Ausgabe 
14.4.1914
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 86

Drittes Blatt

t64. Jahrgang

Erscheint täglich mit Ausnahme des Tonntags.

Die«te-ener ZamIIienblätter" werden dem »Anzeiger' viermal Ivöchentlich betgelegt, da» ..«reirblat« für den «reis «ietzen" zweinial wöchentlich. Di-Landwlrtschaftitchen zeit-

fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhejfen

Dienstag, N. April t9|4

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'Ichen Unwersitäts - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange. Bietzen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» strahe 7. ®EP^ttion und Verlag: «uKöl. Redaktion:«^ ^2. Tel.-Ldr.:AnzeigerB>-tzen.

Die Erfolge der Fürsorgeerziehung.

Soeben hat das Preußische Abgeordneten­haus in dritter Lesung einen Gesetzentwurf einstimmig angenommen, der das preußische Fürsorge.-rztehungsoesetz entscheidend verbessert. Während bisher meist die schon verwahrlosten Kruder zur Fürsorgeerziehung überwiesen wurden, indesseir die gefährdeten der össentlichen Ersatz­erziehung nur in geringem Maße teilhaftig wurden, wird künftig der vorbeugende Eharalter der Fürsorgeerziehung viel ausgeprägter zur Geltung tommcn Daniit aber wer. den sich die Erfolge dieser Erztehtingsart zweifellos stark erhöhen, denn es ist natürlich sehr viel leichter, bloß ge- sährdete Kinder zu bessern als bereits verwahrloste. Aber auch jetzt schon sind die Erfolge der Fürsorgeerziehung außerordentlich bedeutsam, was im großen Publikum, wo man stets an die so überaus bedauernswerten Ereignisse in Mieltschin und in der Blohmschen Wildnis denkt, noch lange nicht genug bekannt ist, Schon die Erfolgstatiftif, die die preußische Regierung im Jahre 1311 in einem um­sangreichen Bande verössenttichte, hat beioiesen, ivelch ein Segen aus dieser so viel geschinähtcn Erziehung entsprießt, Nunmehr aber liegen ,vettere Ergebnisse der Fürsorge- erziehung vor, die zeigen, daß die guten Resultate, über die im Jahre 1811 Kenntnis gegeben werden tonnte, durch­aus andauern, Hierüber berichtet der verdiente Dezernent der Fürsorgeerziehung ini preußischen Ministerium des Innern Geh, Lverregieruugsrat Schlosser in einem lehr­reichen Artikel, den dasZentralblatt für Vortnundschafts- wesen, Jugendgerichte und Fürsorgeerziehung" (Berlin, Earl Hehmanns Verlag) verösscntlichi, ES ist uns natürlich nicht möglich, die Einzelheiten des Schlosserjckwu Aussatzes an dieser «teile iviedcrzugeben, in Anbetracht der Wichtigkeit der Lache aber ivolteu wir doch wenigstens die hguptsäch-- Hcl)eu Feststellungen Schlossers mitteil.'n.

Erforscht wurde dilich eingehende Fragebogen das 5-ach- leben der voni 1, April 1003 bis 31. März 1010 entlassenen Zöglinge Die Fragebogen sind in der Zeit vom 1. April bis I Juli 1913 versandt worden, so daß man nach dein ziemlich großen Zeitraum von drei Jahren loutroilicren konnte, wie sich die Zöglinge in der Freiheit bewährt hatten. Freilich war es nicht möglich, alle Zöglinge zu ermitteln. Aus den 1176 männlichen und weiblichen Zög­lingen wurden zunächst alle geistig erkrankten, verstorbenen und in das Ausland gegangene,i ausgesouderi. Rach Abzug dieser stellte sich heraus, daß 776 Personen nicht zu e:a Mitteln waren. Im ganzen ist der Auicuthalt betanui ge­worden von 3110 geistig gesunden ehemaligen Fürsorge­zöglingen, Hiervon führen sich befriedigend 21,38 69,4 Prozent, zweifelhaft 436 14,0 Prozent, ungenügend 516

16,6 Prozent, Sehr charakteristisch ist, daß der Prozent­satz der Personen intt befriedigender Führung genau der gleiche ist, wie bei der letzten Ersotgstatistik, also ein Be­weis, daß es sich bier nicht um ein Zufallsergebnis handelt.

