vieljadi OJuigoieu übertragen iwirbeiT, btc nid» in ihrer Stellung begründet oder zulässig lind, z. B ZwangshauSverivallungen, Erb» nadilakvenvoltiingeu, Wechselproteste uiiv. so wurde» B an einem Sage timt Wechselproteste vom Amtsgericht Ottenbach nach Ae» Isenburg durch süns verschiedene junge Leute bortbitt getragen. Besonders sei ein Gerichlsithroiber jo jette mit Privatai beite» beschäftigt, Sie et sich noch über die WcWilH - bezahle» lasse, da» er iür seine Tienstgeschäite wenig Zeit behalte. Solche Nebeiigesdiätle sollte» unter alten llmstättden verboten tverde». Bet einer gegen den Betreiienden notwettdig getvordenen Klage hätte vott süns Oiien Intdirr Aechteanwcilten keiner de» Protest tnlnen wollen Redner beklagt tveiter. daß da» Ministerium die Beantwortung der Ein gaben von Privallettlett io lange verzögerte oder ganz unterlasse. Fu Sühneversabre» tollte sie Regierung veranlassen, das; attch der Beklagte »nbedingt z»m Termin erscheinen müßte.
Abg. Bäbr Bbd3 tnacht verschiedene Anstande gegen'das Grnndbuchtvesen und tvendet sicht gegen das Lob ans das Notariat, das Redner schari verurteilt.
Abg. v.-B r e » t a ti o l.Ztr.) bespricht zunächst in längeren Auc- sübeniigen die Berhältniise des Anwalisslandes. Im Gegentab tiiin »Abg. Grünencktd sei er entichidden gegen die Freizügigkeit der Anwälte. Man sollte dabin streben, da» der Rumerus elauiuö iür die Anwälte eingeiübrt wurde lind, wenn das nid» tu erreichen sei, sollte man wenigstens eine gewisse Karenzzeit für die Zulassung zur RecktSanwallsmail sestsetze», vielleicht auch eine bestimmte wei tere Ausbildung verlangen. Es liege im Interesse des ganten Au- waltsstandes, da» jemand, Mr vielleicht zum Richter nicht tu gelassen würde, dann eintarf» als Anwalt ans das Polk losgelaisen wird! heut seien and! beim kleinsten Amtsgericht bereits mehrere Anwälte vorhanden Er bitte die Regierima, beim Bimdesrat auf eine Beichränknng der Advokamr III dem von ihm angedeulelen Sinne anturegen. An dem Riedergang des Anwalisslandes seien auch die Rechtskonsulenten idiuld, non denen es troll der 19 Rechts onwalie in Ottenbach and! noch eine ganze Anzabl gebe, die auch vom Richter oft noch besser behandelt würden, als die Anwälte. Dem Antrag Tr. Münzer »ich deijen Auslübrnng über die Anstellung der Assessoren stimme er zu. Zum Schluß wendet sich der Redner in lebhafter Weise gegen die Angriiie »ui das hessische Rotariat, wobei er besonders gegen den Abg. Brauer und die Ershe Kammer polemisiert.
Abg. Adelung (Soz. weist daraus bin, da» die Besoldnngs- reionn nach Tr. Webers Mei»u»g den konierpalioen Gedan ken totschlug, während er >tad> des Borreimers Ansicht durch die Stellung zum Rolariat eridmttcn werde. Audi er sei der Meinung, da» Man die Frage der Sdiaisung neuer Riditerstrllen nicht von der Frage der liolwendigen Stellen in den übrigen Reisorts loslöicn könne: cs intimen auch dort weitere deiiui- tive Stellen geiwaiieii ioerden. Redner ii-agt die Regierung, ob es nicht angängig iei. die 30 ;ut Beneiluna an, zwei Fahre bewilligten neuen HilsSgeridNsschreibei stellen schon sämtlich im Etatsiaht 1911 burdizusübren.
Abg. Bähr polemisiert gegen Abg. v. Brentano und tvünscht Erweiterung der Kompetenz det Orlsgeridne. Als er dann bet seinen bekannten Abschweisungen gegen die irühere Regierung deit Borwuri erbebt, da» sie den Abg. Brauer getäuscht habe, wird er vom Präsidenten Köhler zur Ordnung gerufen.
