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krschenck ksttzklch mtt SuSnabrre der Sonntags.

T,eGietzenee Samtlienhliiier" werden dem

»Anzeiger' viermal wöckenllich beigelegl, da» ..Ktcisblatt für den Kreis Kienen" zweimal wöchentlich. Dierandwirtfchnftlichen Seit- frazen" erscheinen monatlich zweimal.

Blatt J64- Jahrgang

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhefjen

Samstag, tl. April 1914

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scher» Universttäts - Buch- und Stemdruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: e^*51. Redaktion:^-sKIl2. Tel.-Adr.:2lnzeigerGle8eu»

Osterspazieraana.

Sflzzc von Alwin Römer.

..Nimm,: du mich mit, Hartung?" fragte ein wenig schmal- lend die alte Dame und ttctftc den Kopf m des Zahnes Zimmer.

Hartwig Hainreiter band sich gerade seine funkelnagelneue Krawatte vor dem schonen, alten Rokokoipicgel und sagte, ohne sich umzusehen:

Nein, Mamachen. Zch will in den Wald hinaus. Das nnrd tut weit iür dich- Aber mittag treffen wir uns im Parkhotel in der geheizten Veranda. Setz' dich, bitte, an einen Fensterplatz, dag ult dich schon von draußen sehe. Und bestelle uns recht was Schönes

Gegen zwei?"

Ungetäbr. Zo lange kannst du tm Park spazieren. Es ist Oslerkonzert \"

Gut, du Rabcnkind, tvenn du mich wirklich solange allein lassen willst!"

Ich muh ein bißchen umherzigem,ern, Mamachen! Es treibt nrtep förmlich vors Tor und in die Waldireude!" entichuldigte et sich.

Du hast wohl Fausntimmung, Schlingel?"

So was ähnliches, Altchen! Ist es ni>»t ganz ein Tag da zu ? Pom Eise befreit sind Strom und Bäche . .

Komm her, ich null dir die Krawatte binden. Tu großer Junge wirst damit sa doch nicht fertig!"

Du, das ist die Einleitung zu deinem Lieblingslhemo!" drohte er sckwlkhasi. , Aber er ließ sich den Liebesdienst gefallen.

Ach Gott," seufzte die alle Dame,du und heiraten!" Und dann zitierte sie gleichfalls aus dem Ostersvaziergang:

Ein starkes Bter, ein beizender Toback,

Und eine Magd tm Puh, das ist nun dein Geschmack!"

Mamachen, du wirst anzüglich!" lachte er und ging dabei schon an ose Zigarrenkiste. Und dann zog er den Rock, an und den Frühjahrspaleiot, nahm Hut und Stock, küßte sein Mütter­chen artig und verließ die Wohnung.

Draußen schleuderte ei wie et» echter Grandseigneur die sonnige Straße hinab, der nächsten Haltestelle zu, um die Straßen­bahn zu erwarten

lieber den Fahrweg her kam eine junge, in schlichter, dunkler Mode gekleidete Tome, mit einem anscheinend reichlich gefüllten Pompadour am Arme. Er schaute lebhaft zu.

Wobrhottiq, das ivar sie wieder, der er schon ein paarmal in verliebter Torheit den Weg gekteuzt hatte, ohne freilich mehr alS ein paar ungnädige, zuletzt bis zur Entrüstung gesteigerte ©lute geerntet zu hoben.

Mit ausgesuchter Höilichkeit zog er den Hut. Aber sie sah an ihm vorüber, als wäre er ein Lalernenpsahl.

Ltoän'Ivrnizeßchen!" dachte er und ärgerte sich Denn sie war kindisch hübsch, gut gewachsen, und hatte einen Mund. Hutter dem er fröhliche Schalklmsiigkeit und hingebende Güte witterte.

Die Straßenbahn rasselte heraus. Natürlich überfüllt. Lauter Osteripasiergänger!

Nur noch ein Stehplatz!" vetkündete der Schaffner. Natür­lich ließ er ihr den Vortritt. Aber als sich der Wagen wieder tu Bewegung setzte, sprang er lühn nach, hielt dem protestierenden Iahrscheinonkel den üblichen Obulus verdoppelt hin und fand Düknmg, sogar mit Honneur.

