ffiit bon Sejdjnrbtntn Vorgang ift etwas erreicht, >vas schon Kit etwa 18 Jahren von Gießen aus in dem allgemein hefti- schen zhnitzverein angeregt war, ohne daß es bei seiner Verfassung erreich» weiden konnte. Ter Borgang »echt, wie ziveckmäßig die Begrün dang eines besonderen oberhesiischen Kunstvereins gewesen ist, um das Kunstlebcn der Stadt Gießen und Obcrhessens zu heben.
** GieKrner Freiwillige 2 an i t ä t s k o l o » n e. Nach dem Jahresbericht inr 1913 hatte die Kolonne zu Beginn des Jahres 60, aur Schluss« 39 aktive und 9 inaktive Mitglieder, ipovon 10 der Abteilung Klein-Linden angeboren. Sic hat an 23 Tagen llcbungen im Tcpot abgchalten und dreimal im Gelände geübt. Uni 20. Juli wurde sic durch den Inspekteur der hessischen Sanitäisloivnncii, Generalarzt Lindemann, bei einer Hebung am Bahnhos besichtigt, wobei der Inspekteur ihre gute ylnsbüdung lobend anerkannte. Außerdem sandcn 10 Bor- standssitzangen und eine Hauptversammlung statt. Durch Abordnungen beteiligte sich die Kolonne an der Frier des 25jäheigcn Bestehens der Tarmstädter Kolonne, einer Ucbung der Wetzlarcr Kolonne und einer geineinschastlichen Hebung der Darmstädler und Oftenbachcr Kolonne in Oftcnbach. Die Feier ihres zehnjährigen Bestehens beging die Kolonne durch Veranstaltung eines Wohl- tätlgkeitskonzertes unter Mitwirkung der Konzertsängcrin Frl. Jda Stammler, des Herrn Pianisten Hahn und des Or- cheftervcreiiis. Das Konzert brachte einen Ueberschuß von 375,72 Mark, der zur Vl'rvollständigung der kriegsmäßigen Ausrüstung verwendet wird. Im Oktober begannen zwei Ausbildungs- kursc, einer in Hcuchelheim unter Leitung des dortigen Arztes Dr. Hof mann und einer hier unter Leitung des Kolonnenarztes Dr. Schaffer, die am 21 und 22. Dezcniber nrrt einer Ab- schlustprüsung vor Oberstabsarzt Dr. I i c g c r t endigten. Einem Mitglied«: wurde die Auszcichnungsborte für 9 jährige Dienst- zest verliehen. — An.10 Tagen wurden Wachen gestellt beim Re- ginrentsjubiläuni, Prinz-,Heinrich-Flug, bcmi Sportfest, Radrennen, bei einer Regatta und zwei Pserdemärkten. Erste Hilfe wurde von Mitgliedern der Kolonne in 137 Fällen geleistet, darunter befinden sich 199 Hilleleistungen, bei welchen der Kranke oder Verletzte transportiert wurde. Außerdem wurden 200 Hilfeleistungen kleinerer Art gemeldet. Von diesen Transporten, die sür unsere Mitglieder mit Zeil- und Berdieustverlust und für die Ko- loxnenkassc nrit großen Auslagen verbunden sin», erfolgten 95 ohne jeden Ersatz der der Kolonne entstandenen Auslagen.
** Billige Briefe nach den Bereinigten Staaten. (10 Pfg. sür 20 Gramm.) Die Portoermäßigung erstreckt sich nur auf die Briese, nicht auch aus Postkarten, Drucksachen usw. und gilt nur für Brief ».mach len Bereinigten Staaten von Amerika, nicht auch nach anderen Gebieten Amerikas, z, B. Kanada. „Imperator", ab Hamburg 2. Mai; „Kronprinzessin Cerilic", ab Bremen 5. Mai; „Amerika", ab Hamburg 9 Mar; „Kaiser Wilhelm der Große", ab Bremen 13. Mai; „Vaterland", ab Hamburg 14. Mai: „Prinz Friedrich Wilhelm", ab Bremen 16. Mai; „Kaiser Wilhelm II.", ab Bremen 19. Mai; „Kaiserin Auguste Victoria", ab Hamburg 21. Mai; „Kronprinz Wilhelm", ab Brenien 26. Mai; „Imperator", ab Hamburg 27. Mai: „George Washington", ab Bremen 30. Mai; „Kronprinzessin Cecilie", ab Bremen 2. Juni. lPostschluß nach Ankunft der Frühzüge.) Alle diese Schifte sind Schnei ldampicr oder solche, die für eine bestimmte Zeit vor dem Abgänge die schnellste Besörderungsgelcgen- heü bieten. Es empfiehlt sich, die Briefe mit einem Leitvcrmerke, wie „direkter Weg" oder „über Bremen oder Haniburg" zu versehen.