Nach dem Schlußwort des Referenten Abg. Tr. Osann, der ttadi dem Verlaus der lauge» Debatte seststellt, da» cs mit der Rechtsvilege in Heise» diirdiails günstig bestellt sei, wird zur Abstimmung geschritten und die einzeliic» Kapitel des Justiz etats 88 97 werde» einstimmig angeiioiiimen, twibehalilid» der morgen vormittag statiiindeudeu Abüimmung über die beiden Anträge Tr. Aünzer und Tr. Weber
Bei der dann folgenden Beratung über den Voranschlag des Finanzministeriums iverden die Kap. 98 -107 ohne Debatte angenommen.
Darnach wird die Verbandlung um " ( 8 Uhr abgebrodien.
Weiterberatimg: Donnerstag früh 9 Uhr.
Zrühfafirs-pferd?markt.
th. Gießen, 26. März.
Ter (Siegeltet' Pserdemarkt ist jedesmal ein Ereianis nidtt nur iür unsere Stadl und Umgebung, sondern audi iür alle Vierde» Fntereiicnteu, Pserdekenner und Pserüesreunde unserer Provinz Oberhessen und in den angrenzenden preußischen Gebietsteilen. Es ist das Verdienst des verstorbenen Stadtverordneten Kirch, die Gießener Psetdemärkie nicht nur angeregt und wieder mit ins Leben gerufen z» baben, sondern besonders seinem Jnter- ekic an der Sacksc ist es zu danken, da» mit den Märkten eine Pserdeschan mit Prämiierung verbiinbeii wurde, bereu Anzicbnngs- Traft aut die Landbevölkerung, die Werl aus die Hallintg und Zucht edler Tiere legt, mit den Jahren geipaltig gewachsen ist, ivodurch aber attd> ein rühmlicher Wettbewerb und Kenntnisse, loorani e's bei der Zudst niikoinnil, in diese Schichten dkl bäuerlichen Bevölkerung gelrage» wurde. 1
Gestern in aller Frühe schon wurde es in unserer Stabt lebendig, aus allen Himmelsrichtungen tarn munteres Pierdegelravpe! in unsere Stad! und es schien, als ob auch der Himmel zu dem Ge wimniel, ivelches sich aus den Mckrklanlagen an der Rodheimer Straße itad) und nach bildete, ein frenndliches Gesicht machen wollte. Tie lachende Sonne versudüe leider verschiedene Male vergeblich, die trübe Wolsenschicht. ivelche den Himmel gestern bedeckte, zu »durchbreche». Ein Glück war es wenigstens iür den Markt, daß cs bis Mittag nicht regnete. Ter Marktvorrat zeigte einen Bestand von 292 Pjerden und 11 Fohlen, überwiegend schwere Arbeitssckiläge, aber and, ein kleiner Vorrat lehr schöner Wagenvierde stand znni Verknus.
Tie Preisrichter ballen naturgemäß mit der Aiusteruiig des sehr zahlretdien zur Beurteilung rorgesübrlen edlen Materials viel zu tun, die Leitung der Priiutiiernng lag in den Händen der Oekononiieräte Müller Reuboi und .Hoismann-Hoi-Güll, iolvie des Gutspächiers R. Bene-Wetzlar. Anwesend ivgreit die Vertreter des Landes-Pserdezuchtvereins, Barou v. -Stark und Rilliiieister Fend, beide von Tarmstadi.
Für die Laitdivirtschastskanrmer war Tr. Müller-Tarmstadt uzid als Vertreter des KammerauSschiisses sür Lberheisen Gutsbesitzer Mock-Gruub-Schivalheim zugegen. Tie städt. Marktkommis- iiou war durch den Stadtverordneten Loeber vertreten. Oberbürgermeister Keller und Beigeordneter Juslizrat Grünewald hatten sich nlsd'uldigt.
Ter Handel in Pierdeil war sehr befriedigend für die Bei käuier, die allerdings nicht nur sehr schöne Tiere aus den Markt gebracht batten, aber auch zu ihrem Bedauern recht hohe Preise dolür fordern iiiiißten und a»d> bezahlt erhietten. Tie Nachfrage nad, gutem Pserdematerial sür Olrbeitszwecke lwt von Jahr zu Fahr zugeiiommeit.
