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< t »ruchtk ut Lulle uni Fülle «oftm. Auch ^ ofc 1 durchschnittlich ffut angcs-tzt, wenn auch tue

10 > nn kam». wie im letzten Jahre.

DerGüterhandcl, Seit den im Jahre 1912 in getretenen verschärften Bestimmungen über den Han­get mit ländlichen (Grundstücken, insbesondere seit Ern- Mhrung eurer Sondersteuer über jedes gewerbsmäßig ver- äußerte Grundstück durch die Güterhändler, macht sich unter Eine Strömung bemerkbar, die Bezeichnung als ge- Guterhändier abzuschüttelu. indem sie bei be . r Abgabe dieses Gewerbes Anzeige

machen. In VirNichteit bandelt es sich ober in den meisten T Eine Scheinausgabe Ein großer Teil der Guterhaudler hat rn den letzten Jahren soviel Äntzäuse an landimrtschasilichen Grundstücken gemacht, daß sie auf Jahre hinaus flir etwaige Verkäufe gedeckt sind. Die «bsich! mit der Nicdcrlegung des gewerbsmäßigen Güterhandels ist nun darauf gerichtet, der mit der Veräußerung von Grund« schcken verbundenen Sonderstcuer, die in die betreffende Gcmeindclasse fließt, in deren Gemarkung die Grundstücke ^agen, zu entgehen Dies entspricht jedoch keineswegs den Bestimmungen über die Besteuerung der Geiverbei denn wre auch bei anderen Gewerbetreibenden solange ein Ge» ^^b^etrieb besteht, bis derselbe nicht mehr ausgeübt, also tatsächlich ausgcgeben wird, und alle zu diesem Betriebe angekausten Waren abgcsetzt sind, so ist auch beim geivcrbs- maßigen Güterhandel solange von der Ausgabe des Ge­werbes keine Rede, bis sämtliche zu diesem Zwecke erwor­benen Grundstücke veräußert sind. Die Abmeldung als ge» ioerbsmäßiger Güterhändler ist deshalb, wenn auch vor- läustg keine Absicht zum weiteren Ankauf von Grundstücken besteht, hinfällig und die Händler sind den hierüber er­lassenen Bestimmungen unterworfen und zur Abgabe der Steuer verpflichtet, sobald sie eines der früher erworbenen Grundstücke verkaufen. Der Güterhändler könnte sonst ruhig einen größeren Bedarf an (Grundstücken aufkaufen, wozu er ja keine Steuer zu entrichten braucht, und sodann das Getverbc abmclden, um später diese Güter, je nach Belieben, an den Mann zu bringen, ohne daß den Gemeinden diese Sonderstcuer zugute käme

** Die Ceylon-Aus st ellung int Botanischen Garten wurde gestern u, a, vom Hofmarschall des Grvß- herzogs, Freiherrn v, Ungern-Sternberg, besucht,

** Glcßrner Stadttheater, Das Wiener Lustspicl- ensemble, das gestern ein einmaliges Gastiviel IM Stadttbcater gab, I«tte sich zwar äußerst lebhaften Beifalls zu crireucn, aber der Besuch war nur sehr mäßig. Der gute Ruf, der den (Künstlern vovausgeln, hatte offenbar nur geringe Wirkung getan gegenüber der Fülle der gesellschaftlichen Begebenheiten, die diesen ^ommcr wiederum auszcichnen. Aber der Abend war recht unterhaltend und brachte eine Menge pikanter Scherze und kleiner Bosheiten, wie iic nun einmal zum Kabarett gehören, indem sie zugleich seine künstlerische Stufe bestimmen, Aar Stelle des angckündigten Kord <s p l c e n wurde eine kleine sSzenc laus dem chambre separs gegeben, lBaron RoucelleS, in dem sich ein Mädchen der Straße und der Baron, die bisher nichts voneinander gemußt haben, Vater tund Tochter erkennen. Nach einer kurzen eindrucksvollen Erklärung gebt die Tochter davon, unl de» Vater damit zu bestraien, daß sie unter ieiiunn Namen ihr Gewerbe fortietzt, Herr Alfons Fink charakterisierte den Vater vortrcUich und Frl, Sophie s t öck I gab der (Tochter Blut iund Leben, Herr Frn k, der offenbar die Seele des Ensembles ist, brachte dann eine Reihe von Anek­doten und Spitzfindigkeiten sowie ein köstliches pantomimisches SpielDer Kommis", das er meisterlich spielte. Nicht weniger lgelimgen war seine Rede als Bereinsredner, Frl, Übmic Schit tenheim und Frl. Sophie S t ö ck l brachten einige kleine Ehan sons und Gedichte. In Herrn Kurl Christofs lcrmen wir einen Säaiger kennen, der über eine gitte, wohl gebildete Stimme und eine ausgezeichnete Aussprache verfügt und mit seinen Lic­kern beim auch sehr starken Beifall errang. Besonders ansprechend loar das ffanzösische Volkslied, das er als Zugabe brachte, Ten Schluß des Abends bildete ein Schwank von Rudolf Oefterrcicher: Das Bett Napoleons, Am Abend ihres Hochzeitstages ge­rät der Historiker Theodor mit seiner jungen Frau im Hotel in Streit, weil er sic davon zu überzeugen sucht, daß das ihnen zuqewicscnc Bett unmöglich von Napoleon bemitzt sein könne. Die sehr ergötzliche Geschichte ivurde von Herrn Fink als Theo­dor, Frl, Schittenhclm als Klara und Frl, S t ö ck l als Wirtin lau Stelle eines Wirtes) sehr lustig gespielt und fand stacken Beifall,