Landkreis Gießen.
t. Großen-Buseck, 27. April. Die Maurerarbeiten bei dem Neubau des Schulhauses schreiten nur langsam vorwärts. Das Grund Wasser drängt so stark an, daß zuerst die Entwässerung vorgenommen werden muß.
— Daubringcn, 27. April. Nachdem die Bestätigung des Bürgermeisters Walter, der am 23 Dezember v. Js. zum vierten Male gewählt wurde, vom Grvßh. Kreisamt erfolgt ist, brachten ihm zu Ehren am Samstag abend der Gesangverein Dirnbringen und der Männcrturnverein eine Kundgebung dar, die mit einem Lampionzuge durch das Dorf verbunden war. Nach dem Absingen einiger gut vorgetragener Lieder vom Gesangverein, dessen Ehrenmitglied Bürgermeister Walter ist, solvie von Ausstellen verschiedener Phrannden durch den Turnverein hoben der Präsident des Gesangvereins, W. Roth, und der Vorsitzende des Turnvereins, E. Schäfer, in schwungvollen Reden die Verdienste hervor, die sich Bürgeruicistcr Walter während seiner 27jährigen Dienstzeit für die Gemeinde erworben ktzit und brachten ihm die Glückwünsche für die weitere Amtszeit dar. Bürgermeister Walter dankte in bewegten Worten für die Ehrung und betonte, auch in Zukunjt alle Kräite sür das Wohl und Blühen der Gemeinde cinzusetzen und das Amt in derselben unparteiischen Weise zu führen, wie er es bisher getan habe.
Kreis Fricüberg.
r. Bad-Nauheim, 27 April. In der heutigen Stadtverordnetenversammlung gab der Vorsitzende, Bürgermeister Dr. Kapser, bekannt, daß das Großh. Ministerium, Abteilung sür Unterricht, anläßlich des »eberganges der Ernst-Ludwig- Schule in die Staatsverwaltung der Stadtverwaltung seinen Tank sür die der Schule erwiesene Fürsorge ausgesprochen habe. Das Ministerium hat genehmigt, daß wöchentlich eine Stunde wahlfreier Hemdarbeitsunteericht sür Mädchen erteilt wird und die Mädchen Anrecht aui die an der Schule errichteten Freistellen haben, »ich bei dem Schulbesuch mehrerer Kinder aus eimr Familie auch hei Mädchen die übliche Ermäßigung des Schulgeldes Eintritt. Die Versammlung genehmigte 1500 Ml. zur Ausbesserung des Turmes der alten Wilhclmskirchc. Unter anderen Erneuerungsarbei- ten ist auch die Anbringung eines Blitzableiters vorgesehen Dem Staat wird die rechtsseitige Userböschung der Ufa vom Ludwigsbrunnen bis in die Friedbcrger Gemarkung sür eine Anerkennungs- gcbühr von 40 Mk. jährlich verpachtet. Zur Unterbringung des städtischenFuhrparies soll aut dem Gelände der Klärbeckenaulage ein WagenschUppen ei achtet werden. Tic Versammlung bewilligt für den Rau 15 400 Mff. Ter Platz vor der Stadtschule soll mit Kleinpslaster versehen Iverden. Die Versammlung bewilligt die an- gesordertcn Kosten in Höhe von 1380 Mk.
r. Bad-Nauheim, 27. April. Am 12 Mai wird Felix Weingartner mit der Hosthcatcrkapellc Tarmstadt und der Kurkapellc im Konzertluius ein Konzert geben. Der Ertrag des Konzertes fließt in die Unterstützungskassen der beiden Kapellen.
k, Kirch-Göns, 26. April. Heute feierte Frau I- JuIlg VII. ihr 25jähriges Jubiläum als Hebamme der Gememde. Am Nachmittage versammelten sich etwa 80 Frauen im Gasthaus „Zum Löwen", wo eine kleine Feier ftattsand. Ein ansehnlicher Betrag aus einer Sammlung konnte der Jubilarin als ein Zeichen der Anerkennung übergeben werden.
