durch die HüilfigVeit ihres Borkommens der Landtvrrtsckzafl groben Schaden zufügen, das, andererseits aber auch gerade in diesen Killen der Gesclzä-dastte unter Hinweis aitf die cheringsügigkeit des Schadens oder auf die Jugendlichkeit des Täters zuin großen Nachteile fiir den Feldschuti überredet wird, von einem Strafantrag abzuscheiu Mit Rücksicht hierauf hat der vorliegende Enltpurs die Streickrung des Artikels 24 Abs. 2 des Feldstrasgesetzes vorgesehen.
Die fahrlässige Kldbeschädigung ist ein außer' ordentlich häufiges Delikt. Betrachtet inan dasselbe nickt vom Gesichtspunkte der krinnnellen Schuld, sondern von demjenigen der schußbcdürstigcn Interessen, so ist kein wesentlicher Unterschied ztvischcn vorsätzlicher' und fahr lässiger Feldbesctuidigung; cs ist im Gegenteile die Gefahr fahrlässiger Beschädigung die größere. Es ist daher das Verlangen landwirtschaftlicher Sixcifc, daß der Strafantrag bei fahrlässigen Feldbeschädigungen fallen gelassen werde, unrso berechtigter, als vielfach Feldbeschädigungen, die als vorsätzlich begangene und daher ohne Strafantrag verfolg- bare Handlungen angezeigt werden, sich nachträglich als fahrlässige erweisen und beim Nichtvorliegen eines Strafantrags zum Schaden des Fcldschutzcs »ngciühnt bleibep. Ter Entwurf bestimmt daher, daß das im Artikel 28 des geltenden Feldstrasgesetzes für die Verfolgung fahrlässiger Feldbeschädigungen aufgestcllte Erfordernis eines Strafantrags fallen zu lassen sei.
Das gleiche gilt isnr daS Erfordernis eines Strafantrags in den Fällen des Artikels 39 Abs. 1 Ziffer 3 und 4 des Feldstrasgesetzes, nicht dagegen auch für die Fälle der Ziffer 5 daselbst, weil der Tatbestand der Uebertrctuug des Artikels 39 Abs. l Zisser 5 eine nahe Verwandtschaft mit dem Hausfriedensbrüche des § 123 des Strafgesetzbuchs zeigt und eine ausdrückliche Konstatierung des Willens des Berechtigten, daß strafrechtliche Verfolgung eintreten soll, in Form des Strafantrags der> Natur der Sache entspricht.
Von einem Teil der landwirtschaftlichen Bevölkerung wird daS allgemeine Verbot des ll n kr a u k sa in - me l n s auf Aeckern ohne daß es des ausdrücklichen Verbots des Eigentümers bedarf, gewünscht. Die Erfüllung eines so weit gehenden Wunsches erscheint durrb die Interessen der Landwirtschaft nicht geboten. Daß das Unkrantsammeln auf bestellten Aeckern Schaden verursachen kmiu, darf ohne weiteres zugegeben lverdcn. Seine Strasbartcit ist aber schon durch 8 368 Ziffer 9 des Reichsstrafgesetzbuchs ge- sichert, der das unbefugte Betreten von (härten oder Weinbergen, das unbeftigte Betreten von Wiesen oder bestellten Aeckern vor beendeter Ernte sowie das unbefugte Betreten von solchen Aeckern, Wiesen, Weiden oder Schonungen, welche mit einer Einfriedigung versehen sind oder deren Betreten durch Warntmgszeichcn untersagt ist, ohne daß es eines Strafantrags bedarf, unter Strafe stellt. Eine doppelte Bestrafung von Unkrautsammlern, einmal wegen Betretens des Ackers und sodann wegen Wegnahme von Unkraut, liegt aber sicher nicht in der tzlbsicht jener Kreise, würde auch niit dem öffentlichen Rechtsgefühl sich schlvcrlich vereinbaren lassen.
