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und auRctbfm den Arbeiterinnen goldcnc Broschen nnd den Ar- beitern goldene Anbanner an llbrlettkn unter anerkennenden Worten inr ihre treue Dienstzeit überreicht. Darauf solgte ein Vortrag de? Regiernngsasjeiwr» Kiemen aus Büdingen überDie Kranken­versicherung nach der ReichsvcrsickwrnngSordnung mit beiondcrcr Berückiichtignng der Porichriilcn inr die Landwirtschaft" Ter Vor­sitzende widmete zum Schlüsse dem kürzlich verstorbrncn Vorstands Mitglied, Altbürgcrmeister Karl M ö b s in Gettenau, ihr feine lang fahrige Bereinstätiglcit einen Nachruf.

Univcrsitätr-Uachrichten.

Bom Sommericmestcr 19.1-1 ab wurde an der Universität Erlangen ein Seminar für neuere Kunstgeschichte errichtet, dessen Leitung dem a o. Professor Dr. Friedrich H a a ck über tragen ivorden ist.

- An? Franksurta. M. wird uns gemeldet: Zum dritte» Fachvertreter der Privaiwirtschaitslehre HandelSwissenschai, ins­besondere für das Gebiet de? Warenhandels an der Akademie für 2o,ial- und dandelSwiisoischastkn in Frankfurt a. M. ivurdc Dr. vhil. Ernst P ave, Fisher Dozent an der Vandclshochfchnlc in Leipzig berusen

Aus Bonn schreibt man uit?: Alz Nachfolger de? in den Ruhestand getretenen Geil Rats Professor E, Äieseler ist der a. o. Professor der la»dw»tichastlich?n Hochschule in Koben- Hein, Dr. Hans Kolldack zum etatsmätzigcn Professor an der Londwirtschastlichm 1'lladcmic zu B ° r. n P o p p e l 4 d o r f ernannt worden.

Deutsche werkblnd-rlurstelsung Köln

Tic Kölner Werkbund Anstellung besitzt u, a. auch einen über 30C00 Ouadratincter grast» Tporl Platz mit eigenem Stadien und wird eine Reihe glänzendr -Sportfeste veranstalten. Schon am Tage nach der Eröffnung er Ausstellung am Sonntag, den 17. Mai, findet die erste spärliche Pcranstaltnng statt, dieDeutschen Boxwettkämpse", deren Borereitung der Kölner Turnverein über­nommen hat. Am Christi Hnimelsahrtstagc (21. Mai, gelangt im Stadion da? Fustball-Städllpiel Wien-Köln zum Austragi am 24. Mai ist das Drilliche Budesscstipiel der evangelischen Jugcnd- vereine. ES folgen dann in -unter Reihenfolge Wettkampfe aller Art. Am 16. August wird u a. eine englische Futzballmannschast auf dem Sportplatz erscheinen

Das Stadion selbst enthh inmitten den 100 Meter langen und 65 .Meter breiten Fuftbclpsatz, ferner um diesen die ovale 7>. Meter breite und 400 Mer lange Laufbahn. Tic vom Fntz- ballvlatz nicht ausgesüllten Tee des Ovals find für turnerische Zwecke. wie Weitsprung, Reckt Inen. Tistuswersen u. a. IN. ein­gerichtet. Die Trrbnne des Stafons ist 62 Meier lang und ent­hält 1700 Plätze, von denen ',0 überdeckt sind. Tie übrigen Zuschankrplätze find stufcnsörng angelegt Am ganzen ist Platz für 15 000 Zuschauer varbiden. Auch das £> au? d e r Fra» aut der Wcrkbnnd-Au?st<nng ist so ziemlich fertig. Es wird inmitten reizender gärtnert,er Anlagen liegen nnd wird eine Uebcriicht über die Arbeit x Frau auf werkkünstlerischen Gebieten geben. Auch eine Tammlrg der hervorragendsten Kunst­schöpfungen weiblicher Knnstgröstenmrd das öau? der Frau ber gen. Für unsere kleine lalier auch fr die grostei Welt wird eine graste Puppenansstellung von Reiz in. die die besten Künstlerin­nen aus dem lssebict der modcrnevPnppensabrikation im Hau? der Frau veranstalten.

Dermifdes.

* Phjama Hausse in U l str. Englische Bläitcr aniü- sicren sich über die ungeheure Menge Tchlafanziigen, die von Gegnern des Homerule für die Arme Sir Edward Carsons in Ulster gestiftet worden sind. Tie el nc ',1 scheinen mit nicht? fo gut ausgerüstet zu sein al? mit -alafanzügen, die erst zu Dutzenden und dann zu Hunderten bei d Armee eintrasen. Wohl­tätige Stiftungen haben die 2ache i die Hand genommen, damit die Ulster-Leute in kalten Nächte>,nr ia nicht zu iricren brauchen. Einige reiche Enthusiasten nai^n die Phjama-Fabri- kailon in die .Hand nnd zahlreiche ar IN e'ist er innen fanden ber diesem Unternehmen lohnende. Beichästian, g^nn ist cs schon so weis, dah jeder Freiwillige der Illstcrarm scinen vollständigen Schiasanzug hat, aber der Pnjama Legen .(och immer nickt nach und cs wird gar nicht lange dauern, f,rl jeder ^vrci. willige von Ulster auch noch einen zu», 2tc,chjxi

