcrftrahlen gehen, von den Kreuzesarmen sich senkend, nach dem Sternstrahl. Der Stern der Großkamture I. Klaffe hat die Größe und Form des Sterns der Grostkomturc Mit Türkisen, doch sind die Kugeln des Rings und in der Mitte aus Gold gefertigt.

Der Stern der Großkomture II. Klasse gleicht diesem unttr Fortsall der Ringe mit den Kugeln Uttd der Kugel in der Mitte. Zwischen den Kreuzesarmen sind se drei von der Spitze des Sternstrahls sich nach den Kreuzesarme» senkende, gezackte, silberne slache Sttahlen.

Die Tamenorden, mit Ausnahme der Medaille, haben in allen Klassen die Größe des Ritterkreuzes II. Klasse uttd werden aus einer Schleife des Ritterkreuzbandes an der linken Schulter ge­tragen.

Die Medaille des Sterns von Brabant ist aus soilber geprägt und hat die Größe des Allgemeinen Ehrenzeichens, neben dem sic im Range steht.

Die Mitglieder des Ordens haben die dadurch erhaltene Würde in ihre Titel auszunehmen, ferner können sie ihren Wappen das Ordenszelchen beifügen, und zwar in der Weise, daß die Groß- kreuzc den Ordensstern ihrem Wappenschilde unterlegen. Die Groß- komture und Komture führen um den Wappenschild herum das Band, an welchem das Ordcnszeichcn hängt. Die Großkamture Unterlegen zugleich dem Wappenjchilde das Kreuz, wie sie es aus der Brust ttagen, ebenso unterlegen die Ehrenkreuze ihr Ordens- zcichen deni Wappen. Tie Ritter führen das Ordenskrcuz an einer Schleise unten an dem Schilde.

Die Ernennung der Ordensmitglieder hängt allein von Uns und Unseren Nachfolgern in her Regierung ab. Gffuche um Ver­leihung des Ordens werden nicht angenommen.

Die Erteilung des Ordens geschieht frei von Taxen und Gebühren.

** Tageskalender sürTonnerstag, 25. Juni: Gewerbe' Ausstellung: Nachmittag? von 47 »nd abends von 8 bi? ll Uhr: Konzert! de? 3. Echt. Drag.-Regts. Nr. 15 (Hagenau i, E.!

** Der Großhcrzog empfing am 24. Juni u. a. den Dr. Frhrn v. Licbig, außerord. Professor an der Universität Gießen.

** Ordensverleihung. Dem Postsekretär Ludw. Da hm er hier ist aus Anlaß seines Scheidens aus dem

des Großmütigen verliehen worden.

* Ernannt wurde Karl Krenkel in Büdingen zr Schreibgehilsen am Amtsgericht Büdingen.

Die Maul- und Klauenseuche wurde sei gestellt in Seligenstadt, Kreis Ossenbach: ferner a dem Viehhof in Berlin »nd im württembergischen V zirk Ulm.

** Anlagemusik. Infolge Verhinderung der Rer mentskapelle am Sonntag, 28. Juni, findet die Änlagcmu morgen Freitag, nachmittags 6 Uhr statt. 1. Studcntenhe: Marsch von C. Friedemann. 2. Ouvertüre zur komisch OperDie schöne Helena" von I. Ossenbach. 3. Rhapsot über ungarische Nationalmelodien von A. Reindel. 4. Walz Rosen aus dem Süden" von I. Strauß,

** Aus dem Bureau des Stadttheaters. A nächsten Dienstag gastiert wieder die Operette des Groß Kurtheaters Bad-Nauheim mit Edmund Eyßlers reizend neuer OperetteDer lachende Ehemann" Das W« wird zurzeit auch am neuen Theater in Frankfurt en sui gegeben und erzielt auch dort ausverkauftc Häuser u, außerordentlichen Beijall.

... Seltersweg. Es wird uns c

schrieben: Den hochgespannten Anforderungen, die an d Darbietungen der kinematographischen Kunst gestellt we den, wird dasUnion-Theater" durch seine vollendet schön. Spiclplanc in,eder Form gerecht. Aus dem neuen Spielpl, ,et n 2£ erwähnt der große .KunsffilmKinder der Straß r" ? Alten, mit dem kleinen Buby und der Susanne Privc Dre braune Bestie, oder Ter Unbekannte", Theater-Dron m 3 Akten. Siehe Inserat.

