Ausgabe 
22.5.1914
 
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Nr. 118

Zweites Blatt

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

DieSietzcner Zamilienblätler" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisdlott für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. TieLondwirsichaslllchen seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

164. Jahrgang

euer

General-Anzeiger für Oberhessen

Freitag. 27. Mai 1914

Rotationsdruck und Verlag der Brüül'schen UnwersitätS - Buch- und Stciudruckerei.

R. Lange, Eichen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- stratzi 7. Expedition und Vertag: es*» 51. Redaktion:e^I12. Tel.-Adr.: AnzeigerEichen.

Rückblick ans die erste Reichstagssession.

Die erste Session der 13. Legislaturperiode de-; Reichstags, die soeben abgeschlossen ist. umfaßte insgesamt drei Tagungen. Die erste Tagung währte vom 7. Februar bis 22. Mai 1912, die zweite vom 26, November 1912 bis 30. Juni 1913 und die dritte vom 25. November 1913 bi- 20. Mai 1914.

Uebcrblickt man den Arbeitsertrag der Session, so muß man zugcben, daß ganz Respektables geleistet worden ist. Ta sind vor allem zu crwähnci; die beiden großen W e h r v o r - lagen aus dem^crstcn und zweiten Sessionsabschnitt, die zugleich wichtige Stcuervorlagen, mie die Aenderung des Branntweingesetzes, den Wehrbcitrag, das Desitzsteuer- <wsctz, die Novelle zum Stcinvelgcseß ». a. mit sich brachten. An weiteren Gesetzen seien erwähnt aus dem ersten Abschnitt: die kleine S t r a f r e ch t s n o v c l l c , das Schutztrupven- gesrtz und das Fürsorgegcsetz sür die militärische Lustschiss- sahrt: aus dem zweiten Abschnitt: das Reichs- und S l a a 1 sangehör igkeitsgcsetz, das Gesetz über die Entschädigung an Schössen u. Geschworene, das Gesetz über die Erhöhung der Peteranenbeihilsen, eine Novelle zum Besol­dungsgesetz für einige Postbeamtcnkategoricn, das Gesetz über vorübergehende Zollerlcichterungcn, die Verordnung über einheitliche Wahlurnen, das internationale Abkominen über ein einheitliches Wechselrecht: endlich aus dem letzten Ab­schnitt: das Postscheckgesctz, das Konkurrenz­klau s e l g e s c tz, die Novelle zur Gebührenordnung für Zeugen und Sachverständige, das Spionage­gesetz, die Militärstrafgesetznove llc und das Gesetz über die P o st d a m v s e r s u b v e n t i o n e n. Man sieht aus dieser Zusammenstellung, daß der Ertrag doch nicht so ge­ring ist, wie das öfters dargcstcllt wird.

Zu diesen Gesetzen kommen zahlreiche A n f rc q c n und Anträge, so im ersten Abschnitt Anfragen über die Teue­rung, den Bergarbeitcrstreik, die Auslegung des Jcsuitcn- gcsetzes; im zweiten Abschnitt über auswärtige Politik, über die Koalitionsfreiheit der Staatsarbeiter, über die Fleisch­teuerung, über die geplanten Ausnahmegesetze für Elsaß-Lo­thringen, über die Verkehrsstockungen im Westen, über die Enteignung vier polnischer Rittergutsbesitzer; im dritten Ab­schnitt endlich über die Vorfälle in Zabcrn. Im ersten Ses­sionsabschnitt hat der Reichstag auch bedeutsame Reude­rn n g e n seiner Geschäftsordnung geschaffen, ein­mal die Zulassung eines sogenannten Mißbilligungsantrags, der bis jetzt in zwei Fällen der polnischen Enteignung und rm Fall Zabcrn Wirklichkeit geworden ist, zum andern die Zulassung der kurzen Anfragen, von denen reichlich Ge­brauch gemacht worden ist.

