Ausgabe 
4.4.1914
 
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Nr. 80 Zweiter

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

DieSiehener ZamitiendlSNer" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das tireiiblatt fSr den Kreis Siehe»" zweimal wöchentlich. Dierindwirtschastllchen Seil» srazen" erscheinen monailich zweimal.

Blatt IbH. Jahrgang

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhejsen

Samsiag, ^ April

Rotattonsdruck und Derlag der Brühl'schea Unwersitäts - Auch- >nid Steindruckerei. R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- strahe 7. Expedition »nd Vertag: 51.

R«daktion:e-iS:t2. Tel.-Adr.:Ai,zeigerÄ,ehen.

Unser Tabakbau in Uamerun.

Mit Freuden hat der Kolonialfreund vernommen, das; der Tabalanban in Ramerun erfreuliche Fortschritte macht. Bekanntlich sind die ersten Versuche mit dem Anbau von Taöak in den deutschen Schutzgebieten nicht gerade er- inutigend ausgefallen, so das; die Kultur in Deutsch-Ost- afrika und in den deutschen Südieegedicten heute gänzlich aufgegcben ist. Seit einigen Jahren ist ie ah r mi: dem besten Ersolg in Kamerun nueder ausgenommen worden, angespornt durch die von Herrn E. A. Oldemeyer gestifteten Preise. Wie wir denMitteilungen der Deutschen Koloniai- gesellschasl entnehmen, hat im Fahre 1910 diese Kolonie 2700 Kilogramm Tabak im Werte von 41,70 Mk,, 1911 bereits das Doppelte im Werte von annähernd 2,7000 Mk. ausge­führt, und im Jahre 1912 ist erneut eine Verdoppelung der 'Ausfuhr eingctreteu.

Zurzeit sind im Tabakbau in Kamerun beteiligt: die Bremer Tabakbaugesellschast Bakossi mbH, hcrvorgegan- gen aus der Privatunternehmung des Herrn E, Räthke, die Tabakbau- und Pflanzungsgcsellschast Kamerun, Ä-G,, und die Hamburg-Kameruner Tabatbaugesellschaft m.b.H. als größere Unternehmungen, während kleinere Versuchspslan- zungen angelegt sind von der Bremer Wcstasrikagesellschaft >n,b, H,, von deni Bremer .Kolonialhaus F, Olvfs u. Co., von einer kleinen Farniersirma Gebr, de Haas in Manen» goteng und von einem Pflanzer Piinjer. Tie erftcren sechs Pflanzungen liegen im Gebiete der Kamcruu-Rordbahn, wahrend letztere Vcrsuchspflanzung sich in Jaunde in Süd­kamerun besindet. Bisher sind in Bremen folgende Mengen von Kameruntabak zum Verkauf gelangt: von der 1910er Ernte von Herrn C, Räthle 50 Balten, von der 1911er Ernte seitens der Tabakbau und Psi.inzunasgcselkschast 185 Ballen, von der 1911er Ernte seitens der Balossi- gesellschast 227 Ballen, von der 191203er Ernte seitens der Bremer Weftasrikagesellschaft 45 Ballen, von der 1912/13er Ernte seitens der Tabakbau- und PflanzungS- gesellschaft 683 Ballen, von der 1912,13er Ernte seitens der Bakossigescllschast 840 Ballen, wobei für die Bakossi- gcsellschast nur das bis Ende Februar hier greifbare Quan­tum in Anrechnung gebracht ist, während noch ein kleinerer Rest zu späterem Verkauf verfügbar bleibt. Außerdem wird aus der 191213er Ernte noch in Einschreibung kommen: ein kleines Versuchsauantum des Bremer Kolonialhauses F. Oloff & Co., sowie ein weiteres Bersuchsquantum der Pflan ­zung Gebrüder de Haas. Tic oben mitgenannte Unterneh­mung Pünjer hat bis jetzt nur Versuche in einem vom eigent­lichen Tabakbaubezirk abgelegenen Gebiete gemacht, die ein greifbares Ergebnis noch nicht gezeigt haben. Aus dein 18I3/14er 2lnpslanzcn (1914er Ernte ivcrden nach Schät­zung von den verschiedenen Gcscllsäiasten mindestens 4000 Ballen an den Markt gebracht ivcrden.

