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lieh«, und ücntcmidiaitlidje Dieitauoilügt ttnanftaUet. Das In­stitut nimmt auch Pferde in Sßenfion.

Hessen-Nassau.

X NodheiNI a. d Bieber. 23. April. Ten, R-vrster $>. Wagncr aus Rvdheim wurde die Gcmeindcsörstcr- stellc zu Frankenbach Lbertrac,cu. Bahnausscher Spie lecke, mc!cl>er seit September 1910 aui der Sta- lion der Bicbertalbahn tätig war, ist an die »reic-bahn d 'i Altmark, nach Schenkenhorst (Prob. Brandenburg) verseht worden.

Landwirtschaft.

i. Homberg, 22. Avril. Tie A>:ssagt des F r ü b i n t, r- ^ctccibeS ist nun, begünfiigt durch boS nnhn!(cnho i '.cne Wetter, bald vollendet. Ter pater ist gesät, gegenwärtig wird noch die Aussaat von Werst« und Erbsen vorqenominrn. Ter Stand deS Wmtcrgetreldes kann als delriedigeud gelten, obwohl einige Aecker etwas durch Schneckeniraß und d.e l»,hellende leucht« Witterung gelitten haben.

Die Entführung einer jungen Javanerin vor Gericht.

4 Berlin, 23 . Avril.

In der fortgesetzten Beweisaufnahme wurde als weitere Zeugin die Pcnsionsinhaberin Frau R i e v e l vernommen, bei der die Agnes Gorodiski nebst den beiden Schwestern Holzkc mehrere Tage unangemeldet gewohnt hatte. Tie Polizci Kat später bei der Zeugin nach der Gorodiski geforscht und ebenso wie Detektiv Gräger jeden gewünschten Ausschluß erhalten. Tie Zeugin bekundet, daß Agnes Gorodiski ihr gegenüber geäußert habe, >ie würde sich lieber vor eine Lokomotive Wersen, als zu ihrer Mutter gellen In ähnlicher Weise sagte die ÄS Zengin vernommcne Tochter der Frau Oiiepcl aus. Die Zeugin Wedel, die bei Tr. Gorodiski Rcpräsenta- tionsdamc war und mit Tr. Gorodiski ein Verhältnis unterhielt, erzählt von einem sehr intimen Brieswcchsel zwischen Tr. Gorodiski und einer dcr beiden Schwestern Holzkc. Ti: Zeugin hat von Tr. Gorodiski, der nach ihrer' Schilderung gegen seine Freundinnen «hr svlcndid war. einen wertvollen Brillantring erhallen, den sie im Gerichtssaal trug. Ter mit der Familie Holzkc bcircundcte Zeuge Oberleutnant a. D. Tivvcn Hauer bckundet, daß .holzke der Frau Mcnkc gegenüber bei dcr Zusammenkunft am Potsdamer DahnKoi nur von der Degleiäning ictner Forderung in Höhe von 2500 bis 3000 Mark gesprochen habe, woraus der Abreise der Agnes Gorodiski nach Harzburg nichts im Wege stünde, von 3000 Mark sei überhaupt keine Rede .gewesen. Zeuge Kausinann Trier bestätigt, daß Tr. Gorodiski die beiden Brillantringe der Mar­garete Holzkc nur rum Zwecke späterer Ucbcrgabe an seine Tochter gegeben habe, weil er fürchtete, sic könnten nach, seinem Tode in die KonknrSmgfte wandern. Tie Zeugin ST u lief, die als Re prälentationsdanie bei Tr. Gorodiski zu diesem ebenfalls in Näheren Beziehungen stand, bekundete dasselbe »nd bestätigt auch, daß Tr. Gorodisli die der Margarete Holzkc übergebenen 1000 Mark für seine Kinder bestimmt hatte.

Hieraus wird als Zeuge der Privatdetektiv Karl Gräger vernommen. Dieser hat im Jitli 1913 von Rechtsanwalt Ben sanrin den Auftrag erbakten, den Aufenthalt der Agnes Gorodiski zu ermittclw Bon seinem Bureau wurde ihm nach Hamburg gemeldet, daß das Mädchen sich in Begleitung der Frau Holzkc in Bad Harzburg beftnde. Gräger begab sich dorthin, wo er mit Herrn Menke zusammeiitras, der sich schließlich bereit erklärtc, sich mit der Familie Holzkc gütlich zu einigen und derselben etwa lOOO Mark zu zahlen. Der Zeuge hat sich dann mit Frau Holzke und deren Tochter Ella in Verbindung gesetzt, dieselben erNärten ober, ichwohl ihnen 500 Mork geboten wurden, den Ausenihalt der AgneS Gorodiski nicht zu kennen. Sie blieben auch dabei, obwohl der Zeuge 100 Mork Nus den Tisch legte und weitere 400 Mark verivroch. wenn sic den Aufenthalt des Mädchens an­geben würden. Die 100 Mork nahmen beide aber trotzdem an, worin dos Merkmal des Betrugs gesunden wird, da sic den Ausenthallsort der Agnes Gviwdiski kannten. Gräger wandte sich dann an die Pensionatsinhabcrin Riepel und erfuhr von dieser, daß von der Margarclc Holzkc eine Postsarte aus Probstzelle bei ihr eingegangen war. In Probstzelle ermitreltc dann der Zeuge, daß die beiden Mädchen nach Michelau in Bahern weitcraereisti waren. Gräger iond die beiden dort auch und brachte die Agnes Gorodiski über Leipzig nach Harzburg zu ihrer Mutter.

