iiuäläntnidx fflefunitc in .'Snjvfniaqen, die Präsidenten des Rerärstügcs niw Der Minister des Innern Rode begrüßte die Delegierten und sprach seine Freude über die Ehre aus, die demLande durch ihren Besuch widersahrcn sei. Er schloß mit dem Wunsch sür einen guten Verlaus de» Kongresses und ein gutes Ergebnis der Arbeit. Nach einigen weiteren Reden wurde die Eröffnungsfeierlichkeit geschlossen.
Anhängerinnen des Frauen st imm rechts in London versuchten in der Nacht zum Freitag die aus dem 12. Fabrhundcrt stammende Psarrkirche in C h i v st e a d : Grafschaft Zurrcy) in Brand zu stecken. Das Portal wurde ierftört. Aus dem Friedhof wurden Schriften der Frauenstimmrechtlerinnen gesunden.
wandern und Reifen. Bäder and Sommerfrischen.
Wanderungen im vogelrderg.
Der BogekSbcrg Ist eines der eigenartigsten Gebirge des deutschen Landes. Von unterirdischen Kräften emvorgetriebcn, steht er als eine einzige gewaltige Gebirgsmasse mitten zwischen Rhön und Taunus und erreicht in dem, fetzt inii einem Aussichlsturm gekrönten Taufstein 774 Meter seine höchste Erhebung Bon Fremden noch ivenig überlaufen, bietet er mit seinen hochragenden Wäldern und seinen weiten Wiesenhalden ein herrliches Wandergebiet, das auch wegen seiner kräftigen Luft beachtenswert ift. Das alte Chattenland ist der einzige Gau, in dem sich die altanqesessene Bevölkerung durch die Jahrhunderte hindurch behauvtct hat und so zu einem ganz eigenartigen Bolksschlage geworden ist. Alte Gebräuche »nd alte Sitten leben hier vielfach noch unverändert fort und der für Kunst emvfängliche Mensch wird an den alten Fachwcrkbautcn, a» den Truhen und Schränken aus Grobväterzeit wahre Freude haben.
Bon unvergleichlicher Schönheit ist die Abendstimmung am Hoberodskovi, »nd eigenartig ist cs, wie sich von den gelblichen Lichtern der Dörfer die weißslimmerndcn elektrischen Lampen der einzelnen Bahnhöie abheben. In gerader Richtung, weit vor uns erscheint der Bahnhoi Friedberg Wen links, ganz in der Ferne, iritt nun mit zunehmender Dunkelheit auch die langgezogen- Lichterreibe des hochgelegenen Bahnhofs Hanau klar hervor. Weiter rechte bemerken wir ein fortwährendes Helles Auibkitzen: es ist tne elektrische Lichtreklame in Frankfurt. Den Frankfurter Bahnhof sehen wir nicht wegen des davor liegenden Hügellandes An Hand der Karte können wir nunmehr die einzelnen Stationen, die uns aus der Ferne ihre Lichtgrüße senden, ganz gut unterscheiden. Es ist die Strecke der Main-Weser-Bahn, die wir von Frankfurt bis Marburg Überblicken können Schade, daß man von Gießen und den weiter nördlich gelegenen Stationen wegen der tiefen Lage nicht die Lichter, sondern nur einen Hellen Schein am Abend- Himmel wahrnchmen kann
Aber dos muß man sehen, selbst erleben. Man gehe hinaus, mit irckem und unbedrücktem Herzen, die Alltagsstimmung zuhause lassend, und nehme das Gute und Schöne in sich au>. Verfängt steig: man wieder hernieder.
Es haben sick, Vereine und Kommunen bemüht, den Fremde» den Aufenthalt im Vogelsberg so angenehm wie möglich zu gestalte». Der Pogclsberger Höhcnklud sorgte für zuverlässige Wege- bezelchnungen, Wanderbücher „nd Karten, die das Reisen auch ohne Führung ermöglichen, sind in großer Anzahl erschienen 'Führer im Verlag von Emil Roib-Gießen, ..Wanderungen und Schifahrten rnnd um. Gießen" im Verlage der Brühl'schen Ilniv -
Buch- und Steindruckerei, Gießen, aus dem wir die rzeiter unten geschilderten Wanderiingen entnehmen, sowie andere). In dem Anzeigenteil des Girßener Anzeigers findet man Gasthäuser und Pensionen, wo man für längeren oder kürzeren Aufenthalt Wohnung und Bervilcgung erhallen kann. Von den dabei angegebenen Ortschaften ans kann man ohne Anstrengungen den Oberwold erreichen Ein paar besonders lohnende Wanderungen in dieses schöne Gebirge wollen wir in solgendem schildern. __
Mücke, Altenhain, Petershainer tzos, Schotten.
Eine hübsche, vielfach durch Wald fithrende Tageswanderung bietet das weiße Dreieck, das von Mücke über Klein-Erchen an Alienhain vorbei zum Petershainer Hof führt, wo das freundliche Forsthaus zur Raft einlädt. Der weitere Weg führt über Götzen nach Schotten. Die nicht anstrengende Wanderung dauert etwa 5 Stunden und bietet manchen schönen Ausblick.
Nidda, Hoherodskopf, Schotten.