Tie Prämiteruug, iveldie erst gegen 1 Uhr ihr Ende erreichte, batte das lolaende Ergebnis (die Zahlen bedeulen die verlielniien Preise. A. heißt Anerkennung, der Slertt hinter der Zahl bezeichnet, daß es sich um einen von der Landwirtschastskammer verliehenen Geldvreis bandelti.
I. Reilpserde nnter dem Reiter gezeigt. Ludwig Tasdi-Atzbacv. 3iähr. Finb-Ssmle, und S. Mtdzel-ttzießen, tzjähi. dnnkelbt. Aalladi, ie A
II Wagenschläge, vaar weise prämiiert: S. Rlichel-Gieße». 4 sä In schwarz-brauner WKilloch, 1. Preis. 2b,g. Frensdorf-Gießen, .'nähr. Ravven-Wallach und Stute, 2, I. Kaui- iiiaiin u. Co.-Frankfurt a M., S» und KjShr. Fucks-Pallach. 3, Fr. Harttnarinieen-Brandoberudois, -l
III u. Schwere 4lrbe i t e idi [ä g e, paarweise pro - ntiiert: L. Michel Gießen, 4- und üjübr btenme Wollackie, I, F. Kauimanii u. Co.-Fraiilinet a. M, -Ijähr. Ravp-Walladie, 2, S. Michel-Gieße». 4- und .',sähr. Stule und Wallad», Füchse, 3, Ed. Kannnann-Nteder-Weiiel, 4>äl,r. Watlache, Füchse, 4, Aug. Frensdors-Gteßen, 4. und öjahr. braune Stute», 5, und Simon K ansmann-Ricdet Weisel, 6.
IIIb- Leichte Arbeitsschläge, paarweise prämiier I: Aug. Frensdors-Gteßen, 4,ahr. braune Stuten, 1, M Bing-Lich. Ijähr. Fuchsstute». 2, Ed. Kauiniann-Nieder-Wetsel, 3 ,ähi Fuchsstuten, 3, Simon Kailsmann-Rieder-Weiiel, 4- und üjahr. Fnchsstiiten, 4, Ed. ,Ka«f»iann-Rieder-Weii«l, 4jäki. braune Stuten, 3, lind Aug. Frensdors-Gtetzcn, 4jäht. braune Stmen, A.
IV». Schwere ?1 r b e i t S s ch 1 ä g e, e i n z e I n u r ä ntiiert: 3. Michel Gießen, bjühr Fuchsswte, 1, I. Kauimnnii
n. Co -Frankfurt a. M., 4iäbr. Rapp-Wallach, 2. Aug. Frensdvis- Gießen, .>iahr. braune Stute, 3, Ed. Käusmaiin-Riedei Weuel, tsäbi. Fuchs Wallach, 4, und Ang. Frensdvri-Giehen, tjäbr. brmmei Blollach, b. .. ..
IVb. Leichte A r be i t L s d> 1 ä g e, einzeln prä m 11 e r t: unter 28 porgcsübrlen Pferden: .Ed. Kaniniann-Nieder-Weisel, 3j«br. Fnchsstiite. I, (-. Äänimann.Rieder-Weisel, 4jähe. Fucks» stnte, 2, M. Bing-Lich, 4jähr, Fnchsstute, 3, Aiig. Frensdotl- Gießen, zwei Ijähr. FnchsiNlten, 4. und .3, »nd et. Kansinan» Rieder Weisel, .'ijähr. dunkelbranne Stute, A. ^ .
V». A r b e i t s s ch l ä g e, einzeln prämiiert, neie Pierde müssen mindestens (> Monate im Besitz von Landwirten sein, die dem Landes Pierdeznchtverein oder einem landwirtichait- lichen Bezirksvercin des Großtieriogmins angehören, linter ll vorgeilihrten Pjerden: Fod. Willi. Weber-Lang-Gölls, .'jährige Fnchsstlite. l, Wenzel Hasser III.-Rirdei'-Weiiel, 7jäbr. Fnchsstute, 2, Pb. Schäier III Großen-Bnieck, 8iübr. braune Stute, 3, A»I- brosins Peil Mölln, lisöbr. braune Stute. 4, Heinrich Hänier III.- Nickder-Weisel, 4jnbr. braune Stute, 6. Rud. Tasdi-Atzbadi, .>iäbr. Fuchsstilte, 7. Lliierkenmingeii erhielten noch sür ihre Pierde Alois Eß Tornaiieiibelm, Freiberr E. i>. Tiemar-Eberstadt, Ang. Heinz- Nieder-Weisel, Earl Heil-Butzbach und Georg Bill II.-NirderWeiiel.
