Wtihrtwng rmrv Ortsgruppe fam, der sich die .Anwesenden sosvrt laü ausnahmslos anschlossen.
Do m H i l ssb u n d g egen die F rem de n l egi o n. Die
lojurfbem. ?rbfi. 39 eit bei und 2r. Weil! liaben im Reichstag folgende Ansrnge eingebracht: Ist dem deren Ikeichskanßlcr lKkannl, van bei einer in Berlin veranstalteten theatralischen 3luiiührung
HilsSbimdes gegen die Fremdenlegion, die in Frankreich graste Mißstimmung erregt lmt, aktive ?lnqchörige des deutschen Heeres IN Uniform mitwirkten? Was gedenkt er zu tun, um solchen Vorkommnissen in Zukunft vurzubeugen?
Die Prügelstrafe in den Kolonien. Tie 'Abgeordneten Dr, Müller-Meiningen und Lieschinq fragen im Reichstage an, ob eS richkig sei, daß zur Der Hütung von Ehenvoit chri st lichen Negermädchen mitnicht- ch r i st l i ch e n Männern auf gewissen lNiisionsstationen in Deutsch-Ostafrika die Verhängung der Prügelstrafe gegen heirats- lähigc Mädchen angewendet wirb. _
Aurlanv.
Dondergriechisch-bulgaris che n Grenze wird aus Sofia gemeldet: Tie Griechen stellen zwischen ihren Grenzposten telephonifche Pterbiudungen her, bauen Straßen und legen Listen über den Viehstand an. Sie heben in jedem Dorfe sechs Antartes aus, die gegen IOO Franks monatlichen Sold den Auftrag haben, die Bulgaren z» überwachen und zu zwingen, griechischzufprechen.
In der bulgarischen Sobranje begann am gestrigen Montag die Verhandlung über einen von Abgeordneten der Mehrheit eingebrachten Antrag, über die A m t s s ü h r u n g d e r Ü a b i - nett e Geschow mtb Danew eine parlamentarische Untersuchung einzuleiten. Ter Antrag verlangt insbesondere eine Untersuchung für die Zckit von der Vorbereitung bis zur Beendigung des Krieges,
Neue Wirt schaftsge setze in den Vereinigten Staaten, Nach einer Unterredung mit dem Präsidenten Wil» s o n teilte Underwovd.der Führer der Mehrheit des Repräsentantenhauses, mit, dast eine Verständigung über die Einbringung eines umfassenden Antitrustgesetzes und die Bildung eines zwisehenstaatlicken Jndustrieausschusses erzielt worden sei. Ferner werde ein Gesetz zur Erhöhung der Ausgabe van 'Aktien und anderen Wertpapieren und wenn möglich, auch eine Vorlage betr, die Gewährung landwirtschaftlicher Kredite eingebracht werden. Under- wood gab der Hoffnung Ausdruck, dast das Repräsentantenhaus sich spätestens am l, Juli vertagen werde.
Deutsche Kolonien.
Eine amtliche Denkschrift über Beschwerden der DualaEingeborenen.
