Einzelbild herunterladen

Ersuchen zur Lösung dieser imchtigen Fraye, aber man ist über das Anfangsstadinm der Versuche noch nicht hinausgekommen Die Nachforschungen der Handelskammern und der Kreisämtcr hoben ergeben, daß in dessen die Arbeitslosigkeit keinen Umsang angenvnimen Kat. dass ein Anlaß zu besonderen Maßnahmen ge geben wäre. Um die Konkurrenz der Ausländer abzuwehrni, hat die Regierung die Verwendung von ausländ. Arbeitern beiStaatStaulcir cingeschränti In Frankuirt a. M. sind die Unterstützungen sür Arbeitslose ivicder eingestellt worden, nachdem die Zählung ergab, daß nur 477 Arbeitslose vorhanden waren, wovon 275 Personen aut Saisonarbeiten enlsictcn. Insojcrn die Arbeitslosigkeit nicht durch Zuwendung von Arbeitsgelegenheit auigchoben Ivcrden konnte, sind in verschiedenen Städten, so in Mainz und Ofteikbach, Baruntcrslützungcn an Arbeitslose gegeben morden. In Oiscnbach erfolgen die Unierstützungc» in Anlehnung an die Berufsorgani­sationen, während in Mainz die Unterstützung ohne Rücksicht aris pic Angehörigkeit zu einem Beruisvcrcin gewährt wird. Eine nnrkliche Arbeitslosenversicherung hat noch keine der Städte ver­sucht, sic könnte auch nach unserem Dafürhalten nur durcktgesührl Iverden mit Hiljc einer Zwangsversicherung durch das Reich. Eine solche hat aber Siaatsministcr Delbrück im Reichs tag für bedenklich erklärt. Tie Regierung stimmt auch nicht den AuSschuhdarlegunge» bei, dasz die Frage schon genügend gellärt sei und sic kann sich deshalb auch von der von, Ausschuß erbetenen Tcnkichrift einen einigermaßen wirk­samen Erjolg toenigstens jetzt noch nicht versprechen, umsoweniger, als eine genaue Arbeitslosenstatistik nicht vorhanden ist. lieber die Ersahrungen anderer Staaten ist vorläusig noch gar nichts iestzu- stellcn, da sich auch diese noch in den ersten Versuchsstadien beim» den. Tie Regierung beobachtet und veriolgt die Frage auss eit­rigste, sic hält aber den Zeitpunkt noch nicht kür gekommen, aus staatlichen Mitteln solche Zuschüsse zu gewähren, wie sic der Antrag Ulrich verlangt. Dagegen hat sich eine richtige »nb verbesserte Ar- beitsvermittclung durch die gemeinnützigen Arbeitsnachweise gut bewährt, die man ebenso wie die Maßnahmen sonstiger Art zur Beschallung von Arbeitsgelegenheit möglichst unterstützen sollte.

Abg. Henrich <f. Vp> bezeichnet cs für erfreulich, daß auch die Regierung die große Bedeutung der Arbeitslosenversicherung anerkennt. Rur dann, wenn die Arbeitslosenversicherung als Mas- senerschcinung auitritt, sei es gerechtfertigt, gesetzgeberische Maß­nahmen zu erqrcisen. Man kann aus die Tauer die Lösung des Problems nicht von der Hand weisen. Redner geht aus die ver­schiedenen Hilfsmittel zur Milderung der Arbeitslosigkeit ei» und empsiehlt besonders umsangreichc Rotstandsarbeitcn und die bessere Ausgestaltung der Arbeitsnachweise.

Abg. v. ldelmolt (Bbd.): Auch wir halten die Frage sür sehr wichtig, aber ein Hauptgrund der Arbeitslosigkeit liegt in der starken Fluktuierunq der Arbeiterschaft: in den großen Städten und Industriezentren herrscht Arbeitslosigkeit, aut dem Lande da gegen großer Arbcitermangel. ES wandern alljährlich 30 000 junge Leute nach Berlin ab vom Lande, die sich dort scstsctzen und meist keine Arbeit habe». Tic Schuld liegt auch mit an der Politik der Ge­werkschaften. die daraus ausgehen, die natürlichen Bande der Zu­sammengehörigkeit von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu zerstören und namentlich auch gegen die Ueberstniiden zu eisern, Ivos dann zur Einstellung neuer Strafte von auswärts zwingt. Man dars soziale Fürsorge nicht nur als Arbeitersüriorge betrachten: der kleine Geschäststrtnbende und der Handwerker befinden sich oft noch in einer viel schlimmeren Lage. Eine Folge der Arbeitslosen­versicherung würde auch die Herabminderung des Sclbsivcrant- wortungsgesühls sein. Der Redner erklärt zum Schluß, daß er und seine Partei sich dem Ausichußanirag gegenüber vollständig ab­lehnend verhalten.

