Ausgabe 
27.5.1914
 
Einzelbild herunterladen

Nr. *22

Zweites Blatt

M. Jahrgang

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

Tie«iehener Zamilienbläiter" werden dem

.Anzeiger" Viermat wöchcnttich beigelegt, das Ureirblatt für den Kreis Eiehen" zweimal wöchentlich. Tieüandwirtschastlichen Seil-

fragin" erscheinen monallich zweimal.

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

Mittwoch, 27. Mai M,

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Universitäls - Buch- und Sreiudruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: e^pol. Redaktion: 112 . Tel.-Adru AnzeigerGießen.

vcr italienische Minister Ses Auswärtigen iw r englisch-italienische Abmachungen.

R o m , 26. Mai. (Kammer.) Tcr Minister des Aeußern d i S a n Giuliano erklärte in der Erwiderung aus eine Anfrage, dast der englische Staatssekretär des Auswärtigen Grey am 14. Dezember v. I. von der Erklärung Italiens Akt genommen habe, daß die z w ö l s Inseln unter den Bedingungen an die Türkei zurückgegeben würden, welche Italien und die Türkei seststellen würden. Die Note Gregs habe anerkannt, daß die Frage in erster Linie Italien und die Türkei interessiere, aber die aus der Besetzung der zwölf Inseln durch Italien sich ergebende Lage als anormal bezeichnet. Obwohl das Wort anormal im englischen eine ein wenig andere Bedeutung als im italienischen und fran­zösischen hat, obgleich ich die freundschaftlichen Absichten der englischen Regierung kannte, so verhehlte ich, fuhr der Mi­nister sort, Grcy gegenüber meinem Eindruck nicht und teilte ihm die Gründe mit, aus denen heraus der bewußte Aus­druck eher die Wirkung haben könnte, die Räu­mung d e r z w ö l s I n s e i n a u f z u h a l t e n a l s z u b c- schleunigen. Tie sehr herzlichen und freundschaftlichen Besprechungen zwischen mir und dem englischen Botschafter, sowie zwischen unserem Botschafter in London und dem Staatssekretär Grel> haben mich sofort in der Ueberzeugung bestärkt, daß der bewußte Ausdruck keine wenig freundschaft­liche Bedeutung Italien gegenüber habe. Diesen loyalen freundschaftlichen Worten Greys entsprachen die Tatsachen.

Auf eine Anfrage des Abgeordnete» Federzoni, ob der Ausdruck Greys zur vollständigen Erfüllung der Bestim­mungen von Lausanne und zur Erlangung von entsprechen­den Kompensationen für die Ausgaben und Opfer, die Italien infolge der Nichterfüllung der Lausanner Bestim­mungen seitens der Türkei gehabt habe, nützen könne, ant­wortete di San Giuliano, der erste bemerkenswerte Schritt aus dem wahrscheinlich noch langen und mühevollen Wege sei dank der außerordentlich freundschaftlichen Haltung der britischen Regierung gegen Italien bereits in den ersten Tagen des Februar getan worden. Grey habe gesagt, da cs sich um Italien handle, mit welchem England die herzlichsten Beziehungen aufrecht zu erhalten wünsche, würde er sich den von den italienischen Kapitalisten geforderten Konzessionen in einer den englischen Interessen so nahen Zone nicht wider­setzen, natürlich unter dem Vorbehalt des Rechts einer eng­lischen Gesellschaft für die Eisenbahn Smyrna Aidin. Der Minister fuhr dann fort: Er freue sich, mitteilen zu können, daß das Hindernis, das aus diesen englischen Vorbehalten herrühre, hcscitigt sei und daß das italienische Syndikat sowie die englische Gesellschaft für die Bahnlinie SmyrnaAidin am lg. Mai ein endgültiges Abkommen über die italienischen und englischen Eisenbahnen in Klcinasien unterzeichnet hatten.

Weitere Ausführungen des Ministers über die Vorgänge in Albanien geben wir an anderer Stelle wieder.

