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Kriegsmarine, welche einen wahren Anschlag gegen das Völkerrecht bildet,

Santiago de Chile, 22, April, Die Blätter be­klagen, das, es zwischen Mexiko und den Bereinigten Staaten zum äußersten gekommen ist. Sie hassen, dass die Bcreiuigleu Staaten die Verirrung Mexikos nicht ausnutzen iverden, in­dem sic die unabhängige Republik erobern oder Gebietsteile ivcgnchmen, was die brüderliche Politik zwischen den,Vcr- einiaten Staaten und dem lateinischen Südamerika beein­trächtigen würde,

Entsendung eines deutschen Kriegsschiffes,

Berlin, 22. April, Tic kriegerischen Entwickelungen zwischen den Bereinigten Staaten und Mexiko haben zur Erwägung geführt, zum Schutze der deutschen Reich sa»gehörigen in Mexiko mehr Kriegs­schiffe hinübcrzuschicken. Es ist daher die beschleunigte Ausreise des KreuzersKarlsruhe" nach den mexikanischen Gewässer» beabsichtigt, _

An» StadtNS Lau-,

Gieße». 23. April I9l4.

Tie Erziehung nach der Konfirmation,

Tic Eltern nnd Erzieher haben eine sehr große Ver­antwortlichkeit und sollen sich dieser Aufgabe voll bewußt sein, Tie Seelen ihrer Zöglinge sind die Pflanzstätte für das von ihnen hineinznlegciide Sanicnlorn, das, wenn ihre Hossikung nicht trügt, in Zukunft gute Früchte tragen wird. Tamit dies geschieht, müssen alle Entwickelungsperioden der Pflanze sorgsam beobachtet und richtig cingesch itzt werden, Tie Elter» müssen darauf achten, daß nicht allein des Kindes Körper, sondern auch sein Gemüt gepflegt werde, damit das Kind nicht später über eine traurige Jugendzeit zu klagen hat, Was in ihr versäumt ivird, kann niemaiss wieder eingeholt werden, Pater und Mutter haben ganz gewisse Rechte ihren Kindern gegenüber. Zugleich aber auch Pflichten, die nicht umgangen lvcrden dürfen, wenn sich das Versäumnis nicht böse rächen soll.

Etwas, was sehr viele Eltern nicht in richtiger Weise handhaben, ist die Art, mit der sie ihre Heranwachsenden Kinder behandeln. Sie meinen, noch die weichte Wachsform vor sich zu haben, der sie jegliche erwünschte Gestalt geben tonnen: sie sehen den schwanken Zweig im Winde auf- und abschweben und wollen ihm genmltjam die ihnen passend eiffcheinende Richtting geben: sic wollen der zaghajt den unbekannten Lebensweg bcschreitenden Seele das un­verrückbar feststehende, ihnen vor Augen befindlich»: Ziel zeigen, Tiefe aber möchte nun auch einmal nach eigenem Gutdünken handckn, Ter flügge gewordene, Vogel Ivill selbständig die Flügel zum Fluge ins Weite rühren. Unsere Kinder sieben jetzt mehr denn je im Zeichen des Fortschritts, Dies müssen wir Alten ruhig zugeben. Sie lernen inchr, als wir mit dem besten Willen hätten tun können, Die Zeiten und Verhältnisse sind ganz anders geworden. Es gibt heut­zutage hundert einfache Gelegenheiten zur Aneignung alles möglichen Wissens, von denen wir uns nie hätten träumen lassen. Diese sollen auch wir noch nach Kräften ausnutzen und uns dadurch auf dem Laufenden erhalten. Wer nicht mit seiner Zeit vorwärts geht, wird ansangs zur Seite geschoben und bleibt dann bald zurück. Mögen sich aber die Kinder immerhin ausbilden: sie dürfen sich nur nie cinbilden, daß ihr Wissen sic über ihre vielleicht nicht so gelehrten Eltern stellt. Diese haben die ihnen noch sehr mangelnde Lebens­erfahrung, und die Allgewvrdcncn besitzen weit mehr Her­zenstatt als die heutige Jugend.