** Von den Freibädern an der Lahn, die am 5. uitd 15. Mai eröffnet wurden, ist zu berichten, daß das Freibad für Männer im Mai von 706 Badegästen (gegen 0297 im Mai des Vorjahres) benutzt wurde. Das Freibad für weibliche Personen hatte 365 (gegen 950) Besucher aus zuweisen,

"SchwercBrandwunden erlitt in einer hiesigen Wäscherei ein Fräulein W, aus Klein-Linden,

"Postscheckverkehr, Um dem Inhaber eines Postscheck­kontos die Benutzung der Postscheckeinrichtungen möglichst zu er­leichtern, mied demnächst jedem Konloinkiber von seinem Post­scheckamt ein gedrucktes HeftchenAnleitung für die Benutzung des Postscheckkontos" kostensrer zugestellt werden, das rhu rn ge­drängter Kürze über alles Wissenswerte, namentlich auch über die vom'l, Juli ab cintreteirden Neuerungen und Erleichterungen un- terriiÄet, , .

" HestNr 958 der Mitteilungen der Großh Zen­tralstelle für die Landesslatistik, das beute als Beilage zurDarm- städter Zeitung" erscheint, hat folgenden, Inhalt: Anzeige, - Brcmntweinbrmnerei im Gros;Herzogtum Hessen im Betriebst ahr 1912/13. Preise wichtigerer Lebensmittel und Vcrbrauchsgegen- stände im März und April 1914, Todesfälle nebst Todes­ursachen in den Kreisen des Großherzoqtums He,seit in den^Mo­naten Januar und Februar 1914, - Ucbcrftcht über die ,n, Gr°ß- herzogtmn Hessen während des Jahres 1913 amtlich ausgrsuhrtrn chemischen Untersuchungen von Nahrungs- und Genuynutteln und Gcbrauchsgegenständen, Di- Arbeitgeberverbande ,m Großltzr- zoqtmn Hessen zu Beginn der Jahre ,19l^ und 1913, Die Ärbeftcrverbänbe im Grvstherzvgtum Helsen E^chc 1911 und 1912 Tarifverträge im Großherzogtunt Hessen 1912. Die Hagel­schäden im Großherzogtum Helfen 1913. ^

,» Das Wetter am Johannistage, Das Weller an, heutigen Johannistage spielt bei unseren Landleuien eine große Rolle Es heißt:Drill au, Johannes Regen ein, so wird der Nachwuchs nicht gedeihst", undRcgnets am Johannes sehr, Iver- den die Haselnüsse leer!" Ta Johannes nach wr ^trvnom>e des Volkes als Tag der Sonnenwende gilt, so ist es leicht zu ernaren, daß man diesen Tag auch überall für einen Wendetag der Witte- rung ansieht. Darum sagt man:Bor Johannes bet »m Regen, nach Johannes kommt er ungelegen , oderRegnets am zzohanncs- lag, so regnet es noch vierzig Tag",

Landkreis Gießen.

