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9fnsein *u je 300 Mars OSeTbltraFe ticrurtcift. Das Reichs­gericht hat das Urteil der Strafkammer in vollem Umfange aufgehoben und den Prozeß zur nochmaligen Berh>rndlu»g der Etrachammer zunickverwiefen. die vor allem fcststcllcn soll ob auch nicht fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Tötung vorlicgt, Die Zusammen,etzung des Gerichts ist heute die gleiche ^vre vor einem <>ahr, Die Anklage vertritt Staatsanwalt Dr )Bcrtog, 4,r. Spohr wirb von seinem Bruder, Rechtsanwalt Dr lSpohr <Greßen) und Rechtsanwalt 3r Slcttenheimcr uFrankfurt). Xr. Bachem von Rechtsanwalt Dr Levi lFraick- churt) verteidigt, Statt 10 Zeugen und 6 Sachverständigen ,m Vor,ahr und diesmal 11 Zeugen und 7 Gutachter geladen

Ausstellungen.

, Darmstadt. 16, Mai, Die Eröffnung der ?lusstcllung auf der Kunstlcrkolonic rst heute vormittag in Gegenwart des Grog Herzogs und der hier weilenden Fürstlichkeiten feierlich -ersolgt. Zur Ferer der Eröffnung wurde ans dem gän- nerch angelegten Vorlzvt der Ausstellung ein Festspiel von Frei. 'Herrn von Wolzogcn aufgeführt.

Essen. 15, Mai, Heute mittag wurde die Ausstellung ...Unsere Fugend", die deni Protektorat des Kultusministers Untersteht, in cffegenwart des Generalseldmarschalls.Fre,Herrn von 'der Goltz und der Spitzen der Behörden feierlich eröffnet

Altona. 15. Mai, Be, herrlichem Wetter wurde heute ^die anläßlich des 250jährigen Stadtjubiläums der Stadt Altona veranualtetc Gartenbauausstellung nach einer An/vracbe jdes Oberbürgermeisters Schnaekcnburg durch den Ob-.prä i'enlcn 'der Provinz .Schleswig-Holstein v, Bülow feierlich eröffnet n Bern. 15, Mai, Heute vonnittag ist die dritte schweizerische Landesausstellung eröffnet worden.

C h r i st i a n»a. 15, Mai, Tic norwegische Fubiläumsausstcl. lung 1014 wurde in Gegenwart von über 2000 geladenen Gästen mit der Regierung, den, Stvrthing und dem diplomatiichen ißorp-' an der Spitze vom König crössnct,

Malmoc, 15, Mai, Heute wurdc hier in Gegenwart zahl- .reicher Fürstlichkeiten die Baltische A n s st c l l u n g feierlich eröffnet.

* Die Stimmrechtlerin Mrs, Wood, die vor 10 Tagen in London daS Sargent-Bild beschädigte und dann im Gefängnis einen Hungerstreik inszenierte, wurde vor einigen Tagen aus dem Gesängnis entlassen, Zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit begab sie sich in eine PrivaMinik, aus der sie jetzt spurlos verschwun­den ist,

* Rach Bcrübung von ras sinterten Schwinde, leien in der ebemalige Sekretär des persischen General-Konsulats in Berlin, Kaufmann Felix H, vcrbastel worden. Er brachte als Mitinhaber eines Hcrrenbekleidungsgeschäjtes seine Gesellschafter um die Einlagen. Auch als Sekretär des Generalkonsulats liest er sich Unregelmäßigkeiten zu Schulden kommen. Er unlerschlug ferner als Burcaiichcl einer Kraivattcnsnbrik 15 000 Mark und brachte schliehlich als Teilhaber eines Kistengcschästcs durch Büchcr- sälschimgcn 18 000 Mark aus die Seite,

* I n einem Bärenzwinger auf der Bogclwicse zu

Posen wollte ein 18 Jahre alter Angestellter entgegeii dem aus drücklichen Verbot einen Bären dressieren. Der Bär griff ihn an und richtete ihn so zu. dast er sterbend ins Krankenhaus gebracht werden mustte, v

* Ilnhörbarc Explosionen, Am 15, November 1908 explodierten beim Bau der Fungsraubahu etwa 25 000 Kilogramm Dynamit, Ter ungeheure Knall wurdc noch in einer Entfernung von 210 Kilometern gehört. Als am 7, Juni 1912 ein Pulver Magazin bei Wiener-Reustadl explodierte, kouiitc die Reichweite des Schalles aus 280 bis 300 Kilometer sestgcstesst werden, Ju beiden Fällen machte man nun aber bei näherer Untersuchung die interessante Beobachtung, dast in einer verhältilismäßig nahen Entfernung auf einein etwa 130 Kilometer breiten Stressen so gut wie nichts gehört worden war. Hier konnte man also dcu>t- lich jeneZone des Schweigens" beobachten, die ihre Erklärung i» der wellensörmige» Foripslanzung des Schalls findet. Am lautesten wurde die Exvlosion in einer Entfernung von.45 und fast ebenso stark von 225 Kilometern gehört. Dazwischen liegt die Zone, von der keinerlei Meldungen eingingcn.

vermischte».