Auch in der holländischen Kolonie Sumatra hat die Ent­wicklung klein angefangen, und aus den 50 Ballen im Werte von 7000 Mk. im Jahre 1864 sind bis 1912 über eine Bier- tclmillion Ballen im Werte von weit über 100 Millionen Mark geworden. Vergleicht inan die Tabakerzeugung Ka- ineruns mit den in den ersten Jahren von Sumatra an­gebrachten Mengen, so ergibt siel, die folgende interessante Gegenüberstellung:

Snmatra: Samern«:

1864 .

. 59 Ballen,

1911 . ,

. . 56 Batten,

1865 .

. 189 ,

1912 . .

. 412

1866 .

. 169

1913 . .

> .16 0

1867 .

> . ,

. 210

1914 .

. . 4000

Als vor kurzem in Brenien iviedcrnm 860 Pack Tabak zu se 1 Vs Zentner, also über 1200 Zentner, aus Kamerun zur Versteigerung gelangten, wobei Preise von durchschnittlich 1.80 bis 2.05 Mk. erzielt wurden, waren außer zahlreichen deutschen Tabakintcresscnten zum ersten Male auch zwölf bolländische erschienen: ein Beweis dafür, daß die Be­herrscher der Märkte von Amsterdam und Rotterdam auf die junge Kaincruner Tabakerzcugnng die vor allem her­vorragende Teckblätter liescrl, aufmerksam geworden sind.

Ans Stadt und Land.

Gie6eis, 4. April 191 l.

** Tas neue Schuljahr. TaS alte Schuljahr ist heute morgen beschlossen worden, das neue beginnt am Montag, de» 20. April, morgens 8 Uhr in den Gymnasien mit der Prüfung der neu aiigemeldetcn Schüler. Ter Unter­richt beginnt, auch für die Volksschulen, am Dienstag, den 21. April. Für das Schuljahr gilt folgende Ferienordnung: P s i n g st f e r i c n von Sonntag, den 31. Mai bis Sonn­tag, den 7. Juni; Herbstfericn von Sonntag, den 2. August bis Sonntag, den 13. September: Weihnachts­ferien von Tonnerstag, den 24. Dezember 1914 bis Mitt­woch, den 6. Januar 1915; Osterferien von Sonntag, den 28. März bis Sonntag, den 11. April 1915, Das Schul­jahr umsaßt 40 Schulwochen,

** Rückgang im Bcsu ch der Seminare. Nachdem die Jahre über sich unsere hessischen Lehrerbildungsanstalten eines guten Besuches zu erireucn halten, ja, oft dem großen Andrang zum Lchrcrberui nicht genügen konnten, icheint dieser günstige Zustand jetzt nicht mehr zu bestehen. So sind z. B. im Bensheimcr Seminar die beiden Vorseminarklasscn nur ganz schwach besucht, und die Anmeldungen für das neue Schuljahr lassen auch nickt aus eine stärkere .Klassenziiicr rechne». Hält dieser Zustand an. dann werden wir in einigen Jahren wieder vor der Tatsache eines Lehrenuangels stehen, der unsere Biltmngsverhältnis'c empfindlich schädigen wird. Worin liegen die Ursachen dieser auiiatleüd geringen Freauenz der Seminare? Es ist einesteils die Einsührung des sechsten Ausbildungsjahres, andcrnteils das für die Seminare in ickusficht genommene Schuldgcld. Tie Hauvturiache liegt aber in den Gehaltsverhältnissen, die auch nach der neuesten Gehaltsrege- lung, besonders in den unteren und mittleren Stusen, dem Bit ,lingsgang in keiner Weise entsprechen Und ivenn sie noch unter loschen Widerständen, wie sie die vcrilossenen Besotdungskämpjc

jcigtcn, zu leiden haben, tvird die Lust, den .Lehrerbcruj zu er- greisen, sichet nicht erhöht. Auf die Beseitigung solcher Hindernisse Ul der Zukunst das Augenmerk zu richten, ist im Interesse der Borwärtscntwicklung uiyerer Schulvcrhältnissc ganz gewiß nicht unangebracht,