** Tagcskalcnder für Tonnerstaq , de» 23, Avril: O e I! cn t i i ct) c v o li t iich e Versammlung: Re-ctzstaqsabg. Proicüor Tr. Werner: .Die politische Lage". CtcinS Garlcu, A9 Uhr.

Kouzertabend im Lichtspielhaus: 8'/, Uhr,

" Landesuniversität. Der Groß Herzog hat den Privatdozenten Tr. Hermann Hohlweg znn, nußer- ordentlichen Professor in der medizinischen Fa'nltät unserer Landes,miversität ernannt.

** Aus dem Sch »ldienstc. Der Lehrer Jakob Spilgcr zu La ubach wurde aus sein Nächtlichen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wir­kung vom I, April 1914 ait in den Ruhestand versetzt. Aus diesem Anlaß wurde ihm vom Großhcrzvg das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.

** O ffcne Stelle, Erledigt ist die Stelle des Forst- warts der Forstwarlei Michelnau, Obersörstcrci Nidda, vom 30, April d, I, ab,

** F i n a n z a m t s - B u r e an v o r st e h e r, ilkach einer amtlichen Bekanntmachung des Großhcrzoglichcn Mini­steriums der Finanzen hat der Großhcrzvg genehmigt,.daß die Finanzamtsgehilsen in Zukunft den AmtStitclFinänz- amts-Bureauvorsteher" zu führen haben,

**. Hessischer Svarkassenvcrband, Die Deutsche Gesellschaft für Äausmanns-E'ihv- lungshcimc hat sich bereit erklärt, dem Hesikschen Spartasscuverband die dauernde Mitgliedschaft gegen eine einmalige Zablung von 3000 Ml, zu gewähren, wofür der Verband jährlich 75 Beamte an die Heime entsenden kann, ** I m Zuge tot a u s g e s u n ü e n. In einem Eisen­bahnabteil zweiter Klasse auf der Strecke Siegen-Betz­dorf Gießen wurde am Mittwoch aus der Station H c r - b o r n ein junges Mädchen, das nach- G i e ß c n reisen wollte, tot ausgesundcn. Ein inngcr Mann, der der Bahnbehörde in Betzdorf den Borsall in c l d c t e, wurde vorläufig in Hast behalten. Nähere Angaben fehlen noch, ** Schulnachwuchs, Die Gesamlzahl der mit Bc- giun des neuen Schuljahres eingestellten Anfänger für unsere Stadt beträgt 587 (gegen 531 im Vorjahre), nämlich 294 Mädchen >260 und 293 Knaben (271), Bon diesen ABC- Schüycn entfalten aus die Volksschule 425 G72), i-äm- lich 218 Mädchen (180) und 207 Knaben (192). Auf die höheren L c h r a n st a l t c n entfallen 162 Ansüngcr (159) 76 Mädchen (80) und 86 Knaben (79), die sich im einzelnen wie folgt verteilen: Vorschule der Realschule und des Realgu mnasiu ms 46 (43), Gumnasium 40 (36) H ö b c r e T ö ch t e r s ch u l e 32 (39), ErwcitcrteTöckw t er sch ule 44 (41), Eine praktische Folge bat also der so viel beklagte Geburtenrückgang in unserer Stadt bei der dieS- jäbrigen neuen Einschulung nicht gezeigt. Das Mehr au Kindern, die gegen das Vor,ahr neu eingeschult sind be­trägt 56 oder rund 10 Prozent,

** T i e Rumplcrtaube, die, wie wir gestern bc> richteten, am Mittwoch früh Gießen überflog, landete um i ,8 Uhr nördlich der Stadt Marburg, Die Insassen waren Oberleutnant Schäfer vom Fkiegerbataikloii Nr. 4 und Leutnant K ü h n vom Infanterieregiment Nr, 5 in S > r a ß, bürg, Sic hatten die Fahrt von Tnrmstadt aus unter­nommen. Oberleutnant Schäfer, ein Sohn des Kommerziell-

rats Schäfer aus Marburg, blieb stiit seinem Fluggast bis nachmittags 5 Uhr in Marburg und Wollte dann wieder aussteigen. Es hattvn sich hierzu große Menschcnmassen eingefundcn, so daß dos Jägcrbataillon absperren mußte. Das Gelände eignete sich jedoch hierzu nicht, denn der W i e d c r a u s st i c g mißlang und das Flugzeug erlitt solche Beschädigungen, daß es ab montiert wer­den muß, Tie beiden Flieger hatten sich tmrch Abspringen in Sicherheit gebracht,