A Klein-Lindcn. 23. Juni. Sein 1. Jugend- fc ft'beging unser Torf im Anschluß an das Turnfest Mehr als 300 Schulkinder bewegten sich >m Festzug durch das Dorf Auf dem Festplatz hielt Lehrer Boßler eine Au- sprach« die in ein Hoch aus das deutsche Vaterland aus- lang Darnach begannen die «piel- und Wettubungeu für

die Schulkinder unter Leitung der Lehrer, Lebhaften Beifall fand der Reigen der oberen Mädchenklass«,, den Lehrer Seipp ovrsührte. Später fand die Verteilung von Preisen und Gaben an die Schulkinder statt,

-m, Hungen, 24., Juni, Wie erinnerlich, mußten vor drei Wochen infolge Konkurses der ausführenden Firma die Baggerarbeiten auf Grub«Friedrich", Trais-Horloff, eingestellt werden Dadurch waren rund 200 Arbeiter brot­los geworden, Ersrcultch ist cs nun, daß die GrubeFried­rich", wie man hört, aus eigene Rechnung die Bagger- arbeiten seit acht Tagen wieder ausgenommen hat, nwdurch den Arbeitern, die 14 Tage feiern mutzten, ivicder Arbeitsgelegenheit geboten ist,

Kreis Alsseld, ekhAlsfeld,22, Juni, Der äl t e st c G u st a v-A d o l s Frauc»vcr ein im Grotz hcrzog t um Hessen ist der hiesige Verein, der heute aus sein 60jährigcs Be stehen zurückblickt. Im Oktober gedenkt der Verein eine grötzere Jubelfeier abzuhaltcn, Prälat Zimmcrinanii aus Dormstadt hat den Verein 1854 ins Leben gerufen.

Kreis Friedberg,

I, Friedberg, 23, Juni. Ter für morgen anberanmte Schiveinemarkl fällt wegen der in Rodheiin herrschenden Maul- und Klauenseuche aus,

I- Bad-N anheim, 23. Juni. Heute wurde hier ein Soldat vom Jnfantcriereginient Nr. 118 sestgenounuen, der sich in auffälliger Weise hcrumtrieb. Der Fahnenstüchtige wurde zu seinem Regiment gebracht.

D Bad-Nauheim, 24, Juni, Ein Festkonzert unter Mitwirkung von Frau Elisabeth Rothwell- Wolfs aus St, Paul in Amerika (Gesang), Proscssor Hein­rich K i e s c r - Berlin (Cello) und dein Winderstein-Or- chestcr findet am Donnerstag, 25, Juni, nachmittags 5 Uhr, im großen Konzertsaal statt. Es ist dies die erste der drei künstlerisch hochbedeutsameil Beranstallungen zum Besten des Alice-Frauen- Vereins, welche in diesem Som­mer unter dem Protektorat der Großherzogin von Hessen stattfinden- Zu obigem Festkonzert hat das Großherzogliche Paar sein Erscheinen in Aussicht gestellt,

(st) Groß-Karben, 23,Juni, Der zum hiesigen Bürgermeister gewählte Friedrich Röthc wurde heute von Großh, Kreisamt Friedberg als solcher bestätigt.

(st) 'Büdesheim, 23, Juni, Gestern mittag gegen 1 Uhr ging in der Gemarkung Büdesheim ein wolkcnbruch- artiger Regen nieder, der großen Schaden im Felde an» richtctv. Das Wasser drang bis in die Häuser des Tories, Mehrere Hühner wurden von den Wassermasscn sortgerissen und ertranken,

Starkenburg und Rheinhessen,

». Groß-Steinhcim, 23. Juni, Einer althergebrachten Sitte gemäß wurde heute abend unter der alten Zcntgcrichtslindc am liier des Maines dasI o ho n n i s ! e u c r" abgebrannt, zu dem die Torffungiern schon wochenlang vorher unter dem Spruch lein:Welle, Welle, Gehannsscucr" alles mögliche Brandmatcrial zusammengerragen hatten. Die Beteiligung an dem Feuer war in diesem Jahre von auswärts besonders groß, und die Fcuerräder schwingenden Fremden brachten den Besen verkaufenden^ Buben manchen Groschen, Auch in dem benachbarten Klein-Stein- b e i m balle inan in diesem Jahre zum ersten Mate den alten Brauch des Johannisseucrs wieder auilcbcn lassen, da er enffchiedeu dazu beiträgt , , , den Fremdenverkehr zu heben,