Was die parteipolitischeLage im Reichstag an­langt, so ist nicht zu verkennen, daß während der Session eine große ^V c r s ch i e b u n g eingctreten ist. Während noch im ersten Scssionsabschnitt derblauschwarzc Block" den anderen Parteien, entsprechend dem Wahlaufmarsch, schroff gegcnübcrstand die Präsidentenwahl mit all ihren Wirr­nissen zeigte das deutlich , bereitete sich schon gegen Ende dieser Periode ein Umschwung vor, als das Zentrum in der Besitz st euersrage umschwenkte. Die Konsegucnz zog dann das Zentrum bei den Steucrgesctzen. die die große Wchrvorlage des folgenden Jahres notwendig machte, indem es mit den liberalen Parteien beim Bcsitzsteucrgesetz zusam- menwirkte. Durch diese Annäherung des Zentrums an die Liberalen wurde sein Verhältnis zu den Konservativen etwas lockerer, wenn auch nicht zu verkennen ist, daß in manchen Dingen beide Parteien nach wie vor zusammcnarbcitcn. Zur Regierung stellte sich das Zentrum wie immer sehr wech­selnd: neben ehrlichem Zusammenarbeiten stand es nicht an, da, wc es ihm paßte, die Regierung rücksichtslos seine Macht fühlen zu lassen, so vor allem gelegentlich der vom Bundcsrat im November 1913 neu herausgegebenen Interpretation zum Jesuitengcsetz. Daneben hat cs sich nicht geniert, die ihm zusammen mit der Sozialdemokratie zur Verfügung stehende Mehrheit in recht vielen Fällen auszunutzen. Aus diesem Wege ist es letzterer allein möglich gewesen, sich zur Geltung zu bringen. Sonst war es lediglich Demonstrations- Politik, was die 111 getrieben haben, so daß ihr volitischer Einfluß immer mehr geschwunden ist.

Tiircbe und Schule.

Fcricnordnung an höheren Schulen.

Ter Landtagsabgeordnete Dr. Stephan (Worms) hat den Antrag gestellt:

Die Kammer wolle beschließen, die Großh. Negierung zu ersuchen, anzuordnen

1. daß bei den höheren Lehranstalten der Tag, an welchem die größeren Sommerferien beginnen, vom Unterricht völlig frei bleibt, d. h. daß in Zukunft an diesem Tage die jetzigen beiden Unterrichtsstunden in Wegfall kommen;

2. daß bei denjenigen höheren Lehranstalten, bei denen getrennte Sommer- und Herbstferien eingcführt sind, die Sommerserien wieder an einem Samstag be­ginnen und zwar, wenn der 15. Juli auf einen Sams­tag fällt, an diesem Tage, wenn der 15. Juli auf einen Sonn- oder Montag fcftlt, an dem diesem Tage vor- ausgehendcn, und wenn der 15. Juli auf einen anderen Wochentag fällt, an dem darauffolgenden Samstag."

Die Begründung des Antrags macht ersichtlich, daß nach der Absicht des Antragstellers der Unterricht nach den Som­mer- und Herbstferien an Montagen wieder beginnen soll.

Der zweite Kongreß des Allgemeinen positiven Verbandes

fand, so wird uns berichtet, vom 13. bis 15. Mai in H e i d e l- be r'g statt und fand eine derartige Beteiligung auch ans H e sf e n, so daß man auch jetzt noch von ihm berichten kann. Der Allgemeine positive Verband zählt, wie der Vorsitzende Pfarrer Bern deck (Okarben) in seiner Eröffnungs-An­sprache mitteilte, 33 Organisationen positiven Charakters mit mehr als 100000 Mitgliedern über ganz Deutschland ver­breitet Um 6 Uhr hatte am Dienstag nachmittag der Kon­greß mit einem Festgottesdienst in der ehrwürdigen großen Heiligen-Geiftkirche seinen Anfang genommen. Prälat von Rom e r (Stuttgart) predigte über Hebr. 13, 8 und 9. Das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz besetzt. Einen gleich