Vd. Arbeitsschläge. paarweise prämiiert. Tieie Pierde müssen mindestens li Monate im Besitz von Landwirtkii' sein, die deni Landes -Pferdezuditperein oder einem laildwirtichaii fidtnt Bezirks-Verein des Großherzog tu ms angebören: Anibrolins Pril Mölln, I- und (Ijähr. braune Stuten, 1, Louis Roiitlzaler- Langd, 3,ähr. Fnchsstute». 2, Daniel Schäser-tzeskcm, 9 und Zsähr. diinkeldianiie Stuten, 3, Allton Volk III.-Pohl-Göns, l- Iind 'ijähr. Fiichsstiiten, 4, O. G. Walther-Langd, 7. „nd 3jähr. braune und schwarze Stute. 3, und Lldam Koch 11II.-4t'ollneii- rotb, 3- und 4j,ihr. Fuchs-Wallache. A.
Dreijährige Fohlen, geboren 1911: Via. Wage n» schlage: Wilb. Wagner II.-Kirchgöns. schwarzbrann, l, Eonrad Weitz IV.-Dorsgill, braune Stute, 2, Dan. Schäier II.-Heskem, diiNkelbi'Miue Ftnle, 3, und Otto Gg. Walther-Langd, Brauner, 4.
VI li. A rb e it s sch l ü g e: L. Brück», an »-Reu Hof, Fuchs- Wallad,. I, L. Ronlbaler-Langd, Fiichsstute, 2, und ?ldam Kodi VIII.-Ronnenrotb, Fuckis-Wallach, 3.
Zweijährige Fohlen, geboren 1912: VII a. Aa - genschläge: Eunr. Weitz IV.-Torsgill. schwarze Stute, 1, Fob. Ruth Rieder-Walgeiii, Fuchsstute. 2. E. Rock Hattenrod, braune Stttte, 3, und Hch Heller I. 4ßck»zell, braiiner Wallach, 4.
VIIb. Arbeitsschläge: Pb. Schiidt-Londorf, br. Stute, 1, L. Brnckinann Reudos, Schinimelftiite, 2, Conrad Ebel-Langgöns, branner Wallach, 3, mtb Hch. Haub-Trais-Münzenberg, Fuchs stule, 4.
VIII a. Z » ch 1 st uten mit S a u g f o h 1 e u oder in e b - r e r e it R a ch k o ni in e ii, W a g e n f ch 1 ä g c: Daniel Schäier II.« Heskem, schwarze lOiähr. Stute mit 3 Fohlen, 3jähr., 1 jähr. und 8 Wochen all, sämtlich schwarz (Oldenburger Rasse': I. und Hugo Klinkelhüi,', AlSseld, braune 9jähr. Stute mit 2- und Ijähr. Fohlen. 2*.
Vlllb. Arbeitsschläge: Ludwig Weller V. -Wieseck, Fuckzs, 5jöhr., mit 5 Monate altem Fohlen, 1.
IX». ;! u dt t ft u t c ii, nachweisbar in 191 3 gedeckt, im b erkennbar tragend, Wagen sch läge: Otto Georg Wolthet-Langd, 7iübr., schioarz, 1, Hch. Heller I.-Echzell, lijähr., Brauner. 2*. Ambrosius Peil-Mölln, lijähr., Brauner, 3 und Ferd. Bolz-Freienseen, (ijähr., Brauner, 4.