** Erkrankung an schwarzen Blattern. In die Baracken zu Gießen wurde gestern ein landwirt­schaftlicher Arbeiter aus Russisch-Polen ein­geliefert. Der Mann war auf einem Gutshofe in Nieder- E s ch b a ch beschäftigt und wurde, als er heftig erkrankte, in das Bilbeler Krankenhaus gebracht. Dort stellte das Kreis- Gesundheitsamt Friedberg schwarze Blattern fest und ordnete die Ueberführung des Erkrankten in die Baracken nach Gießen an. Um ein Umsichgreifen der Krankheit zu verhüten, wurden mehrere Personell geimpft.

"* Der Zwangs verkauf der Troßschen Grund­stücke, ivelcher gestern vormittag durch Amtsrichter Groß bewirkt wurde, geschah in 3 Gruppen und hatte folgendes Ergebnis. Gruppe l: Das neu erbaute Wohnhaus Rod- heimcr Straße 50 mit einem daranstoßcnden größeren Teil des Geländes; Höchstgebot Kalkwerksbesitzer Haas 64 000 Mark. Gruppe 2: Das alte Anwesen; Höchstbietende die Stausenberger Kasse 21200 Mark. Gruppe 3: 6 Grund­stücke; Ortsgerichtsmann Leo mit einem Höchstgebot von 13 500 Mart. Gesamterlös 98 700 Mark bei einer hypo­thekarischen Belastung von 145 400 Mark, so daß ein Ge- samtaussakl an Hypotheken von 46 700 Mark gegenübersteht. Die ortsgerichtlichc Taxe der Troßschen Besitzungen belief sich ans 160 000 Mark. Man hatte seinerzeit der Stadt Gießen den Ankauf zu einem hohen Preise angesonnen, um für die Masscgläubiger, welche jetzt mit dem Betrag der ausgesallcncn Hypotheken vermehrt werden, wenigstens einen Teil des Verlustes zahlen zu können. Ter Finanz­ausschuß hat das Angebot jedoch abgelehnt.

** Zur Krankenkassentvahl. In dem Bericht über die Krankenkassenwahlcn vom 2. d. M. findet sich n. a. folgender Passus: Anerkennenswert ist cs, oaß bei den abgegebenen Stimmen fc;r Arbeitgeber keine einzige ungültig war, während die Arbeitnehmer im ganzen elf ungültige Stimmen abgegeben hoben, usw. Zwei Durcauvorsteher von Rechtsanwälten halten die abgegebenen Zettel mit ihren eigenen Namen unterzeichnet." Diese Angabe beruht aus einen Irrtum. Richtig ist folgendes: Eine weibliche Ver­sicherte hat aui einem Wahlzelle! die WorteListe 1" durch­strichen und dafür zwei Namen von Bnreanangcstcllten hiesigen Rechtsanwälte geschrieben. Sic wollte also damit zum Ausdruck bringen, diese beide Herreit zu wählen, was natürlich ungültig war.

> ** Mehrere Postpakete mit einer A dres s e. Die

Versenkung mehrerer Valete mit einer Postvaketadressc ist kür die Zeit vour 6. bis einschließlich 11. April weder inr inneren deutschen Verkehr noch inr Verkehr mit dem Ausland ausge­nommen Argentinien gestattet. Nach Argentinien können auch in dieser Zeit mehrere, jedoch höchstens 3 Pakete, mit einer Postvaketadressc versandt werden,

