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von Kaiser Aller bis Trieb unb zurück bis zum Tdealer. Abzugebrn tldltkctr.32.

Aufruf an das Deutsche Volk

für eine Rote Kreiiz-Tammlung 4NX4 zugunsten der freiwilligen Krankenpflege im Kriege.

Z»iii Schutze des Vaterlandes mußte die Deutsche Wehrniacht in außer- gewvhnltchem Maße verstärkt werden. Hieraus erwächst dein Roten Kreuz die vaterländische Pflicht, auch seine Kräfte und Mittel für die freiwillige Kranken- pflege im Kriege seiner hohen Bestimnning gemäß zur Ergänzung des staai lichen Kriegssanitälsdienstes zu vermehren.

Diese Vermehrung darf aber nicht ausgeschoben lverden, denn das Rote Kreuz muß jederzeit für die Ausübung der sreiwilligen Krankrnpflege bereit sein. Ungesäumt soll daher begonnen werden, den Mehrbedarf an männlicheni und weiblichem Personal, sowie an Material für Transport, Aufnahme und Pflege der Verwundeten und Erkranken zu decken. Welche schweren dauernden Schäden sür die Dolkskrajt aus dem Mangel an rechtzeitiger Kranken- und Verwundetenfürsorge entstehen können, haben die Schrecken und Folgen der letzten Balkankiiinpfe bewiesen, Mängel in der Kriegsvorbereitung des Roten Kreuzes find im Laufe eines Krieges nichl wieder gutzuniachen; auch die größte Opserwilligkeit des Volkes kann dann nicht inehr rechlzeilig Hilfe schäften.

Aber eine solche Kriegsvorbereitung erfordert außerordentlich große Mittel; die vorhandenen sind hierzu völlig unzureichend.

Es ist daher eine linerläßliche nationale Pflicht, Geld für die Vor­bereitung der Kriegserfordernisse zu samnieln.

In voller Erkennlnis dieser Sachlage haben die Vereinigungen vom Roien Kreuz beschlossen, sich schon jetzt an die Opfersreudigkeit des'Dentschen Volkes zu ivenden und es zu einer Sammlung sür das Roie Kreuz anfziirnfen. Unser Kaiser und unsere Kaiserin, die Bnndessürstcn und freien Städte unseres Vaterlandes, die Prolekioren und Proteklorinnen der Landes- und Frauenvereine voni Roten Kreuz haben diesen Entschluß gebilligt, die Landes­regierungen haben ihre Unterstützung zugesagt.

Die Sammlung fällt in die Zeit der Jubelfeier des sünfzigjährigen Bestehens des Roten Kreuzes, und ihr Beginn ist sestgesetzt aus den denk­würdigen K>. Mai, den Tag des Frankfurter Friedens,

Wir vertrauen, daß das Deutsche Volk, welches die schtvere Rüstung sür den Schutz seiner höchsten Güter willig aus sich genommen hat, nun auch Misere Bitte um Unterstützung der Kriegsvorbereitung des Roten Kreuzes z»n> Besten der verwundeten und erkrankten Krieger verstehen wird.

Jede, auch die bescheidenste Spende wird dankbar begrüßt tverden und dazu beitragen, in Zeiten schwerer Prüfung die Leidenber Söhne unseres Volkes, die Leib und Leben dein Baierlandc freudig opsern, zu lindern und zu heilen. Der Landesausschuß sür das Grobherzogtum Hessen, unter vcm Protektorate Ihrer Königliche» Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin, richtet in der sicheren Hoffnung, daß der vorstehende Ausruf auch in unserer Hessischen Heiniat volles Verständnis findet, an die gesamte Bevölkerung die herzliche Bitte, zur Verwirklichung des dargelegten Planes beizutrage», ein Jeder nach seinen Kräften, 457.,

Die Deutschen Vereinigungen hont Roten .ffreui.

Für den hessischen Landesverein vom Roten Kreuz:

Der Vorsitzende K 0 r w a » , Generalleitlnant z. D.

Für den Alice-Fr»uenvereiii sür Krankenpflege:

'er Generalsekretär Uh-, Kratz, Ministerialrat.

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