Deutschs» Neich-

Im preußischen Abgeordnetenhaus wurden am gestrigen Dienstag bei sehr schwacher Besetzung des Hauses in dri>ter Beratung ohne Besprechung angenommen die Gesetzentwürfe betreffend: Die Erweiterung des Gel­tungsbereichs einer Bestimmung der Allgemeinen Ge­werbeordnung voin 17. Januar 1845; Abänderung des Gesetzes über die Zuständigkeit der B e r w a l t u n g ? - u n d Vcrwaltungsgcrichtsbehörden vom l. August ,1883; Abänderung des Gesetzes vom 15. Juni 1904 über die t Hannoversche Landeskreditanstalt, und betreffend Abände- ' rung der Amtsgcrichtsbczirke Neuenburg (Westpreußeiz) pnd Schwetz; Oboriiigk und Rogasep; Ohlau und Wansen. Die Bcsoldungsnovelle wurde mit den Anträgen au den ver­stärkten Budgctausschuß verwiesen. Hierauf vertagte sich das Haus auf den 9. Juni.

Das preußische Herrenhaus hatte sich am Dienstag mit der T ä n c n f r a g e zu beschäftigen auf Grund einer u. a. von den Chefs unserer beiden schleswigschen Hcrzogshäuscr unterschriebenen Anfrage des Grafen zu Rantzau, die in der Frage gipfelte: was seitens der Re­gierung geschehen ist, um die dänische Regierung zu Maß­nahmen zu veranlassen, welche eine Einschränkung der ihre Spitze gegen das Deutschtum in Nordschleswig sich richten­den Agitation, insbesondere der sogenannten südjütischen Bewegung in Dänemark und der führenden Teilnahme offi­zieller Persönlichkeiten, von Offizieren und Beamten an der Agitation herbcizusühren geeignet sind. Ministerpräsident von Beth mann-Hollweg gab unumwunden zu, daß die Verhältnisse in der Nordmart infolge der maßlosen Agi­tation gegen das Deutschtum zurzeit unbcsricdigcnd sind, versichert jedoch gleichzeitig, daß die Regierung dieser Agi­tation mit allen Mitteln cntgegengetrcten sei und sich auch mit der dänischen Regierung ins Benehmen gesetzt habe. Die Beziehungen zwischen den beiden Regierungen seien freundschaftlicher Art, und nian sei beiderseits überzeugt, daß chauvinistische Regungen diese Beziehungen stören und schließlich auch eine Rückwirkung auf die internationalen Beziehungen ausüben müßten.. lieber die Regelung der Staatenlosenfrage werde verhandelt, er werde jedoch eine Verpflichtung, die Staatenlosen ganz oder teilweise in den preußischen Untertanenverband aujzunchmcn, unter keinen Umständen anerkennen. Herr v. Bcthmann-Hollweg schloß mit einer nachdrücklichen Versicherung, daß die Regierung es an einer ruhigen, aber energischen Abwehr alter wie immer gearteten deutschfeindlichen Agitation in der Norö- mark nicht fehlen lassen werde. In der Besprechung^»» An­frage begründete 5p c rz o g E r » st G ün t h e r z u S ch le s- wig-Holstein noch einmal eingehend die Notwendigkeit eines Regiments der starten Hand. Tamil war die Anfrage erledigt, und der Voranschlag kam an die Reihe. Die Weiter­beratung wurde aus Mittwoch vertagt.

Der wirtschaftliche 'Ausschuß zur Begutachtung und Vorbereitung handelspolitischer Nt a ß n a h in e n i», wie die , Nordd. Allg. Ztg." mittcilt, am gestrigen Dienstag unter dem Vorsitz des Staatssekretärs Tr. Delbrück zu einer Sitzung unter Zuziehung einer größeren Anzahl von Sachverständigen des Han­dels, der Industrie und der Landwirtschaft zusammengetrcten. Tcr Zweck der Tagung ist, eine.Aussprache herbeizutühren über die verschiedenen in der Presse und der Literatur an La»,e der letzten Jahre hcrvorgctretenen mehr oder weniger sachkundigen Erörte­rungen über die Einrichtung eines sogenannten wiriichaßlichen Generalstabcs und die daniit in Zusammenhang stehenden Fragen. Wie dieNordd. Allg. Ztg." hört, soll von der Bildung eines be­