" Gegen unzuverlässige Bauunternehmer gehen letzt die Berliner Behörden energisch vor. Hauptsächlich in den Groiisladtcn r,t in der letzten Zeit einer grosten Zahl von Baulinicrnehmcrn wegen Unzuverlässigkeit die ivciiere Ausübung des Gewerbes gcmäst § 35 Ms. 5 der Gewerbeordnung untersagt worden. ,

* Feuersbrünste. Aus Sonneberg, 15. Mai. .meldet ein Privattelepramm: In der vergangenen Nacht brach in dein Geschästshause der Spiclwarcnexportfirma Kuno Otto T ress ei Feuer aus, das in kurzer Zeit den ganzen unrfangreichen Gebäudekomplex ergriff und bis auf die Grundmauern cinäschertc. Ter Schaden ist sehr be­deutend, Der Wächter Eniil Schulz wurdc unter dein Ver­dacht der Brandstistnng verhaftet. Er gestand ein, den "Brand im Packhause des Drcssclschen Geschäftshauses an­gelegt zu haben, In Katwyk ist das katholische Sem in ar durch eine Feuersbrunst zum größten Teil zer­stört worden, U, a. ist ein wertvolles n a t u r historisches K a b i n e l t v e r l o re n, Seit den frühen Morgenstunden wütet in Moskau ein ungeheurer Brand, dem die ^Feuerwehr machtlos gegenüber steht, da das Feuer durch einen heftigen Wind immer mehr angesacht wird. Auch das kaiserliche Kleine Theater soll von den Flammen ergriffen worden sein, Das Kloster Camille der Eainilleschcn Väter bei Exacrde (Ostflandcrn) wurde durch eine FcuerS- b r u u st z c r st 5 r t. Drei Schüler erlitte» lebensgefährliche Verletzungen, Der Schaden wird auf 300000 Francs ge­schätzt.

vüchertisch.

Ein Preisausschreiben von 5000 Mark und eine Reise ins Sonnenland, zunächst allerdings nur auf dem Papier, verspricht der gleichnamige Navcllcnband von Ga­briele Reuter (Kürschners Bücherschatz Nr, 950)I m S o n - ncnland" Hermann Hillger Perlag, Berlin W, 9, Gabriele Reuter nimmt unter den ichreibcnden Frauen einen längst un­bestrittenen Ehrenplatz ein, Sic hat Alexandrien, ihre alte Heimat, als Hintergrund einer originellen Erzählung gezeichnet »nd Ge­stalten hwcingestellt, wie sic nur Tichtcraugcn znllehen verstehen,

Unser Tierarzt oder Wie kuriere ich meine Tiere selbst? In der Bespcechuug dieses Buches ist vcrschent- lich der Verlag nicht mitgeteilt worden. Es ist der Verlag von L, Schwarz & Comp,, Berlin,

Amtlicher Wetterbericht,

Oesfcntlicher Wetterdienst, Gießen. Wcttcraussichttn in Hessen am Sonntag, den 17, Mai 1911; Heiter und ireclc», tagsüber warm, lebhnße Winde ans östliche» Richtungen.

Letzte 27 ach richten.

Eine Reichstagsersahwahl.

Stendal, 18, Mai, Bei der Re ichstag8 ersa hwa HI im Wahlkreise Magdeburg 2 wurde» bis Mitternacht ge­zählt für Hösch (fonf.) 12175, für Wachhost dc Wentc tnatl.) 8987 und für BeiinS (Soz.) 6907 Stimmen. Einige Orte ans dem Kreise Osterbnrg stehen noch aus.

Ern Gesellschaftsabend rm Kr iegsminlstertu«.

