entfprcd&eitb erwies', weshalb! wir aus die Gründe, aus denen für diese Aufgabe inaktive Offiziere nicht in dem gftum'n Matze geeignet erscheinen, nicht näher eingehrn mochten. Der Reichsverband der deutschen Presse bittet daher den hohen Reichstag, zu dessen Wohlivollen und «erstiuidntS für die Bedürfnisse der Presse er Volkes Vertrauen hat, die Forderungen für die Nachrichtenstelle im ikrtegsministeriuni unverändert zu bewilligen.
Der kaiserlicheStatthalterDr. v. Dallwitz wird sich am kommenden Freitag nachmittags gelegentlich des Besuches des Kaiscrs aus der Ho h kö nigs- b u rg beim Kaiser melden. Am Montag abend ist in Straßburg die Schvester des Statthalters, Frau Gräfin von Rödern, die seinem Hauslvesen vorstcht, eingctroffen.
Tlurlanv.
Ein französischer Flieger, der auf deutsches Gebiet sich begab. Wie aus Nancy gemeldet wird, ist der französisch Militärflieger, der am Montag bei st. Marie aur-Cbßues aus deutschem Gebiete landete und dann ivieder nach Frankreich zurückslog, ein Hauptmann Zar apo f f. lieber sein Verhaften nach der Landung lauten die Meldungen ziemlich widersprechend. Nach dem einen Bericht soll Zaraposf, welcher einen Sappeur alS Fluggcnossen bei sich an Bord seines Blörioteindeckers hatte, eine Biertelstuiche vergeblich auf die Ankunft der deutschen Behörden gewartet und sodann, da es von neuem zu regnen begann, zurückgeflogen sein. Nach eincni anderen Berichte scieii deutsche Zollwächter und Gendarmen herbei- geeilt, doch habe Zaraposf, als er sic erblickte, seinen Motor in Gang gebracht, sei davongeslogen und in Bricy gelandet. — Das französische .ürieqsministerium hat von dem Kom- inandeur des 6. Armeekorps, General Sarrail, einen genauen Bericht verlangt. Dem „Pcttt Pariften" zufolge tverde .Hauptmann Zaraposf bestraft werden, weil er vor der Ankunft der deutschen Behörden davongeslogen sei und zwar voraussichtlich strenger, als der kürzlich wegen des gleichen Verhaltens mit 15 Jagen Stubenarrest bestrafte Hanptmaun Fort,
Ter französische Kriegsmini st er Noulens hat in einem Erlaß an die Korpskommandanlcn angeordnet, die militärärztlickzen Ausschüsse möchten sich bei der Prüfung der jungen Soldaten vor Augen halten, daß nur gesunde und kräftige Leute eingestellt werden, da schwächliche und kränkliche Rekruten nur ein Hindernis für die Ausbildung der anderen bilden und häufig an der Verbreitung epidemischer Krankheiten die Schuld tragen.
Die jungtürkische Partei hielt, wie aus Konstantinopel berichtet wird, am Montag nachmittag unter dem Vorsitz des Ministers des Innern, welcher den Leiter der Partei, den Großwesir, vertrat, ihre Hauptversammlung ab. Diese stellte das Arbeitsprogramm für die ani 14. Mai beginnende Parlamentsscssion fest, welche bis zum 23, Juli dauern soll. Das Programm umsaßt außer dem Budget die Revision der Verfassung sowie der Gesetze betr. die Villajctsvcrwaltung, serner den Entwurf eines Straf- gesctzcs, Gesetze über den Volks sch ulunterricht, die Rekrutierung usw. Es werden Bestimmungen getroffen, um unnötige Debatten zu vcrineiden. Jeder Gesetzentwurf soll vorher in besonderen Partcisitzungen beraten werden.
D a s r u ni ä n i s ch e P a r l a m e n t ist, nachdem es den Antrag auf eine Revision der Verfassung in allen drei Lesungen angenommen hatte, ausgelöst worden. Die Neuwahlen beginnen am 31. Mai. Die lonstttuicrcnde Versammlung ist aus den 18. Juni einberufen.
Heer «nS Flotte.
Kiel, 5. Mai, Das Kanonenboot „Panther" ist heute nachmittag nach langjähriger Tätigkeit auf überseeischen Stationen hierher zurückgekchct. Beim Einlaufen in den Hasen wurde der „Panther" von den Besatzungen der Kriegsschiffe mit Flaggensignalen und .Hochrufen begrüßt.