Mithin hatte die Fürsorgeerziehung bei fast 70 Prozent aller Fürsorgezögliugc entscheidenden Erfolg, Wie im Jahre 1911, so ist auch jetzt wieder die Erfahrung gemacht worden, daß die Erfolge uni so günstiger waren, je früher die Erziehungsarbeit einsetzen konnte. Besonders erfreulich ist, daß auch bei den schtversten Elementen den der Unzucht verfallenew Mädchen die Ersotgc recht günstig genannt >verdeii dürfen, Bon 653 solcher Mädchen haben eine be» friedigende Führung zu verzeichnen 426 --- 65,2 Prozent, eine 'zweifelhafte 96 14,7 Prozent, eine schlechte 131

20,1 Prozent. Bon diesen 653 Mädchen haben sich 352 verheiratet, 279 dieser Verheirateten sind unter den Ge­besserten zu suchen.

Wie Geheimrat .Schlosser mitteilt, wird von jetzt an altiäbrlich vom Ministerium des Innern eine Ersolgstatistik veröffentlicht werden.

Freilich die Kosten der Fürsorgeerziehung sind nicht gering, ober es sind Kosten, die sich lohnen, es sind Summen, ine so produktiv ausgeiveudet wcrocn, wie kaum andere im Staatshaushalt, Im Jahre 1912 bKiefen sich allein in Preußen die Kosten der Fürsorgeerziehung auf 9 224 788,49 Mark für den Staat und aus 4 659 988 Mark für die Kommuualverbändc Hierzu kommen noch die Aufwendungen aller andevcn Bundesstaaten für dies" Erziehung, die eben­falls recht hoch veranschlagt werden müssen. Abgesehen aber von den 70 Prozent der Gebesserten wie große Werte hat schon die Fürsorgeerziehung allein dadurch ge- schasfeii, daß sie einem erheblichen Teil der Jugendlichen eine vortressltche Berufsausbildung verschaffte! Es wur- den im letzten Berichtsjahr aurgcbftdct: 1177 Schneider, 1127 Schuhmacher, 1092 Tischler, 989 Schmiede, 744 Bäcker, 343 Sattler, Polsterer und Dekorateure, 30! Maler und Anstreicher, 298 Schlosser, 238 Stellmacher, 229 Klempner, 184 Korbmacher, 160 Fleischer und zahlreiche andere. Die größte Zahl aber entfällt auf die Landwirtschaft, nämlich 11634.

Lustschiffahrt.

Rtugliederung de? Flugwestus im österreichischen Heere,

A, u, M. Das Flugwesen des österreichische,, Heeres soll neu gegliedert werden. Rach den bisher veröffentlichten Nach­richten wird ein Flieger-Regiment zu 8 Kompagnien gebildet. Das neue Regiment soll aus zwei Baraillonen zu je 4 Kompag­nien zu sc 46 Zügen bestehen. Eine Zusammenfassung des Regiments in crncr Garnison ist nicht bcabsichrigl. Es sollen vieimehr die einzelnen Unterabteilungen aut das ganze Reich verietlt werden, teils um die schon vorhandenen Anlagen an Flug. Plätzen. Kasernen usw, ausnutzen zu können, teil* um die Kenia- ins dieses neuen KriegsmittetS möglichst wett in der Armee zu verbreiten und den höheren Truppenführern aller Orten Ge» legenhcht zu geben, sich n»u der kriegsmäßigen Verwendung der Flugzeuge bei den größeren Truppenübungen vertraut zu machen. Feder Zug soll mu fünf Fahrzeugen ausgestattet werde», Tie Werkstatt- und TranSvortsakrzeuge werden dem Bataillon un­