** Hundeausstellung, Man schreibt »ns: Tie Vor­bereitungen für die Ausstellung von Hunden aller Rajicn aus der Licbigshöhe am Montag sind in vollem Gange lind werden recht­zeitig beendigt sein, Tie Beteiligung der Hundebesitzer von Rech und Fern ist als sehr gut zu bezeichnen, denn cs lind für 320 Hunde annähernd 600 Meldungen abgegeben worden, so daß die Arbeit Preisrichter, t>ie alle Don auswärts kommrir, leine leichte sein roird, Es ist Wert darauf gelegt worden, in jeder Be­ziehung die Vorschriften des Kartells der Stammbuchführenden Spezialk^ubs genau zu erfüllen, wozu insbesondere gehört, dast nur anerkannte Richter mit langjä-hriger Erfahrung zur Be- urtei ung zugezogen werden dürfen Unter anderem werten auch dir Vertreter von solchen Rassen diesesmnl vorgcjührt loerden kön­nen, die bisher in der hiesigen Gegend noch gar nicht bekannt waren So ist einAlpen,ennhund" und ct» , zottiger Owtscharta, Südrussischer Hirtenhund", gemeldet. Außerdem werden viele Hunde ausgestellt, die schon vielsach prämiiert und als erstflasstge Vertreter ihrer Rasten anerkannt sind, Dibei befinde» sich solche, die aus Ausstellungen schon 88 erste »nd Ehrenpreise erhalten haben. Der Besuch der Ausslc.lnng wird jedem Tierfreund bestens empfohlen werden könne»,

*> Habt aut die Katzen acht! Der Vogelichutzoercin snr das Großlurzogtum Hessen schreibt uns: Habt ans die Katzen acht! Diese Mahnung möchten wir auch in diesem Jahre wieder allen Natur und Vogklsiruiidcn recht nachdrücklich ans Herz legen. Weitaus die meisten unserer inscktensressenden Singvögel sind aus ihren südlichen Winierguarlieren zurückgelehrt und haben in der deutschen Heimat ihre alten Brutstätte» wieder ausgesucht. Es gibt aber keinen Feind, der unter der brütenden Vogel- w e l t s o l ch c B e r h c c r ll II g e n anrichtele, als die w i l d c r » d e Hauskatze", Eine riesige Anzahl von Vogelbruten wird all­jährlich von Katzen zerstört, die namentlich nachts, in der Morgen­dämmerung, aber auch am Tage, die Nester beschleichen, die Jun- gen aussresseei und nicht selten auch die brütendeu Weibchen er­haschen, So manches liebliche Vogelidyll endet in einer blutigen Tragödie! Der Natursieund licht sich um seinen Genuß betrogen, wenn er eines Morgens da« zerzauste Nest zwischen den Zweigen I ingcn oder am Boden liegen fielst» die Jungen, die demnächst hätten ausfliege» sollen, geraubt und die Alten verstört in der Nähe am einem Baum hockend. Es sind wahrlich nicht gering! Beträge, die jahraus jahrein von Staaten, Kommunen und Priva­ten snr die Vogclvilege verausgabt werden. Das Geld ist vielsach nutzlos ausgegeben, solange es unterlassen wird, den Raubzügen der wildernden Katze eutgegenzuwirkcn! Drum: Wollt ihr Vögel hegen, dann habt acht aus die Katze», besonders letzt, zur Brut­zeit! Diese Mahnung gilt natürlich auch dem Katzcnbesitzer. Noch genießt die Katze unter allen Hausticrcn allein das Vorrecht, ihres Besitzers Gebiet zu rerlasten, ungestraft fremdes Eigentum zu betreten und dort dem Bogelmor) nachzuaelzen Die Rücksicht auf die ästhetischen Interessen des Nachbars, der an dem Gesang des lebensfrohen Geschöpfes seine Freude ha!: die Rücksicht auf die wirtschaftlichen Interessen der Aflgemeinlstit, die es sich etwas kosten läßt, die inscktenverlitgende Vogelwelt in der deutschen Hei­mat zu hegen nnd zu pflegen, müßten es jedem Kntzenbesitzer, der seiner Bcrantnwrtlichlkit bewußt ist, nahelegen, seine Tiere schart im Auge zu behalten und während der- Brntzcit der Vögel, d, i, etwa von Anfang April bis Ende Juli, wenigstens nachts, in seinem Haus oder in seinem Stall cinzusperren!