.. !* 3. Abonnementskonzert unserer Mil

t a r k a p c l l c. das wegen der ungünstigen Witterung im Scu

ftcttf u? ert mußte, batte unter der Verschiebung ou, Mtttwvch lehr zu leiden, oa eine ganze Anzahl von studcnnschcn Korporatwnen durch anderweittge Veranstaltungen an dem Bciuche verhindert >oar. Auch l«ttcn sich viele der sonsttgcn Besucher durih das Wetter abhalten taffen, so daß der Saal nur zu dreiviertcl besetzt war. lind das ist schab, denn Herr Lbcrmusilmeistcr Lader hotte nncdec einen lehr aniprechenüen mid abwethselungsrcichen Spielplan aui- gestcllt, der sich auch sehr swrlcn Bcisalls zu crsreuen halte. Ein Genuß erlesener Art war das -Auftreten des Pasauncnvittuosen Herrn Paul Weichte von der akademiichcn Hochschule für Musik in Berlin, der hier ja bestens bekannt ist. Es braucht deshalb mcht besonders daraus bingcwiejen zu werden, mit lvctcher Meistcr- schast der Künstler sein Instrument handhabte und tN jeder Lage be­herrscht. Er brachte zunächst die Große Fantasie über Motive aus der Over Romeo und Julia von Bellini: dann ein Lied von Franz Abt (Dein Bild wird ewig mich umsthwebenl und schließlich ein Dirtuosenstück von Herrn Wcschke selbst. Der Karneval ln Venedlg, der ganz ungeheure Ansordcrungcn an die Fertigkeit des Künsh- lers stellt. Daß sich Herr Wcschke zu einige» Zugaben ent­schließen nnißte, versteht sich von selbst, und nach dem Wcicttied wollte der Beifall überhaupt nicht mehr verstummen. Don den übrigen Nummern des Slbends heben tvir besonders hervor dos (Dorsvicl zu Alcssandra Sttadella, den Einzug der Götter in Walhall iRhcingold>, die wundervoll gcspielle Fanlasie au-s dänscr und Grctel und die nicht minder sein vorgctragcne Ouvertüre zu Mignon, sowie die Erinnerung an Schweben van Hcineckc. Auch .Herr Löbcr mußte natürlich einige Zugaben dringen.

" Die westdeutsche Zuverlässigkeitssahrt, die am 26. d. M. in Köln beginnt, wird am selben Tag über Herborn und Wetzlar nach Gießen führen, wo die Wagen zivischen 12 und 3 Uhr an der Liebigshöhc erwartet werden. Bon da geht der Weg nach dem Mittagessen über Lich, Hungen, Bad-Naubeim, Wcilburg nach Limburg. Tie von Lollar kommenden Wagen sahrcn durch die Ost-Anlage, Moltkestraßc und die Kaiser-Allee, die von Wetzlar kommenden durch die Wilhelmstraße, Ludivigstraßc und Kaiser-Allee. ES wird sich empfehlen, aus den in Frage komuicnden Straßen möglichst die Fahrbahn zu meiden, spielende Kinder unter Aussicht zu halten iisw damit Unglückssällc ver­mieden werden.

** T i e freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz unternahm am Sonntag, 21 Juni, cineit Reiscinarsch. Um 7 Uhr morgens erfolgte der Abmarsch vom Depot über Stcinbach, Albach nach Oppenrod, tvo die Ko­lonne um 11 Uhr cintraf. Ta alle Dcranstaltungen der frei­willigen Sanitätskoloniie den Zweck haben, ihre Mitglieder zur ersten Hilfeleistung und den Transport Berwundeter auszubilden, so war auch hier nach Eintressen der Kolonne ein schwerer Unglücksfall, bei dem cs drei Schwcrverwun- dctc aab, angenommen worden. Rasch wurden Htisstragen und Krankentransporlwagen hergcrichtet und die Berwun- deten nach Anlegen der Verbände ausgeladen und befördert. Als dieser Teil der Aufgabe zur größten Zusriedenheit ge­löst war, ging die Kolonne zuin Adkochen über. Nachdem sich die Maniischastcn erholt und gestärkt hatten, traten sie gegen > >o Uhr den Rückweb nach Großen-Buscck an, von wo sic mit der Bahn nach Gießen zurückkehrten.

** D i e Llnschlüssc an das städtische Elek­trizitätswerk bclauscn sich jetzt im ganzen auf 6123. Davon cutsallen 1080 auf die Stadt Gießen, 356 auf die Gemeinde Krosdors und 4689 auf die Ueberlandzentrate im Kreises Gießen Die Zahlen sind gleichbedeutend mit den <rn- geschlosscnen Hosreiten. Die Zahl der Abnehmer lwelche durch je einen Zähler bedient werden) ist natürlich weit größer und beträgt in Gießen 1620.