Die Verhandlungen werden darauf um ; ',2 Uhr abgebrochen.

Nächste Sitzung: Heule nachmittag > .4 Uhr.

Nachmittags sitzung.

Am Regierungstische: Tie drei Minister »nd verschiedene Aon, Ntissare.

Nach Eröffnung der Sitzung um 3 Uhr wird die Haushattsüeratung bc, itav. 68 fortgesetzt. Abg. Raab Soz.i wendet sich in län­geren Ausführungen gegen die Erklärungen des Ministers des Innern v. Hombergs, und die Darlegungen des Abg. von Helmolt und sucht nachzuweisen. daß die Zahl der Arbeitslosen in Hessen eine ganz außerordentliche fei Ter Redner begründet dann eingehend den bekannten, von seiner Partei gestellten Antrag in- bctrek» der Arbcitsloscnveriickerung.

Tamit schließt die Debatte und das Haus bewilligt die kür >iao. 68 angeforderte Ausgabe von 10.'>00 Mt. Weiter wird der Ausschußonirag angenommen, die Großh. Regierung zu ersuchen »s im Bundcsrat sür die Einsührung einer Reicktsarbcitslosen-- vcrsicherung zu wirken: bt den Ständen alsbald jedoch späte­stens bis zur Vorlage des nächsten PuügetK oinc Tenkschrift vorzulcgen über den Umsang der im Großherzoglum zurzeit be­stehenden und in den letzten Jahren beobachteten Arbeitslosigkeit, über die Leistungen aus össemlickten Mitteln zur Bckämvfung der Arbeitslosigkeit und ihre Folgen im Bereich des Großhcrzoglumo, sowie über die Eriahrungc», die in anderen Bundesstaaten mit der Gewährung von Staatsbeihitien gemacht worden iind, und cj die Anträge der Abg. Ulrich u. Gent sür erledigt zu erklären.

Zur Beratung gelangt darnach Kap. 69, Kreisgrometer, in Verbindnnq damit Kav. ,4, Bodenmeliorations- usw. Wesen, 'sowie »äv. 102. Kataster und die vcnchiedencn dazu gestellten An­träge

> Abg. Aluler knall.) betont, daß als Sitz für den Krcisgeo- meter die große Kreisstadt BenSheim gecigitzeter sei, als das kleine Zwingenberg.

Abg. Dr. Osann snakß, gibt bekannt, daß sich der Finanz­ausschuß nrit der Frage der Reorganisation des GeomelcrweienS eingehend beichästigt habe und beabsichtigte, die Frage vom Budget übcrhauvt zu trennen.

Abg. M olthan sZtr.j befürwortet einen Antrag Tr. Weber lind Genossen, den Ausschußankrag auf Nichtgcnehmiqung von fünf nnnteren Geometergehilten obzulehnen und die Anstellung von fünf weiteren Rreisgeometergehilfen z» genehmigen.

Tie Abg. Singer (Ztr.) ». Gen. beantragen: l. die Stellen der Krcisgeomcter aut den Inhaber zu bewilligen: 2. die Angliede - >»ng der Beimeffungsämter an das jeweilige Finanzamt in die Wege zu leiten

Abg. Tr. Osann tZtr.) stellt den Antrag: Die zweite

Kammer wolle Großh. Regierung ersuchen, bei der bevorstehenden Neuorganisation des Gcomctcrweicns den Katastergeoiwetcrii statt der Bezahlung nach Taxen ein icstcS Einkommen zu gewähren.

