Ausgabe 
30.5.1914
 
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Nr. 125

Zweiter Blatt

Cxfdltmt tögllch mtt Ausnahme bes Sonntags.

DieStehe»« Famllienblätter" meiden dem .Anzeiger" viernml wöchentlich beigelegt, das KrosMatt fSt tat Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die ,Z:<mdwirttchattlichcn Set«, fraget^' erscheinen monatlich zweimal.

IW. Jahrgang

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Samrlag, ZV. Mai 1914

Rotationsdruck und Berlag der Brühl'schea Universiläls - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- slraße 1 Expedition und Verlag: e^§*51. Redaktion: e-GA 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.

vie vetätigong der Richters im öffentlichen Leben.

Bon einem hessischen Richter erhalten wir folgende Ausführungen:

Die Bctätignng des Richters im öffentlichen Leben ift cm Ka­pitel, das schon lange tim vollem Rechte die Aufmerksamkeit: wer­terer Kreise m Ansprnch mnmtt und deshalb mit gutem Grunde auch Gegenstand der Meinungsäußerung aus den Versammlungen der orgmusierten Richtcrveretnigung geworden ist und wobl auch jerneryrn noch werden wird.

Auch auf der Hauptversammlung des hes,i,chen RichtervcrelNs. die am 23. d Mts. in der Stadthalle zu Mainz getagt Hai. ist das obtgc Thema der Haupwunkt der Tagcs- lordnnng gewesen »nd das. was der Vortragende. Landgerichts!at v. Psrfter-Darmstadt, darüber gesagt hat, ist cs wert, in weiteren ikreisen bekannt W werden, zumal es die Zustimmung aller an inescuden Richter tzetunden hat. Es kann nickt geleugnet werden, so sührie der Vortragende etwa gus, dgß es außerordentlich viele Richter gibt les ist wohl die große Meinzahl oller Richter, die sich von einer Betätigung im öffentlichen Leben allzu sehr oder viel sach gar völlig 5 -rrück hält. Es ist auch keine Frage, daß der an sich gewiß unbegründete Vornmn der Weliffemdl«,, den man >a gar in gerne -und meist gar «u leickftierttg den Richtern zu machen pflegt, zum guten 4 eil in seiner Zurückhaltung tit ösfenilicheit Dingen fernen Anhalt und Stichpunlt linbet. Es in aber auch ebenso ge lmsi, haß eine größere Mitwirkung de? Richters rm öffentlichen Leben ihm selbst in mancher Hiuiichi nützlich und förderlich lern kann lund seine Fähigkeiten und .stennttiiife zu verrieten und zu ver­vollständigen geeignet ist.

Wenn auch bei vielen Richtern starke Arbeitslast in der amt­lichen Tätzgleii als Grund des Fernbleibens vom össentlichen Lebett gewiß zur Emschuldi'tnng bis zu etnem gewissett Grade dienen mag, so lässt sich nach Ansicht des Vortragenden ein kleines etwas dost) noch für die öffentliche Betätigung gewinnen, Zwar kann Man aitf dein Gebiete der öffentlichen politischen Tätigkeit es woki^ verstehen, wenn nicht nur Richter, sondern auch andere Staatsbürger eine starke Neigung zur Zurückhaltung bekunden, dt >a gerade uu polittscheu stvmpse so viel des .häßlichen und Unwürdigen Hervartritt, daß mancher sich angcekelk suhlen mag, zumal wenn der Ävnrps nicht sachlich bleibt, vielmehr auch die versönlickwn Ver- hälttnsie rückftststslos in den Staub der volitischen Arena her.fbg zerrt werlien. Indes die hohen Ziele und Auigaben, um die es sich im vcli- rischen Kampfe handelt, ioltte uns die straft geben, auch die Wider­wärtigkeiten im Streit der Meinungen zu überwinden. Doch auch Sottderbedettken, die ihre Berechtigung aus dem Richteramte selbst lierletten wvUen, halten viele Richter von Betätigung im öffent­lichen Leben ab. Troßdem man dies nachcmpsinden kann, so läßt sich dostf auch gegen solche Bedenken mancherlei cinwendcn. Die politische Tätigkeit des Richters auch in der Ocs- sentlirhckeat kann als solch^ nicht bcanstandet »er* dem, wenn nur das richtige Maß und die aitje* mefieite Weise und Form cingchalten werden.