Berlin, 16. Mai, Einer Einladung des Kriegs­mini st e r s mid seiner Gemahlin Frau von Falkenhahn folgend, versammelten sich gestern abend im Kricgsminislcrium zahlreiche Mitglieder des Reichstags und des Landtags und des Bundcsrals, sowie Hohe Beamte des Kricgsministeriums zu einer interessanten und anregende» Gcsellschast, Die ausgedehnten EmvsangSräume des Kriegsministeriums, an deren Eingang der KricgSministcr von Falkenhay» und seine Gemahlin die Gäste begrüßten, begannen sich von 9 Uhr ab zu füllen und an runden Tischen bildeten sich allcrwärts Gruppen von lebhafter Unter Haltung, Großadmiral von Tirpitz, Dr, Delbrück, die Staats­sekretäre Krätke, Tr, Li-co, Dr, Sols und Kühn, die Unter staaissckretärc Wahnschassc und Zimmermann, der Präsident des Rcichs-Misitärgerichts Gras von Kirchbach, Generalleutnant Lcu- eart von Wcißdors und v, Grävcnitz gruppierten Um sich die Mitglieder der verschiedenen Parteien des Reichstags und des Landtags in Ichhastcr Unterhaltung, Pom Präsidium des Reichs- lags waren Präsident Dr. Kamps und Vizepräsident Geh, Rat Tove, von; Präsidium des Landtags Präsident Graf von Schwerin- Läwitz ünd Bizepräsident Tr, Pvn'ch erschienen. Die jüngsten Verhandlungen des Reichstags und des Lanbtags sowie der Verlaus der Ersatzwahl in Stendal boten einen Gesprächsstoss, der di! Gäste des Kricgsministers bis über Mitteniacht hinaus zusam- mcnhiclt. 1

Unfall des Generalleutnants von Heine mann, Metz, 16, Mai, Generallentnant von Heine mann, der

Kominandcur der 34, Division, stürzte heute morgen im Walde bei Vaux so unglücklich mit dem Pferde, daß er das Bewußtsein verlor und im Automobil nach Metz gebracht werden mußte. Er hat eine Gehirnerschütterung erlitten,

Lohnerhöhung für die badischen Eisenbahn- a r b eite r,

Karlsruhe, 15, Mai, Der HauShaltsausichuß der Z w e i - ten Kammer nahm einstimmig einen von allen Parteien ge­stellten Antrag an, hcn Eiscnbahnarbeitern eine Lohn­erhöhung von 20 Psg, für den Tag zu gcwähpcn.

Der Mörder dcS Chauffeurs Köhler, Paris, 16, Mai. Die Polizei ist den beiden Mördern deS Kvlmarer Chauffeurs Köhler, Frutz und Lambert, aus der Spur; ihre Verhaftung scheint unmittelbar bcvorzustehen, Frutz suchte gestern seine in Bernon bei Rouen lebetrde Tante aus, ge stand ihr sein Verbrechen und bat sic um Geld, da er seit drei Tagen nichts gegessen habe. Die Frau gab ihm 100 Franks und sagte, er möge sich umbringen, um die Ehre der ganzen Familie zu retten, Frutz soll dieses versprochen haben und sodann nach Havre abgercisl sein.

Sekt-Bronte", Mancher, der am Morgen die Zeitung in die Hand nimmt, liest da die Anzeige)Sekt-Bronte" und denkt bei gemischten Gesühscn: aha, eine neue Marke! Ja, eine neue Marke, aber eine ganz besondere, Sekt-Bronte ist ein schäumendes, wein-würzig mundendes Getränk von ganz eiaeuem Gehalt. Er perlt wie Sekt, enthält aber statt des Alkohols ein brasilianisches Naturprodukt (Matte), dem besondere Wirkungen aus den Körvcr zugeschrieben werben. Aerzte empfehlen dieses prickelnde Naturprodukt als alkoholfreies Jdealgetränk vorab bei schwachem Magen und für Kranke überhaupt, Uebcrraschcnd im (Geschmack ist für Gesunde eine Mischung der Sekt-Bronte mit Wein, wobei je nach Sorte vorzügliche Varietäten entstehen, "/ffck

Heute morgen 7 Uhr entschlief nach 23-jährigem, mit grosser Geduld und Ergebenheit getragenem, schwerem Leiden sanft in dem Herrn unsere gute Mutter, Gross­mutter, Schwester und Tante

Frau Hauptlehrer Witwe

Philippine Gelder geh. Himimann

Im Namen der Hinterbliebenen:

Georg Golder, Lehrer, Allemühl Fritz Golder, Reallehrer, Rheinbischofsheim Michael Himmelmann, Hauptlehrer i. P., Rappenau Katharina Karelier, Lehrer Ww., Frankfurt a. M.

Giessen (Lieber Strasse 74), den 15. Mai 1914.

Die Beerdigung findet am Montag, den 18. Mai, nachm, 5 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. 04057

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