Starkenlmr« und Rheinhessen.
»I. O s s e n b a ch , 28. April. Durch einen neuen Schwind- l e r t r i ck versuchte der 24jährigc Hilisardciler Blasius Schmitt -us Dornau sich Geld zu verschossen. Ende 1912 kam er »ach Kleinwallstadt, wo er sich nach vermögenden Handelsleuten in einer Wirtschaft erkundigte. Er begab sich dann zu einem Handelsmann »er ihm von dem Gastwirt als Geldmann bezeichnet wurde. Tiefem stellte er sich als Kriminalkommissar vor und sragte ihn, ob er ,n jüngster Zeit nicht .Hundert- oder Fünszigmarkscheine vereinnahmt habe; es seien nämlich salsche Scheine im Umlauf, die von den echten sebr schwer zu unterscheiden seien. Namentlich in die Gegend vvn Kleinwallstadt seien viele derartige Scheine gekommen; etwaiges Papiergeld solle ihm zur Prüfung vorgclegt werden. Der .Handelsmann durchschaute aber den Schwindlertrick und brachte die Sache zur Anzeige. Schmitt flüchtete alsdann, reiste später unter L_. ' 1- "ff J g" l_____ ■
dem Namen Richard Strauß, uich gab sich auch als Flugzeugführer aus. Schließlich kam er nach Osfenbach, wo er fest genommen wurde.
Hessen-Nassau.
--- Frankfurt a. M„ 27. April. In Cronbcrg trifft morgen früh um 11 Uhr ein Sondcrzug mit Beamten des Ent"' bahnminiftcriums und Baubcamicn der Franksurter^Eiienbahn- direktion ein, um die Neubauten der jetzt an den Staat übergegangenen Kronberger Eisenbahn in die Wege zu leiten.
X Hanau, 27. April. Die Frage der Ausnutzung der Main Wasserkräfte wurde in einer auf Anregung des Obcrpräsidenten der Provinz Hannover iWasserstrombauver- waltung) einberufenen Zusannnenkunst von Vertretern der Stadt- und Landkreise Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern, Fulda, Gersscld und Hunfeld erörtert. Den Vorsitz führte Regierungsrat Neemöller aus Kassel. Geplant ist die Versorgung der genannten Kreise mit elektrischer Energie durch Ausnutzung der infolge der Mainkanalisierung sich ergebenden Mainwasserkräfte und eine Verbindung mit den Stauwerken des Wesergebietes lEdertalsperre usw.). Bindende Beschlüsse wurden noch Nicht gefaßt, doch ist auf Grund der gepflogenen Verhandlungen anzunehmen, daß eine weitere Verfolgung des großzügig gedachten Unternehmens erfolgt. _
wandern und Reisen. Räder.
— Fahrkartenausgabe, Gepäck- »»d Zoll- abiertignng aus dem Bobeniee. Vom >. Mai an sticket ans folgenden an wichtiae Schnellzüge von Friedrichshalen »ach Stuttgart—Frankfuit a M.—Hamburg, Köln-Holland »nd Ulm— Nürnberg - Leipzig—Berlin, beziv. Dresden—Bresla» anschließenden Tampiern die Zollabierlignng des Reisegepäcks mährend der Ueber- iahrt »der den Bodenlee stalt: 1l RomanSdorn ad 12.51 nachm.,
Friedrichshasen an 1.30 nachm,; 2s Nomansdorn ab 8.24 nachm,, Friedrichsdalen an 7.02 »achn,.; 3) Rorschach ab 12.25 nachm,, Friedrin shaien an 1.23 nachm. Außerdem iverden znr Beguenr- lichkeit der Reitenden an! denselben Dampfern Eilendahnsahrkarten »nd Gepäckscheine für die anschließenden Schnellzüge ansgegeben. Rädere Auskinill über Zugverdind,ingen nsw. erteilt kostenlos die Amtliche Aiiskuiistslelle bei Kgl.Würlte nbergijchen Staalseilenbahneii im Jnternalionalen össentlichen Verkehrsbnrea», Berlin W, Unter den Linden 14.
Gictzener Strafkammer.
