Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

Nr. 85

Drittes Blatt

M. Jahrgang

Erscheint käfftich mit Ausnahme des Sonntags.

TieSietzesier Zamiliendlätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beiqelegt. das Kreisdlal! ffir den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Dierandwtrtschastllchen aeit-

Irazen" erscheinen monatlich zweimal.

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhesjen

Samstag, ll- April

Rotationsdruck und Verlaq der Brübl'scher» Universitäts - Buch- und Steindruckerer. R. Lange, Gietzeu.

Gtedaktion, Expedition und Druckerei: Schul« slraße 7. Expedition und Verlag' Redaktion:^^SI12. Tel.-Adr.:AnzeigerGletzei'F

Die fremden Nationalitäten an den deutschen Universitäten.

An den deutschen Universitäten bcnndct sich seit Jahrhunderten eine stets wcchsekndc Iaht srcmder Gäste aus dem näheren lind ent­fernteren AuÄaind. die, meistens in Ergänzung ihrer heimischen Studie», bemühe Wissenschaft und Bildung suchen. Hierzu sind in den letzten JathrzeKnten in steigendem Matze Angehörige trcmd-r Staaten gefoiramnt, denen aus den verschiedensten Gründen un­genügende Vorbildung, Ticsstand der heimatlill>en Hochschulen Religionsbekenntnis l russische Juden - im eigenen Lande die Mög­lichkeit zum Univcrjitätsbcsuch vorenthatten ist. Diese aus dem Osten und 2üLosten Eurovas stammenden Elemente, die die in den mannigsejchen kulturellen und wirtschait!icl>en Wechselbezichun gen der Pölldr begründete Gastsreundschast unserer Universitäten ausnützcn, Izelben die bekannte Bewegung der deutschen Kliniker- schast verurialln. Ihre Zahl ist im letzten Jahrzehnt um etwa 150 Prozent gestiegen und auch neuestcns zeigt ihre Ziffer, we- nigstens was die Studierenden aus Rußland betrifft, nur geringen Rückgang,

Insgesamt waren in dem eben zu Ende gegangenen Winter­halbjahr 501b Ausländer an den deutschen Universitäten er» geschrieben gegan 519«)- im vorigeli Jahre, 3591 vor tiinr >lnd erst 2100 »or zwanzig Jahren, Dabei ist , 1 , berücksichtigen, tnjj seit 1880 der Besuche der deutschen Universitäten von 20000 an, 60000 stieg mtd daN die schweizerischen Universitäten von 1000 und die sranzösischen von 5300 Ausländern besucht siitd. Der .relative Anteil der Ausländer am deutschen Univcrsitätsstudinm beläust sich derzeit aus 8.1 v, H, gegen 7,1 v, H, vor sünl 'Jahren, wähnend i» der Schweiz über 50 Prozent und in Frank­reich 13 Prozent der Studierenden srcmder Nationalität sind. Untersucht morn die Quellen des Zuflusses nach ihrem territorialen Ursprung näizer, so findet n,an innerhalb der letzten süns Jahre zunächst eine Steigerung säst aller Nationalitäten, ausgenommen allein die Fraiizosen, Engländer. Italiener, Belgier und Nieder­länder, im besonderen aber eine ganz beträchtlich gesteigerte Ein­strömung aus dem Osten, so besonders ans Rutzland und den Balkanstaaten, Die einzelnen Nationalitäten zählen derzeit: Die Amerikaner (mrift aus den Bereinigten Staaten, 351 in, vorigen Jahre 338 , i>ifc Asiaten <Japa,cer) 230 gegen 181, die Ajrikancr 31 gegen 22, |>ic Australier 2 gegen 1 und die Europäer 113!) gegen 1661. Bon den letzteren stammen aus Rußland 2259 gegen 2116, aus Oeßierreich-Ungar» 887 (898 , aus der Schweiz 351 (342), aus England 150 (148), aus Rumänien 114 156>, aus Bulgarien 122 (111), aus Griechenland 75 (100), aus der Türkei 66 (78:, auS Serbien 31 1 61), ans Luxemburg 56 (58), aus Frankreich 10 (52t, aus den Niederlanden 16 (43), aus Schweden und Norwegen 17 ,17.,, aus Italien 36 (39), aus Spanien 34 >25', aus Belgien 14 (19>, aus Dänemark 13 (13), aus Portugal 8 (10 lind aus Montenegro 6 (1>. Die Zustände aus dem Balkan habe» demnach den Besuch aus Bulgarien, Serbien und Griechenland stark reduziert: etwas ausfallend ist, daß auch die Riinränen zurückgegangen sind, andererseits ist die relativ sehr gestiegene Beteiligung der Montenegriner bemerkenswert. Die immer noch beträchtlickn- Zaihl der Russen, gegen die sich die studentischen lind bchördlick)«n Maßnahmen richten, wird erst in den nächsten Semestern beträchtlich zurürigehcn, da Neuaufnahmen ziirzeit fast nirgends stattftndcn, 'Auch die llnivcrsilät Bern ist dem deutschen Beispiel gefolgt und läßt Russen »ur noch in beschränkter Zahl zu.

