Kr. 8»
Zweiter Blatt
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonntags.
Jahrgang
D>e „Eiehener tjamlltenblätter" werden dem »Anzefger" oierznal Ivöchcnilich beigelegt, das „Krcirblatt ffir den Brei; Sietzen" ziveiinat wöchentlich. Ti- „randwiktscha,tlichen Zeit, fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhefsen
Montag. 6. April 19^
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schea Universität^ - Buch- und 3tcinbvucTcrci.
R. Lange. Dießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» slraße 7. (Lxpedition und Verlag: e=sl> 51. Redaktion:112. Tel.-?ldr.:^lnzeigerÄleßen.
Au» Hessen.
Aenderung der Kerintordnung bei örn fwtimn Lkhranstaltrn.
Ter Abg. Tr. Stephan stellte in der 2 M a m in c c folgenden dringlichen Antrag: Tic Kammer toollc beschließen, die Negierung zu ersuche», gnztiordncn: I das; bei den höheren Lehr anstaltcn der Tag, an loelchetn die grösseren Sonimerserien beginnen, von Unterricht völlig frei bleibt, das heißt, das jn Z» knntt an diesen, Tage die jetzigen beiden Unterrichtsstunde»' in Wegfall kommen. 2. daß bei denjenigen höheren Lehranstalten, bei denen getrennte Somincr und Hcrbstscricu eingesührt sind, die Sommersericn wieder NN einem Samstag beginnen, und »«rar, wenn der 15. Juli aus einen Samstag lallt, an diesem Tage, tvenn der 15. Juli ans einen Sonntag oder Montag sollt, an dem diesem Tage rvrausgehendcn, »nd Ivenn der 15. Juli aus einen anderen Lockentag sollt, an dem daraussolgendcn Samstag.
Jn der Begrltndung wird ausgciührt: ad 1: Bei der jetzigen Einrichtung, wonach die Ferien nach der zweiten Unterrichtsstunde beginnen, ist es Familien, welche die Ferienzeit im Hochgcbirg (in der Schweiz oder in Tirol oder an der See/ verbringen Ivollcn. nicht möglich, an dem Tage des Fcrienbeqinns ihr Reiseziel zu erreichen, sie müssen also entweder unterwegs übernachten, tvodurch die Reisekosten nicht unwesentlich verteuert werden, oder sie verlieren einen Fcrientag. ad 2: Wenn die Ferien an einem Samstag beginnen, gewinnt man 2 Tage Ferien; außerdem besteht bei vielen Privatpersonen, besonders in der Schwerz, die Einrichtung, das; die Zimmer Nur nackt vollen Wvckten vermietet loerdcn, so daß man, tvenn man in einer solchen Pension Zimmer vorausbestellen >vill, die Miete vom Beginn der be- tressendcn Woche ab bezahlen nruß, auch wenn man erst MtU' oder gegen Ende der Wotbe cintrisst. Diese Mißstände sollen weg, wenn der Beginn nnd der Tdüus; der Ferien mit dem Wochenbeginn und schllis; tusannncnsallen.
*
Erbauung einer n o r m a l s p u r i a c n elektrischen Nebenbahn von Fürth Odenwald; n a d> Hewvcn - heim (Bergstraß c Tic Abg. M e r g c l l nnd W tr »and beantragen in der 2 Kammer: „Hohe Kammer wolle beschließen, die Großherzogliche Regierung zu ersuchen, die Erbauung einer normalspurigen elektrisdicn Rebenbahn von Fürth (Odenwald) „ad> Hcppenheim > Bergstraßei zum 'Anschluß an die Nebenbahn Heppenheim "Bergstraße;—Lorsch (Heilen! in d!c Wege zu leiten nnd den Landständen eine entsprcdiendc Vorlage zugehen zu lassen."