Wie die „Nordd. Mg. Ztg," mitteilt, wird die Tcnk- schrift über die Enteignung und die Verlegung der Eingeborenen von Tuala, welche im Reichskolonialamt ans Wunsch des Reichstages ansgearbeitet worden ist, am Dienstag zur Verteilung gelangen. Stach einer historischen Einleitung werden die in der Bittschrift der Tnala- Eingeborenen an den Reichstag enthaltenen zwei- nndzwanzig Beschwerden der Reihe nach erörtert und widerlegt. So heißt es in der Denkschrift u. a.:
Die Eingeborenen behaupten, sie Ivürden l 1 /. Stunde weit in das Binnenland abgesibobeu. Tie Denkschrift erwidert darauf, das i st b e w u st t u n w a h r. Tie freie Zone, welche die neuen von den alten Wohiwlätzen trennt, ist einen Kilometer breit, Tie Eingeborenen behauvten ferner, die Neuansiedelungen tagen in dem Ueberschweinmungsgebiete und seien ungesund. Dem Staatssekretär des Reichskolonialamts seien die ungesunden Teile nicht gezeigt worden, Tie Denkschrist erwidert: Das i st b e w n st t unwahr. Die beigesügten Abbildungen der bisher fertig gestellten Reusiede- lungen beweisen schlagend das Gegenteil, Tie neuen Wohnsitze sind mindestens ebenso gesund wie die alten. Ter Staatssekretär bat die ganzen in Frage kommenden Neusiedelungen besichtigt. Tie Eingeborenen behaupten weiter, dast der Farmban und die Fischerei erschwert würden, Tie Denkschriit erwidert darauf: Das ist bewußt unwahr. Die Kahnaulegeplätze bleiben den Eingeborenen teils erhalten, teils werden ihnen vor ihren Türen neue geschaffen werden, Tie Eingeborenen behaupten, dast die Entschädigung, welche die Regierung zahle, unzureichend sei, wenige Pfennige würden für einen Quadratmeter gezahlt, während früher weiße Firmen zwei bis fünf Mark bezahlt hätten. Tie Denkschrift erwidert: Des ist unzutresfend. Bisher wurde bis 2,10 Mark für den Quadratmeter festgesetzt. Der Turchschnftiö- preis beträgt für Bouanzo 1,11 Mark, und für Bonapriso 47 Pig,, .und für Bvnaduma 45 Pfg., die Eingeborenen weigerten sich, den Preis zu nennen. Nur in einem Falle verlangten sie das Hundertfache des angemessenen Wertes. Die früher gezahlten Preise waren ganz verschieden, von 0,1 Pfg. bis 4 Mark. Die von den Eingeborenen angegebenen Höchstpreise können nicht als Unterlage dienen, weil sie unter dem Drucke des tatsächlichen Gruudstücks- monovols gefordert wurden, das die Eingeborenen hatten.
Am 5. Januar 1013 gab in Dual» Mongn eutgeaen der seit vielen Jahren bestehenden Vorschrift, dast Eingaben Eingeborener an höhere Instanzen dem 'Bezirksamt vorzulegen sind, rin Tele- gramm an den Reichstag auf, ohne es dem Bezirksamt vorzuleaen. Das Telegramm wurde .durch eine Verfügung des Bezirksamts beschlagnahmt, ausgeliefert und am 20. Januar zurück gegeben und an den Reichstag ahgesandt. Hieraus wird seitens der Eingeborenen der Borwurs des Eingriifs in das verfassungsrechtlich gewährleistete Pelitionsrecht des Reichstags abgeleitet. Ferner wird der dringende Verlacht des Verstoßes gegen das Po st ge heim nis erboben, der durch ein ungesetzliches Tcheinversabren gedeckt werden sollte. Ferner wird augedeutet, dast ein bedenklicher .Kausalzusammenhang bestehen müsse zwischen dem am 15. Januar nachmittags verkündeten Entscheidimgsbeschlust und dem am Vor- Mittag desselben Tages aufgeqebencn Telegramm, das den Reichstag von der Vornahme der Enteignnnqsverhandlungen und dem Borllegen des Enteignungsbeickiluiies in KcnnlniS setzen sollte. Durch die Zurückhaltung !«s Telegramms sei ein beträchtlicher Schaden entstanden Tie Denkschrist erwidert daraus: Die Beschlagnahme erfolgt« bereits am 14, Januar, kann also nicht durch das am 15, Januar ausgegebene Telegramm veranlaßt sein. Zur Verkündung des Enteignungsbcschlusses hatte der Be- ztrksamtmann bereits einige Tage vor dem 15, Januar die Ein- geborenen geladen, Ter Enteigiiungsbesckiluß kann also nicht durch die Ablenkung des Telegramms am 15, Januar erst hervorgerusen worden sein. Für den Verdacht der Verletzung des Postgeheim nisscs fehlt jebcr Anhalt. Ter Postbeamte bandelte vollkommen einwandirei Ter grschästssührendc Bezirksamt mann machte einen Fehler, daß er das Telegramm mit dem Bericht dem Gouvernement einiondte, Er hätte es nach Kenntnisnahme Ivieder sreigeoen sollen. Dieser Fehler wurde vom Gouvernement sofort gerügt und die als baldige Freigabe des Telegramms angeordnet, die dann auch im- verzüglicki erfolgte. Tie Behauptung, daß ein Scheinversahren ein geleitet worden sei, ist durch nichts begründet.