Air Tätigkeit des Richters, auch wenn sie sich nur auf das Rilhteramt selbst beschränkt, bleibt ^vor Entstellungen und Vcrun- ickimpsirwfrn nicht «ersckzont: der Richter sollte daher solche An- unrrj« auch tm öffentlichen Leben nicht sclzeucu. Von Statt t blecht bet Lichter ntrfjt versehrf, ja er muß oft recht schwere An griffe und ungerechte Keuuzerchuungeu über sich ergehen lassen.

Angriffe gegen die Richter sind aber nicht gleichbedeutend Mit de» Schwinden des Glaubens an deren Unparteilichkeit. Der dffoÄbe an diese Unparteilichkeit ist aber bei dem weitaus größten Teil des deutschen Bolkes noch nnerschüttert. L.atsäckstich ffrid viele Richter öffentlich politisch, sogar als Abgeordnete tätig, ohne dag . ihre Amtstätigkeit ihre Rechtsprechung im erhöhten Maße als bet anderen Richtern der Mißdeutung ausgeseßi wäre.

Der K er npun kt der ganzen Frage ist aber dock der, daß der Richter stlbft in der ^Ausübung seines Richieramtes sich in Wirk­lichkeit Nicht von politischen Einflüssen leiten läßt. Der Richter hat nrcht nur die Pflichten seines Richteramtes, er hat auch Pflichten gegen Volk und Vaterland, denen er sich nicht entziehen soll und darf. Politik im edlen Sinn bedeutet:Das Glück und die Wohlfahrt seines Volkes erstreben." vierbin darf der Richter, der auf hoher sittlicher Warte stehen soll, nicht fehlen". Er ist hierzu umsomehr berufen, je mehr tm allgemeinen die Anteilnahme der Gebildetett an der Politik znrüst geht. Der Richter muß sich lrur den Entartungen der Politik sern- halten. wird aber im übrigen enolgreich wirken können, wenn er seine Anschauungen auch öffentlich vertritt und, falls nötrg. auch für sie wirbt und kämvtt sstur mit Anstand, Masstgnng, Würde und Gerechffgkeck. ölme Gehässigkeit, aus lauterer Gesinnung heraus muß er seinen Standpunkt vertreten.

Ein Ausscheiden des Richlcrstandcs vom volttischen Leben wäre im Interesse des Staätes zu beklagen. Die Richter als dre beru jenen Wüstster des Gesetzes und der Staatsnutorstät dürfen bei den Anstürmen gegen Staat Und Staatshoheit nicht seblen.

Aber auch der Ristfier, der sich nicht zu öffentlicher polit ischer Tätngkest entschließen kanit, hat die Blöglichkeit, sich in anderer Wiche nützlich )ntd ersprießlich zu betätigen. Die Mannigialtigkett der Betätigntigsmöglichkeit ist groß und jeder kann einen ihm ge­eignet schämenden Platz finden und sich hier als Glied einer großen, segmrsrerchen Arheüsgeiueniichaft fühlen. .......

Trotz der großen Vielseitigkeit und Möglichkeit öffenklickfer Be­tätigung, sei es nun aut völkischem und vaterländischem, aut reli­giösem oder sozialem und irgend einem anderen Gebiet, lind tat­sächlich leider frur recht fvenige Richter im öffentlichen Leben vertreten. So gibt es, wie der Herr Vortragende ausfnbrte zalstreiche Berernignngett. wie z. B. Wchrveretn, Kolouialgeiellichafl.

Alldeutscher Verband, Jungdeutschlandbnnd, Flottenvercin, Verech für das sDeutschlum rm Ausland u. a. nt., die alle im letzten Grunde Volk uttd Vaterland dienen wollen, bet denen aber die Richter, sowohl der Mügliedschait als auch der Mitarbeit imch nicht in dem Maße vertreten sind, wie es ihrer Zahl und Bedeutung entsprestwn würde.Wir müssen die Vorstellung tmd den Begriif lcbensrrgch 'und tatfräitig in uns ausnchmen, daß cs neben dem eigentlichen Kerut auch Pflichten gegen Staat, Gesellschaft, Voll und auch gegen die Kirche gibt, der der Einzelne gngchört, die sich nicht in ihrer bloßen Anerkennung erschöpfen, sondern, welche auch Eingabe und Arbeit erfordern. Cime Arbeit läßt sich nichls von Dauer und Wert erreichen."