Abg. Urstadl (Fortlchr Vv. bespricht dieVerh lttiis e dcrPri- valgeometer. Er bedauert zweiErlasic van Behörden, durch die den Privaigeometern eine wenig schöne Konkurrenz gemacht werde Er erklär, sich sür Verstaatlichung des gesamten Vermessnngstvesens Er will keine Erhöhung der Gebühren der KreiSgeometer, da die Permeftungskosten in Hessen ichon letzt viel höher icie» als in Bayern. Tic Neuorganisation des Bermesjungsweums müsse durch eine Sachverständigenkommission gevrüt't werden. Größere Einheit­lichkeit müsse herbeigeführt ,verden durch Vereinigung aller Arten von Geometern in einem Landesvcrniessnngsamt, das einem Mi­nisterin, n direkt zu nntcrstcllen sei. Tie Vereinheitlichung muß sich auch erstrecken aus Vvrbilduug. Gehalte, Feld.zulagen und Titel Landmesser). Redner sragt, knie weit die Verhandlungen wegen einer Rcsorm in technischer Beziehung, Neutriangulierung usw ge­diehen seien. Ferner, weshalb das Examen der Geom 1 Kl in den letzten fl Jahren so schlechte Resultate ergeben habe ob lieber-

spannung der Ansordernngen oder Mangelhaftigkeit der Vorbil­dung die Schuld trage Zur Vereinheitlichung gehöre auch örtlich»: Konzentration Für Gießen schlägt er vor, die Büros der Feld- bereinigungs-Krets Katastergeomctcr, der 2 Fcldbereinignngskom missäre, die bald dahin zu versetzen seien, die Kultur,nipektiou in der alten Klinik untcrzubringen, iit der die Stadt sehr billig Räume zur Versügung stellen werde. Auch das eventuell zu schaftende Oberverk'icherungsamt könne darin llitterfurtft Huben. Im Ivcitcrcn wendet sich der Redner gegen den Antrag, die Regelung der per­sönlichen Verhält Nisse und die Nenanstellung dem Vcreiiftachungs- ausschuß zu übermeifcit. Er verlangt, daß den Kalastergcomctcrn sofort ein scstcs Gehalt -gebilligt werde, daß von den Geometern 2. Kl. nicht nur im Kreisvermessungsdienst b weitere neu an ge­stellt werde», sondern auch im FeldbereinigungSdiensl mindestens acht. Eigcitllich müßten es l i sein. Er jordcrt Befreiung der Geo­meter 2. Kl. von der Vcrsicherungspslicht. Bei den Geom. t. Kl. sei cs vielleicht besser, statt 2 »euer Vollstcllen kür Bcrcinignngs- Jcomctcr 4 Assistentenstcllen zu schaffen, wie sic am Katasteramt ichon vorkiand-n seien und letzt ani 5 vermehrt werden sollten.

Aut Antrag des Abg Dr. Osann w.rden d e vor rivähntcn Anträge sämtlich der varlamenlariichcn Pcrcintachungskommis- fion überwiesen, sodaß sic jetzt aus der Tebatte ausscheiden.

Nach unwesentlichen Nussührungen der ?lbgg Tr. B o I - heim er sZentr,) und Schott (natj.) der sür die Bechcbaltung des VcrmessungsamteS Wöllstein cintrilt, und einem Ersuchen des Abg. W o l l - S:adeckeu und Verbesserung der Stellung der Geometer zweiter Alassc wird der Antrag des Ausschusses an­genommen: l 240 000 Mark in Einnahme und 283 000 Mark in Ausgabe zu bewilligen, 2 die von der Regierung vorgesckzla- gencn Geblihrenerböhnngen sür Kreisgeometer abzulehncn, 3: die von der Regierung vorgeschlo.genc Aushebung von fünf Kreis- vermessungsämkern und die Schasftmg weiterer zweier Stellen ist zu genehmigen, 4> die Llnstellnng von weiteren süns Kreisgeo- mctergehilsen nicht m genehmigen und 5» die Regierung zu er­suchen. dlmnächst Vorst l g Reuorg nisation des Ge amt-Ver- messungswejrns zu mackieii und bis zur Ncuorgauftatio» vou jeder Erhöhung der Gebichren sür Prioalgeomcter abzuseben.

Kap. 70. Landeskreditkasse, wird ohne Debatte genehmigt, und dann die folgenden landwirtschaftlichen Kavitel 7174: Landwirtschaftlicher Dispositionsfonds, Landwirtschaftliches Unter­richts- und VerillchSwcscn, Landwirtschaftliches Vereins- und Gc- Itoftenschaftswcscn und Bodenmeliorations- und Waftcrvcrsor- gungsarbeitcn, zusammen beraten. Nach einigen aief der Tribüue unverständliib gebliebenen Aussührungen des Abg, Lang )natt>: wesst Abft. K o r c I l - Ingelheim kFortschr. Vv.) auf die jetzigen bedeutenden Ueberschwemmungen zwischen Ingelheim und Frei- Weinheim hin, durch welche fast die ganze Obsternte vernichtet sei, lind ersucht die Regierung, sich durch Augenscheinnahme von dem Notstand zu überzeugen.