Das Fräulein wurde rot por Empörung über so viel Keck­heit und drehte ihm abweisend den Rücken zu. Leider konnte sie es nicht hindern, daß bet einet Kopfbewegung das bescheidene, weiche Federchen a» ihrem einfachen Hut dem hinter ihr Stehen­den über das Antlitz huschle.

Danke, gnädiges Fräulein," hörte sie ihn humorvoll sagen. Aber mein Schnurrbart war schon gebürstet!"

Tas Wort löste ein lustiges Gelächter auS, wodurch sie nur noch tiefer in Verlegenheit geriet. Hastig wandte sie den Kovt und murmelte:Verzeihen Sie, bitte, man kann sich wirklich kaum regen hier!" ' . .

Und ich bin überzählig. Ich wettz!" ergänzte er trocken.

Weil er dir den Lortritt gelassen hat!" sagte eine stimme in ihr und milderte ihren Groll.

Alz er an der Waldecke >edoch abltreg, wo sie selbst den Wagen verlasien wollte, ärgerte sie sich aufs neue.

Wollen Sie auch einen Osterspaziergang unternehinen, mein gnädiges Fräulein?" versuchte er anzubandeln.

Ich habe eine Verabredung!" erklärte sie kühl und wandte sich brüsk von ihm. . , ., .,.

O pardon," entgegnete er enttäuicht.da darf tch nicht stören!" _ ..

Unverschämt!" dachte sie und sast^wider threi^Wtllen ver­teidigte sie sich:In einem anderen Sinne, als sie meinen."

j,Aber bitte!" lächelte er, sich gleichsam entschuldigend. Und doch klang es ein wenig ungläubig, was sie nur höher reizte.

,.Zie können sich ja davon überzeugen!" ries |ie, vernähe

semdieUch ^ f B indiskret sein!" tat et begütigend, ohne

vorläufig von ihrer Seite zu weichen. , . . .

das dari alle Welt sehen^ wenn's auch nicht fult angenehm ist' Kommen Sie nur, damit Sie endlich Bescheid wissen.

Sie unausstehlicher Kerl, müssen Sie noch hmzusugen! sagte" er vergnügt.Aber ich tue es ? Denn es ist nur wirklich

^ Älcich hinter der Waldecke lag ein kleines Blockhaus-Restau­rant. Als sie sich ihm näherten, stürmte plötzlich eine ^char von etit>a dreißig sieben und achtjährigen Mädchen aus die fungc Dame zu, umringte sie jubelnd und grüßte mit allerliebstem Kniren 1

Guten Morgen, Fräulein Hilgendorf! Fröhliche Ostern! Alle"iind wir schon da' Gehl's jetzt gleich kos?'' .

Gewiß, ihr ungeduldigen Närrchen! Ter Osterhole tlt langst frier !" beruhigte sie die Glücklichen

Und dann wandte sie sich an ihren Begleiter, der uberraicht. aber ossenbar wohlig berührt, dieser liebenswurdtgen Szene zuge-

sehen hatte, und bemerkte: .

Ta haben Sie meine Perabredm^!

Gnädiges Fräulein sind Lehrerin s

Sie nickte. Er zog respektvoll den Hut. . .

~ßin gau- klein wenig schäme tch mich? sagte er heiter. Wer, nicht wahr. Sie sind mir nicht Wetter böse?

Turchaus nicht!" entgegnete >>e kuhtt

ober'Äatfeu Sic wirf) nun meinen Pflichten, nachdem

SlC ' Tat?'mmi^nichi^ noch ein ivenig zuichauen?''bettelte er drollig aber doch mit einer deutlichen Note der bisher ichaldtg gebliebenen^Echerbuitinq.^ nicht!" entgegnete sie acksel-

zuckend.Aber,-^^t Das ist selbstver­

ständlich"' verwirrte er ihr schalkhott ben Xcjt mxh ehe M den vollendet hatte. Und dann wandte er sich an das llerne, si, sich en Festkleidchen um die offenbar peMtterte Lehrerm ge­scharte Volk und ries:Also autgevatzt! ,«b bin. eiwr Onkel! ^ Wsi heißt du denn, Onkel?" /ragte ein vorlautes stumpf- nngcheir und b/itzta M 32 .° Cilla-Nugen m.