Es darf ferner anerkannt werden, daß auch das Nn- krautsammeln crrif Aeckern, die sich in Vorbereitung für die dcmnächftige Bestellung befinden, Schadet stiften kann. Da aber das Betreten solcher Accker durch Artikel 39 Abs. l Ziffer 4 des Feldstrasgesetzes unter Strafe gestellt ist und der für die Strafverfolgung durch das geltende Recht verlangte Strafantrag für die Zukunft wegsallen soll, so ist die Rechtslage hier für die Folge nicht anders, als sie oben in Ansehung des Unkraulsammelns auf bestellten Steckern dargelegt worden ist.
ES bleibt hiernach nnr daS Unkrantsammeln auf solchen Aeckern übrig, die weder bestellt, noch fiir die Bestellung vorbereitet sind. Auch dies allgemein zu verbleien, erscheint nicht gerechtfertigt. Den» einmal kann das Betreten solcher Accker keinen Schaden anrichten; sodann ist aber auch das Sammeln von Unkraut für sich nicht schadenbringcnd, sondern eher nützlich für die Landwirtschaft. Das Sammeln von Unkraut auf brach liegeudcu Aeckern wird denn auch nur insofern beanstandet, als es Gelegenheit zur Begehung von Feldfreveln bietet. Diesem Nachteile kann aber mirch einen wirksamen Fcldschutz, ferner durch das vom Feldstrafgesetz zugelasscnc Einzelverbot des Eigentümers oder Nutzungsberechtigten oder durch das allgemeine Verbot der Ortspolizeibchörde, das sich namentlich dann empscPen wird, wenn das Unkrantsammeln in einer Gemarkung zu einem Mißstand ausgewachsen ist, entgcgengelvirkt werden.
Nach Artikel 43 des Feldstrasgesetzes bedarf eine ortspolizeiliche Anordnung über das Einschließ cn der Tauben zur Saat und Erntezeit einer kreisamtlichen Genehmigung. Tie Landwirtschastskamnier ist der Ansicht, daß kein Grund vorliegc, eine so allgemein übliche und unbedenkliche ortspolizeiliche Anordnung von kreisamtlicher Genehmigung abhängig zu machen. Schon vom Standpunkte der Vereinfachung der SiaatsvcrwaltungSgeEliäfte glaubte man der Anregung Folge geben zu können.
2k»»s Hessen«
Dauer der Ferien an den Volksschulen.
Abg. Urstadt und Genossen haben in der Zweiten Kammer beantragt: Die Klammer wolle beschließen, an die Großh, Regierung das Ersuchen zu richten, daß bei der Revision des Polksschnlgcsetzes die Volksschule bezüglich der Gesamtdauer der Ferien den höheren Schulen gleichgestellt werde. In der Begründung wird ausgcsührl:
Rach der bisherige» Ordnung dauern die Ferien an den kälteren Schulen eine Woche länger als an den Volksschulen. Durch den Antrag Stephan wird für die höheren Schulen noch ein Tag mehr verlangt, während an den Volksschulen am letzten Schultag vor den Ferien sämtliche Stunden gehalten iverden müssen, Tie Notwendigkeit der Ferien ist fiir beide Ichulstufen die gleiche. Die kürzere Dauer an der Volksschule erweckt den Anschein geringerer Einschätzung ihrer Arbeit und muß aus Schüler, Ellern und Lelfrer kränkend wirken.
Die vuala-Lnteignunq im vudgetausschuh der Reichstags.