Hierzu bemerkt die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung"- Tie Gegenüberstellung in der Tenkichrist ergibt, dast von den sämtlichen, gegen die Regierung erhobenen schweren 'Anklagen nichts übrig bleibt als rin unerdeblick>rs Periellen der vrtlüben Ber waltungsbrbörbe durch nicht sosortige Freigabe des beschlagnahmten Telegramms, das obendrein »on der nächst vorgesedteii Behörde sofort gerügt und wieder gutgemacht wurde. Wenn die Eingeborenen in dieser groben Weise den Reichstag belü gen, so erklärt sich dies aus den Eharakteranlagen der schwarzen Rasse und darf nicht schwer aufgesastt werbe». Tie Ein geborenen beabsichtigen damit, den wahren Grund der Abneigung gegen die Enteignung zu verdecken. Sie wollten nämlich mit den Grundstücken weiter spekulieren wie bisher. Die 'Agitation ist bereits auf weitere 'Bezirke übergegrissen. Politische Versamm- limgen werden nachts heimlich und gegen dos ausdrückliche Verbot des Bezirksamtmanns, von dessen Abberufung und Bestra- sung bereits gesprochen wird, abgehalten. Tie Autorität der Re- gicriuiq und der weißen Rasse, auf welche sich die Beherrschuna der an Zahl tausendfach überlegenen Schwarzen durch wenige Eurv-
I päer aufbaut, hat bereits «rhckbltch gelitten. Wird.die Enteignung entsprechend den ausgestellten Plänen durchgeführl, io wird eine Gesundung der politischen und wirtschastlichen Verhältnisse jn Dnala cintrrten.
Ans Stadt und Land.
Gießen, 5. Mai 1914,
•»Set Großherzog hat dem Geheimen Medizinal- rat Professor Dr. Grödel zu Bad-Nauheim die Erlaubnis zur Armahme rmd zum Tragen des ihm von dem König der Bulgaren verliehenen Ster-- der Großoffiziere des Königlich Bulgarischen Zivilverdlenstordens erteilt.
**.O f fe n e Leh rer st eile n. Erledigt sind: Die Stelle eines Rcallehrers on der Ludwigs-Lberrcalschule zu Därmst ad t. Meldungen find spätestens am ll. Mai bei der Ministcrialabttilung für Schs-rangAegeiihefteii cinzurcichen, Bewerber mit der Besähigpug für den Turnunterricht (auch in den oberen Klassen) werden bevorzugt. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Leyrerstelle zu WolfS- kehlen, Kreis Groß-Gerau.
** Aus deni Schuldienste. Dem Schulamtsaspiranten Ludwig Stefsaii aus Hof Hohenstein bei Bcns- hcim wurde eine Lchrerstelle an der Volksschule zu Maar, Kreis Lauterbach, übertragen. — Jn den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der Volksschule zu Betzenrod, Kreis Schotten, Jakob Christ vom 15. Mai 1014 an.
"Veränderungen im 18. A rm e e k o rp s. v. Ga b cin, Oberst und Kam. d. I. Nassau. Jns.-NcgtS. Nr. 87, nnler Beförderung zum Gen.-Maj. zuin .Koni. d. 12. Jnf.-Brig., Kierstein, Oberst beim Stabe des 5. Wests. Jnf.-Regts. Nr. 53, zum Kom. d. 1. Nassau. Jnf.-Regts. Nr. 87 — ernannt.
** Eine neue Sicherheitskuppclung für Eisenbahnwagen hat der Lehrer i. P. G u n s ch m a n n in Tarmstadt, der sich schon sehr lange mit diesem Problem beschäftigt, konstruiert und sie zunächst als Olebrauchs- mnsterschug eintragen lassen. Diese Sicherheitskuppelung arbeitet selbsttätig und macht bei dem Rangieren und Anhängen von Eisenbahnwagen die bisher nicht ungefährliche Arbeit des Rangierpersonals, die schon manches Opfer lostete, überflüssig. Wie wir erfahren, sollen durch die Eisen- bahnbchörden Versuche mit der neuen Erfindung gemacht werden.