** Das Großherzoglich Hessische Regierungs­blatt Nr, 9 hat folgenden Inhalt: 1. Finanzgcsetz für das Etatsjahr 1914. 2. Bekanntmachung, Industriegleis der Stadt Tarmstadt betressend. 3. Bekanntmachung, die Finanzamtsge- hilscnprüsung betrcfscnd. 4. Bekanntmachung, die Errichtung je eines besonderen Ortsgerichts und Standesamts für die Gemein­den Metzlos und Me: los-Gchag betrefsend. 5. B.kanntmachung, die Verleihung der Rechtssähigkeit an den Arbeiterverein der chemischen Fabrik E. Merck zu Darmstadt betresiend. 6. Be­kanntmachung, die Jubiläumsstiftung ehemaliger Schüler der Ms- fclder Realschule 1911 betresiend.

** Güterrechtsregister. Errungenschaftsge­mein i ch a i t haben vereinbart : Landwirt Eduard Pfeffer und dessen Ehefrau Katharine geh. Schlitt in Ruhlkirchen. Güter­trennung haben vereinbart: Heinrich Hcnketmann II., Schuhmacher zu Lollar, und dessen Ehefrau Karoline geh. Kall. Louis Deibel III., Tiesbauunternehmer zu Staufenberg, und dessen Ehefrau Wilhelmine geh. Fink.

" Konkurse in Hesse». In dein .Konkursvertahren über das Verniögen des Johann Schivarz II, Meyge> meiste, in Mainz, ikt 'Vergleichstermi» ank Mittwoch, den 29. Amis 1914, voinmtogs 0 Uhr, vor dein Grosib. A>ntseer,cbt in Main, anberniiNit.

In dem .tlonkiirsve>s,ib,cn übe de» Aawlan der Georg Sei bei II. Wit > e ooi, P t >i » g 'st a d I ist an stelle des verstorbeneil Verivaliers Erlist Wollt in ' a, nikladt der gaiiiniann itriedr. Svaricb neider zii Dar>il"ndt ots Kontur ueitonlter bestellt wo den Ile er de» ')!'rfiIo6 'eil am 20 Oktober 1913 in Berg hauten, Kr. Wetzlar, verstorbenen. i» B>aii ie!« wohnhakt gewesenen Malermeisters ein, i I' W ü ktenhöier ist g,n 10. Binrz I ' 4. i'orinilla is I I 11 br, 'as Konklnsverigbren eröffnet ivorde > Konkursverivatter itl ",ozen- ggent Gnbgn zn Brnninel«. 'Anmeldeirist kür Ko >kn>ö'ordelnnaen 'owie Anzeiqeirist bi« znin 27 'Avril 1 n4. Er e Gläubiger- versa,nnitiliig und allgene'nee Priiiilngstecmin am 4. tzlm toll, vor,nittags 19 Uhr.

Landkreis tzsießen.

X G r o ß e n - Li n d e n , 4. April, Gestern nachmittag wur­den 17 Knaben und 21 Mädchen aus der Schule entlassen. Tie Ab- gangsseier wurde mit einem mehrstimmigen Choral unter Leitung des Lehrers Blaß eröffnet, Lehrer Schmidt sprach über das elektrische Leitungsnetz. Haumlchrer Bach ließ die Äpselicliußszenc aus SchillersWilhelm Tell" mit verteilten Rollen lesen und schloß mit einer kurzen Ansprache.

Kreis Büdingen.

ch- Nidda, 3. April. Tie Arbeiten zur Errichtung des großen Him ine l b a ch scheu Sägewerks beim hiesigen Bahn- bos hatten durch die schleckte Witterung bedeutende Verzögerung er­litten und werden nun mit großem Eiter sortgesctzt. Ten Bau einer Halle von 47 Meter Breite und 85 Meter Länge ohne jede Unter - stüpung im Innern wird eine Firma aus Tüise>dorl aussührcn. Bo» Nidda nach Fauerbach ist eine neue Kreis st raßc geneh­migt worden. Mit dem Bau soll demnächst begonnen werden, damit die Straße noch vor Ausführung der Feldbereinigung in unserer Gemarkung vollendet ist.

cP Borsdorf, 3. April. Hier herrscht schon seit zwei Monaten unter den Kindern der Scharlach so stark, daß die Schule schon über drei Wochen geschlossen ist. In den letzten Tagen sind wieder einige neue Fälle der ge­fährlichen Krankheit hinzngekommen.