Die Seminarlchrer an den P r ä p a r a n d e » a u - st alten. Abg. .Henrich beantragte in der 2. Kammer, die aus Anlaß der Umlvandlung der Präparandenanstalten zu Seminar- lehrcru ernannten Lehrer nacf) Maßgabe des Artikels 21 des neuen Besoldungsgesetzes zu behandeln.
Dentsches Reich.
A m 11 i d; r 51 u f fl ä rung über eine n Brief des Kaisers an d i e L a n d g r ä s i n von Hessen Tic „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Tic Angelegenheit des Briefes Sr. iOinjcität des Kaisers an die Landgräiin von Hessen bei deren Uebertritt zum Katholizismus ist jetzt ansgcklärt. Wir sind ermächtigt, folgendes mitzuteilen; Vom Kardinal Ko pp, dem die Frau Landgräsin den Brief seiner Zeit überlassen hatte, lvar Vorsorge getroffen, daß der Brics unmittelbar nad> seinem Tode durch Vermittlung des Bischofs von Fulda der Frau Landgräsin toieder zugestcllt ,verde. Tics ist jetzt geschehen. Die entstandene Verzögerung erklärt sidl daraus, daß der Bischof von Fulda aus einer Rmnrcisc abwesend lvar. Ter Brief stellt sich lediglich als eine Kundgebung des Oberhauptes des Hohcnzollcrnsdien HauscS an ein« diesem Hause entsprossene Fürstin dar, also als eine Fa uiilienangelegenheii, die für die Ocstcntlicktkeit lvcder bestimmt lvar, noch bestimmt ist. Gegenüber den falsdicn Mitteilungen, die über den Inhalt des Brieses verbreitet worden sind, sei scstgestellt, dast der Briet keinerlei 'Ausspruch irgend wcldier 'Art über den katholisckteu Glauben, die latholisdie Kirdie oder die Katholiken und die Stellung des Kaisers zu ihnen enthält. Alle gegenteiligen in der Presse verbreiteten 'Angaben sind aus der Luft, gegriisen. 'Ihre Urheber trifft der schwere Vorwurf, eine Privatangelegenbeit rmter gröbster Entstellung des SachverbaltS an die Oesfentlichkeit gezerrt, damit bei, konfessionellen Frieden gefährdet und Sr. Majestät dem Kaiser leidsticctig eine ihm fremde feindselige 'Mißachtung deS Katholizismus angedichtet zu haben.
Schließung oder Vertagung des Reichstags? Tic „Norddeutsche 'Allgemeine Zeitung" schreibt zu den Prcsscerör- terungen über die Frage, ob der Reichstag gesdtlossen oder vertagt locrde. daß die Verfassung die Schließung als Regel, die Vertagung als Ausnahme hinftclle Es müsse die Frage geprüft werden, was etwa in dem gcgemvärtiqen Stande der parlanientarisdieti^'Arbeiten der Regel wtdcrsprech. itub die 'Ausnahme empfehle. Seit der Vertagung vom 80. Juni 1913 bis zu den Osterferien Ivurden 2 1 Gesetzentwürfe e i u g c b r a ch t und davon sieben erledigt. (ssegcnüber diesem Gang der RcichstagSgeschätie erscheint der Appell des Abgeordneten Bafsermann an die Selbstzucht der Fraktionen beadstenswert. Ter Reichstag habe die Vcrpflidstung, Sclbstbcschränkung zu üben und die Länge sowie and, die Zahl der Reden einzuschränken. Tie Regierung treffe aber keine Sd»>ld, dast der Rcidistag zu spät einberuscn ivurde nnd iidi dann mit einer bunten Reihe von l'scsetzentwürfen befaßte. Nackt Erledigung der Wchrvorlageit in; Sommer 1918 entspradi es dem eigenen begreiflichen Wunsche des Reichstages, erst Ende 'Noveniber wieder zusanimenzntretcn. Was die Gesetzentwürfe anlange, so hätten die Regierungen fcfjoi, lange auf ein langsameres Tcmvo in der Ausarbeitung von Gesetzentwürfen hingewirkt. 