sonderen Ausschusses sür die Fragen der wirtichastlichen Mobil­machung Abstand genommen, die einschlägigen Fragen sollen viel­mehr für den Bedürsnisfall in dem sür die Begutachtung wirtschait- licher und handelsvolitischcr Fragen bereits seit dem Jabre 1897 bestehenden wirtschaftlichen Ausschuß erörtert werden. Wie alle Verhandlungen dieses Ausschusses werden auch die gegenwärtigen vertraulich geführt.

F r a n z ö s i s ch e S v i o II a g c v e r s u ch e. Ter Kölner Poli­zeipräsident schreibt derKöln. Ztg.": Mit Bezug aus die Angaben, welche der Flieger Clcmcnt-Bayard aus Scvallois bei Paris imMatin" und iinTemps" hat vcrösscntlichcn lassen, ersuche ich ergebenst um gefällige Aufnahme wlgendcrMittcilungen: Clenicnt-Bayard und seine drei Begleiter verfolgten nach den bei ihnen gefundenen Aufzeichnungen bei ihrer Reise nach Deutschland den Zweck, die in Mittel- und Westdeutschland g c l c - genen Lustschisshallcn s v eingehend wie möglich z u b c s I ch t i g e n. Tatsächlich haben sie auch die Lustschisshallen m Franksurt a. M., Potsdam,. Cuxhaven und Brunsbüttel-Ham­burg besichtigt, Im Hamburg wurden sic von der Behörde beobachtet und ihre Festnahme war dort bereits in Aussicht genom­men. Im Einvernehmen mit der Hamburger Polizeibehörde wurden sie dann in Köln bei dem Versuch, auch die hiesige, dem Reichs- siskus gehörige Lustschiffhalle zu besichtigen, polizeilich iestgcnom- men. Bei ihrer Vernehmung haben sie sich dann in Widcrivrüche verwickelt und den gegen sie bestehenden dringenden Verdacht der Spionage nicht entkräften vermocht. Auch hat Clement, weder wie er behauptet, tausende hervorragende Personen seiner Bekanntschaft genannt, noch eine Kaution sür seine sofortige Freilassung ge­boten. Daß Personen, auf die ein derartig schwerer Verdacht wie Spionage lastet, nach ihrer Festnahme getrennt gehalten werden und nötigenfalls in Zellen untergebracht werden müssen, ist selbst­verständlich. Ebenso selbstverständlich ist bchuss Ermittelung wei­terer llcbersührungsstücke die Durchsuchung ihres Gepäckes. Im übrigen sind Clement und seine Begleiter seitens der Polizeibeamten böslich und mit^jedcr nur möglichen Rücksicht behandelt worden; daß die mit der Sache befaßten Kriminalbeamten Einschüchterungs- Versuche gegen einen der Beteiligten unternommen, insbesondere die ihnen in den Mund gelegten Aeußerunaen dem Dolmetsch der Franzosen gegenüber gebraucht hätten, ist erfunden. Nach Abschluß der polizeilichen Untersuchung sind die scstgenommcnen Personen dem zuständigen Richter unverzüglich vorgcsührt worden. Dieser von Clement als Oberstaatsanwalt bezeichnete hat absolut nicht von einerDummheit der Polizei" gesprochen. Im Gegenteil ist er der Meinung, daß die polizeiliche Festnahme den Umständen nach berechtigt war. Tie Freilassung her Beschuldigten hat er nur deshalb vertilgt, weil ihm das vorliegende Material sür einen Haftbefehl nicht ausreichend erschien. Aus alledem sann es keinem Zweifel unterliegen, daß das Vorgehen, der Polizeibehörde formell und sachlich vollkommen berechtigt war und daß die von Clement erhobenen Beschuldigungen unbegründet sind.

Anslanv.