Abg. Dr. Weber sBbd.) tritt sür eine intensivere Jnan- grifsnahmc der Bodcnmcliorationen im Vogclsbcrg ein.

Beim Kapitel Landgestüt beantragt und begründet Abg. Finger snatlb.) die Errichtung einer Gcstüisstation im süd­lichen Teil der Provinz Rheinhcfsen,

Abg v. Brentano sZentr.) tritt sür eine Deckstation in Rheinhessen ein, ,:c Abg. Fenchel und Tr. Weber befürworten eine Deckstation in Lich. Rach unwesentlicher wefterer Debatte wird der Ausschußanlrag angenommen: Ten Betrag von 64 675 Mark i» Einnahme und 335 806 Mk in Ausgabe zu bewil­lige» und außer der vorgesehenen (öestüisstation in Langen gleich­zeitig auch eine solche in Lieh zu errichten.

In der weiteren 'Aussprache über landwirtschastlichc Kapitel begründet Abg. K o r c ll-Ingelheim den von ihm gestellten k>ln- trag, für den Großobstmarkt in Ingcllieim einen tüchtigen Lbst- baulcchniker zu bestellen. Weiter bespricht der Redner die Notlage der Winzer in der Binger Gegend und die gegen mehrere Winzer ergangenen Urteile wegen llchcrtretung des Rcblausgcsctzes. Die Urteile ständen sich diametral gegenüber. Bei einer Untersuchung der bloßen Holzstöcke am 1. Dezember 1913 sei es gar nicht möglich gewesen, scstznstelten, ob hie Winzer geschädigt waren oder nicht. Der Redner will nicht geg«r das Reblausgesctz an sich austreten, aber wenn cs angcwendct «erde, so dürft es nicht zu einer Plage tür die Winzer Iverden. Er bittet die Regierung, bei einer neuen Eingabe der Petenten in eine ivohtwollende Prüfung rinzutrctcn.

Abg. W o t s- Stadecken sBbd.) begründet seinen schon früher einciebrachtcn Antrag, die Kosten der Kcllerkontrollc aus die Staats­kasse zu übernehmen.

Abg. M o l t h a n (Ztr.) wünscht eine Beschleunigung des Feststellungsversahrens und spricht sich für den Eintrag Wols aus.

Abg. Finger kNtl.) stellt den Antrag auf Errichtung einer Obstmarkthalle in Worms, zieht den Antrag aber später wieder zurück.

Ministerialrat Schlicphake legt den verschiedenen Wünschen der Vorredner gegenüber den Standpunkt der Regierung dar. Ter 7lntrag Wolf-Stadecken, betreffs der Kellerkontrolle, sei nicht aussührbar, weil die Vorschriste» dies nicht zulaften.

Beim Kavitel 75n, L a n d w irt s ch a f t s ka m m c r, legt

Minister des Innern v. Ö o m b e r g k noch einmal die Gründe dafür näher dar, welche die Regierung bestimmten, die von der Londwirtschastskammer angesordecte Erhöhung des Staalszuschuftes von 144 190 Mark um 53100 Mark abzulchnen. Es fei im Voranschlag der Kammer sür 1912 eine Mehreinnohme von 26000 Mark vorhanden gewesen, und loestcr bewckse der Etat, daß die Kammer die benötigten Mchransorderungen sehr tvohl auS eigenen Mitteln bestreite» könne. Zuni Schluß weift der Minister die Legende zurück, als ob der Referent des Ministeriums sür die Laich- ivirtschaitskammer nicht mit voller Wärme tür die Förderung der Landwirtsckiost eintrctc. Tic Entscheidung darüber, ob der erhöhte Zuschuß zur Förderung der Laudivirlschaft zu bewilligen sei oder nicht, liege beim Mlnisteriuuk und bei ihm als Minister des Innern und er habe sich nach eingehender Prüfung der Sachlage nicht dafür entscheiden können. Er gebe sich aber der tzoftnung Hins, daß eine Prüfung im Voranschlag für 1915 zu ein ein besseren Ergebnis tührcn werde.