IXb. Z i> ch 1 ft u t e ii, n a d> w r i s b a r i it 19 13 gedeckt, und erkennbar tragend, Arbeitsschläge. Unter 28 Pferden, die twrgeiührt lmitden: Wenzel Hasser III. Rieder- Weisel, Tjähr. F-nchsstnte, I, Hch. Häuser III.-Rieder-Weisel, liäbr. braune Stute, 2*, Hch. Marx I R jeder Weisel, 3sähr. Kohlsuchs, 2", Ludw. Walb I.-Steinbach, 7iäli>'. Brauner, 3, Karl Heil-Bntz- bach, 7jähr. Hcllbraiiiier, 3, Alois Eß'Dorna'i'enbeim, 9iöhr. Rotbschtiiiiiiel, 4, Pb. Sdiäser III. Großen-Bnieck, 8iöhr. Brauner, 4, 2lug. Petry-Haltenrod, 3säbr. Fuchs, l, Wilb. Wedemann-Ebei- stadt, .'stühr. Brauner. 3, und Eonrad Bill XIX.-Rieder-Weisel, 8jälti'. Brauner, 3. Anerkennungen eihietten noch sür ihre Tiere Hch. Haub-Trais-Münzenberg, Hd>. Merboth Wctteneld und Hch. Trent II.-Griedel.
Tamit war gegen i-I Uhr mittags die Prämiiernng zu Ende. Es batten sich inzwischen zahlreiche Tamen ans der Gesellichast sowie ?lngehörige unseres Osiizierkorps UNI dos Preisrichterzelt eingetiindeit trotz des drobendeit Regens, der in Aiisn'chi staud, sollte doch nun das Glanzstück^des Marktes, die Borsühruiig von im Privalbesitz beiindlicher Pferde und (ßeichirre eriolgeu. Auf einen Wink ^viirde die Tdiranke des Ringes, die diesen iiacki der Rodheimer Straße zu abscbließt, geössnet, und ein überraschtes Staunen ging tmrdi die gemallige Zuickzaiieinienge Ein Bieterzug Rappen in der Mnilcoach in der iitberen Hand des Herrn Hiihit jr. neben sich den Tiener in modernrrnster Livree, fuhr in den Ring, es solgten ein Gespann Avielschtmmel in elegantem vis-g-vis-Break und zwei Apiclichiminel im Gnniniiin»Ioid. Tie Geivanne und Eguipagen des Herrn Hubn waren bis ans die geringste Kleinigkeit gut Mid hätten aut jeden Concours biopigne den Wettbeioerb besteben können und,Aussehen erregt. Herr Hoslohn-kutlcher Huhn, der Mitglied der Pserdemarktkommisiioil, imirde allseitig beglück wünscht, besonders aber erklärten die sad>k„ndigen Tarmstädtcr Gäste voller Veriviniderung ganz ehrlidi, so etwas Wiliidervollcs kriegen wir in Tarmstadt nicht fertig. Herr Huhn hat gestern einmal nneber gezeigt, daß er iichs was kosten läßt und daß er es versteht, trotz der Konkurrenz der.Automobile seinen Fnlirpark aus moderner, vornebm-r Höhe zu holten lind den großen Ansprüchen der Gießener Bevölkerung, die man nun einmal aii uiiier Fuhrwesen stellt, gerecht werden kann. Es ließen dann ihre Pierde mit Reiter im Sattel voriübren: Hauptmai,n von Tbieme», Hauptmaiii, v. Haehling, Ilniveriitäts-Reitlebrei' Hinnnerich. Hauvlmann Wehr- heim, Hanptmaiiii Polb, Leutnaiit Tbeis, sowie ein Damenreitpierd des Herrn 2lugust Schwan, Kaum war diese Boriührmtg beendet, da setzte leider der Regen stark ein und wie der Blitz leertr sick, der weite Marktplatz von der schaulustige» Menge, die die'Vorführung der prämiierten Pferde vor dem Preisrichterzelt »ickn abwanete. In einer improvisierten Sonderausftellung waren vertreten: Louis Faber-Gikßen, Conrad Stevhan-Großen-Bnieck und Georg Scknvan- Gieß-N mit Wagen, Edgar Borrmann-Gießen, Ehr. Tteckiiiaiin- Gteßeii, Richard Weber-Niederscheld, Job. Schmidt-Klein-Rechtrn- bach. Hib. Christ Atzbach, Hermann Block Beersiadt, I. B. Häuier- Gießeii und Miele n. Co. Gütersloh mit Maschinen und Geräten Iür landwirtsdiasilidie Betriebe, ferner Earl Bender Roobeim mit Hinter- und Borderpslug, Konrad Iu»g-MüiizeNberg mit lano- loirtidiaitlicheii Geräten, sowie sie Finnen Bilttre-Separawr Bet- lin, Giorio-Separaior und E. Ellenberger Bietxmkvpi mit Milch- wirtschaitlichen Geräten und Maidtinen. Taß bei dem Zusammen- ström ioldier Meiistheinnassen, tote es unser Pserdemarkt vermag, mindestens ein halbes Tutzend ivahre Jakobe mit ihrem Kleinkram und dem heiseren Geschrei uidn ieblten, läßt iidi denken. Tiefe Leute iinlum mit ihren originellen Spaßen und AuvreiiunM'n tiiiiiier ihr Publikum. Leider haben die Inhalier der PerkaiiisstöMie ans unsercni gestrigen enien Krämermarki nicht ihre Red>- nung geiuiidc», weil ihnen bas Wetter einen 'dich gespielt hat, dagegen hotten die Wiener Casus lind Wirtidianen, sowie die Kaiislenle i» der Reustadt. Marktstraß,', Babnlwtstraße usw. einen guten Tag, de» ihnen in der .Hauptsache der Pserdemarkt gebradit hatte.
