Es gibt in den genannten Ortschatten ältere Leutd, die schon von früher Jugend an jährlich „in die Meilbach gehen". Tic Himmelsahrtseicr ist für die hiesige Gegend ein schlichtes Volksfest, bei dem sich Freunde und Bekannte aus den verschiedensten Orten ein Stelldichein geben, Bei der diesjährigen Feier wird der Baseler Missionar Gscll sprechen,
** Neue Feuer wehrkapellc, Die neu gebildete Feuerweh rkapclle unter der Direktion Weiß hat sich in den freiwilligen Dienst der Gießener Freiwilligen Feuer- lvehr gestellt, so daß von nun an säintliche Hauptübungen der Freiwilligen Feuerwehr mit Musik stattsindcn,
** Toni — di e Bardame, Die 24jährige Bardame Antonie Beith aus Gießen soll einem Bargaste während einer nächtlichen Autofahrt mehrere Hundertmarkscheine entwendet haben. Als der Galan den Diebstahl entdeckte, war er so unliebenswürdig, die Beith anzuzeigen und so ihre Verhaftung zu veranlassen,
** Was alles in der Straßenbahn verloren wird. Die Fundzettel in der Frankfurter Straßenbahn-Karten- ansgobc bieten für den Külturhistoriker in dieser Beziehung eine schier unerschöpfliche Fundgrube, Schon der Säugling ilt vergeßlich, er verliert laut Fundzettel Lätzchen, Schühchen und sogar iitwn ei» Hemdchen, Dann kommt der Schüler mit einer recht erklecklichen Liste: Schulbücher in Mengen, Turnschuhe, Tornister, Mützen: der Musikschüler kehrt ohne Zither und Geige nach Hanse, der Ossi zier läßt Generalstabskarte und Feldstecher in vierfacher Auslage liegen: ferner ein Maurer acht Mauersteine, ein Fräulein ihre Zalmplombe: der Tapezierer els Rollen Tapeten, der Losehändler elf Pscrdelose, der Wandervogel den gefüllten Rucksack, Und dann die Fülle von Geldbörsen mit und ohne Inhalt, Schirmen, Stöcken, .Kleidern vom Schleier bis zun, Hemd, Dutzende vo» Hosen, Hüten, Mäntel», Aktentaschen, ein leibhaftiger Wagen, Notenständer usw. Es ist ein Vermögen, das auf den 12 Fundzetteln der jüngsten Zeit verzeichnet steht und täglich mehr anschwillt,
'‘lotnims- Seit einigen Jahren wird im Großherzogtum ein schwunghaster Handel mit sogenannten Viehpul- vern und ähnlickwn Gcheimmitteln (Freß-, Mast-, straft-, Milch-Pulver u, dglst betrieben. Dies muß als ein die Interessen des Bauernstandes in hohem Grade schädigender Ucbclstand bezeichnet werden. Eine marktschreierische und wahrhcitswidrigc Reklame, mit der solche Mittel angepriesen werden, ist darauf berechnet und geeignet, die Landwirte irre zu jühren und sie zu veranlassen, Mittel zu lause», deren Wert und Wirkung in gar keinem Verhältnis stehen zu den dafür gezahlten Preisen, Da die in Betracht kommenden Mittel vielfach als Heilmittel gegen Tierkrankheitest angcpriesen und vrrttieben werden, kann dies leicht die bedenkliche Folge haben, daß deren Anwendung die sachgemäße und rechtzeitige Behandlung der erkrankten Tiere verzögert oder verhindert. Die Landwirte werden dcshdlb vor dem Ankauf dieser Geheimmittcl gewarnt, /
Güterrechtsregister, Ludwig Forbach zweiter, Landtnirt zu Lollar, tmd dessen Ehefrau Anna Katharine geh, Jindt haben durch gerichtlichen Vertrag Gütertrennung vereinbart, ** Kleine Mitteilungen. Bürgermeister P l e i s in Lixscld hat nach 24jährigcr Tätigkeit sein Amt niedcrgelcgt. Au seiner Stelle wurde Hüttenarbeiter Hermann zum Oberhaupt gewählt. — Ein 40jähriger Mann erhängte sich im Stadtteil Niederrad zu Frankfurt: er nmrde rechtzeitig entdeckt, abgc- schnittcn und ins Leben zurückgerufen. Kaum stand er jedoch wieder aus den Füßen, als er sich sein Taschenmesser ttes in die Brust stieß. Die Rettungswache nahm sich nunmehr des hartnäckigen Selbstmordkandidaten an, — Ern seit einigen Tagen im W i n z e n- hcim vermißter Winzer wurde vvn einem Feldhüter erhängt ans- gciunden. Der 70jäh-rigc Mann zeigte in der letzten Zeit Anfälle von Schtvermut,