'Würde der Rcidistag zu seiner alten Gcivobnheit zurüdkehrcn, den Voranschlag vor dem 1. Avril fertig zu stellen, so würde giidi der Schluß der Session fiefi meistens vor Pfingsten bewerkstelligen lassen und die Einberufung zum Herbste könnte dann früher erfolgen. Jn die Erörterungen der Frage, ob Vertagung oder Sdilust, spiele cndlid) auch die Frage der Freikarten hinein. Dem Gedankengangc könne die Regierung aber itidit folgen, das; durch das mit dem Schluß des Reichstages eintrctcnde Anshürcn der Gültigkeit der Freikarten der Rcidistag bestraft werden falle. Solange das Postulat der dauernden Freikarten nicht bestehe, müsse die Vertagung lediglid, davoi; abltzingen. ob sie im allgemeinen Interesse zweckmäßig und notwendig fttlchcine. Im vorliegenden Falle wird der Reidiskanzler die Entscheidung des Kaisers erst hcrbcisühren, tvenn srckt das Ergebnis der Rcidtstagsoerhandlutigen genauer übersehen läßt. Tar- über, tvaS nad, Ostern noch erledigt tverden soll, tvird sich hosscnt- lich eine Verständigung zwischen der Regierung und den Parteien erzielen lassen.
Ter 'Abgeordnete Paaschc für eitlen Zoll oerband mit O e st c r r c ich - Un aa r n. Ter erste Vizepräsident des Reichstags, Gchcimrat Tr P aa sd, e, der Vorsitzende des im September v. Js. begründeten deutsch-österrcichisdi-ungarisdien Wirtschafts-BerbandeS, hielt am Freitag in Magdeburg im Börien- t'aal der Handelskammer in einer aus allen Kreisen der Industrie und des Handels Magdeburgs und der Provinz Sachsen besuchten Versammlung einen Vortrag über ,,'Wrrtschaitliche Beziehungen Deutschlands zu Oestcrreidt-Ungarn." Teutfchland tlnd Oesterreich Ungar;; seien auseinander angewiesen. Man arbeite aut dem Gebiete des Geisteslebens und au; wifsenichastlichem und kulturelletn Gebiete längst Hand in Hand. Andererseits müsse man aber auch immer mehr zu einer wirtschaftlichen Verctnr- gitn g kommen. Tics zu iörbern, sei der Zweck des Tcutsdz-öltcr-
reichisdt mtgartsd'en WirttdnflsvcrbmidcS. Tcutsdiland habe selbst Interesse daran, daß Oesterreichs und Ungarns Handel und Industrie sich entwickle, dctnt man habe nur einen Vorteil, wenn Oesterreich-Ungarn ein zablungSiähiger Käufer sei. Deshalb müsse man sich gegenseitig utitcrstntz'n. Tr Paafdtc erörterte die bevorstehende Erneuerung rer Handelsverträge tttld erinnerte au die Erklärung des Staatssekretärs Tr. Delbrück, dast Deutschland keinen neuen Zolltarif auistetle, also keine neuen Waffen gegen Ocsterreicka-Ungarn schmiede. Er empsahl, daß man nicket mit Oesterreich Ungarn einen neuen Vertrag zuerst abichließen solle, sondern befürwortete, das; solche Vertrage zuerst zu;n 'Ab schluß kommen, die weniger nickttig für TrutschlandS Handel und Industrie rrtt denn der G c s a m t h a u de I Oesterreich- Ungarns in der At Sfuhr nad) fast allen europäischen Ländern und 'Nordamerika zusammen sei nock» nicht so groß, wie der Verkehr nackt Teutfchland und umgekehrt. Ebenso sei die E i n - fuhr