Arbeiterbewegung.
Ein Kutscher-Ausstand in Hamburg,
Hamburg, 5.Mai. Da die Arbeitgeber des Spedi- tions- und Tronsvortgcwerbcs sich geweigert haben, den am 30. April abgclanscncn Tarifvertrag auf der von den Kutschern vorgeschlagencn Grundlage zu erneuern, haben diese den Ausstand beschlossen. Vorläufig streiken 800 Mann.
Ans Stadt und CanS.
Gießen, 6. Mai 1911.
T r inker-Fürsorgestell« für Stadt und Landkreis Gießen, Gieße» Asterweg 9. Sprechstunde jeden Donnerstag abend 8 bis 77, Uhr.
** Die Sattenauäga6'c für die Gewerbe- ausftellung erfolgt von heute an in den Geschäften von Richard Buchackcr, Ernst Balser, Heinr, Driesch, S, Loeb, Louis Scharmann jun. Für die Studierenden werden die Karlen durch den Hausverwalter Ritter ausgegebeu,
** Ro te- K re uz - Feier, Zur Feier des ,50jährigen 10, Mai ein Rote-Äreuz-Tag veranstaltet, Tie Vorberer- 10, Mai ein Rote Kreuz-Tag veranstaltet. Die Vorbere- ttingcn zur Ausgestaltung der Feier in unserer Stadt sind in vollem Gange, Wie wir hören, sind außer einem Fest- g o t i e s d i c n st, bei dem die RegiinentSmusik Mitwirken wird, ein Konzert in der Süd-Anlage um 11 Uhr vormittags und eine allgemeine Feier in der Turnhalle um 8 Uhr abends geplant. Diese wird durch eine An- spräche des Oberbürgermeisters cingeleitet werden: es find ferner der Vortrag von Liedern, ttirnerische Vorführungen sowie ein Radsahrerrcigen in Aussicht genommen. Die Gießener Vereine haben sich in dankenswerter Weise in den Dienst der guten Sache gestellt und ihre Mitwirkung ziigesagt. Ein von der Sanitätskolonne gestelltes lebendes Bild wird den Schluß der Darbietungen bilden. Nach Beendigung des offiziellen Teils ist ein Tanz vorgesehen. Tie Eintrittspreise sind ans 1 Mk. für die vorderen und auf 30 Pfg. für die rllchvärtigen Plätze festgesetzt, um den weitesten Kreisen der Bevölkerung die Teilnahme an der .Veranstaltung zu ermöglichen. Es einpfiehlt sich dringend, rechtzeitig für Eintrittskarten zu sorgen, da bei dem beschränkten Raum der Turnhalle und dem zu erwartenden großen Andrang der baldige Ausverkauf der Karten in Aussicht steht. Borverkaussstellen befinden sich in der Musikalienhandlung von Ehallier, in der Buchhandlung von rees und in den Zigarrengeschäften von Buchackcr und odt.
** Gin Doppeldecker überflog heute morgen um 9 Uhr Gießen in der Richtung Kasscl-Franksurt,
"Der 12. Bezirks schmicdetag der Provinz Hessen- Nassau, des Grobherzogtums Hessen und des Fürstentums Waldeck tagt am 16. und 17. Mai ia 3 b ft ein.
** Sensenmänner. Ein Leser schreibt uns folgende be- herzigenswette Worte: Regelmäßig wie der Wechsel der Jahres
zeiten stellen sich mit diesen die verschiedensten Hausierer in den Dörfern ein. Kaum weckt die sich im Frühjahr einskellendc „Leere" der Scheune im Lanbwitt die Hoffnung aut frisches Futter, dann konimen sie schon, die Sensenmänner, und bieten ihre Ware an, die aut Grund der hohen Preise den Ruf besonders guter Qualität erhalten haben. Es ist erschrecklich, welche kolossale Ausdehnung der unreelle Hausierhandel mft Sensen in den lebten Jahren angenommen hat und welche Unmenge Geldes von lvnd- srcniden Menschen sortgeschlcopt wird! Den fremden Leuien werden Preise für eine Sense gezahlt, für die man bei eintzciinl- schen, ortsangesefsenen Kausleuten zwei Exemplare von gleicher Qualität erhält, Ter Reiz des Fremden und die unreellen, lzohen Preise erwecken den Glauben an die besonders gute Qualität der „Hausicrcrfensen", Es wird darum an die gute Einsicht der Landbevölkerung appeUiert, das Geld zu sparen, Gar zu viele fremd« Menschen, denen das Uinhirwandern besser gefällt, als stete, harte Arbeit, haben es daraus abgesehen! Die angesessenen K a u f l e » t e spicken di« Gemeindekaffe mit ihren Steuern, nicht die Hausierer !