*' Konkurse in Hessen. In dem Konkursverfahren über das Uecmöge» des Johann P reisig in Schornsheim ist zur Abnahme der Schlutzrechnung des PerwallerS, zur Erhebung von Einwendungen gegen das SchlußverzeickmiS der bei der Verteilung zn berücksichtigende» Forderungen der Schlußtermin a»I den 4. Inn, 1914, vormittags 11 Uhr, vor den, AmtSaericht Wörrstadt bestimmt worden. — Das bekannte Sanatorium Stolzenberg (bei Salmünster) K. m. b, £>. ist in Konkurs gerate», — Wie ans Frankfurt a, M, gemeldet wird, hat die S üd a m er ik an i s ch e Handelsgesellschaft m. b. H. den Konkurs äugen,cldet. Schon dis erste Prüfung ergab, daß sich eine Durchs,',brnng des Vcrlahrens nicht lohnt, da einer Konkursmasse von 150 000 Mark kann, einige tausend Mark Aktive» gegen,",verstehen. Das Ver- snhren wird deshalb jedensasts eingestellt.
Schützet unsere Anlagen!
■*' , — f'- Landkreis Gießen.
? Eid), 7, Mai, Seinen 80. Geburtstag feierte am 5. Mai in voller körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische Lehrer ,, P, Wilhelm Jäger, Ueber 50 Jahre ivar der Jubilar, der 1853 das Friedberger Seminar verließ, im Schuldienste tätig, davon bis zu seiner Pensionierung über vier Jahrzchnte allein in Lich, Ein anerkannter Künstler ist der Jubilar auf der Orgel, die er als Greis noch ebenso bemeister»/ wie in seinen jungen Jahren, Er ließ es sich nicht nehmen, nachdem er als Lehrer bereits in den wohlverdienten Ruhestand qetreten war, das ihm so lange an- vettraute Amt des Organisten in der Marienstistskirche als Llcb- lingsbeschästignng Noch bis vor wenigen Jahren auszuüben. Und flzeute Tuxf) kann man den Nestor unter den hessischen Organisten an lzohen Festtagen noch manchmal sein Lieblingsinstrnmvnt nrcisterhast sviclen hören, Wilhelm Jäger war einst auch als Lehrer im Fürstlichen Dause tätig: auch die Großherzogin Eleonore ist damals seine Schülerin geivesen. Daneben Hot der Jubilar lange Jahre an der Präparandenanstalt als Musiklehrer gewirkt: viele hessische Lehrer haben Meist von ihm ihre erste gründliche musikalische Unterweisung erhalten. Wie groß die Verehrung und Achtung ist, die der beliebte Lehrerveteran heute noch genießt, zeigte sich bei seinem 80, Geburtstag, Aus allen Bevölkerungskreisen gingen ihm Glückwünsche zu, Abends brachten her Kirchen- gesangverein, dessen Gründer Und srüherer Leiter der Jubilar ist, und der Männergesangverein „Cäcilia" unter Leitung von Lehrer Zimmer ein Ständchen, wobn der Präschent des letzteren, Hch, Schmidt, die Verdienste und das segensreiche Wirken Wilhelm Jägers feierte, Seminaroberlehter Proiessor Lstc, Jäger lFricd- bergs, der Sohn des Jubilars, daickte für die erwiesenen Ehrungen,
Kreis Schotten, n, Schotten, 8, Mai, Die diesjährige Zusammenkunft der Lehrer des Kreises Schotten sindet am
28, Mai unter denr Vorsitze des Kreisrats Dr, Merck in der Turnh«llc zu Schotten statt,
„ Kreis Lauterbach,
Die Mordtat in Crainfeld,
-- C r a i n f e l d, 8, Mai, Tic Beerdigung der jetzt an ihren Verletzungen, wie gemeldet, ebenfakls gestorbenen 22jährigcn Lina Stein jand gestern nachmittag um 3 Uhr statt. Ein zahlreiches Traucrgesolgc gab der Toten das letzte Geleite, Besonders aus den umliegenden Orten waren zahlreiche Mädchen und Frauen nach Crainfeld gekommen. Die Trauerrede hielt Lbcrrabincr Dr, H i r s ch s c l d aus Gießen, der aus das Schreckliche der Bluttat hinwies und die Hoffnung anssprach, daß die übrigen Verletzten am Leben erhallen bleiben.