** Die Benutzung der Straßenbahn hot in dem Monat seit der Fahrmaikenverbilligung zweifellos zu- gcnommen. Ob diese Zunahme des Verkehrs auch eine Zu­nahme der Einnahme gebracht hat, läßt sich bei der Kürze der Zeit noch nicht seststcllen. Es bedarf dazu Mindestens noch drei Monate, um dos Erqebv'' dann mit der Einnahme des gleichen Zeitraums im Borjckftrc vergleichen zu können.

Landkreis Gießen.

el. Licki, 24. Juni Am 23. d. M. wurde einer Dame von Ludwigshafen in der Bahnhoisstraße von einem neun- sährigcn Jungen Namens H. die goldene Halskette ab­gerissen. nachdem er ihr Sand in das Gesicht geworfen hatte. Als er in einer Seitengasse verschwinden wollte, wurde er sestgehalten, worauf er das Kettckien wegwars.

-e- Langsdorf, 24. Juni. Die Sammlung zugunsten des Roten Kreuzes erbrachte in der hiesigen Gemeinde 87 Mk.

Lollar, 25. Juni, Freitag, den 28, Juni, keter» Karl Schmidt III. »nd dessen Ehefrau, Maria, gev.Neidel. goldene Hochzeit.

Kreis Büükngc».

d Büdingen, 24. Juni. Tie Beendigung de? bekannten KonknricS Wertbsimer L Co., durch den die Stadt Büdingen tinanziell encvstndlich gelchädiqt wurde, hat »»»mehr auch die L i a n > d a t i o n der A k t i e n - Z u ck e r i a b r i k Büdingen herbeiaetührt. Eine vor etlichen Tagen stattgelnnden« Gesellschniter- vcrsan»»lu»g der Fabrik hat die Schlustrechnnng genehmigt.

Kreis Alsfeld.

b. Alsfeld, 24. Juni. Gestern mußte ein Mädchen in das Krankenhaus aufgenominen werden. Kurz darauf fand die Herrschaft in der Kammer des Mädchens die Leiche eines neugeborenen Kindes. Das Amtsgericht beschlagnahmte so- sort die Leiche: die kreisärztlichc Untersuchung ergab, daß das Kind nachts tot zur Welt gekommen war. Tic gericht­liche Untersuchung wird weitergcsührt, da das Mädchen im vergangenen Jahre in anderen Umständen gewesen sein soll, ohne daß nachher ein Eintrag in die Standesanttsregistcr erfolgte.

Mücke, 25. Juni. Postschaffner Wilhelm Bender und dessen Ehesran keier» heute da» Fest der si l ber i, e» Hochzeit.

Kreis Schotten.

X 21 u s dem B o g e t s b c r g, 24. Juni. Tie großen H c r b st m a n ö v c r , die unseren Boaelsberg berühren, zeigen im voraus ihre Lichtseiten im Ausbessern der Weg­weiser. Diese wetterharten Burschen mit ihren verblaßten Landessarbe» erhalten jetzt neue Uniformen.

Kreis Fricdbcrg.

L. Fricdbcrg, 24. Juni. Gestern um 3 Uhr kam unter Bataillon vom Uebungsplatz Bad-Orb wieder zurück.

L. Friedberg. 24. Juni. Der heutige Markt war sehr schlecht besucht. Ta der Biehmarkt aiissallcn mußte, waren fast keine Landleute cffchienen. Im ganzen ivaren l0 Stände aus- geschlagen. Der Obst- und Gcmüscmarkt dagegen war von Ver- käuscril und Käusern sehr gut besucht. Kirschen kostete,, das Pfund 25 Ps., Erdbeeren 60 Ps. das Piund, dcidelbccrcn das Liier 36 Pi. Viele Spargel, gelbe Rüben, Salat, Kernerbscn usw. waren zu Markte gebracht. Um 1 Uhr war aiisvcrkaust.

Bad-Nauheim, 24. Juni. Zum Besten der intcr- liationalen ffioten-Kreuz-Bereiiic veranstalten am 25. und 26. Juli im Kurhaus Bad-Nauheim Tamcii hiesiger Ge­sellschaft einen Basar. In acht Verkaussbude» sotlei, prak- ttschc Gcbrauchsgegenstände ausgelcgt oder in einer großen Tomöola verlost iverden, hessische Kunst ist besonders berück­sichtigt. Kalte Büfetts, Tee- und Kasseestubc» sorgen für das leibliche Wohl, tvährend ein auserlesenes Liebhaber- Ucberbrettl beste Unterhaltung bieten wird.Das Geschäfts-