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J'M'4 flelDtfn», tsfir kupierten Pferd« auszuschlicßcn, Damit war vrr Militärvvranschlog erledigt.

Ohne Erörterung wurde dann noch der Voranschlag der Renhskanzlci angenonrmen,

, ^ Der Sonntagsruhe-Ausschuß

sedte^ heute seine Beratungen fort. Man unterhielt sich über die Sonntagsruhe in den shvntors, kam aber noch zu keincr Ab­stimmung.

Forderung des Kleinwohnungsbaues.

Der Ansschutz für den Okfcpettttimrf, betr. Bürgschaften des weiches zur Förderung des Kleinwvhnungsbanes sür Reichs- und Militärbedi«rstete, trat heute in die erste Lesung der Vorlage nn. Ein Regierungsnertrctcr' erklärte, daß nur 3 Proz. der Bautätigkeit aus die Paugenossenschaiten, dagegen 07 Proz, aut vrivate Bauunternehmer entfallen Ter Rcichskretit dürste durch Bürgschaften oder Hypotheken nicht in zu hohem Matze in An­spruch genommen werden, wie sich der Reichstag es wünsche. Bei der Geschäftslage des Hauses enipieblc er, von Anträgen abzusehen, da sonst das Schicksal der Vorlage geiährdet in. Man solle das Gute, was die Gegenwart biete, festhaltcn und die Er­reichung des Besseren von der Zukunst erhossen. Nach längerer Erörterung, in der die Acutzerung des Regierungsvertreters eine zum Teil ungüniliqe Beurteilung fand, wurde die Beschränkung der Bürgschaftsleistung »es Reiches aus gemeinnützige Baugenossen­schaften mit tl gegen 3 Stimmen gestrichen. Ferner wurde der Höchstbetrag der vom Reiche zu übernehmenden Bürgschastssum- men von 25, au, 100 Millionen Mark erhöbt, und endlich wurde beschlossen, datz auch die Rückübernahme von Gemeindebürgschas- ten durch das Reich statthast sein soll. Der Rest der Vorlage fand unveränderte Annahme Damit >var die erste Lesung erledigt. Der Wahlprüsunas Ausschuß prüfte heute dit Wahl des Abg. B a s s e r m a n n (5, Trier, Natl,), ohne die Prüfung zu Ende zu führen.

Ans Stadt und Land.

Gießen, 6. Mai 1914, **FürdieSitzungdcrStckdtvcrordncten- Versammlung am Donnerstag, 7. Mai, nachmittags 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung ausgestellt worden: 1. Mit­teilungen. 2. Verlängerung des Vertrages über die Instand­haltung der Anlagen vor dem Universitätsgebäude. 3. Bei­trag der Stadt zu den Kosten der höheren Schulen: hier: des Landgras Ludwiq-Knmnasiums, 4. Dienstwohnung sür den Pedellen der Lbcrrcalschule, 5, Reinigung der Schul­räume der Vorschule des Gymnasiums. 6, Darlehen an den Stadterweitcrunqssonds sür 1913. 7, Kreditbcwilligling sür Verlegung der Hochspaniikreuzung HcuchclheimKlein-Lin­den, 8 Straßenbahn nach Krofdorf. 9. Feldbereini­gungskosten: hier: Krcdirbewilligung. 10, F a h r p r c i s d e r Straßenbahn, 11, Beförderung von Hunden auf der Straßenbahn. 12, Bebauungsplan für die obere Marburger Straße. 13, Anlage eines neuen Fußweges vom Wartweg zur Ebclstraße. 14. Verbesserung des Aulwegs: 15. Befestigung der Dainmstraßc vor dem Eichamtsgebäude, 16, Uebernahme der UntcrsuchnngSgebühren für das Marktvieh. 17, Ein­friedigung Bahnhofstraße 23/25. 18, Gesuch des F. Schmidt uni Belastung eines Gaubenaufbaues am Haus Teltersweg Nr. 83, 19, Baugesuch der Nudergesellschaft für Rodheimcr Straße 24. 20, Baugesuch des K, und L. Wehrum sür Ecke Wetzlarer Weg und Friedrichstraßc, 21, Baugesuch Paul Eim für Friedrichstraßc 10 und 12: hier: Disvcns von §47 der Allgemeinen Bauordnung. 22. Baugesuch Franz Schmidt für Seltcrsweg, 23. Baugcsuch Karl Schlüter für Süd-Anlage. 24. Gesuch I, Hcilbronncr wegen Anbringung von Schau­kasten am Haus Marktstraße 17. 25. Baugesuch W, Horn sür den Krcuzplah. 26, Baugcsuch Sack & Jughardt für Süd- Anlage 20. 27. Gesuch des Josef Kemper zu Hagen i, W, um Erlaubnis zum Schankwirtschnftsbctricbe in der Ge- werbcausstellung. 28. Desgleichen des Adolf Gcßner im Haus Mcestraße 20. 29. Desgleichen des Franz Gopon für Neuen­weg 31,