** Güterrechtsregister, Gütertrennung haben vereinbart: Emil Frischmann, Kausmann zu Gießen, und dessen Ehefrau geb. Großkops, Philipp Zecher, Hüttenbote von Lollar, und dessen Ehesrau Katharine geb, Schäler, Gerhard Rohrbach I,, Schuhmacher zu Lollar, und dessen Ehesrau Marie geb, Schmidt. Heinrich Schön II, Schlossermeister zu Gießen, und dessen Ehesrau Luise geb. Ranft, — Großh, Hosrat Joseph Alexander Koch und dessen Ehesrau Elisabeth geb, Sichardt von Sichartshoscn zu D a r m st a d t haben durch Ehcvcrtrag Er- rungenschastzgemeinschast vereinbart,
** »lei ne M it teil u ngen. Aus bisher nicht ermittelten Gründen vergistcte sich die Tochter eines Gastwirts in Lauterbach, — Am Samstag nachmittag wurden in Laudenbach a. d, B. zwei Schulmädchen im Alter von 9 uich 7 Jahren von einem Auto übersahren. Das ältere war sofort tot, während das jüngere schwer verletzt wurde, — Der erste Maisonntag brachte der Stadt Lampertheim den ersten Wstincntcntag. Gnttcmp- lcr aus Wornis, Mannh-lm,Heidelberg u.Karlsruhe, von Blaukreuz- lern ausLamxerth:im,Viernheim n.Nordlzeim hatten sich unter dem Vorsitz des Piarrers Rvos in dem Gasthause „Zuni Darmstädter bos" zusammengesunden, Sanitätsrat Dr. B r i e g l c b -Worms sprach über „Geselligkeit mit und ohne Alkohol" und Reallehrer Pohl-Worms über „Ter neuzeitliche Gedanke der Abstinenz und seine vraklischc Bedeutung für die neuzeitlichen Menschen". — Bon dem Brückenmeister und von Peter Kessel aus Nierst e i II wurde eine männffchc Leiche bei der fliegenden Brücke gelandet.
Landkreis Gießen.
y. G ro ße n-Li nd e n, 5. Mai. Am Freitag abends 8 Uhr findet im Rathause öffentliche Gcmcindcvcr- tretersitzung mit folgender Tagesordnung statt: I. Wiederherstellung des zweiten Pfarrhauses. 2. Anbau au Faselstall. 3. Grasnutzuugeu. 4. Gemeinde-Acker beim Friedhof. 5, Pflasterung im Hose der Kleinkinderschulc.
cu. Beuern, 2.Mai, In einer allgemeinen Bürgerversammlung kam die Stimmung der Bürger durch den Beschluß zuin Ausdruck, daß die bisherige Begräbnisstätte durch eine Entwässerungsanlage trocken gelegt werden soll,
kl, Lollar, 5, Mai, Auf der Bertrctcrvcrsammlung des Stcnographenbezirkes Gießen, die mit dem Wcttschreiben in Schotten verbunden war, wurde einstimmig beschlossen, den nächsten Steno- grapheniag des Bezirks (Frühjahr 1915), mit dem wieder ein Wettschreiben ftir alle Stufen verbunden wird, dem Stenographcn- vercin „Gabelsberger" Lollar zu übertragen,
^ Kreis Lauterbach.
Die Mordtat in Crainfeld.
— Crainfeld, 6. Mai.
Die Nachforschungen der Staatsanwaltschaft nach dem mutmaßlichen Mörder des Händlers Stein haben in den letzten Tagen, soweit bekannt wird, nichts wesentlich Neues ergeben. Nachdem der junge Hofmanu, wie mitgeteilt, am Samstag auf Grund der Blutflecke, die der Gerichts- chemiker Dr. Popp in den Kleidern Hosmanns feststelltc, wiederum verhaftet worden war, soft man gestern zu einer neuen Verhaftung geschritten sein. Ein Bewohner von Obermoos schielt der Tat verdächtig, da die von der Tochter gegebene Personalbeschreibung aus ihn paßt. Ter Verhaftete soll jedoch ivieder s r ei g e,l a s s e n sein, da er sein Alibi Nachweisen konnte. Eine Bestätigung dieser Nachricht konnten wir von der Staatsanwaltschaft nicht erhalten.