Tic beiden 2 ck> w > » d l c r der Kompagnie An­der- Militärzei« de? iranzöiiichcn Schouimelers M. Porel er zählt fick. Pari? eine hübsche Anekdote. Porel ivai al? Span Vogel bekannt und da? Zimmer, au> dem er lag, irwtlle sich stets > bei seinen Worten wr Lachen ausschüttc», ohne pedoch ihren Sin» immer joiort .zu erfassen Auch die Lfliziere kannten ,h>, iw» die'er Seite und brachten deshalb seinen Ausreden ein sehr berechtigte? Mistiranen entgegen. Als »tan ihn einst zu einem gemütlichen Fest in Pari? eingrstadim hatte, bckt er seinen Hanpimann er stand in Mcour uni einen achtnndvierzigstündigen Urlaub, mit der Begründung, er müsse in Paris seiner Äliwestea lwi einem Umzüge Helsen. Der Ossizier' erwiderte mit den, ernstesten Ge sichte von der Welt:Unmöglich! Uebrigen? Hai mir Fine Schivk ster soeben telegraphiert, sic bedürfe Fhrer nicht inehr." Ter junge Soldat iah erstaunt a»f nnd machte Kehrt, Rach wenigen Schriiteit lehrte er :edocki z» seinem Borgeictztim zurück.Herr Kaiiptmaii», ich mutz Ihnen die Mitteilung machen, dost in unserer Kompagnie zwei Schwindler sind. Der erste bi» ich: denn ich habe gar keine Schwester . . ." Der Offizier brach in ein Gelächter au? und bewilligte den verlangten Urlaub.

*Schädliche' Tiere. 3ic Zeit ist noch nicht lange vorüber, in der e? fiic den Jäger nnd kür den Forstmaiin Ehren­sache war, In {einem Revier alle? .Raubzeug" auSzi,rollen. Zu- zivllche» hat »in» aber einaeselien, datz es nicht so leicbt sst, ijc Natur zu korrigieren. Tie Einteilung in schädliche inid nüglsche Tiere, wie ste noch die beute crivachseiie Geileration in der Schule lernte, hat sich !a»ae als ganz irrig he.anSgestestt. Tie Erkenntnis diel«? Irrtums verdichtet sich in den legten Zaliren- minier mehr und mehr zu dein Wunsche »ach gesetzlicher Einiührung von Schon­zeiten auch für Raubtiere. Die Ratnr iängt an, nch kür die ,br oneetaue Korrektur zn rächen. Zn Mecklenburg bat die!>ainchei>- vlage unter eincin veraltete» Jagdgesetz derart überhand ge»o»>i»eii, das, derMcnsth diesem schädlichen Nager stelleniveise nahezu macht­los gegenüber»«!». Ans diesem Grunde külirle die Grostherzogliche Regierung im Doinanimn bereits vor längerer Zeit eine Schon­zeit inr die Feinde der Kaninchen ein. Tiese Ma nähme Hai so aunerordcnllich günstig gewiikt, da» der nietklendnrgischc la»d- ivirlichaktlichc Verein an den letzten meckleiibnrgischen Landtag die Bitte gerichtet hat, jene gelegt,che Bestimnunig auch für das Ge­biet der Rillerschait nnd der Städte in Krast treten zu lassen. Er wird danach >» Zukunkt in Itzecklenburg kür de» Tachs, den Fuchs, den Baum- und den Eliininarder, den Iltis und das Wiefel ein» gesetzliche Schonzeit vom 15. Marz bis zunt 15. Oklobcr enigelührl iverdin.

* T i e starke Dosis. Ein italienischer Landarzt liest bei einem Kranke» ein Schäcknelchen mit Pulver zurück und gab der Familie aus, ihm täglich iiini Gramm zu verabreichen.Öcrr Doktor", sagte die Frau de? Kranken,wir haben zu banse wohl eine Wage, aber nnZ fehlen die Gewichte,"Nun, dann »chnit statt der iüns Gramm cinen Lire, da? ist dasselbe." Zwei Tage später fand der Arzt vci seinem Besuche den Patienten tot oor. Al? er fragte, wa? sic denn mit dem Pulver gemacht hätten, wurde ihm der Bescheid:Ja, wir hatten zu Hause keine Silberlire, und da haben wir die Summe in Knpserstücken ans die Wage ge­legt,"

* Respekt vor den Naturgesetzen! In einem rö­mischen Theater findet ein Kinderbali statt, ein Koftümscst, zu dem die Kleinen inaskicrt erscheinen und die Mütter mitbringen dürscn. Tie sorgsaine Direktion hat zu dieser Gelegenheit fol­gendes Plakat anschlagcn lassen:Jede? Kind dars nur von einer Mutter begleitet sein!"

Meteorologische Seobachtungen der Station Gießen.

April

1914

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