starken Besuch wies die öffentliche Versammlung in der schönen Stadthallc am Neckar aus. Nach genauer Zählung »ahmen 2200 Personen daran Teil. Ter Hauptredner war Pastor O. Philipps (Berlin), welcher das Thema behan­delte: Das Bekenntnis der Kirche nicht eine P a r t e i f r a g c, sondern eine Lebensfrage. Ge mcinsamcs Bekennen des Apostolikums schloß diese imposante Verhandlung. Am Mittwoch morgen war der große Saal der Harmonie gedrängt besetzt. Pfarrer Götz (Heidelberg' hielt die Andacht. Geh. Kirchenrat D. Ihmels (Leipzig behandelteDas Bekenntnis der Kirche und die Diener der K i r ch e", woran sich eine lebhafte, zustim - inende Aussprache schloß. Nach der Pause uin 12 Uhr verlas der Sohn des Generalsuverintendenten D. Hoppe (Hildcs- heini) den Vortrag des durch Erkrankung am Erscheinen per hinderten Vaters überDas Bekenntnis und das Recht d c r G c m c i n d c". Auch hieraus folgte lebhafte Zu stimmung, welche eröffnet wurde durch General R o g g c (Werningerode).

Geselliges Zusammensein, gewürzt durch Gesänge und Ansprachen, vereinte am Mittwoch abend die Teilnehmer. Am Tonnerstag morgen redete in letzter, stark besuchter Ver jammlung Pfarrer L a i b l c-Leipzig überAufgabe der Kirchen gegen die .Gemeinschaften" und Pastor Harbeck aus Barmen überAufgabender Gemein­schaft gege ndieKirche".

In voller Einmütigkeit verliefen alle diese Verhand­lungen, bezeugen Kraft und Leben des Verbandes, der ohne scharfe Polemik aufbauend und erbauend wirkt. Die Verhand­lungen werden demnächst in besonderen Hestcn herausgcgeben und jedem zugänglich, der sich für diese kirchliche Arbeit inter­essiert. Fr.

Tagung des Vereins deutscher Zeitunvsverieger.

Köln a. Rh., 21. Mai. (W. B.) Im Anschluß an die Hauptversammlung des Vereins deutscher Zeitungsver- leger fand am Dienstag im Saale des Zivilkasinos ein Fest­mahl statt, an dem eine Reihe Vertreter der obersten Staats­behörden und der Stadtverwaltung sowie der Präsident der Han­delskammer teilnahmen. Den Schluß der glänzend vcrlauscncn, überaus inhalts- mrd erfolgreichen Tagung des Vereins deut­scher Zeitungsvcrlcger bildete gestern bei prachtvollem Wetter eine Rhcinsahrt aus dem DampferKronprinzessin Cecllic" mit einem Ausjlug aus den Trachensels.

Deutsches volkstrachtcnfest iu Mains.

vom 20, bis 25. Mai 1914

Mainz, 21. Mai, Was der Wettergott im vorigen Jahre bei deni Schützenfeste verabsäumt hat, dieses Jahr har er cs ehrlich nachgeholt, und das übliche Mainzerfestwetter beschert; leuchtender, glitzernder Son­nenschein liegt über der reich geschmückten Sttadt, die bereit ist, ihre Gäste auizunehmen. Am Mittwoch, den 20. Mai, nachmittags zwischen 4 und 6 Uhr fand das Wholen der auswärtigen Vereine statt, von denen die Salzburg-Münchener und die Thüringer mit Sondcrzug eintrasen. Abends gegen 8 Uhr begann in der Stadt- Halle der feierliche Begrüßungskommers, der durch Bcgrüßungs- chöre, Ehrenplattler, Bauern- und Landlerkonzert verschönert würbe, und in einem Gebirgsball endigte, der bis in den frühen Morgen hinein währte. Die Stadthalle war vollgcpropft, doch herrschte eine musterhaste Ordnung. Auch der an die Festhallc stoßende, abgc- grcnztc Festplatz, mit Reitschulen, Schaubuden und Gleitbahnen reichlich beschickt, war sehr gut besucht.