Hartwig! Onkel Hartwig!" präsentierte er sich und zauste den Naseweis kosend am Ohrläppchen.Fraulein Hilgendort hol jetzt eine Konferenz mit dem Osterhasen. Wir spielen solange drüben aus dem Trockenplatz 'Plumpsack! Ganzes Bataillon, Marsch!"

Er hatte den Ton, der Kinderherzen rasch gewinnt.Es kann Tein schlechter Mensch sein!" ging es Lona Hilgendorr durch den Kops. Und sie nickte einverstanden, als er sich erkundigte, ob's ihr recht sei mit der Abkommandierung, siotzdent sie sich eine Vierieliekunde zuvor noch aus ein Dort kühler Mlehitung besonnen batte.

Während sie die Porangeschickten Osterspenden aus dem Block- Hause holte und sich im Garten und dem anstoßenden Wald mit seinem Broinbeergestrüpp ans Verstecken machte, beobachtete sie mit heimlichen Seitenblicken, wie sie drüben unter seiner Leitung tollten und jauchzten, wie er harmlos ein Kind mitihren Kin­dern" wurde und sich schieben wrd stoßen, untringen und aus­lachen ließ. Immer schneller schmolz ihr ursprünglicher Groll zusammen. t

Und jetzt, wo er angelegentlich einmal zu ihr herüber sah, bekam sie gar Herzklopfen. Leise befangen, mit einem richtigen Zorn äut ihr dummes kleines Herz, richtete sie sich aus und flutschte in die Hände. Tos war das verabredete Zeichen.

Wie ein Taubenschwarnr kamen sie geflogen, der ein Erbsen seld erspäht hat.

Und während/ie suchten und lugten, sich drängten, ausjubel- teir oder einen Seufzer der Enttäuschung laut werden ließen, stellte sich der Herr Ober-Ingenieur Hartwig Hainreitec, der bis­her ein ziemlich leichtfertiger Junggeselle gewesen war, sacht an Lona Hilgendorfs Seite und sagte halblaut:

Tas ist eine wirkliche Osterfreude, die Sie mir da Perschasit haben, gnädiges Fräulein! So begeistert waren wir für unsere Herren Präzeptoren nicht, wie dies Völkchen für Siek Aber mit Recht!"

Sie wurde rot, was sie nur noch liebenswürdiger erscheinen ließ.

Ich liebe keine Komplimente, Herr Hartwig!" sagte sie streng.

Es war auch durchaus ehrlich gemeint!" entgegnete er. Und dann scheut er ins Haus und bestellte Schokolade und Kuchen für dasganze Bataillon" . - .

Aus dem Heimwege wich er zu ihrer innerlichen Beklemmung nicht r-on ihrer Seite. Er plauderte, wie wenn sie schon zehn Tchcsiel Salz miteinander verzehrt hätten, statt des bekannten einen. _ Und ihre einsilbigen Antworten schienen ihn» nicht im geringsten auszufallen. Fast tat er ihr leid. Mil so viel Wert­schätzung behandelte er sie. Ein ganz anderer als vorher aut der Straßenbahn! Unwmvathisch war er ihr aut keinen Fall: Aber wenn jemand ihnen begegnete, der sie kannte? Es gab einen Bombenklasi'ch! . . .

Richsig, da saß an der Fensterwand der Parkhotelveranda eine alte Tanu, die zum Vorstand des Frauenpereins gehörte! Ta halt nur noch eins: nämlich kurz Wschied zu nehmen und hinüber zu schwenken, um rückhaltlos Ausflärung zu geben.