** Tagung evangcli scher Arbeitervereine in Gießen. Die Evang, Arbeiter-, Gesellen- und Männer vereine Butzbach, Friedberg, Gießen, Homburg v. d. H Marburg, Salzböden und Wetzlar halten am Sonntag nachinittag in Gießen im Vereinslotal des' Gießener Evang. Arbeitervereins eine Tagung ab, bei wel­cher eine Aussprache über Vertrauensmänner, Bolksversicherung und Rechtsauskunft st ek­len geplant ist. Außerdem soll auch die I u genbf rage behandelt werden. Im Anschluß an die Tagung, findet ein Spaziergang in die Umgebung von Gießen statt,

Lichtspielhaus Morgen Donnerstag abend findet wieder im Lichtspielhaus Bahnhosstraße ein Konzertabend mit 12 Mann staiker Kapelle statt. Das ausgcwählte Programm enthält als besonderen Schlager den dreiaktigen Film Die D ä - monin mit Mllc. Mistinguett, die bekannte sranz, Tänzerin, in der Hanptrollc, Den humoristischen Teil bestreitet Max L i n der in der sensationellen KomödieMax als Tangolehrcr in Berlin", Für Musikfreunde dürste der Hanptairziehnngspunkt die Aujjührnng der 6, Snmphonic (mit dem Pankeirschlag: von Jos, Handn bilden, welche als Konzcrtcinlage vorgesehen ist,

Kreis Büdingen,

§ Ortenbcrg. 5, Mai, Heute feiern die Landwirt Karl P seit er I.-El>elcute in körperlicher und geistiger Frische die goldene Hochzeit, Ter Ehemann steht im 79., tue Ehefrau Henriette geh, Kempt im 7,3, Lebenssabre, Der Jubilar gehört ichon eine lange Reihe von Jahren dem Gemeinderat und Kirchen- vvrstande an,

Kreis Schotten.

§ Rudingshain, 5, Mai, Am Sonntag morgen gegen 9 Uhr brachen zwciHandwerksburschen im Hanse der Holzschrieidcrci von Otto Lenz Witwe unter­halb des Torfes c i n. Tie Frau war gerade im Stalle be­schäftigt und lief, als sie den Einbruch gewahr wurde, so­fort in das Dorf, um Hilfe zu holen. Währenddessen ent­fernten sich die Strolche i» der Richtung nach Götzen, Sie wurden aber später im Wingershäuser Walde gesehen, Di« Schottener Gendarmerie nahm sofort die Verfolgung auf, Starkenburg und Rheinhefsen,

Darmstadt, 4. Mai, Die im Gau Südwestdeutschland znsawmcngcschlossenen Ortsorganisationcn des Deutschen Bankbeamten-Vereins hielten am Sonntag in Darm­stadt ihre Borstandszusammenkunst ab. Aus 18 Plätzen waren ft.', Vertreter anwesend. Ferner wohnte der Tagung der geschäits-» führende Vorsitzende des Gesamtvereins M. Fürstenberg - Ber­lin bei. Ten Beratungen gingen am Abend zuvor eine Sitzung des Gauvorstandes und eine öffentliche Bankbeamten-Persammlung vor­aus, in der Wendel-Frankfurt a. M. überOrgani- sations- und Standessragen der Bankbeamten" sprach. Die Versammlung war übertüllt und gestaltete sichI einer großartigen Bertrauenskundgebung sür den Deutschen Bankbe- amten-Verein. Auch der hessische Landtagsabgeordnete Henrich äußerte sich in einer Ansprache über die Tendenzen und Ziele des

Vereins in zustimmendem Sinne. Die Verhandlungen am Sonntag, welche von dem Gauvorsteher W e II d e l ° Frankfurt a. M. geleitet wurden, waren vertraulicher Natur, Der Geschäftsbericht wurde gc- genchmigt und der bisherige Gauvorstand einstimmig wiederge­wählt. Eine ausgiebige Besprechung landen alle Standes- und Or- aanisationssragcn. Die Arbeit des Gauvorstandes und die Richt­linien der Zentralleitung wurden gutgcheißcn. Die nächste Bor- stanbszusammenkunst des Gaues wird in S t u t t g a r t im Oktober dieses Jahres sein uich soll mit einer großen öffentlichen Bank­beamtentagung verbunden werden. Gegen 4 Uhr nachmittags fan­den die bald sechsstündigen Beratungen ihr Ende.