, Abg. Brcidenbach sBbd.i tegt als Mitglied der Land- wirtichaktskamnicr ausiührlich die Gründe fiix die Notwendigkeit (her Anforderung der Landwrrtichaitskammcr näher dar und sucht den Nachweis zu führen, daß die letztere durchaus nicht pekuniär io glänzend gestellt sei, daß ite oic Mehransorderimgcn aus eigenen Mitteln bestreiten könnte. Tic 26 000 Atark Plus in dem Etat iür 1912 seien nicht etwa Uebcri'chüsse, sondern sic rührten daher, weil die bctvilligten Mittel infolge von Seuchen usw. nicht zur Berlvendung gelangen konnten. 'Auch mit dem Hausbau für die Landwirtschaitskaminer werde keine Verschwendung getrie­ben . feie darin investierten 260 000 Mk. rentierten sich gut.

Minister v. Hombergk weist eine Andeutung des Vor­redners zurück, als ob seine, des Ministers Ausiührungen ten­denziös gesärbt gewesen tvären, um die Unnotwendigkeit der For­derungen darzutun.

Abg Henrich (Foetschr. Bvt.) erklärt, daß er nach den neuen stbusklgrungen über die Mittel der Landwirtschaftskammcr sür die Bewilligung des Antrags Brauer eintteten und den Ausschuß­antrag ablchncn werde.

Der Antrag Brauer luird daraus einstimmig angcnonrmcn: her Ausschußantrag aus ?lblehnung der Forderung ist damit ab- gclehnt und die Landwirtschaftskanimer erhält den erhöhten Staats­zuschuß, 144 000 und 53100 Mark,

Die Kap. 76, Bergbauwesen, und Kap. 77, Kunftstraßen- weien, werden genehmigt, nachdem die Abgg. Kredel lnatl.)

kund Lang lnatl.) einige lokale Straßcnbauwüiiick>e vorgcbracht hatten.

Bei Kavitel 78 Dandclskainmcrn begründet Abg. Heerdt den von ihm und den Abg. Henrich und Mollhan an­gebrachten Antrag, den Staatszuschuß aus 30 000 Mk. zu erhöhe», während Ministerialrat S ch l i e v h a l c den Antrag abzulchnen bit­tet. Nachdem noch Abg. Adelung sür de» Antrag cingetrcten ist, wird der Antrag Heerdt einstimmig angenommen.

Tie Reslkavitel 79- 87, des Ministeriums des Innern iverden daran! ohne weitere Debatte genehnngt und die «itzung schließt alsdann um 7Vs Uhr abends.

Nächste Sitzung: Mittwoch früh 9 Uhr.

(Rertd,t»!aaL

w Metz, 24 März Heute begann vor dem Oderkr1eq?qeri'ch die aus mehrere Tac,e berechnete Bernsunltsverkandlnnq neuen den früheren Leutnant Tieas vom §ub-Arttllerie-Reaiment Nr. in Tiedenhofen, der am 26. Rovern de >. v. weaen Totseblaqs verübt an dem Fahnenjunker Förster von dem aleicheu' Reainrent, vorn ^rieqsaericht zu 10 Jatzreir Zuchthaus und Äus- slohuna aus dem Oeere veru teilt worden rvar. Rach dieser Ber- nrterlung tauchte die Bermutuna auf, datz Tieas nicht aauz zrrrech- nuna»fähiq sein könnte, rveshalb er inzwischen ans seinen tt^eisles- znstand beobachtet rvorden ist. Zu der Verhandlung sind mehrere Lachversläudiqe geladen.

w L « remvurq, 24. März. Vor dem Zuchtpolizeigericht begann beute vormrttaq die Verhandlung gegen den '^ischos K o vv eS rvegerr feiner bekannten Rede auf dem Metzer Ziatholiken- lage, derekrvegen eine Anzahl l-nksgerichtrter Luxemburgischer Ab­geordneter Berlernndungsklage gegerr den Bischof anaeslrerrgt haben.

ine Reibe von ZournalNlen aus Deutschland, die der dantaligen Versammlung des Katholikerrtagcs beiivohnten, sind als Zeugen geladen woroen.

Universitäts-rrnchrichten.

Institut für B e x e r l> u n g s f o r s ch u » g. Ein Institut für Vererbnngssorschung. das erste feiner Art in Deutschland, wird znm nächsten Sommersemester an der Berliner Landwirtfchastllchen Hochschule errichtet. Tic Leitung des Institutes ubernimnit der bisherige Vorsteher des Botanischen Instituts Prof. Dr. phil. et med. Erwin Sau r; als Abteilnngsvorsteher für die zoologische Ab­teilung ist der Privatdozent der Landwirtschaftlichen Hoch­schule Tr. B. Klatt in Aussicht genommen.