Inzwischen hat der Gerichtschcmikcr Dr. Popp in dem Hofmanu scheu Hause zu Salz zahlreiche andere Gegenstände bei einer gestern erfolgten zweiten Haussuchung beschlagnahmt. Das Hauptgewicht wird neuerdings aus den Eigentümer des Mordbeils gelegt.
R. Maar, 5. Mai. Die am Anfang des Jahres abge- lausenc Pachtzeft der hiesigen Fel d j a g d sollte nach einem Gcmeinderatsbeschluß für 1750 Mk. jährlich gegen den bisherigen Pachtpreis von 1550 Mk. an den früheren Jagdpächter, Baron Albrecht Riedesel Freiherr zu Eisenbach in Sickendorf, freihändig vergeben werden. Das Großh. Ministerium erteilte für diesen Preis jedoch nicht die Gene h m i gnng, da von der Großh. Lbersörsterci Laulerbach die Jagd auf 2000 Mark geschätzt wurde. Nachdem nun von dem Pächter noch 50 Mk. uachgeboten wurden und zu befürchten stand, daß bei einer öffentlichen Verpachtung der gebotene Preis überhaupt nicht erzielt werden würde, ist nunmehr die Genehmigung für 1800 Mk. erfolgt. Kreis Schotten.
^Schotten, 5. Mai. Am verslossencu Sonntage fand in der „Tchützenhalle" die 9. Hauptversammlung der hiesigen Svar- nnd»Darlchns lasse e. G. IN. u. H. statt. Das Aüssicytsrats- müglied, Lehrer Karl L i n ck - Rudingshain, begrüßte die zahlreich erschienenen Genossen. Die bisherigen Mitglieder des Vorstandes und Ansjichtsratcs wurden wiedergepählt. Die Kasse wurde in eine solche mit beschränkter Hastpslicht umgeändert, die Haftsumme aus 2500 Mark festgesetzt. Die Veröstentlichungen gcichehen nicht mehr in der „Genosst-nschaftszcitung" zu Tarmstadt, sondern lin „tzessenlande". Der Reingewinn im abgelausencn Geschäftsjahre betrug 6000 Mark. An dem Verlustkonto, das bei der Genossenschaftsbank in Darmstadt 25 0110 Mark betrug, konnten wieder 2000 Mark abgeschrieben werden, so daß die Derlustsummc nur noch 18 00(1 Mark beträgt. Dem Reservefonds wurden 800, der Betrlcbsrücklage 300 Mark zugcschricbcn. Die Geschäftsanteile wurden mit 5 Prozent verzinst. Die Zahl der Mitglieder betragt 410.
b. Eichclsdors, 5. Mai. Tie Spar- und Dar- lehnskajsc ist in Liquidation begriffen. Tic Passiven betragen 128 363 Mk., die Aktiven rund 10 800 Mark.
— Völzberg bei HartmannShain, 4. Mai. Balthaser Jinhos, der in den Hirzenhaincr Eisenwerken beschästigt ist, erlitt heute an seiner Arbeitsstätte einen Unfall. Er war an der Eisenbatmdrehscheibe dcS Betriebes beschästigt und blieb mit dem Fuße in einer Vertiefung hängen, stürzte und brach dabei den Fuß g e l e n t-Kn öchcl. I. wurde von einem Arbeitskollegen mit der Bahn nach Hause gebracht.
Kreis Friedberg.
--Bad-Nauheim, 6. Mai. Seit Ende Ülprll weilt der als Komponist wie als Dirigent gleich berühmte Felix o. Sein« gartnerinDarmstadt.um dort am Hostheater die vorbereitenden Proben zu seiner am 17. Mai zur Uraufführung gelangenden. Oper „Ka-in und Abel" zu leiten. Diesem Umstande ist es zu
danken, wenn Weingartner sich zü einem Wohltätigkeltsronzerte der Bad-Nauheimer Kurkapellc und des Darmstädtcr Hosorchestcrs am 12. Mai rmeigennützig zur Verfügung stellt.
Starkeuburg und Rheinhcssen.
Das Nieder-Saultieimer Eisenbahnunglück.