** Berlin, 9. Mai.
Bei der Besprechung der Denkschrift des Kolonialamts über die Duala-Aiiäre cmviahl der Berichterstatter, an die Stelle der Ent- cigiiung eine sehr scharte Baukonirolle und eine durchgreifende Sanierung mit strengen gesundheitlichen Vorfchriiten treten zu lassen. Das würde wohl praktisch auch eine räumliche Trennung uon Schwarzen und Weißen herbcisührcn. Die angeiorderten Mittel sollte der Ausschuß schon aus Zrundsätzltchen Erwägungen in diesem Falle bewilligen. In der u.rlcgrammaffärc tressc die Zentralstelle in Berlin kein Vorwurf, aber auch die Kolonialstclle sei in mancher Hinsicht entschuldbar. Richtig war das Verfahren allerdings nicht. Ein Sozialdemokrat wandte sich gegen die Enteignung. Ter Staatssekretär Dr. Sols teilte mit, daß nach be- stimmlen Nachrichten die Duala versucht haben, andere Stämme zu gemeinsamer Auslehnnng der deutschen Herrsch a j t z u verleiten. Der B e r i ch t e r st a t t e r erklärte die Sanierung nochimals für notwendig, meinte aber, daß man solche Eingeborene, die den hygienischen Vorschriften genügen, in den
europäischen Häusern wohnen lassen köirne. Ein Zeiltriims- mit glich wirs daraus hin, daß die Dual« selbst erst vor kurzer Zeit sich ihre heutigen Sitze geraubt haben. 'Gleichwohl mühte im Falle der Enteignung volle Entschädigung gewährt tverden. Dr Gefahr eincr Anslehmmg müßte die Regierung sosort durch die Verhaltung der Rädelsinheer entgegentreten. Ein Mitglied der wirtschaftlichen Bereinigung gab zu erwägen, ob man sich nicht mit der Enteignung eines Teilgebietes begnügen könne. Es müßte anä> schonungslos gegen die Rassenscktande des geschleclst- lichen Zusammenlebens cingeichritten werden. Ein Sozialdemokrat sprach sich gegen die Bodenspekulation auch der Weißen chis. Ein Ratio na (liberaler hielt nach Lage der Dinge die Enteignuug sür den einzigen Weg zur Sanierung des Gebietes. Mit Rücksicht ans die rasche Entwicklung Dualas durch Eisenbalnien und Hasenbautcn müsse die Enteignung ans einmal erfolgen. Voraussetzung sei eine Entschädigung nach dein heutigen tvirklickieii Wert. Jedes Zurückwrichen wäre jetzt cii schwerer Fehler. Bon Vertretern der bürgerlichen Parteien wurde hieraus eine Entschließung eingcrcicht, die schließlich i» folgender Fassung gegen die Sozialdenwkraten angenommen wurde:
Ter Reichstag stimmt »er Vortage zu mit der Maßgabe, daß 1. nicht nur für das zu enteignende Land genügende Entschädigung gewährt wird, sondern auch für alle anderen den Ent - eigneten durch die Enteignttng entstehenden wirtschaftlichen Schäden: 2. das durch die Enteignung vom Fiskus erworbene Land im Sinne der Landordnung von Kiautschon verwaltet und verwertet: 3. den Eingeborenen ein nnmittclbarer, in einer ihren wirtschaftlichen Bedürfnissen genügenden Breite Zugang zum Fit,sie iichcrgcstcllt: 1. mit allem Nachdruck in Kamerun feder
Landwirtschaft.
G r o ß e n - L i ii d c n , 10. Mai.