Berufungen an d i e Universität Frank­furt. Der außerordentliche Professor Dr. med. Ernst G ö 0 pcrt, erster Prosettor und Ableilungsvorsteher am ana- tomischen Institut der Universität Marburg, hat einen Ruf als Ordinarilis der Anatomie an die Frankfurter Universität erhalten. Dr? Göppert ist am 4. Januar 1866 in Breelau geboren. Ter ordentliche Professor und Direk tor deS phnsiologischen Instituts in Kiel Tr. med et Phil Albrecht Bet he ist für den Lehrstuhl der Physiologie an der Universität Frau isurt a. M, in Aussicht genommen. Ter außerordentliche Professor der Mineralogie uich Petrographie an de: Universität Halle a. S. Tr. phil. Hendrik Enno Bocke hat einen Ruf als ordentlicher Pro­fessor an die Franlsurkcr Universität erhalten. Prof Bocke, der erst kurzlickt eine Berusung nach Tübingen ab-, gelehnt hat, ist 188t zu Wormerveer be, Amsterdam geboren.

Wie ich mein Gewicht in einigen Wochen ohne gefährliche Drogen nnf dns Normal herabsehte.

ttcberflüfstges Fett wird auf «insachc, harmlose Weise entsernt. Bericht von St. Cläre Thcr.

Jahrelang mar ich als einer der dicksten Lenke in Paris be­kannt. und bei meinem jüngste»-. Aufenthalt im Seebad »ourde icb ,nc»ner iibcrulätzigen ^Zetl ivülitc wegen noch allgemein zum Gegenstand des Geläch tcrS und Bervihelns. Bet meinem Abschied einige Wo chen später batte sich aber Blatt gewendet, denn mcer >körvcrgemicht war auf das gesunde Normal zurückgegan gen. Dabei wäre mir diese Wendung zum Besseren nie »nals zuteil geworden. ÄSttc mich nicht einer der Fischer- feine eines Tages angetrosien wie id» den Strand entlang schnaufte. Warum ich es nicht einmal mit Neiia-Blättern versuche, meinte er. ..Sie werden vou Seepslanzen gemacht, und hier herum wächst genug, um Ihr Fell so schnell zum Verschwinden zu bringen, dag Sie staunen werden." ,^ch lietz es auf einen Versuch ankommen. und richtig, von Tag zi. Tag verringerte sich mein Umsang und bewies mir, wie wahr die Worte gewesen. Mein Gelvichl sank »vie durch Zauber, und statt eines schwächenden Einflusses gaben mir die Resia Blätter im Gc genteil von Beginn an neue tfnm und tLnergie. Heute fehc ich besser aus und suhle mich wohler als seit Jahren. St. Cläre Dyer.

4lnmcrkuna: Nesia Blätter und rein pflanzlicher Natur und enthalten weder Schilddrüsen noch irgendwelche drastische Drogen. Die wertvollen, Seepflanzen entnommenem Elemente verleihen ihnen eine grobartige Wirksamkeit in der Herabminderung des Äörperumfanges; selbst der schwächste Magen kann sie verdauen. Dabei sind Rena-Blätter verhältnismäbig billig und jetzt soviel in Gebrauch, dab alle Apotheken sie in Tablettenform zum leichten und angenehmen Cinnchmen aus Lager führen. Bor jeder Atabl^eit nimmt man zwei Tabletten und trinkt etwas Wasser daraus. Rena- Blätter sind absolut harmloS: obwohl sie sich allgemein als sehr gesiurdheitsförderltch errveise», ist eS doch unnötig mit der Behand­lung fortzusetzen, wenn das Körpergewicht einmal das gesunde Normal erreicht hat. 4012*.$

Ein Unglück

fst es nicht, wenn Sie immer wieder zu teuere Husten-Bonbons kaufen, nur werfen Sie dabei Geld fori Wollen Sie nicht lieber einmal einen Versuch mit

Eutol-Bonboras

in eleganten Blechdosen k 30 Pf 9 . maeftn? Alte Leute und alle diejenigen, welche durch vieles Sprechen, durch Rauchen etc. zu häufi­gen Katarrhen neigen, finden nichts Besseres. Sie nur die eebton Eutol-Bonbons bekommen.

Saxtehner's Bitterquelle

HUNYADIJÄNOS

Gegen Verstopfung, gestörte Verdauung, Fettleibig­keit, Blut&ndr&ng, etc. Gewöhnt. Doste: t Wasserglas ooll.