Wie die Eisen bahndirektion Mainz der „Frkf. Ztg." mitteilt, lag die U r s a ch e des Unsafts in dem U ebersah re n des „.Halste zeigenden Einfahrisignals durch den Pcrsonenzug tzkr. 437. Tie annähernde Fahrtstel- luug dieses Einsahrtsignals nach dem Unsalle >var auf den Umstand zurückz^isühren, daß ein entgleister Wagen auf die Signalleitung fiel und dadurch den Signalarm etwas hob. Ter Pecsonenzug stieß, nachdem er das Einsahrtsignal um 200 Meter überfahren hatte, auf eine Rangierabteiluug des Güterzuges 8100, die im Begriff war, in dem von diesem benutzten Einfahrgleis aus den übrigen Zugteil zurückzusetzen. Die Abteilung hatte dabei die gleiche Fahrrichtung wie der widerrechtlich einfahrende Zug 437. Eine Kreuzungs- Verlegung der beiden Züge hat ivedcr aus Anlaß des Fa.hr- planwechsels zum 1. d. M. noch überhaupt stattgefundcu. Eine solche kann daher auch nicht Anlaß zu dem Unfall gewesen sein.
Das Befinden der im Mainzer Krankenhaus unter- gebrachten Verletzten hat sich, wie wir erfahren, bedeutend gebessert. Auch der im Alzeyer Krankenhaus liegende Heizer Magsamcn befindet sich außer Lebensgesahr. Ter Kausmänn Krämer wurde aus dem Alzeyer Krankenhaus, auf Veranlassung seiner Angehörigen, in seine Privat- mohnung übergeführt. Sein Befinden ist immer noch uw- verändert.
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rm. Da r mft ab 1, 6. Mai. Die 15. Berlrcterversammlung der Sterbekasse für Mitglieder des Hessischen Landesgewerbe- Vereins und des Verbandes Deutscher Gewcrbevcr- eine tagte am Sonntag unter dem Vorsitz des Bauunternehmers Stadtverordneten S a m c s - Darmstadt und wohnten als Vertreter der Hessischen Handwerkskammer Gewerbcrat F a l ck - Mainz, sowie Vertreter ans Württemberg den Verhandlungen bei. Tic Jahresrechnung, welche der neue Gcjchästssührcr, Direktor P ä ch ausgestellt hat, weist einen Reingennnn von 4151 Mk. aus. Im letzten Viencljahr sind 45 Mitglieder mit einem Versicherungs- kapital von 33 M0 Mk. neu bcigctrctcn. Ter Rechner wird entlastet. Der Uebcrschuß wird zur Verteilung von einem Monatsbeitrag und zur Gründung einer Esfektenreserve von 100 Mk. Verwender Tie nächstjährige Versammlung soll in Gießen stattsinden.
— B e nsheim, 5. Mal. Ein gefährlicher, 16 Jahre alter Geisteskranker in Bensheim a. B. hat den Tod eines 7 Jahre alten Knaben verursacht. Er nahm dieser Tage den Knaben mit aufs Feld, zog ihn dort aus und brachte ihm mit einem' alten Messer am Körper verschiedene Risse bei, die sich entzündeten, so daß der iftinge jetzt
estorbcn ist. Tic Obduktion der Leiche ergab das Vor- aiidcnscin eines Giftes in der Leiche. Ter Geisteskranke wurde in eine Anstalt gebracht.
d. Mainz, 5. Mai. Ter Bezirks verein Mittelrheinischer Mincralwassersahrikantcn hielt seine Frühjahrsversammlung im evangelischen Vereinshaus in Mainz unter dem Vorsitze von F o u gu e t - Kreuznach ab. Der Vorsitzende begrüßte besonders den anwesenden Vorsitzenden des Verbandes deutscher Mlneralwassersabrikanten Herrn Tr. Lobm'an-Berlin-Friedenau. Zum ersten Schttftsührcr nmrde K o e ck r i tz-Mamz- Mombach gewählt. Koeckritz sprach über die Einführung des Flaschenpfandes in Mainz und Umgegend, das unbedingt zur Notwendigkeit geworden. Die Sache müsse durchgeführt werden. Herr Steinhäuser -Frankfurt bemcrtte, daß dott noch viele Schwierigkeiten zu überwinden seien, um daS Flaschenpfand obligatorisch zu machen. Dr. Lohmann sprach sich über die Flaichenpsandfrage eingehend aus. Er kriiisicrtc den verderblichen Flaschenmißbrauch, der nicht allein vom Publikum durch Füllen der Flaschen Mit allen möglichen Flüssigkeiten, sondern auch von vielen Mlneralwassersabrikanten dadurch betrieben werde, daß sie die Eigentumsslaschen ihrer Konkurrenten füllen und in den Handel bringen. Dadurch entständen dem rcclen Fabrikanten ungeheure Verluste. Der Redner schlug verschiedene Mittel vor, um dem Unfug zu steuern. Die Ortsg ruppc Mainz bcanttagtc die von allen deutschen Polizeivcrwaltungcn erlassenen Verordnungen egen den MitzbrauchvonMineralwass er-undBier- laschcn in Plakatform in allen in Frage kommenden Wirtschaften, Spezcrciläden usw. zum Aushang zu bringen, um das Füllen der Flafchn mit Oelen, Benzin und sonstigen schädftchen Flüssigkeiten zu verhindern. Der Antrag wurde dem Borstande jut Bearbeitung überwiesen. Auch wurde auf Antrag der Mainzer Ortsgruppe der unlautere Wettbewerb der Chabeso-Geselkschaft und -Fabrik besprochen. Tic Ehabcsogetränke seien nichts aichcrcs als Brauselimonaden, die statt Weinstein- oder Zitronensäure Milch- sänrc enthielten und nichts gegen die anderen Brauselimonaden voraus hätten. Mit der angepriescnen Löbensvcrlängerung werde nur Unfug getrieben. 15 Fabrikanten wurden in den Bczirksvcrein neu ausgenommen.