Hessen-Nassau, r, Rodheim a, d. Bieber, 23, Juni Am Montag morgen traf ein Blitzftrahl die aus der Höhe nach Fellingshausen gelegene Zlgarrcniabrik von Rinn 8! Cloos. Nennenswerter Schaden ist nicht entstanden

h, Frankfurt a, M., 23. Juni, Der Schriftsteller Heinrich Müller (Offenboch), der imTürmer", imFreigeist" und in einer öffentlichen Versammlung schwere Angriffe gegen Gcheimrat Ehrlich, die Höchster Farbwerke, den hicffgcn Magistrat und die Krankcnhausärztc richtete, hat nach dem Ergebnis des Salvarsanprozesscs allen von ihm beleidigten Faktoren eine Erllärung zugehen lassen, in der er seine Miiicilungen über das Salvarsan und dessen schädliche Wirkungen als nnlvahr bezeichnet. Ausdrücklich stellt er auch fest, daß er die Höchster Farbwerke durch seine Angaben weder beleidigen noch verleumden wollte, Da­mit dürfte eine Zweiiauftage des Prozesses gegen Müller und den Türmer" vermieden sein,

h, K ö n i g st c > n , 23, Juni, In einem Gebüsch an der Crvn- berger Straße sand man am Montag den 70jährigen Kriegs- Veteranen von 187071, Jakob Flug aus Teltai, nahezu verhungert und vollständig heruntergekommen vor, Der arme Alle war erst aus dem Kasseler Krankenhause entlassen und batte sich bis hierher bettelnd durchs Land geschlagen, Flug kam soiorl in das hiesige Krankenhaus, Und was geschieht nach seiner not­dürftigen Kräftigung?

Geireidevorratr-Statistif.

Am l, Juli 1914 findet erstmalig eine Ausnahme der Vorräte von Getreide und Erzeugnissen der Geireidemüllcrer für menschliche und tierische Ernährung statt, die durch Reichsgesctz vom 20. Mai 1914 angcordnet ist. Sie soll die Vorräte insoweit ersoffen, als sie sich in der Nachl vom 30, Juni bis I, Juli in Gewahrsam der zur Angabe Vervfticktetcn befunden habe». Die Zählung erstreckt sich nicht ans gcwiDnliche Haushaltungen, sondern nur auf sestsmintc gewerbliche und sündwirischastllche Betriebe, Die Leitung der Zählung innerhalb des Grosherzogtums Dössen ist der Großh. Z en t ro I ft c11c s ür di c La nd c s sta t iftif z u DarIN stadt übertragen worden. Zur lAusnahmc der Vorräte und vorschriftsmäßigen Beantwortung der in den ErhcbungS- mustrrn gestellten Fragen sind die Belricbsinhober oder deren Vertreter verpflichtet, § 6 des Gesetzes vom 20, Mai 1914 be­stimmt:Wer die aus Grund dieses Gesetzes an ihn gerichteten Fragen wissentlich wahrhcitswidrig beantwortet, und diejenigen Angaben zu machen verweigert, welche ihm nach diesem Gesetz und den zu seiner Ausführung erlassenen und bekanni gemachten Vorschriften obliegen, wird mit Geldstrafe bis zu 200 Mark be- strast. Im Falle der Weigerung kann unbeschadet der straftecht- lichcn Ahndung eine Schätzung der Vorräte auf Kosten des Dcr- pstichtcten durch die Verwaltungsbehörden unter Zuziehung von sachverständigen statttinden,"

Nach h 4 des Gesetzes ist ein Eindringen in Einkommens- und Vermögensverhältnisse ausgeschlossen, Tie Angaben werden nur für Zwecke der amtlichen Statistik verwendet.