mittelbar unlerstetl!. Die Haupttättgleit ioll sich in der nächsten Zeit aus die Ausbildung einer genügenden Zahl von Öitizier- stiegern erstrecken. Es sollen mindestens 200 Osstzicre als Flug­zeugführer und ebensovicle als Beobachter aue-gebildet werden. Was die Flugzeuge anbctangl, io tollen zivct verschiedene Dopen geschaffen werden: ei» Augrisssstugzeug »nd ein Erlundmigs- slugzeug. Ersterc sollen eine Nutzlast von 800 Kilogramm beiör- dern können, wobei etwa 150 Kilogramm aus die Sätusuvasje und die zugehörige Munition gerechnet sind. Neben dem eigent­lichen Flugzcugtührer wird ein Schütze zur Bedienung des Ma­schinengewehres mitgenommen, An Bctriebsmittetn iihd 150 Kilo­gramm gerechnet, so daß man aus eine Entfernung von 150200 Kilometern bis zum Gegner rechnet.

Hamburg, II, April. Die a»t Veraiilassung des Relch?» lolonialaintes nach Karl vis in Tüdiveltatrika gebenden beidei, Flieger Drück und Fiedler babe» heule abend mit vier Unter- oifijieren als t.ilcitern die Ausreise mit dem DamvierGeneral" angetreien, Tie Erpednion süti't zivct Fliigavvarate mit sich.

Aspern, .12. April, Als bei den heutigen Schauslügen der Flieger Le monier eine Höhe von 100 Metern erreicht hatte, sprang sein Mitflieger B o u r h > s mit einem Fallschirm vom Flugzeug ab: beim Ausschlagen aus den Erdboden brach er beide Berne und erlitt innere Verletzungen. Das Flugzeug verlor das Gleichgewicht und stürzte zu Boden, Lemvnicr sprang heraus und erlitt schwere Verletzungen, Dar Flugzeug wurde zertrümmert,

Al o n t e c a v I o, II. Avr:l, Der Flieger Vrindeionc Miitzie nach dem Baien von Monaco zurückkehren, : a ein Tchivinimer des Avvaraies undicht geivorde» ivar. Das Flugzeug wurde ab- gerültet,

Marseille, 12. April, Aut trat kiesigen Flugplatz ist eine telephonische Benachrichtigung des Fliegers 2 > ller etn- gegangen, daß er den Weiterflug aus gebe, da er die notwendigen Ausbesserungen in der erforderlichen Zeit nicht vor- nehmen könne,

Ttson, II April, Ernst Etösiler, der heute morgen 5 Ilhr zur Teilnahme am Alouaco-Sternstng in Gotha auigeftiege» ivar, ist ui» 13 Uhr 30 Minute» mittags vier gelandet und um 1 Uhr 15 Minuten uachuttilig« tu der Rtehlmig »ach Aiarseille iveitergeslvaeu, Ernlt Slüssler, der ohne Bealeitnng den Flug uuteruimmt, hatte bisher mit flat fern Gegenwind zu kämpfen:

Gcrichtrkaak.

London, 11 April. Tie Anhängen» des Franenstiminrecht«, Mar» Stewart, die anr 9, April im Britischen Musenni einige Glailnüen zertrümmerte, erregte bei ihrem Erscheine» vor dem Bolvstreet-Polizetgericht emen Skandal Eie ivar! eine» Papier- baufdi nach den, Richter. Tie Bernehinuna nnirde vertagt,

Wladtwailock, 11. Avril, Das Militäiaertcht verurteilte de» Oberülerilnaiit Sottn, der den Bevollmächti Ic» der Firma Kunst & Albert, namens Dhabi», im Jähzorn erschossen hatte, ,,,,» Tode, TaS Gericht erkaiints a», dag Satin gereizt wurde. Tis Verteidigung legte Nichtigkeitsbeschwerde ein.