** Beschädigung der Anlagen, Man schreibt uns: Fast täglich werden die össentlichcn gärtnerische» Anlagen durch Abreißen von Blumen und Zweigen, durch Betreten der Rasen­flächen und Beete beschädigt, durch Hinweisen von Papier und sonstiger Absälle verunreinigt. Um diesem Uiisng wirksam zu steuern, bedars es neben den, Eingrestc» der Polizciorgane, die in derartigen Fällen unnachiichtlich Strafanzeige erheben weiden, auch der tatlrästigen Unterstützung des Publikums, Alle Besucher unserer schönen Anlagen werden daher bringend ersucht, diesen Ihren besonderen Schutz angcdeiheu zu lassen,

** <8 ü t e v t c di ije r c fl i il c r Heinrich Zecher VI., Wirt z» Stau sende rg, nnö dessen Ehelra», Katharine, geb Rolshausen, haben durch »olarielte» Vertrag vom 7, April 1914 Güier- t r e n n ti n ä vereinbart.

** Kleine Mitteilungen, Eine ältere Frau wurde am Dienstag abend in R o d h e i m v, d, H. von einem durchgehenden Gespann übcrrannt und dnbei lebenSgeiährlich verletzt, In seiner Wohnung erschoß sich am Dienstag nachmittag der 64jährige Kaus- mann .Heinrich M c t n b a ch zu F r a n k III r t. Ein unheilbares Leiden trieb den Mann in den Tod, Der Arbeiter Schneider in B o r n h e i m hotte mit der Frau seines Freundes D a n m a n n ein Liebesverhältnis angckuüpit. worüber es nach langen Streitigkeiten zu Tätlichkeiten kam. Hierbei stieß Raumann dem Schneider einen Dolch in den Leib, daß der Mann tödlich ver­letzt zusammenbrach, Baumanu wurde verhastct, Aus der Krcisstraßc Sprendlingen in der Gemarkung Neu-Isen­burg iourde am Dienstag mittag ein 9 Jabre altes Mädchen von einem den Adlcrwerkcn gehörenden Automobil überfahren und so­fort getötet Tödlich verunglückt ist gestern der Dragoner Wendel Mahr, 24 Jahre alt, aus Traisa bei Tarmstadt, Er fuhr mit einem Krümperwagen. Als die Pferde scheuten, stürzte er ab, kam unter die Räder und wurde schwer verletzt in das Militär- lazaret gebracht, wo er verschieben ist, In Mühlheim bei Ostenbach verbrannte sich der verbeiratetc 24jährigc Fabrikarbeiter Karl Herzog aus Groß-Auheim mit einer Säure schwer an Gesicht und den Händen. Turch einen scheu gewordenen Bullen Iourde der 60jährige Landwirt Karl D ö h n von Ober - Ingel - heim schwer verletzt, Töhn führte den Bullen aus der Ocken- beimer Strafte von Grolsheim nach Ober-Jngctheim, als das Tier durch ein vorüberfahrendes Auto ichcu wurde und sich losriß, Töhn ivnrde umgcrannt, wobei das rasende Tier, ehe cs gebändigt wer­den konnte, aus ihn hcrumtrat.

