llr. |30 Zweites Blatt
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Jahrgang
„Gietzener jaimlunblitttt" werden dem »Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „klreirblatt für den Kreis Gießen" zweinwl wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen seilfrage«" erscheinen monatlich zwemnrl.
Giehener Anzeiger
Seneral-Anzeiger für Oderhessen
Samstag, 6. Juni
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange. Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- slraße 7. Expedition und Verlag: Redaktion:e=^ 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.
Die' Gewerbesteuer im Hess. Semeinöeumlagengesetz.
. „ Ijciftidicii t>)cm.'inbnn - urr(ir!rBqrbund unterlaqcn
b€C (Memrcbiteun nur b,c ei 9 müi*en Okroerbe- und Äandels- f . u '' Wtion »um 8.3»li 1911 bat auch die land- um» lorUrDirndiaTtltdjcjt Betriebe zur Otrrorrtftaier beranqezogen.
hl ' r Ergebnisse der Probeveranlagungen rvfJf'UM C ri i' ba t : . 1 tdl die OSerocrbftntcr nicht so gleicknnästig wie die turund und qat>i,a>üei,er dem Zinne geändert bat, bah Pf*.*}!* .-i^ 1 iwr ^robegemetnden eine Vericknebung ,n
dcriclbcn Dichtung beroorgerreten ist Bon den 101 beranqezogenen Probe gemeinden hat ,n 59 bje (öewerbsteuer im ganzen zuge- nonnncn, und tn den übrigen 42 Gemeinden abgenonimen: z» dielen zahlen auM die Sliwte Mainz. Tannstadk. Worms und G legen , -lienbach dagegen nicht. Wenn man die lau»- und ,ormmrnchanl,chen Betriebe aus der Berechnung ausscheidct, so ergibt i>ch auch iur d,e reine ltzewerbsteuer eine gleichgerichtete Bcrichiebung ,ur d,e grope Mehrbetl der Brobegemeindeu, und zwar zeigt na, tn 85 Gemeinden eine Abnahme und nur in 18 Gemeinden eine Bunalmie der Gewerbsteuer Bei den Gemeinden, die eine Zunahme der geianiten OHMucrbltoucT, aber eine Abnahme der Gewerblleuer der «igeinlickleii (»leirerbebetricbe autmeisen, l»gn J> d ’ ’ UI 5T! 1 ", ni Landgemeinden mit beträchtlichem land- wrrltchattlichlN Betrrehalapital, durtl» beiten Heranziehung die an sich eingetretene Berminderung der Gewerbsteuer ttt das Gegenteil gelehrt wird Wie m d n Erläulerungeu der Denktchrist bemerkt wird, zeigen die Wirtun>,e>, der neuen Gewerbesteuer keinen durchgreifenden llntertchied .mischen Stadl und Hand Wie bei den Städten, so tommcn aus) bei den Landorleu somobl Erhöhungen, wie Berminderungen di'ier Steuer vor Cb in einer Gemeinde di e G ewerbesteuer zu- od, abniiiimt, bängt vermutlich damit zu ia»uuen, wie lich die rtrhaiidencii Gewerbebeteiebe aut kleine, mittlere oder grohc Betriebe verteilen
Tie Gewerbebetriebe tierde» in der Denkschrift in drei Grubveu cinfletnlt; in kleinere, die ,e, einem ranbeii gewerblichen Vermögen von weniger als 20(XXI Wart unter 2600 Mark Ertrag haben, in größere, bei denen dat rauhe gewerbliche Permögen mehr als 100000 Mark beträgt, urd in die dazwischen liegenden mfttleren Betriebe Es dar! als fesftestellt gelten, vah die kleineren Betriebe durch das neue Geietz satt durchiocg und die mittleren vielsach ent lascht roorDeu sind, wäb end die Gronbetricbe im allgemeinen schärfer ersaht wurde» sin den Tabellen iverden insgesamt 927 Einzclben viele ausgsührt, darunter 419 kleinere Betriebe, von denen 325 eine Ahn.hmc der Zteuer erfahren haben, von den 900 autgeftlhrten mtttleten Betrieben Itaben 178 eine Zunahme, 128 eine Abnahme der 'neuer crsahren lind von den 192 gräheren Betrieben haben 191 efte Zunahme und nur 01 eine Vettinno-' rung der Steuer erialren, Tie Gesamlwirkung wird dadurch beeinflußt, ob die enttäielen ober die stärker belasteten Betriebe dt einer Gemeinde übewiegen, Vieftacki^ sviclen bei kleine» Gemeinden auch Zusälligkilen eine Ralle, so kann