Die Steigerung der Ausländerziffer in den letzten Jahren ist säst aiissckLicßlich den .medizinischen Fakultäten zugeslosscn, die zurzeit von 2173 Ausländern besucht sind, gegenüber erst 918 vor fünf Jahren, Philosophie, Philologie oder Geschichte studieren 957 gegen 881, Kameralia und Landwirtschaft 652 gegen 188, Reihtswiffcnschast 151 gegen 126, Mathematik und Naturwissenschaften 522 gegen 632, evangelische Theologie 175 gegen 168, katholische Theologie 30 gegen 22, Forstwiffcnschaft 21 gegen 12, Zahnheillunde 18 gegen 29, Tie Zahl der aus Rutzland stammenden Mediziner ist diesen Winter aut 1599 ge­stiegen gleich 'XI,1 v. H aller ausländischen Mediziner: letztere sind am zahlcrnchsten in Berlin, wo über ein Drittel der Ge­samtzahl (703 1 »ich befindet. In München studieren 305, in Leipzig 227, in Äönigjsbcrg 186, in Straßburg 163. in Heidelberg 152, in Breslau 78, in Halle 87, in Freibnrg 52. Die iremoen Mathematiker und Naturwiffenschastcr bevorzugen Göttingen, München und Leipzig, die- Juristen Berlin, Heidelberg und Lcivzig, die Philologen und Historiker Berlin, München und Jena, während die Kamcralislcn und Landwirte in Halle, Bonn und Leipzig zu finden sind,

Tie Anziehungskraft der einzelnen Hochschulen a»i die Aus­länder ist natiargcmäß verschieden, und von den verschiedensten Fak­toren abhängig, wozu noch kommt, daß die meisten Universitäten (genannt seien »ur München, Leipzig, Freibnrg, Halle und Mar­burg) die Aufuahmebcdingungen sehr streng handhaben, Berlin hat 1512 ausländische Studierende, München, 655, Leipzig 699, Den Großstädten am nächsten kommt derzeit Heidelberg mit 316, dann folgen Häkle mit 313, Königsberg zählt 239, Güttingen 186, Straßburg 215, Freiburg 112, Breslau 119, Bonn 133, fön'12, Tübingen 53, Gießen 44, Erlangen 32, Würzkstirg 36 ii. s. s. bis herab zu Münster mit 6, -

Bon Jntevcsse wäre noch die genaue Feststellung, wieviele ausländische Fvaucn sich im Deutschen Reich llmversiiätsbildung holen, Ta indessen nur die vrcnßischen Universitäten und Lcivzig, Rostock, Gießen und Tübingen die Nationalität ihrer Frauen mittcilen, müssen wir uns aus die Besucherinnen der darnach aur in Betracht kommenden 11 Universitäten beschränken. An

^ ... -...... !»mum

ihnen sind insgesamt 211 Ausländerinnen eingeschrieben, von denen entstammen: Rutzland 75, Amerika 55, Oesterreich-Ungarn 25, Serbien 10, England und der Schweiz je 9, Rumänien 6, den Niederlanden 5, Schweden, Norivcgcn und Tänemart je 3, Bul­garien und Frankreich je 2, Belgien, Italien, Luxemburg, Spa­nien und der Türkei je 1, In Airika und Australien iil je eine Fra» beheimatet. Davon widmen sich der Pdilosovhie und Sprachstudien N6, der Medizin 63, der Matbemalik und den Naturwissenschaften 20, Kameralia und Landwirlschait 11 und der evangelischen Theologie 1,

Vereinsnachrichten.