" Konkurse in Hessen. Im Konkurse über das Vermögen

der Firma Max W e r l h e i m e c & Eie. in B >1 dinge n ist zur Abnahme der Schlußrechnung, zur Erhebmig von Einweadimaen gegen batz Srblnßveizeichnis und zur Velchlnßsassnna der Gläubiger über die nickt verwertbaren Vermögensstücke ans Freitaa, 15. Mai 1914, vornilttaas 107, Uhr, Schlußtermin anberaumt worbe», 1» dem !tonk»rsverlot>ren über das Permüaea detz Alkr. N o d r i a stonimani, in Alzen, Inhaber der Firma .Alired Nodrian, verrengorderobe und Älabgesckätt" in Atze», ist inlolge eines von de», Gemeinßhnlbner acmachtcn Vorichlag» za einem ZwangS- vergleiche Vergleichslerini» ans ToanerStaa, 7. Mai 1914, vor­mittags 10 Uhr, vor dem Awlsgerjchi Alzey nnberanml, weniäß § 189 d. K-O, wird der Pergleichslermi» mit dem allgemeinen Prnknnaskernnn verbunden. Ter VergleichSvorichlag liegt nni der GertchtSIchreiberei des IlonkurszerichtS znr tztnstckt der Beteiligten oßen, TaS KonknrSveilabre» über den Nachlaß des zn Unden- l> e i >» Evarrinnlile verstorbene» Müllers .iohnnn Scherer ist »ach eZolzer Adhaitnng de- Schlnßterminß ansgehode» worben,

LanSkreis Gießen,

rT Klein.Linden, 21, April, D:r Rote-K renz ta g beschäftigte gestern abend eine Sitzung des Ortsausschusses unter dem Vorsitz des Plärrers B c ö ck c l m a n n und des Bürgermeisters I ii n g imDeutschen .Hol", Es wurde einmütig beschlossen, die leier ähnlich wie die Völlerschlachtieier zu gestalten, Vormittags ist Festgottesdienst mit Kirchenparade des Kriegervcreins und der u-anitälskolonne vorgesehen, Nachmittags sindet ein seitlicher llm- > der Schulklassen »nd Vereine statt, daran schließt sich bei gün­stigem Wetter allgemeine Feier in dem WäldchenWoisting", An- wrache» wechseln mit Mustkvorträgcn, Eböre der Gesangvereine und allgemeinen Liedern, Dazwischen sindet der Bcrkaus der Ab­

zeichen, Rotc-Kreuz-Karten und Büchlein, sowie das Sammeln von Geldbeträgen statt. Auch ist siir den Vormittag ein Verkauf in den Häusern durch junge Mädchen vorgejchen,

Kreis Alsfeld,

Hj Elpenrod, 21. April, Tie heutige letzte diesjährige B r e u.» h o l z » e rst c i g e r u » g aus den Domanialwatdünge» der kwcriürstrrej Hainbach hatte reichen Besuch, Tie Preise waren sehr niedrig, Bier Rm, Bucheisicheit kosteten nur 2526 Mk vier Rm, Bucknmvrügrl 1718 Ml,, vier Rm Birchenstöckc 10 bis 11 Ml,, sechs Rm. Buchenreisig 23 Ml,, vier Rm, Kiefern­holz 1012 Ml,

X Ruppertenrod, 22, 'April, Aus der A l l e n d 0 r s - Stiftung erhielten auch in diesem Jahre wieder die hiesigen Konsirmanden, sechzehn an der Zahl, ihre Gesangbücher zur Kon- sirmation, Tie Konsirmanden zc'igien sich dafür dankbar, indrnr sie das Grab des Sohnes von dem Stifter bekränzten. Auch die Gemeinde will dem hochherzigen Sstilcr ihren Dank durch Aus­hänge,! einer Marmornen Gedenktafel in der Kirche bekmwen.

II B r a u e v I tl) m e » b, 22, Avril Gestern abend »m U8l!hr landete in der Nähe der Bahnlinie eine F I n g m a I ch i » e »nt zcvei Jnjalsen, die bald von emer groben Znschauermenge umgeben ivnren, Tte beide» Jnsahen waren Liftziere nnd mußten, dg cS bald Nach, ivnrde, ans dem nicht acrade günstigen Gelände landen, Tie Maichnie iourde von drei Männern aus Branericlnvend be- ivacht, während die Ossiziere sich znr Nachtruhe ins Tori begaben. Heute morgen umAl »hr stiegen die Flieger wieder aus.