Provin^ial-Llti4sch,,tz r>cr Provin; Dberhesse«.
Gießen. 23. März.
Auwescild: Provinzialdircklor Geheimer»! Tr. Ilsinget als Vorsitzender und vier Mitglieder.
K läge der Müller Jüngst, Harb m ü h 1 e u. a. gegen den V c r c t it t ii r Bau n u d II n t e r h a l 1 u n g der Gru vpenw n sse r v er so r g u n g für das untere Niddatal wegen Ableitung der H n r b - guellcu. dieser -^ache hatte bereits Verhandlung.vor dem Provtiizialausschutz stallgcsuuden, sie war aber vertag! ivordeu. iveil noch bezüglich zweier Mühlen sestgcstcttl werden mußte, ob sie, wie das Gesetz cs verlangt, ,e,t 30 Jahre»
ununterbrochen betrieben ivordeu sind. Jnzlvischen ist ciiie Zeugin in Berlin kommissarisch vernommen worden. Tic eidliche Vernehmung zweier weiterer Zeugen sand in der heutigen Sitzung statt, 9,ach Lluhürnng der Parteien beschloß der Provinzialansschuß, seine Entscheidung in einer der nächsten Sitzungen zu verkündigen.
Svort.
— T e u t I ch o M e i st e es ch a s l S-R e g a t t a. Die Ä. Teutsche PleiuerichallS-Regatta des Deulicbeu Ruderverbandes findet am
0. August auf dem Mühlauhasen in M annhei i» in Verbindung mit der inleruaiioualen Regatta des Mainibeinier Regatlavereins stall. Es iverden sechs Rennen gestartet, die zioiiche» die inte - „atioualen Rennen verteilt mit einstlindiger Zivischenpause ge- rll bevt werden, ,
Der Schifisunfall auf der Spree.
* K ö v e u i cf, 23. März. Nach einer amtlichen Feststel lung sind bei der Katastrophe des Spindlerschen Fährbootes von 19 Insassen 8 ertrunken und zwar 7 Arbeiterinnen und der Bootssührer. Bon den Geretteten besindcn sich zwei im Krankenhause.
Von den ach! Opsern der Boolskatastrophe wurden bis her vier ivcibliche Leichen geborgen. Tie anderen vier sind noch nicht gesunden worden. Tie Stadt steht ganz unter dem Eindruck des furchtbaren Unglücks. An dem Evrecufer, gegen über der Spindlerschen Fabrik, die Halbmast geflaggt hat, stehen trotz des Regens Hunderte von Menschen und beobachten das Absnchen des Wassers nach Leichen. Tas Boot, in dein sich die Spindlerschen Angestellten brsaiidcn, ist voll ständig zertrümmert. Tie Bestandteile sind nnsgcsischl und geborgen worden. Es soll setz: der Talbestand des Unglücks rekonstruiert ioerden, möglichst genau enlivrechend der gestrigen Sachlage. Ter Schiifseiguer R i ch i e r, der gestern ebenfalls verhaftet worden war, ist wieder sreigelasscn worden.
verntzrfchter.