Der deutsche PanzerkreuzerGo eben" ist am Montag vor Dedcagatsch angekommcn und wurde von den Militär- und Zivilbehörden sowie dem Publikum herzlich begrüßt. Eine große Volksmenge erwartete im Haien die Ankunst des Krcn- zcrs, der mit den Hascnbatterien einen Salut von 21 Schuß wech­selte. Konteradmiral S o u ch o n , der mit den höheren Offizieren der Besatzung an Land ging, wurde von dem Militärbczirksches Generalleutnant T o s ch e w und dem Divisionskommandeur Gene­ralmajor D e l o w , sowie den Ziviibehörden empfangen. Eine Kom­pagnie Infanterie erwies die militärischen Ehrenbezeugungen. Dar­auf folgte ein Vorbeimarsch der Garnison. Bei dem Bankett von vierzig Gedecken zu Ehren der deutschen Gäste brachte General­leutnant Toschew einen Trinkspruch aus das.Gedeihen der deut­schen Marine und die Gesundheit des deutschen Kaisers aus. Kon­teradmiral S o u ch o n dankte sür den herzlichen Empfang und trank auf das Wohl des Zaren der Bulgaren. Die Trinksprüchc wurden mit donnernden Hurras ausgenommen. Der KreuzerGoebcn" ankerte über Nacht vor Dedcagatsch.

Eine neue serbische Wehrvorlage. Eine vom scr- bischeir Finanzminister in der Skupschtina eingebrachte Gejctzes- vorlage fordert außerordentliche Kredite sür die Bewassirung und Ausrüstung der serbischen Armee im Gesamtbeträge von 1!22 823 866 Dinar. Sic sieht sür die Bewastnung der Artillerie und Insanleric 92 407 042, für die Ausrüstung der Armee 24 225 565, sür die .Ausrüstung der Genictruppe 7191259 und sür die Sanitätsausrüstung 2 000 000 Dinars vor. Die Kredite verteilen sich gleichzeitig auf 1944, 1915 und 1916. Jtzre-Deckungl erfolgt bis zur Aufnahme der Konsolidationsanleihc durch pro­visorische Zahlungsarrangemcnts zwischen Serbien und den Fa­briken bczw. den Bankinstituten durch kurzfristige Bonds und prolongierbare Wechsel.

Nirche i»nv Schule.

Die Bischofswahl in Osnabrück.

Osnabrück, 26, Mai, Bei der heute vormittag er­folgten Bischofswahl wurde der Religions- und Ober­lehrer Tr, Wilhelm B c r n i n g in Meppen zum Bischof von Osnabrück gewählt. Der erwählte Bischof Hermann Wil­helm Berning ist am 26. März 1877 als Sohn des verstorbe­nen Tischlers Bernhard Berning zu Lingen geboren. Nach­dem er acht Jahre lang das Gymnasium seiner Vaterstadt besucht hatte, bestand er dort zu Ostern 1895 das Matnri- tätsexamcn und studierte an den Universitäten in Breslau und Münster Theologie und orientalische Sprachen, Am 10, März 1900 erhielt er in Osnabrück von dem Bischof Hu­bertus die heilige Priesterweihe,

I geht im 64. Lebensjahre. Sein Nachfolger wird Professor >Tr. Ernst H eid rieh von der Universität Basel.

Sport-

^ Einweihung des akademischen Sport- und Spielplatzes. In Gegenwart des Kaisers und der Kaiserin fand heute vormittag die Einweihung des Turn- und Spielplatzes der Berliner staatlichen Hochschulen im Grunewald statt. Kultus­minister v. Trott zu Solz hielt eine Ansprache, ebenso der Rektor der Universität Proscssor Planck, Es folgten turnerische und sport­liche Vorführ ungen.

vereinrnachrichten.

w, Hiltersklingen, 27, Mai, Am letzten Sonntag feierte der hieiigc GesangvereinL i e d c r k r a n z" sein Fahncn- weihcscst. Pfarrer Beyer-Güttersbach hielt die Festrede.