z, B, der Ertrag der Gewerbsteuer durh die Beränderung der Steuerschuldigkeit eines einzelnen^ größern Gewerbebetriebs, durch die Gewerbsteuer- sreiheft des SlaalSbihnbeiriebs, oder burdi die Heranziehung einer seither ftcuersreen Genossenschaft oder eines Konsumvereins weieullich becftiftnhl werden. Zu alle dem treten dann noch die Rückwirkungen iniohe der Aenderungen der anderen Stcuerarien. Tic Entlastung der Gewerbsteuer in den Städten Mainz, Darm- ftadl, Darms lind (liehen beruht wohl uni daraus, daß trotz des Vorkommens von gröhcrcn indnstricllen und Handelsunterneh- men die weit zahlreicheren Klein- und Mittelbetriebe hen Ausschlag geben
Von besondere Wichtigkeit für die Verschiebung der von den eigentlichen Gcwrbebeirieben zu tragenden Steuerlast ist die im Art. 11 des tteieit Gesetzes vorgesehene Bildung von Ertrag S zu s ch ls g c n zu dem Anlage- und Betriebskapital, Sic bestehen in den tarifmäßig in Art, 9 und 10 bestimmten Viel- sachen des MebcrtragS, den ein Betrieb über die Rente von 6 Proz, des rauhen gcnerblichen Vermögens einschließlich des dem Gewerbetreibenden gehrenden und seinem Betrieb dienenden Grundbesitzes' binauS abwiil: dabei bleiben Betriebe mit einem Ertrag unter 1300 Mark r>n jedem Zuschlag tefreit. Tie Erhöhung der Gewerbe- Steuer durö die Errragszuschtäge beträgt in 96 Probegemeinden biS zu 50 Proz, uird in 0 wetteren Gemeinden zwischen 50 und 80 Prozent. In den 5 gröhten Städten bewegen sich die Er- tragszuschlqe in den Grenzen zwischen 25—40 Proz, und zwar in Worms (ohne Vororte> 25 Vroz,, in Gi est en 91,1 Proz,, in Tarmston 97,8 Proz., in Mainz (ahne Vororte) 38 Proz. und in Oftenba,, 40,4 Proz, Tie Anzahl der mit Zuschlag belegten Ge- werbeircibiuden hält sich im allgemeinen unter 60 Proz, und gehl, abgesehen on Laulerbach, nur iu Städten über diese Grenzen hinaus, In dn Orten mit mehr als 60 Proz, zuichlagSvilichiiger Ge- werbeireibnder steift sich das Verhältnis wie folgt: Bad Nauheim 60,5 Pro., Lauterbach 62,2 Praz,, Mainz ohne Vororte! 68,3 Proz^, Gießen 68,9 Proz,, BormS lohne Vororte) 79,7 Proz, und Oftc.bach 74,5 Proz.
Wie aus der Zusammenstellung der Einzetbeismete hervor- geht, nehnen diese Ertragszuschläge bäuftg ganz enorme Summen an, Beftden 587 kleineren Betrieben, van denen 199 ErlragS- zusckiläG berechnen, stellen sich diese von ivenig Mark an bis zu -I00MM1.. einzelne auch bis 15 000 Mk, In den mittleren 90h Beiriete», von denen nur 23 keinen ErlragSzuschlag haben, be läuft siä> dieser z, B. bet einem städttschen Holzhändler aul 130t(X) Mk,, bei einem städttschen Ellenwaren und Klerderhänd- ler ach 115 M0 Mk,, de, einem städttschen stolanialwarenhändler aus i07oio , bet einem städtischen Metzger am 144MO Mk,; de, einer- städtischen Bäcker aus 37 000 Mk., hei einem Vieh- Händler -n mittlerem Landort aus 103 OM Mk, und bei einem sTrachtcnftöfter aut 286 MO Ml. In den 192 größeren Betrieben
berechnen 119 EttragSzuschläge, darunter eine Masckstnonsabril in einer größeren Landgemeinde 9 474 OM Mk,, eine städtische Zementiabttk 7 183 000 Mk,, zwei ssabnkanten in gr'ößeren Landgenieinden 5 und 6 Millwnen Mark, während 10 andere Betriebe über i 2 Million berechne» Smoohl bet den mfttleren, wie bn den größeren Betrieben übi'rsteigl der ErlragSzuschlag häiisig söhr stark das eigenlliche gewerbliche Vermögen und bas iührt mit dazu, bau bef Steuer in Dielen fällen sich gegen die seitherige Steuer aufterordenilich erhöht, bisweilen sogar sich verdrerlachl, Angesichts dieser überraschenden Tatsache wird zivi'is.ellos vom Geictz^eber aut eine entsprechende Wanderung der Besttmmungen bezüglich des ErttagS,Uschlags Bedacht genommen werden müsien.