* D i e P c r b r e ch e r s a g d i m F l n g z c u g. Das Wölfische Bureau meldet ans'Miami ans Florida: Ein schwarzer Portier, welcher mit kostbaren Schmncksachen ans einen Tampser flüchtete, lvurde von einem Tctektiv mit einem Wasserflugzeug versolgt und auf dem Tanipfcr fest- gcnommen. Tas Wasserflugzeug wurde nach Miami zn- rückgebracht und die Schmncksachen dem Schlvarzcn ab- genommen: dagegen tonnte die Berhastung nach den Lan- desgesctzcn nicht aufrecht erhallen ioerden.
* Eine halbe M i l l i v n n » t-c r s ch l a g c n. T ic Morgenblätter melden ans Kopenhagen: Der kürzlich hier verstorbene angesehene Lldvokai und Bauspekulani H a r t v i g s o n Hai sich Uiilerschlagungen von über einer halben Million Kronen zuschulden kommen lassen. Er hat das Geld in Bansvelttlalionen verloren.
* Ehcdram a. Tic Morgenblätter melden aus K u las (Ungarn): Hier erschoß ein .Kaufmann nach voran gegangenem Streit seine F r a n. Ein der Frau zu Hilfe eilender Landwirt wurde von dem Täter schiocr verletzt, der sich darauf selbst durch einen schuß tötete.
* Glückliche H eimkeh r. Wie aus Danzig gemeldet wird, wurde am gestrigen Mittwoch der kleine K r e u - zcr „Eondor" bei seiner Rückkehr in den heimatlichen Hafen Danzig nach zehnjähriger Llblvescnheil in der Südscc festlich begrüßt. Tie Kronprinzessin war von Zoppot nach Danzig gekommen und hatte sich an Bord eines Lotsen- dampiers begeben.
Märkte.
Limburg n. b. Lahn, 2». Mörz. Frn cht ina rkt. Durcki»
Ichuitlspreis vr» Aialter. Roter Weizen (Naßauischer) 10,40 Mt, weißer Weizen (nnqebaiüe Fremdiorlens IL.SO 'VIk, Korn II,8ö Mk„ Gerste (Flitters 9,00 Mk„ Braugerste 19,70 Mk„ Haler 8,09—0,90 Wk„ Erbse» 0,00 Mk. S5avto(teln 50 Kilo 2,20—0,00 Alk, Butter
das Pi'nnd Ml. 1,20—0,00, Eier das Stück 7 Psg.
kirchliche Nachrichten«
Israelitische Neligionrgemeinde. Gotterdienft in der Synagoge (Süd-Anlage).
Samstag, den 28 März i 911: Vorab end: 6,30 Uhr, sblorgens: 9.00 Uhr.
Nachmittags: 3.39 Uhr. Lchristcrklärnng. Sa bb ata ns g an g: 7.49 Uhr.
Zrraelitifche Religionsgefellschast.
Sotterdienst.
Sabbatlelee am 28 Marz 19 14: Freitag abend 6.25 Uhr.
Samstag vormittag 8.30 Uhr.
Samstag nachinittaa 3.30 Uhr.
Eabbat-AuSgang 7.40 Uhr.
Wochengottesdienst: Morgens 6.45, abend- 6.00 Uhr.
Meteorologische veodachtungen der Station Siehen.
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März Uo.i 1914 1 c c"2
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Wetter
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I Regen
25. 9“ 726,7
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5,9 : 93 s
10
26. 1“ 7246, 1
5,0
5,9 90 SW
2
10
Höchste Temperatur
am 24. bis 25.
Llärz 1914
= 4-6,6
Niedrigste
0 24. w 25.
1914
= + 18' .
Niederschlag: 7,8
mm.
Mil rotbackigen Äpfelu
vergleicht man gern die Wangen der Kinder. Tie Mutter ist beglückt, wenn ihr Svrötzling frisch und blühend auSfieht. Fchtt e- daran, jo greife man getrost
coHq
(fmuljism
zu Scotts Emulsion — Lebertran mit Kolk- und Pbo-dhor-Salzen und bald wird das Kind frischer werden und rote Bäckchen bekommen.
anwtt. ca.: Lebertran 150.0, Llürerin
® “.»• >mleg>«»»»d»6,l. Ball <.s, ninvux. L>°r>äl- R-trm, 2.u. lro 9 „ni o.o, arafc. wi'mmi 1.0 Hiafltt lev.i,. ,„,,bol u/>. Zliiil-.Mlrodel.». rSavIlheciobl |i I Traps en