Gerade die Richter sollteft an ollen Bestrebungen, die die Ge- fundhett der Volksseele und Hockhaltung aller sittlicher Güter er­streben,^regen tzlnteil nehmen, weil nur auf solcher Grundlage Zucht, Smc, Ordnung und Gesetz aufrecht erhalten werden kötmen. Das kirchliche und das Gemeindelcben bieten lster rcickst Arbeits - gebiete, aus denen auch die Richter nicht schien sollten fluch zahlreiche Vereinigungen und Einrichtungen zur Förderung des sittlichen Wohles unseres Volkes sind es, die zur Mitarbeit ruscfl. Z. B. Lchutzvcrein für entlassene Gesaugene, Volksschriflenverein, Bilduugsveretne, Vereine zur Pslegc der Nächstenliebe usw. Das alles ist öffentliches Leben und Wirken.

Tie Richter sind aber vielfach auch berufen, leitend und füh­rend auszutreten, insbesondere wegen ihrer Richtertätigkeit, die sie lehrt Und sstmlt, über Gegensätzen und widerstreitenden Meinungen .4u stehen. In dieser Tätigkeit mit den Grundsätzen einer unbeug- sameit Gerechtigkeit, Unvarteilichkcit und Wahrhaitigkeit liegt ein Idealismus, der überall im Leben segensreich sein kann und soll. Der Richterberus gewährt aber auch eine so reiche menschliche Er­fahrung, daß man sie auch sonst verwerten und der Gesamtheit nicht vorentl.olten sollte.

Der Richter, der seinem Berussidealismus und sich selbst treu bleibt, lann überall ausglcichcnd, versöhnend, beratend und leitend wirken, er kann an ledem Platze artun, daß die höchste und wichtigste Vertrauensstellung, die der Staat gewähren kann, die Ausgabe, Recht zu svrecheu, auch dazu befähigt, an den sonsti­gen Staats- und Volkszielen enolgreich mitzuarbeiten, netn nicht Nur beiähigt, sondern auch dazu verpflichtet."

Ter Vortragende schloß seine von echter Begeisterung und warmer Ueberzeugung durchdrungenen Ausführungen mit dem Satze:Wenst ein altes hehres röntisches Wort lautet:llulee et steeorum est pro pätrin mori", so darf man dem hinzusügent es ist auch hoch und erhaben, tm Leben seinem Volk und Vater­land, wo es auch immer sein kann, mit allen seinen .Straften zu dienen!"

Universitäts-Nachrichten.

Die neue Evangelisch-theologische Fakul­tät in Münster. An der Universität zu Münster wird mit Beginn des Wintersemesters eine Evangelisch-tlfeologische Fakultät errichtet werden. Wie dieHochschulkorrespondeuz" erfährt, ist für das Inch der systematische Theologie der Prioatdozeut an der llniversität Halle-Wittenberg Professor Lic. thevl. Dr. Heim als ordentlicher Prosessor in Aussicht genommen, für das Ordinariat der neutcstamentlichcn Theologie und Exegese kommt der ordentliche Professor an der llniversität in Kiel D. Dr. Leipoldt in Frage. Ms Vertreter £er praktischen Tbevlogic wird der ordentliche Professor an der Universität zu Straßburg O. Smend, ein geborener Westfale, genannt, der auch, bevor er die Straßburger Professur übernahm, längere Zeit in West­falen und in den Rheinlanden rm Pfarramt tätig war. Als Ordi­narius für Kirchengeschichte ist der außerordentliche Prosessor an der Universttät zu Heidelberg Lic. thevl. Tr. Georg Grütz- m a ch c r auscrsehen und die Professur der alttesiamentlichen Theo­logie und Exegese wird der ordentlich- Professor an der llniversität zu Breslau Geheimer Sßoftsistonalrat O. Tr. Rothsteiu übernehmen. Außer diesen fünf ordentlichen Professuren sind zwei Extraordinariate begründet worden. Während, nnc ioir hören, das eine derselben dem Prioardozcnten an der Universität zu Rostock Professor Lic. iheol. Dr. Gläwe Überträgen werden wird, ist wegen Verwendung der zweiten Professur noch keine Entscheidimg getroffen.

Der bisherige Prioatdozeut Dr. Friedrich Pfister in Herd.elbcrg habilitierte sich an der llniversität Marburg für das Fach der llassifchen Philologie.

Ter a. o. Hochschulprofessor für Phviik und Mathematik am Kgl. banerischen Lyzeum in P a s s a u Tr. .Karl S t ö ck l wurde etatsmäßig zum ordentlichen Hochschulmosessor daselbst befördert.

vermischte».