Ich sehe da eine Bekannte, Herr Hartwig. Tie muß ich begrüßen! Leben sie wohl!" flüsterte sie. Und mit einer leichten Verneigung änderte sie den Kurs und verschwand durch den Seiten­eingang in die Veranda

Er sah ihr verblüfft nach. Aber dann hellten sich seine Mie­nen plötzlich auf. Lona Hilgendors war zu seiner Mutter ge­gangen. Wie ein Tetektiv war er hinter ihr her. Sie bekam einen jähen Schrecken, als auch er jetzt au den Tisch trat, vor dem sie in anmutiger Höflichkeit Posto gefaßt hatte.

Aber nehmen Sie doch Platz, liebes Fräulein!" ermunterte Mama Hainreiter gerade dos junge Mädchen.

Sehr verständig von dir, Mamachen, Fräulein Hilgendort zu Galle zu bitten!" klang da seine Stimme launig auf, und er küßte der alten Tome ritterlich die Land.

Tie kennen meinen Sohn?" forschteMamachen" erstaunt.

Ist Herr Hartwig Ihr Sohn?" fragte Lona Hilgendors verwirrt und schlug die Augen nieder.

Gewiß," bemerkte die alte Dame mit einiger Befremdung, da sie beide hatte kommen sehen.

Mamachen, du wunderst dich über meinen Bornamen aus Fräulein Hilgendorss Munde? Daran ist sie unschuldig! Aber will's Gott, soll sie mich ein ganzes langes Leben nicht anders nennen!" ries bewegt und doch fröhlich der Sohn.

Hartwig, wenn dos wahr würde!" murmelte beglückt Frau Hainreiter, die LonaS Wesen kannte und schätzte.

Ich glaube, ich . . . darf mich jetzt empfehlen!" stammelte die Lehrerin.

Tas wollten Sie Mama ainun, nachdem sie so lieb war, Sie einzuladen?" sagte er, wie ein Schelm schmollend, und sandte ihr einen warmen, bettelnden^Blick zu. Ihr wurde ganz sonder­bar ums Herz, und wie ein Schleier wob es sich vor ihre Augen. Wie eine jähe Schwäche durchrieselte es sie.

Ja, freilich, liebes Kind, Sie müssen unser Ostergast sein!" sagte aus seinen deutlichen Wink hin endlich Mamachen.

In dem Augenblick mußte sich, der nie gekannten innerlichen Wallung zufolge, Lona Hilgendort wirklich setzen und besiegelte dadurch ihr Schicksal . . -

Sv ist ihr Ostern ein doppeltes Fest froher Wunder geworden! . . .

LanVrvirtMiaft.

Arbeiten auf dem Bienenstände tm April. Ter naßkalte März war der Entwickelung der Bienenvölker wenig günstig. Als aber aM Ende des Monats warme Tage eintraien, herrschte mit einem Schlage ein sehr reges Leben in den Stöcken: das bis dahin durch die schlechte Witterung lahmgelegte Brut- geschäsl setzte nun voll ein. Da insolgedesien viel Futter nötig ist, und die Honigauellen noch wärlich fliesten, so vergewissere man sich von Zeit zu Zeit, ob darin kein Mangel lurrscht. Bel gün­stiger Witterung kann man diesen Monat auch zur Reiztütteruug benutzen. Sie bestehi darin, daß man Völkern mit starkem Futtervorrale handgroße Stellen aut den gedeckelten Waben ritzt und solchen, bei denen er knapp ist, von Zeit zu Zeit flüssigen Honig oder Zuckerlösung einhängt. Empschlenswert ist dies ober nur bei starken Völkern, schwache werden uns kaum das Futter anrühren, und bei gutem Wetter. Bei ungünssiger Witterung könnte es uns leicht geschehen, daß wir die Bienen zum Flugloche hinoussMerten, denn eine Fütterung bewegt sie zum Aussliegeu, und ist die Witterung schlecht, io finden dabei viele den Tod. Zweck der Reizfütterung ist, die Bienen zu einem größeren Brut- aniatze zu peranlassen. Bei guter Tracht und gutem Wetter gegen Ende des Monats muß man auch daran deiiken, den Baa- trieb der Bienen durch Einhängen von Kunstwaben zu befrie­digen. Es gibt ja zum Bezüge derjelben eine Menge Quellen, die besten sind jedoch die, welche man sich selbst herstellt. Für 910 Mark bekommt man heute eine gute Kunstwabengußsorm. Wachsabsälle Mid alte, unbrauchbare Waben gibt es aut jedem Stande. Nur denkt dabei mancher Imker an einen kostspieligen Wachsichmelzapparot. Doch der ist zu entbehren. In jeder Haus­haltung sindet sich wohl ein großer, alter Tvpf. In dielen stelle man eine» Bügeiesienroft, dann jülle man seine Waws- ahMe und die in Stückchen zerbröckelten alten Laben m ein