Die allgemeine-Wirkung der neuen Gewerbc- steuerveranlagung stellt sich mit Grund des durch die Probeveranlagung gewonnenen statistischen Materials wie folgt dar; Tic kleineren Bettiebe sind allgemein entlastet worden, bei den mittleren Betrieben Hai die (Vewerbcsteuer teils zu-, teils abgenvmmen, die gröberen Bettiebe haben vorwiegend eine Mehrbelastung er fahren. Tie Entlastung der kleinere n Betriebe äußert sich nicht nur in einer meist erheblichen Abnahme der Steuer, sondern auch in gänzlicher Befteiung derseittgen Bettiebe, die bei einem Ettrag unter 1300 Mark ein Belriebslabilal im Steuer wen von (veniger als IM Riark haben, Ties kommt in erster Linie den zahlreichen Steuervftichtigen, insbesondere Lohnarbeitern, zugztte, die im Nebenberus — meist nach R-eiecabfnb — in gering- ftigigrin llmiang Arbeilen eines bestimmten Handwerks iür eigene Rechnung ansftihren. Mit Äusnahme der Glaser, Ellenwarenhänd- ler, Viehhändler und Milchhändler, sowie der Wäschereidefttzer und Bleicher sind im allgemeinen alle (»seiverbszweige erleichierl worden, die Kleinhändler im ganzen etwas weniger häuiig als dte Handwerker und sonstigen Gewerbettechenden, insbesondere die Gastwirte. Tie Entlastung des Kleingewerbes zeigt sich ebensowohl bei Betrieben mit, wie ohne ErttagSzuschlag, Denn es handelt sich hier ausschließlich um Betriebe mit geringem Betriebskapftgt und zugleich geringem Ertrag, für die sich die neue Gewerbsteuer ein ichliestlich des etwaigen Ettragszuschlags verhäunismäßig niedrig berechnet
In der Gruppe der mittleren Betriebe sind Geschäfte Mit durchweg mäßigem Anlage- und. Bclriebskapilal, aber sehr verschiedenem Ettrage enthalten. Hieraus erklär! sich im wesentlichen die Verschiedenheit in der Verschiebung der Steuerlast, Tori, wo geringes Beiriebskapftal mit verhältnismäßig niedrigem Ertrag zusammkntrifst, wird die neue Steuer nicht sehr hoch sein, namentlich wenn kein ErlragSzuschlag in Frage kommt. Eine beträchtlichere Höhe der Steuer iind zumeist eine Zunahme gegen früher zeige» dagegen fajyitalfräftigere Betriebe, ober auch solche, die bei geringem Kapital eine günstige Rentabilität ausweisen. Derartige ertragsreichere Geschäfte finden sich iiamenittch unter den Metzgereien, Im allgenienien trui hiernackt die Entlastung mcniger hälftig bei den Handwerkern und Händlern als bei den Fabrikanten und sonstigen Gewerbetreibenden hervor. Durchweg erhöht in der Steuer sind insbesondere Schlosser, Schmiede, Maurer, Weißbinder, Viehhäudlrr, Fruchihändler und Schnhbändler, während die Gastwirte, Hotelbesitzer, Agenten und Buchhändler vorwiegend erleichtert sind.
Die größeren Betriebe weisen ftn gmizen eine Mehrheit von Fällen mit Zunahme der Steuer neben einer starken Minderheit von Entlastungen ans. Daß innerhalb dieser Größenklasse die Verschiebungen sich nicht einheitlicher gestalten, hängt oftenbar mit der Bedeutung zusammen, die den Zuschlägen nach dem Mielwerl der Gewerbclokalc und der Anzahl der Gehllsen ftrr die Be- meftung der früheren Steuer zukam. Bei dem dermaligen Be- steuerungsmastftab sallen ohnedies die Unterschiede in der Stener- leistung weg, die srüher durch den Ümstand varanlastt waren, ob ine Fabrikanwesen wertläusig gebaut waren oder nicht. Mit Ausnahme der Möbelfabrikanten und der Bierbrauerei- l esitzcr, die ausnahmslos entlastet wurden, macht sich aber bei allen Arien von Gewerbebetrieben eine Steigerung der Steuerlast, besonders bei den chemischen Fabriken, den Weinhändlern, Bankiers und Apoiheken bemerkbar. Im allgemeinen sind die Erhöhungen der Steuer verhältnismäßig zahlreicher bei den Handelsunternehmen, als bei den industttellen und sonstigen Gewerbebetrieben, Als Inhaber mittlerer Bttriebe sind die lleineren und mittleren Handwerker häusiger bc- als entlastet, während das Umgekehrte bei den Kleinbetrieben des Handwerks der Fall ist. Die Handelsirechenden mit mittlerem oder größerem Gesebäitsumfang sind meist mehr belastet, die Kleinhändler mehr entlastet und die sonstigen Gewerbe, mit Ausnahme der Gastwirte und Agenten, zeigen bei initiieren und größeren Betrieben mehr Fälle mit Zunahme, als mit Abnahme der Steuer,
wandern und Reisen. Räder und Sommerfrischen.