Heute, dem Hanpttag, fand vormittags das Abholcn der noch ausstehenden fremden Vereine, eine Festsitzung des Rhein- Main - Gau - Verbandes und ein Frühschopvcukonzert auf dem Festplatze statt, woraus sich gegen ein Uhr nachmittags der h i st o r i s ch e F e st z u g in Bewegung setzte, an dem über hundertundsünszig Vereine und Gemeinden teilnahmen.

ES erösfneten ihn Herolde, Fanfarenbläser, ein Musikkorps und der Reichsherold mit Pagen, denen sich die Figuren des Kaisers Ludwig des (Bayern, Herzog von Teck und Württem­berg, Herzog von Oesterreich, Herzoge von Sachsen, Markgraf von Dessen. Markgraf von Baden, Grat von Kurpsalz und Graf von Lothringen anschloisen. Herolde und ein Germanen-Jagd- zug, von der hiesigen Jäger-Garde gestellt, bildeten den Schluß dieser Gruppe, der sich die Volkstrachtcn-Erhaltungs- und Lands­mann-Vereine Biebrich, Bürstadt (Hessen, Tarmstadt, Fechen­heim, Griesheim a. M Halle a, d, T., Heidelberg, Köln, Mann­heim und Mannheim-Neckarau, ein GaiNbrinusivagcn, die Bäckcr- und Metzgerzünsle und die Vereine Mannheim-Waldhos, Zithcr- auartettAlpenröschen" (Mainz),Edelweiß" (Mainz), Radbod Rüsselshcim, Weinhcim, Wiesbaden, Worms und Zülsheim und das Deutsche Bauernwavvcn angllcdertcn. Es folgten nunmehr die Vereine von Winterthur und Antwcrvcn, denen eine Gruvbc Wilhelm Dell mit Wagen voransging. Nun erschienen die Ver­eine von Oesterreich und Tirol (Wien, Salzburg, Innsbruck, Kusstcin u, a.) und eine Baechusgruppc.

Und nun rücktenvei Vereine von Baden, einer von Würt­temberg, 6 von Hessen, 31 aus den Herzogtümern Gotha und Altenburg und einer von Sachsen an, denen der Prunkwagcn Barbarossa im Kysihäuser" folgte,

. Fünf Vereine von Koburg und Franken, 4 aus dem Elsaß, 24 aus Bayern, der Nevtunwagen, 7 Vereine aus dem Rhein- Mainqau und 30 außer Gau, darunter mehrere von Mainz, reih­ten sich an ihn an. Ten Schluß de? Zuges bildete der Elermonia- wagen des festgebendcn hiesigen Bayern-Vereins. Der Zug, reich­lich mit Mulikabteilungcn, Herolden, Fanfarenbläsern und son­stigen AüsstaHungsbildern durchschossen, bot ein farbenprächtiges, überaus reizvolles einheitliches Ganzes und wurde überall stürmisch begrüßt. Tausende und abertausende Fremde, namentlich aus der Umgegend, belebten die Straßen, Nicht unerwähnt soll auch^ die hiesige Eisenbahndirektion bleiben, die durch Eiulegung von Son- derzügcn und sonstige Maßnahme sür Regelung des Massenvcr- kehrs Sorge getragen hat.

Heute abend findet in der Stadthallc nach Wettkämpfen und Vorführung alter Baucrnsittcn die feierliche Verteilung der Wcit- und Meistpreise statt.

Für morgen ist eine Besichtigung von Wiesbaden und eine Rheinsahrt nach Rüdesherm, für Samstag, den 23,, ein Kinderfest, für Sonntag, den 24,, ein klassisches Konzert des Milttärmusik- korps und für Montag, den 25., ein Volkstag - Ochscnbraten und Llusschneiden des Ochsen) in Aussicht genommen.

Der Prinz-Heinrich-Mg.