"Schweres B e r g u n gl ü ck. Jn der Eisensteingrubc „Riesenburg" bei Weil Münster ivurde durch das vorzeitige Losgehen eines Sprengschnsses der Bergarbeiter Lommcl aus Laubuseschbach sofort getötet; der Bergmann Kramer aus demselben Orte, erlitt so sch Io«re Verletzungen, daß er in h o s fu n gsl o s e m Zustande der Gießener Klinik zugeführt werden mußte.
" Z ir k u s B l u m e n f e l d hat gestern. Montan, abend seine Abschiedsvorstellung geneben. Nach Schluß der Vorstellunn machten sich viele Hände eitrig ans Werk, das große Zelt und die Stallungen abzureißen und die vielen großen und kleinen Reguisiten kunstgerecht in den bereit stebenden Wagen zu verstauen. Nach Ift-stün- diger Arbeit konnte der letzte Wagen nach der Bahn befördert werden, Der Zirkus gibt von heute an Vorstellungen in Homburg, Während der gestrigen Aufführung ereignete sich ein amüsanter Zwischenfall, Bei der hohen Schule trat nämlich Kurzschluß ein und Mäirnlein und Wechlein befanden sich augenblicklich im Dunkeln, Einige überängstliche Damen wurden schnell beruhigt, das übrige tal der August, als er mit einer Petroleumlampe erschien und im Augenblick die sröhliche Stimninng wiederherstellte, Tie Fortsetzung des Programms fand eine halbe Stunde lang bei traulichem Petroleumscheine statt,
** Verband Gabelsbcrgerscher Stenographen. Am Sonntag hielt der Bezirk Gießen im Hessisch Nassau- ischen Verband Gabelsbergerscher Stenographen in Schotten seine diesjährige F r ü h j a h r s t a g n n g ab. mit der eine Vertreter-Versammlung und ein Wettschreiben in Adder Vorsitzende des Gießener Vereins von 1861, Sekretär Loh, einen Vortrag über „Die Stenographie im Berufsleben" hielt. Trotzdem die Lage des Tagungsortes für die meisten Bezirksvercine recht ungünstig war, hatten sich 167 Wettschreiber eingesunden. Auch die Vertreterversammlung und die öfsentliche Versammlung am Nachmittag erfreuten sich eines sehr guten Besuches, Von der Stadt Schotten und einer Anzahl Freunde der Gabelsbergerschen Sache waren insgesamt 21 Ehrenpreise gestiftet worden. Das Ergebnis des Weltschreibens konnte noch am Nachmittag bekannt gegeben werden und bedeuter für die Gießener Vereine wieder einen guten Erfolg, der zeigt, dast in allen Vereinen sleistig gearbeitet wird, EIS erhielten Preise: (V, 61 — Verein von 1861, Ges, — Gesellschaft, D, V, = Tainenverein, R, G, = Schülerverein am Realgnmnasium, O, R, desgleichen an der Oberrealschule, Ak, V. — Akademische Vereinigung) einen Ehrenpreis sür die beste Aufnahme eines Teils des Festvortrags Tr, Hans Roloff (B. 61). 220 Silben: 2. Pr, Wich. Weller (O. R,), Willn Tachert kB, 6t). 200 Silben: 2. Pr. Martin Jung (Ges.), 3. Pr. H.änr. Schmidt (Ges.ü 180 Silben:
2. und Ehrenpreis Herm. Buis (©. 61 und Ak B.). 160 Silben: 1. lind Ebrenpr. Will,. Strauch 08. 61), 2. Pr, Lina Brasch lGes,),
3. Pr, Alwin Wolfs (B, 611. 140 Silben: 1. und Ebrenpr, Ottilie Schmidt (D, B,), 2, Pr, Else Frees <D, B,l, 120 Silben: l, und Ehrenpreis Fritz Tchomber I'B. 61) und tzch, Engelbach (B. 61),
1. Pr, Jakob Schmidt, bch, Müller, Wilh, Deibel 08. 61), Ludw, Schmidt (O, R,), Otto Kling (R, G,>, IOO Silben: 1. Pr, Louis Wagner, Carl Hammel, Carl Röder (B. 61), Martin Korndörser (V, 61), Wilh, Schmidt, Wilh, Marker, Anna Kranskops (Ges,),
2, Pr, Fritz Weist, Phil, Jung (Ges,). 3, Pr. Will,, Blank (V, 61), Else Schmidt (T. V ). 80 silben: l. und Ehrenvr. Anna Melior und Martha Sigle (D. B.>, I. Pr. beinr. Männche (B. 61), Friedr, Röder und Alb, Ranft (Ges,). 60Silben: 1, Pr, Paula Bonarius (D, B,), Wilh. Reinhardt und Ernst Becher (V, 61). 2, Pr, Ernst Mutl, (V, 61), Georg Werner (Ges,), Wilh, Becker (O, R,), Schön- nnd Richtigschreiben: 1, Pr, Wilhelm Weller (O, R,), Bemerkenswert ist auch), dast in der Abteilung 60 Silben 5 Volksschüler und Schülerinnen aus Bad-Nauheim, Ivo die Gabelsbergersehe Stenographie als wahlfreier Unterrichtsgegenstand in die Volksschule ein- getübrt ist, und cine^Volksschülerin ans Friedberg nach eben beendetem 'Anfängerkursus mit^ Preisen bedacht werden konnten. Es wäre im Interesse der Gießener Volksschüler sehr zu wünschen, wenn es den hiesigen Vereinen gelänge, diese Einrichtung auch für die hiesigen Volksschulen zu erreichen.