In dem Befinden der übrigen vier Verletzten hat die eingelrclcne Besserung angchalten. Die jüngste Tochter S e l m a Stein ist gestern nachmittag aus dem Krankenhaus entlassen worden, Sic ist nicht nach Crainfeld zurückgckchrt, sondern hält sich in Sterbfritz bei Verwandten auf. Die Besserung int Befinden der beiden Söhne ist so sortqeschritten, daß sie in 14 Tagen bis 3 Wochen aus dcnl Krankenhaus entlassen werden können. Auch der Zu stand der am schwersten verletzlcn Ehefrau Stein hat sich bedeutend gebessert, so daß sür sie keine Lebensgefahr mehr besteht,
*
A Erainield, 8, Mai, Goldene Hochzeit feierte das Ehepaar G. Bär.
Kreis Friedberg.
L, Fr i ed b c r g, 8, Mai Ein Soldat vom 6. Ulanen Regiment wurde gestern polizeilich hierher gebracht. Er hatte sich Don seinem Truppenteil entfernt. Aus dem Geschäftszimmer des hiesigen Bataillons würbe er vernommen und dann unter Bedeckung von zwei llnteroffizieren nach Hanau verbracht, — Brandmeister Füller wurde einstimmig zum Kommandanten der freiwilligen Feuerwehr Friedberg-Fauerbach ernannt,
Starkcnburg und Mcinheffen.
Die Mainzer Stadtverordnetenwahlen,
— M a i n z, 9, Mai, Nach dem endgültigen Wahlergebnis wird sich das Stadtverordnetenkollegium ziisammcnsctzcn aus 14 Sozialdemokraten, 10 Nationallibcralcn, 9 Zentrumsleuten, 8 alten Fortschrittlern und 7 neuen Fortschrittlern,
Es erhielten Stimmen: Gewählt: Obcrpostassistent Mardner 12511: Landtagsabgcordneter Adelung 11608: Braucrcidirektor Geher 7338: Kaufmann Schneider 7024; Kaufmann Klober 6986: Arzt Dr, Sprenger 6961; Zei- lungscxpedient Zeeh 6933; Johann Weiß 6854; Chemiker Dr, Thilo 6975; Rechtsanwalt Dr, Mayer 6896: Parteisekretär Seel 6806; Kaufmann Bauer 6785: Kasfcchändlcr Christ 6783: Redakteur Schildbach 6765: Bankier Eduard Simon 6750; Weinhändler Berney 6714, — Nicht gewählt: Schreinermeister Schöntag 5769; Kaufmann Eis- maycr 5646; Bicrbrauercidircklor Dl, Jung 5653; Kaufmann Grünivald 5653; Kaufmann Wagner 5637; Tele- graphenarbeiler Franz 5583: Buchdruckereidircktor Will 5583: Fabrikant Mayer 5483; Arzt Dr, Lckisch 5476, Zersplittert waren 996 Stimmen; zwei Zettel waren unauffindbar,
*
e. Ossenbach, 8. Mai. Die Ochsen mctzger haben mit dem heutigen Tage entsprechend den niedrigen Viehpreisen einen Preisabschlag eintreten lassen. So kostet jetzt Ochsenfleisch 90 Pfg. (95), ohne Zugabe 1,20 Mk. (1,30), Kalbfleisch 90 Pfg. (1 Mk.), ohne Zugabe 1,40 Mk. (1,50). Die Preise für Hammelfleisch und Fett blieben wie bisher mit 1 Mk., vielmehr 60 Pfennig.