Hamburg, 20, Mai, Oberleutnant Hcnncberger vom baye­rischen Flicgerbataillon mit Hauvtmann Sorg ist auf Luitverkehrs» Doppeldecker (Mercedes-Motor) heute morgen um 7 Uhr in Berlin ausgcstiegen. Bei Farmsen mußte wegen Benzinmangels eine Not­landung vorgenommcn werden. Die Landung war sehr hart, Tie Tragflächen, der Propeller und das Fahrgestell wurden dabei be­schädigt: die Flieger blieben unverletzt. Oberleutnant Geyer, der um 9,18 Uhr hier auigesticgen war, unternahm 10 Kilometer südlich von Sultan eine Notlandung wegen Bruchs der mittleren

Zulindcrröhren, Krumfiek traf hier l:m 12,22 Uhr ein und be­absichtigte, »ach einer Stunde weitcrzuflicgcn. Er stieg um 1,24 Uhr zunr Fluge nach Münster aus,

Hannover, 20, Mai. Prinz-Heinrich-Flug Oberleutnant Geyer (15), der ljcute vornritlag bei Soltau eine Landung Borge» nommen hatte, ist nur 7,40 Uhr abends wieder aufgestiegen und um 8,10 Uhr glatt aus dem hiesigen Flugplatz gelandet. Zur Teil­nahme an den Auiklärungsübungcn trat um ,.52 Uhr Leutnant Findt (66) mit Oberleutnant Hollcnbcrg als Beobachter nach einen: Fluge über der Stadt von Gotha kommend lsicr ein. Bei der Landung erlitt das Flugzeug infolge des unebenen Bodens einen Bruchschaden am Propeller. Tic Flieger werden jedoch morgen den Flug sortsetzcn können. Oberleutnant Ladcwig (7) bcabsiästigt> morgen früh zu starten.

Hamburg, 20. Mai. Prinz-Hcinrich-Flug. Auf der vier­ten Etappe sind tveitcr eingctrosien UNI 7,30 Uhr Leutnant Bonde (11), mir 8,05 Uhr Krumfiek (27) als erster Zivilflicger. Auf der dritten Etappe sind hier cingetrofjcn hlig-Öosfmanir >20) MN 7.18 Uhr, v, Dcttcn (2) um 7,30 Uhr, E IN r i ch (14) um 8,05 Uhr, Außer Konkurrenz ist noch eingetroffen Rodewald um 8,20 Uhr,

Hamburg, 21. Mai. Bis heute abend ?V- Uhr gestaltet sich das Bild des Zuverlässigkeitsfluges folgendermaßen: Auf der vierten Etappe liegt Oberleutnant Hantel mann <31, der im Borstcler Moor, 1>_- Kilometer von dem Flugplätze entfernt ge­landet ist, wo sein Apparat abmontiert wurde, Tie vierte Etappe baden im Lause des Tages erledigt: Oberleutnant 9 a d e w i g (7), Leutnant M ü b l i g - H o i m a n u (20), Ingenieur Thclcn (39), Obcrlcunant Geyer (15, Schauenburg (34) und Leutnant Schlemmer (17), Dazu kommen noch die gestern hier gelandeten fünf Flieger, Oberleutnant von Bcaulieu (10), Leutnant von Buttlar (12), Freiherr von Thüna (18), Krumfiek (27), und Leutnant Bonde (11), so daß im ganzen elf Flieger die Zn- vcrlässigkeitssahrt aus der vierten Etappe erledigt habere. Amt der« dritten Etappe liegt S t i c t v a tc r , der Pilot des Prinzen Sigis- vrund, der außer Konkurrenz startete. Die dritte Etappe erledigt hat Paschen (28) außer Konkurrenz. Leutnant P r c st i » auf einem Aviatik-Doppeldecker ist aus Pietz mit Zwisckienlandung in Köln um 12 Uhr 5Min. hier angekommen. Leutnant Pfeifer ist kurz vor 8 Uhr hier gelandet.