** D i e Fr ostn ächte. Das alte Dichterwort: „Der Mai l,t gekommen, die Bäume schlagen ans", hat sich in diesem Jahre Eider schon IIN Avril erfüllt, und wir hatten vor 8 Tagen an dieser Stelle die Hoffnung ausgesprochen, die nächste Zeit möcküe
ix!, ” cn gefürchteten Fro st nächten bewahren, damit nickst alle schönen doisnungen aus eine gute Obsternte wieder ein- mal mit einem Schlage vernichtet würden. Leider ist unsere Be- ttirchtuna allzu schnell zur traurigen Wahrheit geword>m Nach dem wohliangen Regen vom letzten Freitag trat in den Nacht ein ,hrost bis zu — 2 Grad ein, der einen imberechenbaren Sckia- den l-ervorgebracht hat, Jn den Wäldenr der Umgebimg Gießens sind dre iung-snschen Blätter der Siuchen und Eichen in den .>fi,st>eninaen und an den Waldränden total eriroren Elnen trau rigen, beiarnmernsn-erten ?lnblick bieten die 3lpielbäume, die qe- rade ,n voller Blüte standen. Am f.an taqe war das
Wntwadretljcnia aller Spaziergänger nur der Frostschaden, Am ersten Morgen nach einem solchen Frost kann man oft den Schaden noch mcht so genau beuertcilen. Von-: Samstag zum Sonntag war der Frost nicht so bedeutend, aber man konnte die Wir. mnzen tim so genauer beobachten. Dem Steinobst und den Birnen, die schon verblüht hatten, hat die KAte wenig geschadet, -5* . < S? T * ,t . utt 4 auf eine reich gesegnete Avfelernte ist vernichtet, Wir haben am Nahrimgsberg, wo mir Ms noch am
Samsiag an dem herrlichen Blülensckimuck der 3lpfelbäume so
sehr erfreuten, .die F-rnchtknoteu vieler Blüten durchschorittrn, uni» alle waren schwarz. Die spätblül-enden Apselsorten, die Nock,
etwas zurück sind, sind verschont geblieben, Jn den Anlagen und in den Vorgärten der Sla.it ist der Frostschaden säst „nbe- deutenü. Hoffen wir, dast Ähnliche Nächte mit so scharfer Kälte nicht mehr folgen loerden. In den weinbautccibenden Gegenden war der Schaden jedensalis sehr groß, denn das Kältegebiet erstreckte sich über ganz Deutschland,
** Eine fürstliche Ausstattung zusammenge- st o hl e n. Ein 26jähriger Bäckerbursche nrft dem hübschen Namen Siebzehnrübel aus Franksurt a, M, gedachte sich ün Lause dieses Aionats zu verheiraten. Ans Furcht, dast die Ausstattung seiner jungen Frau doch etwas mager ausjalleu könne, nahm er bei dem täglichen Brotaustragen in früher Äiorgen- stunde jede Gelegenheit zur Vervollständigung der gemeinsamen AusstalNmg wahr und stahl von den Trockenböden zahllojer Häuser zusammen wie folgt: 700 Tascheillücher, 140 Herrenliemden, 100 Kragen, 100 Paar Manschetten, 10 Herrenunterhoscn, 1 Reisetasche, l Rucksack, 112 Damcnuntcrröcke, 30 Damcnl»ei»den 4 Da- meiikorsetts, 7 ltntertailleii, 24 Blusen, 40 Schürzen, 6 Oberröcke, 40 Tischdecken, 3 Kleider und 5 Küchenhandtücher; seiner sür das Hochzeitsmahl 50 Flaschen Weui und Sekt: außerdem etliche Bücher über die Ehr und un-
gezMte andere Sachen, Wie ein Hamster hat der Bäckerbursck>e seit Oktober 1013 diese Herrlichkeiten in seiner Mansarde zusammengetragen, Jetzt hat ihm die Polizei die Freude am Heiraten vorläufig vergällt, ?lm Dienstag veranstaltet die Polizei nun eine „weiße Woche" und stellt die fürstliche Ausstattung sür die Besiohlereen aus. Mag das ein Gewimmel an diesem Tage >m Präsidium werden, wenn so etliche hundert Damen ihre gestohlenen Sachen aus dem Chimborasso von Wäsche aussucheir!