Lliftschissnhrt.

h. Frankfurt a. M., 26. Mai. Nach mehrjährigen Vvr- vcrsuchen treten zwei hiesige Herren jetzt mlit einer Erfindung an die Oessentlichkeit, die die selbständige Allfrcchtcrhaltung der Gleichgewichtslage der Flugzeuge bezwecken soll. Durch den neuen Apparat sollen die alsunwillkürlich" zu bezeich­nenden Bewegungen des Vogels während des Glcitsluges ersetzt werden, so daß bereits automatisch Gegenmaßnahmen getrosfcn sind, bevor der Flieger die Schräglage seines Flugzeuges bemerken oder gar die Ausgleichssteuer hat betätigen können. Hierdurch wird nicht nur eine große Entlastung des Fliegers, sondern auch eine erhöhte Sicherheit gegenüber plötzlich austretenden Böen usw. er­reicht werden. Außerdem wird der Apparat auch zur Verhinde­rung der Sturzlage des Flugzeuges nach vorn oder auch nach rück­wärts zu verwenden sein. Versuche, die gegenwärtig aus dem Frank-t surter Flugplätze in umfangreicher Weise vorgcnommcn werden, ergaben, daß der Apparat in jedes Flugzeug auch nachträglich ein- zubaucn ist. Tic Versuche werden von einer hiesigen Flugzeug- sabrik ausgcführt. *

Mailand, 25. Mai. Nach einer Meldung des Blattes La Sera" ist das MilitärlustschistP. 4" nach einer Uebungs- sahrt am späten Nachmittag durch Böen und Regen zu einer Lan­dung in der Umgegend von Mailand veranlaßt, aber bevor es verankert war, von einem Windstoß entsührt worden und in den Wolken verschwunden. Eine spätere Ausgabe der Zeitung meldet: Das Luftschiff, das vom Winde sortgctrieben wurde, ist; nicht das MilitärlustschissP. 4". Es handelt sich um den Lcnk- ballonU s u e l l i", dessen Besitzer das Schiss der Armee ge­schenkt hatte. Opfer an Menschenleben sin» nicht zn beklagen.

wandern nnd Ueisen.

Wohin reisen wir zu Pfingsten? Diese Frage wird aus Anlaß der bevorstehenden Feiertage schon jetzt häusig erörtert. Wer für diese Tage ein wirklich lohnenswertes Wanderzicl sucht, der wird voll und ganz auf seine Rechnung kommen, wenn er seine Schritte nach dem lieblichen Lahntai lenkt, in dem die weltbekannte Kurstadt Bad Ems noch ihre alte Anziehungskraft ausübt, Wohl ist unser deutsches Vaterland reich an schönen Gegenden, aber selten findet man ein so herrliches Landschastsbild, wie es die schmucke Badestadt mit ihren gepflegten Parkanlagen, den waldigen Höhen und dem sich gleich einem Silberband durch das liebliche Tal win­denden Fluß darbietet. Der Reiz der lieblichen Szenerie wird noch erhöht durch die im Sonnenglanz strahlenden, weißen Häuserreihen, aus denen sich das neue Königliche Kurhaus und der im verflossenen Winter errichtete, imposante Neubau des Kursaalgebäudes von ihrem in frischem Grün prangenden Hintergrund stimmungsvoll herausheben. Zu diesem Genuß kommt die reiche Abwechslung, die das internationale Badelebcn mit sich bringt, besonders die künst­lerischen Darbietungen und Unterhaltungen, welche die rührige Kur­verwaltung ihren Gästen in so reichem Maße gewährt.

Märkte.

,'e. Franksurt a. M. Schwei n emarktbe ri ch! vom 27. Mai.