Universitäts-Nachrichten.

kieheimral Pro». Tr. Karl (5hun, der bckamne Ticiseeiorscher und Ordinarius ür Zoologie soivtc. Direktor der zoologischen und zootomisttzen Insutute der Universität Leipzig itt heute ntorgen nach länczerer Krankheit im 62. LedeilSjahre au einem Hcrzjchlaoc oesrorben.

Vermischtes.

* Preußische S ta nd c sain t s sta ti sti k, Wie dieSta­tistische Correspondcnz" mitteitt, wurden in Preußen im Jahre 1912 ermittelt: 1222 168 Geburten, 672 228 Sterbesälle, einschl, 35 925 Totgeburten, 328 340 Eheschließungen. Im Jahr 1913 sind nach den vorläufigen Ermittelungen geboren 1 206 775, cjnschlief.lich 35 860 Totgeborenen: gestorben 656 011 Perl men smit den Totgcbnrteni, Ehcschticßunqen tanden 323 717 statt. Eine brsorrdcrs autsälligc Erscheinung der Fahre 19091912 ist die abnehmende Geburtenzahl bet steigender Ehesreguenz. Es ist also ltar, daß die eheliche Fruchtbarkeit tN einer nicht un­erheblichen Abnahme begrissen ist,

* Im Kampsc gegen den Alkoholismus finden, veranstaitci vom Teutschcn Verein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke und vom Berliner Zentralverband zur Betämpsung des Alkoholismus, in der Osterwoche in Berlin lLandcshaus, Matthäi» kirchstraßc 20, zwei Veranstaltungen statt, die sich gegenseitig er­gänzen und die Teilnahme weitester Volkskrcisc finden werden, die in dein zum Besten des Voltsganzen gesührlen notwendigen Kampfe milslretten wollen. Vom 11, bis 15, April werden, verbunden mit allerlei Führungen durch sozialhvgicnischc Einrichtungen, wissen- schaitliche Vorlesungen zum Studium des Atkoholismus stattsinden. Bekannte Fachmänner ivrcchen über eine Reihe zeitgemäßer Fragen: Bedeutung des Alkobolismus für den tömmunalen Haushalt Alkohol und Individualität Staub der Kauzessiansgesetzgebung u. a. Vom 16. bis 17. Avril schließt sich daim die sechste Kon- serraz für Trinkerfürsorge an, deren verheißungsvolle Arbeit noch zu wenig bekannt ist und in die weitesten Kreise getragen werden müßte. Konnten doch in wenigen Jahren mehr als 200 Trinkersür- sorgcftcllcn in Teutschland, gingerichtet werde»' Aus per Fülle der dargebotenen Vorträge, denen sich Besprechungen anschließen, nennen wir: Entmündigung und Vormundschastswescn Trinker, fürsvrae in Kleinstädten und aut dem Lande Betämpsung des Trunlsuchtsmittelschwindcls Trtnkcrsürsorgestellen und Trinker- bkwährung (Potlardslistem) Fürsorge für alkoholgeiährdete Fa­milien u, a, Programme für beide Veranstaltungen sind von der Geschäftsstelle Berlin IV 15, Uhlandstraßc 140, zu beziehen,

Straßenraub, Aus Johannisthal wird gemel­det: Der 37 Jahre alte Arbeiter Martin Tabalk, der gestern abend den letzten Zug nach Lichlenrade versäumt ltzittc und des. deshalb von hier zu Fuß nach Lichtenradc gehe» loollte, wurde, als er mit cieeem Kollegen sich in der Nähe de? Flugplatzes bc- sand, von zwei Gelegenheitsarbeitern, mit denen beide vorher in einem Gasthause getveien waren, zu Boden geworfen, sürchtcrlich zugerichtct und seines Geldes beraubt, während sei» Kollege ent» stob. Die beiden Rowdics wurden von der Ilnsallstation sestge- nommen, als sie ihre Verlesungen verbinden lassen wollten.