Gietzener Turnverein v o n 1816, Wie alljähr­lich am Karfreitag unternahm der Verein auch diesmal einen T u r n I» a r i ch in die nähere Umgebung von Gießen, Obwohl der Himmel kein freudiges Gesicht zeigte, war doch die Beteiligung recht gut. Auch die Tamenabtcilnng hatte es sich durch die zweiselhaste Witterung nicht nehmen laffcn, zahlreich zu erscheinen. Mit der Eisenbahn wurde zunächst Treis erreicht. Hier gesellten sich noch die bereits vormittags aulgebrochcncn Turner und Turne­rinnen hinzu und ani messt schlüpfrigen Wegen begann der Marsch, Manch frohes Wanderlied ließ den Wog verkürzen und bald Ivar ein Platz gesunden, uni den Rucksack um ein beträchtliches zu erleich­tern, Neu gestärkt ging eS in flottem Marsch ivoitcr über den Hanget st ein. Noch eine letzte Stärkung aus der Welters­burg wurde eingenommen, und vollbcfticdigt zogen die Teilneh­mer um 9 Uhr wieder in Gießen ein.

8 Bad-Nauheim, 9. April, 'Tic hiesige Abteilung der D c u t s ch c n K o l o n i a l g c s c l l s ch a > t hielt gestern abend im RestaurantBurk" ihre Hauptversa mmlung ab. Nach Bcgrüßungswortcn durch Oberstabsarzt Tr, S ch r a d c erstattete Lehrer O ß w a l d den Jahresbericht, der ein crsrculichcs Bild von der reichen Arbeit bot, die von der Abteilung in deni einen Jahre ihres Bestehens schon geleistet ivordc» ist, Tic Milgliedcrzabl beträgt 62 ordentliche und 11 außerordentliche Mitglieder, Im Lause des GeschästSjahros wurden 5 öffentliche Boriräge gchallen, Ter Reinertrag von nahezu 60 0 Mark, den der Peters-Abend brachte, wurde dem Kolonial-Kriegerdank zngksührt. Auf Kosten der Abteilung wurden IN der Ernst- Ludwig-Schnlc, der Stadt- und Fortbildungsschule gute koloniale Schriften verteilt, Rcchnungssührer Lange erstattete den Kassen­bericht, der mit 721,82 Mark in Einnahme und 397,31 Mark in Ausgabe abschließl, so daß ein Kassenbestand von 324,18 Mark bleibt. Dann wurden die vom Geschästssübrer ausgcarbcitelen Bereinssatznngcn beraten und mit kleinen Abänderungen ange­nommen, Die darauf folgende Porstandswahl hatte das folgend,' Ergebnis: 1, Boriitzender Oberstabsarzt T-r, Schradc, 2, Vorsitzender Lberamtsrichtcr Tr, Fuhr ; 1. Schriftführer Lehrer Oßwald, 2, Tchristsnhrcr Bahnmeister Post: l, Schatzmeister Rcch- nungssührer Lange, 2. Schatzmeister Hoslieserant Griebel: Beisitzer Stadtrat Kissel, Cafetier König und Hostraitcup Seebcr, Dam Deutschen Schiitzverband gegen die Fremdenle­gion, c, V, in München, trat die Abteilung aus Anregung von Lehrer Oßwald mit einem größeren Betrage ttfe korporatives Mitglied bei. Nach Schluß dcS geschäftlichen Teils gedachte Ober- anttsrichler Tr, Fuhr in warmen Worten der Anerkennung unieres Kolonialvionicrs Tr. Carl Peters, Oberstabsarzt Schradc beschloß die Versammlnng mit den Worten des Dankes an den zweiten Vorsitzenden, den ^christsührer, den Sckiatzmeister und an Hauptmann L c ß n e r - Bu tz b a ch , der durch seine Vor­träge das hier schlummernde koloniale Interesse erst geweckt und unsere rührige Abteilung aus- der Taufe gehoben bat.

Sport-,

ft u b b a 11 f o v t. Gestern spielten auf dein Trieb die 1. Mannschatten des ft.-V. »G e nn a n i a* « 9)1 a r b u r a aeaen den Gietzener Sport-VereinMerkur*. Marburg inutzte mit einigen Ersatzleuten antreten.Merkur* siegte mit 9 :2 Toren.

Rund durch Westdeutschland. Wie uns geschrieben wird, ist auch der Nadklnb ^Öermania* bei der Radttrn^abrt Rund durch Westdeutschland^ am zweiten Osterdciertag vertreten. Von aenanntcin .^lub startet in der Seniorgrnvpe I Herr Eiml Funke, in der Gruppe der Junioren die Herren Rindsland und L. W e i n r i ch.