Die Aussübrimg der Erhebung liegt detl Gemeindebehörden ob. Die Auftialnnc soll die Vorräte von Weizen, Soelz, Roggen, Mcnggctreide und Mischfrucht, Haler, Gerste, Mais, Mehl aus Weizen und Spelz, einschließlich des zur menschlichen Ernährung dienenden Schrots und Schrotmehls, Roggcnmehl, einschließlich des zur menschlichen Ernährung dienenden Roggenschrots Roggcnichrotmehls, anderem Mehl (aus Gerste, Hafer, Mais öder Menggetreide, Graupen, Gries, Flocken, Grütze (aus Hafer oder Gerste!, Futterschrvt. Futtermehl und Kleie aller Art erfassen. Die Erliebung erstreckt sich aus folgende Betriebe:

1, Landwirtschaftliche Bcrriebc mit 5 und mehr Hek­tar landwirtschaftlich benutzter Fläche,

2 Gewerbliche Betriebe: Getreide-, Mahl- und Schäl­mühlen: Bäckereien, Kondlloreien, Psefierküchler: Nudeln- und Mattaronisabriken: Nährmittcliabrrkcn: Rollgerttewörrlen: Malz- kofiectabrikeu: Weizen- und Mcüsstärkesabrrken: Mälzerercn: Mc>e-

reicu, Molkereien mit eigenem Vichstand: Mästereien und Züchte- rcien ohme landwirtschaitliche» Betrieb: Brauereien: Kraiullweru- brcnncreien (mit Ausnahme der Obst- und iklernbrrnuereren) und

Hesesabrikeu, - ,

3 Handelsbetriebe: Handel mit Getreide und Mül>- lensabrikaic», Hülsensrüchtcn, Furage, Futter, Kolonialwaren: Kon­sumvereine: Warenhäuser: Getrerdchallen- und Lagerhäutcr: Han­del mit Schlacht- und Nutzvieh: Pserdchandcl,

4, Verkehrsbetriebe: Kommunal- und Prrvatcricn-

balubetrirbc: Personen- und Frachtfuhrgeschäitc einschließlich Om- nibusbeiricbc: Straßenbahnbctriebe: Ausspannwirtschaften: >»vc- ditwn: Abtuhranstaltcn: Lcichenbcstattung; Reitinsütute; Zrrkus- Untcrnchmmigcn: Schissahrtsbetricbe,

5. Außcrdenl auf die Vorräte int Gewahrsam von Kom­

munen und sonstigen öffentlich-rechtlichen Körperschaften und Verbänden, .

Jeder Angabeptlichtige erhall eine ZälLkartc, in die er seine Angaben cinträgi, Icrncr, um die Geheimhaltung derselben zu wahren, einen Briefumschlag, den er verschloffen bei der Ab­holung der Zählkarle an den Zähler abgcht. Die Gcmrmdcbehor- den müssen die Brieiumschlägc ungeöffnet an die Großh. Zentral­stelle für die Landesstatistik zu Darmstadt cinscndeil, wo die Zähl­karten enmommen und ausschliesstich zu statiillichen Zwecken ver­arbeitet werden, Landwirte können, falls sic nicht die Ausiüllung einer Zählkarte vorzieben, ihre Angaben dem Zähler direkt machen, der sie dann i» eine Liste (Ortsliste) einträgt.

Eine Statistik der Getroidevorrätr und der daraus zu mensch­licher und tierischer ErnährlMg Izerqcstellien Müllcreierz^ngiune ist eine notivcildige Ergänzung der Erntcstatistik und der -Statistik über die Ein »nd Ausfuhr der wichtigsten landwirtlcktaftlrckien Erzeugniffe, Erst mit Hilfe einer Vorratsstatisllk läßt sich ein Ueberblick über die Bcivegung des Getreides gewinucn, bis cs m den Verbrauch übergcbi, übn die Vorräte, m« denen das ^aud IN die neue Ernte .eintrilt, und endlich wird zusammen Mit den Zollen der Statistik über Ernte, Ein- uich Ausfuhr eine Ber- brauchsstatistik, die bis Izeute ganz fehtt, crnrögticht, (nuc besmv- derc Bedeutung hrt eine Vorratsstatisllk sür die Lanöimrllchaft, Vom Deutschen Landwirtschaftsrat ist seit langem und auch rn neuerer Zeit der Wert einer Vorratsstallstik betont worden.

Don der Bevölkerung dort deshalb erwartet ivrrdcn, daß sie ihre Angaben sorgiältig und gewisienhafl in die Zählkarten eintragt und die Behörden hei der Durchführung der schwierigen Zählung nach Krästen Ulftcrstützt, ^

«leine Tageschronik.

Aus Wanne (Wesisalcn) wird gemeldet: In einem Persvnen- zuge fand man an Riemen ausgchängt die Leiche des Ungarn! Stcezko, deffen Brust von etwa 15 Messtrftichcn durchbohlt war. Bei der Leiche sand man noch etwa 250 Mkl. Mali ist be­müht, die Angelegenheit auszullären.