Gießen, den 28, April, Wegen Uebertretung des Fischerei-Gesetzes wurde der Händler H. B. aus Gießen zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt. Er halte im September v. Js. nachmittags in der Lahn unterhalb der Wieseckeinmündung die Fischerei in der Weise aus- geübt, daß er mit dem Netz ausgerüstet in der Lahn stromaus ging, während sein Gehilfe einige Schritte von ihm entfernt, mit einer Stange in dem Schilf und den Schlinggewächsen herum- stocherte, um die Fische aus ihren Verstecken heraus und in das Netz des Angeklagten zu treiben. Nun verbietet das Fischereigesetz beim Fischsang die Anwendung von Mitteln znr Verwundung der Fische, und führt als Beispiele Fallen mit Schlagfedern, Gabeln, Spcere, Stecheisen, Stangen etc, an. Obivohl die Stange, die der Angeklagte benutzt hatte, unten vollkommen stumpf war, kam das Gericht doch zur Ansicht, daß sie geeignet ist, eine Verwundung der Fische herbcizuführen, wenn damit, wie hier geschehen, mit einer gewissen Gewalt in das Wässer geswßen werde. Aber das Gericht hielt diese Feststellung sür die Verurteilung nicht einmal ersocherlich, da das Gesetz schlechthin das Benutzen von Stangen beim Fischsang verbiete, gleichgültig, ob mit der Stange nur leicht auf das Wasser oder das Schilf geschlagen werde oder, wie hier, damit im Wasser herumgestochert werde. Das Schöfsengcricht Halle freigesprochen.
Wegen Nichtreinigens der Straße vor ihrem Holzlager wurden die Kaufleuie W. Sch. und K. U. in Friedberg zu je einer Mark Geldstrafe verurteilt. Sie hielten sich zuM Reinehalten nicht verpflichtet, weil zwischen der Straße und ihrent Besitztum ein schmaler Geländestreisen der Stadt liege, der verhindere, daß sie als Anlieger der Kreisstraße angesehen werden könnten. Das Schöftengcricht war aits diesem Grunde zu einer Freisprechung gekommen. Die Strafkammer stellte fest, daß die Angeklagten auch noch die Reinigung eines anderen Straßenteiles, zu der sie verpflichtet ivaren, verabsäirmt hatten, weshalb es auf die erwähnte Schutzbehanptung der Angeklagten nicht weiter ankam und Verurteilung erfolgen mußte.
Zurückgcwicsen wurde die Berufung die Viehtreibers Th. aus Ottrau; er war vom Schöffengericht zu 1 Mark Geldstrafe verurteilt worden, weil er einen Transport Fohlen nach München gebracht hatte, ohne die Tiere in das Kon- trollbuch eingetragen zu haben. Er behauptete, im Auftrag eines Viehhändlers gehandelt zzi Hecke», der wegen dieser Unterlassung einen Strasbesehl erhalten habe; er selbst habe vvn der Verpflichtung, daß auch der Transport von Fohlen in das Kontrollbnch einzutragen sei, keine Kenntnis gehabt. Das Gericht war der Ansicht, daß ein Transportführer die einschlägigen Vorschriften kennen müsse, weshalb es das erstinstanzliche Urteil auftecht erhielt.
Verworfen wurde auch die Berufung des Schreiners H. aus Dresden, der wegen Bettelns vom Schöffengericht zu 6 Wochen Hast verurteftt worden war und wegen des Ausspruchs der Uebenveisung an die Landespolizeibchörde Berufung eingelegt hatte. Es wurde fcstgestellt, daß der Angc- klagte wegen Bettelns ungezählte Male verurteilt worden war, so daß für ihn die Unterbringung in csn Arbeitshaus angebracht erschien
Gerlchttsaal.
V Tübingen, 28, April. Das Schwurgericht verurieilt« den 27jähr!gen Hausknecht Maier, der am ll. Jannar an der 1Xjährigen Irma TaIsauer ein Sittlichkeitsverbrechen begangen nnd das Mädchen dann erwürgt hatte, zum Tode.
Breslau, 27. April. Ter 30jährige Bnreanvorsteher Georg Müller, welcher die gemeinsam mit ihm bei einem Breslauer Rechtsanwalt beschäsligt gewesene 15jährige Stenotypistin Martha Ruvprecht am 8. April im Bnrea» erschossen hat, da sie die Aimäherungsversnche Müllers nblelmle, wurde heule vom Schwurgericht z» 10 Jahren Znchthaus und 10 Jahre» Ehrverlust verurteilt.