Das i n t e r n a t l o n a l e A n t o m o b i l- B e r q r e n n e n ö n i a s a a lI i l o w i s ch t aestaltete sich bei der antzergewöbn-

lichen starken Beteiligung deutscher und ausländischer Automobile zu einem arotzeu Enola der Opelwagen. Richard Go bei, Brüssel, steuerte seinen 2 870 ?Z-Opel-Tonrenwagen au Küasse 5 zum Sieg, und erzielte mit 4 Minuten 3 Sekunden, die nur 19 Sekunden dem bisberigen Rekord der großen Rennwagen nachsLccht, die schnellüe Zeit aller Tonrenwaqen. Den zweiten Siea errarng Joerns ans dem kleinen Zweiliter-Ovel-Rennivagen. Seine Zeit war so schnell, das; sie nur 34V- Sekunden hinter dem 200pserdigen Rennwagen der groben Kategorie zurückblieb.

Mülhausen (Elsaß), 9, April, Ernst Stösfler, der Bruder des Rckordslicgcrs Viktor Stvffler, der heule nachmittag 5 Uhr 5 Minuten in Straßbirvg ausgestiegcu war, ist nach einem ans Gotha hier cingetroffenen Tele­gramm um 7 Uhr 40 Min, dort gelandet. Er halte auf dem Fluge mit heftigem Gegenwind zu kämpfen- Ernst Stofsler will an den, Stcrnslug nach Monaco teilnrhmen.

Antwerpen, 9, April, Der Militärflieger Berschaeven stürzte heute, als er einen neuen Appa- rat erprobte, auf dem Flugfeldc von St, Job bei Goor ab und blieb ans der Stelle t o t,

R o m, 9,2Ipril 'Nach einer Meldung derTribuna" aus Mailand ist das lenkbare Luftschiff ,,E i t t a di M i l a - n o" durch eine Explosion völlig (zerstört lvor- dc» Das Luftschiff mußte insolgc eines Defektes bei Eantu landen. Eine große Menschenmenge strömte hinzu: plötzlich erfolgte mit lautem Knall eine Explosion, Das Schiff ver­brannte vollständig. Wie es heißt, sollen viele Personen ver­wundet worden sein, jedoch! alle nur leicht,Citta di Mi­lano" ist von dem Ingenieur Forlanini erbaut und seinerzeit aus dem Ergebnis einer allgemeinen Sammlung dein Heere zur Bersügung gestellt worden, lieber das Unglück wird wei­ter berichtet: Das Luftschisf, das vormittags in Mailand' aufgcstiegen war, befand sich nach etlva cinstündigcr Fahrt in der Nähe von Eantu, als ein Motorschaden eine Not­landung erforderlich machte, Tie Besatzung stieg a»S und hielt das Lustschifs fest, ein Windstoß aber riß cs los. Es trieb etwa 150 Meter weit und gcricl dann in Aeste vo>i Maulbeerbäumen, welche die Hülle zerrissen. Das ausströ- mendc Gas entzündete sich und verursachte eine Explosion, die das Luftschiff zerstörte. Etwa 50 Personen, die sich in der Nähe befanden, wurden leicht verletzt; drei Personen liegen schwer verletzt im Krankenhaus in Eantu,

Landwirtschaft.

D i e Vorführung der M e l k m o s ch i n eDan a". Das Landwirtschastlichc Institut Gießen schreibt uns: Trotz der gerade IN diesem Jahre dovpclt dringenden Frühjahrsbestellung hatten sich ungcsähr 20 Mitglieder derBereinigten Landwirte von Frankfurt" einer Einladung folgend am 1, April d, I, bei dem G i c ß c n c r Gutspächtcr G o t t m a n n eingesnndcn, um einer Borsührung der MelkmaschineTana" beiznwohncn. Den erschie­nenen Herren war Gelegenheit geboten, sowohl die Maschine in Tätigkeit z:i sehen, als sich auch durch die ansklärendcn Ausfüh­rungen des Direktors des Landwirlichaillichen Instituts zu Gießen, Herrn Professor Dr, G i s e v i u S und seines Assistenten, Herrn Tr, D c r l i tz k i, in deren Händen seit einigen Wochen die Prüfung der Maschine liegt, objektiv belehren zu lassen. Bei der Vorfüh­rung wurde mit 1 Melksätzen gearbeitet, so daß innerhalb von etwa 20 Aiinuten 1 Kühe gemolken waren. Von der Brauchbarkeit der Maschine überzeugten sich die Herren periönlich. Auf Wunsch wurde hieraus noch eine Kuh gcnwlken, bei der bisher die Maschine noch nicht angewandt worden war. Ohne Widerstreben ließ sie sich den Melkapparat anlegen und vcrlffclt sich wahrend des Melkens verhältnismäßig ruhig. Mit Besriedigung »ahm man Kenntnis von den bisherigen Ergebnissen der Prüfung, die dahingingcn, daß sich bei abwechselndem Hand- und Maschinenmelken kein wesentlicher Unterschied gezeigt und die Milch sich weder gnalitativ noch quan­titativ verändert habe,