Säckchen von grobem Zeuge, lege es aus den Rost, beschwere es mit einem Steine und übergieße es mit. Wasser, das man zum Kochen bringt Taduräi kommt das Wachs zum schmelzen und sammelt sich obenauf. Man schövir es nun in ein Gesäß, in dem sich ettvas kaltes Wasser besindet und läßt es darin fest werden. Zwar enthält es noch einige Unreinigkeiten, aber das i'chadet nichts. Die daraus gegossenen Waben werden von den Bienen jeden anderen, selbst wenn sie noch so schön aussehen. vorgezogen.

UeberPrlzeiudenMistbeeten. Moncheui Gauben freunde, der slcki ein Mistbeet angelegt bat, wird dasselbe gar bald verleidet durch Pilze, welche in großer Zahl die Erde durlddringen und dadurch die zarten Pflänzchen neniichten. Tiefem Akißstande kann man leicht beim Anlegen Vorbeugen. Man bringe oben aut den Mist eine Sünckit Laub, und nie mehr wird man etwas von Pilzen zu sehen bekonnneu.

O Steinfurth a. d. Wetter, 10. 'Avril. Die Rosen- züchter sind seit einigen Tagen wieder fleißig an der Arbeit. Lebhaft ist vor allein iwch der Beriand von alten Rvienpilanzen. besonders nach Rußland. Leider bleiben Pianchem Zücküer viele Tausende der Pflanzen übrig, da Sorten, die in srüheren Jahren viel verlangt wurden, Heuer kaum noch begehrt werden. Tie Hauptarbeit ist jetzt das Pflanzen der Rosennnldlinge (eanino Millionen von Rojenpslanzen werden jetzt von vielen biindnb fleißigen Händen gesetzt.

Sptelplan der vereinigten Zrantsurter Ztadttheater.

Gpernhaus.

Sonntag, den IS, April, nachm, Zs» Uhr:Polenblnt." Abend»

7 Uhr: Zum erben Male: »Sulnmitb." Ein Opernakt in 6 Bilder» von Paul v. Klenau. Hiera»!: Zum ersten Male: .Ter Liebhaber al» Arzt.' Musikalisches Lnslspiel in 2 Aktenach Mokiere. Atustl von Er,»anno Wols-Ferrari. Montag, den 18. April, »achinillaas »Uhr:Parsisal.' TienStag, de» 1». April, abends V.8 Uhr: »Rigolello.' Plitlwoch, den >5. Avril, abends Zs8 Uhr:Madame Biitterstii.' TonnerSlag, den. Avril, abends h',8 Uhr: .Lulanillh,' bierani: .Der Liebhaber al» Arzt." Freitag, den 17, Avril, abends >/-8 Uhr:Bolenblut," EamStag, den lb. April, abend» 7 Uhr: .Manon.' Sonntag, den 19. April, abends 7 Uhr:Tiefland,' Montag, den 20. April, abends/,H Uhr: »Tie Zanberflöle," Tienslag, den 21, April, abends '8 Uhr: »Die lustigen Weiber von Windlor." Mittwoch, den 22. Avril, abends X8 Uhr: Zinn ersten ü'iale: »Endlich allein.' Operette i» 3 Akten. Musik von Franz Lehar.

Lchanspielhaus.