= Mainz, 5. Mai. Aus der Handwerkerstube eines Mainzer Pionierbataillons wurde ein Soldat dadurch schwer verletzt, daß er leichtsinnig mit der Nähnadel an einer Sprengkapsel herumstocherte. Die Kapsel explodierte und riß dem Unvorsichtigen mehrere Finger ab. Die Verletzungen sind io schwerer Art, daß der Mann aus dem Dienst entlassen werden muß.
Hessen-Nassau.
-f HerSfeld a. d. Fulda, 5. Mai. In dem benachbarten Dorsc Heringen a. d. Werra stürzte gestern ein vierjähriger Junge in der elterlichen Scheune ab und brach die Wirbelsäule. Der Tod trat sofort ein.
= Cronberg, 5. Mai. Das Prinzenpaar Friedrich Karl von Hessen ist heute nachmittag aus Schloß Friedrichshof zum Sommcraufenthalt eingetroffen.
— Bad Soden a. Taunus, 5. Mai. Heute nachmittag 51/2 Uhr traf die Prinzessin von Anhalt mit Gefolge • ioic im Vorjahre in Bad Soden zu einem längeren Kuraufenthalt ein und nahm im Grand Hotel .Europäischer Hos" Wohnung.
F. C. Soden a. Taunus, 5. Mai. Beim 53. Verbandstag der Erwerbs und Wirlschastsgenossenschastcn am Mittclrbcin bemerkte der Vorsitzende, Justizrat Tr. A l b e r t i - Wiesbaden, daß das GenbssenschastSwesen im abgelausencn Jahre herbe Schläge erlitten habe. Tis V 0 r s ch u ß k a s s e Sindlingen, die infolge der nachlässigen Kontrolle ihres AussichtSrats und Vorstandes in Unordnung geraten sei, habe 1913 50000 Mk. abqeschriebcn, von d:nen der Änsiichtsrat «.Vorstand 25 0:10 M. gedeckt habe: in diesem Jahre hätten die Mschreibungen 25 000 Mk. betragen, von welchem Betrage Aussichtsrat und Vorstand 19 000 Mk. decken mußten, so daß zurzeit von den Mitgliedern nur 6000 Mk. aus dem Geschästsguthaben aufzubringen seien. Innerhalb 14 Tagen fände eine Hauptversammlung statt, in der die Genossenschaft li- guidrere. .
(hl B a d D 0 m b u r g v. d. H., 5. Mai. Die Stadtverord- nctensitzung bewilligte als Nachkrcdit für die Kur und Dadeverwaltung etwa 30 verschiedene Posten ln Höhe von 15 929 Mark. Ebenso genehmigte man einen Nachkredit von 3840 Mark für die Bauverwaltung aus Forderungen, die bis zum Jahre 1910 zurückreichen.
-ft Rotenburg a. d. Fulda, 5. Mai. beute vormittag kehtte Prinz Christian von Hessen-Philippsthal- Bar ch s e > d , der längere Zeit in Kairo schwer krank an Unterlcibstvphns darnicderlag, vollständig genesen in das hiesige landgräsliche Schloß zurück. In seiner Begleitung dcsanü