Oesterretckt-Ungarns ans Teuticktland größer als die Gcsamteinsnhr au? allen europäischen Ländern zutammen. Man dürfe deshalb nicht unvorbereitet at; die Erneuerung des Handelsvertrages mit Oesterreich-Ungarn Herangehen, zumal cS unter einem Tristem der blinden Meistbegünstigung schwieriger ist als vordem, für beide Teile günstige Verträge abzuichlacsten und bestehende Gegensätze zu beseitigen. Unsere Beziehungen zu Le- stcrreich-Ungarn seien enger als mit anderen Staaten, deshalb mlljsp man auckt versuchen, trotz des Frankfurter Friedens, z o l 1 - Politische 5l u s n a h m e II zu schassen. Das System der Meistbegünstigung habe sich fjiimditlid- des Handelsverkehrs mit Oesterreich Ungarn überlebt. Schon früher sei der Gedanke ausgetaucht, leinen Z o l t v c r b a n d m r t L e st c r r c > ck; Ungarn zu schließen. Wenn er sich auckt vorläusig noch nickt durdtiühreti lassen dürste, so müsse »tan dock; den Gedanken attszuiühren tuchen, die Beziehungen zwischen Teutschland ttnd Oestcrreickt-Ungarn enger zu gestalten, Bestrebungen, die auckt int Kreise der Regierungen äncrkannt würden. Ein neuer Handelsvertrag mit Oesterreich-Ungarn sei iv abzuschlrcßeit, dal; gewisse Zollsätze, die jetzt infolge d s McistbegünlNgntigssystztns beständen, aber für den Handelsverkehr mit Oesterreich-Ungarn weder aut der ritten, noch auf der anderen «reite irgendwelche Berechtigung hätten, richtiger festgesetzt würden. 'Audi die Auslegung des Zolltarif? schädige den Handelsverkehr. 'Allen dieseti, eitle Bcrschär- sung der Gegensätze h.rbeiiühretrden Hindernissen entgegen -narbet- tcn, sei die dlnsgabc deS Verbandes, der außerdem auch itir dctr einzelnen durckt vraktitcktc Arbeiten 'Nutzen zu bringen sucht, Tr. Paasckie gab der 'Ansicht Ausdruck, daß durch die doppelstaatlichen jVcrbände eine Spezialisierung der Arbeiten erfolge, die für Teutschlands 'Machtstellung nur von Nutzen ist.
Anslanv.
P r c u ß c n fc i n d lickte Propaganda. In Holland hat jick) ein Komitee gebildet, um Geld für die d ä n i f ch c B c r - einig u ng zu sammeln, die es sich zur 'Ausgabe gemackst hat, die dänische Bevölkerung Nord-Schlcstvigs in ihren! Widerstande gegen die Germanisationspolitrk der prettßisckien Regierung zu unterstützen.
Das P r i n z e n o a a r H e i n r i ckt von Preußen III Santiago de Chile, Tack Prinzenpaar Heitirickt von Preußen hat am Freitag die Besuckte der Stadt fortgesetzt. Abends fand die Besichtigung dce Militärschülc statt. Tic Parade aus dem Exerzierplatz wurde in Gegenwart des Präsidenten, der Minister und des diplomatischen Korps bvr einer ungeheure» Zuscktaucr- mcngc abgehalten. Kontreadmiral von R c b e u r - P a s ckt w i tz, sowie die Ofsiziere und 800 Matrosen de? deutsckten Geschwader? kamen in einem Extrazug von Valparaiso, um an der 'Parade teil- zunehmen. Während des militärifcheir Scktauspicls kreuzten fünf Militärflugzeuge über dem Felde. Tas Publikum jubelte dem Prtnzenpaare zu und beackttc Hocktruse auf Deutschland aus. TaS Prinzenpaar reist nach Valparaiso ab, wo Prinz Heitirickt über das deutsche und cktiletitsche Geschwader eine Parade abnimmt.