Hessen-Nassau.
h, Frankfurt, 9, Mai, (Drahtbcricht,) Der 64jährige Schreinermeister Jean Etting und seine gleichalterige Ehefrau im Vorort Bockenheim wurden heute vormittag in ihrer Wohnung durch Leuchtgas vergiftet aufgefunden, Alle Wiederbelebungsversuche waren vergebens. Anscheinend liegt ein Unglücksfall vor, Selbstmord erscheint insofern als ausgeschlossen, da es sich um Leute in sehr guten Vcrmögensverhältnissen handelt,
h. Frankfurt a, M,, 8, Mai, Der Unterossizier Reis von der 8, Komipagnie des diesigen 81, Jnsanteric-Regi- Mcnts hatte über den Oberstleutnant v, B, ehrenrührige Dinge irrt Sinne des § 175 verbreitet. Er wurde wegen verleumderischer Beleidigung seines Vorgesetzten zu drei'Monaten Gefängnis verurteilt. In der Berufungsinstanz wurde er tedoch gestern vom Oberkriegsgericht zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, Die gegen den Offizier gesühtte Untersuchung ergab nicht den leisesten Schatten einer Verfehlung, Der Offizier nahm sich die Sache aber derart zu Herzen, daß er gesundheitshalber seinen Abschied nahm,
h, Usingen, 8, Mai, Auf dem hier abgehaltenen Kreistage für den Kreis Usingen teilte der kommissarische Landrar mit, daß der Eisenbahnminister über den Bau der geplanten Konkurrenz-Bahnlinien Usingen — Schmitten — Niedernhausen und Usingen — I d- stein noch keine endgültige Entscheidung getroffen hat, daß er aber dem gleichzeitigen Bau beider Strecken nicht zustimmen könne. Der Bahnbau wird dann sofort begonnen, um dem Weilbal die so lange ersehnte Bahnverbindung zu bringen,
— Wiesbaden, 8, Mai, Das Ergebnis des W e h r - b c i t r a g s sür Wiesbaden wurde heute bekannt gegeben. Es beträgt 11 Millionen Mark, Das Einkommensteuer-Soll ist infolge des Generaloardons um 271 000 Mk, gegen das Vorjahr gestiegen und beträgt insgesamt 3 647 000 Mk.
Vereinsnachrichten.
— Heuchclbeim, 7. Mai Ter Iper vor kurzer Zeit gegründete „Wanderklub Hcnchelheim" hrelt im Gasthaus „Zum Schwamm" seine erste Versammlung ab, in der nebst anderen wichtigen Veroinsangelegenheiten auch schon das Monats-Programm sür Monat Mai besprochen und scstgelegt wurde.
Dcrmifcbtc*.