Der Kreis-Obst- und Gartcnbauverein Gießen hielt heute hie« seine diesjährige Hauptversammlung ab, die sich eines guten Besuches zu crireuen lzatte. Bürgermeister und Landtagsabgeordncter Leun begrüßte die Erschienenen, sprach seinen Dank aus, daß rnan Äroßrn-Linden als Ort der Tagung bestimmt habe und wünschte den Verhandlungen guten Erfolg. Hieraus ergriff der Vorsitzende, Regierungsrat Langcrmann das Wort. Er dankte zunächst iür die BegrüßungSwortc des Vorredners, Alsdann begrüßte er Herrn Dr. b o s s m a n n - Friedberg, die Vertreter des Biencn- züchtervereins und auch die anwesenden Herren Bürgermeister der dem Verein als Mitglied angehörendcn Eiemeintnm Er betonte hierauf, daß der Verein im vergangenen Jahre ein Ausblühen gezeigt hebe, wie »och nie zuvor Im Lame des Jahres 1913 sei die Mitgliederzahl von etwas über 1000 aus über 1600 in die Höhe gegangen. Auch das iitmnzicllc Ergebnis sei crsrenlich, da das verflossene Jahr einen Restbetrag oon 200 Mk. gebracht habe. Ties sei besonders einer größeren Zahl von Bürgermeistern zu verdanken, die veranlaßt bitten, daß die Gemeinden. mit einem erhöhten Jahresbeitrag als Mitglied dem Verein beigctreten seren. Der Voranschlag sei inr allgemeinen eingehalten worden, in manchen Fällen sei sogar niedriger gcwirtschastct nwrden. Außerdem habe der Verein auf Grund Zeines einstimmig gefaßten Vor» standsbeschlusses im vorigen Jahre gelegentlich der Hnndertiahrscier der Völkerschlacht bei Leipzig, den Gemeinden des Kreises ie einen Eichenbanm zur Verfügung gestellt. Nur wenige Gemeinden hätten die Anvslanzuiig eines ErinncrungsbaumeS abge
wmjm w - j*svn rnkVOikUN SRnuA ä sgWsr&ss
SfJSä. A I >•» Wattt Umt. Srf*ä&i9unfl. tat. mt
tation Formen annimmt, durch welche die politische Ruhe gefährdet wird.
Hanpiversamm'ung der Sesellschast für Sozlaircform.
Unter sehr zahlreicher Beteiligung von Delegierten aus allen Kreisen des Reiches, von Reichslnqs- und Landtags- abgeordnetcn aller Parteien, mit Ausnahme der Sozialdemo kraten, wurde am Samstag in den Bismarcksälen in Bcr- l i n die außerordentliche Hauptversammlung der Gcsellschast für Sozialresorm von dem Staatsminister a, D. v, Berlepsch mit einer kurzen Begrüßungsansprache eröffnet. Das Reichsamt des Innern hatte die Geh, Rcgierungsräte icfahrt im^.2r, v. Specht, die badische Regierung Geh, Regierungsrat Dr, Bitimann entsandt. Regierungsra! Siefahr t begrüßte die Versammlung im Auftrag des Reichs amts des Innern mit der Versicherung, daß das Rcichsamt des Innern die Verhandlungen mit lebhaftem Interesse verfolge. Hierauf sprach Professor Keßler (Jena) über das Koalitionsrecht. Es fand eine ausgedehnte Aussprache statt. Dann sprach Rcichstagsabg. Dr, Bell (Essen-Nuhr> über Erfinderschutz. Der Präsident der Deutschen Bühnengenossenschaft, R i ck e l t, hielt einen Vortrag über die Lage des deutschen Schauspielerstandcs,
Berlin, 10, Mai. Heute fand eine große Kundgebung sür die Fortführung der deutschen Sozialreform statt, zu der die Gesellschaft sür soziale Resorin geladen hatte. Der Saal in der Hasenheide in der „Neuen Welt" ivar voll besetzt. Staatsminister a. D. Berlepsch wars einen Rückblick auf die Entwicklung der dentsckien Sozialpolitik, schilderte kurz die Gegner, die von der angrkündigtcn Pause in der Sozialpolitik einen Stillstand erhoisten und fragte: Soll diese Resorni aushörcn? Professor Ernst Franckc, zweiter Vorsitzender der Gesellichafl, hielt sodann einen einleitenden Portrag, 19 Diskussionsredner beantworteten darauf die erwähnte Frage mit einem ausdrücklichen „Nein". Staatsminister a. T. Graf Posadowsk h-W e h n e r schilderte drei Ursachen der nencrwach- ten Abneigung gegen die Sozialpolitik, nämlich die der politischen, wirtschaftlichen und vsväwlogischen Art. Der Generalsekretär des Gesamiverbandes der christlichen Gewerkschaften, Steger- Wald, forderte stir Qualitätsarbeit, der die Industrie ihre Ueber- legenlieit verdanke, analisizicrte Arbeiter und damit den Aufstieg der arbeitenden Klassen. Von den weiteren Rednern hob Pro- iessor Tr. Gustav v. Schm oller hervor, daß ein Abschluß in der Sozialpolitik schon deshalb nicht möglich sei, weil sie erst eine Umwandlung des Denkens und Fühlen! der Menschen bewirken muß, um zur Wirksamkeit zu kommen. Das dauere durch Generationen, ja durch Jahrhunderte, wie man es an der Entwickelung des Zunftwesens im Mittelalter beobachten könne. Dr. Jahn vertrat eine Reihe wenig zahlreicher Berufe, die bisher von der Gesetzgebung vernachlässigt seien. Oberbürgermeister Dominicus- Schöneberg wies ans die sozialen Ausgaben der Gemeinden hin, besonders in der Wohnungsfrage, der keine andere Organisation ge- Ivachsen sei, Fräulein Margarethe B e h m gab dem Tanke sür die Gesetzgebung zu Gunsten der Heimarbeiterinnen Ansdruck, legte aber dar, daß ganze Teile dieser Gesetzgebung bisher unaus- gesübrt geblieben seien, Auch deshalb sei ein Stillstand in der Sozialpolitik nicht möglich.