Tic Abstimmung über die R o ck) c 11 c - S a ch c am Scktlus; der Nackttsitzutig der französischen Kammer am Freitag, gestaltete sickt sehr bewegt, stcach der einstimmig erfolgten Annahme des Hauptsatzes der Tagesordnung Rcnard, in der die Kammer die Fcststellungeu de? UntersudmugSaussthusses zur Kenntnis nimmt und ihre M i ßbill i gu tt g über die m t ß- b r ä » d; t i dt e Einmischung der Finanz in die Politik und der Politik in d i c .I u st i z v e r w a l I u n g aus- spricht, hatte tuan ziemlickt allgemein angenommen, daß die Sackte nunmehr erledigt sei. 'Aus Antrag des Sozialisten Sem bat wurden jedoch die Tchtußwvrtc der Tagesordnung, durckt die jeder Zutatzantrag abgelelptt werden tollte, mit 251 gegen 208 Stimmen vcrworjen, tvas lebhafte Erregung hcrvorrics. Hieraus ivurden vier vcrickticdctie Zutatzanträge cingebracht; zunäcktst der Zusatzautrag der Sozialisten e m h a t und E o l l y , daß 'INonis, Eaillaux, de l'Jslc, Briand und Barltwu der zuständigen Gc- richtsbarkcit überwiesen werden solle», dann der Zutatzantrag Hubert, in dem die Regierung autgejordert wird, ciue gericktt- lickc llnlersucktutig über die Betveggründe anzuordnen. tvelckte Monis und Eailtgux zur 'Behinderung der Tätigkeit der Justiz veranlaßt hätten, ferner ein Zutatzantrag des 'Nationalisten Berry, der Monis und Eatllaur der Justiz überantwortet wiiscn will, und der von den Radikalen R e n a r d und T el o n c l c beantragte Zutatzantrag, daß die Katnmer ihren Entschluß bekunde, die Trennttng der Geivoltcn in wirksaniercr Wette zu verbürgen. Ter Zutatzantrag Sembat und Eolly wurde mit 859 Stimmen gegen 108 Stimmen abgclehnt »nd sodattit der Zutatzantrag Rcnard und Telonele mit 265 gegen 120 Stimmen angeiwtnmcn. Tie geiamte Tagcsordnting wurde hierau! durckt Händeauihcbcti genehmigt. Unter lebbaiter Bcwegttng ivurde alsdann die Legislaturperiode um 2 Uhr uacktts mit einer Rede des Präsidenten Teöcktanel geschlossen, welcher die Tätigkeit der Aawmer rühmend heroorhob und die von ihr bescktloit'enen wichtigen Gesetze aui- zäblte. 'Als Tcsrbaucl auckt da? Treijahrgesctz erwähnte, riesen die Sozialisten: Nieder mit den drei Jahren! TcScktanel ent- oegnetc darauf mit erhobener Stimme: Tic Kammer tvolltc, daß die 'Armee verstärkt und die Grenze bester geschützt tverdc; sic iind cs. Diese Worte riefen bei einem Teil des Hause? lebhaften Beifall hervor. -- Tie nette Kommet: wird am l. Juni zusamntcn- treten.
Die Lage in England.
London, 1. April. Tie 11 n i o tt t ft e n veranstalteten heute nachmittag im Hydepark eine riesige Kundgebung, um gegen die Einverleibung U l st e r s in die Homernle zu protestieren. 229 'Abteilungen, in denen 76 Wahlkreise vertreten waren, marschierten mit Musik und Fahnen nach dem Park.
A s q u i t (t dickt heute in L a d tt b a n k eine mit großer Begeisterung ausgenommene Wahlrede, in der er sagte, in den letzten Wochen sei ein, albernes Märchen in Umlauf gesetzt worden, demzufolge t ie Regierung den Augenblick, wo sie die Vorschläge zu einer Verständigung in der Ho- mcrulestreitfrage gemacht, dazu auserwählt habe, um ein Komplott zur Herausforderung Ulsters etnzulciten. Es fei auch die Vermutung aiisgesprochcn worden, daß er das Kriegsministerium übernonrinen halte, unt nicht tut Parlament mit der Opposition die Waffen kreuzen zu müssen.