** Heft N r, 057 der Mitteilungen der Grosth. Zentrale für die Landes statt st ik hat folgenden Inhalt: Zur gefälligen Beachtung. — Tie Preise wichtigerer Lebensmittel und Verbrauchsgegenstände im Jahr 1913, — Todesiälle November und Dezember 1913, — Tie Säuglingssterblichkeit »ach natürlichen Gebieten 1913. — Tie Säuglingssterblichkeit im Jahre 1913 in den 1l2 hessischen Gemeinden von mindestens 2000 Einwohnern. — Die Tätigkeit des 3^erwaltungsgerichts- bofes im Jahre 1913 14. — Die durch die Gendarmerie erfolgten Anzeigen und Verhaftungen 1913, —. Bettler- und Landstreicher- unwesen 1912 und 1913,
** Güterrechtsregister, Gütergemeinschaft haben durch Ehevertrag verrrnbarl: Landwirt Karl Kraft dritter und Ehefrau Marie geh, Faust zu Pfordt, Landwirt Johann Krug und Ehefrau Elisabetha geh, Wahl zu Schlitz, Landwirt Konrad Loos und Elwftau Margareta geh, Steinacker zu Sandlofs. Landwirt Konrad Alles und Ehefrau Margareta geb, Schäfer zu Unter-Schwarz,
** Kleine Mitteilungen, Der 3lrbeiter Johannes Dickel aus A n g e r s b a ch ist 50 Jahre puf der Frhrl, Ried- eselsckien Dampfziegelei Lauterbach tätig, die langen Jahre der ?lrbeit wurden nur unterbrochen durch den Feldzug 1870/71, welchen der Jubilar von,An>ang bis zu Ende mitgemacht hat. Es fand aus ?lnlaß des Jubiläums eine Feier auf der Arbeitsstelle statt. Der in voller körperlicher Rüsllgkeit stehende Jubilar erhielt von seincn Arbeitgebern ein Geldgeschenk, ferner ein Diplom »nd eine silberne Medaille sür langjährige treue Dienste, — Auf der Kirmesseier in M a l IN e n e i ch ersckwst der Gasiivirt Jolmnnes Hehl bei einem Streit den Arbeiter Älnton K r v II i ck aus Elz, Durch einen zweiten Schuß verwundete er den Bruder des Getöteten an der Hand, — Vor ungefähr zwei Jahren verschwand aut der Wanderschaft der Sohn der Familie Möloth in Ni edcr- Flörsheim. An Ostern kam nun ein Brief aus Mgier mit der Nachricht, dast er in dieFremdenligion verschleppt worden sei und dort nun schon bald 18 Monat? ein elendes und schweres Dasein führe.