weitere Krtcgsoorbmitungen der vereinigten Staaten?
Washington, 9. Mai, Die gestern abgehaltene Beratung über die Frage, ob General Funston Verstärkungen gesandt werden sollen, zeigte, daß innerhalb des Kabinetts eine Meinungsverschiedenheit besteht. Einige Mitglieder des Kabinetts vertreten die Ansicht, daß durch die Absendung von Verstärkungen die Fricdcnsvermittlung gestört werden könnte, andere hielten die Verstärkungen für notwendig, um gegen einen Angriff längs der Eisenbahn und gegen die Wassertverke gerüstet zu sein. Fnuston erklärte, er würde 15 000 bis 18 000 Manu nötig haben, ■» Beraeruz und die zurzeit besetzten Außenbezirke zu Italien. Tie Entscheidung über die Höhe der Verstärkungen wolle er dem Gcneralstab überlassen. — Während Kricgssekretär Garrison erklärte, es seien keine Abweisungen erteilt worden, wird jetzt be- lannt, daß Kontrakte über die Charterung melnerer Handelsschiffe abgeschlossen und Vorbereitungen zur Absendung von 50 000 bis 60 000 Mann gctrosfcn worden sind.
Die Anstrengung der Rebellen. Washington, 9. Mai, Nach Berichten, welche aus dem Äauviguartier der Rebellen hier eingctrossen sind, hat General Earranza befohlen, die Unternehmungen gegen Tampico und M a z a i l a n zu einem raschen Abschluß zu bringen. Verstärkungen rücken auzl die beiden Plätze vor. Huerta hat die Vermittler in Kenntnis gesetzt, daß sich die mexikanischen Vermittler heute über Vcracruz und Key West nach Niagara Falls begeben werden,
T o r r e o n , 9, Mai, General C arran za ist hier ein-
f etrosfen und hat Torreon zu seiner Hauptstadt er- l ä r t. General Billa empfing ihn am Bahnhof und geleitete ihn dann zu seinem Hause,
Washington, 10. Mai. Kontreadmiral M a h o meldete, daß die Aufständischen eiligst einen Sturmangriff aufTampico vorbereiten. Das Marinedcpartemcnt wies Mapo an, alle Amerikaner von Tennpico und Umgebung fortzubringen. Der englisch« Vizekonsul benachrichtigte die britische Botschaft, daß zwei englische und ein amerikanischer Bergbcamte von den Bundestruppen in der Nähe von Guadalajara getötet worden seien. — Der Fall Mazatlans scheint nahe bevorzustehen.
Ein Erlaß Huertas.