* Clemenceaus Kritik, Aus Paris, 14, April wird gemeldet: Als der Salon der Schönen Künste erössnct wurde, fand man den Platz, loo sich eine Büste Clemenceaus von Rodin befinden sollte, leer, Clamenceau hatte sich bisher nicht ent­schließen können, seine Zustimmung zur Ausstellung der Büste zu geben, die er als gänzlich verfehlt betrachtet. Er sagte zu dem berühmten Bildhauer: Ich bin ein Franzose und kein Kal­mücke, Aas Sic da gemacht haben, ist eine Karikatur,

* Lebendig begraben In Neapel gebt das Gerücht, die Herzogin von Novoli lei lebendig begrab e n worden. Die Acrztc verirchern das Gegenteil, doch wird die Untersuchung sort- gcsrtzt,

* Eine zärillche Schwester In Nantes sruerte ein Fräulein d k l a F l c It r i a n e aus ossencr Straße aus ihre lüngerc Schwester, mit der sie sich in einer Ervschaslsangrleacnlwtt »u einem Notar begab, mehrere Revolverschülic ab und verwundete sic schwer Die Täterin wurde verhaftet,

* CSin maskierter Mörder In 2t, M a > r c n t bet Amiens wurde der Psarrer T c s o ch », als er gegen 9 Uhr abend» die Kirche verließ, von einem tnastierten und mit Frauenkleider» angetanen Ailgrciser übersatten und durch sünt Revolverschitsse lebensgesährltch verletzt, Drar Berbreätcr gelang eS, zu entkommen,

* T ie vier 3?ew Porker Straßenräuber, die vor zwei Jahren den Spieler Rvjcnthal ermordeten und derbalb zum Tode verurteilt worden waren, i>nd im Singiinggctängnis durch den elektrischen Stuhl hingcrichtet war de»,

* ucbcrIall eines EijcIIbahnillgcs. Aus New Bork wird gemeldet: Banditen überfiel eit den Rock-Jsland-Zuq in Arlancar Sie sperrten den Expreßbeamten in einen Kosscr und erbeuteten etwa 15 000 Mark,

* Schifftunsall, Aus Baltimore, ll, Aprst, melbct ein Brivat-Tclegramm: Die von Boulvgnc nach New Bork be- sttinmle norwegische BarkLrellana" ist nach einem Zutammen- stoß mit dem amerlkanischen DampscrPeter H, Cromwetl" gc- sunkcn. Das Schicksal dcr Briatzung der Bark ist noch unbekannt,

* Beraubung eines Postamtcs Aus einem 'Paket. Postamt in Catania raubten Diebe, die sich am Abend vorher cingrschlickien und in einem Schrank verborgen hatten, Wertpapiere im Betrage von über 60 000 Lirc

Meine Tagerchroni!.

Ter unter dem Verdacht derDenkmalsbeschädigungin der Sieges-Allee vcrdastctc ehemalige s r a n z v s t s ch e Marine- si a b s a r z t A st i e r hat die Dal vor dem Untersuchungsrichter cingestanden.

Im Haag ist der Präsident der Ersten Kammer, Baron T ch i m m 1 1 1 > e n n i n cf van der Oyc »an Hocvclaken gestorben

OanScL

B. Wittkop, Aktien-Gesellschatt <ür Tiefbau, Berlin- Lifkiterselde. Bon einer dem Unterneh'.»,en uabeslehenden Seite eisahrc, wir, dab sich das Geschäft an, Tiesba>,n,arkt ,n den lebten vier Wochen, soweit eS sich um staatliche Llrdeiten, öfjentliche Auß- schreibungen und enqeren We1tbe,verb handelt, so belebt Hot, wie kaum zuvor. Da qanz bedeutende Tieibauorbeiten, Objekte vor inehreren Millionen, in Fraqe konnnen. können die AuSsrchten für die nächsten Jahre für unsere Tieibanunternebnnmflen qünstlg an- gesprochen werden. Dieser bessere Eingang größerer Aufträge dürste auch dazu führen, daß d,e Werke bei öffentlichen Ausschreibungen bessere Preise erzielen können als bisher.

wöcqentl. lleberficht der Todesfälle i. d.Zladt Aietzen.