* Erdbeben. Aus Hohenheim, 29. Mai, wird ge­meldet: Das große Erdbeben vom Ai. Mai, dessen Herd ohne Zweifel tm Stillen Ozsean sich befindet, stellt sich als eines der heftigsten dar, die in den letzten Fahren überhaupt vor­gekommen sind. Es ist als ein Wcltbeben anzuschen, d-ns den ganzen Erdball erschütterte. Dadurch erscheint es sich zu er­klären, daß in den letzten Tagen perhültinsmäßig zahlreiche schwächere Beben in den verschiedensten Teilen der Erde sich angeschlossen haben, von denen anzunehmen ist, daß sie aus grund schon vorhandener lokaler Spannungen in der Erd krustc durch die Erschütterungen vom 26. Mai zur Auslösung gebracht worden sind. So wurde hier schon gestern nach mittag ein schwaches Fernbebcn ausg^eichnct mit einem

Herd von etwa ,'>700 Klm. Entfernung. Weiter verzeichneten die Instrumente gestern abend 7-18 Uhr ein schwächcrcd Fernbeben und heute früh ein stärkeres, dessen Herd etwa 9800 «Int. entfernt liegt. Ter erste Vorläufer des letzten Bebens traf hier um 6,Ö9, Uhr ein.

* I m ganzen Allgäuer Gebirgskranze bis zum Vorbcrge herunter ist Neuschnee gesallen. Die Schnceverlfältnisse lajfcit besonders für Hochtouren an Pfingsttagcn große Vorsicht empfehlen.

wanöern und Reisen, Räder und Soinmersrischen.

Das obere Lahntal.

Ein herrliches Stückchen Erde ist das obere Lahntal, besonders in der Efcgeud zwischen Marburg und Laasphe. Marburg selbst wird Ivegen seiner unvergleichlich schönen Lage, seinen reichem, hiswrisckfen Ställen und fmindcrbaren tzlussichtspunklen als dank­bares Ziel für Ausflüge und Wanderungen gefoählt. Fahren wtr von Marburg aus auf drr .Kreuzlalcr Strecke der Lahff weiter aufwärts, so wird unser Auge fortwährend von reizenden Ländsckfäitsbtldern gesefsrlt. Aut beiden Seiten zahlreiche, hoch- bewaldclc Berge, zu deren Füßen sich saftige, blumige Wiesen- gründe ausbreilen. Mit der ällberbrächlen Tracht kob.n auch üje Ländbeuwhner ihre alten, guten Sitten, ihre Frömmigkeit und Biederkeit bewahrt. Nach kurzer Bahnfahrt sehen wir weit vor uns in einem^Bergkesiel Biedenkopf liegen, das mit feinem hochragenden Schlöffe ein wundervolles Panorama darbietet. Tie Berge werdcif zahlreicher und mächtiger, und bald bcsiifdeif wir uns in einer richtigen Gebirgslandschaft, in drr saust eingebettet auch L a a s p d e liegt. Biedentovi und Laasplic sind zwei Sommer­frischen, auf &ie_ unser hessisches Hinterland stolz sein lann. Es ist leicht zu verstehen, daß der Frembenzuzug nach diesen beiden Luftkurorten, von Jahr zu Jahr wächst. Tic frische, reine Berg- und Waldluft, das milde Klima, die geschüßte Lage der Städtchen, die ieicrlichc .Ruhe ringSmu, alles das ist so recht .geeignet, die Menschen, die sich hier für längere oder kürzere Zeit auihallen und sich voll und ganz dem Genüsse der vielgestaltigen Natur hin- gebcn, geistig mid körperlich zu verjüngen. Bon Biedenkopf ftnd von Laasphe aus. hat man Gelegenheit, auf selw zahlreichen, gut- gcpstegten und markierten Wegen die ganze Gegend mit ihren hunderten von Bergen, mit ihren zahlreichen Schlössern und 4Ius- sichtstürmen kennen zu lernen. Ruhcpunkte sind in großer .An­zahl geschaffen. Beide Lustkurorte haben gesundlfcitliche Ernrich- tungen wie Bäder, Luftbäder, Kanalisation, gesundes Qucllwnsser, elektrisches Licht usw. Auch Apotheken, Aerzte Itnd höhere Sehulett sind vorhanden.