Kreis Lauterbach.

. Lauterb ach, 3. April. Tie Straße zum Südbgbnbos der V o g e l s b e r g b a h n wird >egt allinählich bebgut, U,>,nittel- bar a»> Baliitlios erbebt sich ein Neubau, der dazu bestimmt in, e,» moderne« votel-Nesta»ra»t ailszimchme , deffc» Eröffnung >,n Mai erlolgen fall.

. Frischborn, 3. April. Das Perlastren aege» den hie- stgen zwe ten Lehrer wegen Sittlichkeitsverbreche»s ist aus 'lüangel an Beweisen vom Gericht eingcsleüt ivorden,

Kreis Friedberg.

Bad«Na uheim, 4. April, Die uns der Großh, Kurdirektor in Bad-Nauheim mitteill, wurde in der Nähe des weithin bekannien Ka r l s b r n n n c n S eine neue Quelle von vorzüglicher Beschafsenheit erbohrt. Da die Arbeit unter sachkundiger Führung erfolgte, waren die Koste» verhältnismäßig gering.

8 Bad-Nauheim, 1. Avril. Bis ut g r ck i r em »de und -Verehrer sanden sich gestern abend zahlreich aui dem Johannisberg zu einer Feier ein, Oberamtsrichlcr Tr, Fuhr und sauilätsrat Tr, G i t l e r m a n n hielten Anivrachen, Man beabsichtigt, den 10 0. Geburtstag des großen Kanzlers aui dem Johannis­berg zu seiern. Auch die Äirhriugnng eines Bronzcbildcs Bis­marcks am Johannisbergturm wird ins Auge gefaßt.

Kreis Dchlar.

W. Ä r o s d o r i, 2. Amil. Der älteste E i il w o h II e r von Kroidors-Gleiberg, Landwirt Johann Georg Wagner iim Dolks- mundder alte Waldsürster" genannti, st a r b am 28. März' inr hohen Alter von 90 Jahren. Er war am 1. Januar 1824 m Kroj- botr geboren.

W. Dutenhoscn , 2. April. Ter seit einigen Jahren hier tätige Lehrer ffrih Gaß ist von der Kgl. Regierung Koblenz vom 1. April ab aus die Tauer von sieben Monaten zur Teilnahme an einem Kursus der Landesturuaiistalt in Spandau ^beurlaubt worden. Als Verwalter der Schulstelle wurde der Schulamtskan­didat Heinrich Klein von Waldgirmes, der im Februar vom Seminar in Wetzlar abgegangen ist, berufen,

Hessen-Nassau.

si M a rb u r a, 4. April. Am Wehrdaerlvca wurde heute abend das 4jä.hrige Söhnchen des Bahnarbeitcrs Koob von einer Schneidemaschine überfah­ren und getötet. Die Eltern waren Zeugen des Un­glücks. Eine stark besuchte V e r s a m in l n n g sprach sich heute abend für völlige Sonntagsruhe im Handlungsgewerbe aus.

vüchertisch.

Europas größte Talsperre und Deutsch­lands jüngstes Tori behandelt ein fcffcfnbcr. rcichillu- Itriertcr Aufsatz, den der bekannte hesiischc Schriitsteller Paul Heidelbach in der rcichhaltigrn Nummer 3 der Illustrierten Zeit- ickriit sür Heimatkunde und HeimatlicbcDeutschland" vcrkisent- licht. Diese Talsperre entsteht bekanntlich zurzeit im Gebiete der goldhaltigen Edder unterhalb des uralten Schlosses 'Waldeck. Sie wird bei einer Länge von 27 Kitometern mit einer Lbersläche von 1200 Hektar ein Sammelbecken mit einem Fassungsraum von 200 Millionen Kubikmeter haben. Das iüngstc Tort aber ist Ncuberich. das in der Waldeckschen Tomäne Büllinghauien als deutsches Mustcrdvrs von den Bewohucrn der verschwundenen Dör­fer Berich und Bringhauseu neu besiedelt worden ist. Der Ler- faffer des Artikels schildert überaus anschaulich, wie das alte Bericher Kirchlein, ein Meistcntück srühgotischcr Baukunst, in Ncuberich wiedererstand, und wie schließlich an den verlassenen Häusern von Berich militärische Sprengübungen vorgenommen wurden.