Autaetrieben waren 1888 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis KM k£T Lebendgewicht 45.5048.' 0 Mk Schlachtgewicht 60.00ßS.OO l'lf., vollfleischige Schweins unter 8g Lg; Lebendgewicht 4\0047.00 Mk., Schlachtgewicht 58,0060.00 Mk.t vollfleischige Schweine von 100120 hg Lebendgsivicht 45,0049.00 Mk Schlachtgewicht 59.0061 Mk.: vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 45.0040.00 Mk, Schlachtgewicht 5961.00 Alk. Geschält ziemlich rege, bleibt Ueberstand.

le. Frankfurt a. M., 27. Mai. kOrig.-Telegr. desGieß. Anz."> Amtliche Notierungen der heutigen Frnchtinarktpreile. Weizen (Ijtefiqer) Mk. 21.7522.00, Knrdesnscher Mk. 21.7552.00, Wetiernuer Mk. 00.00-00.00, Roggen (hiesiger) Mk. 17.50-18.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 18.5018.00, Gerste, Franken, Piälzer, Ried Mt. 16.5018.00, Haler Mk. 17.0018,50, Mais Mk. 15,25-15,75, Weizenmehl 0 Mk, 00.00-50,00, Weizenmehl I Mk. 00.00-00.00, Weizenmehl III Mk. 00.00-00.00, Roggenmehl 0 Mk. 00.0000.00, Roggenmehl 0 1 Mk. 00.0000.00, Roggenmehl I Mk. 00.0000.00, Weizenkleie Mk. 0.000.00, Weizenschalen Mk.0.000.00, Roggen- fleie Mk. 00.00-00.00, Malzkeime Mk. 00.0000.00, Biertreber

00. 00 - 00.00, FuttergersteMk.00.00 00.00. Alles per 100kg ab hier. le. Frankfurt n. M., 27. Mai. iOrig.-Telegr. desGießener

Anzciaers",) Kartosfelmarkt, Man notierte: Kartoffeln in Wag­gons Mk, 6.50-0.00, im Kleinhandel Mk. 7,500,00 für je 100 kg. ch. Nic»cr-Zngclheim, 26. Mai. Obflmnrft. Spargel

1. Sorte 50-55 Mk., 2. Sorte 25-30 Mk., Rhabarber 6-7,50 Mk., Kirschen 2838 Mk., Stachelbeeren 1718 Mk. der Zentner.

Aus Mexiko.

Ter falsche Salut.

Mazatlan, 25. Mai. Ein Salut, der von den amerikanischen und japanischen Kriegsschisfen im Hasen und von den befeftigten Stellungen der Regierungstrnppen an­läßlich der Beisetzung der Kaiserin-Witwe von Japan gefeuert wurde, wurde von den Konstitutionalisten, welche die Stadt belagern, als Angriff gegen sie aufgefaßt und die Batterien des Generals Obregon erösfneten das Feuer auf die Stadt.

Universitäts-Nachrichten.

Privatdozent Tr. Ernst Hellinger in Mar­burg hat den Ruf als a. o. Professor der Mathematik an die Universität Frankfurt zum 1. Oktober 1914 ange­nommen,

Tie Ernennung des Privatdozenten Professors Tr, med, Wilhelm Krauß von der Universität Marburg zum ordentlichen Mitglied und Professor für Augenheilkunde an der Düsseldorfer Akademie sür praktische Medizin ist bestätigt worden,

Der bekannte Vertreter der Kunstgeschichte an der Universität Straß bürg i, E, ord, Professor Tr, Georg Gottfried D e h i» wurde auf seinen Antrag vom 1. Oktober 1914 emeritiert. Professor Dehio, geboren zu Reval,

Letzte Nachrichten.

Erdbeben.

J'ugenheim, Bergstraße, 27. Mai. Das gestern ge­meldete Weltbeben liegt mit seinem Epizentrum wahrschein­lich in der Inselwelt des Großen Ozeans, also über 15 000 Kilometer entfernt. Gestern abend schwächeres europäisches Beben. Maximum 0 Uhr 34 Min.

König!. Fechingen ist unbestreitbar ein wertvoller Be­standteil des natürlichen Arzneischatzes. c 27 /s.

Liebhaber einer Flasche guten Bieres verlang, ausdrückl:

Giessener Brauhaus-Bier

hell and nach Münchener Art.

| Sanitttts-Kraftbler: alkoholarm extraktreich Ausschließlich Brauerei-Füllung daher Gewähr für beste Beschaffenheit

Direkt vom Lagerfaß in die Flasche