Unlversitäts-Nachrichtei».
|— Der Leipziger Privatdozent Dr, jur. Hans Pe- t e r s hat den, Rjus an die Universität Frankfurt a. M. als Ordinarius sür römisches und deutsches bürgerliches Recht angenommen.
— Mi nuni-reiaismagige a. o. Professor, Diplom-J genieur Karl Eberhardt wurde zum etalsmäßigen außi ordentlichen Professor für Flugtechnik an der Technisch Hochschule zu Darmstadt ernannt.
Der ordentliche Professor der Geologie und Paläonl
logie an der Universität Köni der T o r n q u i st, hat einen Rlg, u,. v
tn ©raj erhalten; er soll dort den nach Leipzig übe, siedelten Pros. Franz Koßmat ersetzen.
s b e r g i. Pr., Dr. Alexo an die Technische Hochschi
Luftschifsahrt.
Dresden, 27. April. Tie wissenschaftliche Gesellschaft für Flugtechnik nahm einen Antrag auf Acnderung des
BereinSnamens i» etnc Gesellschaft für Lustfahrt au. Es wurde beschlossen, an den Schirmherrn, den Prinzen Heinrich von Preußen, der durch seine Südamerikareisc an der Teilnahme verhindert ist, ein .Huldigungstelegramm zu senden. Ter Ort der nächstjährigen Tagung ist Hamburg.
Paris, 27. April. Tie Insassen eines gestern bei I s s o u d n n gelandeten deutschen Freiballons namens „Frciburg", der Führer Dr. M o m in und die Mitfahrer Sommer, S ch ü n i tz und S ch n e i b c r, wurden nach einem Verhör durch die Zivil» und Militärbehörden heute nachmittag f r c i ge l a s s c n.
Rom, 27. April. Nach einer Meldung des „Giornale d^Italia" hat das Militärlustschiss heute eine Höhe von 1000 Metern nnd eine Stnndengeschwindigkeit von 84 Kilometern erreicht und damit, wie das Blatt erklärt, eine von Lnftschtfsen dieses Typs nicht erreichte Schnelligkeit erzielt.
vermischtes.
* Drachen- und Fesselballon auf stiege des Taunus-Observatoriums auf dem Kleinen Fcldberg i. T. Seit Anfang April werden in den späten Nachmittagsstunden auf dem auf dem Kleinen Feldbcrg i. T. errichteten Observatorium Drachen-und Fesselballone steigen; bei starten Winden werden Drachen, bei schwächeren Fesselballone genommen. Beide werden durch dünne, außerordentlich starke Stahldrähte gehalten, die von einer Motorwinde auf- und abgewickelt werden Bisweilen werden an einem Draht mehrere Drachen und Ballone angebracht, um große Höhen zu erreichen. Dicht unter den, obersten Drachen oder 'Ballon wird direkt an den Draht ein Registrierapparat festgeklemml, der Lustdruck, Temperatur, Feuchtigkeit und Windstärke selbständig aus zeichnet. Bei ungünstigen Windverhällnisse», insbesondere bei stark wechselnden Winden, konimt es bisweilen vor, daß diese Drachen und Ballone abreißen, oft viele hundert Meter Draht hinter sich her schleppen und liernnteisallcn. In diesem Falle ist größte Vorsicht nötig, weil unter Umständen der Draht irgendwo eine elektrische HochspannungSleitiing berührt haben kann. Man soll deshalb diesen Draht, wenn man ihn findet, nur mit einem Stock oder umwickelten Händen berühren. In jedem Falke ist cs ratsam, dem Taunus-Observatorium zu telephonieren (Amt Königstein i .T., Nr. 189), damit die Materialien sofort aus dem Wege geräumt werden, ohne selbst Beschädigungen zu erleiden. Dem Finder eines solchen Drachens oder Ballons, insbesondere des Apparates, ist eine Belohnung zugesichert. Etwa notwendig werdende Unkosten zur Bergung des Drahtes und der Instrumente werden bcreft- willigst zurückvcrgütet.
* Explosion auf einem (Dampfer. Auf dem russischen Dampfer „K omtle i", der nach Rouen bestimmt ist, fand 20 Seemeile» südwestlich von Lllgier eine schwere Explosion statt. Ein TeU der Besatzung wurde gerettet, 15 Personen werden vermißt, — Ter Dampfer hatte eine Ladung Benzin an Bord. Den englischen, italienischen und französischen Dampfern gelang es, 15 Personen, darunter die Frau des Kapitäns, zu bergen. Nach den übrigen 15, die vermißt werden, ist von den Torpedobooten bisher vergebens gesucht worden.