12. Woche. Vom 15. bis 21. März 1914, Einwohnerzahl: angenommen in 32 !K>0 (iuH. 1600 Man» Militär), Sterbltchkeitsjiiter: 25,30/, nach Abzug von 8 Ortssremden: 12,85

Kinder

ES starben an: Znsammen: Erivachsene: im vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr

onaeborener Lebens-

sttm'äche

2(1)

2(1)

Altersschwäche

3(1)

2(1)

Keuchhufteil

1

1

Tvvblls

1 (1)

1 (I)

Blutvergiftung

2(2)

2(2)

Instnenza

1

]

ber^kronkbeiteu

2

t^ehirnstttlag

J

1

Wereitleibeit

3 (1)

1 (»

1

Krebs

2 (2)

2(2.

Summa

>6 G) "

12(7)

2 (1)

2

,A n m,: Die in Klammeni gesetzten Zisjern geben an. wie viel

t er TodeSsällc in der betressendc» Krankheit aus von auswärts

nach Gießen aebrachte Kraute kommen.

Sücherlisch.

Turnbüchlein Eine Anleitung zum Betriebe der Leibesübungen in Turn- und Jugradvereinigungcn, Für Leiter, Vorturner, Turner illld Svortsrcunde bearbcttes van I, Busch, Turnlehrer am Kal. Friedrich-Wilbelms-Gvmnasium zu Trier, kl, 8° 12781, Mit vielen Abbildungen, Gebunden einzeln 1,20 Mk,, vostiret 1,30 Mk,, zu sünszig 1,10 Mk., im Hundert 1 Mk, 531.- Gladbach 1914, Bolksveretns-Berlag, G, m. b, H,

. .. .i l

Meteorologische!' "Dichtungen der Station Süttzen.

April

1914

.s

ll| 1 s

0

w

Atz

stz.

S-c

if

f

i

Hi

IIP

sI

Wetter

13 2"

750,2

20,9

8.2

45

SE

2

8

13, v"

749,8

14 3

9,2

76

SSF.

9

14.

748,3

9,1

7,9

91

SSE

10

l'öchst« Icmoeraluc am 12. bis 13. April 1914 --- -4- 21,0 a Niedrigste . . 12. . 13, . 13!« = + 6,8",

Niederschlag: 0,0 mm.

Das Rheinische Technikum Bingen ist eine Lehr­anstalt, die unter direkter Staatsaussichi stehl und sich ausschlietz. ltch dem 53!at'chi»enbau, der Elektrotechnik und dem Eti'enhochbau widmet. An den Ende dieses 5.'lonats stattgesundrara Ingenieur- Prüfungen beteiligten sich 74 Kandidaten, wovon 67 bestanden, darunter einer ,,mit Auszeichnung", Alle Absolventen hatten bei ihrem Austntt bereits Stellung in der Vrarls gesunden, 2er Leiter der Anstalt ist der IN Fachkreisen bekannte Broteiior H o e p k e. Dos neue Semester beginnt am 22, April, Programm versendet das Technikum kostenfrei, ss 14 /..

- ^rvrYWIs' CUXA *

Saxlehner's Bitterquelle

HUNYADIJÄNOS

Gegen Verstopfung, gestörte Verdauung, Fettleibig­keit« Blutandrang, etc. Gemöhnl. Dosis: 1 Wasserglas ooll.