Wir fahren morgens nach Nidda (Sonntagskarte - und treten dann eine Wanderung an, die last durchweg durch Wald auf den doherodslopt führt. Sie ist mit roten Strichen bezeichnet. Zunächst gelangen wir nach dem Dörfchen Michelnau, wo uns der Wald ausnimmt. Etwa 1>_, Stunden hinter Nidda liegt aus unserem Weg der 340 Meter hohe Breitenstein. Nach weiteren
Stunden gelangen wir zu dem Hof (Fwiefalten. Hier erbaute im Jahre 1730 Landgraf Ernst Ludwig ein Jagdschloß. Ein später unternommener Versuch, hier ein Dorf anz,liegen, mißlang iedoch. Der Gutshoi ist gut bcwirtschaitet. Außerdem werden wir durch eine umsassende Aussicht aus den hohen Vogelsbcrg, Gieße,irr Gegend, Weilerau und Taunus belohnt. Wir folgen den Zeichen weiter und überschreiten oic Straße von Schotten nach Gedern. Nach längerem Marsche in einsamen Walde kommen wir nach dem Bilstein, einer Baialtgruvvc gegenüber dem Hoherodskopf. Vom Bilstein müfsen wir nochmals ins Tal und besteigen den Hohcrodskovi von der Südseite,hcr Zum Abstieg nach Schotten wählen wir die blauen Striche, die un§ über Busenborn zum Altcn- burgskovi, emer romantischen Fclsvartic, führen. Aus den, Plateau befindet sich ein guierhaltener, vorgeschichtlicher Ringwatl. Weiter führt uns drei Weg übers Lebrerhein, nach Schollen. Zu der Wanderung brauchen wir 6—7 Stunde».
Lantcrbach, Hoherodskopf, Ilbeshausen.
Der Weg nach dem Hoherodskovl ist mit blanen Kreuzen gut bezeichnet. Wik wandern zunächst durch schattigen Wald „ach Frijchborn, betreten dort die Landstraße nach Hopimannsseld, die wir aber dato wieder verlassen, um von neuem Waldvsade auszuiuchen. Bon Hoolmannsfeld geht es über Eschenrod aus der Landstraße »ach Lichelhain. Bon hier aus besteigen wir, immer den Zeichen folgend, den Hoherodskopf. Nach Ilbeshausen gelangen wir der Oberwaldstraßc nach, die mit blauen Dreiecken bezeichnet ist. In Ilbeshausen dürfen wir den Besuch der Teufelsmühle, eines Holzbaues im Renaifsanecstil. nicht vcrsäuiiien. Zu dem Marsch, der vorwiegend durch Wald führt, hrauchtc» wir 7 Stunden.
Lauterbach, Bilstein, SteinbTrg, Schlitz, Salzschlirf.
Von Lautcrbach wandern loir südwärts den blauen Kreuzen nach und kommen in einer knappen halben Stunde zum Bilstein, einem herrlichen Säulcnbasaltbruch, der leider immer mehr ab- gcbaut wird. Die Zeichen führen nun auf den Hainig (434 Meiert, von dessen Turm wir eine schöne Aussicht auf die nähere Umgebung haben. Hier treffe« wir aus die.weißen Striche, die nach Angersbach führen. Von Angersbach wandern wir auf Waldwegen nordwärts zum Tleinberg. von wo aus wir blauen Ringen nach
Schlitz folgen Von Schlitz aus benutzen wir blaue Kreuze über Forfthaus Witllno zum Sängcrsberg ,482 Meter mit einem Au», sicktsturm. Nach etwa 3 i Stunden gelangen wir nach Bad Salz. schliri, dessen neue Badeanlagen unsere Beachtung^ verdienen. Der vornehmlich durch Wald führende Weg ist in ö Stunden zu machen
tzartmannshalii, Herchenhain. Bilstein, Hoherodskopf, Her bst ein.
Air fahren nach Harlmannshain und benutze» die Landstraße über Herchenhain, Sichenhausen nacki Breungeshain. Etwa 3> > Kilometer hinter Sichenhausen kreuzen wir blaue, grüne und rote Zeichen Wir folgen den blauen auf de» 867 Meter hollen Bilstein, eine Säulenbasaliknvve die aus dem Walde hervorragt, in der Nähe dre Darmstädter Schntzhütte. Nordöstlich winken uns die Klubhäuser des voherodskvpfes, aus die wir über die Heide un mittelbar losmarschieren können. Bei unsichtigcui Wetter jedoch ift es raksani, die blauen Striche wieder zur>ickzugel>cn und ihnen nach dem Klubhans zu folgen Bon der Höhe aus nehmen wir dieselben Zeichen nach Hcrbftcin. Sie führen uns zunächst über die Breungeshciiner Heide 'Taufstein bleibt rechts liegend dann durch schöne Wälder und iväicr dein Scheerwasser entlang über Lanze,>dain nach Herbstein. Der Weg. der nur in der Nähe des Hoherodskopi durch Wald gehl, liimmt etwa 5 Stunden inAnipruch.
Hartmannshain, Schotten.
Wir fahre» nach Hartmannshain und schlagen den Weg über die Herchenhainer Höhe. Bilstein zum Hoherodsfovt ein. Vom Hoherodskopi aus besteigen nnr den Taufstein. Bon hier nehmen wir die roten Striche, dann die blauen Kreuze zum Geiselstein, wo eine genaue Magnetnadel einen eigentümlichen Ansschlag zeigt. Vom Geiselstein steigen wir in westlicher Richtung hinab über die Bismarcklinde zum Landgrasenborn und benutzen jetzt wieder die roten Striche zu den Sieben-Ahorn. Von hier wandern wir ohne Zeichen genau westwärts jinb gelangen zur ^eldkrücker Höhe, von wo aus wir den grüne» Strichen nach schotten folgen Die Wanderung, die nur teilweise durch Wold geht, beansprucht etwa 6 Stunden. Wir besteigen nacheinanoer die bekanntesten Berge des Bogelsbcrges.
Uiifocrfitä*$’ 21 achritfiten.
— Tie Universität Bonn zählt in diesem Semester 4524 immatrikulierte Studierende. Dazu kommen 229 Hörer. Tie Gesomt- sregüenz beträgt mithin 4753.
Märkte.
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