_ Bei Biedenkopf sei noch besonders erwähnt: oas weitbekannte -e-chl^ß mit deni f'ehensivertefi Heimatmuseum, die Ausflüge nach der Tackpseisc mit ßlussichtsttirm, Johanneskops, LudwigsWttc usiv. Eine große Anzahl von Wanderiifigen sind in dem von Bürger­meister F. Grünewald -Biedenköpf mit Sorgfalt und Geschick verfaßten und reich ausgestntteten Führer, der viel Wiisenswettes über die dorttge Gegend enthält, verzeichnet. Das Bürgermeister­amt crteill auch gerne jede gewünfäf'- Auskunft. Auch der Vor­stand des Sauerländischen Gebirge Verein in Laasphe bat eilten übersichtlichen Führer zusammeugeftellt, der über die dortige Gegend Aufschluß gibt. Er enthält unter anderem auch eine leichballige Zusammenstellung von schönen Wanderungen nach demSteitt- chen", derBuhl", Schloß Wittgenstein, Labnguelle usw. Auch wird augenblicklich von dem dortigen Berkehrsvercin ein neuer Prospekt herausgcgeben. In der Nähe von Läasplfe besindet sich auch der Galgenberg, wo im Jahre 1757 das letzte Hochgericht gb- gehalten wurde.

Die, Bürgermeisterämter in beiden Luftkurorten sowie die Vereine iVerkehrsvereine und S. G. V. , deren tzluigabc es ist, durch Instandsetzung der Wege, Anbrin^xung von Wegezeichen, Aufstellung von Bänken usw. den Fremden den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, haben ihr bestes getan. -cht.

.7. Schotten, 29. Mm. Wie sehr der Fremdenverkehr in dem Noch vor wenig Fahren in der 'Touristenwelt kaum beachteten Bogelsberg sich gehoben bat. beweist die Tatsache, daß der Sklubwirt des Vogclsbergcr Hölenllnbs auf dem .Hoherodskopt 16 050 Besucher des Klubhauses mit 680 Ueöernachtungen für das Jahr 1913 amtlich notiert hat Von l. Januar bis l. Mai des jJahres 1914 betrug nach dcnfelben Angaben die Zahl der Besucher 690, die der Uebttnachtungen 183, und zwar sind diese letzten vcr- tzältnismäßig bohen Zahlen aus den Sckfueeschuhsvort zurückzu­führen. Der Bismarckturm auf dem Taufstein wurde von 5500 Personen bestiegen. In voller Wirklichkeit werden sich lüefe Be- suchszahlen von dem Mütelpunkt des Vogelsberges now ganz be­deutend erhöhen. Von anderen Orlen kann ein gleich erfreulicher Ausschwung des Fremdenverkehrs gemeldet fverden. So war die Vorsaison auf dem Le hr erbet ui bei Schotten trotz der verhältnismäßig ungünsttgcn Frühsahrswrtterung besser als in einem der Vorjahre und für den Fettenmonof Juli sind längst sämtliche Zimmer vvrmisbestcllt. Ein Erweiterungsbau ist Ister zum dringenden Bedürfnis gefvorden. Würde die Eifenbohuver- Ivalkung den vielen Gesuchen um bessere Z u g v e r b i n - düng nach dem Bogelsberg mebr Gehör schenken, so würde sich der Touristenverkehr noch ganz bedculcnd steigern.

Bgd-Nauheim Bis zum 28. Ü)Iai 1914 sind 9259 S » r- aäftc nngefommen. Bäder wurden bis zum 28. Mai 1914 91 289 abgegeben.

Lebensfrische und blühendes Aussehen

bis ins hohe Alter hinein ist nur denkbar bei vernünftiger Lebensführung, zweckmäßiger Ernährung und viel Be­wegung in reiner Luft. Ganz besonders kommt es auf die Ernährung an.Der volle Segen der Gesundheit kann nicht

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Hellmittel und Wunderkünste, sondern nur durch eine richtige Ernährung gewonnen werden, die den Körper erhält und täglich verjüngt." Das sind die Worte eines bekannten deutschen Arztes und Professors. Zu einer

zweckmäßigen Ernährung gehört das allbekannte

Biomalz.

Das ist ein woblschmeckendes, billiges Nährmittel, weit und breit geschätzt und beliebt. Er kräftigt den Körper ungemein. Schlaffe, welke Züge verschwinden, die Gesichtsfarbe wird frischer und rosiger, der Teint reiner. Bei blutarmen, blossen, mageren, in der Ernährung heruntergekommenen Personen macht sich eine Hebung des Appetits, des Gewichts und eine mäßige Rundung der Formen bemerkbar, ohne daß lästiger Fettansatz die Schönheit der Formen beeinträchtigt.

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