Sonntag, den 12. Slpril, ilachniittags 3/, Uhr »Wie einst im Mai." Abends */,8 Uhr: Zum ersten Male: »Jedermann." Da» Sviel vom Sterben des reichen Mannes von Hngo von Hossmann», ihal. Tie zur vanüluna gehörige Musik von Einar Nilson. Mon­tag, den 13. Llvril, nachmittags V,» Uhr: »Pygmalion." Abends

7 Uhr:Die Tangovrmzeskn:.' Dienstag, den I». April, abends

8 Uhr:Wie einst im Mai.' Mittwoch, de», Aoril, abends 8 Uhr: .Jedermann.' Domierstag, den 16, Slpril, abends 8 Uhr: .Die Tangoprmzetsin.' Freitag, den 17. April, abends 8 Uhr: »Wie einst im Mai,' Samstag, den 18. April, abends 8 Uhr: .Der Pfarrer von Kirchleld,' Sonntag, den 19. April, nachmittags >/,» Uhr: Frankiurier Tialektstücke: " »Der alte Bürgercapitan,.' Hieraus: »Dodgeschosse." Abends 7,8 Uhr:Wie einst im Dlat" - Montag, den 29. April, abends 8 Uhr: »Das Glück im Winkel,' Tienstna, den 21. April, abends 8 Ubr:Jedermann," Mittwoch, den 22, Avril, abends 8 Uhr: »Othello,"

vüchertisch.

160 Wanderungen in den Westerwald und das Tiebengcbirge und die dieses Olebiet begrenzenden Täler des Rheines, der Sieg und der Lahn. Herausgegebeil von Wich. S tollsuß (Preis 1.20 Mfl. Verlag von Karl Georg i in Bonn. Das Büchlein enthält in übersichtticher, prakliickzer 'An­ordnung eine Reihe der schönsten Wanderungen in: Westerwald und Siebengebirge nebst zwei recht guten Karten, so daß es jedem Wandersreund emm'ohlen werden kann. In gewissem Sinne ist es eine gute Ergänzung zu dem vom Gießener 'Anzeiger heraus- gcgebeiieii Wandcrbuch Wanderungeu und Schisahrreii rund Uni Gießen, wenn sich naturgemäß auch- vieles darin nnederholt. Es gibt dann aber einen Anschluß für Wanderlingeil zun» >,»d am Rhein, die wir nur kurz behandelt haben. Tie Wanderungen sind kurz und knapp gesoßt und iverdcn durch ein Verzeichnis der Wanderherbergen, der Sonntagskarten und durch ein zuverlässige» Register vervollstäichrgt. Als eiue unnütze Zugabe müssen wir jedoch den Anzeigenanhang anseheu, der den Umiong des Bänochens um etwa 50 Seiten erweitert und zwecklosen Ballast darstellt.

Bibliothek de r Unterhalt lilig und des Wis­sens, Verlag: Union, Deutsche Veriagsanstatt in Stuttgart, VIII. u. IX. Band Preis je 75 Psg. Tie Bücher enthalten gute Romane, Novellen und sonstige Heilere und ernste ErzabUingen, sowie lehrreiche Aussätze. Sie sind dalzer als Geschenke sehr zu empsehleiu

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Schule und Lernen

greift manche Kinder recht a», zumal in den Eni wickelungsjahren. Das stille Sitze», der lange Aufent­halt in den Klassenzimmern, nimmt sie mit, sie wollen nicht recht essen, und die Eltern wissen ost nicht, wie dem begegnen. Man lasse solche Schulkinder mor­gens, mittags und abends kurz vor oder nach dem Essen eine Zestlang Scotts Emulsion nehmen und wird bald bemerken, daß die Eßluft wieder kommt, die Kinder frischer werden und den Vorgängen in der Schule mit reger Teilnahme folgen. Der in i Scotts Emulsion enthaltene Lebertran, die Kalk- und Natronsalze, sind zur Kräftigung und Entwickelung jugendlicher Körper besonders nützlich, Scotts Emul» ! sion läßt sich leicht einnehmen. Das für sic ausge- gebcne Geld ist eine Anlage, die sich gewiß bezahlt macht.

Der vielen Rachahmunge» wegen ist beim vin- kans dentlich Scvtis Emulsion zu verlangen.