M c x i k o , 9. Mac. Der Präsident Huerta erließ ein Dekret folgenden Inhalts: Jeder Handelsverkehr mit der Union hört auf. Kein Schiff, das unter der lUnionsflagge sährt oder amerikanischer Herkunft ist, darf in incrikanischcii Häjcn citilausen. Die aus den Vereinigten Staaten von Amerika kommenden Waren werden dem! Gericht übergeben.
man amrchine, aus dem Transport geschehen, nicht lebenssähig sei. Er habe sich sofort an Len Vertrauensmann des betreffenden Ortes gewandt und hierauf die Mitteilung erhalten, daß der Baum doch weiter wachset würde. Der Redner dankte den Vertrauensmännern der einzelnen Orte, die fest sür die Interessen des Vereines gearbeitet hätten, so daß man gnte Erfolge zu verzeichne» habe. Die Mitglicderzahl habe zugenommen znm "Dci- sviel in: Birklar um 14, Gießen 22, Hungen 12, Lang-GönS 59, Langsdorf 22 (neugegründc! , Wahcnborn-Steinberg 56. Die Ortsvcreine Gießen, Lang-Gö>>s und Watzenborn-Stcinbcrg hätten die Mitgliederzabl 100 überschritten. In dem neuen Jahre sei wtlberum die Veranstaltung von Bezirksscstcn, so besonders in Gcllnbcrg, geplant. '
Ucbcr den Geschäftsbericht sprach Dr. H o s fma n n- Friedberg. Nach diesem haben im vergangenen Jahre in den einzelnen VcrsammlungSbczirken rnsgttoml 55 Veianstaltiingen stattge- sundcn, die zum großen Teil mit GratiSderlosungcn verbunden gewesen seien. Wenn der Verein weiter so wachsen tvürde, so winde er bald den größten obcrhesnschen Verein, den Kreis-Obst- iiiid Gartenbauverein Fmedberg, überftiinelt haben. Ganz besonders wichtig sei es, daß in den Gemeinden, in denen man die Feldbereinigung durchsührtc, inan sich rechtzeitig mit deni Feld- bereinigiingsauSschujse wegen Sckiasiung geeigneter Obstanlagen in Verbindung setze, er verwies hierbei aus die in Lang'Göns gemachten Erfahrungen. Er bat die anwesenden Vertrauensmänner, in allen Fällen, wo Versammluiigen anberanmt seien, der Geschäftsstelle rechtzeitig von lokalen Wünschen Mitteilung zu machen, damit cs ermöglicht werde, daß man durch Mitnahme von Anschauimgsmalcrial usw. die einzelnen Ziele näher erläutern könnte.
Der Dorsixende gab hiernach daS Ergebnis der Rechnung bekannt. Die Einnahme betrage 1308,21 Mk. und die Ausgabe 1106,02 Mk., so daß ein Mehr von 202,19 Mk. vorhanden ser. Ter Voranschlag wurde hieraus wie folgt festgesetzt: Einnahmen: l. Rest aus vorderen Jahren 202,19 Mk., 2. Rückersatz an Mit« gliederbeiträgcn 1600 X 50 Pfg. 800 Mk., 3. Sonsttge Beiträge rund 550 Mk. — 1550 Mk. Ausgaben: 1. Vorträge und Versammlungen 600 Mk., 2. Verlosungen 200 Mk., 3. Geschästs- sührung 100 Mk., 1. Reservefonds 600 Mk., 5. Für Rechner und Schristsührer 50 Mk. — 1550 Mk. •
Hieraus ergriff Dr. H o f s m a n n - Fricdberg das Wort zu einem Vortrag über „Ländliche Blumenzucht und Blumenschmuck". Der Vorsitzcnln sprach dem Redner den Dank der Vexsammlnng aus und bat, besonders die Kinder zur Blumenzucht anzühalten, denn tvenn man bei ihnen erst die Liebe zu Blumen anregelt könnte, dann würden auch sie nicht mehr die Blumen am Wsege abreißen und dann wieder achtlos wegwerfen.