Ba dSoodena. d. W. Der bekannte Badearzt Tr. Krone, Bad Sooden-Werra schreibt: Die Behandlung der „Katarrhe der oberen Luftwege" in unseren Solbädern mit angegliederten Inhalatorien geht von der Erwägung aus, daß wir in diesen Bädern die Möglichkeit haben, den mit Katarrhen behafteten Kranken sowohl eine Allgemernbehandlnng als auch eine Lo kalbe Handlung bieten zu können. Die Inhalation stellt die Lokalbehandlung dar, sie vermag die beiden Hauptaufgaben dieser Therapie — die Beseitigung der Sefrete und die Behandlung der Schleimhaut selbst — in reichstem Maße zu erfüllen. Iür die All- gemeinbehandlung stehen dann alle notwendig werdenden Maßnahmen — unter Berücksichtigung des ursächlichen Momentes — wie klimatische und diätetische Maßnahmen, Trink- und Badekur zur Verfügung. Auch die in Sooden a. d. Werra mögliche pneumatische Behandlung kann dort, wo wir die künstliche Beränderung der Dichtigkeit der Lust in den Dienst der Therapie stellen wollen — wie bei chronischen Bronchialkatarrh — unterstützend wirken.
besonders in den Iällen, wo eine alte Rippensellentzündnng oder Asthma die auslösenden Momente dec->ratarrhcs sind. Verweichlick>te Patienten haben dabei die Möglichkeit, sich durch entsprechenden Aufenthalt in unserem äinzig danchenöen „Soleluftbad am Gradierwerk" abhärten zu können. Bazillenträger dürfen das Inhalatorium nicht betreten: eine strenge Kontrolle sorgt dafür, daß lein Patient ohne^ ärztliche Anweisung inhalieren darf, — eine Ansteckungsgefahr ist also w gut wie ausgeschlossen.
Bad Brückenau. Bec der Bedeutung, welche die Dragnose und Tl^crapie der Erkrankungen der Niere und der Harnorgane in der neueren Literatur und aus medizimschm Kongressen ein,- nehmen, wird es sowohl Arzt wie Patient interessieren, datz Bad Brückenau in Bauern, in der Nähe von Kissingen, w,e dieses im Besitze des Bayerischen Staates, alle Bedingungen erfüllt, die bekannte Internisten und Urologen als Grundsätze bet der Veliandlung der Nieren und Harnkraukheiten ausgestellt haben. Das W e r n a r z e r Wasser ist bei seinen stark l>arntreibenden, schleimlösenden Eigensckwftcn salztret zu nennen. Es schwemmt die für den Körper schädlichen ^ubstan.zen aus, ohne diese zurückzu- halten, tvie^dies stark kalkhaltige Wässer tun. Mit der leicht verträglichen Stahlauelle kann die für Nieren- und Harnkranke so sehr notwendige Eisenkur durchgesührt werden, so wre die Srnn- bergerguelle nne Behandlung der mit Nierenkrankheiten ott ein- 'hergeheuden Rachen Und Bronchialkatarrhe ermöglicht. Inmitten eines herrlichen Naturparkes von ivatdrgem Gebirge rings umgeben, lmrd es zu den schönst gelegenen Bädern Mitteldeutschlands gezählt. \
— Bad-Nauheim, 5. Juni. Bis zum 4. Iüni 1914 sind 10 833 Kurgäste angekommeu. B ä der ivnrden bis zürn 4. Juni 111242 abgegeben.
Sport«
01N m p i f di e Vorbereitungen i n der Deutschen Studentenschaft.