Hamburg, 20, Mai. Prinz-Heinrich-Flug. Oberleutnant H a n t c l IN a n n (3) mußte um 6 Uhr abends bei Buxtehude wegen Motordefckts niedcrgehc». Leutnant Rodcwald, außer Konkurrenz sliegend, ist von Brnnnschweig kommend um 4,45 Uhr in Ham­burg gelandet.

Kassel, 20. Mai. Prinz-Heinrich-Flug. Bei der Landung ist das Flug'zeiig des Fliegers Stiefvater (31) in den Apparat des Oberleutnants Kästner (5) hincingelausen. Beide Flugzeuge wur­den stark beschädigt und scheiden aus.

Frankfurt a. Ml, 21. Mai. Die auf denk hiesigen Flug­plätze anläßlich des Prinz-Hcinrick>-Fluges veranstaltete Flugzeug- Modell-Ausstellung fand heute nachmittag durch ein Modeliwctt- sliegen ihren Abschluß. Tie Preisverteilung fand heute abend im Äuppclsaale des Öauvtbahnhofes statt. T-abei erhielten sür die wei­testen Flüge einen ersten und zweiten Preis Kopietz-Franksurt (178 und 11 l Meter), einen dritten Preis Ruf-Mannheim (108 Meter), 4. Preis Bavvcrt-Mannln'im (86,60 Meter), 5. Preis Sonns- Mannheim (79,3 Meter). In der Klasse für Handstart erhielt den 1. Preis van Tijk-Haag (Holland), einen dritten Preis Bill-Gie­ßen-Mainz, Den Preis für Schwingensticger erhielt Rühl-Frank- furt.

Tarmstadt 20. Mai. Ms heute morgen das Flugzeug A. 52 gegen 5 Uhr (Führer Leutnant Stenzel und Beobachter Major Siegelt) zum Prinz-Heinrich-Flug (autzer Konkurrenz) auf dem Griesheimer Exerzierplatz, wo cs eine Landung vorgenommen halte, wieder nach Hamburg aufstteg, kam der Motor in Unord­nung, woraus der Flieger ihn abstejlte. Ter Apparat stürzte zur Erde und wurde zertrümmert. Die Flieger blieben unver­letzt. Major Sicgcrt ist mit der Bahn nach Hannover wcitergesahren.

Büchertisch.

Griebens Reiseführer: Hamburg und Um­gebung mit einem Ausflug nach Helgoland. 25. Auflage. Neu bearbeitet von Schillcr-Tietz, mit fünf Karten und drei Grnndrsisen Verlag von Mbert Goldschmidt, Berlin W. Tie vorliegende 25. Auslage erfuhr eine neue, sorgfältige Bearbeitung; auch das Kartcnmaterial ist genau geprüft und ergänzt worden. Hinzugefügt wurden der Lageplan vom Zentralfriedhos in Ohlsdorf und der Grundriß des Museums für Kunst und Gewerbe. Sehr übersichtlich und zweckmäßig ist der Verkehr auf dem Wasser, die Wagen- und Hasenrundsahrlen, die Angaben über Schisisbcsichti- gungcn, den Elbtunnel, den Tampfervcrkchr nach der Ober- und Unterclbe. Sehr vorteilhaft ist eine genaue Zeiteinteilung, dic sicher manchen guten Tienst leisten wird. Weiter enthält das preis­werte Büchlein (2 Mk.) knappe aber zuverlässige Angaben über den Haien, die Umgebung Hamburgs, über Cuxhaven, Helgoland, Topographie, Geschichte, Versasiung und Verwaltung Hamburg- sowie über sein Schulwesen und dergleichen.

Märkie.

Ic. Frankfurt a. M. D i e h b o I m a r I t b e r i ch t voin 22. Mai Auftrieb: Rinder 6), Ochsen 20, Ballen 00, Kühe und Färsen 4Z, Kälber 866, Scbnie 64, Schweins 708.

Tendenz: Kälber, und Schale langsam, wird geräuint, Schwei,i« rege, bleibt geringer Ucbcrsland. Preis für 100 Pld.

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Geringere Mall- und gute Saugkälber . . , 50-55 85-91

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