Hessen-Nassau,

I, Frankenberg., 5. Mai. In der gestrigen Land- wirlschaftssitzung (zu Herzhausen) wurde über den Anschluß der Ucoerlandzentrale des Kreises Frankcnberg be­raten. Landral <5-1 epenhorst-Frankenberg und Oeko nomierat Eigenbrodt -Hof-Lautcrbauch nahmen hierzu das Wort. Der Anschluß fast der sämtlichen Gemeinden des Kreises ist gesichert. Ein Teil der Kosten der elektrischen Anschlüsse wird vom Staate getragen,

X Hanau, 5, Mai. Die Kgl. Regierung in Kassel bringt zur Kenntnis, daß vom 1. Cft. d. I. ab bei den öffentlichen Holzverkäusen in den Königlichen Obersörstercien Bürg­schaften für Holzkausgelder nicht mehr angenommen werden. Es mutz also Barzahlung eintreten.

X Bad-Orb, 5. Mai. Die Unternehmer der Rodungs­arbeiten aus dem Truppenübungsplatz des 18. Ar­meekorps haben um die Erlaubnis nachgesuchit, A u s l ä n d e r beschäftigen zu dürfen, weil sich Arbeiter aus der näheren und weiteren Umgebung nicht melden. _

Gießener Strafkammer.

Gietzcn> 5. Mar, Wegen Betrugs im Rückfalle wurde der Kellner H, S, aus Nassau unter Einbeziehung einer von der Strafkammer Koblenz erkannten Gesängnisstrasc von 2 Jahren zu einer Gcsamtgcsängnisstrase von 2 Jahren 9 Mo­naten verurteilt. Er hatte unter falschem Namen von dem hie­sigen Schuhwarenhaus H, telephonisch vier Paar Herrenstiesel zur Ansicht in die Westanlage 32 bestellt. Als die Berkäuserin vor das HauS kam, trat der Angeklagte ihr entgegen, erllärte, er sei der Besteller, nahm dem Mädchen die Stiesel ab und be­stellte cs aus den Abend zum Ablwlen der nicht gewählten Stiesel. Er ging dann ins Haus, Die Berkäuserin, der die Sache ver­dächtig vorkam, wartete eine Zeitlang und stellte dann fest, daß überhaupt kein Herr mit dem Namen des Bestellers in dem Haus wohne. Mit Hilfe des Hausbesitzers gelang es ihr, von dem Schwindler die Stiesel zurückzuerhaltcn. Auf die gleiche Weise lzat der Angeklagte auch schon an anderen Orten mehrfach Be­trügereien verübt,

WegenBergehens gegendas Viehscuchcngesetz wurde der Handelsmann L, I. aus Groß-Karbcn zu 15 Mark Geldstrafe verurteilt. Er hatte am 24, Januar 1914 ohne orts­polizeiliche Genehmigung aus dem Beobachlungsgebiet Okarben eine Kuh zum Zwecke der Schlachtung nach Grotz-Karben ausgc- lührt, obwohl eine Bekanntmachung des Kreisamts Friedberg die vorherige Einholung einer ortspolizeilichen Besckirnnigung in sol­chen Fällen vorschricb.

Wegen schwerer Urkundenfälschung wurde der Hiltsnwnteur H, F, aus Friüiberg zu einer Gesängnis- strase von l Woche verurteilt. Er hatte aus einem Stundcnzcttcl, den er mit der Unterschrift des Bestellers versehen, seiner Firma Vorleger, mutzte, um seinen Lohn zu erhalten, ohne Ermächtigung die Unterschritt des HauseiqeMümers gesetzt, in kessen Haus er eine elektrische Leitung für seine Firma anlegte. Es wurden ihm mil­dernde Umstände zugebilligt, die das Gericht vor allem in seiner bisherigen Unbcstrastheit smw.