Ferner seien seine gestrigen Reden als heranssordernd bezeichnet worden: dies bestreite er aber. — A f q tt 1 1 h wandte lickt hieraus zur Armeefrage. Er zollte dcitt Eiscr nnd der Ergebenheit der 'Armee und Flotte wärmste 'Anerkennung. Er sei überzeugt, daß man darauf recktiic» könne, daß sie vom Höchsten bis zum Untersten ihre Pflichten erfüllen n ürden. Ttc Armee solle kein politisches Werkzeug tverden. Er habe leine Stimme bei der Gestaltung der englischen Politik oder der Formung der Gesetze. Tic Armee werde nichts Politisches von ihm hören nnd er erwarte auch von der 'Armee nichts Politisches zu hören.
An» StnSt unS Lanv.
Gießen, tz. 'April 1911. Stutenköninge» in der Provinz Obrrhcisen.
Tie Ternnnc der Körungen für das Picidestamnibuch werden alljährlich im Frühjahr an den Orlen der GcstütZ- stalioiicti vorgenommen. Bei etwa eincni Triltel dieser Tcr- mine werden, und zwar alljährlich wechselnd, im 'Anschluß an die Körungen Versammlungen zu gegenseitiger Aussprache abgehalien, so daß etwa alle 2 8 Jahre au den gleichen Orlen Versammlungen der Pferdezüchtcr vorgesehen fiitb._ Die diesjährigen Körtcrmine in Ober- Hessen finden an nachstehenden Terminen statt:
Butzbach: Montag, den 20.'April, 12' . litte vorm., im 'Anschluß an die Bez.-Pserdeschan.
L i ch: Montag, den 20. April, 5 llhr nachtn., im Anschluß an die Bcz.-Pserdeschau.
Grünberg: Ticnskag, den 21. Avril, vorm. I I Uhr, im Anschluß au die Bcz.-Pserdeschau.
O b e r - O s l c i d e n: Dienstag, de» 21, April, nachm.
1 Uhr, im Anschluß an die Bez.-Pserdeschan, Kirtorf: Mittwoch, den 22, Aprii, vorm, 10 Uhr, anschließend Versammlung im Gasthaus von Honstein. R o m r o d : Mittwoch, den 22. April, nachm, 3 Uhr, im Anschluß an die Bez.-Pserdeschan,
Groß-Felda: Mittwoch, den 22. 'April, nachmittags 4'/- Uhr.
E n g c l r o d : 'Mittwoch, den 22 . April, nachm. 5> -> Uhr. Schlitz: Donnerstag, den 23. ?lpril, vorm. 10 Uhr, im 'Anschluß an die Bez.-Pserdeschau, anschließend Versammlung im Gasthause der „Geftülsstation", Grebenhain: Donnerstag, 23. 'April, nachm. .5 Uhr, im 'Anschluß an die Bez.-Pserdeschau. Hirzenhain: Freitag, den 24. April, vorni. 8', Uhr. Düdelsheim: Freitag, den 24,'April, vorm, 10 Uhr.
D a u c r n h c i m: Freitag, den 24, April, mitlags IV« Uhr, Berstadt: Freitag, den 24,'April, nachm, 3 Uhr. an- ichlicßetid Versammlung im Gasthaus der „Gestnts- ftation".
Ulfa: Samstag, den 25, April, vorm. 8 Uhr, auschließeitd Versammlnug im Gasthaus von Joh, Konrad Döll, Nieder Wöllstadt: Samstag, den 25, 'April, mittags I Uhr,
Unter Hinweis darauf, daß den Stntcnbesitzern durch Eintragung ihrer Stuken in das Picrdcstammbuch keinerlei Kosten erwachsen, werden die Landwirte aufgefordcrt, ihre dreijährigen und älteren Stuten des belgischen Arbeitsschlages und des (oldctibnrgischen) Wagenschkrgcs dem Ausschüsse vprzusühren.