Bei der weiteren Besvrechnng des Falles mit den angenom­menen 100 Mark kavl es zu einer aufregenden Szene. Ella Holzke bekam Schreikrämvsc und schrie dem Zeugen zu, ec solle sein

Gewissen nicht belasten, er solle di- Wahrheit sagen und nicht lügen wie in dem Falle Garrison. Da die Ella Holzke längere

Zeit sich nicht beruhigte, ließ der B»»rntzende eine kurze Paule cintreten. Auch Frau Holzke, die während der Pause gleichsalls m große Erregung gerät und den Zeugen mit Beschuldigungen überhäuft, wurde schließlich aus dem <vaale gcsührt. Nach der Paule erklärte der StaatSanlvalt, aus rechtlichen Gründen die Anklage wegen Betruges gegenüber dem Tetektiv Gräger lallen zu lalien, trotzdem die 'Aussagen Grägers glaubwürdig rrschienrn. Tie Verhandlung wurde dann aus Samstag vertagt.

Märkte.

i. Homberg, 22. April. Ter beut-'ge Schw einen, arkt war außerordentlich stark befahren, weit über 1000 Tchwrinc waren angeialiren, Ter Handel ging sehr statt, obwohl die Preiie cnllvrechend den henliae» selten Schweine» sehr hoch waren, Reilrl von 78 Woche» koilcten GO70 Alk., Lävsrrschweinc bis ISO Ms. dar Paar,

Ic, Wiesbaden, 23 Slntil. He»- und Slroh »>arkt. An- geiahre» waren lb Wagen mit Hen nud 3 Wag«,, Stroh. Ala» Kotierte : He» höchster Preis 3,00 Alk. niedrigster Preis 3,40 'Ulf,, T»rchsch»ittSvie>S 3,02 Mark, Stroh IRichtstroh) höchster Preis 2,30 All., niedrigster Preis 2,00 Ml,; TurchschnitlSpreiS 2,15 Ulf, striiininstroh höchster PieiS 0,00 Ml., niedrigsler PretS 0.00 Ml. l TnrchsckniltlSvreis 0.00 ?1ll, Fr»cht>»arkl. Haler höchster Preis 0 , 0>1 Ml., niedrigster Preis 8,80 Ml.; TurchschniltSpreiS 8,75 Ml. Alle? per 50 stilo,

Limburg a. d. Lahn, "12. Avril. ktr>,«h! »ig rkt, Tur h» IchiiittkvreiS pro Tialter. Roter Weizen (Olnssanischeri 16,40 Olk., weißer Weizen langebaiile Rrenidsortcnl 15,00 'Nt, Korn 11,55.'lt., Werste (Rntiev) 9,00 Mk Brangerste 0",-0 All, Haler 8.00-0,00, Ml, Erbsen 0.00 Ml. starloffeln 50 stilo 2,3'-0,00 All, Bnller das PliiUd 1.20 0.00 Ml, Eier das Stück 7 Pia.

lJn cinrm Teil dcr Auflage wicberholl.) le Frantsiirt a. 59t. Di ehh »> mr rkt 8 eri fi: oo n 23. tzlvril. Auftrieb: Rinder tl l, Schien 20, Bullen 3, Kühe »nd Rärien 70, Kälber »15, Schn'e 85, Schweine N25, Ziegen 0. Zieienlänuner 0, Tendenz: Kälber (au ifam, Schaic rnfiig, geräumt. Schweine

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<A»ouu»>e Ansrage» bleibe» iinbcruclnchtlgt.l

Wettende. Nach dem Ela» e vom I, Juli 10»3 belrng die

Geamtzabl de: aui den .strnpoiehen Werken deschä'tigten Personen, ein!chließlich'306I Beamlen, 3l 6oO.

Leichftgkeit einen Borübergchenden oder die Kinder leidst in da? Auge oder an einen andere» Fieü recht empsmdlich treisen kan».

Wohl ist von der Echiitzniannichast schon inebrlach das Spiel uerbolen und das Holz weaaenomnien wo>den, zu einem endgülliaen Porgehe» gegen dieies gefährliche Spiel ist jedoch m erster Linie und n» öffentlichen Jntereffe die Schulbehörde verpfl,ästet.

Olur durch energisches Verbot ist es möglich, dieses unsinnige Treibe» der Jugend, bei den, in letzter Zeit schon mehrfach Pasjanteii zi, Schaden gekomnieii sind, aüSznrotten,

Netcorolsgiiche veobachtungen der Station Gießen.

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Höchste Temperatur a», 22. bis 23. April 1913 = + SO,5* C. Niedrigste . . 22. . 23. 1314 =+116',

Niederschlag: 0,0 mm.

' aleikum

SALEM GOLDä,

CIGARETTEN

EtuaesanSk.

<Für Form und Inhalt oller unrer diescr Rubrik sichenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gefährliche Spielerei.

Gieße», 23, April.

Gewiß macht e- auch filtere» Leute» Vergnügen, wenn sie leben, daß die Inaend stch tiiinmelt und gstersei schön« Spiele ver- anstgllct, aber »ist Geiahr für Leid und Leben dürfen derartige Uiiterdoltiingen keiliesigkls verbimden iem Zurzeit siebt man in der ganzen Eladt das »euerdmgS, hanpllächlich bei der männlichen Jugend, beliebte sog, »Kniivvrlspiel". Eil, Spiel, bei dem mit emem lungern Stock aui ein a» beiden Enden zu gespitztes Holz gefchlagen wird, fo daß diese? hoch in die Lust fliegt »nd mit

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