In Marburg a. d. Lahn hielt kürzlich Tr. M a l l lv r tz auf Veranlassung des dorttgen „Akademischen Ausschusses für Leibesübungen" einen Vortrag über das Thema: „Was erwartet Deutschland von der Studentenschaft für-die Slympiadc 1016". Die durch Lichtbilder erläuterten Ausführungen erstreckten sich aut die Geschichte der Turn- und Sportbewegung an den Hochschulen, fowie aus die den Hochschulbehördcii obliegenden Pflrchten uird die wertere Mitarbeit der Studenten. Wegen des starken Besuchs mußte statt der Aula der größte Saal Marburgs bereitqestellt werden. Besonders erfreulich war, daß unter den etwa 400 Zuhörern die Eouleurstudenten, bei dcueil ihre Korporationen das Erscheinen zur Pflicht gemacht hatten, in starker Uebcrmacht anwesend waren. — In Iranks urt a. M. sprach dann Dr. Mallwitz anläßlich der ersten akademischen Iechtmeislerichasten über das Thema: „Was erlvartet die sporttreibende Studentenschaft Deutschlands von der Universität Frankfurt?" Leider icheinen nämUch die an die zuständigen Behörden gelangten Erschlüge in dieser Richtung den gewünschten Erfolg bisher nicht gehabt zu haben. Wenn Frankfurt als riesige Geschäftsstadt und Zentrale des Rheinlandes wirklich etwas Vorbildliches zu bieten beabsichtigt, wäre es aber Zeit, daß man von den Vorbereitungen etwas vernähme, zumal sich die Wahl der Hochschulstadt der vielen jungen Studenten heute schon nach ihren sportlichen Einrichtungen richtet. — In Tübingen, wo kürzlich Dr, Berner sprach, ist die Veranstaltung eines studentischen Sport- und Turnfestes .für Anfang Julr gesichert, ivo dann die vom Deutschen Reichsansschuß für Olympisck^c Spiele vorgcschlagenen Auswahl- kämpse den Haupiteil des Programms bilden.
— Odessa, 3. Juni. Aus der bessarabischen ZuverlässigkeilS- sahrt wurde Wacker, Odessa, aus 14/34 ?8-°Opel-Tourenwagen Sieger. Er gewinnt den Ehrenpreis des kaiserlich rilssischen Automobil-Klubs für regelmäßigen Gang als einziger Teilnehmer, ferner den 1. Preis des Odessaer Autoktubs für Zuverlässigkeit und den Wandervreis des Präsidenten Vassal. Tie Fahrt ging über 850 Werst von Odessa nach Bessarabien über Kischmeff nach Odessa aus durchweg von Regengüssen durchweichten unchaussierten Feldwegen und stellte die größten Anforderungen an Wagen und Fahrer. Nur zwei Wagen sind ohne Straspnnkte angekoinmen.
UnivcrsltätS'Nachrichtei».
— Ter Privoldozenl für Slaalswissenschaften an der Berliner Unibcisftäl, Mitglied deS Kgl, preust, Slattstiichen Landes- amtcs, Pros, Tr, Karl B a 1 l o d , wurde zum ordentlichen Honorar- prosessor ernannt.
Meteorologische veodochtungen der St ation Gießen.
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Höchste Temoeratur am 4,—5. Juni 1914 = -f- 16 5 Niedrigste , , 4.-5. „ 1914 = + 7,9'.
Niederschlag 1,6 n>w.
Gesundheit, Kraft und Schönheit
bis ins hohe Alter hinein zu erhalten, ist nur denkbar bei vernünftiger Lebensführung, zweckmähiger Ernährung und viel Bewegung in reiner Luft, Ganz besonders kommt es auf die Ernährung an. „Der volle Segen der Gesundheit kann nicht
durch
Heilmittel und Wunderkünste, sondern nur durch eine richtige Ernährung gewonnen werden, die den Körper erhält und täglich verjüngt," Das sind die Worte eines bekannten deutschen Arztes und Professors, Iu einer zweck-
mäßigen Ernährung gehört das allbekannte
Biomalz.
Das ist ein wohlschmeckendes, billiges Nährmittel, weit und breit geschäht und beliebt. Es kräftigt den Körper ungemein. Schlaffe, welke Iüge verschwinden, die Gesichtsfarbe wird frischer und rosiger, der Teint reiner. Bei blutarmen, blaffen, mageren, in der Ernährung heruntergekommenen Personen macht sich eine Hebung des Appetits, des Gewichts und eine mäßige Rundung der Formen bemerkbar, ohne daß lästiger Fettansatz die Schönheit der Formen beeinträchtigt,
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