Auf die Berufung des Wagners W. R. van Neunkirchcn wurde das Urteil des Schöffen­gerichts Schotten, das gegen ihn wegen Widerstands zwei Wochen Gefängnis und wegen Bettelns vier Wochen Haft mft Ueber- Weisung verhängt hatte, dahin abgeändcrt, datz die ausgesprochene Ueberweisung an die LandcSpolizcibehvrde in Wegfall kommt.

Wegen Vergehens gegen das Biehseuchcngesetz wurde der Landwirt I. B. aus Metzlos zu einer Geldstrafe von 15 Mark verurteilt. Er hatte am 10. November v. I. mchrrre Ferkel aus Blankenau, Kreis Fulda, also aus oreutzischem Ge­biet ohne Ursprungszeugnis in den Kreis Lmiterbach eingeführt.

Frcigesprochcn wurde der Metzger H. F. aus Heiubach. Ihm ivar zur Last gelegt, zu Langenbergheim am 5. Oktober 1913 wissentlich ein verdorbenes, mit Würmern behaftetes, stark riechendes Stück Fleisch unter Ver­schweigung dieses Umstandes verkauft zu haben. Die Verhandlung ergab nichts, das daraus schließen ließe, datz der Angellagte wisscnt lich gehandelt hätte. Und auch fahrlässiges Handeln konnte ihm nicht zur Last gelegt werden, denn nach dem Gutachten des Sachver­ständigen ist es möglich, daß schon nach wenigen Tagen aus den Eiern, die Fliegen in das Fleisch legen was selbst der vor­sichtigste Metzger nicht verhindern könne Würmer auskriechcn, die erst, wenn das Fleisch zerteilt oder gestoßen wird, an die Ober­fläche kommen, so datz es dem Verkäuicr, dem nicht zugcmmet werden könne, daß er jedes Stück Fleisch vor dem Verkaufe aus- cinandcrziebe, häusig nicht möglich sei, das Vorhandensein von Würmern in dem Fleische sestzustellen.

Wegen Unterschlagung wurde der Lehrer R. K, aus Wernges zu 50 Akk. Geldstrafe ver­urteilt, Er war von einigen Landwirten beauftragt worden, sür sic mehrere Biencnwohnungen bei einem Jmkcrschreiner in Nidda zu bestellen. Das ihm von den Landwirten zur Uebersendung an den Schreiner übergebene Geld im Betrage von insgesamt 52 Mk, behielt er sür sich und lieferte es erst ab. als mit Anzeige gedroht wurde. Er vermochte nicht darzutun, datz der Schreiner ihm Inkasso­vollmacht erteilt hatte, auch nicht, datz er in der Lage gewesen wäre, jederzeit den Betrag zu erstatten. Das Gericht billigte ihm aber mildernde Umstände in weitgehendstem Matze zu, die es vor allem in der Notlage erblickte, in der der Angellagte sich damals befand.

Die deutschen ttaisermanöver

i.

Am .Kaisermanöver dieses Jahres nehmen, wie bereits bekannt, das preußische 7., 8., 11. und 18., das bayerische 2. und 3. Armeekorps teil. Auch werden noch Truppen an­derer Armeekorps herange^ogen werden.

Damit wird dieses Kaisermanöver das größte und um- sangretchste Manöver, das bisher bei der preußischen und deutschen Armee stattgefunden hat, Bekannt und grund­legend waren die Manöver unter Friedrich dem Großen, Nach den Befreiungskriegen begannen sie zuerst wieder im Jahre 1823, Bis zum Jahre >847 hielten dann alljährlich ein oder mehrere Armeekorps Königswanövcr ab. Nach vierjähriger Pause manövrierten von 1852 bis zu den großen Kriegen unregelmäßig einzelne Armeekorps vor ihrem Allerhöchsten Kriegsherrn, die nach 1866 ausgestell­ten Armeekorps 9, 10 und 11 zum erstenmal, nachdem sie im Kriege gegen Frankreich bereits die Feuertaufe erhalten batten, Ebenso übten noch vor dem Kaiser Wilhelm I. das Sächsische und das Württembergische Arineekorps, während die Banerischen Armeekorps zum erstenmal« vor Kaiser-

Wilhelm II, im Jahre 1891 an den Kaisermanövern tell»

nahmen.