Kreis Lallterbuch.

N, Oucck, 22, Llpiil, An Stelle des langjährigen Bürger- Ilkeisters Heil, der ans Gejundlzcitsrücksichten nach 40jähriger Ticnstzcit sein Amt niedcrgclegt hat, wurde gestern der ueiigcwähtte Bürgermeister Ehrißian Hosotann durck, den tziroßh, Areisrat v, Werner im Beisein des Gemeinderats verpflichtet und in den Dienst cingcwikscii,

R, Unter-Schwarz, 22, April, Gestern fand hier für den verstorbenen Bürgermeister Ltps Neuwahl statt. Trotzdem t ie-Gemeinde mit dem Gräflich Gärtzjchen Gute Richthot nur 125 Einwohner zählt, waren zwei Kandidaten crufgestrllt wor­den, Es erhielten Konrad Livs IV,, der Sohn des öerscvrbrucu -Dürgernecistrrs, 18 Stimmen, während der Gcgcnkaildidat Alles nur l Stinnne erhielt. Das Bürgcrmcistcramt bleibt jetzt zum picrtclrmal in der Familie Lips,

Kreis Lchottcn.

8 Gedern, 22, April. Tank de» Bemühungen deS Llindtagsabgeorductcn Forstmeisters Dr, Weber ist die Ge­meinde Burkhards den Orten eingerciht worden, in denen mit der Schulstelte eine Ortszulage verbunden ist,

- - U l i fl , 22. April, Seit kurzer Zeit ist jetzt ständig eine ausgcbildetc T c k a n a t s - K r a n k c n >' ch w c st e r sta­tioniert.

Kreis Friedberg.

OFricdberg, 22, Llpril, Gegen einen Ingenieur und dessen angebliche Braut von auswärts findet eine Unter­suchung statt. Beide hatten als E h e I e u t e eine Wohnung bezogen, die M ö b c l aber, die einen Wert von 3000 Ml, hatten, verschleudert nnd den Erlös verbraucht, An der städtischen Technischen Akademie finden gegen­wärtig die Prüfungen statt. Gegen Ende des Monats sollen Borträgc allgemeiner Art für Damen nnd Herren Fried­bergs und der Umgebung gehalten werden,

m. Friedberg, 22, Avril, Ein Spediteur hatte am llckaberg einen 10 Meter langen Möbelwagen von der Bahn ausgcladen und wollte ihn um die Burg herum in die Stadt iahren. Beim Antahren v e r s a g t e d i c B r e m s e und der Wagen sauste, mit den vier Pscrden bespannt, den steilen Berg hinunter. Der Spediteur kam zu Fall, Ein entgegenkommender Wagen mußte auf den Fußsteig flüchten,nd suhr bei dieser Gelegenheit einen Allee- banm um. Der Wagen des Spediteurs sauste am Fuße des Ufa» berges in einen großen Hausen Schlacken, wo seinem wilden Ren­nen ein Ziel gesetzt wurde,

k Butzbach, 22. Avril. Rechtskonlulent Wllh, Povvelr» d o r s nnd seine Ehefrau, Maria, geb, NoN, seierten an> Mittwoch das Fest der silbernen Hochzeit. Ta heule auch die Trauung der Tochter statlsindet, so erirent üch die Familie eines Tovvestestes, ui, O ck st a d t. 22, Llpril, In der vergangenen Nacht brachen wieder einmal zwei wildernde Hunde, Ivelche schon vielsach in der Umgegend in Schafherden große Verwüstungen anrichteten, in den Pfercki der G c m ei n d e sch ä s e rer ein. Sie zer­rissen rin 5s d) a t ans der Stelle und verwundeten fie- bc» weitere Schafe, sa daß diese sofort abgcschlachtet wer­den Mußten, Die beiden Räuber waren ein kleiner schmutzig weißer Spitz und eine große blaue Dogge, Tie Herde war nach allen Windrichtungen zersprengt,