* Tie Stadtverordnetenversammlung in Kös- l i» hat in geheimer Sitzung beschlossen, die durch die Verhaftung des zweiten Bürgermeisters Alexander erledigte Stelle nicht mehr auszuschreiben, sondern unter drei in Frage kommenden Kandidaten zu wählen. Ferner stimmte die Versammlung der Errichtung eines Flugplatzes in Köslin zu. Die Errichtung wird über eine Million kosten. Neben einer Zivil-Fliegerschule soll eine solche für Milftärflieger errichtet werden.
»leine Tagerchronik.
Aus dem Müggelsee keitterle am Sonntag bei stürmischem Wetter ein Boot, in dem sich drei Damen und ein Herr befanden. Eine der Damen ertrank, die übrigen konnten gerettet werden.
Ter Gemeindevorsteher R o t h e r aus Drewitz im Kreise Teltow, der nach Unterschlagung von über 20000 Mk. seit Wochen flüchttg war, hat sich der Staatsanwaltschaft gestellt.
Als er am Billetschalter im Komödienhaus in Berlin eine Eintrittskarte kaufte, wurde der Baron v. Rosenberg von einem Herzschlag getroffen und brach t o t zusammen.
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
April
1914
So. S
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Weiter
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still
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0
Klarer Himmel
29. 7*|
761,1
9,5
6,2
70
N
2
0
Sonnenschein
Höchste Temperatur am 27, bis 28. April 1914 = + 19,4’a Niedrigste . , 27. . 28. , 1914 = -f 4 2».
Niederschlag: 0,0 mm.
Die Marke „Scott".
Da mein Töchterchcn Tina mit einem halben Jahre kaum sechs! Pfund wog, so ließ ich es eine Zeitlang Socits Lebertran-Einul- sion nehmen. Ich griff zur Marke „Scott", weil die Kleine die' erste Flasche einer billigeren Emulsion nicht gerne zu nehmen schien. Scotts Emulsion schluckte sie sofort mit Behagen und der Ersolg blieb nicht aus: Denn nach 4 Flaschen hatte Tina schon 5>/r Psund- ,„genommen und nach weiterem Gebrauch sich zu einem' festen dickrunden Mädelchen entwickelt, das mit 15 Monaten allein lie und über dessen prächtiges Aussehen und munleres Wesen sich jedermann freut.
Bad Münster a. Stein, 14. JuU 1912 (gez) Ph. Dich.
Mit dem Einnehmen von Scotts Emulsion geht die Gewichtserhöhung Land in Hand und damit eine Stärkung des Körpers. Der Appetit und die Verdauung werden <u- geregt, ebenso die Lebensfrendigkeit. Dabei nehmen die Kleinen Scotts Emulsion gewöhnlich init Wonne, kein Zwa,g und Schrecken, wie beim geivöhnlichen Lebertran. Freilicl) die Marke Scott, Schutzmarke Fischer mit Dorsch, muß es sein, denn das Kaufen von billigeren Nachahmungen ist eine nutzlose Geldausgabe.
Stets nur Scotts Lmulfion! .„D.
Scotts Emulsion wird von uns ousschlietzlich im großen verkauft.iund zwar nie lose nach Gewicht oder Maß. sondern nur in versiegelten Oriatiat- slaschen in Karton mit unserer Schutzmarke (Fischer mit dem Doisch). Scott & Bowne. G. m. b. H.. Frankfurt a. M.
Gestalt, ca.: Feinster Medizinal-Lebertran 150,0, vrima Glstzerin 50,0, mtei. vhoSpstorigsaurcr Kolk 4,3, untcrphosphorigsaurcs Natron 2.0. pulv. Trlgant 3,0. feinster arab. Gummi pulv. 2,0, Wasser 122,0, Alkostol 11,0. Hierzu aromatische Emulsion mit Zimt-, Mandcl- und Gaultheriuöl je 2 Tvstscu.
von
vorbeugendem
und
beilwirkendem
Cinfluu
bei
Gicht, hamsaurer Diathese, Diabetes
Dei
Sodbrennen, Nieren-, Blasen- Jund Harnleiden.
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