Erst im Jahre 1888 tmirde damit begonnen, jährlich nrindestens zwei Armeekorps gegeneinander kämpfen zu lassen. Etwa vom gleichen Zeitpunkte ab begannen auch in Frankreich regelmäßige große Manöver, Sic unterbleiben dort in diesem Jahre und werden durch ein großes FestungSManövcr bei Epinal ersetzt. Zwar stnden im Nor­den zioischcn 1, und 2,, im Süden zwischen 14. und 1.5. Ar­meekorps Manöver statt, sie werden aber voraussichtlich nicht vom Chef des Generalstabes geleitet,

Ueber den Umfang der diesjährigen Manöver in Ruß­land ist nichts bekannt,

Tie deutschen Kaiscrmanöver des vorigen Jahres soll­ten vor allem Lehren für die taktische Verwendung großer Truppcnmassen geben, das diesjährige Manöver ist in erster Linie strategischer Natur. Während im Vor­jahre die Manöverleitung in der Rolle der Arnree-Ober- Konrmandos den kommandierenden Generalen bestimmte Aufgaben zur Führung der Truppen in der Schlacht stellte, erscheinen diesesmal im Manöverfeldc die beiderseitigeft Armcc-Ober-Konrmandos selbst, um nach der ihnen von der Manöverleitung gegebenen allgemeinen Lage die aus meh­reren Armeekorps und Hcereskavallerie bestehenden Armeen zur Schlacht zu führen.

Beide Armeen werden durch die Ansgangslage weit auseinander gehalten werden, Ihre Führer haben volle Entschlußfrciheit, Das Manöver wird mit einer Auf- klärungs-Uebung und kriegsmäßigen An­märschen beginnen.

Nichts anderes als die Ergebnisse der Aufklärung und der eigene Wille soll die Entsckstüsse der Führer bestiimnen. Deshalb müssen auch in diesem Jahre besonders die an- jänglich« Bereitstellung der Parteien, ihre Unterbringung und Zusannnensetzung streng geheim gehalten tverden. Das Quartier des Kaisers ist bisher noch nicht be­stimmt, Auch istoch nicht zu übersehen, wo die Manövcr- leitnng Unterkunst nehmen wird. Die betreffenden Orte können also erst später bekannt gegeben werden. Es wäre aber auch dann nolch falsch, aus der Lage dieser Quartiere Rückschlüsse auf den Verlauf des Manövers ziehen zu wol­len, auch ans einer entfernteren Gegend ist der Kaiser in der Lage, im Kraftwagen oder gar mit der Eisenbahn recht­zeitig an jedem einzelnen Tage das Manövergeläude zu er­reichen, Auch ein Uebernachten im Eiscubahuzugc an ir­gend einer Stelle des sehr ausgedehnten Manövergelündes ist nicht ausgeschlossen.

Der Beginn des Manövers ist auf de» 14, September festgesetzt, vom Verlaufe wird es gehangen, wann der Kai­ser den Schluß des Manövers anordnen ivird. Vorläufig ist als letzter Manövcrtag der 18, September vorgesehen.

Universitäts-Nackirichten.

[) Marburg, 5. Mai. Mit dem heutigen Tage haben die Immatrikulationen an der Universität zum Sommersemester ihr Ende erreicht. Tie Gesamtzahl der Studierenden, ohne die zum Hören der Vorlesungen Zugelassenen, beträgt 2460, einsckließ- lick 212 Frauen. ES studieren 298 Männer und 1 Frau Theologie, 347 Männer Jurisprudenz. 599 Männer und 36 Frauen Medizin und 1004 Männer und 175 Frauen Philologie. Im letzten Winter­semester stellte sich die Gesamtzahl der immatrikulierten Stu­dierenden ans 2211, darunter 131 Frauen, und im vorigen Sommer auf 2409, darunter 163 Frauen.

Zum Fall Jastrow. Aus Berlin, 5. Mai, meldet ein Privattelegramm: Der Aeltestenrat der Berliner Kaufmannschaft beschloß nach mehrstündiger Verhandlung: Das Kollegium erachtet die Forderung der Dozenten auf lebenslängliche Anstellung und Borschlagsrecht als geeignete Grundlage zu einer Verständigung.^ So lange jedoch der Streik bei der Handelshochschule heßebt, ist das Aelteslenkollegimn außer Stande, zu formulierten Vorschlägen Stellung zu nehmen. Nach Beendigung des Streiks ist das Kollegium bereit, mit den Dozenten in Verbindimg zu treten, und es spricht die Hoffnung aus, daß eine Einigung zustande kommen wird, die den Interessen der Handelshochschule entspricht. Es ist selbstverständlich, daß es dem Aelteslenkolleqium serngelegen hat, Professor Jastrow zu verletzen. Wie bestimmt verlautet, wollen die Studierenden die Stellungnahme der Dozenten abwarten und nicht früher die Vorlesungen besuchen.