-cht, A l t c n- B i> s e ck , 11. April, Bon einem Landwirt gehen uns nachstehende Ausführungen zu: Am Montag, den 6, April, wurden im Gießcncr Anzeiger die Termine für die diesjährigen, S t u t c n r n n g e n in Obcrhessen betannl gegeben. Dabei muß cS auffollen, daß für die Ortsckmsten zwischen Grünberg und Lich günstig gelegene Deckstationen knänftich Grünberg und Lich) vor­handen sind, während die westlich und nordwestlich gelegenen etwa 30 Ortschaften, wozu auch Gießen gehört, recht schlecht dabei abschnciden. Die Ortschaften in dem Dreieck zwischenGießen Allendors a, Lda,Reiskirchen sind von den Deckstalionen Grün­berg und Lich zu weit abgelegen. So haben z, B, die Pferde- bcsitzer aus Hcnchelheim, Lollar, Treis usw, mit ihren Tieren in jedem Jahre drei- bis viermal einen Weg von 3050 Klm^zp- rückzulcgen, um zur nächsten Deckstation und wieder zurück zuAse- langcn. Man kann es unter diesen Umständen den Pfcrvebesitzern nicht verübeln, >venn sie diese» im Jahre mehrmals ersorderlichen Kraft- und Zeitaufwand scheuen und ihre Tiere von den Körungen fernhalten. Dieses ist im Interesse einer durchgreisenden Pferde­zucht in Obcrhessen bedauerlich. Was nützen die Bestreb,engen der Pscrdemarkt- und PscrdeschanauSschüsse, durch Prämiicrwrg der Tiere die Pserdebesitzer zur Zucht anzncisern, wenn cS den Leuten auf der anderen Seite so schwer gemacht wird, Das zweckmäßigste wäre, in einem in der Mitte des oben bezeichneten Dreiecks gelegenen Orte (ev, in G r o ß c n - B u s e ck) noch eine Deckstation zu errichten. Im Interesse des Aufblühens dieser edlen Zucht wäre cs wünschenswert, wenn bei den bevorstehenden Kör- termincn die Sache zur Sprache gebracht würde.

Büchertisch.

Kompositionen von I, Alex Bnrkard, Ein wirklich vielversprechender Komponist, dessen Kompositionen überall da, )oo sic zu Gehör kommen, großen Eriolg haben, ist der Mainzer Alex Bnrkard, Seine Komvositionen zählen zu denjenigen, die sich durch ihren einsächcn volkstümlichen Charakter oo, raschesten Eiiuzang verschafft haben. Neben seiner gut eingesührten Klavierschule >2 Bäiche) sind besonders seine einstim- neigen Lieder, sowie seine Männerchörc n, a,:Tie Heimkehr", Wie du so lieb mir bist", sehr zu empfehlen, diese beiden Chöre, die auch in her Gießcncr Gegend vereinzelt schon gesungen werden, können daher den Vereinen besonders warm empsohlen werden. Sie sind einfach, aber melodiös imd sprechen leicht an.

Die Osterzeit ist die beste Zeit

für den Beginn einer durchgreisenden verjüNgungs- und Buffrifchungskur mit Biomalz.

Mit Kätzchen schmückt sich frohgemut Der alte Dsterhase.

Er bringt ein köstlich reiches Dut Und hüpft vergnügt im Grase . . .

Man nimmt Siomalz so wie es ist, oder in Milch, Ka­kao, Luppe k. Mit einem Gelbei und einigen Tropfen Uotwein oder Kognak verrührt, bietet Biomalz einen Ge­nuß ohne gleichen. Die Wirkung tritt schon nach dem Gebrauch weniger Dosen ein. DRan fühlt sich außerordent­lich erfrischt und gekräftigt, mc> ist leistungsfähiger und ermüdet nicht mehr so leicht, Zesonders das Uus-

wem durch des winters Ullgewalt Noch träge fliehn die Stunden,

Der wird an Liomaiz gar bald In Lenz und Licht gesunden!

sehen wird besser und blühender, der Teint reiner. Nllen Uräftigungsbedürftigen ist Biomalz um so eher zu empfehlen, als es kein Medikament sondern ein Nähr­mittel aus edlem Gerstenmalz ist, das niemals schädlich, aber stets von größtem Nutzen sein kann. Eine Kost­probe nebst Prospekten sendet umsonst und portofrei die Lhem, Fabrik Gebr. Patermann, Teltow-Berlin 196,