In D ü s s e l d o r f ivurde der Schlosser H i l l c b r a n d wegen Falschmünzerei verhaftet. Er hat in großer Zahl salschc Zweimark- und Zchiipsennigstückc angcsertigt und in Verkehr gc- bracht _

Amtlicher Wetterbericht,

Oefsentlicher Wetterbienü- Gietzeit.

Wettcrauslichtc» in Hcffcn am Donnerstag, de» tb, Juni 1914: Wolkig, zeitweise heiter, trocken, etwas wärmer.

Letzte Nack,richten.

EineSvvrt-Steurr" in Düsseldorf. Düsseldorf, 24, Juni, Die Stablvcrordnctenverfammlung beschloß gestern die Einiübrung einer Gemeindesteuer aut Ern-

t r i t t s k a r t c n iür alle s p o r t s i ch^e n B e r a u st a l t u n g c n.

wie für Pferderennen, Wettsahrcn, Schaufliegcn und andere ge­werbsmäßige Kampf- und Wettspiele, Der Steuersatz soll 10 », L. betragen. Gegen die Vorlage hatten die Sportverbändc eine lebhafte Agitation veranstaltet. i'

Millio ne nstistung für ein Leipziger Stadion Leipzig, 24. Juni. In der «»sschußsitzung des deutschen Kamps-Svielbundes teilte gestern Geh Hosrat T b I e m e mit, dav der deutsche Patriotenbund lVs Millionen Mark für den Bau eines Leipziger Stadions zur Versagung gestellt habe.

Ein automatisch stabiles Flugzeug.

Pa ris, 23. Juni. Der amerikanische Flieger SvcrrN unternahm gestern mit einem von ihm erfundenen automa­tisch stabilen Wasserflugzeug, mit einem Fluggast an Bord, mehrere Flüge, die große Verblüffung erregten, Do ließ Sperr« in einer Höhe von 150 Meter das Steuer los und fern Fluggast stieg aus die Flügel und ging auf densellien hin und her. Gleichwohl setzte das Flugzeug seinen Flug mrgestörl mit einer) Geschwindigieit von 100 Kilometer in der Stunde fort.

Ein großes Bauunglück in New Bork,

New Bork, 24, Juni, Bei dem Bau der Untergnindbahn in Brooklyn hatten auf einer ausgeschachtetcn Strecke Arbeiter eine Holzbrücke errichtet, aus der die Lasllvagen vorfubrcu, um mit den ausgogfebeneil Erbmassen beladen zu werden. Durch die große Belastung stürzte die Decke ein und riß einen u n g c Heurcn K r a h n mit sich in die Diese, aut dem sich etwa 50 Ir» beiter bcsaiiden Diese wurden zum Teil zerschmettert, zum Teil durch die noch nachstürzenden Sand- und Gcstcinsmasscn getötet oder schwer verletzt.

Für unsere Haussraucn wird es gut sei», sich die dicsiäbrige Obsternte zu Nuven z» inachkn. indem sie sich einen recht großen Vorrvt Obst, besonders aber Mischen, Avrikoscu, Pstrsiche »na Mirabellen rinmachcn. Als die brstdewöbrie Einrichtung hierzu cmvichle» Fachleute Rer Einkoch-Avvaratc und Rcr-Konservcn- glaser, welche durch die vorzügliche Ounlität und sinnreiche Kon- struküon ei» sicheres Gelingen gewährleisten. Das Rer-Iystcm wurde aul vielen Ausstellungen mit den höchsten Auszeichnungen bedacht Avvarai »nd Gläser sind zu haben bei Hermann Metten- beimcr iFnbaber iS. Hosch & <j>. Kerber). _ 7438

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Lerne» soll der Mensch

an dem, was er erlebt. Wer im vorigen Sommer während der aronen Ferien die trostlose Regenzeit mitgemacht hat, wer frierend in der Sommerfrische saü und seinen Schnapsen pflegte, der wird auch die Nutzanwendung ziehen, datz man für alle Fälle sich vorsehen und zum Reisegepäck auch ein vaar Schachteln Fays achter Sodenernian achte auf den Namen Fay! legen foll. l^avS Sodener kosten 85 Pfg. die Schachtel und sind überall erhältlich. 342ss

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