Marile.

Io. Franlsiirt a. M. Schwei nein arktberi ckst vom 8. Mai. Ankaetrieben Traten 1595 Schweine. Vollfleischige Schweine von 89 bis 199 ks> Lebendqewicht 46.0049.99 Mk Schlachtstewicht 81.9963.99 Mk., vollfleischiqe Schweine unter 89 L? Lebendgewicht 46.9048.09 Mk Schlachtgewicht 60.00 61.00 ' 10 f,; vollkleischiqe Schweine von 109120 Lebendgewicht 46,0049,00 Mk.,

Schlachtgewicht 60.0062 Alk.: vollsleischige Schweins von I?0

bis 150 far Lebendgemicht 46.0049.00 Mk. Schlachtgewicht 6062.00 Alk. Geschält mittelmäßig, bleibt Ueberstand,

Ic. Frankfurt a. M,, 6. Mai (Orig.-Telegr, de? »Gieß. SIiU,") Amtliche Notierungen der heutige» Frnchtmarktpreise. Weizen lhiesiqer» Mk, 20,25-21,00, Kurtiefsifcher Mk, 20,30--I,00,, Wetterauer Mk. 00 . 00 - 00 . 00 , Roggen (hiesiger) Mk, 17,0017,25, Gerste (Wetterauer) Mk. 17.5000.00, Gerste, Franken, Platzer, Ried Mk, I6ch0,l7 75, Haler Mk, 16.7518,00, Mais Mk. !4.7515.25, Weizenmehl 0 Mk. 00.0000,00, Weizenmehl I Mk. 09.00-00.00, Weizenmehl III Mk, 00,00-00 00, Roggemnehl 0 Mk. 90,00-00,00, Roggenmehl 0/1 Mk, 09.00-00.00, gloggenmehl I Mk. 00,09-00.00, Weizenkleie Mk. 0,00 -0,09, Wcizenlchnlcn Mk. 0.000.00, Roggen» kleie Mk. 00.00 - 00.00, Malzkenne Mk. 00,00-90,00, Biertreber 00.00 00.00, Futtergcrste Mk. 00.00 00.00. Alles per 100 kg ab hier.

fo. Frankfurt a, VH., 6. Mai, (Oriq.-Telegr, des .Gießener' Anzeigers",) Kartosselmarkt, Man notierte: Kartoffeln in Wag­gons Mk, 6.50-0.00, im Kleinhandel Mk. 7.500,00 sür je 100 kg.

Die Kunft, da» Leben zn verlängern,

Ein erfahrener Arzstschreibt: Willst Du Dein Leben verlängern, so schütze Deinen Körper vor Erkrankungen und deren' Folgen, Was nützt aber der wohlmeinendste Rat. wenn die Mensch, heit ihn nicht befolgt und täglich durch unregelmäßiges Leben, hastiges Essen, Ucberladcn des Magens mit Nahrung und Ge­tränk di« Gesundheit scküldrgt und ohne Angst vor den Folgen, die lick, da früher oder später prompt einstellen, ihr Leben verkürzt, Magcnbesckiwerden, Appetitlosigkeit, Tarmerkranknngen, Vcr» üopsung, Leber- und Nierenleiden, besonders aber veraltete Magen- leiden sind dann die Folgen und der Mensch müßte verzweifeln, wenn es glücklicherweise nicht ein Präparat geben würde, welches sich bei allen diesen Erkrankungen als ein vorzügliches, sicher und rasch wirkcildes Mittel erwiesen hätte und heute von tausen­den Menschen als Retter in der Not gepriesen wird. Es ist dies das Sauerstosspräparat Stomorvgen, welchem wir diese Wohltat zn verdanken haben. Und willst^ daher auch Du Tein Leben verlängern, so besorge Dir eine SchackNel davon in der nächsten Apotheke lind über.zengc Dich selbst von seiner Vorzüglichkeit, wenn Du über eines der obigen Leiden zu klagen hast und die Funktionen Deines Körpers regeln willst, (Ausschneiden und Auf­heben !) 5697hv.

-6--- Saxlehner's Bitterquelle

HUNYADIJAN03

--- <JL&)ZC . ««gen Verstopfung, gestörte Verdauung, Fettleibig

keit, Blutandrang, etc. gewöhn/. Dosis: l Wasserglas oo//.