Spielplan der vereinigten ^rankfutter Stadttheater.

Gpernhauz.

Sonntaq, den '.Avril, naclvtnttngs ' ,4 Uhr:CruOeus in der Unterwelt * Abends 7 Utzr :Car-nen " DtontaJ, den 6. Avril, n>''ch'osien. Dienstag, den 7. ?lvril, nbends 7 Uhr: ^Ter Rosen- kavalier." Mitlivoeb den 8. Avril, qeschlonen. Tonner^tNt.'l, den 9. ')lvril, abends 7 Uhr:Tannbäuser." ^reitaq, den 10. Avril, geschlossen. Sanrstaq, beit 11.1 uri(, abends Uhr:Mnrthn.E Sonntag, den 12.Avril, nachmittnas \ Ubr:Polenblnt." "Abends 7 U w: Zmn er'len Mole: .Snlainith." Ein Ovcrnalt in 6 Bil erir von Bau! v. Zilenon viernn': Zinn cri'teil Male: .Der Liebbiber als Arzt/ Mun'altscheS Luülviel in 2 "Akten nach "lAoliere. Mnnk von Erinanno Wolt-Ferrari. Atontaq, den 1'^. April, nachinittacis X Uhr: Dienstaq, den 14. dlvril, abends */ 8 Uhr:

, iaoletto/ "lAitlwoch, den 15. Avril, abends ^8 Uhr:Atadaine Au terfly-E Donnerslaq. de>» 16 ?Ivrll. abends ' ,8 UhrSttlamilh/ Lneraui: »Der Liebhaber als Ar-t."

Zchauspielhaur.

Sonntag, 5.April, nachmilt >gs ", 4 llfjr: «IZygmülion.- Abends

7 Uhr:Die Tanaovrmze'Nii ^ Montag, den 6. Avril, abends

8 Uhr:ftmmif." Dienslaa. den 7. "April, abends 8 Uhr: Erstes

'Gastspiel deö HoitHeaters zil Dresden: Znin crften "Dlnle: ^Die arnveligen Besenbinder." Altes Märchen in 5 Akten von Zkarl ljdanvtmann. Mittwoch, den 8. Avril, abends 8 Uhr: Ziveites Aasl- sviel des ^ql. Öoitheaters zu Dresden: Zmn eräen Male: e.^oinödie der Liebe Sloniöbic in 3 Akten von venrik Zbsei». Donnerstaq. den ä. "April, abends 8 Uhr: Drilles imö letztes (ÄaXspiel des sigl. s'oitheaters -zn Dresden:Ostern," Ein Pasuonssviel in 3 Akten von Anaust Strindberg. FreitaNe den lt). ?lpril, aeschloisen Salus- tag, den 11. Avril, abends 8 ilhr: .Kainv!.^ Sonntag, den 1^. April, nacktnitlags 7,4 Uhr: ,Mie ein't im Mai." "Abends

' ,8 Uhr: Zum ersten "Ä/ale : .^edermairn." Das Spiel vom Sterben des reichen Atanncs von pugo von Hosfmannsthal. Die zur öand- lnnq gehörige Musik von Einar Nilson. Montag, den 13. ^lpril, nachmittags 1 .4 Uhr:Pygmalion." '?lbends 7 Uhr:Die Tango- vrmzesnn." Twnstaq, den 14. April, abends 8 Uhr:Wce einst inr Dtai." Mittlvoch, den 15. "Avril, abe>rds 8 Uhr:Jedermann."

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