" Konkurse in Hessen. Jn dein Konkursversahren über den Nachlaß des JobnnneS Heinrich von Dorhelin ist Termin zur Abnahme der Schlnßrechnung, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlnßver,,e!chnis und Beschliißsassnng der Gläubiger Über einen an die Witive Jakob von der 3ln in Groß-Robrheim zurückznvergi'itenden Betrag a»l Freitag, 22. Mai 1914, vormittags 10", Uhr, vor deni 'Amtsgericht Bad-Nanbeim bestiinmt Ivorden, — In demKonknrSveriabrcn über das Bermöqcn des Konrad Ut h in L i st e l b a ch und dessen Ebeirau, Maria, geb. Becker, daselbst, ist Termin zur Abnahine der Scliluß>ech»ung und zur Erledigung der in § 150 der Konk.-Ordg, bestimmten Punkte ans Freitag, 29. Mai 1914, vormittag? 11 Uhr, vor dem Amtsgericht Fürth bekllmmt worden. — I» dem Konkursoersahren über das Ver- mögen der Ernestine Hirsch körn zu Groß-Gerau ist zur dldnahme der Schlußrechnung, zur Erhebung von Emweiidung-n gegen da? Schlnßvcrzeiehnis Schlußtermin ans Mittwoch, 20. Mai 1914, vormittags 9 Uhr, vor dem Amtsgericht Groß-Gerau an- berann».
Landkreis Gießen.
Eine Mesierstecherei in Lollar.
Jn der Nacht aus Montag kam es in Lollar zu einer Messerstecherei zwischen einem Zimmermann und einem Former, bei der der Former lebcnsaefährlich verletzt wurde. Wir erhalten darüber folgende Meldungen:
kl. Lollar, 4. Mai. Heute nacht gegen 11 Uhr kam cs aus der Lrlsstraße zwischen dem Zimmcrniann Heinrich Zecher und dem Fornier Karl Hildesheim zu Streitigkeiten, wobei Zecher dem Hildesheim einen lebensgefährlichen Stich in die Hierzgegend beibrachic. Die hiesige Gendarmerie hat Anzeige erhoben und die Großh. Staatsanwaltschaft Gießen tveilte bereits hier, um den Sachverhalt sestzustellen.
kl. L o ll a r, 5. Mai. Zu unserem gestrigen Berichte über die Messerstecherei auf der Ortsstraße erfahren wir noch: Der Zinimccmann Heinrich Zecher geriet in der Schadeck- schen Wirtschaft mit dem Dienftkirecht des Schadeck, namens Abel, wegen einer Frauensperson in Wortwechsel. An demselben Tische saß auch der Former Karl Htldes- h e i m. Als Zecher das Lokal verließ, um nach Hause zu gehen, folgten ihm Abel und Hildesheim, uird nnloeit der Schadeckschcn Wirtschaft kam es zum Handgemenge, wobei Hildesheim den lebensgefährlichen Stich erhielt. Außer der Staatsanwaltschasi weilte gestern nachmittag auch das 'Amtsgericht Esießen zur 3lusnahme des Tatbestandes hier. Der Täter Hch, Zecher wurde durch die hiesige Gendarmerie verhaftet und in das Provinzialarresthaus Gießen abgeführt, Ter Verletzte schwebt immer noch in Lebensgefahr, Bedauerlich ist der Vorfall um so mehr, da .Hildes- hcim Familienvater ist und seine Ehefrau gegenwärtig im Wochenbett liegt,
= Eberstadi b, Darmst,, 4 Mai, Heute mittag gegen s/z 12 Uhr wurde die 50 Jahre alte Witwe Gäbet von hier durch ein Automobil aus Mannheim an der Modau- brücke angefahren. Die Frau kam zu Fall und schlug dabei so schwer auf den Kantstcin des Rinnsteins auf, daß sie nach etwa einer Stunde starb. Die Staaisanwallschast Darmstadt leitete sofort eine Untersuchung ein. Im Lause des Nachmittags wurde das von der Gendarmerie sisticrie Automobil wieder sreigegeben,
ss, Langsdorf, 4, Mai, Der Vorschuß- lind Kredit- verein, eine G, m, u, D,, hielt gestern im Saale des Gasthauses „Zur Traube" seine diesjährige ordentliche Hauptversammlung ab, Tie Bilanz des Geschäftsjahres 1913 wurde mit einem Reingewinn von 9896,56 Mk. und einem Reservefonds von 62 158 Mk, be- kanMgegeben, Trotz dieser günstigen Vermögenslage der Genossen- schajt wurde schon in der letzten HauptvcrsMiuilnng der Antrag