'Alle dreijährigen oder älteren importiertett Stulsohlen, welche nackt nicht für das hel'iische Pferdestammbnch angckört sind, müssen vorgefnhrt werden, desgleichen alle dreijähmgen und älteren von Stammbuchstuten abstammcttdcn Stut- fohlcn. welche noch nicht gekört Ivorden sind.
Im Interesse einer geordneten Stammbuchsührung ist es erforderlich, daß die Begleiter der vorgcsührten Stuten möglichst das Gebnrtsdatnni und die 'Abstantmung (väterlicher und mütterlicherseits), iotuie nähere 'Angaben über etwaige bereits aus der Stute gezogenen Fohlen angebcn lönnen.
Wir machen zugleich noch öaratti auitnerksatn, daß in Erwägung gezogen worden ist, künftig, d. h. nackt einigen Jahren, auf alten von der Landwirtschastskammer oder ihren Ausschüssen veranstalteten Schauen nur solche Pferde zu prämiieren, welche in das hessische Pserdestammbuch (oder in ein anderes für die hessischen Zuchtrichlungen in Frage kotn inendes Stammbuch) eingetragen sind, oder nachweislich von solchen Stuten abstammcn. Es liegt daher im eigenen Interesse unserer Pserdczüchter, wenn sic ihre körsähigcn Stuten sämtlich zur Körung vorführcn,
"* Offene Le hr e rstel l cn. Erledigt sind: Eine mit einem cvangclttchen Lehrer zu besetzende Lehrcrslelle an der Bolksschnle zu Romrod, Kreis IllSicld, und an der Volks- ichule zu Henbach eine mit cittcm cvangeliichcn Lehrer zu besetzende Stelle, mit der Organtslendienst verbunden ist,
” Landwirtschaftliche Genossen ichaftSbatik. Direktor Mager von der Zentealtässc der hessischen land- tvtrtschafilichen Genoßenschasten wurde ctnstitmnig in den Vorstand der Landtvittschasiltchen GenossettschastSbank ge- tvählt. Da sich die Bank, irtie bekannt, in stiller Siqtiibntioii befindet und nette Geschäfte nicht mehr abschltcßt, tvird Dtreltor Mager zugleich die Leitung der Zentrallassc beide halten können.
** TerBogelschutzverein für das Großherzogtum Hesse n hatte im März 8 Lehrgänge über Vogelschutz verauftaltct, die am 2 . 'April zu Ende gmaen, 'Aus 'Anregung des Proteitors Tr. Frenzcl, eines Vorstandsmitgliedes de« Vogeltcktutzvercitts nnd eifrigen Förderers der Ziele des Vereins jür ländliche Wohlsahrts- und Hetmalpilcge, wurde der erste Lehrgang von t6 Lehrern aus sämtlichen Orten des Kreises Tarnt- ftabt besucht Tic Teilnehmer des ztveitcn Lehrganges setzten sich ans den verschiedensten Bcruisständcn zusammen, linier den 15 Teilnehmern waren 2 Oberförster, 4 Forstwartc, 2 Baumwartc des Kreises Büdingen, 1 Gütcrverwolter der Stadt Dcns- heim, l Gärtner, 1 Schutzmantt, l Fcldschütz, l Lehrer und 2 Herren der Eisenbahndirektion Frankfurt a. Äi., dabei Rcaic- rungsrat Treschcr. Tie Eisenbahndirektion Mainz, die schon seit einigen Jahren bentüht ist, die Hecken und Dämme der Bahnstrecken dein praktischen Bogelschutze dienstbar zu machen, hatte den letzten Lehrgang belegt und hierzu 10 Herren vom Obcrbahnmcister au bis berab zum Rottenführer, aus den verschiedensten Teilen des Tircklionsbczirks entsandt.
""KrankheitsübertraguirgdurchsalschesHaar Von dcvt Vorstände des Landesverbandes der Friseure