Hessen-Nassau, sj M a rb u rq. 21, April, Tie Einweihung des Kreis- Kriegerdenkmals, welches im Süden Marburgs, aus dem Fricdrichsplatz, Aufstellung finden soll, findet am Sonntag, den 5, Juli, statt. Am Tage vorher wird in Mar­burg der Abgeordnetentag des Kurh es fischen Krie­ge r b n n d e s abgehalten,

Fr a n k sn r t, 23, April, Zu Pfingsten dieses Jahres wird einer der großen studentischen Verbände, der D e u t s che W i s s e n - schastler-Bcrband, seine» Vcrbandstag in Frankfurt a. M, abhalten, Ter Deutsche Wtssensckxtstlcr-Vcrband ist der jüngste große studentische Bund, aber er wurzelt dach sest in einer mehr als 60jährigen Geschichte. Der D. W, V, zählt gegenwärtig 84 Verbindungen mit 3000 Llktiöen und über 12 000 Alten Herren, Zn der Pfingsttagung haben Oberbürgermeister Voigt und der stiektor der Handelshochschule, Prof, Tr, Wachsmuth, den Edrenvorsltz übernommen: die Handelshochschule siir die wissen. schastlicken Sitzungen Pat ihre Höriälc zur Verfügung gestellt, Die Rednerliste enthält Namen wie (tzeneralfeldmarscholl Freiherr von der Goltz, Hauptmann Freiherr von Seckendorfs, Geh, Kirchcnrat Pros, Dr, Eck-6!ießen, Tie Stadt Frankfurt lrird den Fcstteilnehmern .im Römer einen offiziellen Einpfang bereiten. Bei dieser Gelegenheit wird eine große .Ehargrerkeir- ausfahrt in Wichs mit Fahne» .veranstgjtet. Ein großer Fest- lommcrs, ein Ansfliig nach Homburg und der Saalburg vervoll­ständigen die Fcstordnung, deren Abschluß eine Rhernsohrt nach Caub und zurück nach Bingen bilden wird,

S, W c st c r b u r g, 22, April, Das elektrische K r e, s - Kraftwerk Höhn-Wefterburg will» voraussichtlich am 1, Juli denr Betrieb übergeben. Die Hochivannungsleitung (50 000 Volt! Höh»Vallendar ist bereits im Ban begriffen,

S, Eisemroth, 22, April, Der Gemeind: Eisenroth wur­den zur Wiedcrhersteflung der Vizinalwegc BickenWallenfels nd TringcnsteinEisenroth und Ortsbering 30 Prozent der 3650 Ml, betragenden Gesamlkvstcn aus der Staatsrentc bewilligt, Wiesbaden, 23. April. Eine hiesige Kunsthandlung hatte in threni Eckiaulenster ein Gemälde v o » N i k o I a n « Ports sin ausgestellt: .Zeus und Kaliito', Es mußte aber n»k Peranlaffnng der Polizei au? dem Schanseniter entsernt Iverden, da nngeblich das Publikum a» ihm Aergeniis nehme. Ter An­walt der Firma hat gegen das Vorgehen der Behörde Einspruch erhoben.

vermischte«.

* In einem B r a u n ko HI e n l a g c r unterhalb einer »Straße in St, Etiennc ist Feuer ausgcbbrochcu. Mehrere Häuser, bereit Bewohner durch den ausströmendcn Rauch be- Itelliat werden, müssen geräumt werden. Die Behörden br- schlosscn, das Feuer dadurch zu ersticken, daß tiesc Gräben gezogen und mit Ton ausgesüllt werden,

* Das F e st im u u t e r i r d i s ch e n P a I a st, Tie Freunde und Pächter des Herzogs von Pvrtlaud lmben in diesen Tagen ein seltsames Sckiauspiel genießen können: sie nahmen an dem prunk­vollen Feste teil, das der Herzog zur Feier der Großjährigkeit seines Sohnes in den, nntcrirdlschen Schlösse von Welbeck Adbcy gab, Welt über l00 Millionen hat der 1870 verswrbcnc sünste Herzog