wauocr» und Reisen, väder und Sommersrische«
Gricbens Reisesührer. Der Schwarz tvFckh. 18. Auflage lBand 36). Mit 10 Karten und I Panorama. 2 50 Mk. Verlagsbnch!>andlung Albert Goldschmidt, Berlin W. 35. Der Führer erfuhr eine sorgfältige Ncubearbestung von einem guten Kenner des ganzen Scknvarzwaldes. Vor allcw sind die ffir den Reisenden so wichtigen 'Angaben über Unterkunft und Verpflegung wie der Vcrkehrsvcrbältnisse genau kontrolliert und erqänzt worden. Vollständig umgeakveitet wurde das am meisten besuchte Gebiet des „Fcldberges" wie das des „Sckmuiusland" unter Berücksichtigung der vom Schwarzwaldverein vorgcnommenen Markierungen. Außerdem wurde neben Baden-Baden dem Luftkurort Triberg und dessen Umgebung besondere Beachtung geschenkt: auch die Beschrechung der Toitten riü Ejztal ist entsprechend ansffihrlicher gehalten. Eine wertvolle Bereicherung erhielt das sorgfältig revidierte Karlenncalerial in der Ncuausnahme der „Karte des mittleren Schwarzwalds" und des „Panoramas vom Merkurturin". — StraßburgundUm» gebung, mit ?lusslügen in die Vogesen. 8. Ausl. 80 Pfg. (Band 46). Mit 2 Karten und einem Grundriß. Goldschmidt, Berlin. Die soeben erschienene 8. Auslage von Griebcns Sonderführer „Ttraßburg" weist gegenüber den vorigen erhebliche Vorzüge auf. Der Verlag ging von dem Gedanken aus, daß Straßburg als beliebte Kongreßstadt wie als häufige Fahrtuntcrbrechungs- station besonders viele Gäste zu mchntägigem Besuche beherbergt, die auch gern einen Blick in sein hochinteressantes Hinterland „Vogesen", wollt das schönste aller deutschen Mittelgebirge, und in die elsässische Landschast tun. Er hat deshalb den Anhang „Ausflüge" durch knappe Beschreibung der schönsten und interessantesten Touren in die Hochvogesen (Kolnrar und Drei-Aehren, Schwarzer und Weißer See, Münstcrttil und Schlucht, tzttoßer Belchen), wie in das romantische, an mittelalterlichen Baudenkmälern überreiche oberelsässischc Rebland und nach den Schlachtfeldern von Woerth erl>ebtich ettveitert.
Meteorologische veobachtungen der Station Sichen.
Mai
1914
£®. |
ü|
P
S3Q
W
— "x G ' &
1 %
S S «3
gf
i
J-o-2
-o^o *S § COx»
Wetter
l». 2 i
748,4
11,3
.7,0
70
WNW
2
10
Beb. Himmel
10. v"
749,1
8,9
5,9
70
NW
5
Bew. w
ii. r"
748,3
8,3
6,6
81
s
2
10
Beb. .
Döchsie Temperatur am 9.—io, Mai ISI4 — 11,8’O.
Niedrigste , , 9.—10. , zglt = 6 4”
Das Urteil einer Oberin.
Alan sollte cs kaum für möglich halten, daß ein so einfaches natürliches Mittel wie Maltznm eine so vielseitige segensreiche Wirkung emialien könnte. Für 'Nervöse, Rlntarme, Schwache, Genesende, VerdanungSleidcnde, Lungcnschwache, bei Erkaltungen, Husten, Heiserkeit, Avvctitlosigkeit ist Maltznm von Aerzten und Publikum hochzeschätzt. Eine General-Obcrin von: Roten Kreuz schrieb über Maltznm: »Es bat ganz besonders bei »Nieren, durch strengen Dienst überarbeiteten Schwester» vorzügtichc Erfolge erzielt," A! a l tz n in ist reines Münchner Matz-Erlrak, mit Rubr- lalzen. In Gießen zu haben bet: E e >, t r a l - D r o g c r i e Emil Karn, Kronen-Drvgeric Gebr. Michel, Medizinal- Drogerie Otto Schaaf, öS49O