* Das verschluckte Medizinfläschchen, Prof, Vvn
Höherer in Innsbruck berichtete in der dortigen Aerztegesell- fchast über einen eigenartigen Fall aus seiner Praxis, Ein 40iähriger Mann wurde eines Tags in die Klinik eingeliefert, der ein Fläschchen nfit Ovinm verschluckt hatte. Der Mann, der als Melancholcker bezeichnet wurde, mußte sich bereits in einer merkwürdigen Verfassung beftMden haben, da er angeblich das Fläschchen ans Wut berschlungen lmtte. Der Gegenstand war nicht so groß, daß man nicht hätte hoffen dürfen, ihn auf dem gewöhnlichen Wege wieder hinauszuschafsen, wenn nur nicht die Möglichkeit bestanden hätte, daß iich der nicht besonders feste Metallverfchluß lockern und so den verhängnisvollen Inhalt des Fläschchens srei- geben konnte. Eine tödliche Vergiftung wäre dann kaum zu vermeiden gewesen. Da auch das Röntgenbild den Fremdkörper in der Magengegend, wohl schon wester jm Darme befindlich, an- zeigte, so dielt sich Professor von Haderer für
verpflichtet, eine Operation vorzunehmen. Der Eingriff ergab, daß das Fläschchen tatsächlich sckton am An
fang des Darmes lag, doch konnte es leicht wieder in den Magen zurückgestoßen tverdcn, da es dort weit leichter zu entscrnei! war. Nun wurde Pros, v, Haderer eine veinliche Ueberraschnng, zuteil, da sich herauSstellle, daß in dem Fläschchen keine Spur von Opium, sondern nur Magensaft enthalten war. Es wurde sofort eine gründliche Spülung verordnet, aber es bestand kein Zweifel medr, daß das Fläschchen leer gewesen war. Der Wutausbruch war also schwer bestraft, obgleich die Angehörigen bei ihrer Angabe jedenfalls nur in gutem Glauben gehandelt hatten. Die Heilung ging
auch so rasch von statten, daß der PatieM einer Behandlung seines
geifligeli Zustandes überwiesen werden konnte, die ohne Zweisei am nötigsten war,
* In der Schule, Lehrer: „Nehmen wir an, daß ein Kutscher mit seinem Pferde acht Kilometer in der Stunde zurücklegt, und daß er einen Kilometer Vorspnmg einem andern Kutscher gibt, der nur sechs Kilometer in der Stunde machen kann Wo werden sie sich dann begegnen?" Schüler: „Jm ersten Wirts haus an der Straße, Herr Lehrer,"
Amtlicher Wetterbericht.
Ocsfentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteranssichten in Heise» am Sonntag, den Ui. Mai 1914: Wechselnd bewölkt, meist trocken, nordivcsiliche Winde, nachts kühler.
Letzte Nnebrichten.
Vom preußischen Abgeordnetenhaus, Berlin, 8, Mai, Der BndgetanSschuß des Abgeordnetenhauses bewilligt? l>eute abend zunächst die im Etat des Finanzministeriums von der Eisenbahnvrrmaltung angesorder- ten Bettäge sür Dien st einkom menverbesser ung nach der besonderen Gesetzesvorlage, Die im Etat des Finanzministeriums angesordcrte Surnme sür Zuwendungen an Altpcnsionärc wurde ebenfalls genehmigt.
Zu denk Zwist in der Deutschen Bücherei, Leipzig, 9, Mai, Dpt aus Buchhändlern, Bibliothekdi- rekloren und Hohen Verwattungsbeamten zusammengesetzte große Verwaltungsrat der Deutschen Bücherei tagte hier unter dem Vorsitz des Vorstehers des Börsenvercins der deutschen, Buchhändler, Geh, Rat S i eg ls mu n d-Berlin, im Bnchhändlcrhaus zu Leipzig, Direktor Wahl erklärte für sich und die akademischen Bibliothekare Lvckmann und Schmidt, er ziehe seine sowie Lockmanns tmd Schmidts ausgesprockienc Kündigung zurück, Ter Vorsitzende erklärte das Einverständnis des geschäftsführcndcn Ausschusses der Bücherei dazu,
Johannistha l—F r e i b u r g.
Johannist hat, 9, Mai, Heute früh 6 Uhr ist der Leutnant Bretzel mit dem Leutnant Wen t sch er als Begleiter zu einem Fernflug nach Freibnrg i, B, ansgestiegen,
Weinpantscherei,
Paris, 9, Mai, Wie aus Bordeaux gemeldet wird, soll dort ein Steuerinspektor verhaftet worden sein, der von einem der Weinpantscherei verdächtigten Weinhälchler 19 000 Franks verlangte und sich dafür erbot, die beanstandeten Weinproben durch eintvandsreic zu ersetzen.
Das Erdbeben aus Sizilien,
R o m, 9, Mai. Nach einer Meldung aus Catania werden in Nord-Sizilien neuerdings heilige Erdstöße wahrgeiiommen, besonders die Umgegend don Mangano soll lieimgesncht worden sein. Ein Eisenbahnzug mußte aus freier Strecke halten, da die Gleise aus etwa 700 Meter zerstört waren. In Linera und Santa V i e n e r in a sollen z a h l rei ch c M e n s ctzen umgekommen sein.
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